Ein BarCamp für Gründer und Netzwerker #BizBonn18

Oliver Kepka und Sascha Förster auf dem #BizBonn18 im Social Impact Lab

Oliver Kepka und Sascha Förster auf dem #BizBonn18 im Social Impact Lab

Ein neues BarCamp für Bonn: Im Rahmen der Gründerwoche veranstaltete die Deutsche Telekom AG in Zusammenarbeit mit Bonn digital am 16. November 2018 das erste und sicher nicht letzte Businesscamp Bonn im Social Impact Lab Bonn.

Das BusinessCamp Bonn 2018 richtet sich an alle diejenigen, die sich auf dem Weg in die berufliche Selbstständigkeit befinden oder einen solchen Schritt planen. Besonders interessant wird es für (zukünftige) Existenzgründer und Startups im Bereich sozialer Innovationen. Ziel des Events ist ein reger Wissensaustausch auf Augenhöhe. (Veranstaltungsseite)

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Social Entrepreneurship

Wenn du mit sozialem Engagement deinen Lebensunterhalt verdienen kannst.

Klingt toll. Mein Kopf hat aber noch immer nicht ganz begriffen, wie das funktioniert. Ganz ehrlich: Wenn du Skrupel hast mit den Problemen anderer Geld zu verdienen, studiere nicht Psychologie!

Es mangelt mir persönlich nicht an Ideen, aber an der Vorstellung, dass jemand mich dafür bezahlen könnte. Dieses Blog ist ein gutes Beispiel dafür. Daher verfolge ich mit großem Interesse, das Thema Social Entrepreneurship und lerne ein wenig wirtschaftlicher zu denken.

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BizBonn18

Der Reiz an BarCamps, selbst bei themenspezifischen sind immer die Vielfalt an Themen und Menschen. Menschen mit unterschiedlichem Background, verschiedenen Fragen und Zielen. Für mich persönlich immer wieder eine kostbare Inspirationsquelle und im Gegensatz zu zahlreichen Konferenzen und Messen in der Regel kostengünstig, diesmal sogar kostenfrei. Dies war eine Bedingung für die Veranstaltung im Rahmen der Gründerwoche.

Der Haken bei kostenfreien Veranstaltungen ist, dass Teilnehmer ihre Teilnahme flexibler betrachten und viele nicht kommen. Schade für die Veranstalter, blöd für das Catering und alle, die gerne gekommen wären, aber kein Ticket mehr erhalten haben. Kleiner Appell: Sagt wenigstens ab, wenn ihr nicht kommt!

Die Zielgruppe potentieller Neugründer wurde offenbar gut erreicht, einige haben gerade gegründet, andere wollen noch.

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Auch das BizBonn18 war sehr vielseitig und wie immer kann ich euch nur einen kleinen persönlichen Einblick geben. Es gab auch eine kleine Ausstellung, die ich nicht geschafft habe zu besuchen …

Übersicht der von mir besuchten Sessions und Themen in diesem Beitrag:

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Making Ideas Work

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Ganz ehrlich, ich hatte keine Ahnung wer Marco Börries ist. Während im großen Saal eine gewisse Fan-Atmosphäre herrschte, lauschte ich der spannenden Story, die er zu erzählen hatte. Er erzählte von seinem Leben, Erfolgen und Begegnungen. Dabei wirkte es auf mich wie eine ehrliche Geschichte, ein Angebot aus den Erfahrungen zu lernen. Werbung zu seiner Person hat er nicht mehr nötig, auch wenn er am Ende ein wenig seine aktuellste vierte Firma vorgestellt hat.

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Marco Börries eigene Geschichte ist eng verbunden mit dem Silicon Valley. Ein Schüleraustausch führte ihn mit 15 Jahren zum ersten mal nach Palo Alto. Seitdem ist er mehrmals im Jahr dort. Allerdings ist das Valley auch nicht mehr, was es mal war und inzwischen kann man wunderbar von überall aus erfolgreich gründen. Er begann mit seiner ersten Firmengründung im Alter von 16 Jahren von seinen 2000 DM Konfirmationsgeld.

Die Geschichte ist eng verknüpft mit der Geschichte der Digitalisierung, mit großen Giganten wie Microsoft, Apple, Google oder auch Amazon.

Staying alive in a market with Microsoft long enough until everybody else is dead.

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Die Essenz seiner 33 Jahre Erfahrung als Entrepreneur und Empfehlung an Neugründer:

Nimm keinen Deal an, der nicht zu dir passt. Wenn du weißt, du kannst einen Kunden nicht glücklich machen, lass es.

Es reicht nicht, ein gutes Produkt zu haben, man muss auch seine Kunden erreichen. Nützlich ist es, gute Technologien mit einem starken Vertriebspartner zu paaren.

Frage dich: Was ist die Hintertür um mein Ziel zu erreichen, wenn ich vorne nicht rein komme?

It starts and ends with you!

Deine Aufgabe ist zu entscheiden, womit du leben kannst. Du bist der Gründer, deine Entscheidungen, keine Entschuldigungen. Was ist deine Vision, deine Mission, wie erreichst du dein Ziel?

Trust needs to be given before it ‚get´s returned‘

Du musst voraus gehen. Es gibt keine Garantie dass es funktioniert.

Respect the Basics!

Ein Startup ist kein Lifestyle. Das wird in Berlin nicht immer so gelebt. 95% sind Basics, nur 5% Glamour.

Asl the question to which you don´t want to hear the answer.

Wenn du nicht fragst, wer dann? Du musst dich auch unangenehmen Fragen stellen, wegsehen löst keine Probleme.

Sense will always make sense, non-sense will always be non-sense.

Wenn ich doch nur mehr Geld oder mehr Man-Power hätte, dann würde es funktionieren. Wie oft sagen wir das? Das schwierigste überhaupt, ist die Frage: Macht der Plan Sinn mit dem was ich habe? Was heißt es denn, wenn ich nicht genug Geld oder Leute habe? Es ist eine harte Entscheidungen eine Idee fallen zu lassen, weil Ressourcen fehlen, aber das Problem zu ignorieren hilft nicht.

Was soll ich in welchem Kontext tun? Du weißt erst hinterher was die wirklich großen Entscheidungen waren. Es gibt keine Garantie. Du kannst nur die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass du durchkommst. Es ist nicht Geld, sind nicht die Leute. Entscheidend ist, was du daraus machst!

Es lohnt sich den ganzen Vortrag anzuhören, der Stream ist auf Facebook bei Bonn Digital verfügbar.

https://twitter.com/juicedaniel/status/1063530488902688768

DigitalRealZ

Inspiriert von der Digital2018 kam mir die Idee unter dem Hashtag #digitalRealZ die digitale Zukunft gemeinsam zu gestalten und diskutieren. In die Session brachte ich kleine Impulsgeschichten mit, persönlich und digital, die zu einer offenen Diskussion anregen sollten. Können wir Digital und Real noch getrennt denken? Wird es nicht Zeit unsere Zukunft digital zu denken und aktiv zu gestalten?

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Wer kennt oder nutzt sogar noch den Satz: „Das RL (real life) ruft, ich bin dann mal off“? Damals zu Beginn dieses Jahrtausends befand sich mein Zugang zum Internet an einem PC mit dickem Röhrenmonitor. Sobald ich den Raum oder gar die Wohnung verließ, war ich offline. Das virtuelle und reale Leben waren klar getrennt. Heute trage ich euch alle in meinem Smartphone ständig bei mir, die Welten haben sich geändert, sind stärker zusammen gewachsen. Wie gehen wir heute damit um?

Es gab interessante Gedanken dazu: digital und real nicht trennen, aber priorisieren:

Leute, die meinen Raum teilen, haben Vorrang.

Unerreichbarkeit muss man sich auch leisten können, was nicht in jedem Job so leicht möglich ist. Gerade im Geschöftskundenvertrieb ist die Arbeitszeit dann, wenn andere frei haben. Im Ausgleich gibt es dann bewusste private Offline- und Beziehungszeit.

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Wir sprachen auch über Online-Kontakte und Freundschaften. Auch hierzu kamen wertvolle Gedanken. Soledad brachte es wunderbar auf den Punkt:

Ohne Twitter wären mir die Frauen in diesem Raum vielleicht nicht begegnet.

Das stimmt, wir begegneten uns zunächst online, dann suchten wir uns auf einem Barcamp. Zahlreiche persönliche und digitale Begegnungen folgten.

Erst mal sind alles Begegnungen.

Manchmal wird auch mehr daraus. Manchmal sogar Liebe. Jasmin (Die Rabenmutti), ebenfalls eine online kennen gelernte Freundin, teilte mit uns ihre persönliche Liebesgeschichte, die in einem Online-Game begann, nachzulesen in ihrem Blog.

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Zum Abschluss thematisierten wir noch die Gestaltung unseres digitalen realen Lebens, leider war die Zeit knapp. Wir waren uns darin einig, dass eine Trennung der digitalen und realen Welt hypothetisch möglich, aber für uns nicht nötig ist. Unser Smartphone mit den Apps sind ein Werkzeug, entscheidend ist, was man daraus macht. Stress entsteht schnell, durch die Erwartungshaltung anderer. (Auf webcare+ schrieb ich über die blauen WhatsApp-Häkchen des Wahnsinns.) Hierzu kam noch ein interessanter Gedanke:

Du darfst gar nicht dringend gebraucht werden können. (eigene Kinder ausgenommen)

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How to pitch

Pitch = kurze Vorstellung deines Themas

Sei es ein Session-Pitch auf einem Barcamp oder die Vorstellung deines Unternehmens oder deiner Person. Es geht immer darum in wenigen, aber den richtigen Worten, die eigene Kernbotschaft in der Aufmerksamkeitsspanne einer oder mehrerer Personen unterzubringen. Pitches braucht man auch für den Alltag, um Menschen von den eigenen Ideen zu überzeugen.

Iris Pitch-Session auf dem #BizBonn18

Iris Pitch-Session auf dem #BizBonn18

Bringe deine Kernmesssage innerhalb einer Minute rüber. Was muss dein Zuhörer unbedingt über dich wissen? Am Ende brauchst du ein Call to Action.

In Kleingruppen durften wir dann einen Pitch ausprobieren, in knapper Zeit galt es dazu ein Produkt und ein Logo zu entwickeln. Der mysteriöse Gegenstand auf dem Bild gehört übrigens an ein Segelboot, was Frank wusste, aber er wurde kreativ übergangen

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Agile Leadership

Georgia Gaitazi und Volker Schmidt pitchen für Agile Führung #BizBonn18

Georgia Gaitazi und Volker Schmidt pitchen für Agile Führung #BizBonn18

Das schöne auf Barcamps sind neben den spannenden Themen, die Begegnungen mit verschiedenen Menschen. Es ist wunderbar Menschen wieder zu treffen. So traf ich diesmal bereits bei der Anmeldung Georgia wieder. Wir haben zusammen studiert und uns lange nicht mehr gesehen. Zusammen mit ihrem Kollegen Volker von der Cegeka hat sie eine Session zum Thema agile Leadership angeboten, ein sehr spannendes Thema.

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 Zwei grundlegende Überzeugungen: Führung wird es immer geben und Führung ist lernbar. Dabei ist Agilität keine Methode, sondern ein Wert. Es gibt verschiedene Methoden, die angewendet werden können. Die agile Führung erfolgt über Methoden ohne klassische Hierarchie.

Der für mich wertvollste Gedanke bei diesem Ansatz:

Teamführung geht durch Menschen!

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Mitarbeiter fragen in Seminaren häufig: „Warum sollen wir denn agil sein, wenn die Chefs das auch nicht machen?“

Vertraue auf dein Team, glaube dass jeder sein bestes gibt. Eine Frage der Motivation? Jeder Mensch arbeitet motiviert, wenn er dafür Anerkennung erhält. Erhält er oder sie diese nicht auf der Arbeit, werden andere Aufgaben gesucht und das Engagement dort gezeigt, wo es belohnt wird. Was treibt den Menschen an, was lockt ihn morgens aus dem Bett?

Ein agiles Mindset:

  • Es gibt in komplexen Systemen keine einfachen Lösungen!
  • Erfolg macht schön
  • Optimismus

Retrospektive: Was haben wir gut gemacht, was können wir als Team verbessern? Ohne Schuldzuweisungen! Methoden sind dazu da das Mindset zu verbessern.

Tipp: Mach dein Team erfolgreich, erzähl eine Geschichte. Denke positive und erzähl nicht immer was Scheiße läuft. Die Schuldfrage ist irrelevant. Entscheidend ist, was ist schief gelaufen und wie machen wir es besser?

Ein Blick in den agilen Methodenkasten:

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Selbstorganisation

Eine interaktive Session mit Jannik Kaiser von Unity Effekt war ein wunderbar runder Abschluss meines Tages. Das Bild zeigt die Ergebnisse eines gemeinsamen kreativen Prozesses zur Selbstorganisation.

#BizBonn18 Selbstorganisation mit Jannik von Unity Effect

#BizBonn18 Selbstorganisation mit Jannik von Unity Effect

Aufgespannt werden die Ebenen individuell bis kollektiv und innen versus außen. Die individuelle Ebene führt zu Handlungen, die kollektive schafft Strukturen. Die individuell Ebene und Kultur bedingen sich wiederum gegenseitig. Innerhalb dieses komplexen Systems kann Selbstorganisation statt finden.

Ein paar letzte Gedanken zum BizBonn18

Es war für mich ein inspirierender und sehr vielseitiger Tag mit sehr vielen Gesprächen und komplexen Themen. Ich hoffe, dass ich euch ein paar Informationen weiter geben und zu neuen Ideen und Themen inspirieren konnte. Auch wenn mein Beitrag mal wieder recht lang geworden ist, war es nur ein kleiner Einblick. Hier findet ihr den Abschlussbeitrag von Bonn.Digital in dem weitere Berichte gesammelt werden.

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Im Nachgang gab es für mich persönlich noch Lob und Dank für meine Tweets. Ich hätte mir gewünscht, dass in einigen Sessions mehr getwittert würde, qualitative und informative Tweets. Darum bemühe ich mich, für Tippfehler entschuldige ich mich. Beim #BizBonn19 bin ich sehr gerne wieder dabei, wenn es mir terminlich möglich ist.

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Ein paar hoffentlich nachhaltige Gedanken zum #NCBN18

Ich war auf dem Nachhaltigkeitscamp in Bonn – kurz #NCBN18 

Warum? Was ist das und wie retten wir jetzt unsere Erde?

Was ist das?

Das Nachhaltigkeitscamp ist initiiert von Engagement Global und fand zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit Bonn Digital im BaseCamp Bonn statt. Es ist ein Barcamp zum Thema Nachhaltigkeit.

Was genau Nachhaltigkeit eigentlich ist, darüber ist man sich auch nicht immer einig, ein schwieriger Begriff, der für vieles herangezogen wird. Meine erste Assoziation vor dem NCBN16 war, dass es um Umwelt geht, nachhaltige Ressourcen und den Erhalt unserer Erde. Das sind auch definitiv Themen die auf dem Barcamp auftauchen.

Nachhaltigkeit umfasst neben der Umwelt auch die Bereiche Soziales und Wirtschaft. Diese Bereiche werden erstmalig alle in den 17 Zielen aufgegriffen, die Teil der Agenda 3030 sind. Das 17-Ziele Mobil von Engagement Global war auch mit dabei:

Warum war ich da?

2016 war ich da, nachdem ich Barcamps gerade frisch für mich entdeckt hatte. Darüber geschrieben habe ich übrigens nicht, weil ich das Gefühl hatte Sessions besucht zu haben, die eigentlich alle gar nicht richtig zum Nachhaltigkeitsthema passten. Nachhaltig erinnere ich mich daran, dass wir in einer Session über die gerade brandaktuelle Brexit-Entscheidung gesprochen haben, eine habe ich ausgelassen und draußen mit sehr netten Menschen geplaudert

2017 war ich nicht da, denn du kannst nicht überall hin.

2018 war ich tatsächlich vor allem deswegen da, um wunderbare Menschen wieder zu sehen. Ich wollte aber auch gute Ideen mitnehmen. Inspiration und neue Kontakte knüpfen.

Was habe ich gemacht?

Ein kleines Problem hatte ich bei der Sessionplanung. Ich stand ganz hinten in der Schlange hinter einem Wohnwagen, um meine eigene Idee vorzustellen. Die Vorstellungen auf der Bühne habe ich schlicht nicht mitbekommen. Im Anschluss sagten mir die Titel im Sessionplan nicht viel …

Naja und irgendwie habe ich dann Sessions besucht, deren Themen mich persönlich am meisten angesprochen haben. Erneut hatte ich das Gefühl, ich sei dem Umweltschutz aus dem Weg gegangen, daher wollte ich zunächst auch keinen Beitrag verfassen. Für mich war es dennoch ein lohnenswerter Tag und das möchte ich mit euch teilen.

Social Impact Lab

Bei diesem Wort wurde ich hellhörig, denn in meinem Kopf formen sich immer wieder Ideen, die damit wieder beiseite gelegt werden, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sie finanzierbar sind. Andererseits gibt es so viele Menschen, die coole Projekte und Startups machen, bei denen ich auch nicht verstehe, wie sie ihr Geld verdienen. Irgendwie geht da was, was an mir vorbei geht.

Das Social Impact Lab in Bonn ist ganz neu, mir bisher nur in den Stellenanzeigen begegnet …

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Das Lab sitzt in den Räumen der Aktion Mensch, bietet barrierearme Arbeitsplätze (Coworking) und ein Stipendiatenprogramm inklusive Mentoring. Außerdem wird es auch Veranstaltungen für Nicht-Stipendiaten geben. Da werde ich jetzt mal ein Auge offen halten und bekomme so vielleicht noch mehr Antworten, um meine Ideen zu verwirklichen. Ich glaube langsam zu begreifen, aber die Skepsis ist noch zu groß.

Helpteers

Ute Schulze (SocialMediaGedönsTante) und Georg Staebner wollten ihre „nachhaltige Lovestory“ (beide beziehungstechnisch anderweitig glücklich vergeben), die beim NCBN17 begann, erzählen. Georg musste dies leider ohne Ute tun und ich habe diese Session verpasst, die lag nämlich bereits parallel zum SIL. So landete ich in der Session, die er zusammen mit Niklas von der Kindernothilfe über Helpteers gehalten hat. Die Plattform finde ich nach wie vor sehr sinnvoll.

Community bewegt, Bewegung ist ansteckend Projekte müssen attraktiv sein, attraktiv sind sie, wenn auch andere mitmachen!

Menschen kommen durch andere Menschen zum Engagement.

Ein Interview zur Lovestory gibt es bei Engagement Global und meinen ausführlichen Beitrag zu Helpteers im Blog.

Narrative Methode

An Astrid Nierhoff und Mélina Garibyan komme ich einfach nicht vorbei. Sie haben eine interessante narrative Methode vorgestellt, die Lotusblumenmethode. Es hat viel Spaß gemacht und ich verlinke euch meine Tweets aus der Session.


An diesem Tweet hängen weitere Tweets zur Methode, bei Interesse reinklicken.

Das Fazit:

Mein Haiku zum Thema Nachhaltigkeit NCBN18

Gemeinsam lernen
Inspiration verbreiten
Zukunft erleben

Mélina und Astrid haben mich schon häufiger zum Thema Storytelling inspiriert.

Meine Session – Phantastik meets Realität

Mich erreichen Themen über Geschichten. Ich lese viel Fantasy, SciFi und Dystopien. Phantastik-Literatur und auch Filme oder Serien sind für mich eine philosophische Spielwiese. Es können Ideen und Entwicklungen ausprobiert und durchdacht werden. Zukunftsforscher machen nichts anders, sie sind nur weniger unterhaltsam dabei.

Was wäre wenn? Wohin wollen wir gehen? Wie soll unsere Zukunft aussehen? Das sind Fragen, die mich beschäftigen.

In einer kleinen Runde haben wir über Bücher, die Realität und die Zusammenhänge gesprochen. Ich habe für mich einiges an Inspiration mitgenommen, vor allem bestärkt es mich, nicht alleine mit dieser Denkweise zu sein. Es gibt leider keine inhaltlichen Tweets aus der Session, es war ein inspirierendes Gespräch und ich hoffe den anderen aus der kleinen Teilnehmerrunde ging es ebenso.

Finale Session

In der letzten Session hätte ich zu Inga Ketels und Ronnie Bugay gehen sollen, die ein spannendes Filmprojekt „Buen Vivir – Von der Suche nach dem guten Leben“ verwirklichen. Die beiden und das Projekt sind klasse, schaut es euch unbedingt an!

YouTube

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Doch ich hatte mir in den Kopf gesetzt, ich müsse mir auch was anschauen, von Leuten, die ich noch nicht kenne, neue Leute treffen. So landete ich in einer Textwerkstatt. Aus dieser Session habe ich folgende Empfehlung mitgenommen:

Sprich deine Zielgruppe mit deiner Kernbotschaft an, sei dabei aber immer verständlich und verstricke dich nicht in Fachworten. Auch Fachleute, die nur ein Teil der Zielgruppe sind, sind dankbar für verständliche Texte. Sprich über Nachhaltigkeit, ohne das Wort Nachhaltigkeit zu verwenden, es ist ein kompliziertes Wort.

Am Rande

Das wertvollste für mich an diesem Tag war das, weswegen ich da war, die Gespräche mit Menschen! Menschen, die ich bereits kannte und Menschen, die ich neu kennen gelernt habe.

Ein Projekt finde ich klasse. Die Session habe ich nicht besucht, aber ein wenig Input mitgenommen, während ich am Bus auf die Teilnehmer*innen meiner Session gewartet habe:

Und wie retten wir jetzt die Erde?

Ich habe keine Ahnung, aber wir haben nur die eine und diese sollten wir besser behandeln, wenn wir als Menschheit überleben wollen.

Die Erde wird noch eine lange Zeit existieren, ob mit oder ohne uns …

Ein Thema auf dem NCBN18 ist mir auf Twitter aufgefallen und das war die Frage:

Wir erreichen wir mit unseren Ideen und Projekten, Menschen außerhalb der Filterblase.

Dazu möchte ich ein paar Gedanken teilen, denn ich sehe mich ganz klar außerhalb dieser Filterblase, denn ich gehöre nicht zu den aktiven Umweltschützern, obwohl ich da war. Ich kann garantiert eine Menge besser machen und sollte das auch, denn ich bin sehr dafür, dass wir Menschen noch eine Weile existieren und sehe großen Handlungsbedarf an sehr vielen Baustellen. Allerdings kann ich mich nicht in alle Themen reinhängen, die mir wichtig erscheinen. Doch es gibt Kleinigkeiten, die man im Alltag verbessern kann. Das finde ich gut und darüber möchte ich mehr wissen.

Danke an alle, die sich mit viel Engagement für die 17 Ziele und unsere Umwelt einsetzen! Ihr habt meinen Respekt, macht weiter und nehmt mehr Menschen mit auf einen guten Weg!

Also was brauche ich (außerhalb eurer Filterblase) von euch, die aktiv die Welt retten?

Gib mir konkrete Ideen, die ich leicht in meinen Alltag integrieren kann.

Sag mich nicht, was ich NICHT darf. „Du darfst da nicht einkaufen, dies nicht tun.“ Wenn die eine Marke böse ist, bedeutet das nicht im Umkehrschluss, dass die andere gut ist. Ich kann nicht beurteilen, ob es der Wahrheit entspricht oder eine reine Hetzkampagne ist. Zeig mir, welche Firmen nachhaltig arbeiten, ihre Mitarbeiter gut behandeln und ich bin bereit für diese Qualität auch einen fairen Preis zu zahlen. Ein Unternehmen, dass mich überzeugt hat, ist die Confiserie Coppeneur. Ich war vor Ort, habe den Confiseur Oliver Coppeneur kennen gelernt und er hat mein Vertrauen gewonnen. Bereits mehrfach habe ich dort Pralinengeschenke gekauft.

Sprich mich auf deutsch an. Viele Themen zur Nachhaltigkeit schwappen mir auf englisch in meinen Wahrnehmungsbereich. Ja, ich verstehe Englisch. Doch es ist für mich noch immer eine Motivationshürde mich mit einem Thema zu befassen, wenn es schwieriger zu verstehen ist. Tatsächlich strotzen die deutschen Aussagen von englischen Begriffen oder Fremdwörtern. Was ich nicht verstehe, lese ich nicht, es sei denn es interessiert mich wirklich sehr. Erzähl mir eine Geschichte in meiner Sprache und du gewinnst meine Aufmerksamkeit!

Engagement kann eine Menge Spaß machen, klingt aber erst einmal nach Arbeit. Veränderungen klingen anstrengend, nervig und lästig. Zeig mir den Spaßfaktor am Veränderungsprozess und zeig mir vor allem auch, warum es sich für mich lohnt. Die Welt retten ist gut und wichtig, aber ein Ziel, das so weit weg von der persönlichen Lebensrealität ist. Und ich, ein einzelner kleiner unbedeutender Mensch kann ja eh nicht viel bewirken. Zeigt mir die Gemeinschaft, die vielen, die was cooles machen. Sei mein Vorbild.

Mach mir 

verständlich + anschaulich + interessant

vor, wie ich mein eigenes Verhalten verbessern kann, so dass es sich für mich und die Zukunft der Menschheit lohnt!

Ich glaube, dass es viele Menschen gibt, denen es geht wie mir. Wir nehmen es ernst, dass wir unser Verhalten ändern müssten, aber der Aufwand ist hoch, obwohl vieles leicht sein könnte.

Es könnte so leicht sein, einen nachfüllbaren Kaffeebecher mitzunehmen, anstand sich ständig einen neuen geben zu lassen. Ich trinke keinen Kaffee, aber ich möchte mir wieder eine nachbefüllbare Flasche für unterwegs zulegen. Hierzu habe ich bereits ein paar Tipps auf Twitter bekommen:

Übrigens … Ich, Sachbücher und das Klima