Chaos im Dezember 2020

Gelesene Bücher & Manga, sowie 2 DVDs

Huch, schon ist der letzte Monat des Jahres da. Irgendwie kam er doch schneller als erwartet. Damit ist dann auch die Hälfte meines Praktikums um. Auch wenn ich immer noch das Gefühl habe, als sei es noch nicht so lange her, dass ich das erste Mal ins Büro gefahren bin.

Ich wünsche mir von 2021 auf jeden Fall noch mehr gute Bücher. Wen du es noch nicht gesehen hast, plane ich vielfältiger zu lesen. Mal sehen, was daraus wird. Neben dem vielfältigen Lesen versuche ich mich auch an der FrühjahrsPutzBingo-Challenge vom Buchperlenblog. Mal sehen, wie das wird.

Kathis FrühjahrsputzBingo Challenge

Bücher

Diesen Monat sind es definitiv mehr als im Letzten. Dennoch ist es immer noch eine lange Liste an angefangenen Büchern, aber ich arbeite dran. Zum Jahresende habe ich mich entschieden, dir mal zu verraten, welche Bücher sich auf dem Stapel angefangener Bücher befindet. Weiter unten kannst du dir diese Liste ansehen. Schon mal vorweg es sind 13 Bücher und 2 Manga.

Wild Card – Ein postapokalyptischer Roadtrip

Dieses Rezensionsexemplar wurde mir überraschend angeboten und ich muss sagen ich bin froh darüber. Das Buch fand ich echt spannend zu lesen und es hat mir gut gefallen. Wenn du mehr über das Buch erfahren möchtest, kannst du gerne den passenden Beitrag dazu lesen.

Pippi Langstrumpf

Pippi ist durchaus ein sonderbares Kind und zugleich sehr liebenswert. Sie sieht die Welt erfrischend anders und hat jede Menge Spaß im Leben. Ich mag ihre Geschichten total gerne, auch wenn die Hälfte nicht der Wahrheit entsprechen.

Zeugenkuss Programm

Dieses Buch hat eine witzige Vorgeschichte. Ich hatte vor Ewigkeiten einmal eine Leseprobe dazu mitgenommen und gelesen. Diese hatte mir wahnsinnig gut gefallen und ich war sehr neugierig, wie die Geschichte weiter gehen würde. Irgendwann kurz vor Weihnachten 2019 habe ich ganz diplomatisch meiner Schwester die Leseprobe in die Hand gedrückt. Mein Plan ging auf und unter dem Weihnachtsbaum 2019 lag das Buch. Ein Jahr später habe ich es jetzt endlich gelesen und es hat meine Erwartungen übertroffen. Das Buch ist es absolut wert gelesen zu werden.

I Am Number Four

Von diesem Buch hatte ich vor Ewigkeiten den Film gesehen und wie das so bei mir ist, habe ich mich dann natürlich aufgeregt, dass keine Fortsetzung gedreht werden soll bzw. wurde. Kurzerhand habe ich mir die ersten beiden Bände auf Englisch gekauft, weil auf Deutsch gibt es die Reihe natürlich auch nicht. Seit dem Kathi-hat-sich-aufgeregt-Moment ist einige Zeit vergangen, aber ich habe es geschafft endlich zumindest den ersten Band zu lesen. Zwar bin ich noch keinen Deut schlauer, wie es handlungstechnisch weiter geht, aber der zweite Band liegt da und wartet nur darauf, von mir gelesen zu werden.

Manga

Es ist tatsächlich der Tag gekommen, an den ich Manga gelesen habe. ja, es war wirklich nur ein Tag im Dezember. Wurde auch langsam Zeit. Eigentlich hatte ich mir das ja schon im Oktober für November vorgenommen, aber daraus ist nichts geworden.

The Quintessential Quintuplets

Der arme Kerl, der diesen Fünflingen helfen soll, ihren Schulabschluss zu machen, denn die Fünf sind nicht gerade motiviert, was das Lernen angeht. Futaro Uesugi hat aber keine andere Wahl, denn das Geld braucht er ziemlich dringend. Eine super verrückte Geschichte und ich bin gespannt, wo das noch hinführen mag.

Blue Exorcist Band 2 & 3

Ich brauchte kurz, um in die Geschichte wieder hereinzukommen, aber dann ging es. Ich finde die Welt, in der die Exorzisten leben sehr spannend. Wie es Rin wohl als Sohn des Teufels noch weiter ergehen wird? Es scheinen einige ein Problem damit zu haben …

Bibliotheca Mystica Band 3

Ich liebe diese Manga Reihe einfach, sie ist wahnsinnig gut gemacht. Das einzige Problem, was ich mit ihr habe, ist, dass die letzte Geschichte erst in Band vier zu Ende erzählt wird und diesen vierten Band habe ich natürlich nicht zu Hause. Deswegen habe ich mich auch so lange dagegen gesträubt, es weiterzulesen, aber jetzt habe ich es dennoch getan.

Serien

Mein Serien Konsum ist wie sie oft ein wenig explodiert, aber egal. Diesmal sind wieder einige gute Serien dabei, aber auch andere, die ich mich auf die eine oder andere Weise verärgert haben.

Lucifer Staffel 4

Vielleicht stehe ich mit dieser Meinung jetzt relativ alleine da, ich weiß es nicht, aber ich finde die Serie wird immer schlechter. Ich habe überhaupt keinen Spaß mehr daran weiter zu schauen und meine Motivation für Staffel fünf befindet sich auf dem Nullpunkt. Ich kann nicht genau erklären, was mich stört. Aber wie sich die Figuren entwickeln und welche Richtung die Story nimmt, mag ich einfach nicht. Maze und Dan tun mir einfach Leid. Das waren mal so coole Charaktere und jetzt sind sie einfach nur noch da. Staffel fünf scheint zwar jetzt einen interessanten Plot Twist zu haben, aber mal sehen, wann ich das weiter schaue.

Ashley Garcia Staffel zwei

Also das Ende der zweiten Staffel, da wurde es echt dramatisch. Das können die doch nicht einfach so stehen lassen, oder? Und Netflix enttäuscht mich erneut, denn es wird keine dritte Staffel geben und das finde ich bei dem Ende eine wirklich miese Nummer! Die Frage, wie das jetzt weiter geht, nachdem ihre Freunde etwas erfahren haben, wird somit nie beantwortet.

Liebe und Anarchie

Als ich gesehen habe, dass es sich um eine schwedische Serie handelt, habe ich es für Minuten auf Schwedisch laufen lassen und ich bin stolz, dass ich so ungefähr drei Wörter tatsächlich verstanden habe. Ich hatte mal ein Semester lang Schwedisch gelernt. Die Spiele zwischen Sophie und Max fand ich extrem gut gemacht. Ich hoffe sehr, dass es hier eine zweite Staffel geben wird.

Valeria

„Valeria“ und „Liebe und Anarchie“ haben mich, obwohl sie so unterschiedlich sind, doch stark aneinander erinnert. In beiden stehen zwei Frauen im Vordergrund, die ihren Ehemann betrügen. Der Riesenunterschied dabei ist, bei der einen habe ich das voll und ganz unterstützt und bei der anderen bin ich ganz klar dagegen. Ansonsten haben die Serien aber nicht viel gemeinsam. Valeria versucht ein Buch zu schreiben und arbeitet in Teilzeit, um ihre Rechnungen zu bezahlen, während Sophie aus „Liebe und Anarchie“ erfolgreich in ihrem Beruf ist. Auch wenn ich es nicht gedacht habe, wird von „Valeria“ eine zweite Staffel gedreht und ich bin mal sehr gespannt was da passieren wird.

Between

Erst vor kurzem habe ich erfahren, das die Serie „The Society“ abgesetzt wurde, obwohl sie eigentlich um eine Staffel verlängert wurde. Das hat mich sehr frustriert. „Between“ hat aber ähnliche Züge wie „The Society“. Eine Gruppe von Jugendlichen und Kindern leben alleine in einer Stadt, nachdem ein Virus, alle Menschen über 22 Jahren getötet hat. Ähnlich wie bei „The Society geht es drunter und drüber in der klenen Stadt und die Jugendlichen müssen sich irgendwie zusammen raufen, damit sie gemeinsam überleben können.

My Love from the Star

Diese Serie hat mich fertig gemacht. Sie war so ergreifend und gegen Ende, musste ich einfach mitheulen, weil es so herzzerreißend war. Ich liebe diese Serie von Anfang bis Ende. Geschaut habe ich sie, weil ich gesehen habe, dass Kim Soo-hyun da mitspielt, der auch in „It’s okay to not be okay“ mitspielt. Witzigerweiser habe ich jetzt eine neue koreanische Serie angefangen und zufällig spielt in der neuen Serie jemand mit, der auch in „My Love from the Star“ mitspielt.

Suburgatory

Die Serie habe ich mal vor Ewigkeiten irgendwo gesehen. Inzwischen besitze ich Staffel eins auf DVD und bin sehr glücklich darüber, denn ich liebe Tessa und ihre ganze Art. Das ganze Drama in der Vorstadt ist einfach toll und die ganzen Menschen die da leben sowieso. Das einzige, was mich ankotzt und das macht mich wirklich wütend ist, dass es die Serie derzeit bei keinem Streaminganbietern zum Streamen gibt und man die zwei weiteren Staffeln nicht auf DVD kaufen kann, da sie nie auf DVD erschienen sind. Ich bin untröstlich, dass ich nicht weiter schauen kann, denn die Serie ist wirklich, wirklich gut!

Filme

Im krassen Kontrast zu meinem Serienkonsum steht dann jetzt mein Filmkonsum. Da sieht es etwas leerer aus.

Hungover Games

Dieser Film ist absolut schräg, aber ich fand es extrem cool gemacht, wie ähnlich die Charakteren ihren Originalen sahen. Der Film war natürlich sehr überspitzt und an manchen Stellen stark skurril, aber insgesamt war es doch lustig, wenn man „Hangover“ und „Die Tribute von Panem“ kennt.

Happy New Year

Ich liebe den Film „Valentinstag“ und schau den auch wirklich gerne. „Happy New Year“ ist von denselben Machern und quasi genau das Gleiche, nur eben statt Valentinstag wird in das Jahr 2012 gefeiert. Bei „Valentinstag“ finde ich die einzelnen Geschichten viel besser miteinander verwoben, als es bei „Happy New Year“ der Fall ist. Dennoch finde ich den Film nett gemacht.

Angefangene Bücher – die grausame Wahrheit

Zuerst möchte ich noch anmerken, dass manche Bücher hier nur stehen, weil ich sie vor kurzem erst angefangen habe und sie mich in keinster Weise quälen. Zusätzlich ist es vielleicht interessant zu wissen, dass einige Bücher, von denen ich dachte, dass sie mich quälen, inzwischen interessant geworden sind. Es gibt also durchaus Hoffnung. Die Reihenfolge, in der ich sie nenne, spielt keine Rolle.

  1. Stolz und Vorurteil ~ Jane Austen
  2. Das erste Gesetz der Magie ~ Terry Goodkind
  3. La Coloc ~ Jane-Philippe Blondel
  4. Buntschatten und Fledermäuse ~ Axels Brauns
  5. Warten ~ Ha Jin
  6. Willkommen im Meer ~ Kai-Eric Fitzner
  7. Die Asche meiner Mutter ~ Frank McCourt
  8. Zwei an einem Tag ~ David Nicholls
  9. Das Lied der Dunkelheit ~ Peter V. Brett
  10. Stadt aus Trug und Schatten ~ Mechthild Gläsner
  11. Blind Date in Paris ~ Stefanie Gerstenberger und Marta Martin
  12. Nichts ist stärker als die Liebe ~ Danielle Steel
  13. Eine wunderbare Zeit zu Leben ~ Stephen Hawking

Kathi 

Mein erster Lesemarathon

Die vier gelesen Bücher, eine Kerze und eine Tasse Tee

Dieses Jahr war wohl für alle Weihnachten anders, auch für mich. So habe ich die kompletten Feiertage bei meiner Tochter, dem kleinen Kometen und ihrer Familie verbracht, mit dem Plan bis Neujahr zu bleiben. Einige Tage vor Weihnachten kam ein Anruf von meiner Enkelin Drachenreiterin, die mich gefragt hat, ob ich bei einem ausgesprochen lustigen Event mitmachen würde.

Der Plan

Ich sollte mir Bücher mitbringen, die dürften ruhig bereits angefangen sein. Es ginge darum, ganz entspannt gemeinsam möglichst viel zu lesen und sie hat mir versprochen, es würde spätestens dann sehr lustig, wenn Kathi anfangen würde, Bücher durch die Gegend zu pfeffern.

Hier die Regeln, die sie mir vermittelt hat:

  • Termin: Sonntag, 27.12.
  • Beginn 10 Uhr
  • Dauer 24 Stunden
  • es werden vorher die Bücher ausgesucht und auf den Tisch gelegt
  • die Zeit wird gestoppt, sobald man beim Lesen eine Pause macht
  • die Lesezeit, sowie die gelesenen Seiten (es kommt nicht auf die gelesenen Bücher an) werden notiert
  • natürlich darf nachts geschlafen werden, ansonsten gibt es kurze Pausen zum Essen usw. und zur Entspannung zwischendurch kurze Spielrunden
  • ein kurzer Spaziergang wäre auch erlaubt gewesen, aber bei dem an diesem Tag extrem schlechten Wetter, hatte hierzu keiner Lust
  • begonnen und beendet wird der Marathon gemeinsam an einem Tisch sitzend

Eigentlich hätte es den Anreiz mit Kathi schon gar nicht mehr gebraucht. Natürlich habe ich „Ja“ gesagt, war aber auch etwas skeptisch. Meine Augen sind nicht die besten und ich war mir nicht sicher, ob diese das Marathon-Lesen durchhalten würden. Auch bin ich nicht der Mensch, der stundenlang sitzen kann. Da ich aber an sich gerne lese, fand ich das gerade nach den Feiertagen eine nette Idee.

Die Vorbereitung

Lustig war dann schon die Vorbereitung vor Ort. Da ich mit dem Zug angereist bin, war ich nicht motiviert Bücher von zu Hause mitzubringen. Ich hatte allerdings zur Sicherheit meinen eReader dabei und außerdem ein kleines dünnes Buch, das ich auslesen und meiner Familie hier lassen wollte. Und wenn an etwas in diesem Haus hier kein Mangel herrscht, dann sind es Bücher.

Meine Idee: Jede von meinen drei Mädels solle mir ein Buch aussuchen. Vorgabe war lediglich, dass es ein in sich geschlossenes Werk sein musste. Ich hasse es, wenn ich ein Buch lese und den Folgeband nicht habe oder noch nicht schlimmer, dieser noch nicht geschrieben ist und ich kein Ende habe. Weitere Bedingungen: eine gut lesbare Schrift, nicht zu unhandlich und natürlich sollte mich der Inhalt auch interessieren.

Mit meiner Tochter habe ich mich ganz schnell auf ein Buch geeinigt. Sie hat mir aus der Serie Zeitenzauber von Eva Völler den ersten Band „Die magische Gondel“ vorgeschlagen und da mich der Klappentext angesprochen hat, landete es auf meinem Platz.

Lustiger wurde es dann mit Drachenreiterin. Die wollte mir unbedingt ein aus ihrer Sicht wirklich richtig gutes Buch andrehen. Aber mit jedem Anpreisen machte sie es eigentlich nur schlimmer und nein, es tat mir zwar furchtbar leid, aber dieses Buch wollte ich wirklich nicht lesen. Auch wenn ich so ein „wirklich, wirklich richtig gutes Buch“ verpasst habe. Aber nein, ein mit Schweineblut malender Protagonist, der dann später auch noch mit seinem eigenen Blut malt … Unhandlich ist es auch, aber für alle, die jetzt neugierig sind auf dieses tolle Buch, es handelt sich um „Die Karte der Welt“ von Royce Buckingham.
Außerdem geht es ja gar nicht, dass Drachenreiterin mir nicht ein Drachenbuch gibt und so kam als zweites Buch dann „Daemonicum“ von Magnus Faust auf meinen Stapel. Ich verrate euch hier und jetzt schonmal ein wirklich richtig gutes Buch, das ich nun wiederum Drachenreiterin empfehlen kann, da es bisher ungelesen bei ihr im Regal stand.

Einfach war die Einigung auch mit Kathi. Hier war ich mir sicher, einen entspannten Roman zu bekommen und sie hat mir welche von einer ihrer Lieblingsautorinnen Petra Hülsmann vorgelegt. Ich habe mich für „Meistens kommt es anders, wenn man denkt“ entschieden.

Da die ersten beiden Bücher zufälligerweise beide in Venedig spielen, haben wir bei Kathi gesucht, ob wir nicht auch bei ihr noch ein Venedigbuch finden würden. Und so kam auch noch „Ein Himmel aus Lavendel“ von Marlena Anders dazu. Mein mitgebrachtes Buch „Liebe wird sein, Liebe, was sonst!“ von Frank Maibaum und die Dystopie „Wild Card“ von Nina Casement machten dann meine abwechslungsreiche Auswahl komplett.

Bei meinen Mädels waren, wie für einige von euch vielleicht nicht überraschend, die meisten Bücher bereits angefangen und wurden auch während des Marathons durcheinander im Wechsel gelesen. Es fanden sich auch Sachbücher und englischsprachige Literatur auf ihren Stapeln – da habe ich es mir einfacher gemacht.

Lesen, Lesen, lesen

Punkt 10 Uhr saßen wir alle mit unseren Büchern und einem Getränk am Tisch. Die Leselampe stand bereit, die Bücher waren notiert. Als Probe für Silvester wurden die letzten Sekunden gezählt und dann ging es los. Ich persönlich bin ja der Mensch, der ein Buch nimmt, dieses ausliest und dann das nächste beginnt. Da es ja um neue Erfahrungen ging, habe ich auch zwischen den Büchern gewechselt und fand das auch sehr lustig. Allerdings machte mich der unmittelbare Wechsel zwischen zwei in Venedig spielenden Büchern dann doch etwas konfus und so habe ich das lieber gelassen.

Tatsächlich haben wir – bis auf vereinzeltes Nachfüllen des Getränks oder einer Toilettenpause bis 13:53 Uhr durchgelesen. In dieser Zeit habe ich tatsächlich in vier verschiedenen Büchern geschmökert, wobei ich eines sogar zweimal in der Hand hatte. Nach einer neunminütigen – ja, Drachenreiterin hat akribisch notiert – Elfer-Raus-Pause ging es weiter bis 16:12 Uhr.

Dank Tee, Kuchen und einer Runde Canasta wurden tatsächlich 41 Minuten lang keine Bücher angerührt und so ging es unterbrochen von kurzen Spielrunden weiter. Kathi hat sich dann irgendwann in die Küche begeben, um uns einen köstlichen Auflauf zu zaubern. Damit nicht all zu viel kostbare Lesezeit verloren ging, las Drachenreiterin ihr vor. Komet und ich haben weiter gelesen.

Nach dem Essen ging es gleich weiter. Allerdings wurden die Leseetappen dann etwas kürzer und so insgesamt von sechs Spielrunden unterbrochen. Um 22:33 Uhr war ich dann die Erste, die gestreikt hat und zu Bett gegangen ist, aber am nächsten Tag hatte ich dann noch 67 Minuten Lesezeit.

Mist, es ist 10 Uhr, ich höre die Kirchenglocken. Die Lesezeit ist vorbei! So gerne hätte ich noch das eine Buch während des Marathons beendet, aber zwanzig Seiten fehlten noch. Für Drachenreiterin heißt es nun rechnen.

Ich habe in diesen 24 Stunden 558 Minuten in vier verschiedenen Büchern gelesen, die ich insgesamt 14-mal gewechselt habe. Dabei habe ich 659 Seiten geschafft und zwei Bücher beendet. Ausgerechnet wurden auch die Minuten/Seite und die Seiten/Minute.

Das Finale

Aber ganz vorbei ist es immer noch nicht. Nun gibt jeder sein Fazit ab und meines möchte ich gerne mit euch teilen:

Ja, es war sehr lustig, auch wenn nur einmal ein Buch von Kathi auf dem Boden gelandet ist. Überrascht war ich, wie gut meine Augen und mein Rücken es verkraftet haben. Es wird auch zukünftig bei mir nicht die Regel werden, die Bücher zu wechseln, aber so schlimm war es nicht. Im Gegenteil, im Rahmen dieses Marathons war es durchaus sinnvoll.

Gefallen, haben mir alle vier Bücher, wobei tatsächlich das Buch von Drachenreiterin mein Favorit war. Ein wirklich richtig gutes Buch, das ich gleich nach dem Marathon zu Ende gelesen habe. Ausgelesen habe ich das Buch von Komet „Die magische Gondel“ und mein Buch „Liebe wird sein, Liebe, was sonst!“ Das ist ein richtig gutes Trostbuch, für jemanden, der einen lieben Menschen verloren hat. Besonders geeignet für alle Freunde des kleinen Prinzen.

„Meistens kommt es anders, wenn man denkt“, werde ich auf jeden Fall auch noch zu Ende lesen. Es war eine leichte Lektüre, um zwischendurch ein wenig zu Lachen. Tragisch nur, dass ich die teilweise sogar mit längeren Texten zitierten Lieder nicht mitsingen durfte. So musste ich mit diversen Ohrwürmern im Kopf weiter lesen. Die anderen Bücher habe ich leider nicht geschafft, aber Wild Card möchte ich auf jeden Fall auch noch lesen.

Mein Fazit

Es war eine lustige Erfahrung. Manchmal nicht so ganz einfach abzustimmen, wann es bei allen mit der Pause passte, aber wir haben das super hinbekommen. Gerade so nach den Feiertagen eine super Idee, die vielleicht auch für euch mal interessant ist. Wir überlegen gerade, ob wir vielleicht noch eine 4-Stunden-Session in unsere „Oma-ist-da-Zeit“ einbauen können.

Wild Card ~ Nina Casement

„Wild Card“ habe ich über BoD kostenlos zugeschickt bekommen, nachdem ich von Nina Casement gefragt wurde, ob ich ihr Buch lesen möchte.

Wild Card ~ Nina Casement
Wild Card ~ Nina Casement

In der nahen Zukunft steht der Weltuntergang bevor. Ein Asteroid, der Bevölkerung von der Bevölkerung liebevoll Krishna genannt wird, soll mit der Erde kollidieren. Kore schafft es in einem Bunker ihrer Familie den Aufprall zu überleben. Doch die Erde ist nicht mehr dieselbe und von nun an kämpft Kore um jeden einzelnen Tag.

Zwei Zeitstränge erzählen die Geschichte von Kore, die sich tapfer ihren Weg durch die zerstörte Welt bahnt, auf der Suche nach Nahrung und anderen Überlebenden. Irgendwann hören die „Früher“-Abschnitte auf. Ganz sicher bin ich mir nicht, aber ich denke es liegt daran, dass alles Wichtige von früher erzählt worden ist und es zeitlich gesehen mit den „Heute“-Abschnitten am Anfang des Buches weiter geht.

Kore ist eine bemerkenswerte Protagonistin, die um ihr Leben kämpft und das auf einer völlig zerstörten Erde. Es war spannend mit ihr zusammen durch die Welt zu laufen und mitzufiebern, ob sie wohl genug Nahrung findet. Während der Reise hatte ich das Gefühl, dass ihre Emotionen und das, was mit ihrer Psyche passiert, sehr gut rübergebracht. Mehr als einmal habe ich mit ihr gelitten und gehofft, das alles gut gehen wird.

Die Sache mit dem Klopapier

Die Menschen wussten, dass ein Weltuntergang bevorstehen könnte und was machen Menschen in solchen Situationen? Hamsterkäufe! Ein winziger Mini-Spoiler an dieser Stelle – keine Sorge er spoilert nicht die Handlung an sich.

Kore berichtet von diesen Hamsterkäufen und in der Auflistung, was die Leute so einkaufen, fehlt das Wort „Klopapier“. Das hat mich schon sehr schockiert! Da Kore aus Deutschland kommt, hätte ich zumindest erwartet, dass Klopapier gehamstert wird. Wer jetzt genauso entsetzt ist, dass das Lieblingshamsterprodukt der Deutschen in der Corona Pandemie nicht ordentlich genug gewürdigt wird, keine Sorge ich versichere dir. Das Klopapier wird in meinen Augen noch genug gewürdigt. Durchhalten musst du dafür nur bis Seite 257/258.

Eine verdammt nahe Zukunft

Was ich erschreckend fand, war wie nah die gewählte Zukunft liegt. 2026 ist Kore auf dem Weg Richtung Spanien. Fun Fact: Kore und ich wären zum Zeitpunkt der Apokalypse gleicht alt. Bei mir hat das an manchen Stellen ein seltsames Gefühl ausgelöst und ich habe mich gefragt, ob ich an Kores Stelle genauso gut klarkommen würde. Spannend fand ich die Konsequenzen der modernen Technik. Im Zuge der Zerstörung sind zum einen alle Atomkraftwerke in die Luft gejagt worden, zum anderen gibt es keinen Strom und kein Internet mehr. All das Wissen, was online gespeichert wurde, steht in einem solchen Szenario nicht mehr zur Verfügung. Ein Leben ohne Internet ist heutzutage quasi gar nicht mehr erdenkbar. Um so interessanter habe ich Kores Reise empfunden, wie sie durch die Welt reist und ohne klarkommt.

♥♥♥

Die Geschichte ist spannend geschrieben und zu keinem Zeitpunkt wirklich langweilig. Kores Abenteuer hat mich an manchen Stellen zum Nachdenken gebracht. Ich finde es sehr gut gemacht, dass auf der Reise eben nicht alles glattläuft und alles in einem plausiblen Rahmen gehalten wurde. Das einzige, was ich als einen glücklichen halb unrealistischen Zufall empfunden habe, war der Weg, wie sie die Apokalypse überlebt hat, aber gut, irgendwie muss unsere Heldin ja überleben, damit ihre Überlebensgeschichte erzählt werden kann.

Kathi 

Wild Card – Ein postapokalyptischer Roadtrip
Nina Casement
erschienen 2020, BoD
ISBN: 9783752625226