Netzwerken – Nach Online wieder in Präsenz

Netzwerken auf der Social Bar Bonn
Social Bar Bonn vom 13. Juni 2022, moderiert von Ute Lange, u.a. mit Saskia

Menschen kennen lernen geht doch am besten persönlich, von Angesicht mit Menschen mit Unterkörpern.

Diesen Ausdruck mit den Unterkörpern prägte Ute Lange auf der 60. Social Bar Bonn, die wieder in Präsenz stattfand. Die 61. Social Bar inspirierte mich zu diesem Beitrag. Warum ich dieses Narrativ nicht teile und was wir in Präsenz von Onlineevents beim Netzwerken lernen können, möchte ich euch gerne erzählen.

Ins Gespräch kommen auf Veranstaltungen

Es gibt Menschen, denen es leicht fällt auf andere zuzugehen, sie kennen zu lernen und diese Kontakte dann auch aufrecht zu halten. Ich gehöre nicht dazu. Schon als Kind war ich extrem schüchtern. Wenn das Setting stimmt, fällt es mir leichter. Zum Beispiel auf BarCamps, wo eine lockere Dutzatmosphäre herrscht und viele einfach auch sehr offen sind und es leichter fällt, in ein Gespräch zu kommen. Was mir hilft ist der zwanglose Beginn bei Häppchen an Stehtischen. Sich einfach dazustellen, freundlich „Hallo“ sagen und nach der Motivation fragen, mit der die Menschen hier sind. Viele fangen dann an zu erzählen. Auf einer Veranstaltung habe ich das mal als extrem anstrengend erlebt. Dann bleibt einem immer noch das Häppchen oder Wasserglas und ein freundliches Lächeln.

Netzwerken auf Online-Events

Online gibt es keine Stehtische an die man sich dazustellen kann. Man kann nicht einfach rumlaufen, lächeln und ein Gespräch anfangen. Das steckt vermutlich hinter dem einleitenden Narrativ, welches ich nicht teile.

In den Anfängen der Pandemie wurde am Ende vieler Online-Events gesagt, es sei schön gewesen, man vermisse aber die zwanglosen Gespräche in den Pausen und wünsche sich mehr Austausch. In den letzten Monaten wurde viel ausprobiert und ich habe inzwischen einige Events erlebt, die eine gute Mischung aus Vorträgen und Austausch bieten. Außerdem gibt es Veranstaltungen, die den Fokus auf den Austausch legen und hier habe ich bereits zu Beginn der Pandemie tolle Erfahrungen gemacht.

Das Gefühl von Nähe kann auch von Bildschirm zu Bildschirm entstehen. Oft hörte ich erstaunte Sätze, wie leicht es gewesen sei, sich zu öffnen, Persönliches mit völlig Fremden zu teilen.

Hilfreiche „Onlinetechniken“

Videokonferenztools haben die wunderbare Möglichkeit, es uns abzunehmen, aktiv auf Menschen zuzugehen. Wir werden einfach per Zufall zusammen gewürfelt. Seien es in Zoom die Breakout-Sessions oder „BlindDate-Tools“, die sich in verschiedene Konferenzsysteme integrieren lassen.

Was ich sehr zu schätzen gelernt habe ist mit einer Impulsfrage in die zufälligen Kleingruppen geschickt zu werden. Statt „was machst du“ und „woher kommst du“, gab es ein Thema, über das wir sprechen konnten. So entstanden oft tiefsinnige Gespräche mit Menschen über die man nicht viel wusste. Das habe ich als sehr angenehm empfunden. Manchmal bin ich auch Menschen begegnet, bei denen ich gemerkt habe, die ticken auf einer völlig anderen Wellenlänge als ich, das passt nicht gut, was aber kein Problem war, denn die Zeit ist ja begrenzt. So wird einem auch abgenommen, sich höflich zu verabschieden. Man wird einfach wieder zurück in den Hauptraum katapultiert. Manchmal ist das auch echt brutal.

Im Chatroulette gibt es meist keine Frage. Da die andere Person sich aber ebenfalls bewusst für das Tool entschieden hat, wissen wir immerhin schon mal, dass sie ebenfalls Interesse hat, jemanden kennen zu lernen. Hier passt es oft gut mit Vorstellungsfragen zu starten oder direkt zu fragen, wie das Event gefällt, welche Themen besonders interessant waren oder welche Sessions das Gegenüber besucht hat.

Eine andere Alternative sind offene Räume, die oft Kaffeeküchen genannt werden. Diese sind ein Angebot für offenen Austausch, analog zu Präsenzveranstaltungen. Je nach Tool befindet man sich direkt in einer Videokonferenz (z.B. Link zu einem Zoom-Raum) oder bewegt sich aktiv auf eine Gruppe zu (z.B. in Wonder.Me), die bereits zusammen steht. Es kann dabei Vor- und Nachteile haben, wenn man sieht, wer dort bereits „zusammensteht“.

Wenn man weiß, mit wem man gerne ins Gespräch kommen möchte, gibt es sowohl online, als auch in Präsenz Möglichkeiten aufeinander zuzugehen. Mir geht es in diesem Beitrag eher um die Variante, einfach mal neue interessante Menschen kennen zu lernen.

61. Social Bar im Makerspace

Nachdem ich beim letzten Mal knapp pünktlich gekommen bin, gehörte ich diesmal zu den ersten vor Ort. Nur ein bekanntes Gesicht war neben den Organisator*innen vor Ort. Wir unterhielten uns und suchten uns einen Platz. Nach und nach füllte sich der Raum, wir kamen auch mit anderen ins Gespräch, alles ganz entspannt.

Dann kam der Moment der Pause „Ihr habt jetzt Zeit zum Netzwerken“.

Ich sah mich im Raum um. Es war voll geworden. Viele Menschen auf engem Raum fühlt sich für mich noch komisch an. Schnell sammelte sich eine Gruppe am kleinen Snack-Buffet. Ein vollkommen normales Verhalten auf Veranstaltungen, sich ein Getränk zu holen und dort ins Gespräch zu kommen. Mir war es dort zu voll und ich blieb erstmal sitzen.

Dann stellte ich fest, dass die schüchterne Stephanie zurück war. Hatte ich zu Anfang noch ganz ungezwungen mit den Menschen geplaudert, die dazu gekommen waren, fiel es mir jetzt schwer, ein Gespräch anzufangen. Ich war alleine in einer großen Gruppe Menschen. Das fühlte sich nicht unangenehm an, war ok.

Dann kam jemand auf mich zu, wir begannen zu plaudern und plötzlich waren wir zu viert. Das war schön und interessant. Die Schüchternheit blieb und ich hielt mich im Gespräch eher zurück, ebenso im Gespräch auf dem Bahnsteig. Ich fühlte mich klein und unbedeutend. Dabei war das Gespräch, dass die anderen führten sehr interessant, hin und wieder stellte ich eine Frage.

Als ich abends wieder Zuhause war, dachte ich darüber nach, was ich erlebt und beobachtet hatte. Viele hatten das Bedürfnis mit bestimmten Personen ein Gespräch zu beginnen, gingen gezielt auf diese zu. Einige sprachen einfach ein wenig mit denen, mit denen sie zufällig zusammen standen. Anderen fiel es schwerer.

Learnings

Natürlich könnten Veranstalter*innen sich Gedanken machen, was wir aus den Onlineangeboten lernen können. Sich kreative Angebote für Schüchterne ausdenken, um Netzwerken zu erleichtern. Ich glaube das wird es auch auf dem ein oder anderen Event geben.

Welche Strategien können wir im freien Netzwerken nutzen?

Dazustellen

Die eingangs erwähnte, dazustellen und freundlich Lächeln Methode kann ich auf jeden Fall empfehlen. Ein freundliches „Darf ich mich dazustellen?“ beginnt ein Gespräch oder hilft zumindest dabei, sich nicht unwohl zu fühlen. Dies ist besonders leicht, wenn es darum geht sich um Stehtische zu gruppieren, um einen Teller, ein Glas oder eine Kaffeetasse abzustellen. Wenn es passt, bring dich ins Gespräch ein. Manchmal beziehen die anderen dich auch ein.

Hör bei der Vorstellungsrunde zu

Oft sitzen wir bei der Vorstellungsrunde und gehen im Kopf durch, was wir gleich sagen wollen. Verwende nicht zu viel Energie darauf, hör lieber zu. Wer könnte interessant für ein Gespräch sein? Auf diese Person gehst du später zu. Vielleicht kannst du das Gespräch auch mit einem Anknüpfungspunkt aus der Vorstellungsrunde eröffnen Was hat dich neugierig gemacht? Welche Gemeinsamkeit hast du vielleicht entdeckt?

Räumliche Nähe

Niemand beamt dich in Präsenz in eine virtuelle Kleingruppe. Wohin tragen dich deine Füße? Zum Bufett? Zu einem interessanten Objekt im Raum? Lächle und sag freundlich „Hallo“ zu der Person, die neben dir steht.

Ihr habt beide eine Gemeinsamkeit, ihr seid auf derselben Veranstaltung. Damit kannst du ein Gespräch anfangen, ebenso mit dem, was ihr bereits gehört habt. Es gibt gemeinsame Themen, jetzt hast du die Chance, dich darüber mit jemandem auszutauschen. Auch wenn es keine Impulsfrage gibt.

Fragen

Als ich abends so darüber nachsann, warum es mir so schwer gefallen war, selbst ein Gespräch anzufangen, wurden mir zwei Dinge bewusst. Ich war in ein altes Verhaltensmuster zurück gefallen, schüchtern abzuwarten und mich am Rand aufzuhalten, wo ich mich wohl fühlte.

Dann schalt ich mich selbst, nicht für das Aufhalten am Rand, das hatte auch viel mit der Pandemie zu tun, die ja noch nicht weg ist.

Stell Fragen, dass ist deine Kernkompetenz.

Mein Vorwurf an mich selbst.

Online Netzwerken mit Impulsfragen ist so wunderbar einfach gewesen? Dann stell gute Fragen! Stell Fragen zum Kontext in dem ihr euch befindet. Wie hast du das erlebt? Was denkst du darüber? Aus der Antwort ergibt sich eine weiter Frage oder du bekommst eine Frage zurück. Schon bist du mitten im Gespräch.

Netzwerken

Egal in welchem Kontext wir uns befinden. Wenn wir freundliche Signale aussenden, können wir mit anderen Menschen in ein Gespräch kommen. Das mag schwer fallen, geht aber sicher nicht nur dir so. Ich war dankbar, als ich auf der Social Bar angesprochen wurde. Vielleicht machst du jemanden eine Freude, wenn du ein Gespräch beginnst.

Irgendwann im Gespräch können Kontaktdaten ausgetauscht werden. Man vernetzt sich meist über Social Media. Hier habe ich eine Veränderung weg von Twitter beobachtet. Viele sind an LinkedIn interessiert, Instagram funktioniert auch ganz gut. Oder es wird die klassische Visitenkarte wird ausgetauscht.

Was dann folgt ist ein anderes Thema, denn beim Netzwerken geht es nicht nur darum Kontakte zu sammeln, sondern auch in Kontakt zu bleiben. Dabei gibt es dann ganz andere Herausforderungen.

Was hilft dir ins Gespräch zu kommen? Wie gelingt es dir, Kontakte zu knüpfen und diese auszubauen?
Wie fällt es dir leichter in Kontakt mit anderen zu kommen, in Präsenz oder Online, frei oder mit Impulsfragen?

Storytelling ~ 51. SocialBar Bonn

Da erzähle ich selbst auf der SocialBar Bonn, ich würde auf Events twittern und anschließend bloggen und was muss ich mir selbst eingestehen? Über die SocialBar habe ich bisher noch nie gebloggt. Wenn also nicht jetzt, wann dann?

In der 51. SocialBar Bonn ging es um den Themenschwerpunkt „Storytelling“. Diesmal gab es drei Vorträge, die in meinen Augen wunderbar zusammen passten und gut aufeinander aufbauten:

  • „Veranstaltung, Twitter, viele Einblicke, Menschen vernetzt = Kleiner Komet“
  • „Digital Storytelling im Spagat zwischen Authentizität und Zielen der Kommunikation.“ von Astrid Nierhoff
  • „#Inkluencer – Wie wichtig die Geschichten echter Menschen für die Kommunikation der Aktion Mensch sind“ von Xenia Fischer & Daniela Herrmann, Aktion Mensch

Was ist die SocialBar?

Ein wunderbares Format, Einblicke in spannende Themen zu bekommen und interessante neue Leute kennen zu lernen. Eigentlich findet die SocialBar Bonn an verschiedenen Bonner Orten statt. Die letzten Veranstaltungen fanden alternativ online statt, was übrigens wunderbar gelungen ist.

Die Socialbar – Lernort einer modernen Zivilgesellschaft: Soziale Medien, Kulturwandel & Bürgergesellschaft

Quelle: Webseite der SocialBar Bonn

Es gibt mehrere Referent*innen, die jeweils 10 Minuten Input geben. Anschließend ist noch einmal zehn Minuten Zeit für Fragen. Treffen wir uns in einer Location, gibt es auch ein kleines Catering und in der Pause ist Zeit für persönliche Gespräche. Eine Vorstellungsrunde im BarCamp-Stil mit 3 Hashtags gibt es auch, um das Netzwerken zu erleichtern. In der Zoom-Variante läuft das über Zettel in die Kamera halten oder den Chat ;-). Moderatorin Ute Lange liest diese dann vor.

Mein Beitrag übers Eventtwittern

Zur Vorbereitung auf meinen eigenen Vortrag habe ich ihn schriftlich ausformuliert – zum ersten Mal. Nur zehn Minuten zu haben, war schon eine Herausforderung, vorgetragen hatte ich schon lange nicht mehr, dafür viel geschrieben. Den geschriebenen Teil hatte ich dann lesend in fünf Minuten durch, eine gute Basis. Letztendlich blieben davon Stichworte übrig und die Visualisierung in der Präsentation als roter Faden. Hier teile ich mit euch eine angepasste Form der schriftliche Vorbereitung, die sich nicht ganz mit dem deckt, was ich erzählt habe …

Wenn ich eine Veranstaltung wie die Social Bar besuche, twittere ich meistens live mit. Heute erzähle ich euch ein bisschen über das Warum und Wie. Es folgte ein Apell an die Anwesenden unter #SocialBar und #Eventtwittern zu twittern.

Es entsteht parallel ein Austausch mit den anderen Anwesenden, die ebenfalls twittern. Gemeinsam ergeben die Tweets ein Bild aus verschiedenen Blickwinkeln. Andere lesen die Tweets, werden neugierig und beteiligen sich. Auch hier entsteht ein Austausch. Manchmal gebe ich auch Anmerkungen von Außen, in die Diskussion vor Ort.

Meine Tweets stellen meine Mitschrift dar. Im Anschluss schreibe auf dieser Basis meinen Blogartikel. So habe ich nicht nur für mich, die neuen Informationen reflektiert, sondern auch gleich mit anderen geteilt. Die Beiträge sind nicht objektiv, denn es ist immer nur meine Perspektive, meine Wahrnehmung, meine Wahrheit.

Wann twittern und was?

Twittere, wenn du Lust dazu hast und es vom Veranstalter her ok ist. Wenn es einen Hashtag gibt, fühle ich mich aufgefordert. Im Zweifelsfall frag nach, habe ich auch schon gemacht. Auf klassischen Weiterbildungen und Partys twittere ich nicht.

Witzigerweise werden auf Partys von vielen Menschen Bilder gemacht und in soziale Netzwerke gestellt. Partybilder schaffen gemeinsame Erinnerungen und machen andere neidisch. Das machen Eventtweets auch. Das ist für Veranstalter wertvoll, wenn die neidischen Follower beim nächsten Mal dabei sein wollen.

Eventweets schaffen auch einen zusätzlichen Mehrwert, erleichtern Netzwerken und führen die Themen oft weiter. „Ich bin hier Tweets“ und #Foodporn sind quasi die Party Pics auf Events. Erzähl ein wenig mehr. Bring auf den Punkt, was du aus einem Vortrag oder Workshop mitnimmst. Tagge Referenten, wenn möglich und nutze Hashtags zur Veranstaltung und zum Thema.

Ein Beispieltweet, den du auf Twitter nicht finden wirst und in dem der Hashtag #Eventtwittern fehlt

Storytelling in 280 Zeichen?

Klingt unmöglich, ist es aber nicht!

Ein Blick auf mein Blog verrät euch, dass kurz fassen eigentlich nicht meine Stärke ist. Die Zeichenbeschränkung hat mich gelehrt Dinge auf den Punkt zu bringen Eine Twitter Story wird zu einem Puzzle der Essenz.

Ihr könnt auch längere Geschichten in einem Thread erzählen, dabei bleibt wichtig, dass jeder einzelne Tweet alleine verständlich bleiben sollte, schreibt bitte nicht mitten im Satz weiter. Jeder Tweet kann einzeln geteilt werden. Hashtags setzen Kontext.

Probiert es einfach mal aus. Mir gelingt auch nicht jeder Tweet, dann verschwindet er eben ohne groß beachtet zu werden. Tippfehler passieren, nehme ich mit Humor und es sind schon lustige Geschichten entstanden.

Üben könnt ihr übrigens auch gut mit einem Buch, teilt Erkenntnisse oder Zitate auf Twitter, nutzt passende Hashtags und nennt immer die Quelle im selben Tweet.

Warum das alles?

Wir schaffen einen Mehrwert für uns selbst und andere.

Warum seid ihr auf social Media?
Netzwerken und sichtbar werden mit euren Themen?
Voilà deine Chance.

Selbst habe ich mit dem twittern auf meinem ersten Barcamp angefangen. Sascha und Johannes von Bonn.Digital haben gesagt, das mache man so. Barcamp Regel Nummer 1 lautee „Sprich über das Barcamp“. Das habe ich ausprobiert und Spaß daran gefunden. Alles weitere war ausprobieren und Übung.

Twittert über die Socialbar und andere Events, habt Spaß dabei und vergesst den Hashtag nicht!

Ausführlicher übers Eventtwittern habe ich bereits geschrieben.

Digital Storytelling im Spagat zwischen Authentizität und Zielen der Kommunikation

Es gibt viele Arten Geschichten zu erzählen. Mit Digital Storytelling nach der Berkley Methode entstehen besondere Geschichten, die ich sehr schätze. Es geht um kurze multimediale Geschichten von Herzen. Astrid sprach über den verantwortungsvollen Umgang mit Geschichten.

Zu Beginn eines Storytelling Projektes steht immer die Frage nach dem Warum. Warum sollen die Geschichten erzählt werden? Die Auftraggebenden verknüpfen Wünsche und Ziele an die Geschichten, die sich nicht unbedingt mit denen der Teilnehmenden an den Workshops decken müssen, die ihre Geschichten erzählen. Eine gute Kommunikation ist hier im Vorfeld wichtig und den Teilnehmenden muss immer frei gestellt bleiben, was mit ihren Geschichten passieren darf und sie müssen darüber aufgeklärt werden, was mit ihren Geschichten passieren kann, wenn sie für die Öffentlichkeit freigegeben werden.

Ein Workshop mit persönlichen Geschichten braucht eine professionelle Vorbereitung und sichere Rahmenbedingungen!

Neben ethischen Aspekten und dem Schutz der Persönlichkeit, ist auch eine spannende Frage, wie mit Geschichten umgegangen wird, die nicht ins Narrativ der Organisation (Auftraggeber) passt. Astrid hält ein kleines

Plädoyer für mehr Mut zu multiplen Perspektiven und Arbeiten auf Augenhöhe. Es gibt zwischen dem Reich der „feel-good“ Geschichten und dem Reich der schrillen Tragödien viel Platz für mannigfaltige Nuancen.

Astrid Nierhoff

Wenn du mehr zum Thema lesen möchtest, findest du hier meinen Bericht zu einem längeren Vortrag von Astrid unter dem selben Titel.

#Inkluencer – Wie wichtig die Geschichten echter Menschen für die Kommunikation der Aktion Mensch sind

Xenia und Daniela von Aktion Mensch haben ein wenig über den Wandel bei Aktion Mensch gesprochen und erzählt, welche Rolle Storytelling für die Organisation inzwischen spielt. Es war einmal „Aktion Sorgenkind“ … und daraus wurde Aktion Mensch. Menschen dachten sich Geschichten für Kampagnen aus und Models stellten sie dar.

Inzwischen hat sich die Haltung in der Organisation gewandelt und es wird wert auf authentische Geschichten von echten Menschen gelegt. Als zentrales Narrativ gilt: „Menschen interessieren sich für Menschen“. Es werden Menschen gesucht, die ihre Geschichten erzählen können. Menschen, die zur Aktion Mensch passen. Das Narrativ ist eine positive Haltung gegenüber Inklusion. Dabei wird auf Social Media gesetzt, insbesondere Facebook und Instagram, #INKLUENCER.

Die nächste SocialBar findet am 2. November 2020 statt,
entweder in den Räumen von Aktion Mensch in Bonn oder online via Zoom.