Perlen aus dem Netz vom 15.11.2017

Es gibt viele tolle Blogger da draußen, viele tolle Beiträge und ein paar davon möchte ich euch gerne empfehlen.

Die Idee ist noch ganz frisch von heute Morgen und wird heute einfach mal ausprobiert. Freue mich daher sehr über Feedback. Wie oft diese neue Reihe erscheint, mehr Linkstipps, weniger, das wird die Zukunft zeigen.

Christoph über das Wetter in Helsinki

Während wir auf Kreta noch einen Hauch Sommer genossen haben, schneite es in Helsinki

Schneemann, gegen Sandburg …

Christoph verbringt ein Jahr in Finnland und nachdem nun ein Viertel seines Freiwilligenjahres um ist, zieht er ein interessantes Zwischenfazit in seinem Blog:

14. November: Andere Länder, andere Sitten

Ich hoffe sehr, dass sich sein positiver Eindruck über Land und Leute, nicht ändert!

Sina und der kleiner Prinz

Sina schreibt und liest. Nach nicht einmal einem Jahr hat sie ihr erstes Zwischenfazit, nach 100 Beiträgen gezogen. Teilen möchte ich mit euch ihren Beitrag zu einem Herzensbuch: „Der kleine Prinz“.

Gibt es wirklich Menschen da draußen, die diese Geschichte nicht kennen?

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Anna, eine ambivertierte Bloggerin

Seit einiger Zeit folge ich Anna / Ink of Books auf Twitter. Lese gerne ihre Tweets und Blogbeiträge. Heute hat sie einen interessanten und persönlichen Beitrag geteilt:

Ambivertiert – Was ist das und wie lebt es sich damit?

Introvertiert und Extrovertiert sind zwei Enden eines Spektrums. Die wenigsten Menschen sind eindeutig das eine oder das andere. Anna ist „ambivertiert“, lasst euch von ihr erzählen, was das für sie bedeutet.

Sven und die Sozialen Medien

Sven Hensel ist ein sympathischer Autor (Sven auf Twitter). Leider habe ich bisher immer noch keines seiner Bücher gelesen.

Aktuell hat er eine spannende Serie gestartet, er setzt sich mit dem Fluch und Segen der Sozialen Medien auseinander. Ein sehr lesenswerter Beitrag:

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Folgt ihm unbedingt, damit ihr auch die weiteren Beiträge nicht verpasst!

Volker, Heftehaufen-Martin und die erste BrühlCon

Am 11.11. fand eine Menge statt, neben Karneval, Sankt Martin, Umweltdemonstrationen und verschiedenen anderen Veranstaltungen, die mir auf Twitter begegnet sind, fand in Brühl die erste BrühlCon statt, auf der ich auch gewesen bin.

Was das alles sollte, lest mal beim Zeitreisenden nach:

Einladung zum 1. Perry Rhodan Brühlcon

und wie es dann war, lasst ihr euch vom Heftehaufen-Martin erzählen:

Das war der 1. BrühlCon – Versuch einer Rückschau

 

Weitere Netzperlen werden in der neuen Kategorie Netzperlen erscheinen.

Einladung zum Tanz auf dem #SozialCamp

Tanzen/ Netzwerken, das war doch genau die richtige Session für mich, um in den zweiten Tag des SozialCamp zu starten.

Auf dem Parkett für uns: eine Dame und zwei Herren (verlinke euch die Twitter-Accounts):

Hannes startete gleich mit einer lockeren Aufforderung, die weit über die Session selbst hinaus geht:

Lasst uns eine Hammer-Time im Netz haben auf den Tanzflächen der Plattformen.

Szene

Das besondere an einer Szene ist, dass die Menschen, die dazu gehören ihre eigenen Symbole haben, ihre eigene Kommunikation. Wer dazu gehört, versteht, was gemeint ist. Wer von draußen zuschaut, dem entgehen Kleinigkeiten bzw. versteht im Extremfall gar nicht, um was es geht.

Jedes Soziale Medium ist eine Szene, in der sich wiederum kleine Szenen bewegen. Diese gilt es zu verstehen und für sich zu nutzen.

(Ich weiß nicht mehr, ob das die Intention des Themas war, aber die Gedanken passen für mich hier hin. Der Haken, wenn man einen Bericht zwei Wochen später verfasst.)

Kommunikation

Banal aber richtig ist die Aussage von Benedikt:

Man kommt leicht in Kontakt, wenn man ihn nicht funktionalisiert.

Die entscheidende Motivation ist: mit interessanten Menschen kommunizieren zu wollen, anstatt „um zu“ Netzwerken. Wie oft habt ihr schon den Rat gehört: Du musst mal mit dem reden, um weiter zu kommen oder um dieses oder jenes zu erreichen.

Sei stattdessen offen, lerne interessante Menschen kennen und DANN ergeben sich tolle Gelegenheiten. Genau mein Ansatz!

Lieblingsnetzwerk Twitter

Eine gute Plattform für Vernetzungen ist Twitter. Es ist leichter ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen, als auf Facebook, dem Netzwerk des gegenseitigen Befreundens, anstatt einfach zu folgen. Auch auf Facebook ändert sich einiges, aber es wird dadurch sehr komplex.

Sabine hat bereits 2016 über die Möglichkeiten auf Twitter geschrieben.

Sorgen und Wege ins Netz

Viele begegnen sozialen Medien immer noch mit Angst und Sorge, insbesondere diese im beruflichen Kontext einzusetzen.

Der Tanz wurde eröffnet, die Diskussion begann. Einige Gedanken, die wir gesammelt haben:

  • Sorgen und Hemmungen der Mitarbeiter müssen von Seiten der Organisation genommen werden,
  • Kommunikation in Sozialen Netzwerken muss nicht nur erlaubt, sondern auch gewollt sein!
  • Braucht es Risikofreude, um in sozialen Netzwerken zu kommunizieren ?
  • Entscheidende Frage ist WARUM?! – Twitter (o.a.) muss Sinn machen.
  • Soziale Medien sind keine Frage des Alters!! Viele junge Menschen meiden die Netzwerke, wohingegen viele Menschen über 50 aktiv und erfolgreich mit dabei sind. (Die Marmeladenoma ist noch älter, hat zwar einen Enkel zur Unterstützung, aber es ist ihre Präsenz und Bereitschaft.)
  • Fehlerkultur! Kommunikation! Fehler besprechbar machen. Kann ein Tweet wirklich ein komplettes Unternehmen ruinieren? – Ja, ein Tweet kann ein Unternehmen in die Bedrouille bringen. Daher ist die interne Kommunikation und Zielsetzung sehr wichtig! (z.B. Social Media Richtlinien aufstellen)

Guter Rat von Sabine:

Mal was ausprobieren!

Fang doch erst einmal privat an zu twittern, über Themen in denen du sicher bist.

Fazit

Am Ende der Tanzrunde stand eine Liste mit Hinderungsgründen, die zugleich eine To-Do-Liste darstellt.

… und ein Gruppenselfie …

Ja, ich habe mich versteckt und das obige Bild getwittert …

Jeder tanzt auf seine Weise und in diesem Sinne geht der Tanz im Netz weiter.

Sei dabei, wenn du magst 😉

#SozialCamp – Crowdmoving – Niederschwellig helfen mit Helpteers

ImVorfeld eines eigentlichen BarCamps findet das BarCamp bereits statt. Die Teilnehmer finden sich auf den verschiedenen Plattformen, kündigen Themen an, über die sie gerne sprechen möchten und vernetzen sich bereits. Beim ersten SozialCamp hatte ich im Vorfeld Benjamin Wockenfuß entdeckt und mich darauf gefreut ihn kennen zu lernen. Inzwischen sind wir uns bereits bei verschiedenen Gelegenheiten öfter begegnet.

Auch beim SozialCamp 2017 habe ich mich im Vorfeld auf eine interessante Person gefreut: Georg Staebner, Begründer von Helpteers.

Ehrenamt

Über Twitter hatte ich bereits mitbekommen, dass es eine neue interessante Plattform im Bereich Ehrenamt gibt.

Das Thema „Ehrenamt im Netz sichtbar machen und Ehrenamtliche bzw. Organisationen besser zu vernetzen“ beschäftigt mich seit meinem ersten Barcamp. Daraus hatte sich eine Arbeitsgruppe ergeben, die leider dem Schicksal des Alltages nicht stand gehalten hat. Meine Aktivität hat sich dann anderweitig konzentriert und so langsam kommt auch etwas in Gang zum Thema „Psychologen ins Netz“.

Nachdem auf dem letzten Barcamp Bonn die #SocialMediaGedönsTante Ute, die mir inzwischen eine ganz liebe Freundin und mein persönlicher Cheerleader geworden ist, das Thema „Digitales Ehrenamt“ auf ihre Art aufgegriffen hatte, war meine erste Assoziation zu Helpteers: Da macht jetzt jemand das, was wir uns gewünscht haben.

Und genau deswegen wollte ich Georg und sein Projekt gerne kennen lernen.

Georg wollte uns zwei Geschichten erzählen

Die Session-Ankündigung war gut: Er wolle uns zwei Geschichte erzählen. Geschichten sind persönlich und bleiben im Gedächtnis. Beinahe wäre ich in die Session mit dem Titel „Zwei Geschichten“ gar nicht gegangen, es fehlte der Bezug zu meinen Schlagworten im Kopf. Zum Glück war Ute bei mir und wir gingen gemeinsam hin.

Zwei Geschichten? – Ja hat er erzählt. Welche? Keine Ahnung, in der ersten ging es um eine Frau, die gerne was machen wollte, aber nicht so recht wusste wie. An die zweite kann ich mich gar nicht mehr erinnern.

An die EIGENTLICHE Geschichte kann ich mich erinnern: Da vorne stand ein Mensch, der leidenschaftlich von seinem Projekt erzählte:

Ich war mal Chip-Entwickler und irgendwann wollte ich mehr.

Der Satz ist hängen geblieben, auch ohne in meinen Tweets nachzulesen, denn das ist es, was Georg und seine Motivation für dieses Projekt ausmacht. Erst in einem zweiten Schritt kommt die Frau ins Spiel. Die Geschichte der Frau ist eine von vielen im Bereich Ehrenamt. Man möchte gerne, traut sich nicht, stößt auf Hindernisse und verliert die Lust.

Georg hat hier etwas gesehen, was auch viele andere sehen und eine Lösung entwickelt. Da ist er auch nicht der einzige, denn Plattformen für ehrenamtliche Mitwirkung gibt es bereits.

Im Gegensatz zu anderen Plattformen hat Georg den Anspruch mit seinem Angebot vernetzter zu sein, mehr zu sein als eine Jobbörse für Ehrenämter.

Crowdmoving

Angelehnt an die Idee des Cowdfunding – viele spenden kleine Beträge, um ein großes Projekt zu realisieren (wie z.B. bei Betterplace) – entstand die Idee des Crowdmoving:

Nicht nur die Hürde, eine ehrenamtliche Aufgabe zu übernehmen, muss niedrig sein, auch die Aufgabe selbst sollte möglichst konkret und machbar sein. Hier steckt dasselbe simple Prinzip dahinter, welches für Zielsetzungen empfohlen wird: Zerlege das große Ziel in kleine und vor allem machbare Ziele.

Ein zweites wichtiges Prinzip, das mir vor allem aus der Notfallpsychologie vertraut ist, wäre: Sei konkret und persönlich. Sage niemals: Kann mal jemand den Krankenwagen rufen. Sage stattdessen: Du mit der gelben Jacke, rufe bitte einen Krankenwagen. So fühlt sich die Person angesprochen und kann handeln.

Georg selbst sagt, wie müssen mehr WIR sein. „Komm lass und das machen“, anstatt jemand müsste mal, ist sein Ansatz.

Umgesetzt auf das Crowdmoving am Beispiel eines Kindergartenfestes:

  • Variante A: Alle sollen sich in eine Liste eintragen, wenn sie bereit sind zu helfen, vielleicht sogar nach Zeiten sortiert.
  • Variante B: Liste nach Interessen sortiert: Kuchentheke, Spiel betreuen – schon besser, denn hier fühlt man sich und seine Fähigkeiten angesprochen und die Motivation ist höher zu helfen.
  • Variante C ist dann noch optimaler: Die persönliche und konkrete Ansprache durch organisierende Person: „Hey, du backst doch so gerne, magst du uns einen Kuchen für das Kuchenbuffet machen?“ Wer kann da noch nein sagen? Was auch noch ganz gut funktioniert ist dann nach dem Foot-in-the-door-Prinzip nachzuhaken, ob besagte Bäckerin nicht auch noch Lust hätte für ein oder zwei Stunden beim Verkauf mit zu helfen.

Beim Crowdmoving sollen Menschen bewegt werden, niederschwellig und persönlich

über eine Plattform und die Sozialen Medien.

Helpteers

Die Plattform dazu nennt sich Helpteers und die Crowd sind wir alle, die das Netz nutzen.

Es gibt die Möglichkeit sich wie in einem sozialen Netzwerk anzumelden, ruhig auch mit verrücktem Pseudonym, ich z.B. könnte einfach der kleine Komet sein, anstatt mich mit Stephanie Braun anzumelden. Wenn ich das möchte, kann ich mich dort auch mit anderen Helfern vernetzen, diese so bei verschiedenen Aktionen wieder treffen. Ich könnte mich auch mit meinem Facebook-Profil einloggen und mein Engagement auf Facebook teilen. Ein direktes Teilen über Twitter oder Google+ ist auch möglich.

Ein Beispiel, das ich heute gleich auf Twitter geteilt hatte, zeigt wunderbar, was es bedeutet, konkrete Aufgaben vorzuschlagen und diese mit einer ansprechenden Geschichte zu verbinden.

Es ist aber auch möglich, ohne Profil und einmalig ein Projekt zu unterstützen.

Was auch möglich wäre, wäre die nächste private Mitbringparty unter Zuhilfenahme der Option „Geheimprojekt“ zu planen.

Für die Organisationen geht Helpteers noch einen Schritt weiter. Es kann die bestehende Plattform kostenfrei genutzt werden, oder eine individuelle eigene, wie es beispielsweise von „Meine-Nestwärme“ gemacht wird, die eine eigene kleine Plattform nutzen, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Die Gestaltung der jeweiligen Aufgaben erinnert wiederum an Crowfunding-Aufrufe. Es werden einzelne Projekte, wie das für die Betreuung der Popcornmaschine erstellt. Für diese Aufgabe werden dann mehre Personen gesucht. Für die Popcornmaschine wurden konkret zwei Personen gesucht, eine hat sich bereits gefunden, dementsprechend geht der Fortschrittsbalken hoch und die Aufgabe ist zu 50 % erledigt.

Auch hier spielen soziale Effekte eine große Rolle, denn wenn der Nutzer es erlaubt, wird sein Name angezeigt und andere können sehen, wer bereits hilft. Aber allein die Tatsache, dass jemand hilft, kann motivieren auch mit zu machen, die Aufgabe wird interessanter.

Noch müssen verschiedene Plattformen mit getrennten Profilen genutzt werden, aber Ziel ist es langfristig nur ein einziges User-Profil zu benötigen, egal ob man sich auf der Helpteers-Plattform, der von Nestwärme oder zukünftigen weiteren Varianten bewegt und Aufgaben übernimmt.

Das Projekt steht noch relativ am Anfang und es klang durch, dass Georg noch viele spannende Ideen hat.

Socialpreneur

In der Session habe ich auch einen neuen Begriff kennen gelernt: Socialpreneur, abgekürzt für Social Entrepeneur.

Was genau ist das?

Social Entrepeneurship ist

unternehmerisches Den­­ken und Handeln zum Wohle der Gesellschaft und zur Lösung oder Verbesserung gesellschaftlicher Missstände. (Wirtschaftslexikon Gabler)

Eine interessantes Konzept für mich, der wirtschaftliches Denken ja eher fern liegt. Ehrenamt ist gut und wichtig, aber professionelle dauerhafte Tätigkeiten können nicht ausschließlich auf ehrenamtlichen Schultern lasten. Allerdings macht die Mischung aus bezahlten und ehrenamtlichen Kräften die Zusammenarbeit manchmal auch kompliziert.

Helpteers ist für alle Beteiligten kostenlos und finanziert sich über die Organisationen, die wie z.B. Nestwärme eine individuell gestaltete Plattform haben möchten.

Fazit

Die Idee gefällt mir gut und es wird sich zeigen wie sehr sie angenommen wird von beiden Seiten, den Helfern und auch den Organisationen, die Helfer suchen.

Der Sichtbarkeits- und der Vernetzungsgedanke sind beide im Projekt enthalten.

Schaut euch einfach mal bei Helpteers um.

Georg hat auch ein kleines Video gedreht, in dem er das Projekt vorstellt.

YouTube

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Psychologen ins Netz

Mit kleinen Schritten zur großen Vision

Vor ungefähr einem Jahr habe ich mich in den Vorstand der Landesgruppe NRW des Berufsverbandes für Psychologen und Psychologinnen (BDP) wählen lassen, nämlich auf dem Sommerfest 2016. Vorher war ich sehr skeptisch, ob ich dafür geeignet bin. Doch dann hatte ich eine Vision und für mich eine Aufgabe gefunden: Der Verband muss ein wenig entstaubt/digitalisiert werden und einen breiteren Weg ins Netz finden.

  • Mehr Sichtbarkeit unseres Berufsstandes im Netz
  • Mehr Psychologen im Netz
  • Mehr Fachkompetenz im Netz
  • Bessere Vernetzung vieler Einzelkämpfer untereinander
  • Das Netz wird dann zu einem besseren Ort, wenn wir ihn dazu machen!

Meine ganz große Vision ist ein Barcamp Psychologie, ein Psychocamp, am liebsten in Bonn, meiner liebsten lokalen digitalen Community.

Ein besonderer Reiz ist auch die Kommunikation auf Augenhöhe, daher wird sich in den sozialen Netzwerken und auf Barcamps geduzt.

Erste Ansätze sind vorhanden

Große Ziele brauchen Mitstreiter und Geduld.

Der Berufsverband hat eine aktive Facebook-Seite und auch einen Twitter-Account. Unsere Vizepräsidentin Annette Schlipphak ist ebenfalls auf Twitter vertreten und begrüßt mein Bestreben unseren Berufsstand und den Verband in den digitalen Medien präsenter erscheinen zu lassen. Einige weitere Accounts gibt es auch schon, eine Basis auf der sich aufbauen lässt.

Unsere Landesgruppe hat seit Anfang des Jahres ebenfalls einen bescheidenen Twitter-Account, der hoffentlich zunehmend wachsen wird. Hierfür trage ich persönlich die Verantwortung.

Unser Sommerfest

Am 29. Juli haben wir von der Landesgruppe NRW im Hotel Königshof Bonn unser Sommerfest gefeiert. Bevor es zum gemütlichen Zusammensein, bei Essen und Getränken auf der wunderschönen Rheinterrasse kam, gab es einen Vortrag vom Kollegen Sascha Foerster von Bonn digital mit dem Titel „Social Media Phobia: Ich bin ein guter Psychologe, ich brauche keine soziale Medien“.

Sascha Foerster hat uns bei den Grundlagen abgeholt, erklärt was „digital“ bedeutet und was Soziale Netzwerke eigentlich sind. Es ist kein neues Thema, das Internet ist schon beinahe alt und auch Facebook gibt es nicht erst seit gestern. Doch während Soziale Netzwerke für viele Menschen bereits Alltag sind, sind sie für viele andere noch ein Buch mit Sieben Siegeln.

Sascha Foerster erläuterte, dass Blogs schon lange keine klassischen Online-Tagebücher mehr sind, sondern eine breite Bandbreite an Themen bieten, auch an psychologischen Themen. Von Wissenschaftsblogs, über Berichte zu Psychologischen Themen, bis hin zu persönlichen Erfahrungen ist alles vertreten.

Es folgte ein Überblick über die gängigen Netzwerke und ihre Zielgruppen, die laut Sascha Foerster streng genommen „Interaktionsgruppen“ genannt werden müssten. Denn es geht in den Sozialen Medien vor allem darum, mit Menschen zu interagieren und nicht einseitig mit Informationen zu bedienen.

Es führen viele Wege ins Netz und die Sozialen Medien, zwei Möglichkeiten:

  1. Man macht sich Gedanken und geht mit einer guten Strategie vor.
  2. Man probiert die Netzwerke für sich aus und entwickelt dann eine Strategie für die eigenen Ziele.

Twitter

Einen Rat, den ich während des Sommerfestes mehrfach gegeben habe, war, dass Twitter sich wunderbar zum ausprobieren eignet. Ja, es ist ein öffentliches Profil – man kann es auch privat stellen, ist in meinen Augen aber nicht Sinn der Plattform. Das bedeutet wirklich jeder kann lesen, was du geschrieben hast. Das bedeutet aber nicht, dass jeder alles über dich weiß. Man weiß eben nur das, was du bereit bist preis zu geben. Also sage, was du zu sagen hast und schweige über das, was du für dich behalten möchtest.

Twitter ausprobieren ist leicht. Im Grunde genügt es sich anzumelden. Dann kann man verschiedenen Personen „folgen“. Anfangen könnt ihr zum Beispiel mit @NrwBdp oder mit Themen, die dich interessieren. Einfach Suchbegriffe in das Suchfeld eingeben, #Hashtags erleichtern die Suchbarkeit. Wenn ihr merkt, dass die Inhalte nicht interessant sind, wieder entfolgen. Man kann einfach mal zuschauen, mitlesen, mit dabei sein. Das Mitreden kommt dann von ganz alleine.

Ein Unterschied zwischen klassischen und sozialen Medien ist, dass die klassischen Medien die Filterarbeit für uns erledigt haben und wir dies in den sozialen Medien selbst übernehmen müssen.

Ganz nebenbei ergibt sich dabei auch ein gewisser Werbeeffekt, insbesondere für die freiberuflichen Kollegen. Marketingexperte bin ich nicht, aber auch wenn es keinen direkten messbaren Erfolg gibt, Klient X kam wegen Tweet T in die Beratung, so ist eine gewisse Öffentlichkeit und Bekanntheit doch Grundlage jeden Marketings, oder nicht?

Beispiel Privatpraxis im Park – für mich die einzige Psychotherapeutische Praxis in Bonn, die ich namentlich benennen könnte, eben weil sie mir in den Sozialen Medien ständig begegnet ist, inzwischen hauptsächlich auf Google+ aktiv. Etwas positives ist hängen geblieben und kann weitere Akquise erleichtern, muss es nicht, kann es aber.

Weil wir es wert sind gehört zu werden

Psychologen leisten gute Arbeit in vielen Bereichen. Trotzdem assoziieren die meisten Menschen mit Psychologie Therapie oder banales Alltagswissen.

Psychologiestudenten wird immer wieder scherzhaft mit der Angst begegnet, sie könnten jetzt ihre Freunde analysieren und man müsse aufpassen, was man sagt.

Es gibt viele Bereiche, viele spannende Themen mit Relevanz für den Alltag vieler Menschen.

Sprechen wir darüber!

Schreiben wir darüber!

Seien wir wir mit dabei im Netz, wo jeder mitreden kann!

Zu unserem Sommerfest kamen zwei Politiker, die wir eingeladen hatten. Ein Zeichen, dass auch von Seiten der Politik Interesse an unserem Berufsstand und unseren Themen besteht.

Frau Dr. Claudia Lücking Michel (MdB, CDU) leistete uns während des Vortrages Gesellschaft. So blieb leider wenig Zeit für ein persönliches Gespräch.

Herr Ulrich Kelber (MdB, SPD) kam etwas später und blieb für einige Gespräche. Auch ein Small-Talk-Thema wie Fußball kann dann recht schnell psychologisch werden, insbesondere dann, wenn man mit unserem Vorsitzenden Jürgen Walter spricht, der Sportpsychologe ist.

Wir freuen uns sehr, dass beide unserer Einladung gefolgt sind, denn so wichtig die sozialen Medien sind, ist es der persönliche Kontakt bei einem guten Gespräch noch immer.

Ausblick

Die vielen Gespräche, die ich selbst im Nachgang des Vortrages geführt habe, zeigten mir, dass Interesse an dem Thema besteht. Es gibt noch viele Bedenken und große Skepsis, doch auch Neugier.

Ja, im Netz ist nicht alles wunderbar. Ja, es gibt Cybermobbing, Shitstorms und andere Probleme. Doch vor allem gibt es dort Menschen und um die geht es uns doch, oder?

Die Sozialen Medien sind aus dem täglichen Leben nicht mehr weg zu denken, auch wenn viele noch gut ohne leben können. Daher ist es wichtig, sich mit dem Thema zu befassen, egal in welchem Arbeitsbereich wir tätig sind, es wird immer mehr Berührungspunkte geben.

Neben den Risiken gibt es viele Chancen, die das Netz und die Sozialen Medien uns bieten, die sollten wir für uns nutzen. Auf der Straße lauern auch Gefahren und trotzdem gehen wir hinaus.

Traut euch und probiert es aus!

Der Vortrag war hoffentlich nur ein Anfang. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten den Weg „Psychologen ins Netz“ zu begleiten, bis hin zum großen Barcamp Psychologie. Erste Interessenten sind bereits gewonnen. Ich hoffe sehr, dass wir den Weg in NRW gemeinsam gehen!

Frei zitiert nach Sascha Foerster, während der Veranstaltung, die Mut zum Ausprobieren machen sollte, getwittert:

Wer bist du im Netz?

Identität

Das Bild verschiedene Hüte auf zu haben für die verschiedenen Persönlichkeiten, die MAN so hat, finde ich ganz anschaulich:

  • Familienmensch
  • Arbeitsmensch
  • Freundesmensch
  • Freizeitmensch

Ja und dann gibt es noch DIE oder auch gleich mehrere Versionen des eigenen ICHs, des Onlinemenschen. Hier trägt MAN dann gleich eine Tarnkappe, statt Hut.

Wer bist du im Netz? Du kannst alles sein und jeder. Nur bloß nicht dein langweiliges Selbst oder bist du gar nicht langweilig, vielmehr ein Selfiestar?

Oder schaffst du es im Netz doch voll und ganz du selbst zu sein?

Aber wer ist dieses ICH?

Es fühlt sich gut an, überall dasselbe ICH zu sein, aber es funktioniert nicht immer und überall. Wir passen uns ganz automatisch an unsere Mitmenschen und den sozialen Kontext an. Das ist gut so, so lange wir uns nicht völlig verbiegen und anfangen zu schauspielern. Das eigene ICH ist eben vielseitig.

Soziale Medien

Die rosarote Brille im Netz nennt sich bei Instagram, Snapchat und Co, schlicht und einfach „Filter“.

Facebook ist ganz einfach: poste nur die schönen Dinge und dazwischen bleibe „geheimnisvoll“, schon steht das Image eines erfüllten und glücklichen Lebens.

Tia, die unendlichen Weiten des Internetz, die unbegrenzten Möglichkeiten, die düsteren Gefahren.

Fans und Hater liegen so nah beieinander.

Eine Frau wagt es und stellt sich diesen Themen und bietet euch die die ungeschminkte Wahrheit, die frisch aufgewachte Wahrheit ohne Beauty-Filter.

Zum Ausgleich gibt es auch einige wertvolle Informationen aus dem „Online Survivalguide“, ein Buch nicht nur für digitale Normanden.

Caroline Brinkmann und Dirk

Carioline (Cari) Brinkmann ist eine Autorin mit einem unglaublichen Humor. Bisher habe ich auch erst ein Buch von ihr gelesen, die anderen scheinen thematisch ein wenig anders, für mich aber deswegen nicht weniger, sondern eigentlich sogar noch eher interessant. Denn wer mich kennt, weiß, ich lese selten Geschichte aus dem Alltag, kann das Buch nicht einmal klar einordnen in den Dschungel der zahlreichen Bücher-Genres. (Der Verlag führt es unter „Romantische Komödie“ und „Young Love“. Wo geht es zum Weiterbilungsseminar für Blogger?).

Aber ich wollte etwas über die humorvolle Kölnerin sagen, um euch gleich noch ihr Buch „Ein Einhorn für alle Fälle“ vorzustellen.

Ein Zitat auf ihrer Autorenwebseite stellt euch gleich beide wunderbar vor, die Autorin und das Buch:

Ihre Geschichten leben vor allem von einzigartigen Charakteren, die im Grunde jeder kennt.

Interessant an dieser Stelle ist der umgekehrte Entstehungsweg des Buches, im Gegensatz zu vielen anderen Symbiosen zwischen Büchern und Sozialen Medien.

Im herkömmlichen Sinne ist es mir so vertraut, dass Autoren ein Buch schreiben und anschließend, oder auch bereits während des Schaffensprozesses über die Sozialen Medien vermarkten. Dies oftmals sogar äußerst kreativ.

In diesem Fall scheint die Sachlage anders zu liegen, wenn ich es richtig verstanden habe:

Es gab #DirksDiary – dieser Link führt euch in die Tiefen von Facebook, klickt ruhig, es lohnt sich, denn ihr lernt Dirk kennen! Ihr braucht keine Angst vor ihm zu haben, der will nur spielen und hat wahrscheinlich mehr Angst vor euch, als ihr vor ihm, vor allem wenn ihr eine Spinne seid.

Irgendwann gab es eine tolle Facebook-Gruppe und den Wunsch Cari solle doch bitte ein Buch über Dirk schreiben (muss nicht zwingend in dieser Gruppe gewesen sein). Das hat sie getan und wer auch immer diese grandiose Idee hatte: Dir sei aufs herzlichste gedankt. Lasst uns gemeinsam um eine Fortsetzung bitten!

Ein Einhorn für alle Fälle - Caroline Brinkmann

Ein Einhorn für alle Fälle – Caroline Brinkmann

Ein Einhorn für alle Fälle

Diese Geschichte ist nichts für Feiglinge, nichts für Menschen, die den Blick in den Spiegel scheuen.

Es ist die brutale, schonungslose Wahrheit über die düstersten Seiten der sozialen Medien! Ein Blick hinter glitzernde Selfies und Küsschen-Smilies.

Traust du dich?

Dein Mut wird belohnt und die Lachfältchen werden dich schöner machen.

Gerne würde ich euch ein Zitat aus dem Buch präsentieren, aber ich kann keins auswählen, das ganze Buch ist einfach #DirksDiary.

Es geht in dieser Geschichte aber nicht nur um Dirk, sondern auch um das „Ich“ namens Rabbit. Sie wurde von ihrem Freund verlassen und fand bei Dirk ein neues zu Hause. Sie erlebt die Tiefen einer Trennung und die Tiefen der Sozialen Medien. Dirk hilft ihr auf seine ganz besondere Art durch diese Zeit. Durch ihn lernt sie auch die Höhen und Tiefen des Zockens kennen. Eine gewisse Fähigkeit Zombies zu killen, kann im Alltag nämlich manchmal auch ganz hilfreich sein.

Fazit

Lies es, genieße es und liebe Dirk!

Wenn du fertig bist komm in die Facebook-WG! Es ist gemütlich dort!

Zur Sicherheit noch ein Beipackzettel-Hinweis

Diese Geschichte kann Spuren von Sarkasmus enthalten. Sollte jemand allergisch oder empfindlich darauf reagieren, empfehle ich demjenigen zu seiner eigenen Sicherheit, das Buch so schnell wie möglich nieder zu legen und es einfach zu vergessen.


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Ich bin sehr dankbar, dass ich zufällig über Netgalley an dem wunderbaren Cover hängen geblieben bin. Ja, das Einhorn und ja, es war mir bewusst, dass es keine Fantasy-Geschichte ist, als ich auf den Button klickte, um es bitte lesen zu dürfen!

Ein Einhorn für alle Fälle
Caroline Brinkmann
Forever, by Ullstein
ISBN 978-3-95818-168-7