Spiel um dein Leben

Es kann doch kein Zufall sein, dass ich nach der Lektüre der Bücher der Sterne von Rose Snow entschieden habe:

Auch furchtbar liebe Autorinnen dürfen auf die Liste böser Autoren

Mein Blogbeitrag über Die 11 Gezeichneten – Das dritte Buch der Sterne

Ihre neueste Reihe – „Sieben – Die Bücher des Spiels“ hängen inhaltlich mit den Büchern der Sterne zusammen und spätestens jetzt haben Ulli und Carmen von Rose Snow bewiesen, dass sie wahrlich böse Autorinnen sind! Fies zu ihren Charakteren, fies zu ihren Leserinnen. Sie quälen mit Spannung, Bedrohungen für den Plot und ihrer wirklichen fiesen Magie, dass man ihre Bücher an einem Stück lesen muss. Die beiden Bücher des Spiels erschienen mir besonders dramatisch und gefährlich!

Und dann auch noch solche Gefühle:

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Das Spiel

Bereits im ersten Buch wurde eines unmissverständlich deutlich: Das Spiel ist nicht irgendein Spiel. Das Spiel meint es ernst, todernst. Es will gespielt werden. Warum? Welche Magie steckt dahinter? Was ist das Ziel? Welche Verbindung besteht zu Phoebes Großmutter? Die Fragen sind noch offen, aber die Regeln eindeutig.

Den Studenten bleibt keine Wahl, als sich dem Spiel zu stellen. Magie, Spannung, Gefahr und eine Menge Überraschungen. Natürlich bleibt auch genügend Zeit für Gefühle, ängstliche, aber auch romantische. Rose Snow schreibt schließlich Romantasy.

Hat man nicht immer eine Wahl?

Die Gruppe kommt an einen Punkt, an dem sie scheinbar keine Wahl mehr haben. Sie müssen das Spiel beenden. Müssen sie das? Haben sie keine Wahl? Wer bestimmt das, dass wir keine Wahl haben, dass wir etwas tun müssen?

Haben sie vielleicht doch eine Wahl? Können sie das Spiel zu ihren Bedingungen beenden? Es vernichten, besiegen oder ignorieren? Viele Möglichkeiten. Was ist das Ziel?

Kennt ihr Situationen in denen ihr keine andere Wahl hattet? Oder ist es letztendlich doch so, dass wir eine Wahl treffen? Wir entscheiden uns für die scheinbar beste Lösung. Wir wählen und glauben doch, keine Wahl zu haben.

Wie seht ihr das?

Empfohlene Reihenfolge

Die Siebener-Reihe ist inhaltlich verbunden mit der Elfer, wobei beide auch unabhängig gelesen werden können. Wer die Bücher in der Chronologie der Ereignisse lesen mag, folge der folgenden Empfehlung des Autorinnen-Duos:

  1. 7 – Wie es begann … Der Anfang des Spiels
  2. Die 11 Gezeichneten – Das erste Buch der Sterne
  3. Die 11 Gezeichneten – Das zweite Buch der Sterne
  4. Die 11 Gezeichneten – Das dritte Buch der Sterne
  5. 7 Das erste Buch des Spiels
  6. 7 Das zweite Buch des Spiels

Das Buch wurde mir über Rose Snow zur Verfügung gestellt.

Sieben – Das zweite Buch des Spiels
Rose Snow
Selfpublisher, 2020
ISBN: 978-1657206045

Ein Blick auf den Schreibtisch von Marcella Fracchiolla

Heute sind wir zu Gast bei Marcella Fracchiolla. Herzlichen Dank, dass wir einen Blick auf Deinen Schreibtisch werfen dürfen.

Ein Blick auf den Schreibtisch von Marcella Fracchiolla
(c) Marcella Fracchiolla

Steckbrief von Marcella Fracchiolla

  • Selfpublisherin
  • Genre: Young und New Adult
  • einen veröffentlichten Roman
  • Debütroman: Too good to be true (Woodland Academy I)
  • Hauptberuflich als Übersetzerin für Englisch und Spanisch tätig

Wo steht dein Schreibtisch?

Marcella Fracchiolla: Mein Mann hat mir damals ein eigenes Büro in einem ruhigen Teil des Hauses eingerichtet. Schwarzer Schreibtisch, dicke Aktenordner, tolle Stifte – minimalistisch, praktisch, gut. Um es auf den Punkt zu bringen: Da konnte ich überhaupt nicht schreiben, somit habe ich es zu seinem Büro ernannt und mich selbst im offensten, hellsten Zimmer einquartiert, mit einem weißen Schreibtisch, Wandregalen mit lauter Bildern und Krimskrams  drauf … Vor den bodentiefen Fenstern befinden sich zwei weitere kleine weiße Schreibtische an denen meine Kids ihre Hausaufgaben machen, malen oder basteln.

Wann schreibst du?

Marcella Fracchiolla: Ich bin eigentlich ständig am Schreiben, vor allem morgens beziehungsweise vormittags, wenn ich das Haus für mich alleine habe.

Arbeitest du streng an einem einzigen Projekt oder gleich an mehreren?

Marcella Fracchiolla: Zurzeit arbeite ich parallel an den einzelnen Bänden der Woodland Academy-Triloge. Der erste Teil, Too good to be true, ist soeben erst erschienen und möchte zu gerne unter die lieben LeserInnen kommen. Teil zwei, Never say never, ist seit ein paar Tagen aus dem ersten Lektorat raus und nun wieder in Überarbeitung, und gleichzeitig schreibe ich am Finale, Anything for you. Sobald mir Ideen zu neuen oder geplanten Projekten kommen, werden die natürlich auch sofort aufgeschrieben.

Woher nimmst du deine Inspiration?

Marcella Fracchiolla: Neue Ideen habe ich ständig. Ich denke das viele Reisen und die ganzen Umzüge in fremde Länder haben viel damit zu tun. Jeden Tag aufs Neue prasseln Eindrücke auf mich herein, die mein Kopf automatisch in Geschichten umwandeln möchte. Wie soll ich da Nein sagen können?

Woodland Academy, Too Good to de True (c) Marcella Fracchiolla
Woodland Academy, Too Good to de True (c) Marcella Fracchiolla

Wie gehst du beim Schreiben vor?

Marcella Fracchiolla: Zunächst arbeite ich meine Figuren heraus: Aussehen, Charakterzüge, Eigenarten. Dazu suche ich nach entsprechenden Fotos und pinne sie über meinen Schreibtisch, so habe ich sie beim Schreiben immer vor Augen. Dann lege ich das Setting fest, im Falle der Woodland Academy also wie das Internat aufgebaut ist, und wie die unmittelbare Umgebung aussieht.

Welchen Tipp würdest du gerne angehenden AutorInnen geben?

Marcella Fracchiolla: Ich gebe ungern Ratschläge, denn was für mich gilt kann für andere Menschen schon wieder ganz anders aussehen. Ich persönlich finde es aber sehr wichtig, auch als Autor authentisch zu sein. Ich fände es super anstrengend mich anders zu verkaufen als ich bin, nur weil ich dadurch vielleicht interessanter wirke oder besser rüberkomme. Ich glaube auch nicht, dass so etwas auf Dauer gut gehen kann. Wie Ethan aus Too good to be true so schön sagt: What you see is what you get, besser geht es doch gar nicht.

Erzähl uns doch bitte in drei Sätzen etwas über dein im November erschienen Debütroman „Too good to be true“.

Marcella Fracchiolla: Die Story spielt an einem Eliteinternat, an dem zum ersten Mal Stipendiaten aus sozial schwachen Familien aufgenommen werden. Hier trifft Ethan aus Trailerpark Hell auf Allie – und plötzlich steht alles Kopf an der Woodland Academy.


Herzlichen Dank für das ausführliche Interview.

Hier findet ihr Marcella Fracchiolla online:

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Alle Interviews der Reihe “Ein Blick auf den Schreibtisch”

Ein Blick auf den Schreibtisch von Ingrid Höhl

Heute sind wir zu Gast bei Ingrid Höhl. Herzlichen Dank, dass wir einen Blick auf Deinen Schreibtisch werfen dürfen.

Ingrid Höhl
(c) Ingrid Höhl

Steckbrief von Ingrid Höhl

  • Selfpublisher
  • Genre: Urban Fantasy
  • 2 veröffentlichte Romane
  • Debütroman: „Sanctuarium – Der Ruf der Zeitlosen“
  • arbeitet als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache

Wie dürfen wir uns deinen Schreibplatz vorstellen?

Ingrid Höhl: Ich habe ein sehr schönes Esszimmer, dort scheint die Sonne herein und ich habe einen Blick in den Garten, um meine Gedanken schweifen zu lassen. Ich sitze an einem kleinen Sekretär, den ich von meiner Mutter übernommen habe, und arbeite mit einem Laptop. Die Anfänge der Geschichte habe ich noch per Hand geschrieben, aber da das sehr zeitaufwendig ist, bin ich zum Tippen übergegangen. Gar nicht so einfach, sich dazu zu überwinden, wenn man das nicht gewohnt ist. Neben dem Laptop steht immer eine Tasse Tee und manchmal gibt es auch ein paar Kekse.

Wann findest du die Zeit zum Schreiben?

Ingrid Höhl: Ich wäre gern geordneter, aber ich bin ein ziemlich spontaner, chaotischer Schreiber. An freien Tagen schreibe ich gerne den ganzen Tag mit Pausen. Unter der Woche ist das schwierig. Manches nehme ich mit auf die Arbeit, wo ich es zum Beispiel mittags überarbeiten kann. Ansonsten muss ich abends schreiben. Wenn ich müde bin, fällt das schon einmal aus. Ideen sammeln kann ich auch recht gut, wenn ich auf dem Fahrrad sitze und zur Arbeit fahre. Dafür habe ich ein Notizheft dabei, in dem dann schnell stichwortartig alles erfasst wird.

Schaffst du es konzentriert nur an einem einzigen Schreibprojekt zu arbeiten?

Ingrid Höhl: Ich kann und will immer nur an einem Projekt arbeiten. Wenn man aber so lange an einer Geschichte schreibt wie ich jetzt an der Trilogie, dann passiert es öfter, dass neue Ideen auftauchen. Bisher konnte ich mich davon abhalten, sie weiter zu verfolgen. Sie werden aufgeschrieben und müssen dann warten. Wenn ich mit der Trilogie fertig bin, werde ich schauen, welche davon immer noch schreien: „Nimm mich!“

Was sind deine Motivation und Inspiration beim Schreiben?

Ingrid Höhl: Ich schreibe, weil es mir guttut. Es ist zu gleichen Teilen therapeutisch und magisch. Ich lasse mich gerne von mystischen Wesen, Orten und Zeiten inspirieren. Ob es jetzt Hexen, Meerjungfrauen, Götter oder Drachen sind, es gibt noch vieles, was ich gerne erforschen würde.

Sanctuarium ~ Ingrid Höhl
Sanctuarium (c) Ingrid Höhl

Wie gehst du beim Schreiben vor?

Ingrid Höhl: Da ich erst seit „Sanctuarium“ kontinuierlich an einem Projekt arbeite, kann ich nur von diesen Erfahrungen erzählen. Ich habe noch keine endgültigen Techniken für mich entwickelt. Ich bin noch am Entdecken und Ausprobieren. Bei „Sanctuarium“ steht der Anfang und das Ende fest. Dazwischen gibt es ein paar grobe Punkte, aber alles andere entwickelt sich, während ich schreibe. Ich plotte weder gerne noch gut. Oder anders formuliert: Ich habe schon lange geschrieben, bevor ich über die Idee des Plottens gestolpert bin. Meine Intuition und Kreativität sträuben sich gegen ein solches Korsett, obwohl ich ahne, dass ich damit wesentlich effektiver wäre. Aber Effektivität gehört nicht zu meiner Art des Schreibens. Auch wenn ich deshalb Abstriche machen muss, was zum Beispiel die Geschwindigkeit angeht, mit der ich Bücher veröffentlichen kann.

Was ich allerdings gerne nutze, sind Fotos aus dem Internet, um bestimmte Orte besser visualisieren zu können oder um leichter in Charaktere einzutauchen.

Welchen Tipp würdest du gerne anderen angehenden Autor*innen geben?

Ingrid Höhl: Viele Erfahrungen habe ich noch nicht gemacht, aber in der Hauptsache gute Erfahrungen. Testleser waren die ersten, denen ich mein Manuskript in Rohform vorgesetzt habe. Das kann ich jedem angehenden Autor nur empfehlen. Wenngleich es nicht immer so ist, dass man ausführliche Kritik bekommt, hat man am Ende doch meistens einen Eindruck, ob das, was man schreibt, für ein breiteres Publikum interessant sein könnte. Außerdem möchte ich nicht mehr auf die Zusammenarbeit mit Bloggern verzichten. Man muss natürlich schauen, ob die Chemie stimmt, aber wenn es harmoniert, macht es großen Spaß, etwas zusammen auf die Beine zu stellen.

Selfpublishing ist ein Haufen Arbeit, aber wenn man gewisse Entscheidungen selbst treffen möchte, dann muss man ins kalte Wasser springen.

Erzähl uns bitte in drei Sätzen etwas über deine Santuarium-Reihe.

Ingrid Höhl: In „Sanctuarium“ geht es um Cassie, eine 16-jährige Schülerin, die feststellt, dass Engel und Dämonen tatsächlich existieren. Sie wird unfreiwillig in die Auseinandersetzungen verwickelt und muss sich fragen, was sie eigentlich ist. Die Engel halten sie für eine der ihren, sie selbst hat aber schon lange Albträume davon, den Weltuntergang zu verursachen, und die Dämonen rufen nach ihr.


Herzlichen Dank für das ausführliche Interview.

Hier findet ihr Ingrid Höhl online:

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Alle Interviews der Reihe „Ein Blick auf den Schreibtisch“

Ein Blick auf den Schreibtisch von Daniela Kappel

Heute sind wir zu Gast bei Daniela Kappel. Herzlichen Dank, dass wir einen Blick auf Deinen Schreibtisch werfen dürfen.

(c) Daniela Kappel
(c) Daniela Kappel

Steckbrief von Daniela Kappel

  • Verlagsautorin
  • begonnen als Selfpublisherin
  • Unter Vertrag bei der Agentur Ashera
  • Genre: Fantasy, Romance, New Adult, Young Adult, Familiengeheimnis, Cosy Crime
  • Debütroman: Elementa – Erzwungenes Schicksal
  • 4 veröffentlichte Romane
  • arbeitet als Krankenpflegerin

Wo steht dein Schreibtisch?

Momentan noch in einem mit einer Wohnwand abgetrennten Teil des Wohnzimmers (meine Höhle). Ich hoffe aber, dass wir bald Zeit finden den Schreibtisch ins Schlafzimmer zu verlegen, dann wird dort mein neuer Schreibplatz sein. Abgesehen davon schreibe ich gern mit dem Notebook auf dem Schoss auf der Couch, im Bett oder auf dem Balkon – man sieht also schon: ich habe keinen richtig fixen Schreibplatz.

Elementa 1 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign
Elementa 1 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign

Was benötigst du zum Schreiben?

Zum Schreiben brauche ich eigentlich nur Lust, aber gegen Schokolade habe ich dabei auch nichts einzuwenden.

Wann schreibst du?

Am konzentriertesten wäre ich morgens. Weil ich da aber meist recht wenig Zeit habe (Kinder versorgen und arbeiten fahren), muss ich mich mit meinen Schreibzeiten stark nach meiner Familie und dem Alltagsgeschehen richten.

Elementa 2 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign
Elementa 2 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign

Gelingt es dir nur an einem Schreibprojekt gleichzeitig zu arbeiten?

Ich nehme mir immer vor ein Projekt nach dem anderen „abzuarbeiten“. Allerdings kommt es schon vor, dass ich in Stehzeiten neue Exposés für die Agentur schreibe. Auch während die Rohmanuskripte bei meinen Probelesern bzw. im Lektorat sind, setzte ich mich schon ans nächste Projekt.

Mein Kopf steht (leider/zum Glück) nie still. Wenn mir also eine neue Idee kommt, dann wird sie zumindest notiert.

Was motiviert und inspiriert dich beim Schreiben?

Meine Motivation ist einfach der Spaßfaktor. Schreiben ist für mich wie Lesen, nur noch besser, weil ich bestimmen kann wie der Hase läuft. Mich inspirieren andere Bücher, Filme, Songs, Alltagsszenen, alles Mögliche. Manchmal kann ich selber nicht genau sagen, wo die eine oder andere Idee herkommt.

Elementa 3 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign
Elementa 3 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign

Plottest du deine Romane?

Da ich ja beim Schreiben der Exposés schon den groben Inhalt von Anfang bis Ende angeben darf (muss), sind meine Projekte vor Schreibbeginn schon in den Grundzügen durchgeplottet. Einzelne Szenen hab ich meist schon beim Entstehen der ersten Idee im Kopf und der Rest entsteht beim Schreiben.

Welchen Tipp würdest du gerne angehenden Autor*innen geben?

Wenn ihr es macht, dann richtig. Wer das Autorendasein als Selfpublisher angeht, sollte sich vorher bewusst machen, dass professionelles Auftreten Geld kostet, und zwar nicht wenig. Außer man hat Germanisten und Grafiker im Freundeskreis oder der Familie, die einem helfen.
Ich habe recht unerfahren und naiv angefangen und bis zum 3. Teil meiner Elementa-Trilogie viel dazugelernt. Meiner Ansicht nach, sollte man dem qualitativen Inhalt seiner Bücher immer ein zumindest Korrektorat (wer es sich leisten kann Lektorat) und professionelles Cover gönnen.
Wer mit (seriösen!) Agenturen und Verlagen arbeiten will, braucht kein Geld für die eigenen Werke aufzubringen, allerdings ist man in seiner Arbeit nicht mehr so frei.

Stell uns bitte in drei Sätzen deinen aktuellsten Roman vor.

Im August ist mein erstes Verlagsbuch, „Perfect Opposites: Lynne und Lex“ (Contemporary Romance/New Adult), bei Digital Publishers erschienen.

Die überzeugte Einzelgängerin Lynne, erbt nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter, deren Bar und sieht sich neben ihren unliebsamen Kindheitserinnerungen, auch noch mit dem arroganten Barkeeper Lex konfrontiert. Die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten und jeweils ihre eigenen Ziele in Bezug auf die Bar verfolgen, müssen sich zusammenraufen. Langsam nähern sie sich einander an, doch als Lynne herausfindet, dass ihre Mutter in illegale Machenschaften verstrickt war, wird es gefährlich für sie und Lex.

Perfect Opposites, Lynne und Lex ~ Daniela Kappel 
(c) dp Digital Publishers und Buchgewand Covergestaltung
Perfect Opposites: Lynne und Lex ~ Daniela Kappel
(c) dp Digital Publishers und Buchgewand Covergestaltung

Was erwartet uns als nächstes von dir?

Die nächsten Veröffentlichungen sind für April (Familiengeheimnisse) und Sommer (Cosy Crime) 2020 geplant. Vielleicht werden es ja auch noch mehr.


Herzlichen Dank für das ausführliche Interview.

Hier findet ihr Daniela Kappel online:

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Alle Interviews der Reihe “Ein Blick auf den Schreibtisch”

Wie wollen wir leben?

Mitra ~ Björn Beermann
Mitra ~ Björn Beermann

Wunsch nach Veränderung

Nach meiner Wahrnehmung wollen Menschen mit ungewöhnlichen Lebensläufen oder besonderen Eigenschaften oft einfach nur ein „normales Leben“ führen. Auf der anderen Seite stehen die Menschen, die ein vermeintlich „normales Leben“ führen. Sie sagen oft, ihr Leben sei ein langweiliges Leben in dem nichts aufregendes passiert. Zwei Extreme, die sich entweder nach mehr Normalität oder mehr Aufregung sehnen.

Ist das so?

Ich denke, niemand ist zu 100% mit seiner Lebenssituation in allen Bereichen glücklich und zufrieden. Ein solcher Zustand würde einem Stillstand gleich kommen. Es gäbe keine Entwicklung mehr, keine Motivation irgendetwas zu tun. Vielleicht nicht einmal mehr einen Sinn? Ein gewisses Maß an Unzufriedenheit gehört zum Leben dazu. Wünsche und Bedürfnisse nach etwas mehr oder weniger in dem ein oder anderen Bereich sind vollkommen normal. Ja, Bestandteil eines normalen Lebens. Schon wieder dieses fürchterliche Wort „normal“.

Jedes Leben ist einzigartig

Die Frage, wie unser Leben aussehen soll, was genau wir für uns wünschen und was uns wichtig ist, können wir uns nur selbst beantworten und das ist ein zentraler Punkt.

Sind die Rahmenbedingungen zur Erfüllung dieser Wünsche unerreichbar, entsteht ein ernst zu nehmender Konflikt, der gelöst werden will. Diese Lösung ist nicht immer einfach und häufig braucht es dazu andere Menschen. Wir sind keine Einzelgänger, wir sind Menschen, wir benötigen einander und doch trifft jede*r einzelne*r eigene persönliche Entscheidungen. Wir alle tragen unsere ganz persönlichen Wünsche, Hoffnungen und Probleme mit uns herum. Die Wahrnehmung was ein vermeintlich normales oder auch erstrebenswertes Leben ist, ist individuell sehr verschieden und das ist auch gut so. Wir können uns gegenseitig inspirieren, unterstützen, füreinander da sein, aber niemals einander vorschreiben, welchen Weg andere einschlagen sollen.

Mitras Wunsch nach einem normalen Leben

Mitra ist 16 Jahre alt und träumt von einem in ihren Augen „normalen Leben“. Sie möchte einen netten Mann finden und eine Familie gründen. Ihre größte Sorge ist es ein Freak zu sein. Nachdem ihre Mutter starb, waren ihre Freundinnen noch eine Weile für sie da, aber mit der Zeit verlor sie den Kontakt. Sie wurde zu dem Mädchen ohne Mutter, war einsam und hatte das Gefühl ein Freak zu sein. Nach ihrem Hauptschulabschluss beginnt sie ihre Berufsausbildung in Hamburg. Ein Neuanfang in einer anderen Stadt. Ihr Ziel: nicht auffallen!

Sich wie ein Freak zu fühlen, kann belastend sein, aber ist es deswegen erstrebenswert ein langweiliges Leben zu führen, nur um nicht aufzufallen? Ist das, was Mitra sich wünscht ein langweiliges Leben? Aus der Perspektive ihrer neuen Kollegin, ja.

Mitra trifft an ihrem ersten Tag direkt auf Aggy, eine andere Auszubildende. Aggy ist lebenslustig, Langweiler und Spießer mag sie gar nicht. Ein sympathischer Kontrast zu Mitras Wünschen.

Magisches Erbe

Mitra lebt bei ihrer Oma und Tante. Ihre Mutter hatte vor langer Zeit den Kontakt zu beiden abgebrochen und Mitra lernt die beiden erst kennen. Sie ist auch der Wahrheit auf der Spur, warum ihre Mutter den Kontakt abgebrochen hatte, sie hatte Mitra beschützen wollen, vor einer Welt voller Magie.

Wie kann Mitra die Magie loswerden und das ersehnte normale Leben führen? Soll sie ihre Ausbildung hinwerfen und zurück zu ihrem Vater ziehen? Oder soll sie sich doch dem magischen Erbe stellen und hinnehmen, dass sie außergewöhnlich ist?

Auch wenn wir kein magisches Erbe wie Mitra in uns tragen, sind wir doch individuell etwas ganz besonderes. Manche fallen mehr auf, als andere, aber wir alle haben besondere Stärken und wir alle sind einzigartig. Wir alle stehen vor der Aufgabe, Entscheidungen zu treffen und unser eigenes Leben zu gestalten.

Lesevergnügen

Mitra hadert mit ihrem Schicksal, wie viele jungen Menschen es tun. Was soll man nach der Schule mit dem Leben anfangen? Für eine Ausbildung hat Mitra sich bereits entschieden, doch soll sie auch die magische Ausbildung machen?

Mir ist Mitra auf Anhieb sympathisch, sie ist zwar etwas Besonderes, aber zugleich auch ein ganz gewöhnliches Mädchen. Keine Überfliegerin, wie viele Romanfiguren. Sie hat einen einfachen Hauptschulabschluss und macht eine Berufsausbildung. Warum gehen eigentlich viele junge Figuren zur Universität?

Björn Beermann hat eine spannende magische Welt entwickelt, die er fest mit Hamburg verbunden hat. Er zeigt uns magische Orte und Wesen in seiner Stadt. Es ist eine wunderbare Geschichte, magisch, gefühlvoll und spannend! Ich habe sie sehr gerne gelesen und freue mich nun darauf Björn und Mitra eine besondere Aufgabe stellen zu dürfen. Mehr dazu später.


Das eBook wurde mir über den Autor zur Verfügung gestellt. Link zur Autorenseite mit weiteren Informationen zum Autor und der Mitra-Reihe.

Mitra – Das magische Erbe
Björn Beermann
Selfpublisher, 2018
ISBN: 978-3746900742