The Princess and the Fangirl ~ Ashley Poston

Wer „Geekerella“ nicht kennt, wird hier gespoilert!

The Princess and the Fangirl ~ Ashley Poston
The Princess and the Fangirl ~ Ashley Poston

Jessica Stone, die Schauspielerin aus „Geekerella“, gerät ein Jahr nach den Geschehnissen in Schwierigkeiten. Es ist mal wieder Zeit für die ExcelsiCon und dort trifft Jessica auf Imogen. Lustigerweise sehen sich die beiden verdammt ähnlich bis auf das winzige Detail der Haarfarbe. Jessica wittert ihre Chance ihre Karriere zu retten und lässt sich von Imogen vertreten. Unerwartet sprühen natürlich auch die Funken und die beiden entwickeln Gefühle.

Ich war ja schon riesiger Fan von „Geekerella“ und ich bin eventuell ausgeflippt, als ich gesehen habe, dass es noch einen dritten Band geben wird, denn für mich sind das unfassbar tolle Bücher. Wobei ich glaube „The Princess and the Fangirl hat mir eventuell noch einen Tick besser gefallen. Ich weiß es nicht, sie sind beide gut.

Obwohl das Buch auf Englisch ist, konnte ich es sehr schnell lesen. Es ist kein hochgradiges kompliziertes Englisch und die Geschichte ist einfach süß und spannend, da liest man gerne viel an einem Stück.

Bei so zweiten Bänden in denen es um andere Personen, als in dem ersten Band geht, bin ich mir immer unsicher wie gut ich das finde. Ich mag es gerne, wenn man noch was von dem ich nenne es mal „ersten Pärchen“ noch was mitbekommt, beziehungsweise auch von den Freunden des Pärchens. Ich war erst ein bisschen enttäuscht, dass diese Menschen keine große Rolle spielen in diesem Buch. Also Darien taucht von allen noch am meisten auf, was noch am logischsten ist, da er ja der Schauspielkollege von Jessica ist. Zum Schluss hin muss ich aber sagen, dass ich finde, dass die Autorin es gut gemacht hat. Sie sind alle mal aufgetaucht. Der Magic Pumpkin existiert noch und taucht auf. Habe ich die Leute vermisst? Ja. Fand ich es am Ende ok, dass sie nur sporadisch aufgetaucht sind? Auch ja.

Allerdings bin ich gespannt, was sich die Autorin für Band drei einfallen lässt und ob der Magic Pumpkin und seine Leute, sowie Imogen und Jessica einen kleinen Part in dem Buch erhalten. Ich gehe mal stark davon aus, dass es wieder ein Jahr später spielen wird und die ExcelsiCon eine Rolle spielen wird.

Es handelt sich diesmal übrigens nicht um eine Cinderella Adaption. Wenn es an ein Märchen angelehnt ist, sind mir keine Parallelen aufgefallen. Für mich war es einfach nur eine Rollentausch Geschichte.

Jedem, der Geekerella gelesen und geliebt hat, kann ich nur diese Fortsetzung empfehlen!

 Kathi

The Princess and the Fangirl
Ashley Poston
erschienen 2019 bei Quirk Books
ISBN: 978-1-68369-110-5

Ein Buch mit allen Sinnen erfassen

Palace of Glass - C. E. Bernard
Palace of Glass – C. E. Bernard

Im letzten Urlaub am Strand hatten wir ein ein interessantes Gespräch über Bücher, tauschten Leseempfehlungen aus. Dann kam die Frage unseres Gesprächspartners „Ist es gehobener Schreibstil?“ Während ich noch grübelte, was genau er damit meinte, antwortete mein Mann bereits mit „Ja.“

Jetzt glaube ich zu wissen, was er gemeint hat, denn ich habe ein Buch mit einem besonderen Schreibstil gelesen. Auch wenn dieses Buch aus dem Englischen übersetzt wurde, bin ich mir sicher, es liegt an der Autorin, denn diese hat eng mit der Übersetzerin zusammengearbeitet. C. E. Bernard lebt nämlich eigentlich in Bonn, hat aber auf Englisch geschrieben, das Buch einer britischen Agentur angeboten und ein deutscher Verlag hat zugeschlagen …

Zurück zum Schreibstil: Ich wünschte, ich könnte euch erklären, was den Stil so besonders macht, aber das kann ich leider nicht, dazu fehlen mir die richtigen Worte. Vielleicht kann euch die Leseprobe von „Palace of Glass“ überzeugen (Link zur Leseprobe auf der Verlagsseite).

Vergangenheit oder Zukunft?

Es ist das Jahr 2045 und doch habe ich beim lesen immer wieder das Gefühl in der Vergangenheit zu sein. Hochgeschlossene Kleidung, inklusive Handschuhe, bloß keinen Fetzen Haut zeigen. Dann ist die Geschichte auch noch sehr royal. Ja, das Britische Königshaus gibt es, aber dennoch wirkt dieses sehr archaisch auf mich, der König durchaus verstaubter als die Queen of England. Auch Deutschland und Frankreich haben wieder Monarchen in der Urban-Fantasy Geschichte …

Und die Frauen? Haben nichts zu sagen, sich an gewissen Orten nicht aufzuhalten, keine Uhren zu tragen …

Doch hin und wieder schaut dann jemand auf ein Handy oder Tablet. Mehrfach erwischte ich mich bei dem Gedanken: Ach  ja, wir sind in der Zukunft, ein interessantes Kontrastprogramm.

Keine Berührungen

Wie konnte es zu einem solchen Rückschritt kommen?

Eine große Rolle dabei hat die Entdeckung der Magdalenen geführt. Magdalenen haben die Fähigkeiten über Berührungen der Haut Gedanken oder Gefühle anderer wahrzunehmen. Es gibt hier unterschiedliche Ausprägungen der Fähigkeiten, manche von ihnen haben die Fähigkeit andere Magdalenen zu erkennen. Da sie die Gedanken, Gefühle und Erinnerungen nicht nur wahrnehmen, sondern auch verändern können, ist es nachvollziehbar, dass dies Angst verursacht. Diese Angst führte zu zahlreichen Schutzmaßnahmen und dem Verbot von Hautkontakt.

Was wäre, wenn Menschen sich nicht berühren dürften?

Das war eine Ausgangsfrage der Autorin C. E. Bernard. Dazu hat sie eine faszinierende Hintergrundgeschichte entwickelt, starke Figuren in das Setting gesetzt und sich in „Palace of Glass“ dieser Frage gestellt.

Nach der Lesung und Buchparty schrieb ich, dass im Umgang mit diesem Verbot ein erotischer Hauch mitschwingt und diese Einschätzung war richtig. Auch wenn das Halten von Schleppen das neue Händchenhalten in London im Jahre 2045 ist, so besteht doch die Sehnsucht, das Verlangen nach Berührungen …

Mit allen Sinnen

Beim Lesen hörte ich noch lange über das erste Kapitel hinaus die Stimme von Vanessa, die den ersten Teil der Lesung übernommen hatte. Das Buch schreit danach aufgeführt oder verfilmt zu werden. Die Rolle der Rea ist schon einmal besetzt: Vanessa Basilio de Luca. Denn es war nicht nur Vanessas Stimme, sondern auch ihr Gesicht, welches ich beim Lesen gesehen habe. Ihre Ausstrahlung. Ob sie zu den Beschreibungen passt? Solche Details kann ich problemlos ausblenden. Keine Ahnung, welche Haarfarbe oder Größe Rea im Buch zugeschrieben wurden.

Die Autorin gehört zu derselben Schauspielgruppe wie Vanessa, der Bonn University Shakespeare Company. Daher sind die Anspielungen auf Schauspiel und Stücke von Shakespeare wenig verwunderlich. Auch diesen haftet der Schleier des Verbotenen an, eine Sehnsucht und ein Zauber, sehr gelungen.

Fazit

„Palace of Silk“ und „Palace of Fire“ erscheinen zum Glück bereits bald!

Eigentlich ist das Ende aushaltbar, aber es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen und Abschied von London zu nehmen. Ich will mehr davon!

Wer (Urban)-Fantasy liebt und nicht mehr zu jung für den erotischen Hauch ist, dem sei das Buch ans Herz gelegt! Einen Rat habe ich aber noch: Warte bis, die Bücher alle erschienen sind, dauert ja nicht mehr lange.

Noch eins zum Stichwort Berührungen: Aktuell lese ich sehr viele E-Books und genieße es ein Print-Exemplar in den Händen zu halten. Die Ausgabe von Palace of Silk ist zwar kein Hardcover, aber haptisch ein ganz besonderes Buch. Ihr glaubt gar nicht wie oft ich es schon gestreichelt habe. Insbesondere als ich nach der Lesung in der Warteschlange stand und das Buch für meine Tochter gekauft habe …

Edit: Inzwischen ist die Reihe abgeschlossen

Reihenübersicht

Palace of Glass
Palace of Silk
Palace of Fire

weitere Beiträge im Zusammenhang mit der Palace Saga

Releaseparty zu Palace of Glass
Releaseparty zu Palace of Silk
Releaseparty zu Palace of Fire
Freiheit für die Liebe


Das Buch wurde mir über das Bloggerportal von Random House zur Verfügung gestellt.

Palace of Glass
C. E. Bernard
penhaligon
ISBN: 978-3-7645-3195-9
Erscheinungsdatum: 19.03.2018