Nachtfunke – Liebe & Krieg

Nachtfunke ~ Marion Hübinger
Nachtfunke ~ Marion Hübinger
(Ignoriert die Flügel, sie ist eine Seherin, keine Elfe)

Eine Liebesgeschichte

Fino wird zum Anführer der Krieger ernannt. Nun wird von ihm erwartet, dass er eine Frau an seine Seite wählt. Ein Grund, warum dies seinen Kriegern so wichtig ist, ist ihr eigener Wunsch eine Frau zu erwählen. Zu viele hoffen darauf Finos Frau zu werden, dass sie die anderen Männer kaum beachten. Eine macht sich besondere Hoffnungen, eine, die ihm ihre ganz persönlichen Probleme anvertraut. In genau diese Frau ist sein Freund verliebt …

Und was will Fino selbst? Er hat eine Traumfrau, im wahrsten Sinne des Wortes ist da eine Frau, die ihm in seinen Träumen begegnet. Doch darf er auf diese hoffen?

Eine Kriegsgeschichte

Doch falls Fino glaubt, dass die Wahl einer Frau sein größtes Problem sei, dann wäre er kein Krieger. Die Frauengeschichte ist eng verwoben mit dem drohenden Krieg. Ich will euch nicht zu viel verraten, aber es wird übel …

High-Fantasy

Eine gute High-Fantasy Geschichte schafft nicht nur eine interessante Welt, sondern vor allem starke Charaktere, die sie uns zeigen. Fino ist ein Charakter, der uns seine Welt zeigt. Ein Charakter mit Stärken, Schwächen, Zweifeln und starken Gefühlen. Die Welt selbst ließ mir viel Raum für meine Phantasie. Ich habe Bilder im Kopf über die Landschaft und auch die Lebensweise der Clans, die von eigenen Ideen genährt sind. Daher wirkt diese Geschichte sicher auf jeden anders, aber ich liebe es, wenn ein Buch solche Freiheiten offen lässt.

Lesevergnügen

Es fehlt dem Buch nicht an Dramatik. Die Spannung fesselt mich dennoch nicht so, dass ich das Bedürfnis habe die Geschichte unbedingt an einem Stück auslesen zu müssen. Ich konnte sie über einen längeren Zeitraum unterwegs gut lesen. Das Beste war, dass ich nie Schwierigkeiten hatte, wieder in das Geschehen rein zu kommen, was gerade bei High-Fantasy schon mal schwierig sein kann.

EDIT: Mit Marion habe ich noch eine ganz besondere Aktion gemacht und Fino mythische Siebengebirge eingeladen.


Das Buch wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt.

Nachtfunke
Marion Hübinger
Tagträumer Verlag, 2019
ISBN: 978-3946843474

Gegen das Sommerlicht ~ Melissa Marr

Gegen das Sommerlicht - Marissa Marr

Gegen das Sommerlicht – Marissa Marr

Ich habe mich am Anfang sehr schwer getan mit „Gegen das Sommerlicht“ von Melissa Marr.

Es geht um ein Mädchen namens Ashlyn, die eine Sehergabe besitzt, was bedeutet, dass sie Elfen sehen kann. Seit sie klein war, hatte ihre Oma ihr eingeschärft so zu tun, als könnte sie sie nicht sehen. Ashlyn hatte diese Regel immer befolgt. Sie nimmt die Elfen als böse wahr, Elfen ärgern Menschen und spielen mit ihnen. Manche Elfen haben genug Kraft sich ein menschliches Aussehen zu verpassen.

Der Sommerkönig befindet sich im Krieg gegen seine Mutter, die Winterkönigin. Seit hunderten von Jahren sucht er nun schon nach seiner Königin. Seine Vermutung ist, dass Ashlyn seine Sommerkönigin sein könnte, also versucht er sie zu verführen. Dumm nur, dass Ashlyn weiß, dass er ein Elf ist. Zusammen mit ihrem besten Freund, für den sie eigentlich mehr empfindet, versucht sie raus zu finden was der Sommerkönig genau von ihr will.

Nach meinen anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Buch hat es mich überzeugt und ich kam in eine Phase, wo ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. Es ist spannend geschrieben und Stück für Stück fiebert man mit, wie Ashlyn sich entscheiden wird.

Da ich mich ja relativ schnell für eine Pärchenkonstellation begeistern kann und mit ganzen Herzen an den beiden hänge, was dann ab und an dazu führt, dass ich ein Buch einfach nicht weiter lese, hatte ich in diesem Buch sehr große Panik für welchen der zwei Optionen sich Ashlyn entscheiden würde. Mein Wunsch hat allerdings gesiegt und ich war am Ende des Buches zufrieden. Allerdings sehe ich das Glück noch kritisch, da ich noch vier weitere Bände im Regal stehen habe.

Durch die wechselnden Perspektiven zwischen dem Sommerkönig und Ashlyn erfährt man relativ schnell, was beide Seiten denken und weiß somit mehr als die beiden Charaktere. Das macht die Handlung für den Leser logischer.

Mit hat gefallen, dass an jedem Kapitelanfang ein kleines Zitat war, das etwas über Elfen aussagte.

Ich bin es eigentlich nicht gewohnt, dass die Elfen als böse Wesen dargestellt werden, aber ich fand es durch die gelieferten Begründungen und das Verhalten der Elfen dann doch sehr überzeugend. Die böse Darstellung war nicht schlimm, eher unterhaltsam.

Das Buch lohnt sich auf jeden Fall zu lesen!

 

 Kathi 

Gegen das Sommerlicht
Melissa Marr
erschienen 2007 im Carlsen Verlag
Originaltitel: Wicked Lovely, 2007, Harper Collins
übersetzt aus dem Englischen von Birgit Schmitz
ISBN: 978-3551581686