Witzige Klappentexte sind gut, aber auch gefährlich. „Ein Cookie für den Dämon“ von Annette Marie hat mir genau das gezeigt. Wobei eigentlich braucht man nur den Titel lesen und den Prolog und böse gesagt, kann man sich den Rest des Buches zusammenreimen.
Prolog plus Kekse
Der Prolog war sehr stark. Guter Anfang, es ist dramatisch, es geht um Leben um Tod. Doch der süße Titel des Buches lässt vermuten, dass der mit Cookies gefütterte Dämon zur Hilfe eilt und unsere Protagonistin rettet. Wie genau unsere Protagonistin aus der brenzligen Sache wieder herauskommt, dafür muss man das halbe Buch lesen. Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, wenn am Anfang eine richtig gute Szene angeteasert wird. Für mich kam die Szene aber nur leider etwas spät. Die erste Hälfte des Buches hat sich wie Kaugummi gezogen. Klar, wir brauchen Informationen als Leser, aber in meiner Wahrnehmung hat dieses Sammeln von Informationen sich dann doch sehr gezogen.
Eine bessere zweite Hälfte?
Nach den Ereignissen, die bereits im Prolog angeteasert wurde, geht es dann richtig rund. Ich habe die Abenteuer erwartet, die ich mir seit dem Lesen des Klappentextes erhofft hatte. Bekommen habe ich nicht ganz das, was ich dachte, aber definitiv nichts schlechtes. Mit der zweiten Hälfte des Buchs konnte ich mich anfreunden und ich hatte Spaß beim Lesen.
Doch alles nur ein Prolog?
Auch wenn die zweite Hälfte des Buches mir gut gefallen hat und ich ein gutes Team im Cookie-Dämon und der Hexe an seiner Seite gefunden habe, hatte ich am Ende das Gefühl einen Prolog gelesen zu haben. So nach dem Motto, wir haben jetzt alle Steine so hingelegt, dass wir loslaufen können. Da stellt sich mir die Frage, war mir das Buch genug? Mein erster Impuls war Nein zu sagen.
Allerdings habe ich das Buch sacken lassen und ich finde es nicht mehr ganz so dramatisch. Das Buch war ein netter „Prolog“. Ich hatte Spaß beim lesen (der zweiten Hälfte) und darauf kommt es doch am Ende an. Nichts desto trotz erwarte ich deutlich mehr vom zweiten Band und dessen Handlung, denn gefühlt haben wir alle Fässer mal aufgemacht, aber keines zu gemacht.
Ein Spinn-Off?
„Ein Cookie für den Dämon“ wird als vierteilige Spinn-Off Serie zur Serie „Spellbound“ ebenfalls von Annette Marie geschrieben sein. Alles was ich dazu sagen kann, den Cookie Dämonen kann man auf jeden Fall lesen, ohne die andere Buchreihe gelesen zu haben. Diese kannte ich nämlich vorher nicht. Inwieweit also bekannte Charaktere auftauchen oder spezielle Orte, kann ich nicht sagen. Denkbar ist es auf jeden Fall, dass Leser*innen der Spellbound-Reihe die Gildennamen, die auch in „Ein Cookie für den Dämon“ eine Rolle spielen, etwas sagen.
Kathi ♥
Ergänzung von Stephanie
Ich habe „Guild Codex: Spellbund“ von Annette Marie als Hörbuch gehört und möchte gerne folgendes ergänzen:
„Ein Cookie für den Dämon“ spielt parallel zum vierten Teil „Dämonenmagie und ein Martini“. Es gibt überschneidende Ereignisse, aber ich finde es sehr gut gelöst, dass beide Bücher sich unabhängig in beliebiger Reihenfolge lesen lassen, ohne große Spoiler. Zwei sehr unterschiedliche Perspektiven auf komplexe Geschehnisse.
Es gibt auch ein Widersehen mit einigen Mitgliedern der „Cow and Hammer“ …
Ich mag beide Reihen sehr und bin gespannt, wie es mit Robin und auch Tory weiter geht.
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar via NetgalleyDe zur Verfügung gestellt.
Ein Cookie für einen Dämon
Annette Marie
Übersetzt von Jeannette Bauroth
Second Chances Verlag, 2025
ISBN: 9783989060661
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