Neustart auf dem Mond, Gesellschaft und Kriminalität

Artemis - Andy Weir

Artemis – Andy Weir

Eine neue Gesellschaft

.. begründet von Menschen mit Visionen und Überzeugungen, noch klein und überschaubar, benötigt noch nicht so viele Regeln. Einige sind unumstößlich, wenn sie der Sicherheit und dem Überleben aller dienen. Mit der Zeit entstehen Probleme, die dann durch Gesetze reglementiert werden. Diese gefallen nicht allen, werden auch nicht von allen eingesehen und entsprechend akzeptiert. Also werden sie umgangen. Gesetze und Kriminalität hängen zusammen. Ohne Gesetze, die etwas verbieten, gäbe es keine Kriminalität, denn es wäre ja erlaubtes Verhalten. Doch führt Verhalten zu Problemen in der Gesellschaft, braucht es eben Gesetze, die es verbieten und unter Konsequenzen stellen, so funktioniert das Prinzip, zumindest ist das die Idee.

Politik und Freiheit

Gesetze entwickeln sich also mit der Gesellschaft und entsprechend dem Verhalten der Menschen. Allerdings ist dies ein politischer Prozess und es spielen unterschiedliche Interessen bei politischen Entscheidungen eine Rolle … Entsprechend gibt es zwar auf der Erde überall ähnliche Probleme beim Zusammenleben, aber unterschiedliche Gesetze, die diese in den Griff bekommen sollen oder aber auch nicht.

Je starrer die Regeln und Gesetze und je komplizierter diese sind, desto schwieriger ist es beispielsweise ein Unternehmen zu gründen. Deutschland gilt ja als eines der Länder mit einer herausragenden Bürokratie, in dem Sinne, dass wir eben gerne viele Anträge für alles mögliche stellen müssen, bevor wir neue Ideen rechtskonform umsetzen. Das ganze kann so aufwendig und kompliziert sein, dass viele direkt am Anfang scheitern.

Dagegen gibt es andere Länder, in denen gibt es niedrigere Barrieren, eine Idee umzusetzen. Das hat sicher nicht nur Vorteile. Doch welches System ist geeignet um eine Basis auf dem Mond zu starten? Es braucht Geldgeber und die Freiheit, die Idee umzusetzen.

Autor Andy Weir hat sich für die Umsetzung einer solchen Idee gegen die USA und Europa entscheiden, erklärt auch ganz klar warum.

Artemis

Entsprechend entwickelt sich auch die Gesellschaft auf dem Mond in Artemis mit zunächst mit möglichst wenig Gesetzen und einer Kriminalität, die sich bisher noch in Grenzen hielt. Artemis ist die erste und bisher einzige Stadt auf dem Mond mit 2000 Einwohnern. Es leben dort viele Millionäre, Wissenschaftler, aber auch Menschen, die wenig zur Verfügung haben, ein neues Leben auf dem Mond beginnen wollten und dort arbeiten. Jazz ist für Transporte zuständig, ihr Vater Schweißer. Sie hat viel von ihm gelernt, wollte aber lieber frei und unabhängig sein und ihren eigenen Weg gehen. Diesen geht sie, wenn auch einen nicht ganz sauberen. Jazz ist Schmugglerin, allerdings eine mit einer klaren Ethik. Beispielsweise würde sie niemals Waffen auf Artemis schmuggeln.

Wie so oft im Leben, hat es sich auch bei Jazz so ergeben, sie sah eine Möglichkeit und hat sie genutzt. Im Laufe der Geschichte erfahren wir nebenbei, wie sich das Leben der jungen Frau auf dem Mond entwickelt hat. Sie lebt seit ihrem 6. Lebensjahr auf dem Mond. Für Schwangere und kleine Kinder ist die Atmosphäre nicht geeignet, daher gibt es keine kleinen Kinder in Artemis. Auch Jazz hätte körperliche Probleme, wenn sie zurück zur Erde müsste. Ausweisung auf die Erde ist übrigens die Konsequenz für Verbrechen, die eigentliche Verhandlung wird dann auf der Erde geführt.

Diesmal stolpert Jazz in ein etwas größeres und komplexeres Abenteuer. Es beginnt mit einem Auftrag, einem etwas größerem, aber sehr lukrativen. Dann läuft alles schief …

Ein Roman, eine Idee, ein Denkanstoß

Es steckt unheimlich viel in dem Roman „Artemis“ von Andy Weir. Gesellschaft, Politik, Science Fiction, Krimi, Thriller und das Leben. Sogar Romantik kommt vor, allerdings auf eine völlig kitsch-freie Art, herrlich! Eine Menge Humor und Selbstironie hat Andy Weir seiner Protagonistin Jazz verliehen, die ihre Geschichte selbst erzählen darf. Die Geschichte steckt auch voll von physikalischen und auch chemischen Details. Nein, ich habe nicht alles verstanden, aber das macht nichts, hat mich nur ein wenig frustriert, ich hätte es doch verstehen können müssen.

Auch wenn Andy Weir in seinem ersten Roman „Der Marsianer“ bewiesen hat, dass er sehr viele Seiten mit einem Protagonisten ohne Nebenfiguren füllen kann, zeigt er uns mit Artemis, wie dringend wir Freunde brauchen. Wir können uns wunderbar alleine in die größte Schlamassel bringen, doch um wieder raus zu kommen, ist es doch empfehlenswert Hilfe anzunehmen. Jazz ist ein starker Charakter, einer in dem sich viele von uns zum Teil wieder erkennen werden. Es ist sehr überzeugend dargestellt, wie sich ihr Lebensweg entwickelt, welche Entscheidungen sie getroffen hat. Sie ist die Kriminelle der Geschichte, aber ist sie auch die Böse?

Gut und Böse sind nicht zwei Seiten der Moral, die Grenzen verschwimmen in einer Gesellschaft, da sich eben nicht alle an die Regeln halten und auch nicht immer alle Regeln sinnvoll erscheinen, sich manchmal sogar widersprechen. Nein, ich rufe euch nicht dazu auf, Gesetze zu brechen! Aber mit schwarz-weiß denken kommen wir auch nicht weit, vor allem nicht, wenn wir das Verhalten anderer beurteilen und meist viel zu schnell verurteilen.

Fazit

Lest das Buch, wenn ihr Science Fiction mögt. Es gibt keine Weltraumschlacht, aber vieles, was dieses Genre ausmacht.

Lest das Buch, wenn ihr Gesellschaftskritiken mögt.

Lest das Buch, wenn ihr mal was neues ausprobieren wollt. Jazz zeigt euch ihr Zuhause auf dem Mond!

Lest es einfach, auch wenn ihr vielleicht nicht alles mögt. Ich habe das Gefühl, das Buch ist weit entfernt davon Mainstream zu sein, hat aber doch für jeden Geschmack etwas im Angebot. Sollte auch dieser Roman verfilmt werden, ist dieser auch eine gute Wahl für ein Date oder auch Gruppenbesuch, wenn die Beteiligten eigentlich unterschiedliche Filme mögen. Es dürfte für jeden etwas dabei sein.


Das Buch wurde mir über das Bloggerportal von Random House zur Verfügung gestellt.

Artemis
Andy Weir
aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
HEYNE
ISBN: 978-3-453-27167-8
Erschienen:  05.03.2018

Olymp – ein Planet im Wandel

Perry Rhodan Olymp 11 - Flotte der Robotraumer - Michael Marcus Thurner

Perry Rhodan Olymp 11 – Flotte der Robotraumer – Michael Marcus Thurner

Das Finale zur Olymp-Reihe steht bevor und es wird Zeit für ein paar Veränderungen!

Perry Rhodan

Die Story kam wunderbar ohne den Hauptstar der Heftroman-Serie aus. Hatte er einen guten Auftritt zu Beginn, geriet er in Gefangenschaft und überließ anderen Figuren das Handlungsfeld. Das hat mir wirklich gut gefallen. Es war nicht nett, dass der arme Kerl leiden musste, nein, aber Perry Rhodan ohne Perry, war sehr lesenswert. Nun kurz vor Schluss, wird es Zeit, dass er zurück kommt. Schließlich ist die Miniserie losgelöst von der Hauptserie ein Nebenhandlungsstrang, aber das Leben im Perryversum geht weiter, genau, mit dem ollen Perry.

Das erste Kapitel las sich sehr unterhaltsam, danach langweilten mich die Ereignisse auf Adarem leider ein wenig. Die Geschichte rund um den Roboter Netming-3 dagegen faszinierte mich. Ich kann euch nicht zu viel verraten, aber es steckt sehr viel Ethik in diesen doch auch unterhaltsam geschriebenen Szenen. Wofür dürfen Roboter eingesetzt werden und wie viel Persönlichkeit hat so eine weiter entwickelte KI der Zukunft? Kann künstliche Intelligenz sich selbst weiter entwickeln? Lernende Roboter mit Persönlichkeit? Ich mag solche Szenarien, insbesondere wenn sie so dezent angedeutet sind ohne mit der Moralkeule oder einem Horrorszenario daher kommen. Sehr gut umgesetzt!

Netming-3 war keine Maschine. Er besaß Individualität. Er hatte sich über die Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt.

Talin Buff

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war der großartige Auftritt des kleinen Rospaners. Zu Beginn war er noch der kleine Waise, der dem Kaiser durch Pflichtgefühl verbunden ist. Dann kam die Begegnung mit Gucky und jetzt im elften Band wächst der Kleine über sich hinaus und nimmt die Dinge in die Hand! Er hat einen guten Weg gefunden, mit seinem inneren Konflikt umzugehen. Ich bin sehr gespannt, welche Rolle er noch im letzten Band spielen wird.

Gucky hatte ihm gezeigt, wie das Leben noch ablaufen konnte: geprägt von Respekt und Würde. In einem Umfeld, in dem Freundschaft geschätzt wurde und in dem ein Lächeln mehr zählte als Macht oder Einfluss.

Olymp

Neben der Aktion Perry Rhodan wieder  in die Handlung zurückkehren zu lassen, kommt es zu einer absurden Raumschlacht, deren Hintergrundidee ich wirklich interessant finde. Die Schlacht selbst habe ich mal wieder ungern gelesen, aber dafür kann der Autor nichts! Sie ist relativ kurz, alles prima. Gravierende Änderungen stehen auf Olymp an. Die dortigen Machtverhältnisse sind ein wichtiger Teil der Gesamthandlung und in diesem Band wurden interessante Vorbereitungen der entsprechenden Handlungsfäden getroffen, die ein spannendes Finale auf Olymp versprechen. Was mich sehr glücklich gemacht hat, war ein Wiedersehen mit Piri Harper im vorletzten Kapitel! Hatte ich sie doch im letzten Band ihres Schöpfers Dennis Mathiak sehr vermisst. Mit ihr gemeinsam werfen wir nochmal einen Blick auf Olymp und die Geschehnisse dort, bevor wir noch einmal zu Perry Rhodan zurück kehren, einige sehr brisante Informationen bekommen und mit einem fiesen Cliffhanger auf den letzten Band warten müssen …

Fazit

Ich freue mich auf den letzten Band der Olymp-Reihe und bin nach dem fiesen Cliff-Hanger gespannt auf die Auflösung. Ob das Rätsel um die kleine geheimnisvolle Box noch gelöst wird, oder war sie lediglich Dekoration auf den rot-grünen Coverbildern?

Sehr gerne gelesen habe ich diesmal das Lesermagazin mit den Anekdoten der beteiligten Autoren und Autorinnen, Dennis Mathiak, Madeleine Puljic, Dietmar Schmidt, Michael Marcus Thurner und Olaf Brill. Susan Schwartz wird ihr eigenes Abschlussfazit als Verantwortliche für die gesamte Story im Lesermagazin des letzten Bandes abgeben. Nächste Woche ist es so weit, dann endet die Olymp-Serie.


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (11) Flotte der Robotraumer
Michael Marcus Thurner
Pabel-Moewig Verlag
ISBN/EAN: 9783845352626

Die Geschichte, die ich lesen wollte – Olymp

Perry Rhodan Olymp 9 Rückkehr ins Chaos - Olaf Brill

Perry Rhodan Olymp 9 Rückkehr ins Chaos – Olaf Brill

Ich bin sehr zufrieden! Perry Rhodan Olymp Band 9 „Rückkehr ins Chaos“ knüpft wunderbar an Band 7 an, genau da, wo ich bereits in Band 8 weiter lesen wollte. Zwei wichtige Handlungsstränge aus dem siebten Band verbinden sich und es folgt eine interessante Überraschung. Diese führt zu einer historischen Rückblende, lediglich 32 Jahre in die Vergangenheit, aber wir erfahren äußerst interessante Informationen.

Das Kaiserpaar von Olymp

Die Reise in die Vergangenheit erzählt, die Geschichte, wie das einstige Kaiserpaar von Berin Mogaw abgelöst wurde. Das Ende ihrer Herrschaft war auch zugleich das Ende ihrer Ehe. Sie gingen getrennte Wege und lebten völlig verschiedene Leben, bis sie nun wieder aufeinander treffen. Der ehemalige Agyris war bereits zum Ende seiner Herrschaft nicht mehr der strahlende Herrscher gewesen, verpasste Termine und ließ sich gehen. Entsprechend ist auch sein Weg im Anschluss ein „Weg des Schmerzens“, ein feuchter Weg, Glücksspiel, Alkohol …

Währenddessen findet die ehemalige Kaiserin von Olymp ihren eigenen Weg unter neuer Identität. Sie gibt sich selbst und schon gar nicht ihre Ideale auf. Bis zum letzten Tag ihrer Herrschaft war sie stark, auch wenn sie sich von ihrem Mann verlassen fühlte …

Es ist faszinierend, wie die unterschiedlichen Persönlichkeiten, die einander sehr nahe gestanden hatten, dieselbe Krise erlebt haben und anschließend damit umgegangen sind. Sehr gut entwickelt und wunderbar beschrieben.

Der Kreis schließt sich

Knüpfte Band 9 an Band 7 wunderbar an, hält Gucky den roten Faden in seinen Pfoten, der uns in den zehnten Band führt, denn wir nähern uns dem Finale der 12-bändigen Miniserie.

Ein kleiner Handlungsfaden ist mir eingefallen, da müsste doch noch was kommen. Während in diesem Heft sehr viel über die guten Beziehungen zu den Mehandor, dem Händlervolk der Milchstraße gesprochen wurde, erinnere ich mich an die Episode einer Händlerfamilie. Zwei Brüder, der eine mit einem gefährlichen und illegalen Auftrag. Müsste da nicht noch etwas kommen?

Fazit

Auch nach neun Bänden finde ich die Miniserie Olymp noch immer empfehlenswert. Empfehlen würde ich sie allen, die gerne Science Fiction lesen, unabhängig davon ob du bereits Perry Rhodan kennst oder nicht. Er ist nicht so wichtig in dieser Serie und außerdem: Science Fiction lebt von der Entdeckung unbekannter Welten und Spezies, also stürz dich unbesorgt ins Abenteuer.

Weiter geht es mit Olymp 10 „Adarem antwortet nicht“.


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (9) Zurück ins Chaos
Olaf Brill
Pabel-Moewig Verlag
ISBN:  9783845352602

Weltraum, Drachen und ein phantastischer Planet

Die Crew der Sirius 7 (Band 1) Absturz unter Drachenfeuer - Thorsten Hoß
Die Crew der Sirius 7 (Band 1) Absturz unter Drachenfeuer – Thorsten Hoß

Eine meiner Lieblings-Buchreihen ist die Höhlenwelt-Saga von Harald Evers. Es beginnt mit phantastischer High-Fantasy, faszinierenden Charakteren, einer unglaubliche Welt mit komplexer Magie. Irgendwann verlassen wir die Höhlenwelt, gelangen in den Weltraum. Großartig kombiniert, faszinierend und grandios geschrieben. Es ist zu traurig, dass Harald Evers viel zu früh verstorben ist und die letzten drei Bände nie schreiben wird. Hier findet ihr mehr Informationen über die Höhlenwelt-Saga. Irgendwann werde ich die Reihe noch einmal lesen und euch genauer vorstellen.

Bei weitem nicht so großartig, aber auch eine Darstellung von Fantasy in unserer Zukunft, sind die „Shannara-Chroniken„. Die uns bekannte Zivilisation ist untergegangen. Es gibt keine Technologie mehr, dafür aber unterschiedliche Wesen und Magie, eine ungewöhnliche Evolution, eine faszinierende Idee, doch die Romane sind anstrengend zu lesen. Die Abenteuer sind sehr detailreich und ein wenig langatmig geschrieben. Daher habe ich bisher nur den ersten und zweiten Band geschafft.

Ein völlig anderer Genre-Cocktail, noch komplexer, aber wunderbar, stammt von Sameena Jehanzeb.  Welche Elemente „BRÏN“ alle vereint, habe ich bereits ausführlich beschrieben und bin gespannt auf weitere Romane dieser Welt.

Absturz unter Drachenfeuern

Jetzt habe ich eine weitere Reihe entdeckt, die Fantasy und Science Fiction wunderbar vereinbart. Im Gegensatz zur Höhlenwelt-Saga, starten wir mit Thorsten Hoß, der mir auf Twitter als uralter Drache bekannt ist, mit der Sirius 7 in den Weltraum. Die Menschheit hat den Weltraum noch nicht erobert, die Technologie ist auch noch nicht auf einem High-End-Niveau, wie wir es aus zahlreichen Science-Fiction-Geschichten kennen.

Die Crew besteht nur aus fünf Personen. Es gilt wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen und Neugier ist ein starker Motivationsfaktor für die Mitglieder der Crew der Sirius 7.

Sein Schiff hieß Sirius 7 und seine Aufgabe war es, den neuartigen Hyperraumantrieb für Langstreckensprünge zu testen, um mit den gesammelten Daten zur Erde zurückzukehren.

Das Weltraumabenteuer findet, wie der Titel schon andeutet, seine Wende mit dem „Absturz unter Drachenfeuern“. Was uns Leser dann erwartet ist einfach großartig. Gemeinsam mit der Crew entdecken wir den phantastischen Planeten, Flora, Fauna und Magie.

Auch die vertraute und gleichzeitig so fremde Welt, auf der sie nun gestrandet waren, zehrte nicht so sehr an ihren Nerven, wie die immer klarer werdende Erkenntnis, dass sie die Erde wahrscheinlich nie wieder betreten würden.

Im Weltenbau, in den Figuren und vielfältigen Wesen merkt man die Leidenschaft eines Rollenspielprofis. Dabei verliert der Autor sich nicht in langweiligen Beschreibungen, bleibt nah dran an seinen Figuren und wir gehen mit ihnen gemeinsam auf Entdeckungsreise und erleben ein unglaubliches Abenteuer! Dabei durchläuft jede einzelne Figur eine ganz persönliche Krise, entwickelt sich und trägt einen ganz eigenen Teil der Story. Die Crew verändert sich … mehr kann ich euch an dieser Stelle leider nicht verraten.

Lest es und liebt es, was Thorsten Hoß da gezaubert hat. Für mich folgte eine Überraschung auf die nächste. Gespannt bin ich, wie es mir beim zweiten Band ergehen wird, denn jetzt kenne ich seinen Stil und die Vorgehensweise. Ob es ihm weiterhin gelingt mich zu überraschen?

Fazit

Eine sehr lesenswerte Geschichte für alle, die bereit sind, sich auf etwas Neues einzulassen. Rollenspieler werden es lieben, da bin ich mir sicher. Wer SciFi oder Fantasy mag, dem sei mindestens mal diese Reihe ans Herz gelegt.

Reihenfolge der Lunaria-Romane „Die Crew der Sirius 7“

  1. Absturz unter Drachenfeuer
  2. Menschen Gesucht
  3. Clan der Astronauten
  4. Kurtai der Amazonen

Das Buch wurde mir direkt vom Autor zur Verfügung gestellt.

Die Crew der Sirius 7 – Absturz unter Drachenfeuer
Thorsten Hoß
Selfpublisher
ISBN-13: 978-1520318257

Showdown in Andromeda mit Mirona Thetin

Mit Perry Rhodan NEO 170 endet die Mirona-Staffel. Die Blues warten bereits …

Perry Rhodan NEO 170 Abschied von Andromeda - Rüdiger Schäfer

Perry Rhodan NEO 170 Abschied von Andromeda – Rüdiger Schäfer

Beziehungen zwischen Unsterblichen

Was genau läuft da zwischen Atlan und Mirona Thetin? Wir erfahren endlich mehr darüber …

Spannend ist auch die erneute Begegnung zwischen Perry Rhodan und dem Paar, seinem alten Freund Atlan und Faktor 1, die für so vieles in Andromeda verantwortlich ist. Auf der Metaebene läuft das Schachspiel zwischen den Entitäten ANDROS und ES. Welche Rolle spielen die Menschen und Mirona Thetin in diesem Spiel?

Raumschlacht und Philosophie

Es kommt zu Beginn zu einer Raumschlacht, die mir nicht gefällt. Auch dem Pazifisten Perry Rhodan gefällt es nicht. Die Szenen nach dem Kampf enthalten ein paar philosophische Gedanken über Krieg, Frieden und Waffen.

Doch der eigentliche Showdown ist dies noch nicht, der hat es tatsächlich in sich. Auf der Handlungsebene und der philosophischen Ebene hat mir das Finale sehr gut gefallen.

Zwei philosophische Zitate als Beispiel, beide stammen aus der faszinierenden Szene mit John Marshall (s.u.)

Die Neugier ist von jeher der Treibstoff der Evolution. Nur wer Grenzen nicht akzeptiert, kann sie überschreiten. Aber alles, was der Verstand erfassen kann, ist endlich.

Ich würde euch gerne verraten, wer ihm diese Weisheiten sagt, aber das würde dem treuen Perry-Leser die Überraschung nehmen.

Wir sind bereit, jedes Märchen zu glauben, sofern es unserer lächerlichen Existenz wenigstens eine Andeutung von Sinn verleiht.

Na, inspiriert das zum Nachdenken?

Mysterium

Was mir an „Abschied von Andromeda“ besonders gut gefallen hat, sind die Geheimnisse, die es in unserem Einsteinuniversum zu entdecken gibt.

Da wären zum einen die Mutanten und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten.

Er wusste, dass man ihn dort (am Lakeside Institute) hinter seinem Rücken John Rock genannt hatte, weil er angeblich niemals seine unerschütterliche Ruhe verlor und wie ein Fels in der Brandung jedem Sturm trotzte.

Mit John Marshall erleben wir etwas Unglaubliches, tauchen dabei in seine Erinnerungen ein und erfahren wie wichtig, seine Arbeit auf der Erde mit den anderen Mutanten war. Es ist bekanntlich schwer „anders“ zu sein. Mutanten sind anders, erfahren dadurch Angst und Hass durch Andere. Doch nicht nur die anderen Menschen bereiten denjenigen mit Parafähigkeiten Probleme, auch mit der Fähigkeiten selbst

war es ein ewiger Kampf gegen die eigene Psyche. Manche hatten ihn verloren.

Dann wäre da das Rätsel um das Creaversum.

Das Universum schert sich nicht darum, wie wir es mit unseren beschränkten Sinnen erfassen.

Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Einsteinuniversum und Creaversum sind komplex und verwirrend, nicht nur für die Leser, auch für alle anderen, abgesehen von Eric Leyden und Icho Tolot. Ich kann mir vorstellen, wie viel Freude Rüdiger Schäfer mit dem Aushecken der physikalischen Details hatte, die er seinen Figuren und Lesern vorlegt.

Eine Szene zwischen Rhodan und Reginald Bull über Leyden, den sie im Grunde beide sehr schätzen:

Rhodan lächelte. „Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige Menschen vollenden sie. Das hat Leonard da Vinci mal gesagt. “

„Der hat gut reden. Er hat Leyden nicht gekannt.“

„Ich glaube, wir sind uns einig, dass wir beides brauchen: Genies und fleißige Arbeiter.“

Und genau das gibt es auf der MAGELLAN, eine wunderbare Mischung aus Genies, Mutanten mit ihren außergewöhnlichen Gaben und fleißige Menschen, die aber auch ihre ganz eigenen Charaktereigenschaften mitbringen. So taucht in dieser Geschichte beispielsweise wieder Atila Ardal auf, den wir aus der Spinnen-Geschichte (NEO 150) bereits kennen.

Die Auflösung zu diesem Rätsel hat mich gleichermaßen überrascht und beeindruckt.

Fazit

Abgesehen vom ersten amüsanten Einstieg zwischen Atlan und Mirona las sich der Anfang dieses Heftromans für mich ein wenig zäh. Doch dann kamen Antworten auf die Geheimnisse der Mirona-Staffel. Die Auflösung hat mir gut gefallen. Der Abschied am Ende war hart …

Ich bin sehr gespannt, wohin uns die Reise nun führt und was uns bei „Die Blues“ erwarten wird.


Das E-Book wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan NEO 170 – Abschied von Andromeda
Rüdiger Schäfer
ISBN: 9783845348704
Pabel Moewig Verlag KG, PERRY RHODAN digital