Ein Blick auf den Schreibtisch von Laura Kier

Heute sind wir zu Gast bei Laura Kier. Herzlichen Dank, dass wir einen Blick auf Deinen Schreibtisch werfen dürfen.

Laura Kier (c)

Steckbrief von Laura Kier

  • Hybridautorin, Selfpublishing ist ihre Nummer 1
  • schreibt sich quer durch die Phantastik
  • 2 veröffentlichte Romane
  • Debütroman: „Perfektion – Die Veränderten“
  • Biologin & Softwareentwicklerin, tätig als freiberufliche Illustratorin und Autoren-Unterstützer

Wo schreibst du deine Romane?

Laura Kier: Am allerliebsten schreibe ich draußen in der Natur. Im Garten auf der Terrasse oder auch auf einer Bank mit Blick auf die Dünen. Da das leider nicht immer möglich ist, habe ich mir meinen Schreibtisch so eingerichtet, dass ich an alles leicht herankomme und gleichzeitig auch Inspiration sowie Motivation in Sicht ist. Vor allem aber mag ich es aufgeräumt. Zu viel Chaos auf dem Schreibtisch lenkt mich nur ab.

Grundsätzlich kann ich aber fast überall schreiben. Mein Smartphone habe ich immer dabei und so schreibe ich auch unterwegs oder im Bett mal ein paar Zeilen an meinen Texten weiter. Allerdings bin ich am Smartphone oder mit der Hand deutlich langsamer, deshalb liebe ich meinen Laptop oder meinen Standrechner. Vor allem den Standrechner, weil ich da eine mechanische Tastatur angeschlossen habe. Das Gefühl mag ich ganz besonders beim Tippen und ich kann darauf noch schneller schreiben.

Belana hilft mit, Laura Kier (c)
Belana hilft mit, Laura Kier (c)

Wann schreibst du am liebsten?

Laura Kier: Mir ist vor allem wichtig täglich zu schreiben. Ansonsten habe ich keine festen Zeiten. Mal geht es morgens besser, dann nachts, nachmittags … Eigentlich dann, wenn es gerade passt. Hauptsache jeden Tag ein paar Worte.

Gut, es gibt natürlich Tage, an denen komme ich nicht zum Schreiben – bei Mirgäne-Attacken zu tippen habe ich mir abgewöhnt. Genauso kann es Tage geben, an denen habe ich einfach überhaupt keine Lust, auch nur ein Wort zu Papier zu bringen. Manchmal zwinge ich mich dann dennoch dazu noch ein paar Wörter zu schreiben und das funktioniert dann oft auch sehr gut, aber es gibt auch Tage, da merke ich, dass Zwang mich nur wieder in den Leistungsdruck katapultiert und das möchte ich vermeiden.

Mittlerweile habe ich aber eine ganz gute Balance gefunden regelmäßig zu schreiben, mir schreibfreie Tage zu erlauben und gleichzeitig gut bei meinen Projekten vorwärts zu kommen.

Konzentrierst du dich auf nur ein Schreibprojekt oder arbeitest du gleich an mehreren?

Laura Kier: Im Normalfall arbeite ich an mehreren Projekten parallel. Dadurch kann ich gut wechseln, wenn ich bei einem Projekt  nicht vorwärts komme oder schlicht keine Lust darauf habe. Natürlich brauche ich dadurch länger, um mal wieder ein „Ende“ unter ein Manuskript zu schreiben. Deshalb gibt es auch immer wieder Phasen – z.B. im NaNoWriMo im November – in denen ich meine Aufmerksamkeit auf ein Projekt fokussiere, damit ich dort in großen Sprüngen vorwärts komme.

Gerade bei neuen Ideen habe ich mir angewöhnt, diese zu notieren – mal mehr, mal weniger stark ausformuliert – und dann in mein Backlog zu schieben. Dort tummeln sich schon diverse Plotbunnys, die irgendwann noch umgesetzt werden wollen. Neue Ideen nehme ich selten sofort auf meine aktuelle Schreibliste, auch wenn sich da oft 2-4 Projekte tummeln. Ich habe für mich festgestellt, dass viele Ideen erst einmal reifen müssen, bevor ich sie schreiben möchte.

Kiki liest mit, Laura Kier (c)
Kiki liest mit, Laura Kier (c)

Was inspiriert dich zum Schreiben?

Laura Kier: Meine Inspiration kommt überall her. Sei es ein Traum, ein Song, ein Film, ein Erlebnis … Es gibt kaum etwas, was mich nicht zu einer Idee inspiriert. Aber nicht alle Ideen nehme ich als Roman-Idee oder ähnliches in meinem Backlog auf. Manche Ideen sind einzelne Szenen oder Eindrücke, die ich in meine Projekte einbaue. Zum Beispiel Sinneseindrücke bei einem Waldspaziergang.

Ich gehe mit offenen Augen durch das Leben und sammle Eindrücke. Dann brauche ich nur darauf zu warten, dass mich ein neues Plotbunny anhüpft. Da das ständig passiert, habe ich auch keine Angst, dass mir die Ideen ausgehen. Wenn ich alle meine Ideen, die ich bereits gesammelt habe, zügig umsetzen würde, wäre ich wahrscheinlich schon jetzt zehn Jahre lang beschäftigt.

Aus den Plotbunnys kommt auch meine Motivation. Viele Ideen begeistern mich so sehr, dass ich lange die Motivation für das Projekt hochhalten kann. Meistens bis die Projekte auch fertig sind.

Auch ein Blick in mein „das habe ich schon veröffentlicht“-Regal motiviert mich, weil ich mich immer freue, wenn neue Bücher dazukommen.

Nutzt du bestimmte Schreibtechniken?

Laura Kier: Meine Schreibtechnik heißt: „Idee!“ und dann einige Zeit später „hinsetzen und schreiben“. Ich plane nur sehr selten etwas, sondern schreibe im Normalfall aus dem Bauch heraus, wie sich für mich der Plot stimmig ergibt. Oft erreiche ich dabei nicht die Eckpunkte, die mir mit der Idee gekommen sind, aber das macht nichts, weil es sich beim Schreiben besser und vor allem kreativer entwickelt. Ich mag es, mich selbst zu überraschen und dabei spannende Abenteuer zu erleben.

Auch Laura Kiers Arbeitsplatz (c)
Auch Laura Kiers Arbeitsplatz (c)

Welchen Tipp würdest du gerne anderen angehenden Autor*innen geben?

Laura Kier: Schreib das Ding zu Ende! Und damit meine ich nicht nur den ersten Teil einer Reihe, sondern alle. Veröffentliche nie den ersten Teil, wenn die folgenden noch nicht fertig sind. Das hat mich bei meinem Debüt so sehr unter Leistungsdruck gesetzt, dass ich mich komplett selbst blockiert habe. Die Leser fragten verständlicherweise nach der Fortsetzung und ich konnte nicht liefern.

Jetzt, zwei Jahre später, ist der Text zwar endlich im Lektorat, aber es zieht sich immer noch, außerdem komme ich mit anderen Projekten dadurch nicht so vorwärts, wie ich gerne würde.

Zu Ende schreiben hat noch einen großen Vorteil: Du lernst nicht nur Anfänge gut zu schreiben, sondern einen ganzen Roman mit allen Hürden, Schwierigkeiten und auch der Befriedigung das Ding fertig zu stellen.

Au welche Veröffentlichung von dir dürfen wir uns als nächstes freuen?

Laura Kier: Tatsächlich soll als nächstes die Fortsetzung und damit auch der Abschluss von meinem Debüt „Perfektion – Die Veränderten“ herauskommen. Wann genau ist noch nicht ersichtlich, aber auf jeden Fall dieses Jahr.

Perfektion - Die Veränderten ~ Laura Kier (c)
Perfektion – Die Veränderten ~ Laura Kier (c)

Um was geht es in „Perektion – Die Veränderten“?

Laura Kier: Die Welt ist so zerstört, dass das Erbgut der Menschen unbrauchbar wurde, um Kinder zu bekommen. DNA-Veränderungen sind deshalb beim skrupellosen Forschungskonzern Genteck Systeme die Regel, um womöglich wieder mehr Kindern das Leben schenken zu können. So wurde auch Adara, als eine von wenigen, schwanger – doch ist Genteck Systeme der richtige Ort, um ein Kind aufwachsen zu lassen?


Herzlichen Dank für das Interview!

Hier findet ihr Laura Kier online:

Webseite
Facebook
Twitter
Instagram

Ein weiteres Interview mit Laura Kier gibt es bereits im Rahmen des Märchenspinnerei-Specials des Fakriro-Talk.

Alle Interviews der Reihe “Ein Blick auf den Schreibtisch”

Ein Blick auf den Schreibtisch von L.A. Gunn

Heute sind wir zu Gast bei L.A. Gunn. Herzlichen Dank, dass wir einen Blick auf Deinen Schreibtisch werfen dürfen.

L A Gunn (c) Nannis Welt
L A Gunn (c) Nannis Welt

Steckbrief von L.A. Gunn

  • Selfpublisher
  • Genre: Krimi
  • 1 veröffentlichter Roman (Neuerscheinung in Kürze)
  • Debütroman: London´s Lost
  • arbeitet als Justizbeamter

Wo entstehen deine Kriminalromane?

L.A. Gunn: Meine Schreibarbeit ist momentan noch etwas chaotisch. Vor Corona habe ich oft im Café geschrieben, einfach, weil ich den dort herrschenden Geräuschpegel sehr mag. Das Hintergrundgebrabbel hilft mir, mich zu konzentrieren. Im Moment schreibe ich zuhause an meinem Schreibtisch. Da steht ein Laptop, zwei Schreibmaschinen und seit neustem auch eine Bankerlampe! So eine wollte ich schon immer. Ein Whiteboard hilft mir, den Überblick über den aktuellen Kriminalfall zu behalten.

Manchmal schreibe ich auch alles mit der Hand, vor allem, wenn ich unterwegs bin. Wenn man den Text dann abschreibt, kann man ihn direkt überarbeiten. Außerdem macht es mir sehr viel Spaß, zu schreiben.

Wann schreibst du am liebsten?

L.A. Gunn: Ich sage immer, ich bin ein Guerilla-Schreiber. Entweder es sind 20 000 Worte oder keins. Auch wenn ich weiß, dass ein Schreiballtag besser wäre, lässt es sich in meiner momentanen Situation (beruflich und familiär) einfach nicht einrichten. Grundsätzlich schreibe ich am liebsten morgens. Zur Zeit komme ich – wenn überhaupt – nur spät abends dazu.

Schaffst du es konzentriert nur an einem einzigen Schreibprojekt zu arbeiten?

L.A. Gunn: Tatsächlich arbeite ich an mehreren Sachen. Das war schon immer so. Ich schaue immer mehrere Serien, lese mehrere Bücher gleichzeitig. Im Fokus ist immer die Fortsetzung von London’s Lost, aber die anderen Projekte schwingen immer mit und Ideen werden sofort notiert.

Was inspiriert dich?

L.A. Gunn: Die Inspiration für London’s Lost nahm ich anfangs aus einem Brettspiel. Wegen Copyright schrieb ich dann aber schnell meine eigenen Geschichten und die basieren auf täglich Erlebtem, kuriosem aus der Tagespresse oder Geschichten von Bekannten und Familienmitgliedern. In jedem Fall von June und Lihla steckt also ein Fünkchen Wahrheit.

Wie gehst du beim Schreiben vor?

L.A. Gunn: Bei einem Krimi finde ich die Planung wichtig. Die Kunst dabei ist, das Konstruierte nicht so erscheinen zu lassen, und das ist mitunter sehr schwierig. Als Leser mochte ich es nie, für dumm verkauft zu werden. Ich mochte es, wenn ich mitfiebern konnte. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn die Protagonisten und der Leser den gleichen Wissensstand haben. Ich plane den Fall. Hier gehe ich üblicherweise von der Auflösung rückwärts. Die Interaktionen der Protagonisten plane ich eigentlich nie, das passiert einfach.

Welchen Tipp würdest du gerne anderen angehenden Autor*innen geben?

L.A. Gunn: Ich habe am Anfang den Fehler gemacht, und wollte UNBEDINGT veröffentlichen. Ich war so euphorisch, dass ich es nicht abwarten konnte – und dabei passierten einige Fehler. Obwohl das Buch mehrmals von mir und von Testlesern und einem Hobbylektorat gelesen wurde, fanden sich in der Printausgabe immer noch Fehler. Das ist sehr schade, weshalb ich alles noch einmal komplett überarbeitet habe. Es wird auch komplett neu lektoriert und erscheint in den nächsten Monaten nochmal neu, um den Fehlstart auszugleichen.

Um was geht es in London´s Lost?

L.A. Gunn: Es geht darin um June und Lihla, zwei ungleiche Detektivinnen zu Sherlock Holmes Zeiten. Sie klären gemeinsam mysteriöse Fälle auf und stoßen schließlich auf die Polizeiakte von Jack the Ripper.


Herzlichen Dank für das Interview!

Hier findet ihr L.A. Gunn online:

Facebook
Instagram

Alle Interviews der Reihe “Ein Blick auf den Schreibtisch”

Ein Blick auf den Schreibtisch von Rosita Hoppe

Heute sind wir zu Gast bei Rosita Hoppe. Herzlichen Dank, dass wir einen Blick auf Deinen Schreibtisch werfen dürfen.

Rosita Hoppe (c) by Christiane Wolf - Norddorf/Amrum
Rosita Hoppe (c) by Christiane Wolf – Norddorf/Amrum

Steckbrief von Rosita Hoppe

  • Verlagsautorin, hauptberuflich
  • Genre: Liebesromane, Inselromane, erotische Romane
  • Veröffentlichungen: 6 Romane, 13 Kurzromane und an die 50 Kurzgeschichten
  • Debütroman: „Nur ein Traum?“

Wo steht dein Schreibtisch?

Rosita Hoppe: Im Büro, dass ich mir mit meinem Mann teile. Das ist mein Hauptschreibort. Bei schönem Sommerwetter kann es auch mal sein, dass ich draußen sitze. Dann schreibe ich meistens per Hand in ein Collegeheft (so kann ich mich herrlich auf einer Liege rumlümmeln) und nutze das spätere Abtippen für eine erste Überarbeitung.

Schreibtisch von Rosita Hoppe
Schreibtisch von Rosita Hoppe

Hast du feste Schreibzeiten?

Rosita Hoppe: Viele Jahre habe ich hauptsächlich morgens geschrieben. Jetzt bin ich flexibler und schreibe dann, wenn nichts anderes anliegt, im Laufe des Tages. Das kann durchaus morgens sein, aber oft erst nach dem Mittag. Manchmal auch abends.

Schaffst du es konzentriert nur an einem einzigen Schreibprojekt zu arbeiten?

Rosita Hoppe: In der Regel konzentriere ich mich auf ein Projekt, aber natürlich kommt es immer wieder vor, dass zwischendurch ein anderes Manuskript aus dem Lektorat kommt und noch mal überarbeitet werden muss. Das mache ich dann zwischendurch, weil es da meistens zeitliche Vorgaben sind, bis wann ich das Manuskript zurück an den Verlag schicken muss. Neue Ideen notiere ich mir dann, wenn sie kommen – oftmals zu den unpassendsten Augenblicken. Zum Beispiel wollte ich im vorigen Jahr, als ich gerade auf Amrum war, dort den Klappentext für den aktuellen Amrumroman basteln, weil ich dachte, da würde das am Besten klappen. Was soll ich sagen – während eines Strandspazierganges kam mir statt des Klappentextes ganz neue Ideen, die nur so sprudelten. Meinen anschließenden Restaurantbesuch nutzte ich dafür, dort erst einmal alles aufzuschreiben. Mit dem Klappentext funktionierte es erst, als ich wieder zu Hause war.

Woher kommt deine Motivation zum Schreiben?

Rosita Hoppe: Momentan fehlt mir die Motivation, muss ich gestehen, obwohl mich der nächste Abgabetermin (Mitte November) schon mahnend anschaut und ich erst auf Seite 3 bin. Vermutlich liegt es an der Lage, die gerade herrscht und die mir im Unterbewusstsein vielleicht mehr zu schaffen macht, als ich nach außen denke.

Was inspiriert dich?

Rosita Hoppe: Inspiration finde ich überall. Beim Spaziergang, beim Walken, Inliner fahren, bei Gesprächen, beim Zeitung lesen oder fernsehen.

Bücher von Rosita Hoppe/ Sita Torasi
Bücher von Rosita Hoppe/ Sita Torasi

Wie gehst du beim Schreiben vor?

Rosita Hoppe: Erst einmal notiere ich mir erste Ideen, die ich schließlich in einem mehrseitigen Arbeitsexposé zusammenfasse – inkl. Schluss. Daran feile ich und schreibe eine Leseprobe. Beides schicke ich an meine Agentin oder direkt an einen bestimmten Verlag, für den ich ohne Agentur arbeite. Wenn ich von Verlagsseite ein Okay bekomme, fange ich mit dem Schreiben an. In der Regel schreibe ich chronologisch, aber manchmal lasse ich auch ein Kapitel mittendrin ruhen, wenn ich nicht recht weiterkomme und schreibe am nächsten aus der Perspektive einer anderen Person weiter. Da ich meistens aus zwei oder drei Perspektiven schreibe, klappt das ganz gut.

Welchen Tipp würdest du gerne anderen angehenden Autor*innen geben?

Rosita Hoppe: Auf jeden Fall sollte man nicht aufgeben, wenn es mal nicht so gut läuft. Egal, ob es ums Schreiben an sich geht, oder später bei der Suche nach einem Verlag oder einer Agentur. Erfolg – wenn er denn kommt, kommt nicht über Nacht. Und Schreiben ist Handwerk und manchmal harte Arbeit. Ab und an braucht man ein dickes Fell. Man darf sich durch Absagen nicht verunsichern lassen. Auf gar keinen Fall sollte man, wenn man ans Selfpublishing denkt, ein Projekt ohne Lektorat und Korrektorat veröffentlichen.

Auch wenn mal eine Veröffentlichung nicht so gut ankommt, oder sich nicht gut verkauft, nicht verunsichern lassen und aufgeben. Oftmals ist verdammtes Glück nötig, um ein Buch erfolgreich zu verkaufen und zur richtigen Zeit das Richtige veröffentlichen. Wann das ist oder ob das tatsächlich eintritt, kann leider niemand vorhersagen.

Träumen am Meer ~ Rosita Hoppe
Träumen am Meer ~ Rosita Hoppe

Was hast du zuletzt veröffentlicht?

Rosita Hoppe: Im Ferburar erschien mein Inselroman „Träumen am Meer“, der auf der wundervollen Insel Amrum spielt. Es ist mein dritter Amrumroman, der sich aber auch unabhängig von den Vorgängern lesen lässt, da es jedes Mal neue Hauptfiguren sind.

Nie wieder zurück in die Heimat. Das schwor sich Greta vor siebzehn Jahren, als genau dort ein Unglück geschah, das ihr Leben aus den Fugen riss. Und doch steht sie auf der Fähre, die sie nach Amrum bringt als Trauzeugin ihrer Schulfreundin Merle.

Aus „Träumen am Meer“ von Rosita Hoppe

Was erwartet uns als nächstes von dir?

Rosita Hoppe: Meine nächste Veröffentlichung wird die Wiederveröffentlichung von „Herzchaos“ sein, der noch bis Ende April im Selfpublishing erhältlich ist und dann vom Markt genommen wird, weil er im Juni bei Dotbooks herauskommen wird.

(Anmerkung: Herzchaos erschien bereits im Mai 2020, der Beitrag erscheint etwas verspätet.)


Herzlichen Dank für das Interview!

Ganz herzlichen Dank für dieses Interview, ich freue mich, dabei zu sein. 😊
Liebe Grüße, Rosita

Hier findet ihr Rosita Hoppe online:

Webseite
Facebook
Instagram

Alle Interviews der Reihe “Ein Blick auf den Schreibtisch”

Ein Blick auf den Schreibtisch von Patrizia Rodacki

Heute sind wir zu Gast bei Patrizia Rodacki. Herzlichen Dank, dass wir einen Blick auf Deinen Schreibtisch werfen dürfen.

Patricia Rodacki an ihrem Schreibtisch
Patricia Rodacki (c)

Steckbrief von Patrizia Rodacki

  • Verlagsautorin bei MASOU Verlag
  • Genre: Fantasy, Young Adult, Thriller
  • 2 veröffentlichte Romane
  • Debütroman: „Chain of innocent souls“
  • Schülern eines Gymnasiums

Wo steht dein Schreibtisch?

Patrizia Rodacki: Mein Schreibtisch steht in meinem Zimmer, wobei ich nicht immer in diesem gemütlichen Raum an meinen neuen Werken arbeite. Bei schönem Wetter suche ich Inspirationen viel leiber in der Natur. Meine liebsten Schreiborte sind überall dort, wo es herrliche Ausblicke gibt, Ruhe herrscht und ich ungestört an meinen Romanen arbeiten kann. Neue Ideen halte ich im Notizbuch fest oder speichere sie mit dem Handy, zum Schreiben ist mir mein Laptop jedoch immer lieber als Stift und Papier.

Wie passen deine Schreibzeiten in deinem Alltag?

Patrizia Rodacki: Geregelte Schreibzeiten habe ich keine, da ich finde, dass man Kreativität nicht erzwingen kann. Ich schreibe, wann immer ich Lust und Zeit habe, da ich eher der spontane Typ bin. Die besten Ideen für meine Werke kommen mir entweder abends oder sie verfolgen mich in der Nacht.

Da ich vielen Tätigkeiten wie dem Lektorieren und Nachhilfegeben nachgehe und das Abitur sich auch nicht von selbst schreibt, gibt es Tage, an denen ich nicht viel oder gar nicht zum Schreiben komme. Das Schreiben ist zwar meine größte Leidenschaft, es ist Balsam für meine Seele, aber manchmal kommt das Leben dazwischen. Sollte also ein Projekt etwas länger dauern, ist das kein Problem für mich.

Schaffst du es konzentriert nur an einem einzigen Schreibprojekt zu arbeiten?

Patrizia Rodacki: Ich bevorzuge, nur an einem Projekt zu arbeiten, manchmal geht es aber nicht anders und dann muss ich meine Zeit zwei Werken gleichzeitig widmen, zeitliche Überschneidungen gibt es da durchaus.

Neue Ideen, die nicht zu meinem aktuellen Projekt gehören, sind herzlich dazu eingeladen, ihren Platz im Notizbuch einzunehmen und dann so lange zu warten, bis ich diese umsetze.

Woher kommt deine Motivation zum Schreiben?

Patrizia Rodacki: Wenn es in meinen Fingern kribbelt, habe ich einen ganz starken Drang zu schreiben. Mehr Motivation braucht es da nicht.

Von vielem lasse ich mich inspirieren. Der Natur, faszinierenden Orten oder auch besonders interessanten Menschen, die mich begeistern.

Für mich als Autorin gilt es, Augen und Ohren offenzuhalten, denn von überall kann ich, wenn ich will, Inspiration nehmen.

Wie gehst du beim Schreiben vor?

Patrizia Rodacki: Plotten ist etwas, das ich hasse. Wenn ich ein Buch schreibe, plane ich so wenig wie möglich beim Schreiben vor. Alles, was ich kenne, sind Anfang und Ende der Geschichte und dann kann es auch sofort losgehen. Dabei schreibe ich auch nicht chronologisch, das könnte ich gar nicht.

Eher betrachte ich das Schreiben wie ein Puzzlespiel.

Ich schreibe die Szenen auf, sortiere sie und bastle dann später erst Überleitungen zwischen ihnen, sodass dann am Ende ein zusammenhängender Roman entsteht.

Welchen Tipp würdest du gerne anderen angehenden Autor*innen geben?

Patrizia Rodacki: An alle angehenden Autoren: Traut euch, euch und eure Werke zu präsentieren. Habt keine Angst vor Kritik, denn wenn die konstruktive Kritik erst einmal erkannt ist, könnt ihr aus ihr lernen und euch weiterentwickeln. Um die destruktive Kritik braucht ihr euch gar nicht erst zu kümmern. Wichtig ist es, dass ihr lernt, diese beiden Arten der Kritik zu unterscheiden und euch immer wieder vor Augen führt, dass Kritik ein Geschenk ist, ihr natürlich nicht alle Verbesserungsvorschläge umsetzen müsst und dem Kritiker immer widersprechen könnt, es aber durchaus sinnvoll für euch sein kann, verschiedene Lesermeinungen zu sammeln.

Mit meinem Verlag habe ich gute Erfahrungen gemacht, ich rate jedem Autoren aber erst einmal dazu, gründlich zu überlegen, ob er im Verlag oder im SP veröffentlichen will oder Hybridautor wird, denn alles hat seine Vor- und Nachteile.

Creeksculver-Dunkle Vergangenheit ~ Patrizia Rodacki (c)
Creeksculver-Dunkle Vergangenheit ~ Patrizia Rodacki (c)

Was ist zuletzt von dir erschienen?

Patrizia Rodacki: Meine aktuellste Veröffentlichung trägt den Namen „Creeksculver-Dunkle Vergangenheit.“

In Creeksculver dreht sich alles um ein Internat des Grauens, wo die Schüler von ihren Lehrern gefoltert werden. Es ist ein spannender Jugendthriller, den ich gerne jedem ans Herz lege, der düstere Geschichten mag.

Steht die nächste Veröffentlichung an?

Patrizia Rodacki: Die nächsten Veröffentlichungen, die sehr bald anstehen werden, sind die Anti Mobbing Anthologie und mein gemeinsamer Roman mit Hans Janotta „Die Krise – Macht des Irrsinns.“


Herzlichen Dank für das Interview!

Hier findet ihr Patrizia Rodacki online:

Facebook

Alle Interviews der Reihe “Ein Blick auf den Schreibtisch”

Ein Blick auf den Schreibtisch von Tea Loewe

Heute sind wir zu Gast bei Tea Loewe. Herzlichen Dank, dass wir einen Blick auf Deinen Schreibtisch werfen dürfen.

Schreibtisch von Tea Loewe (c)
Schreibtisch von Tea Loewe (c)

Steckbrief von Tea Loewe

  • Verlagsautorin und als Selfpublisher in einer Anthologie für einen guten Zweck vertreten
  • schreib vorrangig Fantasy, am liebsten High Fantasy
  • ein veröffentlichter Roman
  • Debütroman: Das Geheimnis von Talmi’il
  • Psychologin & Suchttherapeutin

Wie dürfen wir uns deinen Schreibplatz vorstellen?

Tea Loewe: Mein Schreibtisch zu Hause steht in einer Ecke unseres Wohnzimmers. Von Hand zusammengeschustert, damit er überhaupt reinpasst. Und so klein, dass er eher eine gute Ablage als eine Arbeitsfläche bildet xD. An meinem neuen Roman arbeite ich daher entweder am Esstisch oder auch mal auf der Couch im Liegen. Zumeist aber in einer Bäckerei in unmittelbarer Nähe zur KiTa meiner Tochter. Der Sitzbereich dort ist modern eingerichtet, meist sehr leer, aber ordentlich und weitestgehend ablenkungsfrei. Wenn es draußen warm und trocken ist, findet man mich auch mal im Park unter einem Baum. Ich habe es ungern totenstill, sondern brauche immer einen seichten Geräuschpegel im Hintergrund. Ob das Vogelzwitschern oder Tellerklappern ist, spielt dabei weniger eine Rolle. Manchmal tut es auch Musik im Ohr, aber das ist unterschiedlich.

Wann schreibst du am liebsten?

Tea Loewe: Leider habe ich im Moment eher ungeregelte Schreibzeiten, da mir dank Hauptjob (den ich aber auch sehr gern mache) und Kindern wenig Freiräume bleiben. Manchmal kann ich bewusst nach der Arbeit eine Schreibstunde einfügen bevor ich die Kinder abhole und alle 2 bis 3 Wochen habe ich einen Schreibfreitag, an dem ich ein paar Stunden am Stück Zeit habe. Am besten kann ich tatsächlich tagsüber schreiben, wenn es im Sommer zeitig hell ist, auch mal morgens eine halbe Stunde vorm alltäglichen Chaos. Abends gelingt mir das meist auch nur, wenn es draußen lange hell ist. Irgendwie reagiert mein Körper ordnungsgemäß auf Licht und schickt mich im Winter zeitig schlafen xD.

Konzentrierst du dich auf ein einziges Schreibprojekt oder schreibst du flexibel?

Tea Loewe: Ein Roman braucht viel mehr Zeit, Planung, Tiefe und Komplexität als eine Kurzgeschichte – zumindest bei mir – weshalb ich auch nur an einem großen Projekt zeitgleich arbeiten kann. Wenn mir dazwischen neue Ideen für andere Projekte kommen, werden die aufgeschrieben und weggeheftet für den richtigen Zeitpunkt. Was ich aber sehr gern mache, ist, zwischen große Projekte mal eine Kurzgeschichte zu schieben. Das hilft mir total, vom aktuellen Projekt auch mal den Kopf wieder freizubekommen und durchzuatmen. Eine Kurzgeschichte ist schneller geplottet und schneller fertig. Das hilft dem AutorenEgo xD. Und danach kann ich auch in die komplexe Welt meines aktuellen Romans wieder besser eintauchen.

bisherige Veröffentlichungen von Tea Loewe
bisherige Veröffentlichungen von Tea Loewe (c)

Woher kommt deine Motivation zum Schreiben?

Tea Loewe: Die Motivation kommt irgendwo aus mir heraus. Keine Ahnung. Mein kreativer Kanal schreit, wenn mein Leben ausreichend ruhig verläuft, danach, gepflegt zu werden. Irgendwie war ich schon immer eine kreative Nudel, hab ständig irgendwas gemacht und entworfen und mich ausprobiert. Nun ist es seit Längerem das Schreiben, mit dem ich einen kontinuierlichen Weg gefunden habe. Ohne Schreiben würde mir einfach total was fehlen.

Was inspiriert dich?

Tea Loewe: Inspirationen kommen von überall her. Manchmal fallen irgendwelche Worte oder Sätze, zu denen mir ganze Universen in den Kopf springen, manchmal ist es auch nur eine aktuelle Stimmungslage, die mir zB hilft, eine Konfliktszene gut auszuarbeiten. Die meisten Inspirationen entspringen meinem Kopf selbst, indem ich Plots und Szenen hin- und her-, hoch- und runterspule und nachdenke, was jetzt Sinn macht, womit ich die Protagonisten ärgern könnte, was sie da eigentlich antreibt. Und meist entwickeln meine Ideen – trotz aller Plotterei – ein organisches Eigenleben. Sie entwickeln sich ab einem bestimmten Punkt quasi auch ein bisschen selbständig.

Wie gehst du beim Schreiben vor?

Tea Loewe: Ich habe vor allem am Anfang furchtbar viel intuitiv geschrieben. Ein Glück ist davon in meiner ersten Veröffentlichung nicht mehr so viel übrig geblieben xD. Mittlerweile lerne ich immer besser, bestimmtes Handwerkszeug einzusetzen: Show, don’t tell; Motivation-Reaction-Units; Szenenaufbau; Infodump; uvm. Ich könnte dazu vermutlich stundenlang referieren, wenn man mich ließe … oder besser nicht. Lol.

Ich bin gerade dabei, mir anzugewöhnen, mit meiner Ersttestleserin und Lieblingslektorin öfter vorzuploten. Danach folgt in der Regel ein Detailplot und das wilde Niederschreiben erster Ideen für eine einzelne Szene oder ein Kapitel. Danach schreibe ich einfach drauflos. Egal wie es klingt und wo Lücken bleiben. Nach einer Pause lese ich alles nochmal und fange an, handwerklich drüberzuarbeiten (Wortdopplungen, korrekter Point-of-View, Atmosphäre schaffen, usw.)

Wenn jemand Fragen zu irgendeinem der Begriffe hat, möge er mich gern kontaktieren xD.

Welchen Tipp würdest du gerne anderen angehenden Autor*innen geben?

Tea Loewe: Tipp1: Fangt einfach an zu schreiben! Das ist der erste Schritt. Und wisst, dass es mitnichten perfekt sein wird. Anfängerkrankheiten hat jedes Manuskript. Immer. Selbst bei erfahrenen Autoren gibt es genug zu finden und zu verbessern. Ich würde mein Leben lang nicht mehr auf ein Lektorat verzichten wollen. Meine Ersttestleserin hat sich mittlerweile den Namen „Reißwolf“ verpasst – zu Recht. Sie zerhackt mir alles, das nicht Niet- und Nagelfest ist und das ist so verdammt wichtig. Aber es hat einige Jahre gedauert, bis wir derart offen und vertrauensvoll zueinander gefunden haben.

Tipp 2: Wenn ihr nach Kritik fragt, beschwert euch nicht, wenn ihr welche bekommt. Besser die Testleser und Lektoren fischen es raus, als später der eigentliche Leser.

Tipp 3: Verzichtet niemals – und ich meine wirklich NIEMALS – auf ein gutes Lektorat. Ein Lektorat ist nicht gleichzusetzen mit einem Korrektorat. Ein Korrektor schaut nur auf Rechtschreibung und Grammatik, ein Lektor hingegen auf den Plot, die Charakterentwicklung, den Szenenaufbau, die Absatzgestaltung, den Sprachstil etc. Auch ein guter Lektor kann niemals gleichzeitig auf den Inhalt und die Grammatik achten. Ob ihr zu einem Verlag geht oder über Selfpublishing nachdenkt ist aus meiner Sicht eine sehr individuelle Entscheidung. Aber egal wie – gönnt euch Lektorat UND Korrektorat.

Gerade für angehende Autoren können kleine Verlage eine große Chance sein. Sie nehmen auch Manuskripte unerfahrener Autoren entgegen und arbeiten mit ihnen gemeinsam daran, besser zu werden. Man verdient vielleicht nicht viel Geld damit und erlangt keinen Ruhm, aber das schafft man als Selfpublisher mit dem ersten Buch auch selten. Dafür kann man aber eine riesige Menge an Erfahrung mitnehmen, etwas, dass ich nicht missen möchte. Der Erfahrungsschatz ist in Geld nicht aufzuwiegen. Aber man erlangt ihn auch nur, wenn man sich nicht für den tollsten Autor aller Zeiten hält, sondern offen dafür ist, zu lernen 😉

 Das Geheimnis von Talmi'il  ~ Tea Loewe
Das Geheimnis von Talmi’il ~ Tea Loewe (c)

Erzähl uns bitte was über deinen Debütroman.

Tea Loewe: Mein Debütroman ist im August erschienen beim Hybrid Verlag, einem kleinen Verlag aus dem Saarland. Für mich als Leipziger total um die Ecke xD, aber in Zeiten der Digitalisierung auch keine Katastrophe. Wir haben insgesamt 1 Jahr lang mit 2 Lektorats- und einem Korrekturdurchlauf an dem Buch gearbeitet – Hand in Hand, eng und offen. Ich durfte beim Cover super viel mitbestimmen und habe auch da sehr eng mit dem Grafiker zusammengearbeitet. Das hat mir großen Spaß gemacht, wenn es auch ein hartes Lehrjahr mit vielen abendlichen Arbeitsstunden (die mir ja eigentlich nicht liegen) war.

Mein Debüt „Das Geheimnis von Talmi’il“ ist ein klassischer High Fantasy Roman in einer mittelalterlich anmutenden Welt. Es geht um zwei Königreiche, eine uralte Fehde und eine Todeswelle aus Magie. Als das Zarkonische Reich förmlich überrollt wird, reitet ein Rettungstrupp in die Ruinen von Talmi’il um der alten Sage nach einer magischen Waffe zu folgen, die als einzige Rettung für das Reich gilt. Auf dem Weg begeht Thronfolger Migal Zarkon jedoch einen schweren Fehler, der nicht nur sein eigenes Schicksal verändert.

Beim Verlag gibt es eine XXL-Leseprobe. Das Buch ist als Softcover oder EBook erhältlich auch bei KU.

Herzlichen Dank für das Interview und die tollen Tipps

Tea Loewe: Wer sich für mein nächstes Projekt interessiert, darf mir gern auf Facebook oder Instagram folgen. Die #wairua_trilogie ist am Entstehen, wird aber noch einige Zeit brauchen.

Ein Tipp, den ich oben vergessen habe und den ich beim neuen Projekt unbedingt berücksichtigen will – auch wenn es manchmal schwer fällt: Gut Ding will Weile haben!

Alle Interviews der Reihe “Ein Blick auf den Schreibtisch”