Eine Buchreise nach Schottland

Houston Hall ~ Mary Cronos mit der wunderschönen Postkarte von Daggi
Houston Hall ~ Mary Cronos mit der wunderschönen Postkarte von Daggi

In der aktuellen Situation verbringe ich sehr viel Zeit zu Hause. Auch wenn wir für die Osterferien keine Reise geplant hatten, erfasst auch mich, die nicht unbedingt die reiselustigste Person ist, ein wenig Fernweh. Zum Glück gibt es Bücher, die zum Reisen einladen, in ferne Länder oder gleich andere Welten. Mary Cronos hat mich nach Schottland entführt und ich bin mit einem fiesen Jatlag zurück gekehrt.

Kennt ihr das, wenn ihr Stunden in einem Buch gelesen habt, es dann zuschlagt und ganz benommen sitzen bleibt? Es dauert, bis ihr wieder im Hier und Jetzt ankommt. Das ist ein wenig irritiernd, aber ich auch etwas ganz Besonderes, denn es zeigt, dass es ein wirklich gutes Buch war, ein Buch, dass mich wirklich in seinen Bann, in seine Welt gezogen hat.

Houston Hall

Es ist nicht leicht über dieses Buch zu schreiben, gerade weil es so außergewöhnlich ist. Ich liebe es, meine Gedanken nach dem Lesen zu teilen, aber hier fällt es mir schwer nicht zu viel zu verraten. Allein der Versuch es in eine Schublade zu stecken würde zum einen kläglich scheitern, zum anderen euch das nehmen, was ich selbst so sehr genossen habe, mich überraschen zu lassen.

Meine Empfehlung daher: Vertrau mir und lass dich einfach auf die Geschichte ein, ohne mehr zu wissen und überspringe die nächsten Zeilen zum letzten Abschnitt.

Falls du doch mehr Informationen möchtest, lies jetzt weiter, ein bisschen verrate ich dir.

Auf Twitter habe ich meine Buchreise ein wenig live begleitet und die Tweets in einem Moment zusammen gefasst.

Houston Hall ~ Mary Cronos
Houston Hall ~ Mary Cronos

Anthony Houston ist 38 Jahre alt und erfolgreicher Anwalt. Doch im Mai 1963 lebt er alleine, abgesehen von seiner Haushälterin Beatrix, im Familiensitz Houston Hall. Es ist ein halbes Jahr vergangen seitdem seine Eltern und Schwester Opfer einer schrecklichen Tat wurden … Ganz der Anwalt wollte er dem auf den Grund gehen, scheitert jedoch kläglich. Da er sich nur noch innerhalb von Houston Hall sicher fühlt, verlässt er das Haus nicht mehr und wird zum mürrischen Eigenbrödler.

Dann taucht Mary Smith auf und wünscht bei ihm zu arbeiten. Beatrix drängt darauf sie einzustellen. Zum einen will sie nicht die ganze Arbeit alleine machen, zum anderen mag sie das Mädchen … Und auch ich mag ihre freche charmante Art sehr gerne. Ich fragte mich sogar, ob Figur und Autorin nicht mehr miteinander gemeinsam haben als nur den Vornamen …

Doch das streitet Mary Cronos auf Twitter ab:

Nein nein, Mary ist maximal, was ich in vielen Punkten gern wäre.

Tweet von Mary Cronos

Die Geschichte nimmt ihren Lauf … ein Krimi, ein historischer Roman, eine Familiensaga und dann ist da noch der mystische Faktor … und das alles vor einer traumhaften Kulisse, die Mary lebendig werden lässt, ohne sich in endlosen Beschreibungen zu ergehen.

Anthony liest in alten Papieren, die auch sein Vater studiert hatte. Dabei erfährt er so einiges über die Familiengeschichte der Houstons, liest aber auch so einiges, was in den Bereich der Mythen und Legenden gehört … Alles sehr geheimisvoll, denn vor jedem Kapitel dürfen auch wir einen kleinen Auszug dieser Unterlagen lesen …

Und warum möchte diese fröhliche junge Frau unbedingt auf Houston Hall arbeiten? Wer ist sie und was führt sie im Schilde?

Auch Anthony kann nicht fassen, dass sie auf Houston Hall bleiben möchte:

Sie sind das blühende Leben und fesseln sich an einen Ort, der locker als Friedhof durchgehen könnte.

Houston Hall, Mary Cronos, Seite 53

Diesem Vorwurf begegnet Mary charmant mit den folgenden Worten:

Ein Friedhof ist doch der ideale Ort, damit sich Leben und Tod begegnen können. Und ich kenne kaum einen Ort, der so viel Frieden ausstrahlt, wie ein Friedhof.

Houston Hall, Mary Cronos, Seite 54

Ich kann ihr nur zustimmen, Friedhöfe sind besondere Orte, beinahe magisch. Doch ihrer Erwiderung an Laird Houston fügt sie noch die folgenden Worte hinzu, die einen kleinen Einblick in ihren Charakter und dem besonderen Umgang mit ihrem Chef zeigen:

Wenn Sie wieder sich oder Ihr Anwesen herabwürdigen wollten, dann tut es mir leid: Es ist Ihnen nicht gelungen, Laird Houston.

Houston Hall, Mary Cronos, Seite 54

Mary Cronos schreibt unglaublich anschaulich, gefühlvoll und spannend! So fesselnd die Geschichte ist, ich habe lange für die 490 Seiten der Printausgabe gebraucht. Es steht so viel auf einer Seite, nicht nur in Buchstaben, auch in der Tiefe. Die Geschichte liest sich flüssig, aber sie erlaubt dir nicht an etwas anderes zu denken, Worte oder gar Zeilen zu überspringen, wie es manchmal passiert. Jedes einzelne Wort will wahrgenommen werden!

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Lesung des ersten Kapitels von Mary Cronos in Schottland am Schauplatz der Geschichte auf ihrem YouTube Kanal

Im Fakriro Talk erzählte Mary übrigens auch ein bisschen über Houston Hall.

Verurteilung

Wer mich so in den Bann zieht und gefangen nimmt, verdient es einfach nicht anders: Mary Cronos zählt ab heute ganz offiziell zu den bösen Autorinnen!

Mary Cronos mit dem Weltendrachen Nafishurs (c)
Mary Cronos mit dem Weltendrachen Nafishurs (c)

Auch wenn der Lesejetlag alleine schon für diese Verurteilung reichen würde, habe ich noch so einiges mehr über Mary Cronos zu sagen:

Ich muss euch dringend vor dieser Frau warnen, nehmt euch in Acht, nicht nur vor ihren Büchern, sondern vor allem vor ihr selbst. Nein, die Gefahr geht nicht von den Drachen aus, die sie gerne auf ihrer Schulter trägt. Die Gefahr lauert in dem kreativen Kopf!

Da hatte ich eine ganz kleine Idee, wollte einfach ein paar Interviews mit drei oder vier Autoren und Autorinnen machen, die nicht auf der Leipziger Buchmesse ausstellen sollten. Andere Blogger könnten der Idee ja folgen und unter dem Hashtag #FakriroTalk würden wir dann virtuelle Standgespräche führen … So stellte ich die Idee in der Facebook-Gruppe vor.

Tja, Mary gefiel die Idee und ehe ich mir versah wurde daraus etwas gaaaaanz großes. Finde ich super, sagte sie,, wollen wir haben, sprich mal mit Sabrina. Ähm ja, bis ich dann wenige Stunden später mit Sabrina telefonierte, hatten die zwei schon einen fertigen Plan … (Auf Sabrina kommen wir noch einmal später zu sprechen, keine Sorge! Zu zweit sind sie richtig gefährlich!) Was dann daraus wurde könnt ihr auf der Seite von Fakriro und hier im Blog sehen … Natürlich bin ich den beiden dankbar für die vielen tollen Gespräche, die ich so führen durfte und die vielen Stunden, die mich von der merkwürdigen aktuellen Situation ablenkten.

Also seid euch dessen bewusst, aus einer kleinen Idee machen Mary und Sabrina sehr schnell etwas sehr Großes, das haben sie auch mit der Fakriro Online bewiesen.

Je länger wir in Kontakt stehen, desto mehr reizt sie meine Kreativität, sehr gefährlich und möglicherweise wird das auch noch teuer … für mich.

Das Cover zu Houston Hall stammt übrigens von Mary Cronos selbst und dann ist da noch diese wunderschöne Grafik, die sie für den Fakriro Talk extra für mich mit Kometen versehen hat …

Fakriro Talk Grafik von Mary Cronos
Fakriro Talk Grafik von Mary Cronos

Houston Hall
Mary Cronos
Selfpublisher, Hardcover, 2020
E-Book und Taschenbuch sind bei Droemer Knaur erschienen, 2017
ISBN: 978-3-96698-282-5

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Phantastischer Fakriro Talk 3

Fantasy, Science Fiction, Urban Fantasy, Dark Fantasy, Märchenadaptionen, Dystopien …

Es gibt soooo unglaublich viele Subgenre der Phantastik, wie könnte es da nur eine einzigen „Phantastischen Fakriro Talk“ geben??? Geht nicht, also kommt mit in die dritte Runde an die virtuellen Messestände phantastischer Autor*innen.

Heute sprechen wir mit:

Über Fakriro-Online könnt ihr übrigens direkt bei den Autor*innen signierte Exemplare bestellen!

Im Gespräch mit Katrina Lähn

Achtung hier versucht uns eine Autorin in ihren Bann zu ziehen und zu verzaubern – zu spät, kommt mit zu Katrina Lähn:

Katrina Lähn (c)
Katrina Lähn (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Katrina Lähn: Du wirst wahrscheinlich von der Magie an meinem Stand angelockt worden sein. 🙂 Zudem versuche ich stets, jeden Besucher mit einem scheuen aber ehrlichen Lächeln Willkommen zu heißen und hoffe sehr, dass sie sich bei mir wohl fühlen werden.

Meine Cover sind sehr märchenhaft, künstlerisch und mit jeder Menge Liebe gestaltet worden und meine Geschichten verbinden die Rubriken Märchen, Fantasy und Liebesgeschichte. Schau dich doch gerne einmal um. 🙂   

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Katrina Lähn: Hi Stephanie, mein Name ist Katrina Lähn. Ich bin Jugend-Fantasy Autorin und veröffentliche meine Bücher seit 2018 im Selbstverlag.

Hallo Katrina, erzähle mir bitte mehr zu deinem aktuellen Buch.

Katrina Lähn: In meinem Buch »Ruby – Gabe des Glücks« geht es um die junge Prinzessin Rubina von Arthuro, die an ihrem dreizehnten Geburtstag erfährt, dass sie mit dem übergewichtigen König Leon zwangsverheiratet werden soll. Da ihr diese Vorstellung allerdings überhaupt nicht gefällt, flieht sie auf die Erde und baut sich dort ein eigenständiges Leben auf.
Zu allem Überfluss erhält sie von einer guten Fee die seltene Gabe des Glücks, die sie in der Gesellschaft ihres Planeten Giarnarni zu etwas ganz Besonderem werden lässt.

Zwei Jahre lang gelingt es Ruby, sich auf der Erde versteckt zu halten. Doch dann wird sie von den Rittern ihres Vaters aufgespürt und zurückgebracht. Ist damit ihr Schicksal besiegelt?

Ruby ist ein Jugend-Fantasy Roman und beinhaltet neben einer starken Hauptprotagonistin, die für ihre Rechte kämpft, eine Liebesgeschichte, jede Menge Sarkasmus und die Liebe zu magischen Tieren.

Ruby Gabe des Glücks ~ Katrina Lähn (c)
Ruby Gabe des Glücks ~ Katrina Lähn (c)

Das klingt spannend und romantisch. Wie wirkt sich die Gabe des Glücks auf der Erde aus?

Katrina Lähn: Rubys ehrlicher Kuss sorgt dafür, dass bestimmte Personen urplötzlich ein sehr gutes und gesundes Leben führen können. Sie gewinnen beispielsweise im Lotto, finden die große Liebe oder erhalten eine unerwartete Erbschaft.
Leider sorgt Rubys Gabe aber auch dafür, dass sie für den König von Giarnarni noch interessanter wird.

Entdecke ich auf dem Cover einen Drachen? Spielen Drachen auch eine Rolle?

Katrina Lähn: Das hast du ganz richtig gesehen. Drachen sind ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, da meine Protagonistin sich mit ihnen verständigen kann. Ob sie Ruby jedoch Glück oder Unglück bringen werden, werde ich selbstverständlich an dieser Stelle nicht spoilern.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Katrina Lähn: Ruby Blayke von Kirsten Storm (Dystopie)

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Im Gespräch mit M. Rose-Everly

Beginnen wir die Runde an einem blauen Stand, wie könnte es bei diesem Blogdesign anders sein ist das meine Lieblingsfarbe. Dort treffen wir auf M. Rose-Everly:

Banner zu Nimhorn, welches über dem Stand hngt. M.Rose-Everly (c)
Banner zu Nimhorn, welches über dem Stand hngt. M.Rose-Everly (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

M. Rose-Everly: Mein Stand ist – passend zum Buchcover – in dunkelblau und schwarz gehalten, mit weißer Schrift und dem mystischen Emblem, das eine große Rolle in der Geschichte spielt. Neben dem Stand stehen außerdem zwei (künstliche) Bäume, in denen Lichterketten hängen, weil ich denke, dass das eine ganz tolle Stimmung erzeugt. Und hinter dem Stand stehe ich und lächle Dich an, weil es so ein schöner Tag ist und lächeln einfach glücklich macht! Zudem ist es ja auch völlig kostenlos. Weiterhin findest Du bei mir Taschenbücher und eBooks auf kleinen Tischchen, kostenlose Lesezeichen und auch ein paar Sheets mit Textauszügen sowie gerahmte Zitatbilder.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du?

M. Rose-Everly: Hallo Stephanie, schön, dass Du mich besuchst! Ich bin M. Rose-Everly und schreibe im Genre Fantasy/Dystopie/Romance. Im letzten Jahr habe ich als Selfpublisherin mein erstes Buch herausgebracht und im gleichen Atemzug einen eigenen kleinen Verlag gegründet, den Traumwerk Verlag.

Die Wächter von Nimrhon - Ruf nach Freiheit ~ M. Rose-Everly (c)
Die Wächter von Nimrhon – Ruf nach Freiheit ~ M. Rose-Everly (c)

Erzähle mir bitte etwas zu deinem Buch.

M. Rose-Everly: „Die Wächter von Nimrhon: Ruf nach Freiheit“ bildet den Auftakt zu einer ausführlich erzählten Romanreihe, in dessen Zentrum eine kämpferische junge Frau namens Phelía steht. Ich kann Dir verraten, dass sie nicht nur eine besondere Fähigkeit besitzt, sondern auch Teil einer geheimnisvollen Prophezeiung ist, von der sie zunächst keine Ahnung hat. Zudem gibt es unvorhersehbare Wendungen und eine großartige Liebesgeschichte.

Zum Setting kann ich sagen: Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. In einem Krieg mit den Antarern – einer menschenähnlichen Rasse – wurde ein Großteil der Menschheit vernichtet und in mittelalterliche Zustände zurückgeworfen. Unterdrückt durch die Willkür und Übermacht ihrer Feinde gibt es nicht mehr viele, die sich zu widersetzen wagen oder an eine bessere Zukunft glauben.

Und was mein Buch zu etwas Besonderem macht?

Zum einen findet sich in der Story ein toller Genre-Mix wieder, der gleich mehrere Leser*innen anspricht. Und zum anderen haben wir mit Phelía eine Heldin, die man einfach ins Herz schließen muss, weil sie so wunderbar menschlich ist und sich letztendlich nicht verbiegen lässt, trotz vieler Hürden, die es zu meistern gilt.

An Band 2 und 3 schreibe ich gerade mit Feuereifer.

Wolf, eine Illustartion zum 1. Kapitel von "Die Wächter von Nimrhon: Ruf nach Freiheit" ~ M. Rose-Everly (c)
Wolf, eine Illustartion zum 1. Kapitel von „Die Wächter von Nimrhon: Ruf nach Freiheit“ ~ M. Rose-Everly (c)

Vielen Dank, dann wünsche ich dir viel Freue beim weiter Schreiben.

M. Rose-Everly: Liebe Stephanie, ich danke Dir herzlichst für Deinen Besuch! Vielleicht habe ich Dich ja neugierig gemacht? Ich wünsche Dir jedenfalls noch einen tollen Tag!! (zwinkere und winke zum Abschied) 

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Im Gespräch mit Annison Moore

Am Stand des Selfpublisher-Verbandes treffen wir Annison Moore. Mögt ihr auch gerne Sanduhren? Sie hat eine auf ihrem Cover … Kommt mit:

Annison Moore (c)
Annison Moore (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Aufmerksamkeit geweckt haben?

Annison Moore: Einen Urban Fantasy und Phantastik Fan wie dich würde bestimmt das Cover meines Romans „Die Zauberer von Lythe“ neugierig machen – auch wenn er zwischen vielen anderen am Stand des Selfpublisher-Verbandes steht: Bedrohliche Krähen kreisen über den Köpfen von zwei Jugendlichen, die im Inneren einer riesigen Sanduhr auf einen Zeitstrudel zulaufen. Alles ist sehr ornamental und grafisch gehalten und ich habe mich riesig gefreut, dass ich den britischen Künstler Rohan Eason dafür gewinnen konnte, der u.a. auch für J.K. Rowling arbeitet.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet und du?

Annison Moore: Ich bin Annison Moore und schreibe Phantastik aka Urban Fantasy für Jugendliche, junge Erwachsene und All-Age.

Die Zauber von Lythe ~ Annison Moore (c)
Die Zauber von Lythe ~ Annison Moore (c)

Dein Cover mit der Sanduhr macht mich neugierig, erzähl mir bitte mehr. Ist es ein Zeitreiseabenteuer? Ich liebe Zeitreisen!

Annison Moore: Geheimnisse, Magie und verborgene Geschichten spielen eine große Rolle in „Die Zauberer von Lythe“. Der Roman erzählt aber auch von Bewährungsproben in einer schwierigen Freundschaft. In einem Setting zu Beginn des 20. Jhds. finden die Zwillinge Kathrine und Colin eine Zeitreiseuhr, die eine skrupellose Magiergruppierung unbedingt an sich bringen will. Nun erst gesteht ihr Vater ihnen, dass sie aus einer alten Zaubererfamilie stammen. Enttäuscht von seiner mangelnden Zuwendung hoffen die beiden, sich mit Hilfe des jungen Zauberers Geoffrey gegen ihre Feinde wappnen zu können – treffen jedoch auf die offene Feindschaft ihres Lehrers. Erst müssen die Geschwister manches Rätsel um die Vergangenheit lösen, bevor sie mit Hilfe der Uhr die Schicksalsfäden um Familie und Freunde neu knüpfen können.

Wunderbar, du steigst also bereits vor 100 Jahren ein und entführst uns in weitere Zeiten. Ich nehme an du bleibst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wenn es um Familie und Freunde geht?

Annison Moore: „Die Zauberer von Lythe“ spielen hauptsächlich Anfang des 20. Jhds., wobei dies zwar das Setting beeinflusst (ein englisches Schloss mit Personal wie Hausmädchen und Sekretär, daneben das einfache Leben der Menschen auf dem Land), für die Geschichte an sich aber von eher untergeordneter Bedeutung bleibt. Bei der einen Zeitreise, die stattfindet, geht es übrigens auch eher in die nahe Vergangenheit. Die Figuren sind dem Thema Zeitreisen gegenüber eigentlich sehr kritisch eingestellt, denn zu groß wäre ja die Gefahr, etwas an der Gegenwart zu verändern … Als sich herausstellt, dass sich vor einigen Jahren ein Verbrechen ereignet hat, das das Leben ihrer Freunde immer noch überschattet, lassen sich zwei Figuren dann aber doch verlocken, die Reise in die Vergangenheit anzutreten …

In welche Zeit würdest du selbst gerne reisen, falls du diese Uhr zur Verfügung hättest?

Annison Moore: Ohh, das ist gar nicht so leicht zu beantworten angesichts der Fülle an spannendsten Möglichkeiten! Mich würden auf jeden Fall die 60er Jahre in den USA und in Großbritannien sehr interessieren und einige Singer / Songwriter der Zeit zu treffen. Dann wäre es auch megaspannend, ins alte Griechenland zu reisen mit diesen wahnsinnig weitsichtigen und wegweisenden Philosophen wie Platon und Demokrit … hätte ich aber nur die Möglichkeit zu einer einzigen Zeitreise, würde ich mich wahrscheinlich wie die Figuren im Buch entscheiden, Menschen aus meiner Familie nochmal zu treffen, die nicht mehr da sind. Da siegt die Verbundenheit über die Neugier.

Die Zauber von Lythe ~ Annison Moore (c)
Die Zauber von Lythe ~ Annison Moore (c)

Danke dir, welches Buch von Autorenkolleg*innen würdest du mir gerne empfehlen?

Annison Moore: Ich bin hellauf begeistert von „Sophie auf den Dächern“ von Katherine Rundell. Die Geschichte startet ungewöhnlich und bleibt es bis zum Ende …

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Im Gespräch mit David Pawn

Dieser Boris am Qindie Stand hat magische Kräfte, es zieht uns immer wieder dorthin zurück. Vielleicht ist es aber auch einfach ein starkes Netzwerk. Diesmal sprechen wir mit David Pawn.

Cosplay am Qindie-Stand, in der Mitte ist Boris und rechts David Pawn zu sehen
Cosplay am Qindie-Stand, in der Mitte ist Boris und rechts David Pawn zu sehen (c)

Was könnte mich angelockt haben, mit dir ins Gespräch zu kommen?

David Pawn: Wenn dich nicht, wie so viele andere, Boris, unser russischer Soldat aus Pappmaché, an den Stand gelockt hat, so vielleicht eine freundliche Ansprache meinerseits oder einfach die Neugier auf eines der vielen Bücher bei uns, die man nicht in jedem Buchladen im Schaufenster sieht.

Hallo ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

David Pawn: Ich bin David Pawn, Autor und Messeorganisator bei Qindie – das Autorenkorrektiv. Ich schreibe hauptsächlich Urban Fantasy, habe aber auch Western und Horrorgeschichten im Portfolio. Die meisten Sachen habe ich als Selfpublisher herausgebracht, inzwischen aber auch drei Verlagstitel.

Zaubertränke Amortentia ~ David Pawn (c)
Zaubertränke Amortentia ~ David Pawn (c)

Mit Katharina habe ich bereits über Qindie gesprochen, erzähl du mir doch bitte etwas über dein neues Buch.

David Pawn: Aktuell kann ich drei Bücher neu vorstellen. Das erste ist die Hardcoverausgabe eines meiner ersten Romane. Ich wollte einfach mal ein richtig schönes Buch herausbringen, so mit Schutzumschlag und Lesebändchen. Es  handelt sich um „Amortentia“, den ersten Band meiner „Zaubertränke“-Reihe, der als Taschenbuch und E-Book schon einige Jahre im Handel ist. Diese besondere Ausgabe wird es nur auf Messen oder bei mir persönlich geben. 

Das zweite Buch ist der neunte Band der gleichen Reihe „Revitalis cerebrum“. Wie man sieht, lassen mich die Helden der Reihe nicht los.

Und das dritte Buch trägt den Titel „Andere Zeiten“. Es ist ein besonderes Buch, weil es das überhaupt erste Buch eines gerade erst gegründeten Verlages ist, der „Geschichtenzisterne“ heißt. Es handelt sich um ein Buch mit 10 Erzählungen, die unabhängige Handlungen haben, aber zeitlich fortlaufend sind – so wie bei einer Fernseh-Serie. Und es sind fantastische Krimis.

Andere Zeiten Aetherwelt-Kriminalgeschichten ~ David Pawn (c)
Andere Zeiten Aetherwelt-Kriminalgeschichten ~ David Pawn (c)

Neun Bände sind schon ordentlich. Ich schätze lange Reihen sehr. Erzähl mir mehr über die Zaubertränke Reihe.

David Pawn: Die „Zaubertränke“ habe ich 2014 begonnen. Eine Autorin, Asta Roth, wollte da erst so eine Sexgeschichte schreiben, hat dann aber festgestellt, dass soetwas ganz gegen Frau Rowlings Geschmack ist. Weil sie mich vorher schon zu allem möglichen gelöchert hatte, insbesondere habe ich den Namen Sophus für sie gefunden, hat sie mir dann das erste Kapitel zugeschickt und geschrieben: Mach dir einen schönen Tag damit. Ich habe mir ein paar schöne Wochen damit gemacht und Amortentia geschrieben. Kaum war ich fertig, überfiel mich die Idee für den nächsten Band. Und so ging es eine ganze Weile immer weiter.
Natürlich wird es mit jedem Band schwerer, sich etwas Neues einfallen zu lassen.

Revitalis Cerebrum ~ David Pawn (c)
Revitalis Cerebrum ~ David Pawn (c)

Du hast sehr schöne Cover, stammen die von dir oder verrätst du uns mit welchen Cover-Designern du zusammen arbeitest?

David Pawn: Die meisten Cover sind von Casandra Krammer. Die letzten beiden, „Andere Zeiten“ und „Amortentia“ als Hardcover, sind von Jaqueline Spieweg.

Welches Buch magst du mir von Autorenkolleg*innen empfehlen?

David Pawn: Uneingeschränkt empfehle ich die Reihe „Boris & Olga“ von Selma J. Spieweg.

So viel zu der Magie von Boris 😉

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Hier geht es zu Fakriro-Online in der Quarantäneedition (frisch verlängert bis zum 19. April 2020)
Schaut euch um und habt eine gute und gesunde Zeit!

Schaut euch auch meine anderen Beiträge in der Reihe FakriroTalk an

Phantastischer Fakriro Talk 2

So viele tolle Menschen beteiligen sich bei Fakriro Online. Schaut mal welche phantastischen Autor*innen ich diesmal getroffen habe:

Über Fakriro-Online könnt ihr übrigens direkt bei den Autor*innen signierte Exemplare bestellen!

Im Gespräch mit Ingrid Höhl

Ingrid gewährte uns bereits einen Blick auf ihren Schreibtisch. Jetzt treffen wir sie an ihrem virtuellen Messestand und sprechen mit ihr über ihre Bücher.

(c) Ingrid Höhl
(c) Ingrid Höhl

Hallo Ingrid, wie schön dich hier zu treffen.

Ingrid Höhl: Hallo Stephanie, schön, dass du an meinen Stand gefunden hast. Interessierst du dich vielleicht für Urban Fantasy? Ich hätte da eine Trilogie über Engel und Dämonen, die ich als Selfpublisher veröffentliche.

Erzähl mir gerne mehr über die Reihe.

Ingrid Höhl: Hier am Stand kann ich dir die ersten beiden Teile meiner Trilogie „Sanctuarium“ zeigen.

Es geht in der Geschichte um die 16-jährige Cassie, die ihre Albträume mit Onlinespielen in Schach hält, bis die Dämonen aus ihren Träumen in der Wirklichkeit Gestalt annehmen und sie sich ihnen stellen muss. Zum Glück ist Cassie nicht allein. Sie findet neue Freunde und auch die Liebe.

Das Buch ist für mich besonders, weil ich für und mit meinen Engeln und Dämonen neue Identitäten, Werte und Hintergründe erschaffen habe, die nicht dem üblichen Schema entsprechen. Ich hoffe, die Leser können viel Neues und Überraschendes entdecken.

Was sind für dich Engel und Dämonen in deinem Buch und im Alltag?

Ingrid Höhl: Wichtig für mein Buch war es mir, die Engel einmal aus einer anderen Perspektive zu zeigen. Die „Engel“ in meinem Buch sind zwar besondere Wesen mit besonderen Fähigkeiten, aber sie leben auf der Erde, nicht im Himmel. Sie haben auf der Erde eine Kultur etabliert, aber sie haben ihre Anbindung an Gott verloren und fühlen sich wie Gestrandete hier. Die „Dämonen“ sind äußerlich durchaus vergleichbar mit dem, was man sich unter Dämonen so vorstellt, sie leben in einer eigenen Dimension, gehen Bindungen mit Menschen ein oder ernähren sich nur von deren Energie wie Parasiten. Was genau sie sind, wird im dritten Band der Trilogie enthüllt. Im Alltag stelle ich mir Engel und Dämonen schon mal so vor wie zwei kleine Kerlchen, die auf der Schulter sitzen und dir Dinge einflüstern. Der eine möchte, dass du dich weiterentwickelst, der andere, dass du stehen bleibst. Das wäre für mich im Alltag der Unterschied zwischen Engel und Dämon.

Sanctuarium ~ Ingrid Höhl (c)
Sanctuarium ~ Ingrid Höhl (c)

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Ingrid Höhl: Annina Safrans Saga von Eldrid möchte ich dir ans Herz legen. Die Geschichte wird von Annina mit sehr viel Liebe zum Detail jedes Jahr um einen weiteren Band ergänzt und die Cover sind einfach wunderschön.

Herzlichen Dank, mit Annina habe ich bereits gesprochen und mich von ihren wunderschönen Covern verzaubern lassen.

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Im Gespräch mit Aria Sees

Ich reise gerne in fremde Welten und beschäftige mich dort auch mit Themen, die bei uns eine aktuelle und zentrale Rolle spielen. Meine Hoffnung ist, dass wir in phantastischen Geschichten Inspiration für unsere eigene Gesellschaft finden, entweder, wie wir es nicht machen wollen oder wie wir manche Probleme lösen können. Aria schreibt High Fantasy …

Stand von Aria Sees (c)
Stand von Aria Sees (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Aria Sees: Zum einen meine Ausstrahlung, denn ich lächle viel und man sagt mir eine freundliche, nahbare Ausstrahlung nach. Es kann sein, dass ich etwas aufgeregt bin, denn es ist meine erste Buchmesse als Aussteller. Aber das macht mich sicher sympathisch. Dann natürlich, oder auch zuerst, mein auffällig schönes Cover, das durch seine natürlichen Elemente und der hervorgehobenen Schrift, wie auch der weinenden Frau, die den Titel in den Händen hält, überzeugt. Die ausgestellte Buch-Box mit all ihren Überraschungen, die zu erwerbenden Tassen, die restlichen Goodies aus Lesezeichen, Postkarten, Autogrammkarten und Kugelschreibern.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Aria Sees: Hallo Stephanie, ich bin Aria Sees, schreibe als Selfpublisher Fantasy Romane und bin zum ersten Mal als Aussteller auf einer Messe. Darf ich Dir meinen High-Fantasy-Roman „Unter den Augen Amgas – In der Seele eine Wenetra“ vorstellen?

Aria Sees (c)
Aria Sees (c)

Sehr gerne, erzähle mir mehr zu deinem Buch.

Aria Sees: Zunächst ist es mir wichtig, dass sich hinter einer Geschichte eine Botschaft verbirgt, die im besten Fall zum Nachdenken anregt. In meiner Roman-Reihe geht es vor allem um das Miteinander, wie man in Extremsituationen miteinander umgeht. Ist es möglich umzudenken und seine bisherigen Ansichten zu verwerfen? Insbesondere das Thema Toleranz und Intoleranz wird in diesem Roman aufgegriffen, Rassengleichheit und Fremdenhass. Die Frage, was wäre wenn, steht klar im Raum.

Diese Frage ist in meinem detailreichen und spannenden High-Fantasy-Roman verborgen. In der Geschichte geht es vor allem um den Planeten selbst und meine Protagonistin Eigin, die nicht existieren dürfte. Denn Eigin ist teilweise eine Wenetra und teilweise eine Nafga. Zwei Völkern auf Amga, die miteinander verfeindet sind. Dazu kommt, dass das Volk Nafga recht rassistisch ist und keine Vermischung des Blutes oder der Gene duldet. Allerdings wächst Eigin genau unter diesem Volk auf, was, wie Du Dir denken kannst, ihr Leben nicht besonders einfach macht. Ständig muss sie auf der Hut sein ihre andere Wesensnatur nicht zu verraten. Doch eines Mondes, wie sollte es anders sein, offenbart sich das Geheimnis ihrer zweiten Herkunft. Eigin weiß, dass sie fortgehen muss. Fest im Bestreben unter dem Volk Nafga anerkannt zu werden. Für sie beginnt eine Reise zu den anderen fünf Völkern Amgas, die ihr aufzeigen, dass es weit mehr gibt als Intoleranz und Fremdenhass. Dadurch befindet sich Eigin in einen inneren Konflikt, denn ihr soll die Anerkennung und Akzeptanz des Volkes Nafga nur zuteilwerden, wenn sie das Volk Wenetra ausliefert. Wird Eigin den Bedingungen nachkommen? Für welchen Weg wird sich Eigin letztendlich entscheiden?

Unter den Augen Amgas - In der Seele eine Wenetra ~ Aria Sees (c)
Unter den Augen Amgas – In der Seele eine Wenetra ~ Aria Sees (c)

Das sind spannende Fragen zu einem leider sehr aktuellen Thema des Fremdenhass. Ich glaube es ist manchmal einfacher Problematiken in Fantasyromanen zu lesen und zu begreifen. Wie siehst du das?

Aria Sees: Hm… Ja, vielleicht.

Ich denke, es ist einfacher, etwas von uns zu weisen, das uns nicht direkt betrifft, auch wenn es offensichtlich falsch ist oder moralisch verwerflich. In einem Buch das uns bewegt, in dem wir uns als Protagonist oder einem anderen Darsteller einfühlen und mit ihm den Weg gehen, seine Herausforderungen annehmen, fiebern wir mit ihm mit. Wir hoffen, dass er überlebt. Wir leiden, wenn er seelische oder körperliche Schmerzen hat und verteidigen ihn, wie eine Mutter ihr Kind. Oft sticht das Negative deutlich hervor und wir erkennen schnell die Problematik und die Botschaft hinter der Geschichte. Warum ist das so?  – Weil wir uns auf die Geschichte einlassen, egal ob es eine fiktive, historische oder gegenwärtige Geschichte ist. Wir sind mit der Geschichte verbunden und haben nur den Radius der geschriebenen Seiten, auf deren Inhalt unser Fokus liegt. Wir werden nicht überflutet mit der ganzen Welt und all ihren Problemen. Nein, wir lassen uns freiwillig auf das Thema des Buches und die Botschaft ein.

Ja, ich denke, es ist einfacher Problematiken in Romanen zu lesen, anzunehmen und zu begreifen. 😉

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Aria Sees: Meine Empfehlung geht an „Brienne Brahm“ und ihre Fantasy-Roman-Serie „Pfad des Schicksals“. Auch in dieser Welt begeben wir uns auf eine uns unbekannte Reise, mit vielen Höhen und Tiefen. Ich selbst mag Geschichten, bei denen ich mitwandern kann, die nicht gleich alles verraten und mich mit fantasiereichen Ideen in eine andere Wirklichkeit katapultieren.

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Im Gespräch mit Felizitas Montforts

Ich liebe Fantasy und ich mag es, wenn Autor*innen die Magie und phantastische Figuren in unsere Welt holen, wenn dies an realen Orten passiert hat es einen besonderes Reiz. Daher spielt meine eigene Urban Fantasy Geschichte in Bonn (Blogroman Sonntagsgeschichte). Kommt mir uns lasst euch erzählen von Felizitas Geschichte spielt:

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Felizitas Montforts: Hi Stephanie, ich bin Felizitas Montforts und bin Autorin beim Wölfchen Verlag und Tagträumer Verlag. Ich schreibe Fantasygeschichten für jung und alt und freue mich wahnsinnig, dir meine Bücher zeigen zu dürfen.

Stand des Wölfchen Verlages (c)  Felizitas Montforts
Stand des Wölfchen Verlages (c) Felizitas Montforts

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Felizitas Montforts: Angelockt wurdest du wahrscheinlich vom riesigen Wolf, der über unserem Stand thront, der passenderweise vom Wölfchen Verlag ist. Kurzerhand hast du von mir dann ein paar Lesezeichen zu meiner Hexenreihe angeboten bekommen. Meisten treibe ich mich auf der Messe mit einer süßen Eulentasche herum, an der mich auch schon mancher Blogger und Leser erkannt hat. Nachdem wir ins Gespräch gekommen sind und ich erfahren habe, dass du gerne Urban Fantasy Bücher liest, geleite ich dich voller Begeisterung ein paar Stände weiter zum Tagträumer Verlag, bei dem gerade rechtzeitig zur Messe mein neuer Urban Fantasy Roman „Jouline Johnson – Ein verfluchtes Erbe“ erschienen ist.

Felizitas Montforts  (c)
Felizitas Montforts (c)

Erzähle mir bitte mehr über Jouline Johnson und ihr verfluchtes Erbe.

Felizitas Montforts: Dieser Roman ist etwas ganz Besonderes für mich, weil es die erste Geschichte für junge Erwachsene aus meiner Feder ist. Zudem spielt diese Geschichte auch noch in meiner Heimatstadt Viersen in NRW, in der sich nicht nur Vampire herumtreiben 😉

Im Roman geht es um die junge Masseurin Jouline Johnson, die, nach dem tragischen Tod ihrer Mutter, plötzlich von seltsamen Ereignissen heimgesucht wird, die sie an ihrem Verstand zweifeln lassen. Als dann ein bedrohlicher, aber äußerst gutaussehender Unbekannte auftaucht, eröffnet sich Jouline ein Familiengeheimnis, dass sie vor die Entscheidung stellt, für wen sie bereit wäre, ihr Leben zu opfern.

Jouline Johnson Ein verfluchtes Erbe ~ Felizitas Montforts (c)
Jouline Johnson Ein verfluchtes Erbe ~ Felizitas Montforts (c)

Das klingt spannend und ich finde es cool, dass du die Geschichte in Viersen spielen lässt. Was wären Schauplätze, die ich in Viersen unbedingt real besuchen sollte, ist ja nicht weit von mir?

Felizitas Montforts: In Viersen und Dülken solltest du dann unbedingt den Parkplatz bei der Moselstraße besuchen. Vielleicht hörst du da ja auch ein Klopfen im Dunkeln. Von dort aus kannst du wunderbar dem Weg folgen, den Nicole auf ihrer Flucht genommen hat. Ich hoffe nur, dass das Ende für dich anders aussieht. Ganz wichtige Schauplätze sind natürlich auch die Süchtelner Höhen mit der Irmgadiskapelle und der Friedhof in der Nähe davon. Da kann man am Tag wunderbar spazieren gehen; nachts auf eigene Gefahr.

In Viersen kannst du auf Joulines Spuren wandeln, wenn du die große Stadtbibliothek besuchst und danach im Café Mokka einen köstlichen Espresso trinkst. Es gibt natürlich noch mehr Schauplätze zu entdecken, aber ich will ja nicht direkt alles verraten.

Ich winke dir mit dem Lesezeichen in meiner Hand. Erzählst du mir auch was über deine Hexen, das Cover sieht so herrlich frech aus.

Felizitas Montforts: Klar, erzähle ich dir auch gerne etwas über Lulea Lass mich nur eben einen Schluck trinken. Das vergesse ich auf Messen nämlich immer. Gluck, gluck, gluck. Ahh! So jetzt ist es besser

Frech, beschreibt Lulea bereits richtig gut. In Band 1 wird die Hexe 13 Jahre. Ein schwieriges Alter, besonders bei Luleas aufbrausendem Temperament. Somit verursacht sie einige Schwierigkeiten, in die sie gerät, selbst. Erwachsen werden muss sie dann plötzlich, als ihre Familie im zweiten Teil verschwindet. Das ist der Beginn einer großen und gefährlichen Reise, durch die Lulea aber wächst und lernt, nicht nur für sich, sondern auch für andere, Verantwortung zu übernehmen. An ihrer Seite hat sie dabei u.a. die nicht minder freche Fee Flitze, und auch den Taschendrachen Flim Flam. Warte, ich zeig dir mal eben ein paar Illustrationen aus den Büchern. Das ist Flitze, wie sie gerade in der „Schule der schwindenden Magie“ auf einem fliegenden Buch reitet, und das hier ist der kleine Flim Flam.
Mittlerweile gibt es die Lulea Trilogie und noch ein zusätzliches Lulea Weihnachtsabenteuer. Ich verrate dir aber ein Geheimnis. Seit wenigen Tagen arbeite ich an einem neuen Lulea Abenteuer.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Felizitas Montforts: Die Ring Chroniken von Erin Lenaris aus dem Tagträumer Verlag.

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Im Gespräch mit Gabi Röhr

Wo wir gerade über Urban Fantasy in realen Städten gesprochen habe, da habe ich gleich mit noch einer Autorin gesprochen:

Gabi Röhr (c)
Gabi Röhr (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Gabi Röhr: FDA, das steht für den Freien Deutschen Autorenverband, der Autoren durch eine starke erfahrene Gemeinschaft unterstützt und fördert, und das schon seit Jahrzehnten.

Hier findet ein regelmäßiger Austausch auf Augenhöhe und mit viel Respekt statt. Es werden u.a. Lesungen organisiert und Anthologien veröffentlicht.

Ich selbst habe den Kontakt zum FDA Berlin vor drei Jahren über den Stand bei der Leipziger Buchmesse gefunden und auf diesem Weg richtig gute Freunde in Sachen Schreiben und Literatur gefunden.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Gabi Röhr: Ich bin Gabi Röhr, hauptberuflich in der Telekommunikationsbranche als Kundenbetreuerin tätig, schreibe Kurzgeschichten aus dem Leben gegriffen (muss ganz bescheiden stolz erwähnen, dass ich schon zwei Preise damit gewonnen habe, also können sie so schlecht nicht sein), Kindergeschichten, Liebesromane und habe 2018 ein Urban-Fantasy-Märchen bei BOD veröffentlicht, nachdem sich kein Verlag fand, dem das Thema in sein Konzept passte.

Gelegentlich kann man mich auf diversen Berliner Lesebühnen antreffen.

Der Kronprinz von Berlin ~ Gabi Röhr (c)
Der Kronprinz von Berlin ~ Gabi Röhr (c)

Erzähle mir bitte etwas zu deinem Fantasy-Märchen.

Gabi Röhr: Mein Debüt-Roman heißt ‚Der Kronprinz von Berlin‘, ist ein modernes Märchen und bietet Antworten auf Fragen, warum zum Beispiel der Flughafen BER nicht eröffnet werden kann. Er ist als Taschenbuch, eBook und von mir selbst eingelesenem Hörbuch über alle gängigen Vertriebskanäle zu erhalten.

Auf diese Fragen wollen sicher einige gerne ein Antwort haben. Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Gabi Röhr: Echt nur eins? Puh! Dann Rose-Mary Hein, ‚Blutkreide‘

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Entdeckungsreise im Fakriro Talk

Auf einer Buchmesse lohnt es sich auch mal an Stände zu gehen, die nicht auf den ersten Blick zu deinem Lieblingsgenre zählen. Wer mich kennt, weiß, ich lese am liebsten Phantastik, gerne auch Kinderbücher und hin und wieder einen Klassiker. Es gibt so viele tolle Bücher auf dem Markt, dass ich gerne mal etwas anderes ausprobiere. Schauen wir mal, was die Fakriro Online hier im Angebot hat. Es ist sehr eine abwechslungsreiche Mischung geworden, finde ich.

Wir sprechen mit:

Gespräch mit S. Sagenroth

Bei S. Sagenroth lassen wir uns ein wenig in die Irre leiten durch den Tunnelblick, gerne Phantastik zu lesen. Entdecken wir mal, was sie für Bücher schreibt:

(c) S. Sagenroth

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

S. Sagenroth: Du siehst das Cover: im Hintergrund die Ornamente einer alten Gondel, ein Balkon, eine Laterne. Mittig ein moderner Junge, den Blick nach oben gewandt, daneben ein Mädchen mit verwuschelten roten Haaren. Unten aus rotem feurigen Licht laufend ein kleiner Junge in einer Uniform aus den Dreißigerjahren. Der Titel, in verspielter und auch etwas älter anmutenden Schrift: S. Sagenroth. A. S. Tory und die verlorene Geschichte.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

S. Sagenroth: Hallo Stephanie, schön, dass du hier bist. Ich bin S. Sagenroth, Selfpublisherin bei tredition und schreibe heiter-ernste Abenteuer-Roadtrips für Jugendliche und Erwachsene. Du siehst schon bei der Formulierung: Meine Bücher sind ein Genre- Mix. Crossover, Allager würde es auch treffen.

A.S. Tory und die verlorene Geschichte (c) S. Sagenroth
A.S. Tory und die verlorene Geschichte (c) S. Sagenroth

Erzähle mir bitte mehr über „A. S. Tory und die verlorene Geschichte“.

S. Sagenroth: In meinem Buch erhalten Sid und Chiara, das sind die beiden auf dem Cover, eine E-Mail mit dem Auftrag, die Biographie eines mysteriösen Engländers zu erforschen. Am Anfang haben sie nur eine Adresse in Venedig, ein Foto aus den Dreißigerjahren und eine Gratulationsanzeige. Dennoch machen sie sich neugierig auf die Reise, landen dabei unter anderem im alten Ghetto von Venedig, im Wiener Untergrund und in Berlin-Kreuzberg.  Es wird von allerbester Freundschaft, erster Jugendliebe, aber auch Hass und Tragik erzählt. Für die beiden wird es eine Reise durch die Zeit, in das letzte Jahrhundert und zurück in die aktuelle Gegenwart. Ob sie die Vergangenheit um den alten  Mr. Tory enträtseln und was sie herausfinden … das erfährt man, wenn man das Buch liest.:-)

Das Besondere meines Buches ist, dass es Jung und Alt verbindet, auch die Gegenwart mit der Vergangenheit, heiter und ernst zugleich ist, kurzweilig und dennoch – so hoffe ich –  nachklingend. Zudem ist es eine Buchreihe. Band Eins erlebt gerade eine komplett überarbeitete Neuauflage, mit einem übrigens ebenfalls wunderschönen Cover und erscheint ganz bald brandneu. An Band Drei schreibe ich zur Zeit.  Wem das Buch gefallen hat, der kann sich also über zwei weitere spannende Abenteuerreisen der beiden Hauptprotagonisten freuen.

Ist es eine tatsächliche Zeitreise oder meinst du mit „Reise durch die Zeit“, dass sie sich mit längst vergangenen Zeiten beschäftigen?

S. Sagenroth: Es ist eine reale Reise durch die Zeit. Kein Science Fiction oder so.

Danke dir, welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du empfehlen?

S. Sagenroth: Ich tue mich darin schwer, nur ein einziges zu nennen. Es hätten viele verdient. Aber es lohnt sich zum Beispiel bei tredition mal reinzuschauen und auch auf diversen Selfpublisherseiten zu stöbern. Da habe ich selbst schon ein paar Perlen gefunden.

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Gespräch mit Christian aka C.A.Raaven & Christine Corbeau

Auch wenn Christian unter anderem Urban Fanatsy schreibt, ist er in dieser Runde der Genre-Entdeckungen gelandet, denn Christian ist auch Christine und schreibt auch andere Sachen, lest selbst. Ein Mann, zwei Pseudonyme, vielfältige Genre.

Christian aka C.A.Raaven  & Christine Corbeau
Christian aka C.A.Raaven & Christine Corbeau (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Christian: Vermutlich wirst du stutzig geworden sein, dass dort nur ich stehe, obwohl die Deko auf zwei sehr verschiedene Autoren hinweist. »C.A.Raaven« hauptsächlich in Schwarz gehalten und »Christine Corbeau«, in bunt.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Christian: Hi, ich bin Christian und wie dir vielleicht schon aufgefallen ist, mit zwei ziemlich verschiedenen Pseudonymen unterwegs. Für meine dunkle Seite C.A.Raaven habe ich seit 2012 zwei Urban Fantasy Romane, einen Social-Media-Krimi und eine fiese Anthologie veröffentlicht. Mit meiner bunten Seite Christine Corbeau habe ich im letzten Jahr meine erste romantische Komödie herausgebracht. Momentan bevorzuge ich Selfpublishing aber ich bin auch offen für die Zusammenarbeit mit Verlagen.

Wie jongliert man mit zwei so unterschiedlichen Identitäten?

Christian: Diese zwei völlig verschiedenen Persönlichkeiten, die meinen Wirtskörper bewohnen, sind erstaunlicherweise ziemlich gut zu handeln. Tatsächlich empfinde ich es durchaus als spannend und entspannend, mir bei meinen Ideen – egal, ob es sich nun um Geschichten oder z.B. Marketinggedöns handelt – die passende Persönlichkeit aussuchen zu können. Vorher habe ich vieles einfach so bei FB & Co. gepostet und mich hinterher gefragt, ob dies meiner Person als Marke nun zuträglich ist oder nicht. Nun kann ich wirklich kanalisieren und werde trotzdem alle meine Ideen los. Zwei separate Marken erfordern allerdings auch separate Heimathäfen, ob nun bei FB oder im sonstigen Netz. Aus diesem Grund habe ich mich z.B. dazu entschlossen, zwar zwei FB-Seiten und zwei Websites zu haben, aber nur einen Insta-Account und inzwischen gar keinen Twitter-Account.

Black Tales of Rock (c) C.A.Raaven
Black Tales of Rock (c) C.A.Raaven

Erzähl mir bitte etwas zu deinem aktuellen Buch.

Christian: Also das wären in meinem Fall gleich zwei Bücher, die fast zeitgleich in 2019 erschienen sind. „Black Tales of Rock“ ist eine Sammlung von 13 düsteren Kurzgeschichten, die alle den einen oder anderen Bezug zu Rockmusik haben und daher auch alle nach einem Musiktitel benannt sind. Wenn du gerade dabei bist, Thriller und Horror für dich zu entdecken, dann kann ich mir gut vorstellen, dass du es mögen wirst. 

Die romantische Komödie „Wer will schon eine Null“ setzt auf die zwei Dinge, die mir selbst beim Lesen am wichtigsten sind: Lachen und Lebensgefühl. Ich verwende viel Herzblut darauf, die Protagonistin in möglichst viele skurrile Situationen zu bringen und dabei die Umgebung so authentisch wie möglich zu gestalten. Wer sich mit guter Laune in den Urlaub entführen lassen möchte, wird sich damit gut amüsieren.

Wer will schon eine Null (c) Christine Corbeau
Wer will schon eine Null (c) Christine Corbeau

Magst du mir auch etwas über deinen Social-Media Krimi erzählen?

Christian: Als ich vor einer Weile in einem IT-Projekt mitgearbeitet habe, hatte ich nicht nur die Gelegenheit, in das Thema Software-Entwicklung reinzuriechen, sondern auch noch viel Zeit beim ständigen Pendeln von Berlin nach Hannover. In dieser Zeit gab es eine Diskussion darüber, wie viele Daten wir Menschen so den ganzen Tag über oft freiwillig oder ohne es so richtig zu merken, diversen Apps gegenüber bekanntgeben. Daraus entstand für mich die Frage, was passieren würde, wenn solche Daten letztendlich einer Person mit sehr schräger Weltsicht in die Hände fielen. Hieraus wiederum entstand für mich die Frage, was einem Menschen eigentlich widerfahren könnte/müsste, um zu einer solchen Weltsicht zu gelangen. Als ich vor einiger Zeit einmal zu der Geschichte befragt wurde, habe ich einen kleinen Artikel dazu verfasst.

E-Death App ins Verderben (c) C.A. Raaven
E-Death App ins Verderben (c) C.A. Raaven

Grundsätzlich ging ich davon aus, dass nur sehr wenige Menschen von Geburt an mit einem psychischen Defekt dieses Ausmaßes ausgestattet wären. Aber da waren ja auch noch die, die erst im Verlauf ihres Lebens zu Psychopathen gemacht wurden. Plötzlich schwebte mir eine Familie im Kopf herum, bei der die üblichen Maßstäbe nicht anzusetzen wären. Ein hochintelligentes Kind, das aber nichts von seiner Begabung ahnt. Umgeben ist es von einem kontrollfixierten Vater, der keine Liebe zu kennen scheint, und einer Mutter, die nicht in der Lage ist, einem Kind die Fürsorge angedeihen zu lassen, die es braucht. Das Leben dieses Kindes wäre geprägt von Arbeit und Angst. Angst davor, etwas nicht zur Zufriedenheit des übermächtigen Vaters zu erledigen. Aber auch Angst vor einer in einem düsteren – eher dem Bau eines Tieres gleichenden – Zimmer vor sich hinvegetierenden Mutter. Dieses Kind müsste noch jung genug sein, um nachhaltig von den Glaubenssätzen des Vaters beeindruckt werden zu können, aber auch alt genug, um die Rolle eines Dienstboten für den Vater und einer Pflegeperson für die Mutter wahrnehmen zu können.

(Auszug aus dem Artikel zur Entstehung von „E-Death: App ins Verderben“

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du empfehlen

Christian: Eines der letzten Bücher, die ich gelesen habe, hat mich wirklich umgehauen und ich empfehle es daher gern. Es ist »Liebe reicht doch erst mal« von Mia Leoni.  Ich finde, sie hat es ganz klasse geschafft, mit locker leichter Erzählweise eine wunderschöne Liebesgeschichte zu erzählen, die auch vor ernsten Themen nicht zurückschreckt.

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Christine Corbeau

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Im Gespräch mit Andy Hagel

Wenn ich ehrlich bin, habe ich vier Fragen vorbereitet und diese sind über den Fakriro-Verteiler gelaufen. Anschließend habe ich einzelnen Autor*innen noch Rückfragen gestellt. Alle haben sich auf die einleitende Szene eingelassen und sich vorgestellt ich stünde an ihrem Stand. Bei Andy Hagel ist mir dann folgendes passiert, er hat beide Rollen übernommen und das Interview kreativ ausgearbeitet, daher sei angemerkt, dass teilweise „mein Diaglogpart“ auch auf seine Feder zurück geht. Autoren sind eben kreative Menschen ;-). Lest selbst, was passiert, wenn wir an den Stand von Andy Hagel treten:

Andy Hagel (c)
Andy Hagel (c)

Mehrere Bücher blicken mich an eine CD fällt mir vor die Füße und Gedichte schweben durch die Luft. (Andy Hagel)

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du – Fragezeichen

Andy Hagel: Hey, mein Name lautet Andy Hagel und mein Projekt nennt sich Texthagel. Seit über zwei Jahren betreibe ich meine Homepage auf der ich Gedichte und Geschichten veröffentliche.

Die Blumenhand ~ Andy Hagel (c)
Die Blumenhand ~ Andy Hagel (c)

Erzähle mir doch etwas zu deinen Büchern.

Andy Hagel: Angefangen habe ich mit mehreren eBooks. Zum einen Gedichte und zum anderen eine Hommage an das Wuppertaler Tanztheater Pina Bausch – an Pina Bausch (RIP 2009) – welche mir vor vielen Jahren das Auge für die Kunst geöffnet hat, als ich, nachdem ich eine Nacht die meterhohe Leinwand für ihr Bühnenstück weiß getüncht habe den Abend darauf völlig übernächtigt im Theatersessel der Inszenierung frönte.

Der Schuh ohne Fußabdruck ~ Andy Hagel (c)
Der Schuh ohne Fußabdruck ~ Andy Hagel (c)

Aber bei eBooks ist es nicht geblieben – oder?

Andy Hagel: Nein, am 12.03.2020 erschien mein zweites Print als eBook und eigentlich sollte am 13.03.2020 auch das Taschenbuch erscheinen. Mit „Die Blumenhand“ – 31 bunte und blumige Geschichten erscheinen gesammelte Geschichten mit Bezug zum wahren Leben – Geschichten wie „Das goldene Kreuz“ oder „Der Bettler“ sowie eine ganze Reihe grüner Geschichten mit Bezug zur Natur wie „Der erste Frosch“, „Die Tulpe“ oder „Der Bienenkönig“. Wer gerne kurze Geschichten liest – sei es beim Duschen oder auf dem Weg zur Arbeit – er findet – wie auch schon in meinem ersten Print „Der Schuh ohne Fußabdruck“ – 31 wunderbare und fabelhafte Geschichten kurzweilige und seltene Geschichten.

7 Gute Nacht Geschichten von Andy Hagel (c)
7 Gute Nacht Geschichten von Andy Hagel (c)

Noch eine Frage zu deinen Gedichten – die veröffentlichst du auch auf deiner Homepage – ja?

Andy Hagel: Ja, auch wenn ich, nachdem ich 2015 mit meinem Gedicht Heat! anlässlich der Themenwoche im ARD Videotext veröffentlicht und prämiert wurde – und 2017 mehrere Gedichte eBooks wie das TICK TACK! Tageblatt oder „Die Konsumente“ veröffentlicht habe zurzeit wenige Gedichte schreibe – hier und da finden sich noch welche auf meiner Homepage.

Andy Hagel (c)
Andy Hagel (c)

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Im Gespräch mit Marie-Christin Spitznagel

Am Stand von Marie-Christin bleiben wir mehr oder weniger freiwillig stehen. Sie lädt geradezu dazu ein, dass wir sie anstarren dürfen und hat außergewöhnliche Litaratur im Gepäck, womit sie diese FakriroTalk-Runde wunderbar abschließt. Also hören wir auf zu starren und reden mit ihr:

Marie-Christin Spitznagel (c)
Marie-Christin Spitznagel (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Marie-Christin Spitznagel: Also abgesehen davon, dass ich selbst natürlich aufsehenerregend wohlgestalt bin, habe ich den großen Vorteil, dass ich mich sehr wohl fühle, wenn mich viele Menschen ansehen. Ich stehe gerne auf Bühnen, moderiere, liebe es Lesungen zu haben und spreche einfach gerne mit Menschen. Also, wenn du nicht freiwillig stehengeblieben bist, habe ich dich bestimmt angequatscht!

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du?

Marie-Christin Spitznagel: Hallo Stephanie und schön dich kennenzulernen! Kleiner Komet klingt spannend, interessierst du dich für Astronomie?

Astronomie und Raumfahrt finde ich faszinierend.

Marie-Christin Spitznagel: Ich auch! Großer Sci-Fi-Fan!

Marie-Christin Spitznagel (c)
Marie-Christin Spitznagel (c)

Ich bin Marie-Christin Spitznagel und schreibe Horrorkomödien. Ich liebe gute Horrorgeschichten, die nicht nur von Splatter und billigen Schreckmomenten leben, sondern eine lange und langsame Spannung aufbauen. Allerdings habe ich auch eine Vorliebe für schrecklich schlechte und campy Horrorfilme, wie „Ich, Doktor Fu-ManChu“ oder so ein Quatsch.

Dazu kommt, dass ich eine familiäre Vorbelastung habe, was morbiden Humor betrifft. Mein Onkel hat meiner Oma mal einen Sarg mit Kerzen drauf zum Geburtstag geschenkt.

Aber ich schweife ab. Meine Bücher verlege ich selber, denn mein Genre ist aktuell extrem unpopulär und ich glaube, die meisten Verlage oder Literaturagenten wüssten gar nicht was sie mit mir anfangen sollen.

Das ist schade, Horror lese ich eher nicht, hätte aber nicht gedacht, dass es dafür keinen Markt gibt.

Marie-Christin Spitznagel: Es gibt einen Markt für fitzekige Thriller, die sich immer gegenseitig überbieten müssen in Brutalität und Abgedrehtheit. Aber auch das ist nicht mein Genre. Ich lese solche Bücher nicht (mehr) und daher schreibe ich sie auch nicht. Mein erstes Buch wurde von Lesern mit „Die Bibel nach Biff“ und „Good Omens“ verglichen. Das ist natürlich grandios für mein Ego. Aber die Literaturagenten hat das leider nicht überzeugt. Dabei sollte man doch seit Mark Uwe Kling gelernt haben, dass so abgedrehter Kram gut geht.

Oh ja, Marc Uwe Kling ist klasse. Was genau haben Horrorkomödien jetzt mit Astronomie zu tun?

Marie-Christin Spitznagel: Gar nichts. Ich war nur neugierig. Weil ich ein großer Fan von Neil DeGrass Tyson und Bill Nye bin.

Bücher von Marie-Christin Spiznagel (c)
Bücher von Marie-Christin Spiznagel (c)

Ah, es war eine Anspielung auf kleiner Komet. Ok, erzähl mir mehr über deine Bücher.

Marie-Christin Spitznagel: Ich habe gerade eine Kurzgeschichtensammlung veröffentlicht und 2018 meinen ersten Roman. In dem Roman geht es darum, dass zwei Erzengel mit Hilfe einer Dämonin die Apokalypse herbeiführen wollen, weil sie sich im Himmel bzw. der Hölle furchtbar langweilen. Die vier Frauen, die als Apokalyptische Reiter auserwählt sind, wollen das verhindern. Da ich noch in Kassel wohnte, als ich das Buch schrieb, spielt es auch dort. Ich mag Kassel.

In meiner Kurzgeschichtensammlung gibt es auch ein Prequel zu einigen Figuren aus dem Roman. Ausserdem eine moderne Märchenadaption (die müsste dir besonders gut gefallen!) und meine Variante einer klassischen deutschen Figur.

Auf jeden Fall gibt es da schöne, seltsame und absurde Geschichten.

Du hast Recht, Märchenadaptionen mag ich gerne, welche klassische deutsche Figur ist es denn?

Marie-Christin Spitznagel: Hänsel und Gretel, aber gemischt mit Uschi Obermeyer und Rainer Langhans, nur weniger nackt.

„Das Lebkuchenhaus“ ist meine erste Kurzgeschichte, die jemals veröffentlicht wurde. 2015 im „Größenwahn Märchenbuch Band 3“, jetzt habe ich es überarbeitet und neu veröffentlicht (natürlich mit dem Einverständnis des Verlages)

Das klingt ganz schön verrückt.

Und wer mit den beiden Namen genau wie ich nichts anfangen kann: Die beiden zählen als das schönste „Liebespaar“ der 68er Bewegung … wie ich mir die zwei jetzt in weniger nackt vorstellen soll, weiß ich nach der kurzen Recherche auch nicht so genau, vielleicht mehr auf die Kommune bezogen, ich überlasse es eurer Phantasie und frage nicht nach 😉

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Phantastischer Fakriro Talk

Schulen sind geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, viele arbeiten im Home Office, sofern das möglich ist. Das soziale Leben findet online statt. Es fühlt sich ein wenig dystopisch an und ich hoffe, wir überstehen diese Krise gut. Einige arbeiten mit großem Engagement daran, das beste aus dieser Zeit zu machen. Herzlichen Dank Mary Cronos und Sabrina Schuh für die Organisation der Fakriro Online in der Quarantäneedition mit einem tollen und vielfältigen Programm.

Kommt mit mir auf die virtuelle Buchmesse und lasst uns ohne Risiko (höchstens für euer Budget) ein paar Standgespräche führen. In dieser Ausgabe sprechen wir mit Autor*innen aus dem Bereich Phantastik. Lasst euch in ihre Buchwelten entführen.

Wir sprechen mit:

Im Gespräch mit Annina Safran

In Halle 2, dem Jugendbuchbereich treffen wir Annina Safran an einem gemeinsamen Stand mit Chritine Hemannsberg. Ihr Stand heißt „Fantasy & Dystopia“ wie könnte ich da vorbeigehen?

Fantasy & Dystopia Messestand
Fantasy & Dystopia Messestand (c) Annina Safran

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Annina Safran: Die Cover meiner Bücher sind sehr detailreich, leuchtend und ziehen magisch an. Als Phantastik-Liebhaberin wärst Du bestimmt stehen geblieben. Außerdem hätte ich Dich angestrahlt.

(c) Annina Safran
(c) Annina Safran

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Annina Safran: Ach, wie toll. Deinen Blog kenne ich noch nicht. Hast Du eine Karte dabei, dann schaue ich ihn mir später gerne an. Ich bin Annina Safran und die Autorin der Fantasy-Jugendbuchreihe: Die Saga von Eldrid. Die Bücher erscheinen im Eigenverlag/SP, sind aber dank meinem Vertriebspartner überall im Handel, sowohl physisch als auch online erhältlich.

Der Spiegelwächter, Die Saga von Eldird ~ Annina Safran
Die Saga von Eldird: Der Spiegelwächter ~ Annina Safran (c)

Erzähle mir bitte mehr zu deiner Saga von Eldrid.

Annina Safran: Meine Fantasysaga ist für Jugendliche und Fantasybegeisterte ab 10 Jahre. Bisher sind zwei Bände erschienen: Der Spiegelwächter und Die Suche nach dem Schattendorf. Die Saga wird insgesamt fünf Bände umfassen, der dritte Band erscheint im Laufe diesen Jahres. Es geht um ein 15-jähriges Mädchen, namens Ludmilla, die im Haus ihrer Großmutter einen magischen Spiegel entdeckt, der das Portal in eine fantastische Welt ist: Eldrid. Dort leben magische Wesen, die vom besonderen Licht in Eldrid abhängig sind und genau dieses wird von Dunkelheit bedroht. Ludmilla muss im Laufe des ersten Bandes schnell feststellen, dass es viele Geheimnisse zu lüften gibt und dass ein Kampf zwischen Licht und Dunkelheit tobt. Sie findet Freunde und Begleiter bei der gefährlichen Aufgabe, die sie meistern muss. Der zweite Band knüpft nahtlos an die Handlung des ersten Bandes an und das Abenteuer geht weiter. Der Leser erfährt viele Details über Eldrid und seine Legenden und es geht genauso spannend weiter wie im Spiegelwächter.

Die Sage von Eldird: Die Suche nach dem Schattendorf  ~ Annina Safran (c)
Die Sage von Eldird: Die Suche nach dem Schattendorf ~ Annina Safran (c)

Deine Saga von Eldrid klingt wunderbar. Allein das Cover ist bezaubernd. Hast du es selbst gestaltet? Ist es eine Zeichnung, die digital bearbeitet wurde oder ist es komplett digital entstanden?

Annina Safran: Beide Cover, sowohl vom Spiegelwächter als auch vom „Die Suche nach dem Schattendorf“ hat die wunderbare Veronika Wunderer gestaltet. Sie arbeitet für Hilden Design, eine Agentur in München. Die Cover werden zunächst komplett gezeichnet und dann „digitalisiert“, also auf den PC übertragen. Die Motive entstanden in enger Zusammenarbeit und ich habe ihr viele Textstellen geschickt, damit sie sich die Welt und die Spiegel besser vorstellen konnte. Sie wird auch die Cover von den anderen drei Bände, die noch erscheinen werden, gestalten.

Das klingt phantastisch. Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Annina Safran: Die Trilogie meiner Standkollegin, Christine Heimannsberg, Gelobtes Land, kann ich sehr empfehlen. Es ist eine Climate-Fiction-Dystopie und unglaublich fesselnd.

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Webseite von Christine Heimannsberg

Im Gespräch mit Ulf Fildebrandt

Von Ulf habe ich bisher noch nichts gehört oder gelesen. Kommt mit, wie wir diesen mir bisher unbekannten Autor kennen lernen:

Stand von Ulf Fildebrandt (c)
Stand von Ulf Fildebrandt (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Ulf Fildebrandt: Ich biete dir ein Gummibärchen an und frage, ob du dich für Fantasy interessierst. Dabei deute ich auf den Aufsteller des Fantasy-Romans mit einem Titanen, einer Art Roboter.

Aufsteller Weltenkreis von Ulf Fildebrandt (c)
Aufsteller Weltenkreis von Ulf Fildebrandt (c)

Vielen Dank für das Gummibärchen, ich bin Stephanie und ich liebe Fantasy.

Ulf Fildebrandt: Ich heiße Ulf Fildebrandt und schreibe Science Fiction und Fantasy im Lysandra Books Verlag.

(c)  Ulf Fildebrandt
(c) Ulf Fildebrandt

Dein Aufsteller sieht interessant aus. Fantasy oder Science Fiction, worum geht es?

Ulf Fildebrandt: Die Welt in „Finnurs Suche“ ist keine mittelalterliche Fantasy, die Technik hat Dampfmaschinen hervorgebracht, aber dennoch ist Magie wichtig in der Welt. Und die Magie basiert auf Erinnerungen. Zauberer verwenden entweder ihre eigenen Erinnerungen oder entreißen anderen ihre Erinnerungen. Nach der Anwendung sind die Erinnerungen allerdings fort, sodass jede Verwendung von Magie verändert, wer man ist.

Finnurs Suche (c)  Ulf Fildebrandt
Finnurs Suche (c) Ulf Fildebrandt

Das ist ja ein verdammt hoher Preis, was hat dich zu dieser Idee inspiriert? Hast du dich mit Amnesien auseinander gesetzt?

Ulf Fildebrandt: Jetzt zu der Frage, wie ich auf das Magiesystem gekommen bin: Ich hab mir halt überlegt, was für eine Magie ich gerne in meiner Welt hätte. Wenn man sich beim Schreiben damit auseinandersetzt, gibt es verschiedene Ratschläge, was die Magie angeht. Sie soll niemals ohne einen Preis sein. Daher haben viele Fantasy-Welten so was wie Blutmagie oder Lebenskraft. Ein Zauberer zahlt also quasi mit seiner Lebenskraft. Da habe ich dann einfach nachgedacht, was noch ein Preis sein könnte, den man bezahlen muss und habe mich gefragt, was uns Menschen ausmacht. Zu der Zeit habe ich auch den Film „Wolkenatlas“ gesehen und da gibt es den Vergleich, dass die Leben der Menschen in der Zeit wie Wolken am Himmel sind. Und was auch in meinem Hinterkopf war, ist der Monolog von Rutger Hauer am Ende von Blade Runner („Erinnerungen sind wie Tränen, verloren im Regen“). Daher hieß mein Roman auch im Arbeitstitel „Zeichen im Sand“, denn Erinnerungen sind ja nichts anderes als Zeichen, die man hinterlässt. Manche sind für einen kurzen Zeitraum da und nach einer Welle weg, bei anderen Felsen dauert es Lebensalter, aber das Wasser schwemmt sie alle weg. Diese ganzen Impulse haben mich dann zu diesem Magiesystem gebracht. Ein persönlicher Zugang ist wohl auch, dass mein Vater am Ende seines Lebens Dinge vergessen hat. Und vor einigen Jahren lag meine Mutter im Koma. Da ist mir bewusst geworden, dass ich der einzige wäre, der die gemeinsamen Erinnerungen in der Familie noch im Gedächtnis hat. Mit mir wären sie verloren, egal wie schön sie auch wären. Zeichen im Sand. Was jetzt welchen Anteil an der Idee hatte, kann ich dir leider nicht sagen. Es ist wohl die Kombination aller Einflüsse.

Herzlichen Dank für dieses sehr persönliche Gespräch.

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Im Gespräch mit Susanne Eisele

Ich habe noch eine Märchenspinnerin getroffen. Sie sind überall und sie sind großartig. Kommt mit an den Stand von Susanne Eisele, wenn ihr Märchenadaptionen auch so gerne mögt. Wir haben ja bereits Sabrina Schuh und Silvia Rieß getroffen.

Susanne Eisele (c)
Susanne Eisele (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Susanne Eisele: Ich hoffe, Du findest mein Lächeln sympathisch. Ansonsten bist Du vielleicht neugierig auf die Frau mit den fast hüftlangen Haaren und dem langen Kleid.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Susanne Eisele: Hallo Stephanie. Es freut mich, dass Du meinen Stand besuchst. Ich bin Susanne Eisele. Ich schreibe Fantasy-Geschichten, hierbei vor allem Krimis, Märchenadaptionen und Kurzgeschichten. Meine eigenen Bücher veröffentliche im Selfpublishing, abgesehen von „Susannes Kurzgeschichten aus Raum und Zeit“ sind meine weiteren Kurzgeschichten bei verschiedenen Verlagsanthologien erschienen. Die neueste ist „Drachenlachen – fröhlich und frech“ vom Machandelverlag.

Was liest Du denn gerne?

Das erste Lied ~ Susanne Eisele (c)
Das erste Lied ~ Susanne Eisele (c)

Ich lese am liebsten Bücher aus dem Bereich der Phantastik, Fantasy, Science Fiction, sehr gerne Dystopien oder auch Märchenadaptionen.

Susanne Eisele: Sieh Dir doch gerne mal die zwei hier an. Zum einen „Kein Schnee im Hexenhaus“. Das ist eine Adaption von Hänsel und Gretel. Ich habe das Märchen in die jetzige Zeit geholt. Der Grund, warum sich Hänsel und Gretel verlaufen ist der, dass sie drogenabhängig sind und einfach nicht mehr von selbst aus dem Wald finden. Wegen dieser Drogenabhängigkeit kommen sie in ein Erziehungsheim, das etwas anders ist, als man sich das so vorstellt. Natürlich wollen sie von dort fliehen, was aber mit einem Drachen als Wachhund nicht einfach ist. Auch das sonstige Personal ist eher ungewöhnlich. Mehr möchte ich nicht verraten. Du solltest allerdings schon ein wenig schrägen Humor mögen, wenn Du das Buch liest.

Die andere Märchenadaption ist „Das erste Lied“. Das Rumpestilzchen ist hierbei ein Produzent, der dem Sänger Florian Müller sein erstes Lied wegnehmen möchte. Das Buch spielt auch in der jetzigen Zeit und hat so ein bisschen ein Rockstar-Feeling. Hauptthema ist dabei Freundschaft und Zusammenhalt, aber eben auch das Musikbusiness. Auch bei diesem Buch darf natürlich eine Prise Humor nicht fehlen.

Fun-Fact: Beide Märchenadaptionen gibt es auch auf italienisch, „Das erste Lied“ demnächst auch auf portugiesisch.

Kein Schnee im Hexenhaus ~ Susanne Eisele (c)
Kein Schnee im Hexenhaus ~ Susanne Eisele (c)

Humor habe ich und lese ich gerne. Ich finde es klasse, wie ihr bei der Märchenspinnerei Märchen modernisiert und auch ernste Themen mit einbringt. Wie kamst du auf die Idee Hänsel und Gretel drohenabhängig zu machen?

Susanne Eisele: Das war einfach so eine „blöde“ Idee? Es war halt die Frage, warum würden sich Hänsel und Gretel in der heutigen Zeit im Wald verlaufen. Da kam mir spontan die Idee, dass sie wohl völlig stoned sein mussten.

Manchmal sind spontane Eingebungen einfach die besten. 🙂 Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Susanne Eisele: Nur eines ist wirklich sehr schwer. Aber wenn Dir Märchenadaptionen gefallen, die auch eine Prise Humor beinhalten, würde ich Dir „Hollerbrunn“ von meiner Märchenspinnereikollegin Tina Skupin empfehlen.

Danke für den Tipp. Von Tina Skupin habe ich schon einiges mit Begeisterung gelesen, ihre Märchenadaption bisher leider noch nicht.

Veröffentlichungen von Susanne Eisele (c)
Veröffentlichungen von Susanne Eisele (c)

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Märchenspinnerei

„Meine“ Beiträge zu Büchern aus der Märchenspinnerei

„Im Bann der zertanzten Schuhe“ ~ Janna Ruth
„Der Kater unterm Korallenbaum“ ~ Christina Löw

Im Gespräch mit Joachim Sohn

Und wenn diese Entdeckungsreise nicht bereits unheimlich vielfältig wäre, treffen wir zum Abschluss dieser FakriroTalk Runde einen Autor, der alleine sehr verschiedene Bücher veröffentlicht hat. Kommt mit an den Stand von Joachim Sohn.

Joachim Sohn an seinem Messestand (c)
Joachim Sohn an seinem Messestand (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Joachim Sohn: Sehr wahrscheinlich die Cover, die sind bunt und auch von Titeln her auffällig wie bei den Zeitagenten oder ‚Wie ich Jesus Star Wars zeigte‘. Zudem findest du an meinem Tisch eine Reihe Illustrationen meiner Charaktere, da vornehmlich die Kater Sunnie & Polli. Außerdem findest du T-Shirts mit den Charakteren, es gibt also viel zu stöbern, zu entdecken und zu stauen und ich stehe als Autor bereit und beantworte alle Fragen.

Innenillustartion von Fabia Zobel aus Die Zeitagenten von Joachim Sohn (c)
Innenillustartion von Fabia Zobel aus Die Zeitagenten von Joachim Sohn (c)

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Joachim Sohn: Hallo Stephanie, schön, dass du meinen Stand entdeckt hast. Mein Name ist Joachim Sohn und ich schreibe Romane und Kurzgeschichten aus dem phantastischen Bereich. Dabei habe ich mich auf die Subgenre Zeitreise-SF und Animal-Fantasy konzentriert. Die Zeitreisegeschichten zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sie einen großen Anteil Historisches beinhalten.

Mein Buch ‚Wie ich Jesus Star Wars zeigte‘ ist im alibri-Verlag erschienen. Im Kinderbuchbereich des gleichen Verlages ist dieser Tage zudem mein erstes vollillustriertes Kinderbuch erschienen, worauf ich besonders stolz bin. (Link zum Lesevideo auf YouTube)

Mit Sunnie und Polli und den Zeitagenten bin ich mittlerweile zum Verlag Edition Roter Drache gewandert. Sunnie und Pollis Meistererzählungen sind dort in diesen Tagen erschienen und meine Zeitagenten Bd1 und Bd2 kommen im Sommer und im Herbst.

Wie ich Jesus Star Wars zeigte ~ Joachim Sohn (c)
Wie ich Jesus Star Wars zeigte ~ Joachim Sohn (c)

Da hast du ja eine ganz interessante und vielfältige Auswahl an Büchern veröffentlicht. Erzähl mir doch zu einem davon mehr bitte.

Joachim Sohn: Dann würde ich in diesem Fall mal das Buch „Wie ich Jesus Star Wars zeigte“ aus dem Stapel zücken, weil du dich wahrscheinlich fragst, was es denn mit diesem Titel auf sich hat. [Anmerkung: Wie könnte man bei dem Titel nicht nachfragen?!]

Ich erzähle darin die Geschichte des Protagonisten Florian Schneider, der sich in den Kopf gesetzt hat zu beweisen, dass Religionsgeschichte austauschbar ist. Er behauptet, es kommt nur darauf an, in welcher Welt und in welchem Glauben man aufwächst, um sie für wahr zu halten. Und er will das beweisen, in dem er in die Vergangenheit zu Jesus reist, ihm von Star Wars erzählt und angibt, er sei ein Götterbote und die Geschichte von Luke und Leia sei die Wahrheit, die Jesus von nun an verkünden soll. Er baut sich eine Zeitreise-App, bereitet sich auf dieses Abenteuer vor und setzt es in die Tat um, aber ob ihm alles so gelingt, wie er sich das vorstellt, steht auf einem anderen Blatt. Eine Religionssatire für Star Wars Fans. Konnte ich damit dein Interesse wecken?

Innenillustartion von Fabia Zobel aus Die Zeitagenten von Joachim Sohn (c)
Innenillustartion von Fabia Zobel aus Die Zeitagenten von Joachim Sohn (c)

Definitiv, das klingt witzig und ich liebe Zeitreise-Abenteuer. Erzählst du mir noch was über deine Zeitagenten bitte?

Joachim Sohn: Die Zeitagenten gehören einer Geheimorganisation an, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Verbrechen zu verhindern, bevor sie geschehen. Von der Zentrale in Neu-London aus, die ihren Stützpunkt auf einer Weltraumstation im 23 Jahrhundert hat, werden Morde und Verbrechen registriert, die in der Vergangenheit, aber auch in der Zukunft stattgefunden haben bzw. stattfinden werden. Von dort werden die Zeitagenten vor Ort, in jedem Land und in jeder Epoche gibt es stationäre Teams, beauftragt, das bei ihnen stattfindende Verbrechen zu verhindern.

Erzählt werden die Geschichten anhand der beiden Zeitagenten aus dem wilhelminischen Wiesbaden, Johann Baumgärtner und sein junger Assistent Karl Ziegler, die von den in der Zentrale arbeitenden Agenten Fitzgerald und Fox für verschiedene Fälle eingesetzt werden. Da Karl im zweiten Band bei einem Außeneinsatz in Sarajevo ist, wird Johann für den Fall um Ravachol von der vorwitzigen Antonia begleitet. Hier wird also ein neuer Charakter an der Seite Johanns eingeführt.  Außerdem holt ihn eine frühere unglücklich Beziehung zu der Zeitagentin Clementine ein.

Im ersten Band, Fluch der Katharer, müssen Johann und Karl eine Mordserie aufklären, die sich vom Mittelalter in Frankreich bis in die Zukunft nach Neu-London zieht.

Ein Mord im Jahr 2239, doch bei der Leiche liegen Notizzettel aus dem 19. Jahrhundert. Um das aufzuklären, werden die beiden Zeitagenten Johann und Karl vom wilhelminischen Wiesbaden zu ihren Kollegen nach Neu-London ins Jahr des Verbrechens gerufen. Eine Tatortsimulation liefert weitere wichtige Hinweise, die sie nach 1879 zu einer Flaschenpoststation führen. Der zu diesem Zeitpunkt noch geplante Mord muss verhindert werden. Doch das ist nicht das Ende ihrer Reise, denn der Beginn einer ganzen Mordserie liegt im 13. Jahrhundert. Ein neuer Fall für die Time-Agent-Organisation 2223.

Klappentext von „Die Zeitagenten“
Die Zeitagenten - Der Fluch der Katharer ~ Joachim Sohn, neues Cover (c)
Die Zeitagenten – Der Fluch der Katharer ~ Joachim Sohn, neues Cover (c)

Wenn du selbst eine echte Zeitreise machen könntest, wohin würdest du reisen?

Joachim Sohn: Tatsächlich würde ich wohl als erstes ins antike Rom reisen. Die Vorstellung, im Original zu hören, wie die Menschen damals ihr Latein gesprochen haben, zu sehen, wie sie tatsächlich angezogen waren, ob sie zum Beispiel Socken trugen und festes Schuhwerk, wenn es im Winter geschneit hat, zu schmecken und zu riechen, wie es damals gerochen hat, ohne Industrieabgase, aber dafür wahrscheinlich mit einer Menge Dung und wie das Essen, der Wein, das Wasser geschmeckt hat, das zu erlebeen würde mich total faszinieren. Nur mal an einen Tag im Forum Romanum und an einen Abend in einer original römischen Taverne sein und die Menschen  und alles drumherum erleben, das wäre der absolute Knaller. Ich glaube, so nah die Geschichtsforschung auch versucht, an die Lebenswirklichkeit in ihren Beschreibungen heranzukommen, die Alltagswirklichkeit der Menschen damals ist sicher weit davon entfernt. Die Beschreibungen sind doch immer sehr verkürzt und meist überinterpretiert. Die wirklichen alltäglichen Bedürfnisse, das Verhalten, das Zwischenmenschliche, die Sehnsüchte, wie haben die Menschen tatsächlich damals ihr Leben gestaltet, um glücklich und zufrieden zu sein, um etwas zu erreichen, das würde mich interessieren.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Joachim Sohn: Ich hätte auf der Buchmesse bei Edition Roter Drache neben dem Salomo Publishing Verlag von Katharina Salomo aus Dresden gestanden. Eine meiner Lieblingsverlage, denn dort hat Mark Bredemeyer seine Runenzeit-Saga veröffentlicht. Sie hätte auf der Messe eine Neuauflage gefeiert und ich hätte es richtig dolle mitgefeiert, insofern, wenn ihr #bücherhamstern wollt, dann holt euch ‚Runenzeit‘.

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