Abschied, Vorfreude, Sorgen und Neubeginn

Dieser Beitrag richtet sich vor allem an alle Kinder, die gerade die Grundschulzeit beendet haben und nach den Sommerferien an einer weiterführenden Schule als „die Kleinen“ neu beginnen.

Aber irgendwie auch an alle, die vor einem Neubeginn stehen. Egal wie alt wir sind, wie oft wir uns schon auf neue Situationen eingelassen haben, es bleibt aufregend, aber wir wachsen an unseren Herausforderungen.

Diese wunderbare Torte habe ich von meiner lieben Kollegin Claudia bekommen mit der ich sehr gerne die Pause verbracht habe <3

Abschied

Eine gemeinsame Zeit endet und wir sagen einander „Auf Wiedersehen“ oder doch eher „Lebe wohl“. Lehrer, Kinder, Eltern und ggf. Schulassistenten wie ich nehmen Abschied. Einige sind sicher froh andere nicht mehr wiedersehen zu müssen. Einige gehen gemeinsam, andere bleiben zurück. Manche werden wir schrecklich vermissen, während wir hoffen mit einigen den Kontakt halten zu können.

Abschied nehmen ist nicht leicht. Bewahrt euch vor allem die guten Erinnerungen!

An dieser Stelle geht ein kometenhafter Gruß raus an alle Delfine!

Manchmal sieht man sich unverhofft wieder. So traf ich neulich nach Jahren auf eine Schulfreundin – an der Grundschule. Wochenlang haben wir uns erst nicht erkannt, die Nachnamen waren andere … Haltet die Augen offen, wer weiß, wann euch jemand aus der Vergangenheit wieder über den Weg läuft.

Das Internet erleichtert es in Kontakt zu bleiben, wenn wir es wollen. Verabredet euch bitte weiterhin persönlich mit euren Freunden und habt Spaß zusammen, das kann kein Chat, kein Instagram oder Snapchat ersetzen!

Verharrt nicht zu sehr in der Vergangenheit! Lasst euch nach den Ferien auf den Neustart ein, findet neue Freunde. Das schöne an Freundschaft ist doch, dass wir viele Freunde haben können!

Aufregender Neustart

An der neuen Schule wird vieles anders. Neue Menschen, neue Fächer, neue Regeln. Manches bereitet dir vielleicht Sorgen oder macht dir sogar Angst. Es gibt vieles auf dass du dich freuen kannst.

Vertrau auf dich selbst! Auch wenn an der Grundschule vielleicht nicht alles super gelaufen ist, bist du ein toller Mensch! Das hier ist eine neue Chance. Gib sie dir selbst und auch den anderen.

Für euch alle ist es neu. Alle stehen vor denselben Herausforderungen!

Ich auch, denn auch ich gehe an eine neue Schule und weiß noch nicht, was mich erwartet. Die Lehrer kenne ich nicht, nur die wenigen Kinder, die an dieselbe Schule wechseln. Ja, ich bin aufgeregt, aber ich freue mich auch. Ich freue mich darauf, viele Menschen kennen zu lernen. Freue mich auf die neue Schule und die neuen Herausforderungen, die auf mich, auf uns warten.

Eines ist gewiss: Dort warten Menschen auf uns, die uns am ersten Schultag begrüßen, die uns alles erklären und zeigen, wie es an der neuen Schule läuft. Hört zu, fragt nach und habt eine gute Zeit!

Ich wünsche euch allen von Herzen einen guten Start!

Und wenn es mal nicht so läuft, lasst euch nicht unterkriegen. Sucht euch jemanden, mit dem ihr darüber reden könnt!

Wir brauchen Hindernisse und schwierige Situationen. Wir machen auch mal Fehler. Das ist nicht schlimm. Es ist sogar wichtig. So entwickeln wir uns weiter. So lernen wir für unser Leben. Das nennt sich Erfahrungen.

Kathi und das Französisch lernen

Französisch lernen

Ich würde behaupten ich hasse und liebe Französisch.

Von der sechsten Klasse bis zur Q2 hatte ich durchgängig Französischunterricht. Damit komme ich auf sieben qualvolle Jahre. Sieben Jahre in denen der Satz: „Die spinnen doch die Franzosen!“ häufiger gefallen ist. Man lernt eine neue Grammatik und man konnte sich 100-prozentig darauf verlassen, dass es Ausnahmen geben wird. Ich war nie gut in französisch, muss ich zu geben. Meine mündliche Noten habe ich damit gerettet, dass ich freiwillig alle Lektionstexte vorgelesen habe, da es sonst niemand tun wollte. Ab der Oberstufe wurde es besser. Die Grammatik war durch und es ging nur noch um Leseverständnis, Francophonie und die deutsch-französiche Beziehung. Da konnte ich mich deutlich besser durch die Klausuren mogeln, als in der Mittelstufe mit den blöden Grammatikaufgaben.

Zudem habe ich in meiner Schulzeit an zwei Schüleraustauschen teilgenommen. Mit dem einen Autauschpartner habe ich mich sehr gut verstanden. Leider verlief sich der Kontakt nach ca einem halben Jahr nach Ende des Austausches, was ich sehr schade finde. Beim zweiten hatte ich leider nicht so viel Glück. Mein Austauschpartner und ich befanden uns leider so gar nicht auf einer Wellenlänge.

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2018 habe ich mein Abitur gemacht (nicht Französisch als Abifach!!!) und ich hatte gemischte Gefühle. Ich habe mich gefreut, nie wieder nervige Französischhausaufgaben und nie wieder meine Französischkentnisse auf einem Level halten. Ich wollte mich aber nicht umsonst sieben Jahre durch die blöde Grammatik gequält haben, nur um sie jetzt wieder komplett zu vergessen. Eine Lösung musste her und zwar schnell. Meine Austauschpartner sind mir da ja leider keine große Hilfe.

Da ich gerne lese habe ich mir gedacht, dass ich doch einfach auf französisch lesen kann. Dabei hatte ich nur leider den Anspruch, dass es keine Schullektüre sein, die Originalsprache sollte Französisch sein und es sollte nicht vereinfacht sein. Ich hatte in der Schule „Oscar et la dame rose“ von Éric-Emmanuel Schmitt und „Huis Clos“ von Jean-Paul Satre gelesen. Beides hatte ich relativ gut verstanden, aber ich wollte lieber ein unterhaltsames Buch und am besten auch noch eine kitschige Geschichte. Nicht falsch verstehen, gerade das Werk von Jean-Paul Satre hat mich sehr beeindruckt und fand ich philosophisch wertvoll. Nur wollte ich eben etwas anderes.

Nach langer Recherche habe ich mir dann letztes Jahr nach meinem Abitur „La Coloc“ von Jean-Philippe Blondel gekauft. Naja, was soll ich sagen, knapp ein Jahr später habe ich ein drittel des Buches gelesen. Ausreden wie ich bin zu müde, ich habe Kopfschmerzen, ne ich will einfach nur zum entspannen lesen, haben die Überhand gehabt. Mein großes Ziel ist es dennoch es dieses Jahr noch zu Ende zu lesen.

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Netflix meine Rettung? Netflix schlägt mir eine seltsame Serie vor. Aus einer Laune heraus habe ich drauf geklickt und oh siehe da „une Serie originale Netflix“. Un moment, s’il te plaît. Das ist doch französisch und ja, ich lag richtig, die Serie ist ein Netflix Original aus Frankreich. Intuitiv stellte ich also die Tonspur auf Französisch und machte mir die französischen Untertitel ebenfalls an. Die Serie hat acht Folgen, das sollte machbar sein, dachte ich mir.

Ich liebe den Klang der farnzösischen Sprache und ich war so glücklich, als ich die erste Folge gehört habe. Noch glücklicher war ich darüber, dass ich es sogar größtenteils verstanden habe. Meine Probleme hatte ich mit medizinischen und technischen Fachbegriffen, die mir einfach nicht geläufig sind. Man versteht die Handlung dennoch sehr gut, zumindest tue ich das.

Wer sich fragt über welche Serie ich rede, es ist „Osmosis“, eine futuristische Serie, in der es um eine gleichnamige Entwicklung geht, die es einem ermöglicht seinen Seelenpartner und somit seine große Liebe zu finden. Am Anfang fand ich alles sehr verwirrend. Dennoch habe ich schnell verstanden um was es geht. Osmosis geht in die Testphase. Man erlebt anhand von drei Leuten wie es ihnen damit ergeht.

Ich fand es am Anfang alles sehr seltsam und wusste gar nicht so genau was da passiert. Als ich dann aber verstanden hatte, war es ein Schockmoment und dann musste ich ganz schnell ganz dringend wissen wie das ganze enden soll. Es passiert sehr viel und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht alles zu 100 Prozent verstanden habe. Wie schon erwähnt, tat ich mich mit den technischen Details schwer. Ich fand die Serie gut. Was die daraus gemacht haben und das in nur acht Folgen ist unglaublich. Da steckt sehr viel Inhalt drin und ich brauche dringend eine zweite Staffel, da die allerletzte Szene mich komplett aus der Bahn geworfen und einen Haufen Fragen hinterlassen hat. Ständig passierte etwas was mich überrascht hat, aber das Ende hat alles übertroffen.

Als Fazit bin ich sehr froh, dass ich es geschafft habe alle acht Folgen auf französisch geschaut zu haben und es sogar soweit verstanden habe das ich der Handlung folgen konnte.

 Kathi

Mienenfeld Schule

Wie war deine Schulzeit?

Bist du gerne zur Schule gegangen?

Hattest du dort viele Freunde?

Warst du in freiwilligen AGs und hast so noch mehr Zeit in der Schule verbracht?

In meiner Schule habe ich mich ganz wohl gefühlt, kam mit den meisten Lehrern gut klar und auch mit meinen Mitschülerinnen. Ich war nie Teil einer großen Clique, hatte nicht viele Freunde, aber dafür habe ich mich mit fast allen ziemlich gut verstanden und mich gefreut, die Mädels nach den Ferien wieder zu sehen.

Doch Schule kann auch anders sein. Schule kann zu einem lästigen Übel werden und dafür kann eine einzelne Person ausreichen. Eine Person, die dich nicht leiden kann, dich ständig ärgert. Kennst du so jemanden? Oder es gibt eine Person, die dir irgendwie unheimlich ist oder es fehlt ganz einfach an irgendeinem motivierenden Faktor die Schule zu besuchen.

Amerikanische Schulen und ihre Pokale

Es mag ein Klischee sein, dass durch Bücher und Filme transportiert wird. Wahrscheinlich hat das Bild aber einen wahren Kern.

Auch bei uns gibt es Konkurrenz zwischen Schulen, Schüler, die sich mit ihrer Schule identifizieren und sie für die Beste überhaupt halten. In Bonn gibt drei Mädchenschulen – das Adelheid in Pützchen, die Liebfrauenschule in der Südstadt und die Ursulinenschule in Hersel (streng genommen gehört diese Schule nicht mehr zu Bonn, aber zum Konkurrenzkreis). Tja, von anderen Schulen aus betrachtet, sind das alles Nonnenbunker … Für die Mädels sind die jeweils anderen beiden Schulen schlimmer, als die eigene. Welche die beste ist? Objektiv kann ich euch das nicht sagen 😉 Eine davon habe ich besucht!

Was es zu meiner Schulzeit allerdings nicht gab, waren regelmäßige Wettkämpfe mit anderen Schulen, wie wir es aus den USA kennen. Dort scheint jede Schule mehrere Sportteams zu haben, dazu gehören natürlich auch die Cheerleader. Dann gibt es musikalische und intellektuelle Teams, die gegeneinander antreten.

Theoretisch ist für jeden Schüler etwas dabei, oder er feuert einfach seine Schule an, oder?

Wenn du nichts kannst, bist du eventuell auch einfach ein Looser und passt nichts in Bild.

Was ist dann eine Schule, die einen leeren Pokalschrank hat?

Eine Looser-Schule.

Um so eine Schule geht eine interessante Geschichte, die ich gelesen habe.

Alles in allem waren wir die erfolgloseste Middle School der Geschichte. Das hatten wir echt drauf.

Eine Geschichte über einen Jungen, der eine Looser-Schule ohne Pokale besucht, ein Junge dem die Schule im Grunde egal ist und der froh ist, wenn er endlich zu Hause seine Ruhe hat und zocken darf.

So überlebte ich das Schuljahr trotz Aliens, Robotern und der grausamen Missy – Jennifer Brown – Bild: ars Edition

So überlebte ich das Schuljahr trotz Aliens, Robotern und der grausamen Missy

Der Tital verrät doch schon viel. Doch es fehlt jemand, der im Originaltitel auftaucht:

„How Lunchbox Jones saved me from Robots, Traitors and Missy, the Cruel“.

Wer ist diese Missy?

Missy ist der Prototyp des nervigen Übels. Sie mag Luke einfach nicht und macht daraus kein Geheimnis. Missy hat eine große Klappe und ist gerne fies. Dabei ist sie auch noch sehr schlau.

Missy Farnham.

Auch bekannt als die grausame Missy. Stell dir eine Sechstklässlerin im Körper eines Jungen aus der Zehnten vor. […] für mich war sie ein kaninchenfressender Oger. Der Rest der Welt fand sie hinreißend.

Mehr braucht über sie nicht gesagt werden oder?

Lernt sie kennen.

Und dieser Lunchbox Jones?

Alle kannten Lunchbox Jones, aber niemand kannte Lunchbox Jones. Nicht wirklich. Alles, was wir über ihn wussten, war, dass er stets eine blaue Lunchbox aus Plastik dabeihatte und dass er ständig in Schwierigkeiten steckte wegen etwas, das niemand gesehen hatte. Und das er richtig unheimlich war. Richtig, richtig unheimlich.

Ich weiß inzwischen wer dieser Junge ist, aber ich will es euch nicht verraten. Nur so viel, er heißt gar nicht Jones! Seine Figur zeigt wunderbar, wie schnell Menschen eine Rolle zugedacht wird, die gar nicht zu ihnen passt. Wie wenig Mühe wir uns oft machen, andere kennen zu lernen. Das gilt nicht nur für Schulkinder!

Aliens?

Keine richtigen Aliens, nur ein Konsolenspiel, Lukes liebste Freizeitbeschäftigung. Seine Nachmittage verbringt Luke am liebsten im Wohnzimmer vor dem Fernseher und zockt auf der Konsole mit seinem besten Freund, den er bisher noch nie persönlich getroffenen hat.

Die Roboter

Die neue Hoffnung der Looser-Schule einen Pokal zu erhalten, eine neue AG, das Robotik-Team. Und Luke soll mitmachen. Warum? Na er kennt sich doch aus, als Spiel-Experte. Wer gut zocken kann, kann auch einen Roboter programmieren. Ist doch logisch, nicht? Sieht Luke auch nicht so. Trotzdem kommt er um die Sache mit der AG nicht herum.

Das Problem mit großen Brüdern

Luke hat einen tollen großen Bruder, einer der immer für ihn da war. Einen Bruder, der immer viel mit ihm gespielt und sogar ein Fort gebaut hat.

Dummerweise ist dieser Bruder so toll, dass er jetzt zur NASA gehen darf. Leider muss er dafür seinen kleinen Bruder im Stich lassen, eine Tatsache, die Luke ihm nicht verzeihen kann.

Dabei hatte er versprochen, dass er immer für mich da sein würde. Er hatte sein Versprechen gebrochen. Bedeutete das denn außer mir niemandem etwas?

Fazit

Ganz ehrlich, anfangs fand ich das Buch einfach nur langweilig und auch ein wenig übertrieben, sowohl das Schulsystem, als auch die Figuren. Aber ich bin froh, dass ich es zu Ende gelesen habe. Es steckt viel drin in dem kleinen Buch, vielleicht ein wenig zu viel für eine einzelne Geschichte.

Es ist eine Geschichte über Familie und Freundschaft, eine Geschichte über die Schule und darüber, wie schwierig es ist, sich selbst und seine eigenen Interessen zu entdecken.

Es ist auch eine Geschichte über Roboter und darüber wie aus völlig verschiedenen Menschen ein Team werden kann.

Es ist eine Geschichte, die deutlich macht, wie wichtig es ist, Menschen wirklich kennen zu lernen und genau das zu tun, was dir Spaß macht. Manchmal musst du auch erst herausfinden, was das sein kann.

PS

Es gibt ein interessantes Nachwort der Autorin, die selbst Mutter ist und als solche selbst in ein Robotik Team involviert ist. Inspiriert wurde ihre Geschichte von der First Lego League, die es nicht nur in den USA gibt, sondern auch in Europa.

 


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von arsEdition zur Verfügung gestellt.

So überlebte ich das Schuljahr trotz Aliens, Robotern und der grausamen Missy

Jennifer Brown
ars Edition, 2017
240 Seiten
aus dem englischen von Christine Spindler
Originaltitel: „How Lunchbox Jones saved me from Robots, Traitors and Missy, the Cruel“
Originialverlag: Bloomsbury Chlidren´s Books, New York, 2015
ISBN 978-3-8458-1209-0