Meine Woche KW2 in 2022

Kreisverkehr mit Tanne, vereiste Wiese, kahle Bäume im Hintergrund

Meine Woche war sehr abwechslungsreich. Irgendwie hatte ich mit Müdigkeit zu kämpfen und habe mir daher etwas kürzere Arbeitstage gegönnt, auch in dem Wissen, dass auch der Samstag verplant ist.

Autorinnenleben

Die Überarbeitung von KometsZeitreiseProjekt läuft gut. Das Manuskript geht voraussichtlich Anfang nächster Woche an meine Mama, meine kritische Alphatestleserin. Diesmal wird es besonders spannend, schließlich hatte ich aus dem ersten Entwurf vom ersten Band einen Handlungsstrang entfernt, was ihr im ersten Moment so gar nicht gefallen hatte. Inzwischen mag sie den fertigen ersten Teil ebenfalls. Wird sie meine Begeisterung für die neue Geschichte teilen?

Unschlüssig bin ich, womit ich mich als nächstes beschäftigen werde. Mindestens eine Testleserin wird noch eine Weile mit KometsZwillingen brauchen. Das ist in Ordnung. Zur Wahl steht das Elfenprinzessinnen Manuskript oder Plotten von Folgebänden …

SuiseiNo-Beratung

Auch hier ist es im Moment spannend, denn so einfach ist es nicht, ein Beratungsangebot zu eröffnen und die Klient*innen kommen angelaufen. Erstmal müssen diese von dem Angebot erfahren, dann sich dafür entscheiden.

Kometenreise

Währenddessen widme ich mich intensiv meinen vier fiktiven Klient*innen, was mir große Freude bereitet. Lenas Kometenreise ist bereits in zwei Etappen veröffentlicht, nächste Woche lernt ihr eine weitere Person kennen.

Intervision

Neben dem Marketing ist das Weiterbilden ein wichtiges Thema. Hierzu gehörte am Samstag ein Intervisionstreffen, ein Treffen mit Kolleg*innen, die ebenfalls in der Ausbildung sind. Wir besprechen Fälle, persönliche Themen und Themen rund um die Ausbildung. Es war sehr spannend.

Diesmal habe ich mein Gefühlschaos rund um die Eröffnung zum Thema gemacht, mir selbst gesagt, dass es eine gute Idee ist und ich Geduld brauche, bis die ersten Klient*innen kommen. Die Perspektiven der anderen waren dabei sehr hilfreich und wohltuend.

Besuch im LVR- Museum – Storytelling meets Lehre

Am Freitag war ich mit meinem Psychologie-Kurs der Uni Bonn im Museum. Was einst ein klassischer Museumsbesuch mit Führung war, bevor ich das Seminar übernommen hatte, wurde letztes Jahr zum kreativen Storytellingworkshop, den ich gemeinsam mit der Museumspädagogin und Historikerin Anne Segbers online durchgeführt habe. Dieses Jahr konnten wir denselben Workshop vor Ort im Museum durchführen.

Drei Stunden verflogen wie nichts und es gab anschließend fünf großartige Geschichten der Studentinnen zu fünf völlig verschiedenen Ausstellungsstücken. Wie sah das Familienleben in verschiedenen Epochen aus? Ein Blick in die Geschichte schärft immer auch unseren Blick auf heutige Situationen, verhilft zu einem besseren Verständnis oder bringt neue Perspektiven ein.

So begannen wir beim Neandertaler und hörten eine spannende Geschichte der Mammutjagd, um daraufhin in die Eisenzeit, etwa 2000 v. Christus zu reisen, wo wir nicht nur den prächtigen Goldschmuck aus dem Grab der Fürstin von Waldalgesheim bestaunten, sondern auch einer dramatischen Familiengeschichte lauschten, welche fiktiv, aber inspiriert von den historischen Befunden war.

Im Jahre 1602 wurde es dann interaktiv. Wir setzten uns wie auf dem Gemälde von Geldorp Gortzius gemeinsam an einen fiktiven Tisch. Die Studentinnen schufen bereits mit ihren ersten Worten eine spannungsgeladene Atmosphäre. Die Tochter soll verheiratet werden, doch der Auserwählte sagte ihr gar nicht zu. Sie fleht schließlich ihre Schwester an, die Ehepflichten für sie zu übernehmen. Doch auch diese kann den Mann nicht leiden, welchen die Eltern für eine gute Partie halten. Die steife und strenge Atmosphäre im Bild war im Raum spürbar. Ähnliches erlebten wir auch bei den anderen Geschichten. Allen Gruppen war es auf unterschiedliche Weise gelungen, uns emotional abzuholen und uns auf erzählerische Weise einen Einblick in die Besonderheiten der einzelnen Epochen zu bieten.

Tragisch wurde es dann in den letzten beiden Geschichten. Ferdinand Theodor Hildebrandt schuf 1833 ein Kunstwerk mit dem Titel „Der kranke Ratsherr“. Bereits in der Einführt wies Anne Segbers daraufhin, dass uns das im Gemälde vorhandene Bildnis einer jungen Frau verrät, dass die Mutter des Kindes wahrscheinlich bereits verstorben sei, denn dieses ist mit einem Kranz geschmückt. Der Ratsherr selbst sitzt in einem Sessel vor diesem Gemälde und hält eine Hand auf dem Kopf seiner jungen Tochter, im Hintergrund sein Krankenbett. Was soll aus dem Mädchen werden, wenn er verstirbt?

Da ich in meiner Aufgabenstellung darum gebeten habe, dass die Studentinnen Geschichten für Kinder erzählen sollen, die sich fragen, wie das Familienleben früher ausgesehen hat, haben sie sich um ein hoffnungsvolles Ende bemüht. Dieses Detail hatte die letzte Gruppe außer Acht gelassen und uns mit einem dramatischen Ende überrascht. Immerhin habe ich ihnen als Anregung für die Entwicklung der Geschichte die 5 Akt-Struktur des Dramas nach Gustav Freytag an die Hand gegeben.

Wir reisten zum Abschluss von der Chronologie abweichend in die Römerzeit. Aktuell gibt es im LVR-Museum eine wundervolle Ausstellung zum römischen Leben am Rhein, welche sich im obersten Stockwerk befindet. Das ausgewählte Ausstellungsstück war ein Spielzeugpferd, welches hier in Bonn gefunden worden ist. Die Geschichte begann ganz spielerisch, bis zum erwähnten dramatischen Ende. Und doch gibt es eine wundervolle Botschaft, egal ob arm oder reich, wir alle sind irgendwie gleich und haben Freude am Spiel.

Nach dem Abschluss war ich einfach glücklich über den gelungenen Vormittag. Ich hoffe die Studierenden konnten viel für sich mitnehmen, ich habe es auf jeden Fall.

Ich freue mich sehr, weiter mit dem LVR-Museum zusammen arbeiten zu dürfen. Hierzu sind Mélina, Astrid und ich gerade eifrig in den Vorbereitungen zu den beiden StoryUp Your Artefact Formaten für das Museum.

Bloggen

Ganz ehrlich, ich gehöre selbst zu den Menschen, die gerne alles mit sich selbst ausmachen. Um so schöner, sind für mich die Erfahrungen, wenn ich Hilfe annehme, wie bereichernd eine andere Perspektive sein kann, wie gut es tut, sich zu öffnen und auszusprechen. Meine Mama ist da ganz ähnlich, kein Wunder. Und doch hat sie in ihrer Trauer einen Weg gefunden, Hilfe anzunehmen. Darüber schreibt sie nun im Blog. Es wird drei Teile geben, drei unterschiedliche Wege der Unterstützung, wobei psychologische Beratung oder auch Therapie, weitere Wege sein könnten. Diese Woche hat sie über ehrenamtliche Trauerbegleitung geschrieben.

Auch ich habe diese Woche einen weiteren Beitrag geschrieben, übrigens einen, den ich noch gar nicht auf Social Media geteilt habe (siehe nächsten Abschnitt), der Beitrag war vorgeplant, ich am Freitag im Museum und irgendwie bin ich dann gar nicht dazu gekommen … Es geht um ein interessantes Buch eines Wissenschaftsjournalisten. Steve Silberman hat sich in „Geniale Störungen“ intensiv mit Autismus auseinander gesetzt. Es wird historisch, persönlich, unangenehm und wundervoll. Die Lektüre hat mich mehrere Monate begleitet und ich habe ein sehr persönliches Fazit gezogen bzw. meine persönliche Haltung gestärkt.

Automatisches Posten auf Social Media

Ich poste vor allem auf Twitter und in meinen Insta-Stories gerne spontan. Doch wenn es darum geht meine Blogbeiträge oder meine Montagsfrage zeitversetzt auf den verschiedenen Kanälen zu teilen, greife ich gerne auf ein Tool zurück. Bisher habe ich hierzu Buffer verwendet. Als ich die Kometenreise begonnen habe, fügte ich LinkedIn als vierten Kanal hinzu, welcher mir nach zwei Wochen wieder entfernt wurde. Also stellte ich für Twitter, Instagram und Facebook die Posts ein und postete manuell auf LinkedIn. Ein Grund sich nach einem anderen Tool umzusehen.

Das Schöne am Netzwerken ist, dass man auf Tipps aufmerksam wird, wenn andere etwas ausprobieren. Über LinkedIn bekam ich so den Hinweis auf ein interessantes Tool, das ich auch gleich ausprobiert habe: Publer. Hiermit konnte ich alle vier Kanäle bedienen, hatte alle Einstellungsmöglichkeiten, die ich brauchte und die ersten Posts sind ohne Probleme rausgegangen. Eddy, über den ich Publer entdeckt habe, hat bereits ausführlich darüber gebloggt.

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!