3 Tage Barcamp – genau mein Ding – #bcko19 #bcbn19

Barcamp Bonn bcbn19

Ich habe es mir tatsächlich anstrengender vorgestellt, doch es waren abwechslungsreiche drei Tage mit vielen netten Leuten und hat mir einfach unheimlich viel Spaß gemacht!

Falls du neu hier bist,

… nicht weißt, was ein Barcamp ist, lies einfach weiter. Es ist das Ü-Ei in der Veranstaltungswelt. Du fährst hin und weißt nicht, was dich dort erwartet. Das Barcamp Bonn ist grundsätzlich themenoffen, lud 2019 unter dem Motto „Kollektiv Kreativ“ gezielt Menschen aus der kreativen Szene Bonns ein, um diese mit der digitalen Szene, die immer gern zu Barcamps kommt, zu vernetzen.

Es gibt eine Vorstellungsrunde und die Sessions werden live vor Ort in den Stundenplan eingetragen. Klingt verrückt, funktioniert aber super. Ich bin wohl die, die so viel twittert 😉

Bevor der Beitrag explodiert, erfolgt ein kleiner Überblick

Barcamp ist, was die Teilnehmenden daraus machen. Die Veranstalter stellen den Rahmen, wir gestalten den Tag. Dazu gehören vielfältige Themen, persönliche Gespräche, Austausch auf Augenhöhe über alles, was Menschen bewegt und interessiert.

Aus einigen Sessions könnte ich einen eigenen Beitrag machen, will ich nicht, also bekommt ihr ein ausführliches Inhaltsverzeichnis, lest das, was euch interessiert. Jeder der folgenden Abschnitte kann isoloiert gelesen werden.

Tag 1 – Barcamp Koblenz – Es war anders

Tag 2 – Baracamp Bonn – Hier bin ich richtig

Tag 3 – Qualitätssonntag Bonn – Meine Community

Mit Bonn.Digital auf Klassenfahrt

Es ist ein Barcamp-Jubiläum für Bonn und Koblenz! Beide finden 2019 zum 5. Mal statt. Bisher habe ich es nie nach Koblenz geschafft, aber interessante Tweets gesehen.

Dieses Jahr passten die Termine zusammen. So kam es, dass wir Bonner gemeinsam am Freitag Morgen nach Koblenz reisten. Nicht mit irgendeinem Bus, nein, mit dem historischen grünen SWB-Bus fuhren wir die wunderschöne Rheinstrecke entlang. (Die Koblenzer kamen am Samstag über die Autobahn nach Bonn *kopfschüttel*)

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Es war tatsächlich sehr lustig im Bus mit den Reiseleitern Aziza und Johannes! Auch die Rückfahrt, für die ich die Reiseleitung übernehmen durfte – alle sind heil zurück gekommen.

Was im Bus passiert, bleibt im Bus, es sei denn jemand hat es getwittert! Keine Ahnung wer so etwas tun würde … #bcko19 #bcbn19

Eine Sache möchte ich euch allerdings nicht vorenthalten. Wir haben den Koblenzern ein Geburtstagsständchen gesungen. Wer war Schuld? Ich. Ganz geschickt habe ich die Idee im Tunnel aufgebracht. Um es aufzuzeichnen, singen wir lieber nach dem Tunnel, blieb mir Zeit mich wieder in den hinteren Teil des Busses zu verkrümeln und anderen das Anstimmen zu überlassen.

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Ich finde die Idee, gemeinsam mit der Community zu einem Barcamp zu fahren großartig und hoffe, dass machen wir bald wieder! Barcamp-Reisen mit Bonn.digital.

Barcamp Koblenz ist ein wenig anders als Bonn

In Koblenz wurden wir freundlich begrüßt. Ich persönlich mit der Herausforderung, den Hashtag #bcko19 in die Trends zu bringen. Ich war beim Barcamp Demokratie aufgefallen, was kein Kunststück war, da hat außer den Veranstalterinnen ja nur noch der Ukulele-Uwe getwittert, der leider in Koblenz fehlte.

Während sich nahezu alle Bonner direkt auf den Kaffee stürzten, begab ich mich auf die Suche nach einem Kaltgetränk und begegnete gleich einem hilfsbereiten Koblenzer, der bereits eine Cola in den Händen hielt und mir den Weg zum Kühlschrank wies.

Ein wenig Zeit zum plaudern an der frischen Luft, dann ging es los – im Stehen:

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Es gab ein paar richtig gute Session Pitches. Gleich der erste:

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Natürlich bin ich hingegangen und es hat sich gelohnt. Es ging seriös zu, alle blieben angezogen, aber den Texten ging es an den Kragen. Lies einfach weiter, es war die erste Session.

Geile Texte mit 247 Grad

Entsprechend der Ankündigung „Wir machen uns nackig“ ein Hinweis:

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Sandra und Felix sind natürlich auch auf Twitter, folgen lohnt sich, habe nur versäumt sie zu tagen.

Eine Aufgabe – 16 Schritte – 45 Minuten

Straffes Programm, aber wir sind durchgekommen! Ein Social Media Post sollte es werden. Zu Beginn steht die Zieldefinition. Was soll mit dem Post erreicht werden? Ein Beitrag geteilt, ein Produkt verkauft oder eine Diskussion begonnen werden?

Die Folien zur Session mit den vollständigen Schritten stellt Sandra Elgaß zur Verfügung:

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.slideshare.net zu laden.

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Ein paar Tipps, die ich für mich mitgenommen habe, liste ich euch auf:

  • Auf welche W-Fragen kann ich in diesem Post mit Bezug zum Ziel verzichten?
  • Der erste Satz muss knallen, sonst wird weiter gescrollt!
  • Floskeln langweilen – Prüfe jedes Mal, ob du sie wirklich brauchst. Eventuell spielst du mit ihnen?
  • In Emotion steckt Motion! Es geht um Bewegung. Geht es noch dynamischer in den Verben?
  • Satzzeichen machen die Melodie. Deklamiere deinen Text, funktioniert er?
  • Manchmal nehmen Leute gar nicht wahr, dass sie den Link anklicken sollen … Sag klar, was sie tun sollen, mehr lesen, diskutieren, kaufen … (Call to Action)

Tausend Dank für die vielen wertvollen Tipps!

Mein Ergebnis nach 16 Schritten in 45 Minuten, mitarbeiten + twittern:

Lass dich vom kleinen Kometen entführen nach #Bonn und in andere phantastische Welten. Tauche ein in meine digitale Welt der Geschichten. Begleite mich auf Barcamps und die Reise durch mein Bücherregal. Lies mein Blog www.kleiner-komet.de.

Update: Es gibt einen ausführlichen Blogbeitrag zu dieser Session von Sessiongeber Felix.

Karten spielen und mit verrückten Fragen Geschäftsmodelle entwickeln

Auch die zweite Session hatte einen guten Pitch, zumindest im Ansatz. „Karten spielen“ hatte mich gelockt. Doch was genau mich dort erwartete, war mir nicht klar, vielleicht habe ich auch nicht richtig zugehört.

Der Schock kam früh, denn es wurden Papier und Stift verteilt:

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Helmut und Stefan stellten ihr „Reverse Innovation Design“ -Kartenset vor. Die Idee gefällt mir, erinnert mich ein wenig an die „Learning Battle Cards“, die ich beim Method Jam im Story Atelier Cologne kennen lernte. Karten sind so flexibel und vielseitig zur Inspiration einsetzbar. Die Karten von ProTransform sollen dazu dienen ein Geschäftsmodell zu entwickeln bzw. weiter zu entwickeln. Jede Karte beinhaltet eine inspirierende konkrete Frage.

Es geht stets darum Ideen zu entwickeln und zu prüfen. Die Richter, ob die Idee gut ist, sind immer die Kunden. Das Kartenspiel kann im Unternehmen mit den Mitarbeitenden kreativ eingesetzt werden, auch mal in der Kaffeepause. Es ist hilfreich sich möglichst interdisziplinär zusammen zu setzen, viele Perspektiven zu sehen.

In einem Blitzworkshop haben wir die Karten getestet. Ein Teilnehmer aus der Runde bietet Naturcoaching an, raus in die Natur. Mit Inspiration der Karten durften wir kreativ sein Business verbessern.

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Ich hätte die Karte tauschen dürfen, doch ich fand sie gut. Campen passte zum Naturcoaching. Doch die Frage zielte auf den USP (unique selling point) des Unternehmens ab und dazu fehlten mir Informationen.

Es kamen viele gute Ideen zusammen.

Weitere Informationen, das Produkt und Workshop-Angebote findet ihr auf der Webseite von ProTransform.

Progressive Web Apps im Vergleich zu „normalen Apps“

Manchmal sind die Erwartungen an eine Session anders.

Ich lerne jetzt wie man eine App programmiert!

Markus hat herzlich gelacht, mich gehen lassen und eine andere Session besucht. Nein, ich habe nicht gelernt, wie ich eine App programmieren kann, aber ich weiß, welche ich euch gerne anbieten möchte. Stattdessen habe ich gelernt, dass es eine Alternative gibt zu den Apps, die ich mir im App-Store runter lade und welche Vor- und Nachteile diese haben. Meine App würde gut als Progressive Web App (PWA) funktionieren. Es gibt ein Word Press Plugin dazu, vielleicht habe ich doch gelernt, wie ich meine App programmiere?

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Mit den mobilen Apps gibt es ein Problem, denn schlaue Menschen sagen, dass die Zahlen zeigen, wir würden 80% unserer Mobile Zeit mit nur 3 Apps verbringen. Diese Lieblingsapps sind individuell verschieden. Bei mir ist sicherlich Twitter mit dabei. Twitter gibt es übrigens auch als PWA und eine Case Study besagt, das sei eine gute Entscheidung gewesen.

Die Entwicklung von Apps ist teuer und es ist verdammt schwierig unter die Top 3 der Lieblingsapps der Nutzenden zu kommen. Hinzu kommt, dass es vieler Schritte bedarf bis eine App genutzt werden kann.

  • Recherche, welche App nützt mir?
  • App im App-Store suchen, da Recherche oft im Web stattfindet
  • Installation der App, inklusive Akzeptanz der Datenschutzbestimmungen
  • Dann erst Öffnen der App (möglicherweise habe ich auch noch was vergessen)

PWA ist ein Buzzword zur Problemlösung – Was ist das jetzt?

Olaf sagt, es sei eine Best-Of-Kombi von App und Webseite. Es werden die Funktionen der Browser genutzt und sie sind offline verfügbar. Tatsächlich kann man sie auch zum Homescreen auf dem Smartphone hinzufügen und hat sie dann als Button. Eine anschauliche (nicht visuell attraktive) Erklärung findet ihr auf Blinde-Kuh.

Olafs Fazit:

Es gibt keinen Grund nicht darüber nachzudenken.

Die Vor- und Nachteile von PWA in einer übersichtlichen Folie:

Agile Koblenz – Wie werde ich agil?

Ein eindeutiges Barcamp-Highlight war diese Session. Perfektes Storytelling Leute! Vor einem Jahr fand sich auf dem #bcko18 das Netzwerk agile Koblenz (Twitterprofil) zusammen, welches sich seither regelmäßig trifft.

In der Session erzählten sie uns eine anschauliche Geschichte über zwei Schokoladenfabrikanten, die ihr Unternehmen agiler führen wollten. Einer von beiden las ein Buch und pickte sich heraus, was ihm gefiel, der andere holte sich einen Experten dazu und veränderte grundlegend etwas.

Während der Session habe ich die Geschichte live mitgetwittert, folgt dem ersten Tweet und lasst euch die weiteren anzeigen:

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Die Geschichte von Fritz und Franz könnt ihr online auf LinkedIn nachlesen.

Wir müssen wissen, dass wir etwas nicht können, es dann lernen und richtig anwenden.

Pinterest – Eine Plattform mit sieben Siegeln

Pinterest ist kein soziales Netzwerk, sondern eine Suchmaschine. Ich habe einen Pinterest-Account, theoretisch verstanden, wie man pinnt und die Plattform funktioniert. Doch sie sinnvoll für mich zu nutzen, ist mir bisher nicht gelungen. Die Session hat mir hier auch noch nicht wirklich weiter geholfen, der Fokus lag auf einem Tool.

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Demnächst werde ich mit Beate von ChaosHoch4 mal darüber plaudern, vielleicht kann sie mir meinen Denkfehler zeigen. Sie nutzt Pinterest auf jeden Fall erfolgreich.

Kryptowährung – Blockchain und Token – eigene Währungen erfinden …

Es folgte anschließend der nächste Versuch etwas zu verstehen, was ich noch nicht so recht verstanden habe: Die Blockchain-Technologie und die neuen digitalen Währungen.

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Krypotwährungen sind was für Spinner? Vielleicht war es das einmal. Doch was passiert, wenn Facebook eine Weltwährung namens Libra initialisiert? (Link zur Heise Meldung) Nein, das war nicht Thema in der Session!

Die Session war dann doch was für „Experten“, die sich bereits intensiver als ich mit der Materie befasst haben, also habe ich ein paar provokante Tweets geschrieben und befasse mich nochmal anders mit dem Thema. Während wir warteten, dass die Schlange am Foodtruck kürzer wurde, gab mir Markus schon mal eine hilfreiche Einführung – zu lang für diesen Beitrag, sorry.

Bcbn19 Basecamp Bonn

Tag 2 – Barcamp im Basecamp

Während in Koblenz noch Session stattfanden und gefeiert wurde, baute das Team von Bonn.Digital bereits das Barcamp Bonn im Basecamp Bonn auf. Eine wirklich tolle Location!

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Das fünfte Bonner Barcamp war für mich ganz anders als das Koblenzer. Ich traf eine Koblenzerin, die sagte, sie möge das Barcamp Koblenz lieber. Ich stimme ihr zu, ich mag Bonn lieber. Das Konzept ist dasselbe, nämlich offen und Barcamp ist eben, was die Teilnehmenden und Teilgebenden daraus machen.

Koblenz wirkt geschäftsmäßiger, digitale Themen mit starkem Austausch von Visitenkarten. Man präsentiert Themen, man präsentiert seine Firma. Bonn ist stärker intrinsisch motiviert. Es geht sehr vielen nicht darum sich beruflich zu vernetzen oder zu verkaufen. Es gibt eine sehr breite Themenvielfalt und sehr viele Diskussionsrunden. Schau mal auf den digitalen Sessionplan.

Ganz spontan gingen wir nicht nur zu zweit, sondern zu dritt zum Barcamp Bonn. Kathi kam mit!

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Obwohl ich zahlreiche Menschen schrecklich vermisst habe, habe ich viele tolle Menschen getroffen. Kathi fragte schon, ob ich alle kennen würde. Nein, natürlich nicht, aber am Ende des Tages waren es einige mehr!

Der erste war Michael, Bonns gelassenster Community Manager von SWB (Twitter, unbedingt folgen, wenn du in Bonn Bus oder Bahn fährst!). Erinnere mich gerne an die Session auf dem BCBN17 zurück, als es ein Community-Fantreffen gab.

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Die SWB hat derzeit übrigens sehr viele offene Stellen, falls jemand in Bonn sucht.

Wie erreichen wir unsere Zielgruppe, jugendliche Mädchen #GirlsWhoCode mit Katja

Katja hat mit drei anderen Frauen ein tolles Projekt KodePänz gestartet. Es geht darum, Mädchen für IT-Themen zu begeistern und sie in Workshops tolle Sachen ausprobieren zu lassen.

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Mich begeistert das Konzept. Leider ist die in zwei Wochen stattfindende Veranstaltung noch nicht ausgebucht. Also suchte Katja auf dem Barcamp nach Tipps, wie die Zielgruppe jugendlicher Mädchen besser erreicht werden kann.

Sie hat einige bekommen und wir haben viel diskutiert, Katja hat fleißig mitgeschrieben.

  • Jugendliche über Eltern abholen wollen ist kein schlauer Ansatz. Bei jüngeren Kindern kann man das machen.
  • Influencer der Region ansprechen – Multiplikatoren, denen die Zielgruppe Aufmerksamkeit schenkt.
  • Interessant auch die Diskussion darüber, dass Jugendliche im Job wieder nach mehr Sicherheit suchen, es streben wieder mehr junge Leute den Beamtenstatus an, anstatt frei und flexibel sein zu wollen.
#GirlsWhoCode

Umdenken mit Reinhild – Design Thinking für das eigene Leben

Design Thinking gehört eigentlich in den Bereich der Produktentwicklung, aber Reinhild wollte ein wenig mit uns umdenken.

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Reinhild ist Coach und hat einen Fahrplan für ein besseres Leben. Na gut, bisschen dick aufgetragen. Sie hatte Klebezettel an einer Telefonzelle. Die Wahrheit liegt bekanntlich dazwischen.

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Die Zentrale Frage ist, wie ich mein Leben so gestalten kann, dass es zu mir passt. Dabei soll die Frage möglichst mit einer positiven Absicht formuliert werden. Sei achtsam und gehe bewusster durch den Tag! Was tut dir gut?

Zu der Session gibt es auch einen Buchtipp: „Mach was du willst – Design Thinking fürs Leben“ von Bill Burnet & Dave Evans. Zum Abschluss hatte Reinhild noch eine konkrete Übung aus diesem Buch als Tipp: Das Good Time Journal.

  • Schreib 21 Tage lang auf, was du jeden Tag tust.
  • Ist dein Engagement hoch oder niedrig bei jeder Tätigkeit? (Hohes Engagement geht in Richtung Flow)
  • Die zweite Variable ist Energie, hoher oder niedriger Einsatz.

Wann läuft es gut? Wann sind Energie und Engagement in einem guten Maß? Das Timing spielt auch eine Rolle.

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Frei reden ohne Gelaber mit Bianca

Nachdem wir unser Leben umgekrempelt haben, ging es dem Gelaber an den Kragen. Bianca (Twitter) aktivierte unser Schulwissen, damit wir bessere Reden halten und auf Social Media besser kommunizieren.

Aller guten Dinge sind drei, also stellte sie drei von unendlich vielen Techniken vor:

Klassischer 5-Satz

Wenn du etwas zu sagen hast, geht das in der Regel in 5 Sätzen: Einleitung, drei Argumente und ein Schlusssatz. Starke Argumente sollte man früher einmal am Ende bringen, doch heute gilt, sie an den Anfang zu setzen, so lange man dir noch zuhört. Es ging dabei um das Argument, welches für die Zuhörenden wichtig ist, nicht für dich!

Warum drei Argumente? Drei ist eine magische Zahl, die uns vertraut ist.

Schmerz und Aspirin

Auch hier gibt es eine Einleitung und einen Schluss, statt drei Argumenten setzt du drei Problemtrigger und bietest anschließend drei Lösungen an. Am Schluss gibt es ein eindeutiges Call to Action: Komm zu mir.

Magic 3

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – jeweils ein Satz.

Im Anschluss konnten die Techniken noch geübt werden. Ich zog weiter, denn es gab eine parallele Session, die mich ebenfalls interessierte:

Partybus basecamp Bonn - bcbn19

Das allererste Barcamp fand 2005 in Palo Alto statt – Mikka

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Mikka war beim allerersten Barcamp 2005 dabei, hat Bilder mitgebracht und einiges erzählt. Vom Input habe ich viel verpasst, dafür die Diskussion mitbekommen.

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Auf dem ersten Barcamp ging es sehr locker und offen zu. Verkaufen und werben war ganz klar verboten! Es sind geile Sachen entstanden, Nerds haben offen gecodet und Probleme gefixt. Alles wurde hinterher ins Wiki geschrieben und geteilt.

Auch wenn das BCBN19 eine Struktur in Form von Sessions zur Orientierung anbietet, ist es eine freie Veranstaltung. Hingehen muss ja niemand zur nächsten Session, gemütlich sitzen und reden geht immer.

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In der Diskussion ging es heftig her. Spannend fand ich die Frage, was ein BarCamp braucht. Wie einige von euch wissen, wollte ich selbst mal eines organisieren. Ja, wir haben uns sehr viele Gedanken in der Planung gemacht, waren auch schon sehr weit, als wir uns aus persönlichen Gründen entschieden haben, es doch nicht zu machen.

  • eine Location – falls diese kostet, brauchst du Sponsoren
  • Akquise – ohne Teilnehmenden kein BarCamp – dafür gibt es die Barcampliste und Social Media
  • Versicherung (Pflicht in Deutschland)

Brauchen wir den anderen Schnick Schnack? Mikka sagt nein. Essen und Kaffee gibt es, wenn jemand es sponsort, ansonsten bringt jeder sich was mit oder es wird beim Lieferservice bestellt.

Anders gefragt wäre: Wollen wir den Schnick Schnack? Bonn Digital will ihn, möchte einen gemütlichen Rahmen mit leckerem Essen bereit stellen und ich mag es gerne so.

Meine offene Session über das Schreiben – Wie ich Hausaufgaben auf einem Barcamp verteilte

Barcamp ist, was du daraus machst. Wenn das Motto Kollektiv Kreativ ist und niemand etwas zum Schreiben anbietet, kannst du das doof finden, meckern darfst du nicht, höchstens selbst machen.

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Nach einem kurzen Input, wie es zum Blogroman kam und was mich inspiriert (Fahrt mit Drache Zahni und Safe Ludwig, die Buchhandlung im Kölner HBF), haben wir eine offene Runde gemacht. Jede erzählte, was sie schreibt und wir haben Tipps ausgetauscht.

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Ein paar Tipps haben sich auf Twitter gesammelt, danke euch!

  • Besuche Schreibgruppen, offline oder online, z.B. Schreib-Lust. (2007 habe ich dort mitgemacht und viel gelernt)
  • Pinterestboards oder Spotifylisten können bei der Inspiration helfen oder bei der Figurenentwicklung (bisher noch nicht ausprobiert)
  • Anfangen zu schreiben, Gedanken fließen lassen, später überarbeiten, Struktur in den Text bringen (dieser Text begann mit einer Struktur, aber sonst schreibe ich eher drauf los beim Bloggen)

Am Ende gab es dann eine Hausaufgabe, die sich aus dem Gespräch ergaben: Schreibe eine Geschichte mit den 5 Wörtern aus dem Tweet (s.u.). Ihr seid alle herzlich eingeladen mitzuschreiben. Schickt mir einen Link oder tagt mich auf Social Media. Ihr könnte mir eure Texte auch per Mail schicken.

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Diskussionsrunde mit dem Titel: „Kreative Ansätze für eine offene Gesellschaft“

Es war eine spannende Diskussion mit anschaulichen Beispielen zu der Frage: Wie kann unsere Gesellschaft offener werden?

Keine leichte Frage und kein leichter Weg. Ich fürchte der Wandel zu mehr Offenheit kann nicht ganz schmerzfrei ablaufen. Es braucht in meinen Augen Vorreiter, die offen über Tabus sprechen und sie „normal“ werden lassen.

Ich träume von einer Gesellschaft in der sich niemand mehr outen muss, egal, ob es um Sexualität oder Krankheiten geht. Wir alle sind Menschen und akzeptieren einander, egal, ob wir uns persönlich gut oder weniger gut leiden können.

Habt ihr Ideen?

Qualitätssonntag

Drei Tage BarCamp ist nicht für jeden etwas. Ich fürchtete vorab, dass es anstrengend wird, aber es war einfach schön. Der dritte Tag fand in gemütlicher Runde statt, frei von Unternehmenspräsentationen, dafür mit Sekt und Brunch. Es war beinahe wie eine schöne Familienfeier mit intensiven Gesprächen.

Mit Sekt auf 5 Jahre Barcamp Bonn anstoßen
Mit Sekt auf 5 Jahre Barcamp Bonn anstoßen

Es wurden spannende Sessions gepitcht und anschließend umsortiert.

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Johannes und Sascha eröffnen den Qualitätssonntag für die Community #bcbn19
Johannes und Sascha eröffnen den Qualitätssonntag für die Community #bcbn19

Personal Branding – Monisha erzählt von ihrer Zusammenarbeit mit Jamie Oliver

Monisha hat mit Jamie Oliver zusammen an seiner Social Media Kampagne gearbeitet und teilt mit uns ihre Erfahrungen, die im eigenen persönlichen Branding hilfreich sein können.

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Manchmal hat Jamie Oliver etwas auf seinen Social Media Kanälen gepostet, was dem PR-Chef nicht gefiel. Doch es war authentisch und es funktionierte.

Banken wollten ihm erst kein Geld für sein Restaurant geben. Kein Witz, derjenige der nicht investieren wollte, musste ihm den Award für die erfolgreichste Eröffnung des Jahres überreichen.

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Buchempfehlung von Monisha: „INSPIRED: How to Create Tech Products Customers Love“ von Marty Cagan.

Englische Telefonzelle im Basecamp Bonn bcbn19

Offener Austausch zu Smarthome – Markus erste Barcamp-Session

Smarthome – ein Zuhause mit dem man sprechen kann. Braucht man das? Will man das? Falls ja, was will man?

Für mich ist klar: Ich möchte keine Alexa, die mithört! Ich möchte aber auch nicht wirklich mit einer Dose kommunizieren, mit sich bewegenden Robotern schon eher.

Es war ein interessanter Austausch in kleiner Runde. Ich bin gespannt wohin die Entwicklung geht, im Allgemeinen und in meinem Zuhause, schließlich war es mein Mann, der diese interessante Diskussion eröffnet hat.

panorama Basecamp Bonn bcbn19

Danke Jungs von WP-Projects!

Nachdem wir bereits am Abend zuvor in kleiner Runde übers Bloggen geredet haben, boten Matthias und Udo auch am Sonntag eine WordPress Session an, einen DSGVO Check. Hier könnt ihr ebenfalls den kostenlosen Check machen.

Ich habe wertvolle Tipps mitgenommen, deren Umsetzung als nächstes auf meiner ToDo Liste stehen. Danke!

Ein Ausklang nach drei Tagen

Ich bin glücklich! Das Orga-Team wirkte etwas erschöpft, aber es hat sich gelohnt! Einen herzlichen Dank an euch: Sascha, Johannes, Aziza und Hannah für den tollen Rahmen!!!

Herzlichen Dank an den Gastgeber, das Basecamp Bonn und alle Sponsoren, ohne die alles nicht möglich gewesen wäre!!!

Zum Abschluss das Bild der Letzten der Letzten. Ein paar mehr waren am Sonntag noch da, aber nicht mehr bis zum letzten Moment. Gunnar hat ebenfalls fotografiert, sonst müssten bis auf Aziza und Hannah alle drauf sein.

Die Barcamp Bonn Community

Wer jetzt noch nicht genug gelesen hat, bitte hier entlang, zum Blogbeitrag von Sascha in dem alle anderen Beiträge gesammelt werden. Wir sehen uns gerne wieder beim nächsten BarCamp Bonn am 13. und 14. März 2020 oder bereits früher bei einem anderen Barcamp.

Inspiriert zum Schreiben – Mein #litcampBN19

Aller Guten Dinge sind Drei!

Einmal ist ausprobieren. Zweimal ist Tradition und beim dritten Mal ist es Brauchtum.

So ist es im Rheinland üblich, so moderierte Ute Lange das Litcamp voller Vorfreude an.

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Ein Tag, fünf Sessions, viele bekannte und bislang unbekannte Leute, viele Tweets und Retweets, ein gelungenes Barcamp. Ich nehme vieles für mich mit, vor allem ganz viel Motivation zu schreiben. Ein wenig davon möchte ich in diesem Beitrag mit euch teilen. Da sich die Sessions so wunderbar ineinander gefügt haben, gibt es diesmal keine strikte Trennung und wie immer alles durchmischt, mit meinen eigenen Gedanken und Schlussfolgerungen.

Vom Plotten und reisenden Helden

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Plotten kann sehr vielfältig gestaltet werden, beispielsweise über einen „Doppelten Plot“, den „Sanduhrplot“ oder den „Pikaresken Plot“. Dann wäre da noch die Schneeflockenmethode … Tanja Hanika gab uns einen kurzen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten.

Die Vorgehensweise beim Erstellen des Plots kann linear von Anfang bis Ende, rückwärts oder auch kreuz und quer erfolgen.

Ich bin wahrscheinlich der chaotische kreuz und quer Typ, daher ist die Idee einen Roman zu plotten, vielleicht ganz hilfreich. Dann kann ich ebenso chaotisch schreiben, aber habe ja einen Plan, an dem ich mich orientieren kann, damit ich mich nicht völlig in meiner Kreativität verlaufe. (Die Sonntagsgeschichte entsteht spontan kreativ, mit minimal groben Ideen, in welche Richtung es in den nächsten Wochen gehen soll).

Muss man denn plotten?

Nein, jeder wie er oder sie kann und mag. Wir hatten eine spannende Diskussion zum Thema und ich glaube es gab keine zwei Personen im Raum, die mit der gleichen Methode arbeiten. Die Möglichkeiten sind so wunderbar vielfältig und es gilt die passende für das eigene Projekt zu finden. Es lohnt sich, mal in die Thematik einzulesen. Tanja Hanika hat selbst auch ein „Handbuch für Autoren“ geschrieben.

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Vorher zu Plotten hilft dabei Logikfehler zu vermeiden und gute Figuren zu entwickeln.

Vorher Grübeln unterbricht nicht den Schreibfluss.

frei nach Tanja Hanika

Was wird denn überhaupt geplottet?

  • Setting – Was passiert Wo?
  • Figurentwicklung – Protagonist & Antagonist
  • grobe Handlung
  • Konflikte
  • Welche Fragen sollen sich die Leser stellen?
  • Eingestreute Hinweise sortieren
  • wichtige Gegenstände und wo sie sich befinden (gelernt in Janas Session, s.u.)

Der Plot selbst kann sehr konkret werden, Tanja Hanika plottet selbst eher grob.

Plotte so viel du brauchst, aber fang irgendwann an zu schreiben.

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Jessica hat noch einen Software-Tipp für vielfältige Figurentwicklung: „Figuren und Charaktere: Das Enneagramm als Werkzeug für Drehbuchautoren und andere Kreative“ (kein Open Source).

Die Heldenreise

Sie begegnet mir immer wieder und fasziniert mich auch sehr. Tanja Hanika erwähnte sie, Elke Pistor widmete ihr eine komplette Session.

Kurzgefasst

Nach dieser Session kaufte ich mir umgehend zwei Bücher:

  • „Rette die Katze! – Das ultimative Buch übers Drehbuchschreiben“ von Blake Snyder
  • „20 Masterplots – Die Basis des Story-Building in Roman und Film“ von Ronald B. Tobias

Auf ersterem basiert die Methode, die Elke uns präsentierte. Außerdem

Kreativ-twittern vom Boden aus

Genau wie Tanja, gab Elke zahlreiche Hintergrundinformationen und Tipps, die sich nicht alle mittwittern ließen. Da die Darstellung sehr bildhaft war, was ich teilweise in Gifs umsetzen konnte, ich an dieser Stelle meine Tweet-Story zu dieser Session mit euch teilen. Die einzelnen Etappen sind nicht vollständig!!

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(den Film habe ich nicht gesehen, daher habe ich mich gar nicht erst an der Bildsuche versucht)

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Neben Hitchcock haben zahlreiche weitere brillante Regisseure mit der Heldenreise nach Snyder gearbeitet. Sie eignet sich nach Elke Pistor auch hervorragend für Romane.

Ein nächster Band ist eine neue Reise mit einer weiterentwickelten Figur.

Noch ein paar Tipps von Elke zu den Protagonisten

Protagonisten wollen keine Konflikte, die Story braucht die aber. Brich das Problem runter, warum weigern sie sich? Was wollen sie? Am Anfang hast du einen Deppen, langweilig und voller Fehler.

Du darfst das größte Arschloch als Protagonisten haben, so lange er die Katze rettet. Daher der Titel von Snyders Buch „Rette die Katze!“. Die zentrale Frage ist: Wie wird aus dem Arsch ein guter Mensch?

Von Stolperfallen und verlorene Objekten oder wie wir plötzlich eine Leiche auf der Bühne lag

Der beste Session-Pitch des Tages ging eindeutig an Jana Tomy:

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Während Jana ein Manuskript las, wunderte sie sich ein wenig über eine am Stuhl gefesselte Frau, die abgeführt wurde. Hing der Stuhl jetzt noch an ihr dran? Lief sie daher komisch gebückt? (Jana führte dies anschaulich auf der Bühne vor.) Hätte ja sein können, doch dann trat ihr jemand in den Rücken. Ganz offensichtlich war der Stuhl irgendwo verloren gegangen!

Ein Fehler, der nicht selten passiert, daher wollte Jana mit uns ein Bewusstsein für Gegenstände entwickeln und hatte dafür ein paar ganz tolle Methoden aus dem Improtheater im Gepäck, die beim Schreiben nützlich sein können.

Übrigens ist Jana keine Plotterin, doch über ihre Gegenstände macht sie sich Gedanken.

Wir stellen einen Kessel auf die Bühne

Jana forderte uns auf, einen Gegenstand zu wählen, den wir imaginär auf die Bühne stellen. Wir wählten einen Kessel und sie fragte: Seht ihr ihn?

Tja, wie sieht der Kessel nun aus, groß, klein, mit oder ohne Henkel, etc.? Schnell waren wir mitten im Spiel, den Kessel so zu entwickeln, dass wir alle nahezu denselben Kessel vor Augen haben. Gar nicht so einfach:

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Dann kam einer mit dem Vorschlag, er habe eine Prägung. Ähm, nein! Da gingen nicht mehr alle mit. Wo denn? – „An der Seite, denn ich sehe keine.“

Die entscheidende Frage beim Schreiben ist nun: Ist diese Prägung später wichtig? Dann muss sie in die Beschreibung und zwar so, dass alle eine Chance haben, sie sich vorzustellen. Sie zwischendurch erneut zu erwähnen, bis sie gebraucht wird, ist ebenfalls hilfreich.

Gute Übung beim Schreiben, wie viel Info braucht der Leser, um dasselbe zu sehen wie ich und muss er das überhaupt?

Wir malen einen Wald

Nachdem wir den Kessel so schön gestaltet hatten, ging es an eine ganze Szene. Wir entschieden uns für den Wald. Während ich darauf wartete, dass der Kessel in Szene gesetzt wird, gingen die anderen abwechselnd nach vorne und malten das imaginäre Bild. Ein Baum wurde aufgestellt, eine Eule hineingesetzt, ein Pilzkreis auf dem Boden platziert. Von einer Stelle aus konnte man Wasser hören und nachdem wir einen Hochsitz hatten, lag da plötzlich EINE LEICHE!

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Male die Szene, bevor sie losgeht, visualisiere sie, um besser schreiben zu können, wie die Szene funktioniert Mit dem Setting entsteht vielleicht eine viel klarere Szene. Spiele und interagiere mit den vorhandenen Objekten.

Wenn ich Mal nicht weiß, was passieren soll, dann male ich mir so eine Szene und auf einmal liegt da so ein toter Jäger.

frei nach Jana Tomy

Wie viel soll ich denn nun beschreiben?

Eine schwierige Frage auf die Jana einen sehr guten Tipp hat:

Schreib im ersten Entwurf wie du dich am wohlsten fühlst. Für das richtige Maß hat man Testleser und Lektoren.

frei nach Jana Tomy

Das Problem ist ja, dass im Autorenkopf alles da ist, was in den Kopf eines Lesers noch rein soll. Bei Jana stand mal am Rand eines Manuskriptes die Frage: Wo sind wir gerade?

Ein Bewegungsspiel zum Abschluss

Mit ein paar Freiwilligen gab es noch eine lustige Impro-Übung zum Abschluss. Jana ging vor und die anderen sollten ihr in einer Reihe folgen und sie nachahmen. Wichtig ist, die Bewegung exakt an derselben Stelle nachzumachen. Das ist nicht nur lustig, gibt auch ein Gefühl für das Verhältnis von Körper und Raum.

Manch eine Romanfigur kommt ganz magisch an ihr Ziel, andere bewegen sich tatsächlich. Möchtest du deine Figuren durch Hindernisse beamen oder sie sicher hindurch führen?

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Social Media für AutorInnen und wie ich plötzlich auf YouTube landete

Ich war in der Session „Social Media für Autoren“ von Christian Milkus (und Zippi), habe in dieser nicht getwittert und schreibe jetzt völlig frei meine Gedanken zu dem Thema, unabhängig davon, ob wir es in der Session angesprochen haben. Es war eine schöne Diskussionsrunde. Gewürzt wird das Ganze mit Tipps aus der Session von Martina Troyer. die über Marketing für Autoren sprach und sich ebenfalls auf Social Media bezieht.

Beim Thema Social Media stellt sich immer die Frage: Muss ich das? Nein, du musst nicht, aber du kannst Social Media Kanäle als AutorIn nutzen, um mit deinen LeserInnen in Kontakt zu treten, dich und deine Bücher bekannt zu machen.

Ja, es kostet dich zusätzliche Zeit, aber es kann sich lohnen, nicht nur finanziell! Der Austausch mit anderen Buchmenschen, Lesende, Schreibende, Bloggende, Verlegende, Verkaufende ist unheimlich wertvoll.

Probiere aus, aber zwing dich nicht dazu einen bestimmten Kanal zu nutzen, der dir nicht liegt. Gib den Kanälen nur eine faire Chance. Schau dir andere Accounts an und lass dich inspirieren.

Was auch immer du tust, kommuniziere! Social Media ist Kommunikation, keine platte Einbahnstraßen-Werbung!

„Aber es geht doch nur um die Bücher“

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Viele AutorInnen möchten nicht ins Rampenlicht, da sollen die Bücher hin. Doch jede Geschichte hat ein Gesicht. Du bist das Gesicht deiner Geschichte, zeig dich!

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Auf dem Barcamp habe ich zwei Frauen zum ersten Mal getroffen und sie haben mich mit ihrer Persönlichkeit so beeindruckt, dass ich ihre Bücher unbedingt lesen möchte: Elke Pistor und Jana Tomy. Die Menschen, nicht die Cover oder Klappentexte!

Du bist AutorIn – Sei eine Marke

Werde online sichtbar – aber bitte mit Strategie (fordert Martina).

  1. Was macht mich aus? Was macht mich zu etwas Besonderem? USP
  2. Geh mit diesem Bild nach außen.
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Ich habe ja ganz chaotisch einfach mal gemacht und mich dabei selbst erfunden, als kleiner Komet. Chaos kann zum Ziel führen, wenn denn eines definiert ist oder Chaos bleiben. Es kommt wie immer darauf an, was du willst. Bücher verkaufen, Kontakte knüpfen?

Wen will ich wie und im zweiten Schritt wo erreichen?

frei nach Martina Troyer
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Martina findet online netzwerken gut und wichtig, schätzt aber ebenso das persönliche Gespräch #coffe42 (= Kaffee für zwei). Die 100 Kaffee Regel ist ein Ansatz um zu testen, wie dein Fremdbild wirkt. Probiere dich aus und finde in 100 persönlichen Gesprächen heraus, wie deine persönliche Geschichte bei anderen ankommt.

„Ich habe doch nichts zu erzählen/ zeigen“

Ich liebe ja die Frage „Was soll ich denn als Autor erzählen?“ Will doch niemand Fotos von mir am Schreibtisch sehen. Doch, zeig deinen Schreibtisch mit obligatorischer Tee- oder Kaffeetasse. Catcontent schadet auch nicht. Verwende dabei den Hashtag #Autorenleben.

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Tanja Hanika (schließen wir den Bogen zur ersten Session) geht in einen intensiven Austausch mit ihren Followern. Sie bindet ihre Leserschaft bereits beim Plotten, lässt sich Worte spenden, über Handlungen abstimmen, vergibt Namenspatenschaften oder Statistenrollen. Ihr zu folgen lohnt sich! Sie ist nicht die Einzige.

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Textschnipsel oder kurze Lesevideos funktionieren auch gut. Ich empfehle als schönes Beispiel den Instagram Account von Rose Snow.

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Nochmal zur Erinnerung, die Formel:

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Persönliches Storytelling ist mehr als der eigene Pitch Es ist dein Gesamtpaket, das bist DU!

Hab ein eigenes Zuhause und gehe aus

Ich mag Menschen, die das Internet wie ich verstehen, daher meine Tipps von Herzen:

Nutze eine eigene Webseite, ein Blog als digitales Zuhause. Hier gelten deine eigenen Regeln.

Nutze Social Media als Treffpunkte. Hier kannst du dich unterhalten, vernetzen, deine Themen (Links) verbreiten.

Nutze Veranstaltungen wie Barcamps, um dich ganz real zu vernetzen und ins Gespräch zu kommen. Bleibt über soziale Netzwerke in Kontakt.

… und YouTube

Videos sind ja eher nicht meine Welt, bisher. Doch als wir Steffis so mit Jasmin Zipperling rumalberten, sprang Zippi auf, sie brauche doch noch Videomaterial. Instastory dachte ich und plapperte albern los, als sie mir ihr Smartphone vor die Nase hielt … Tja, das Ergebnis ist dann doch länger als 24 Stunden zu sehen, denn sie drehte einen Vlog.

YouTube

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Wie immer nur ein kleiner Einblick …

… daher verweise ich an dieser Stelle auf die Sammlung aller Beiträge auf der Veranstaltungsseite und die bisher erschienen Beiträge:

Ein Blick in die zahlreichen Tweets #litcampBN19 lohnt sich ebenfalls, wobei ich gestehen muss, einen recht großen Anteil daran zu haben.

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Ausblick

Es wird auch ein viertes #LitcampBn20 geben, schließlich ist das Literaturcamp Bonn inzwischen Brauchtum!

Im Gespräch mit Rose Snow über Freundschaft und das Schreiben

Inzwischen habe ich einige Bücher von Rose Snow mit großer Begeisterung gelesen (Liste am Ende des Beitrages), allerdings noch nicht alle, dafür schreiben die zwei viel zu schnell. Ihr aktuellstes Werk „Ein Augenblick für Immer – Das erste Buch der Lügenwahrheit“ ist im Ravensburger Buchverlag erschienen. Für alle, die es vielleicht nicht wissen: Hinter dem Pseudonym Rose Snow verbergen sich die zwei Freundinnen Ulli und Carmen.

(c) Rose Snow

(c) Rose Snow

Eine Frauenfreundschaft, die seit Kindertagen besteht, die Entfernung von Wien nach Hamburg überlebt und es euch sogar ermöglicht, gemeinsam viele tolle Romane zu schreiben. Ich bin fasziniert, viele andere wahrscheinlich auch.

Habt ihr einen Freundinnentipp für uns? Wie geht ihr damit um, wenn ihr euch mal nicht einig seid?

Es klingt vielleicht langweilig, aber wenn wir uns mal nicht einig sind, dann reden wir einfach miteinander. Wenn wir beispielsweise bei einer Szene in unterschiedliche Richtungen gehen möchten, sprechen wir einfach über die Gründe – und finden auf diese Weise jedes Mal eine Lösung, mit der wir beide glücklich sind. Im Laufe der Zeit haben wir unsere Meinungsverschiedenheiten deshalb sehr zu schätzen gelernt, da sie unsere Bücher immer besser gemacht haben.

Ein ganz wichtiger Freundinnentipp für uns ist es, gemeinsam lachen zu können. Ein herzhaftes Drauflosgackern löst Spannungen auf und tut unglaublich gut. Wir finden beide, dass man das Leben und sich selbst nicht allzu ernst nehmen sollte. 🙂

Darüber wie ihr zusammen arbeitet, habt ihr in zahlreichen Interviews schon viel erzählt, es gibt viele Telefonate und Treffen. Ich habe mehrfach aus Spaß mit anderen, die ich nicht besonders gut kannte, zusammen geschrieben. Jedes Mal entstand etwas vollkommen anderes aus meiner Idee, wobei ich es auch ein wenig darauf angelegt hatte. Dagegen sitze ich aktuell endlich mal wieder an einem Schreibprojekt, einige Ideen bespreche ich mit meiner Familie und bekomme bereichernden Input, um die Ideen weiter zu entwickeln. Bei euch scheint es ähnlich zu sein, Ideen erzählen und gegenseitig weiter denken.

Glaubt ihr das ist nur möglich, weil ihr zwei euch so lange und gut kennt?

Nein. Wir glauben, das ist immer möglich, wenn die Chemie stimmt. Die gemeinsame Entwicklung einer Geschichte lebt ja auch von den unterschiedlichen Ideen – und die können genauso gut sprudeln und fließen, wenn man sich nicht so gut kennt. Wobei unsere lange Freundschaft aber sicherlich hilft, ist das große Vertrauen, das wir zueinander haben. Jede von uns weiß, sie kann mit jeder Idee um die Ecke kommen – auch wenn sie noch so abgefahren klingt – ohne Gefahr zu laufen, von der anderen für verrückt gehalten zu werden. Denn wir wissen ohnehin schon, dass das auf uns beide zutrifft 🙂

Steht die grobe Story, bevor ihr anfangt zu schreiben, oder entwickelt ihr diese im laufenden Prozess?

Ja, die grobe Story steht immer, wenn es losgeht. Bevor wir mit dem Schreiben beginnen, brechen wir unseren Plot auch schon in eine Szenenliste herunter und teilen diese Kapitel für Kapitel untereinander auf. Trotzdem kommt es natürlich immer wieder vor, dass wir im Schreibprozess merken, dass sich ein Charakter in eine andere Richtung entwickelt oder uns neue Ideen kommen, die dazu führen, dass wir den Plot flexibel anpassen.

Ein Augenblick für Immer - Das erste Buch der Lügenwahrheit ~ Rose Snow

Ein Augenblick für Immer – Das erste Buch der Lügenwahrheit ~ Rose Snow

Für eure erste Verlagspublikation unter dem Alias Rose Snow seit ihr gemeinsam in Cornwall gewesen, wie ich in euren Social Media Kanälen gesehen habe.

Was war zuerst da, die Idee zur Geschichte oder die Reise?

Zuerst kam die Idee, dann das Buch und am Ende die Reise 🙂 Natürlich haben wir uns schon während des Schreibens intensiv mit der Kultur und den realen Schauplätzen unserer Geschichte auseinandergesetzt – aber es war doch noch einmal etwas ganz anderes, die atemberaubende Landschaft Cornwalls und die Freundlichkeit der Menschen selbst zu erleben. Ehrlich gesagt hatten wir ein ziemlich straffes Programm, um in fünf Tagen alle Schauplätze zu besuchen, Fotos zu schießen und Videos zu drehen – aber der Zeitstress hat der Faszination, die wir erfahren durften, keinen Abbruch getan. Cornwall hat uns vom ersten Moment an verzaubert und wir wären am liebsten noch viel viel länger geblieben.

Was mich noch mehr fasziniert, als das gemeinsame Schreiben, sind eure Figuren. Das erste Buch, welches ich von euch gelesen habe, was „17 – Das erste Buch der Erinnerung“ und ich habe die Protagonistin Jo gleich in mein Herz geschlossen, das Gefühl gehabt eine neue Freundin zu gewinnen. Auch in euren anderen Büchern sind mir die Figuren immer sehr real und lebendig erschienen. Bei „Ein Augenblick für Immer“ habt ihr ein Zwillingspaar geschaffen, die beiden Jungs sind sich zugleich sehr ähnlich, dann aber doch sehr verschieden, hier erscheint es mir besonders wichtig, die Charaktereigenschaften klar abzusprechen.

Wie geht ihr die Figurentwicklung an, sodass beide die gleiche Vorstellung von der Person haben?

Absolut! Wenn wir einen neuen Charakter erschaffen, legen wir zuerst immer seine grundlegenden Eigenschaften fest. Das hat natürlich auch sehr viel mit seiner Geschichte zu tun. Um zu verstehen, wie ein Mensch tickt, muss man sich ja oft nur ansehen, woher er kommt, was er schon alles erlebt und welche Erfahrungen er bereits gemacht hat. Früher hat uns bei der Charakterentwicklung oft eine Checkliste geholfen, bei der wir die persönlichen Ziele, Träume, Ängste und Wünsche unserer Protagonisten gemeinsam definiert und festgehalten haben. Damit wir optisch dasselbe Bild von einem Charakter haben, suchen wir im Internet auch immer nach Fotos, die wir uns abspeichern – und dann können wir eigentlich schon mit dem Schreiben beginnen. Dabei entwickelt sich dann die Stimme unserer Charaktere, die natürlich möglichst einzigartig sein sollte. Der wichtigste Schritt ist aber wahrscheinlich, wenn wir mit unseren Protagonisten so sehr mitfühlen, dass sie für uns zu leben beginnen – denn dann können wir davon ausgehen, dass es auch unseren Lesern gelingt, eine Bindung zu ihnen aufzubauen.

Herzlichen Dank für eure wunderbaren Geschichten und eure Antworten!

Sehr gerne!

Ulli und Carmen in Cornwall (c) Rose Snow

Ulli und Carmen in Cornwall (c) Rose Snow

Zum Abschluss eine kleine Linkliste

Für weitere Informationen zu den Autorinnen, die Autorenwebseite, auf der ihr auch einen Blogroman findet.

Eine ältere, aber wie ich finde sehr schöne Autorenvorstellung bei Rabenmutti.

Weitere bereits gelesene Bücher, über die ich hier im Blog berichtet habe:

17 – Das erste Buch der Erinnerung

Die 11 Gezeichneten – Das erste Buch der Sterne
Die 11 Gezeichneten – Das zweite Buch der Sterne 
Die 11 Gezeichneten – Das dritte Buch der Sterne

3 Lilien – Das erste Buch des Blutadels
3 Lilien – Das zweite Buch des Blutadels
3 Lilien – Das dritte Buch des Blutadels

Der Prinz und die Schauspielerin (Einzelband)

13 – Das erste Buch der Zeit

To Be Continued … Sooon

Netzperlen – Autorenleben Schreiben und Bloggen

Diese Netzperlen sind schon ein paar Tage alt, die DSGVO kam dazwischen und ich wollte auf keinen der beteiligten Links verzichten. Sie sind zeitlos und sehr lesenswert.

Leidenschaft und Kreativität meets Wirtschaft

Ein schöner Blick hinter die Kulissen des Autorenlebens gewährt uns Melanie Lahmer (Blog).

Vom Erfolg des Buches hängt das Einkommen ab, der Markt ist groß, ebenso die Leidenschaft der Autoren. Doch der Buchmarkt ist knallhart, ebenso die Kritiken, die für Autoren sehr wichtig sind. Dennoch ist eine schlechte Kritik nicht immer leicht. Für mich als Bloggerin ist es übrigens auch nicht leicht eine negative Kritik zu schreiben, aber ich halte sie, sofern konstruktiv und sachlich (leichter gesagt, als geschrieben) für extrem wichtig, um Lesern zu helfen auf diesem knallharten Buchmarkt die richtigen Bücher für sich zu finden.

https://www.siegerland-krimis.de/2018/03/22/autoren-unter-druck-i/

Der Beitrag ist der Auftakt zu einer Blogreihe, lest unbedingt weiter!

Meinungsvielfalt, Rechtschreibung und Gefühle von Autoren sowie ihrer Leserschaft

Es ist unmöglich ein Buch zu schreiben, dass wirklich jeder Kritik stand hält. Davon bin ich überzeugt.

Warum? Weil wie Menschen so verschieden sind, unterschiedliche Interessen und Vorlieben haben. Genau das macht und Menschen so faszinierend und wunderbar!

Autoren sind ebenso vielfältig, wie ihre Leserschaft. Jetzt gilt es nur, die richtigen Leser mit den passenden Schriftstellern zusammen zu bringen. Ganz einfach, oder?

Autorin und Bloggerin Catalina Cudd hat einen wertvollen Beitrag zum Thema Rezensionen und warum sie alle wichtig sind geschrieben:

Die Sache mit den Rezensionen die nicht geschrieben werden

Ich bin glücklich über jeden einzelnen von Euch, dem ich ein passendes Buch empfehlen oder davon abraten konnte. Auch wenn Du ein Buch gerade deswegen gelesen hast, weil es mir nicht so gut gefallen hat. Dann habe ich meinen Beitrag über das Buch gut geschrieben und konnte weiter helfen.

Fabelwesen im Kampf

Sina (Twitter/ Blog) hat eine spannende Reihe in ihrem Blog gestartet. Sie analaysiert die Stärken und Schwächen von Fabelwesen, vergleicht diese mit den „typischen“ Waffen, mit denen sie dargestellt werden und macht neue Vorschläge, die vielleicht den Fähigkeiten angemessener wären. Sie hat mir vorab bereits persönlich von der Idee erzählt. Daher wartete ich sehnsüchtig auf einen ganz bestimmten Beitrag, der auch inzwischen online ist. Es geht um Wesen, die oftmals sehr liebreizend dargestellt werden, im Kampf aber richtig fiese Gegner sind.

Die Richtigen Waffen für Fantasy-Kreaturen

Bei Sina gibt es übrigens jeden Mittwoch einen neuen Beitrag in der Kategorie Schreibtipps, es lohnt sich regelmäßig vorbei zu schauen.

***

Hier findest du mehr Netzperlen.

#LBC18 – BloggerCon mit Autorentipps

LitBlogCon LBC18

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal von der LitBlogConvention erfahren. „Oh eine Veranstaltung für Buchblogger“, dachte ich. „Und das auch noch bei mir in der Nähe.“ Dann der Blick auf das Datum, keine Chance, ich hatte keine Zeit. Ein kleiner Moment der Enttäuschung, dann der Vorsatz: nächstes Jahr. Doch im nächsten Jahr waren die Tickets ausverkauft, bevor ich reagieren konnte und das an meinem Geburtstag … Bei dem Andrang ließ ich mich auch nicht auf die Warteliste setzen, wollte gar nicht hoffen, dass es noch klappt. Doch kurz vor der Veranstaltung, ganz zufällig, konnte ich doch noch ein Ticket übernehmen. Danke!

Es wird ein etwas längerer Beitrag, daher ein Inhaltsverzeichnis zur Orientierung

Die Veranstaltung

Vier Verlage, einige Autoren, eine Menge Blogger, das ist die LitBlogCon in Köln (#LBC). Zum dritten mal fand die Veranstaltung am 9. Juni 2018 im Verlagshaus von Bastei Lübbe statt und ich war dabei. Kurz vorher kam bei mir eine Sorge auf, wenn so viele Buchblogger aufeinander treffen. Wie wird es mit dem Hype um einige Starblogger sein, Neid, Missgunst, Zickenkrieg? Ich habe nichts dergleichen mitbekommen. Soll nicht heißen, dass es das nicht gab. In meiner Schulzeit (Mädchenschule) habe ich gelernt, solchen Dramen gekonnt aus dem Weg zu gehen. Stattdessen habe ich viele interessante Leute kennen gelernt und einige wiedergesehen, während ich andere vermisst habe.

Über zwei Sessions, die ich ebenfalls besucht habe, berichte ich nicht, da ich nicht viel daraus mitgenommen habe.

Kurz zu den Rahmenbedingungen

Tolle Location im Verlagshaus von Bastei Lübbe in Köln, wenn auch anstrengend über viele Stockwerke verteilt, Foyer, 3., 4., 5. Stock und Dachterrasse oberhalb des 6. Stock … Ein kleiner Aufzug, runter bin ich gelaufen, kleine Etappen hoch auch. Die Verpflegung war großzügig und lecker, ebenso großzügig die Geschenke. Nach der ersten Session wurden vorne Bücher neben den Referenten gelegt und ich dachte tatsächlich, wir sollten sie kaufen und signieren lassen. Gekauft wurde an diesem Tag nichts …

Es gab 5 Veranstaltungen über jeweils 40 Minuten. Anschließend eine offene Talkrunde zum Thema Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Verlagen und zum Abschluss ein offenes „Get Together“ bei einem Abendessen.

Es war kein Barcamp, sondern eine durchgeplante Veranstaltung, so konnte ich vorab auswählen und planen. Tatsächlich habe ich mich auch an meinen Plan gehalten. Die ersten drei Termine standen fest, bei den letzten beiden war ich noch ein wenig unentschlossen.

Mein Fazit zum Tag vorweg

Es war ein Blogger-Event und die Themen waren doch auf den ersten Blick eher an Autoren gerichtet. Schreiben, Recherchieren, Publizieren. Doch dann habe ich überlegt, was will ich als Buchbloggerin denn wissen? Selbst wenn ich kein eigenes Buch schreibe und eine Veröffentlichung plane, ist es doch unheimlich interessant, mehr Informationen darüber zu bekommen, wie Bücher geschrieben werden, was Autoren im Prozess erleben. Mir liegt hinterher lediglich ein fertiges Werk vor aus dem ich dann einen Blogbeitrag mache. In meiner Zeit vor dem Studium habe ich mich intensiv mit dem Thema Schreiben beschäftigt. Aktuell schreibe ich lediglich meinen Blogroman, aber noch immer interessiert mich alles rund um das Schreiben brennend.

Ich bin auf jeden Fall mit einem Sack neuer Informationen (buchstäblich auch Geschenke), neuen Kontakten und neuer Inspiration nach Hause gefahren und hoffe im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Aussicht vom Dach des Bastei Lübbe Gebäudes über Köln

Aussicht vom Dach des Bastei Lübbe Gebäudes über Köln

Drehbuchschreiben mit einem Daily-Soap-Autor

Als ich noch zu Hause bei meinen Eltern gewohnt habe, schaute ich regelmäßig GZSZ und „Verbotene Liebe“. Nachdem ich ausgezogen war, passte „Verbotene Liebe“ nicht mehr in meinen Tagesablauf als junge Mutter. GZSZ eine Weile schon noch, aber das regelmäßige Daily-Soap-Gucken alleine wurde mir schnell anstrengend und langweilig. Ein Comeback meines täglichen Fernseh-Guckens ergab sich mit „Verliebt in Berlin“, der Telenovela, die von 2005 bis 2007 auf Sat1 lief. 

Als ich die Session „Schreib ein Drehbuch“ für mich auswählte, hatte ich keinen Schimmer, wer Chirstian Schünemann ist. Drehbücher finde ich spannend, insbesondere nach der Session von Drehbuch- und Romanautor Claus Vaske auf dem Litcamp Bonn 2018. Tja, Christian Schünemann ist Daily-Soap-Drehbuchautor. Schreibt aktuell im Autorenteam von GZSZ mit und war auch für „Verliebt in Berlin“ verantwortlich. Er kommt übrigens von keiner Filmhochschule, sondern aus der Praxis, hat zeitgleich als Storyliner bei GZSZ begonnen und seinen ersten Roman geschrieben. Sein aktueller Krimi spielt hinter den Kulissen einer Daily-Soap. Er sagt selbst, er habe die Dramen am Set ein wenig abgeschwächt, obwohl sie immer noch ein wenig übertrieben wirken. Ich habe das Buch „Daily Soap“ hier und werde demnächst berichten. Übrigens hat Christian Schünemann beim Roman-Schreiben manchmal das Gefühl, er müsse sich um alles kümmern, was er beim Drehbuch an andere Kollegen abgeben kann. Er muss nicht nur die Story plotten, auch die Dialoge schreiben, die Szenen gestalten und seine Figuren einkleiden. Kamera und Licht fallen in sein Ressort.

Entsprechend konzentrierte sich die Session darauf, uns zu erklären, wie ein Daily-Soap-Drehbuch geschrieben wird. Spannend finde ich, die Zusammenarbeit im Autorenteam. Es gibt die Leute, die sich die grobe Story ausdenken und dann die Dialogautoren. Letztere sitzen gemütlich alleine zu Hause, während erstere gruppenweise im Konferenzraum hocken und hitzige Diskussionen führen, so lange bis die Storyline steht.

Was braucht eine Storyline?

In der Storyline werden die Szenen in Kurzform ohne Dialog dargestellt. Es muss mit drin sein, wie die Szene endet, insbesondere welche Haltung die Person am Ende einnimmt. Es braucht unbedingt den Konflikt.

Der Aufbau einer GZSZ Folge: 7 Szenen Hauptgeschichte, 6 Szenen der neu eingeführten Handlung und 5 Szenen für den Handlungsstrang, der geparkt werden soll. Ich habe mir 2 Folgen GZSZ angesehen und versucht zu zählen. Es ist gar nicht so einfach die Szenen den einzelnen Strängen zuzuordnen, nicht einmal sie überhaupt zu zählen. Nach langer Abstinenz wieder rein zu kommen, ist leicht, einige der alten Figuren sind auch noch immer mit dabei. Der Aufbau der Folge hat ebenfalls eine feste Struktur. Die allerletzte Szene ist der Cliffhanger, davor kommt die letzte Szene der neuen Handlung, davor die des Parkstranges. Eine ähnliche Struktur ergibt sich am Anfang, die habe ich aber nicht mitgeschrieben.

Jede Szene bekommt einen Oneliner und ein Abstract:
Oneliner = Ein Satz, der beschreibt, welche Emotion transportiert werden soll.
Abstracts = Grauer Text unter dem Oneliner, der die Szene beschreibt: Wer, wo, wann?

In der Session haben wir eine lustige Szene entwickelt. Es ging um Nora, die eine Bloggerconvention besucht. Anhand dieser Szene zeigte uns Christian Schünemann, welche Elemente beim Plotten wichtig sind. Zu berücksichtigen gelten auch die Regeln für einen möglichen Außendreh. Alles was im Studio gemacht werden kann, ist kein Problem. Grundsätzlich brauchen wir einen Konflikt und müssen auf einen Cliffhanger am Ende der Folge zusteuern. Ein Außendreh muss sich lohnen, darf aber auch nicht zu viel werden. Es stellt sich dann die Frage, ob die Story einen zweiten Drehtag rechtfertigen würde. Bei Daily Soaps braucht es mindestens 3, maximal 7 Szenen.

Eine andere wichtige Frage ist, ob man die Geschichte in den Szenen erzählt bekommt. Bei Nora haben wir uns eine Verwechslungsgeschichte ausgedacht. Es muss innerhalb einer Szene ablaufen, dass sie verwechselt und in die neue Herausforderung geschubst wird. Ansonsten bliebe ihr ja Zeit die Verwechslung aufzuklären.

Wenn die Storyline vom Autorenteam steht, geht sie an die Redakteure. Bei GZSZ arbeiten übrigens 8 Storyliner, an unserem Nora-Hauptstrang wären wahrscheinlich drei beteiligt gewesen. Drei ist laut Christian Schünemann eine gute Konstellation, während zwei gegensätzliche Ideen diskutieren, kommt dem dritten, der zuhört, vielleicht die geniale Lösung. Die Redakteure sind die Feinde der Szene. Sie haben an allem etwas auszusetzen und hinterfragen grundsätzlich alles.

Die richtig guten Geschichten muss man bis aufs Blut verteidigen.

Wohlfühlmomente

Wir brauchen den Konflikt, damit die Handlung voran geh. Allerdings bekommen die Zuschauer*innen schnell das Gefühl, dass alle aufeinander böse sind.

Unsere Figuren kriegen immer eins auf die Fresse, Deswegen braucht es „Warm ums Herz Szenen „, jemand, der mitfühlt.

Es braucht Szenen in der es der Figur gut geht, in denen auch mal etwas gelingt. Gerade bei “ Verliebt in Berlin“ misslingt Lisa nahezu alles. Doch manchmal gibt es diese schönen Momente. Sie halten nicht lange an, denn wir brauchen ja wieder den Konflikt … Christian Schünemann verriet uns auch ein Geheimnis des Erfolges von „Verliebt in Berlin“: Hauptdarstellerin Alexandra Neldel hat auch die dümmsten Cliffs wirklich gut gespielt. Sie hat eine sehr gute Mimik und Ausstrahlung. Einer seiner liebsten Cliffs ist eine positive Szene. Alexandra Neldel springt als Lisa in die Luft und die Szene friert ein. Es gab übrigens eine Verlängerung für „Verliebt in Berlin“, leider erst spät angekündigt. Das Autorenteam hätte einiges gerne noch ausführlicher behandelt, stattdessen wurde ein neuer Twist eingebaut. Dies erklärt im Nachhinein einige Verwunderungen, an die ich mich leider nicht mehr erinnern kann.

Was ich für mich mitnehme

Einige der Aspekte treffen auch ganz gut auf meinen Blogroman zu, der zwar keine Daily-Soap, aber eine wöchentliche Geschichte ist, bei der ihr Leser*innen ja auch gespannt auf die nächste Szene sein sollt. Vielleicht kann ich meine Kapitel noch ein wenig verbessern, oder bin ich schon gemein genug? Cliffhanger gibt es ja bereits, Krisen und Wohlfühlmomente ebenfalls.

Ein Roman wie ein Weihnachtsbaum – (Plotten)

Nach dem Plotten eines Drehbuchs, ging es auch in meiner zweiten Session um das Thema Plotten. Diesmal mit Krimiautorin Romy Fölck und ihrer Lektorin Gerke Haffner. Ihre Informationen lassen sich auf beliebige Genres anwenden, sind als verschiedene Optionen gedacht, ein kleiner Werkzeugkoffer zum mitnehmen. Es gab sogar ein umfassendes Handout zur Session, ein tatsächlicher Werkzeugkoffer auf Papier. Über das Hörbuch von Romy Fölck „Totenweg“ werde ich später berichten. Nachdem ich über das Projekt Bücherschrank, wieder Lust auf einen Krimi bekommen habe, passt das gerade wunderbar.

Romy Fölck hat sich extra für ihren Vortrag mit der Theorie des Schreibens auseinandergesetzt, ist selbst eine intuitive Schreiberin mit Struktur, die sich weiter entwickelt hat. Ihr dringlichster Rat ist, sich eine*n Mentor*in zu suchen, jemanden, dem man sein Werk zum konstruktiven Zerreißen geben kann. Sie hat so jemanden gefunden. Er hat unheimlich viel aus ihr herausgeholt und sein Lob bedeutet ihr wahnsinnig viel. Wir brauchen konstruktive Kritiker!

Autorin Romy Fölck mit ihrer Lektorin Gerke Haffner; Totenweg

Autorin Romy Fölck mit ihrer Lektorin Gerke Haffner

Weihnachtsbaum

Ein Roman braucht nach Romy Fölck ein gutes Fundament. Hierzu hat sie eine schöne Metapher, den Weihnachtsbaum. Für den Baum braucht es den Christbaumständer, ohne kann der Baum nicht stehen. Wir brauchen zuerst ein Konstrukt, damit unser Baum (die Idee) stehen kann. Dies ist die Architektur der Geschichte, der dramaturgische Bauplan. Ganz zum Schluss kommen Christbaumkugeln und Lametta an den Baum. Neue Idee dürfen beim Schreiben auch eingefügt werden, wenn der Baum sie tragen kann. Er darf nicht kippen!

Schreibtypen

Es gibt unterschiedliche Schreibtypen, klassifiziert nach Randy Ingermanson, deswegen muss auch jede*r Schriftsteller*in den eigenen Weg finden.

Stephen King ist ein Seat-oft-the-Pants-Schreiber. Ganz ohne Plan schreibt er darauf los. Allerdings sagt er auch, dass er abends im Bett über seine Geschichten nachdenkt. Genau so hat Romy Fölck auch mal angefangen. Mein bisher einziges fertig gestelltes Manuskript ist ebenfalls so entstanden.

Eine darauf aufbauende Variante ist Edit-as-you-go.Hierbei wird erst das alte überarbeitet, um wieder rein zu kommen und dann geht es weiter. Schreiben – überarbeiten – weiter schreiben. Der Gedanke wieder rein zu kommen, macht für mich Sinn, aber wenn mir eine Idee unter den Nägeln brennt, will ich schreiben.

Ein Schreibtyp, zu dem ich sich wohl viele Informationen im Netz finden lassen, ist Snowflake. Das Prinzip erinnert an die Idee des Weihnachtsbaumes, ist aber noch flexibler, wenn ich es richtig verstehe. Es gibt ein Grundgerüst. Dieses wird während des Schreibens weiter entwickelt und auch angepasst. Eine Anpassung ist beim Christbaumständer nicht vorgesehen, der muss stabil stehen.

Die Profiplaner gehören zum Typ Outline. Vor dem Schreibprozess wird ein detaillierter Plot angefertigt, in dem alle Einzelheiten festgehalten sind. An diesem Outline, der mich ein wenig an die Storyline aus der Drehbuch-Session (s.o) erinnert, kann man sich dann während des Schreibens orientieren. So schreibt Romy Fölck jetzt. Es ist harte Arbeit, macht keinen Spaß, aber es lohnt sich. Ein Vorteil der Methode ist, dass sie jeden Morgen weiß, was am Tag zu schreiben ist.

Du weißt jeden Tag welches Lametta du in den Baum hängst.

Zusammenarbeit zwischen Autorin und Lektorin

Romy Fölck arbeitet sehr eng mit ihrer Lektorin Gerke Haffner zusammen. Im ersten Schritt gibt es ein Exposé. Anschließend ein 40 bis 60 Seiten langes Treatment, ein Szenenplan, der teilweise auch kleine Dialoge enthält. Es folgt eine enge Zusammenarbeit mit der Lektorin, bis die Geschichte steht. Was kommt an welche Stelle? Ist die Figurenführung plausibel? Stimmt der Spannungsbogen? Sie gehen tief in die Diskussion, teilweise schriftlich, teilweise im persönlichen Gespräch. Die Arbeit mit dem Treatment hilft, Schwachstellen im Plot zu erkennen.

Lektoren sind grundsätzlich dankbar, wenn sie früh in den Prozess einbezogen werden und Weichen stellen können. Bei „Bluthaus“ hatte die Lektorin eine gute Idee, lieferte ein entscheidendes Puzzelteil.

Das Manuskript gibt Romy Flöck erst an ihre Lektorin, wenn sie selbst wirklich zufrieden ist. Doch auch dann findet Gerke Haffner immer noch etwas. Romy Fölck rät dazu sich nocht auf andere zu verlassen und den eugenen Anspurch hochbzu setzen.

Tools fürs Plotten

Aus den vorgestellten Tools wendet Romy Elemente an, ohne sie offiziell streng einzusetzen. Leseerfahrungen verinnerlichen die Struktur eines Romans, auch die Besonderheiten eines Genres. Gewisse Erwartungshaltungen sind aufgebaut, die beim Schreiben erfüllt werden müssen. Abweichungen von erprobten Strukturen bergen Risiken.

Ein Roman jeden Genres muss Emotionen erzeugen, sonst gehen die Leser*innen nicht mit. Beim Plotten ist es wichtig darauf zu achten, dass die Figuren nicht unter die Räder kommen.

Nicht nur für Fantasy, auch für andere Genres eignet sich die „Heldenreise“ von Joseph Campbell. Eine Figur ist am Ende der Geschichte nicht mehr dieselbe, wie am Anfang. Sie entwickelt sich.

Was passiert mit dem Protagonisten im Buch, wie geht er raus, was nimmt er mit?  (das kann etwas Materielles sein, eine Belohnung oder auch eine Erfahrung, die Entdeckung einer Fähigkeit.)

Eine Alternative zur Heldenreise ist die 3-Akte-Struktur, etwas weniger komplex. Romy Fölck orientiert sich an dieser und findet, dass man seine Ideen sehr gut in diese Struktur schreiben kann.

Meine Idee dazu war, erst mit der 3-Akte-Struktur zu plotten, dann mit der Heldenreise zu prüfen, ob die Figur funktioniert. Es lohnt sich sicher, sich mit beiden Strukturen mal zu beschäftigen.

Recherche mit Leidenschaft – Schokoladenkrimiautor Tom Hillenbrand

Für meine letzte Session ging es erneut auf das Dach. Zeitgleich starte ich übrigens mit Jasmin Zipperling, sie zu Fuß, ich mit dem kleinen Aufzug. Was glaubt ihr wer zuerst oben war? 

Warum Zippi die Session besuchte, dürfte jedem klar sein, wer sie kennt. Selbst entschied ich mich für diese Session, nachdem mir klar wurde, dass Tom Hillenbrand der Autor von „Hologrammatica“ ist, jener SciFi-Roman auf den ich an den Ständen aufmerksam wurde. Ich habe das Buch beim Verlag angefragt, wenn es klappt, berichte ich bald auch darüber.

Vorsicht dieses Cover nicht zu lange anschauen! Hologrammatica von Tom Hollenbrand

Vorsicht dieses Cover nicht zu lange anschauen!
Hologrammatica von Tom Hollenbrand

Auch er hielt die Session gemeinsam mit seinem Lektor. Das fand ich sehr interessant an diesem Tag, der Einblick in die Lektorate, die sehr wertvoll für die Autoren und die fertigen Bücher sind. Die Arbeit von Lektoren, Übersetzern und anderen fleißigen Beteiligten am fertigen Roman könnte vielleicht mehr gewürdigt werden. Noch habe ich keine konkrete Idee, aber vielleicht fällt euch ja was ein.

In der Session von Tom Hillenbrand ging es um die Recherche zu seinem demnächst erscheinenden Kriminalroman „Bittere Schokolade“. Seine Recherchen waren beeindruckend gründlich. Er hat viel gelesen, viel gegessen. Uns hat er ein wenig Schokolade zum testen mitgebracht und erzählt, dass wenige Chocolatiers ihre Schokolade wirklich selbst von der Bohne an herstellen. Stattdessen wird eine Schokoladenrohmasse importiert. Eine der wenigen deutschen Schokoladenmanufakturen, die „from Bean to bar“ produzieren ist Coppeneur, über meinen Besuch dort habe ich bereits berichtet.

Tom Hillenbrand schreibt kulinarische Krimis, die Xavier Kieffer Reihe. Im Wechsel schreibt er einen Krimi und einen anderen Roman, der mal historisch, mal SciFi ist. (Eine Übersicht seiner Werke) Dabei konzentriert er sich immer nur auf ein Projekt. Wenn sich zwischendurch Ideen dazwischen mogeln, werden sie notiert und später beachtet. Zwischen zwei Projekten plant er eine gewisse schreibfreie Zeit, doch irgendwie juckt es ihn dann doch in den Fingern und es geht weiter.

Die Xavier Kieffer Krimis spielen in Luxemburg und werden dort auch sehr gerne gelesen, immerhin haben die Luxemburger ihn zum Ritter geschlagen. Verzeiht den Titel kann ich nicht korrekt wiedergeben. Die Strecken im Roman kann man tatsächlich auch genau so ablaufen, die Adressen stimmen allerdings nicht. Muss eine Hausnummer angegeben werden, existiert die Straße, aber genau dieses Haus nicht, damit nicht plötzlich ungebetene Gäste bei ahnungslosen Menschen klingeln. Luxemburg ist eine dreidimensionale Stadt, die sich nicht so einfach über eine Stadtkarte erschließt.

Der Lektor stellte sich als fieser Interviewer heraus, seine Fragen kamen aus der Kategorie „Fragen aus der Hölle“, wie beispielsweise diese hier:


Spannend empfand ich die Frage, ob es im Laufe der Reihe schwieriger oder leichter wird. Die Antwort dazu, war auch gut:


Die Herausforderung besteht darin, die Figuren weiter zu entwickeln, sie aber noch dieselben Typen mit ihren Macken sein zu lassen. Kulinarische Ideen scheinen Tim Hillenbrand auch noch nicht auszugehen.

Weitere Beiträge von anderen Teilnehmerinnen

Sina, meine wunderbare Reisebegleitung von Bonn nach Köln – wir haben viel Zeit zusammen verbracht, aber auch einige unterschiedliche Sessions besucht, schaut auf jeden Fall bei ihr vorbei!

Silvia vom Lecker-Kekse-Blog habe ich ganz zu Beginn wieder getroffen. Einen Keks habe ich bekommen und ihre Mitbloggerin Astrid getroffen. Anschließend habe ich die beiden nicht mehr wieder getroffen, das macht ihren Blogbeitrag zu einer wunderbaren Ergänzung zu meinem.

Nadine war mit mir in der Drehbuch-Session – kennengelernt haben wir uns nicht, aber sie hat mich zitiert 😉 Ich schlug vor, Nele könne ja einen attraktiven Autor treffen, tja, das ist Stoff für einen Drehmonat … Nadine berichtet über weitere andere Themen, lohnt sich reinzuklicken.

Im Nachhinein für sympathisch befunden, da wir uns nicht begegnet sind: Die Bloggerin von duchgebloggt – folge diesem „Nerd mit Herz“ jetzt auf Twitter.

Viele nette Menschen, die ich getroffen habe, haben leider keinen Beitrag verfasst, den ich euch hier verlinken kann.