Ein Blick in die Zukunft auf der #Digital2018

DIgital2018, digitalrealZ

Ein gigantisches Event zum Thema Digitalisierung fand am 7. und 8. November 2018 in der Kölnmesse statt: Die Digital 2018, eine Initiative der Deutschen Telekom AG. Es war weder ein klassischer Kongress, noch eine Messe, es war ein Erlebnis:

Digitalisierung live erleben und einen Blick in die Zukunft wagen #Digital2018

Ein Inkubator von Ideen, ein Katalysator komplexer Prozesse, eine Plattform des Austauschs. Hier treffen herausragende Keynotespeaker auf Innovatoren, Wirtschaftsgrößen auf politische Entscheider und erfahrene Führungskräfte auf vielversprechende junge Talente. (Hagen Rickmann, Schirmherr der Digital 2018)

Es war tatsächlich großartig, vielseitig und sehr spannend mit vielen tollen Begegnungen, Menschen und andere …

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Für viele ein Highlight, für mich eine interessante Story: Die Anwesenheit von Apple-Co-Gründer Steve Wozniak. Er und Steve Jobs haben etwas getan, was viele Startups heute tun, einfach mal etwas gemacht, was sie unbedingt tun wollten! Es hat funktioniert, dabei haben sicher viele Faktoren eine Rolle gespielt, aber eine solche Geschichte macht Mut, das zu tun, was einem am Herzen liegt.

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Einen ganz kleinen Blick zurück auf das vergangene Event mit einem Ausblick in die Zukunft, will ich im folgenden wagen. Das Event war riesig und ich konnte mich nur einem Teil der Aussteller, Vorträge und Diskussionen widmen. Es gab noch so viel, was ich gerne gesehen oder gehört hätte.

Eine Aussage fiel immer wieder von verschiedenen Personen und kann nicht oft genug gesagt werden, bis wir entsprechend handeln:

Wir alle müssen unsere Zukunft gemeinsam und aktiv gestalten.

Wir entscheiden jetzt, welche Wege wir einschlagen wollen!

Dieser Verantwortung können und dürfen wir uns nicht entziehen!

Leider konnte ich bei der Eröffnung nicht dabei sein:

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Digitalisierung wird aus Mut gemacht (Tim Höttges, CEO Telekom Deutschland AG)

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Wie sieht unsere Zukunft aus?

Digital! Welche Technologien wir weiter entwickeln, entscheiden wir bereits jetzt. Es scheint alles möglich. Doch was wollen, können und sollten wir tatsächlich entwickeln?

In welcher Zukunft wollen wir leben?

Ein Gutes logisches Grundverständnis wird zunehmend wichtiger, kleine Programmieraufgaben immer leichter, z.b mit der visuellen Oberfläche des freien Roberta Lab. Mit diesem lässt sich auch ohne vorhandenen Roboter arbeiten.

Stand des Fraunhofer Institutes, Präsentation des Roberta Lab

Stand des Fraunhofer Institutes, Präsentation des Roberta Lab

3D Druck Technologie

Die Entstehung eines 3D-Druckers durfte ich zu Hause live erleben und finde sehr spannend, was wir bereits alles drucken können. Bei allem Staunen müssen wir uns bewusst bleiben, dass 3D-Druck nicht bedeutet, Dinge aus dem Nichts zu erschaffen. Die Materialien aus denen die Druckerzeugnisse entstehen müssen als Rohstoffe zur Verfügung stehen. Interessant ist, wie vielfältig diese Materialien sein können.

Die Magie des 3D-Druck folgt dem Prinzip des äquivalenten Tausches der Alchemie.

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Roboter werden nicht die Weltherrschaft übernehmen!

Ich möchte furchtbar gerne einen Roboter haben, oder auch mehrere. Einen Staubsaugroboter fürs Nützliche, einen niedlichen einfach aus Spaß. Kleine Aktionen programmieren, ohne besondere Vorkenntnisse, das reizt mich sehr. Irgendwann wird dieser Wunsch in Erfüllung gehen. Noch sind für mich alle Modelle unbezahlbar, so gerne ich es auch nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder gehabt hätte.

Stand des Fraunhofer Institutes, Präsentation des Roberta Lab

Stand des Fraunhofer Institutes, Präsentation des Roberta Lab

Egal ob humanoider Roboter oder den kleinen Calliope Mini, die Roberta-Initiative schult deutschlandweit Lehrkräfte im Umgang mit dem Roberta-Lab, um tolle Projekte in Schulen zu bringen.

Doch nicht jeder lässt sich vom Charme der humanoiden oder tierischen Roboter verzaubern. Vielen Menschen macht die Digitalisierung und besonders die Robotik Angst. Diesen Ängsten gilt es durch Aufklärung entgegenzuwirken.

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Egal wo Sie mit Robotern zu tun haben, Sie sollten darüber informiert sein!

Das war eine Aussage zu Beginn des Panels „Robots vers. Humanity“ bei dem Prof. Dirk Helbig (ETH Zürich, Informatik), Rafael Capurro (Capurro Fiek Stiftung für Informationsethik) und Dominik Bösl (KUKA AG) beteiligt waren.

Viele haben Angst vor Robotern dank SciFi.

Ist das so? Einer meiner liebsten Film-Trilogien ist Matrix und doch habe ich keine Angst vor den Robotern. Science Fiction ist für mich eine wunderbare Möglichkeit, Zukunftsszenarien zu entwickeln und durchzuspielen. Was wäre wenn? Das ist genau so wichtig, wie der Realitätscheck. Was gibt es wirklich? Am 21. Oktober 2015 war ein solcher Tag. Es war der Tag an dem Marty McFly aus „Zurück in die Zukunft“ mit dem DiLorean in die Zukunft reiste. Welche Vorhersagen waren eingetroffen, welche liegen noch in unserer Zukunft und welche waren einfach fiktive Ideen?

Von den bedrohlichen Szenarien, dass Roboter dank ihrer KI die Weltherrschaft an sich reißen, sind wir mit unseren aktuellen Möglichkeiten weit entfernt, sagte einer der Herren und hielt diese Visionen auch für unrealistisch. Ich denke, wir sollten uns bewusst sein, was wir entwickeln und den Menschen mit seinen Bedürfnissen immer in den Mittelpunkt stellen, wenn es um neue Innovationen geht. Technischer Fortschritt darf kein Selbstzweck werden.

Eine klare Zukunftsprognose dagegen lautet:

Unsere Enkelkinder werden als Robotic Natives aufwachsen.

Das mit den Generationen ist so eine Sache, aber die Robotic Natives Generation wird es sicher geben. Auf diese Aussage folgte eine zweite, sehr wichtige, nämlich, dass wir die Welt verändern werden. Da muss die Industrie Verantwortung übernehmen und aufklären!

Kritische Reflektion können wir nicht an Roboter abgeben!

Die Roboter werden Teil unserer Lebenswelt sein, die Frage ist, wie diese aussehen soll.

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Brainhack

Nach dem Panel „Robotic versus Humanity“ ging es im Vortrag von Prof. Miriam Meckel (WirtschaftsWoche) um unser Gehirn und die Frage „Wie wir unser Denken ans Internet anschließen“.

Miriam Meckel spricht über unser Gehirn

Miriam Meckel spricht über unser Gehirn

Sie präsentierte einige Forschungsergebnisse und erzählte von Erfahrungen, die sie selbst machen durfte. Die Neurowissenschaften haben schon erstaunlich viel erreicht. Erste Produkte kommen auf den Markt, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Nach dem Test eines Produktes, welches das Gehirn entspannen sollte, ist Miriam Meckel furchtbar übel geworden.

Die Fortschritte bringen viele ethische Fragen mit sich: Was wollen wir? Was dürfen wir?

Bei Locked In Patienten, Menschen, die sich nicht bewegen können, aber kognitiv fit sind, wurde schon sehr viel erreicht, um ihnen zu helfen. Mittels Implantat oder durch ein EEG kann allein durch Gedanken ein Computerprogramm gesteuert werden. Dies ist ein entscheidender Schritt hin zum Gedanken lesen. Doch wo man lesen kann, kann man auch hineinschreiben! Es ist eine Zweibahnstraße, betont Miriam Meckel.

Eine Zeit lang habe ich Neurofeedback mit Kindern gemacht und immer wieder betont, dass ich nur Gehirnwellen, aber keine Gedanken sehe! Die Angst davor, dass jemand unsere Gedanken lesen oder gar manipulieren kann, ist groß und berechtigt.

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Denken wir noch einen Schritt weiter: Was wäre, wenn wir unsere Gehirne per Chip miteinander verbinden könnten? In Experimenten mit Mäusen ist das bereits gelungen. Wir teilen mit Mäusen 99% unseres Genoms, weswegen sie beliebte Versuchsobjekte in der Medizin und Psychologie oder Neurowissenschaften sind. Der nächste Schritt nach erfolgreichen Tierversuchen sind Versuche am Menschen …

Werden wir demnächst Brainbubbles haben, in denen wir unsere Gehirne direkt miteinander verbinden? In einer solchen Zukunft wird kognitive Leistungsfähigkeit eine große Rolle spielen.

Wieder stellt sich die Frage: Was wollen wir?

Wir haben viele Möglichkeiten bereits am Markt, viel Gutes kann getan werden.

Doch wenn wir ans Gehirn gehen, gehen wir an den Kern unserer Menschlichkeit!

Wie können wir den Neurokapitalismus verhindern, fragt Miriam Meckel zum Abschluss ihres Vortrages und gibt selbst eine Antwort: Indem wir das tun, was wir am besten können: Nachdenken! Nachdenken, was wir wirklich wollen und aktiv unsere Zukunft mitbestimmen.

Miriam Meckel, Das Gehirn lesen

Miriam Meckel, Das Gehirn lesen

Um das Gehirn ging es auch in einem anderen Vortrag, den ich selbst nicht gehört habe. „Das Gehirn ist unsere wichtigste und geilste Plattform“, eine starke Aussage von Thomas Druyen (Siegmund Freud Universität Wien).

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Leider habe ich Neil Harbisson verpasst, seine Geschichte muss faszinierend sein. Cyborgs sind jetzt Realität.

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Fortbewegungsmittel der Zukunft

In Science Fiction Filmen wird viel geflogen. Ist das unsere Zukunft? Im Sommer wurde viel über Flugtaxis debattiert. Auf der Digital 2018 habe ich etwas anderes gesehen. Leider hatte ich am zweiten Tag ein schlechtes Timing und den Stand von Hyperloop unbesetzt vorgefunden. Auch am Stand von iEV ergab sich kein Gespräch. Daher belassen wir es an dieser Stelle bei den bildhaften Eindrücken …

Hyperloop, Fortbewegung im Vakuum

Hyperloop, Fortbewegung im Vakuum

iEV

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Dezentrale Netzwerke

Sascha Foerster (Bonn Digital) glaubt, dass unsere Social Media Zukunft in dezentralen Netzwerken liegt. Als Beispiel dazu hat er Mastodon vorgestellt.

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Bei Mastodon kann jeder einen eigenen Server aufsetzen und eine eigene Community aufbauen. Mein eigener Account-Name lautet: kleinerKomet@Bonn.social. Dabei ist „KleinerKomet“ der von mir selbst gewählte Name, wie bei Twitter, und „@bonn.social“ funktioniert ähnlich wie eine Mailadresse. Es steht für die von mir gewählte Instanz, die übrigens von Sascha Foerster über Bonn Digital bereit gestellt wird. Ich kenne ihn persönlich und habe daher ein besonderes Vertrauen in ihn, wenn es um die Frage des Datenschutz geht.

Ich kann mich dort mit anderen Bonnern vernetzen, aber auch weltweit mit Menschen, die über andere Instanzen das soziale Netzwerk nutzen. Auf Mastodon kann man für jeden einzelnen Toot entscheiden, wie viele Menschen ihn sehen sollen, alle oder nur bestimmte Gruppen. Es kann auch eine Content Warnung eingestellt werden, wenn sensible Themen in Bildern dargestellt werden. Die anderen User müssen durch einen erneuten Klick bestätigen, dass sie das Bild sehen möchten. Crosspostings zwischen Mastodon und Twitter sind möglich, aber nur von Twitter auf Mastodon, noch nicht umgekehrt, was mir auch logisch erscheint, da ein Toot 500 Zeichen lang sein darf.

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Der Vortrag wurde live auf Facebook gestreamt und aufgezeichnet.

Die Zukunft beginnt jetzt

Wenn die Zukunft jetzt beginnt und wir entscheiden, in was für einer Welt wir Leben wollen, gibt es zahlreiche Themen, mit denen wir uns befassen müssen. Dazu zählen IT-Sicherheit, Veränderungen anstoßen und ganz wichtig, den Menschen nicht aus dem Blick verlieren!

Dazu gehört auch, Jugendliche darin zu unterstützen ihren Weg in das Berufsleben zu finden. Die Auswahl an Möglichkeiten wird zunehmend unübersichtlicher, eine Prognose über eine mögliche Karriere ungewisser. Immer häufiger höre ich die Aussage, dass es einen Großteil der Jobs, die heutige Schulkinder werden wählen können, noch gar nicht gibt. Joblinge ist eine Initiative, um Jugendliche darin zu unterstützen einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Joblinge, eine Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit

Joblinge, eine Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit

Cyberkriminalität

Schon lange sind Hacker keine Hobby-Freaks mehr, die bei Mutti im dunklen Keller hocken. Es sind hochqualifizierte Profis, die hohen wirtschaftlichen Schaden anrichten, erklärte Dr. Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Das Ziel ist häufig Wirtschaftsspionage und der Handel mit Sicherheitslücken floriert.

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Die Sensibilität für IT-Sicherheit ist noch zu gering, obwohl bereits zahlreiche Skandale bekannt geworden sind. Auch in der Ausbildung von IT-Fachkräften fehlt es laut Constanze Kurz daran, dass sie lernen zu denken wie ein Hacker.

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Es gilt die Defensive stärker aufzubauen. Hin und wieder die Firewall aktualisieren genügt für ein Unternehmen nicht.

Tipps für Digital Leader

Ein Digital Leader ist derjenige, der für Digitalisierungsprozesse in einem Unternehmen zuständig ist. Interessanterweise meldeten sich nur sehr wenige Zuhörer dieses Vortrages auf die Frage, wer von uns ein Digital Leader sei.

Der spontane Vortrag von Ibrahim Evsan war sehr lebendig und auch ein wenig wach rüttelnd.

Die Digitalisierung passiert da draußen nicht in Ihrem Unternehmen!

Startups werden gegründet, damit sie Fehler machen, die sich große Unternehmen nicht erlauben können. Sie sind kleiner, flexibler und haben den Mut etwas auszuprobieren. Unternehmen brauchen neue Denkweisen, müssen offener werden und Digital Leader stehen vor vielen Herausforderungen, denn Digitalisierung umfasst immer das ganze Unternehmen, bis in die Tiefe.

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Ein guter Digital Leader spricht eine einfache und verständliche Sprache. Jeder, der mit Fachbegriffen um sich wirft, mag kompetent wirken, aber sobald er sich außerhalb seiner Fachkreise bewegt, wird er nicht mehr verstanden. Ein Digital Leader spricht im Unternehmen mit Menschen, deren Expertise in anderen Bereichen liegen. Spricht er diese in einer für sie verständlichen Sprache an, am besten mit für sie relevanten Inhalten, kann er auch etwas erreichen!

Ohne Social Media geht heute gar nichts mehr!

Unfassbar, es ist 2018 und wir sagen immer noch, werdet sozial!

Basics zum Thema Social Media:

  • Menschen folgen Menschen, keinen Marken!
  • Du brauchst ein Kernthema, kannst nicht über alles reden.
  • Nutze die Systeme, bevor sie dich benutzen! Wir werden Teil des Social Media Systems, Angst etwas zu verpassen, Suchtpotential.

Wir müssen unsere Werte, Gedanken, Themen nach vorne treiben!

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Cyberpsychologie

Dr Catarina Katzer habe ich bereits vor zwei Jahren auf der Bundeskonferenz Schulpsychologie 2016 kennen gelernt. Sie befasst sich mit den Einflüssen des Internets auf das menschliche Denken, Fühlen und Handeln. Geplant war ein Talk mit ihr und Verena Gonsch, Autorin von „Digitale Intelligenz“. Leider musste sie kurzfristig absagen. Auch wenn ich sie gerne live erlebt und vielleicht persönlich gesprochen hätte, war es ein super Talk. Über das Buch habe ich bereits berichtet und kann es euch sehr empfehlen.

Dr. Catarina Katzer auf der Digital 2018

Dr. Catarina Katzer auf der Digital 2018

Wir setzen uns selbst einem digitalen Stress aus, dem wir uns oft gar nicht bewusst sind. Der ständige Blick zum Smartphone, ob wir wieder eine neue Nachricht haben oder durch tatsächliche Benachrichtigungen (brummen, klingeln, blinken) werden wir ständig aus der aktuellen Tätigkeit herausgerissen oder haben schlicht die Angst etwas zu verpassen, wenn wir nicht regelmäßig nachsehen. Catarina Katzer schlägt folgendes Selbst-Experiment vor, um sich dem tatsächlichen Stress bewusst zu werden: Stelle für 16 Stunden einen Wecker, der alle 7 Minuten klingelt.

Es gibt auch Apps, die dir anzeigen können, wie viel Zeit am Tag du mit dem Smartphone online verbringst und welche Apps du nutzt. Hinterfrage einmal selbst, was für dich sinnvoll ist und was dir weniger gut tut. Entscheidend ist immer, dass du die Kontrolle über das Gerät behältst und nicht umgekehrt.

Unsere Gedächtniskapazitäten haben Grenzen. Die geltenden Leistungsanforderungen besagen: Mach alles schnell und gleichzeitig. Leider funktioniert das nicht. Daher brauchen wir neue Strategien, denn unter Stress und Zeitdruck neigen wir auch dazu mehr Fehler zu machen.

In den sozialen Netzwerken begegnen wir insbesondere zwei Extremen: Hass und glückliche Menschen. Was macht das mit uns?

Während unser Körper sicher vor dem Bildschirm bleibt, entsteht eine gewisse Distanz zu dir selbst, während du dich im Netz bewegst. Diese Distanz und Gruppenphänomene fördern Aggression. Dieser Hass gelangt auch wieder auf die Straße, ein Teufelskreis, den es dringend zu durchbrechen gilt. Wenig hilfreich ist es dem Hass mit Hass zu begegnen. Wir müssen deeskalierend reagieren, uns selbst bewusster machen, dass auch online Menschen mit Menschen kommunizieren. Distanzen abbauen und mehr Bewusstsein schaffen.

Das scheinbare Glück anderer kann inspirierend sein, aber auch frustrieren, abhängig vom eigenen aktuellen psychischen Status. Doch die Welt ist nicht nur Schwarz und weiß oder Hass und Glamour. Hinter jedem Profil sitzt ein Mensch, es sei denn es handelt sich um einen Bot. Diese Menschen sind vielseitig und es gibt zahlreiche Gegentrends, mehr Realität ins Netz zu bringen. Dies kann zum Beispiel unter dem Hashtag Nofilter passieren oder sich im Nachstellen von Glamourbildern zeigen. Positive Ansätze ermöglichen und helfen dabei, sich selbst zu finden. Es ist nicht alles schlecht in den Sozialen Netzwerken, entscheidend ist, die Informationen zu verstehen und einordnen zu können. Das Bewusstsein und die Nutzung der Jugend ist anders. Wichtig ist es, ein kritisches Bewusstsein zu entwickeln und eben nicht jedem Trend nachzulaufen

Daher beginnt Medienbildung am besten bereits in der Grundschule. Für Jugendliche sind Aufmerksamkeit, Freundschaft und Liebe wichtig. Das findet man online!

Auch die Familie ist ein Ort in dem Digitalisierung gelebt wird. Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder, sich dessen aber noch immer nicht alle bewusst. Es gab neulich eine Demo vom Kindern, die forderten, dass die Eltern ihr Smartphone weglegen. Gemeinsam den digitalen Lifestyle entdecken kann für Erwachsene und Kinder sehr wertvoll sein. (Link zum Beitrag auf Heise)

Leider wird viel geredet und wenig bewegt zum Thema Digitale Bildung, bedauert Catarina Katzer.

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Ein reales Erlebnis

Ich bin der Ansicht, dass wir aufhören müssen, die reale und virtuelle Welt getrennt zu denken, denn die sogenannte virtuelle Welt ist für viele von uns längst ein Teil des täglichen Lebens, gehört mit dazu und darf deswegen nicht mehr getrennt betrachtet werden. Das RL (= Real Life), über das wir Anfang des Jahrtausends sprachen, findet nicht mehr isoliert „da draußen“ statt.

Digital ist Real

Black Eyed Peas live auf der Digtal 2018

Black Eyed Peas live auf der Digtal 2018

Zum Finale der Veranstaltung gab es ein musikalisches Feuerwerk. Die Black Eyed Peas spielten ein großartiges Konzert und brachten Aussteller, Telekom-Mitarbeiter und Besucher der Digital 2018 zum Singen und Tanzen. Es zeigte nochmal deutlich wie schön es mit aller Digitalisierung sein kann, gemeinsam zu feiern, gemeinsam an einem Ort zu sein. Die Stimmung überträgt sich von Menschen auf Menschen, auch wenn beim „Magenta Musik 360 Grad“ Event sehr viel Technik im Einsatz war. Es standen Menschen live auf der Bühne und Tausende an der Bühne. VR-Technologie ermöglicht dieses Erlebnis inzwischen auch zu Hause.

Wie real kann es sein alleine im eigenen Wohnzimmer mit einer VR-Brille ein Live-Konzert zu verfolgen? Was brauchen wir um das reale Feeling auch digital real zu erleben? Ganz ehrlich, hier glaube ich, dass es nur gemeinsam mit Freunden zu einem großartigen Erlebnis kommt. Zusammen Tanzen,  Blickkontakt, Lächeln, Emotionen teilen, auch mal in den Arm nehmen, gehören doch dazu. Den Körperkontakt zu echten Menschen sollte meiner Ansicht nach keine Technik völlig ersetzen. Auch ohne direkte Berührungen, nehmen unsere Sinne die Anwesenheit anderer Menschen wahr!

Ich bin überzeugt, dass wir bei aller Digitalisierung auch in Zukunft reale Begegnungen brauchen und hoffe, dass uns niemals die „biologische Notwendigkeit“ intimer Begegnungen abgenommen wird. 😉

Wie sieht die Zukunft aus, in der Du gerne leben würdest?

Denke für dich selbst darüber nach, blogge darüber oder poste deine Vision in den sozialen Netzwerken. Welche Technologien sollen weiter entwickelt werden, um unser Leben angenehmer zu gestalten, welche ethisch kritischer betrachtet werden und welche sozialen Aspekte brauchen wir für ein erfülltes Leben?

Lasst uns unter dem Hashtag #digitalrealZ unsere Zukunft gestalten!

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Oliver Kepka (Telekom Deutschland), den ich bereits von zahlreichen Barcamps kenne, hat mich zu dem Event auf Basis eines Freitickets persönlich eingeladen.

Aller Guten Dinge sind Drei – Mein #SozialCamp 2018

Johannes und Sascha von BonnDigital eröffnen die Sessionplanung an Tag 2 des #SOZIALCAMP

Johannes und Sascha von Bonn Digital eröffnen die Sessionplanung an Tag 2 des #SOZIALCAMP

Zum dritten Mal fand das SozialCamp, das Barcamp für die Soziale Arbeit, statt. Veranstalter des BarCamps ist die Caritas mit mehreren Diözessan-Verbänden, unterstützt von der KatHO NRW und dem Katholisch Sozialen Institut in Siegburg, wo die Veranstaltung stattfand. Organisiert und durchgeführt wurde alles von Bonn.digital.

Ich liebe Barcamps, liebe es Menschen zu treffen und neue Inspiration zu finden. Bei allen drei SozialCamps war ich bisher dabei und bin es hoffentlich auch 2019 wieder! Save the date unter Vorbehalt: 12 und 13. Dezember 2019.

Mein Rückblick auf das erste SozialCamp 2016 und das zweite 2017 mit einer Reihe von Beiträgen.

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Zwei Tage SozialCamp 2018

Ich habe viele tolle Menschen wiedergetroffen und interessante neue Menschen kennen gelernt. Am ersten SozialCamp-Tag stand ich ehrlicherweise ein wenig neben mir und doch habe ich viel für mich mitgenommen. Insbesondere der gemütliche Abend nach dem ersten Tag hat mir gut getan. Ich habe noch nie eine Mangorinha getrunken, jederzeit wieder. Die Qual der Wahl ist auf einem BarCamp grausam. Einige Sessions wurden live gestreamt, das hat mir tatsächlich bei der Entscheidung geholfen, so konnte ich sie mir im Nachgang nochmal ansehen. Wie lange die Videos auf der Facebook-Seite des KSI Siegburg verfügbar sind, weiß ich nicht. Ich binde sie euch am Ende des Beitrages ein.

Leider habe ich es nicht zur Fortsetzung der wunderbaren Session „Einladung zum Tanz“ vom letzten Jahr geschafft. Zu dem Zeitpunkt war ich aber auch nicht mehr aufnahmefähig und daher bei Jana und den Spielen sehr gut aufgehoben.

Die von mir besuchten Sessions

am ersten Tag:

  • #digitalstattreal mit Rüdiger Dreier
  • Social Influencer mit Mello Hakopians
  • Dystopien „Wie real ist Qualityland?“ mit Irene Bähr

Tag 2:

#Digitalstattreal

Du findest im Internet zu jedem Thema eine Antwort. Darin sieht Rüdiger Dreier ein Problem, denn viele Themen werden im Netz von Bloggern intensiv bespielt, die auch Thema in der Familienberatung sein könnten, dort aber nicht vertreten sind. Die Sozialverbände haben zwar eine Menge Fachwissen, reden aber mit ihren Begriffen an der Zielgruppe vorbei. Ein Beispiel demonstrierte er anschaulich mit einer Mutter, die auf der Suche nach Tipps zum Stillen war. Selbst auf der Seite von Sozialverbänden war es noch schwierig, dort Hilfe zu finden. Blogs sind super, aber nicht alle Tipps, die dort zu finden sind qualifiziert. Die Augenscheinvalidität steigt mit der Anzahl der Follwer und Likes.

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Rüdiger empfiehlt, von Bloggern zu lernen, die richtigen Keywords zu verwenden und die eigenen Seiten ansprechend zu gestalten. Im Idealfall Landing-Pages zu wichtigen Themen einrichten, mit konkreten Informationen und Kontaktangaben. Dazu gehört auch digital erreichbar zu sein, statt einer reinen digitalen Visitenkarte.

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Ein interessanter Einwand kam von einem Beratungsstellenleiter. Seine Beratungsstelle sei stets voll, auch ohne dass er sich mit den Themen befasst, die im Netz aktuell sind. Genügend Menschen finden den Weg in die Beratungsstelle.

Dem gab es zwei Gegenargumente: Zum einen gab es den guten Einwand, dass Änderungen rechtzeitig stattfinden müssen, bevor sie gebraucht werden. Das andere Argument kam von Rüdiger selbst. Auch die Beratungsstelle in der er tätig ist, langweilt sich nicht. Allerdings hat sich etwas entscheidendes verändert. Es kommen weniger Menschen freiwillig in eine Erziehungsberatung. Das ist doch auffällig und mag tatsächlich damit zusammenhängen, dass Eltern woanders Rat finden.

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Social Influencer

Die zweite Session passte inhaltlich direkt an die erste. Soziale Einrichtungen können und sollten von sozialen Influencern lernen, mit ihnen zusammen arbeiten und sich in der digitalen Welt besser positionieren.

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Was können Soziale Organisationen von Influencern lernen?

Influencer müssen echt sein, ihrem eigenen Image treu bleiben und können deswegen hilfreiche Multiplikatoren sein.

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Können Soziale Unternehmen selbst aktiv werden oder sollen sie lieber Influencer einkaufen?

Beides ist möglich. Selbst aktiv werden braucht die richtige Kultur im Unternehmen. Freiheit und Vertrauen, sowie ein guter Informationsfluss. Sabine Depew ist eine wunderbare Vorreiterin bei der Caritas.

Gebt den Fachkräften die Freiheit sich auszuprobieren.

Die Ergebnisse der Diskussion hat Mello selbst dokumentiert und stellt sie über seine Dropbox zur Verfügung.

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Dystopien „Wie real ist Qualityland?“ mit Irene Bähr

Diese Session war eine kleine Diskussionsrunde im Foyer. Ich habe den Anfang leider verpasst und bin ein paar Minuten später dazu gestoßen. Während für mich bei „Qualityland“ Peters Problem im Vordergrund stand, fand ich es sehr interessant, welche Gedanken Irene sich zum politischen Aspekt der Geschichte gemacht hat.

Die Diskussion entwickelte sich in eine über den Einsatz von Messengern in der Sozialen Arbeit. Der Spagat zwischen Datenschutz und Interessen der Zielgruppe ist nicht einfach, rechtlich brisant, aber sozial relevant.

Eine empfehlenswerte Seite mit Tipps zum sicheren Umgang mit Apps & Co ist Mobilsicher.

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Gute Fotos für Social Media

Oliver Kepka kenne ich schon länger. Er ist ein Perfektionist, wenn er etwas macht, dann richtig. Damit hat er auch Erfolg. Während jeder einzelne Post von Oliver immer ein Bild hat, welches er gezielt auswählt oder selbst fotografiert und bearbeitet, poste ich eher spontan mit viel Herz. Das unterscheidet uns, aber dennoch bin ich offen für seine Tipps. Allerdings fehlt mir beim Thema Bilder die Geduld und das richtige Auge.

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Auch wenn für mich nicht zu jedem Tweet ein Bild gehört, finde auch ich, dass gute Bilder in Social Media wichtig und sinnvoll sind. Noch wichtiger natürlich die Beitragsbilder für Blogs. Ich gebe mein Bestes, mich zu verbessern und weiter zu entwickeln.

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Follower alleine sind kein Garant für Reichweite. Auch Accounts mit weniger Followern können Reichweite generieren, Likes und Interaktionen erhalten ansprechende Beiträge!

Unterschiedliche Aspekte eines Themas rufen unterschiedliche Gefühle hervor.

Die Auswahl ist nicht leicht, da nicht universell bei allen die gleichen Assoziationen entstehen. Es lohnt aber Bilder und Texte zu wählen, die zum verlinkten Thema passen.

Quellen für gute lizenzfreie Bilder

  • Pixabay
  • Pexels

Kleine Toolbox

Konkrete Tipps für gute Bilder

Genau hier wird es bei mir schon schwieriger. Ein paar habe ich für euch mitgetwittert:

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Bei Oliver klingt alles immer so wunderbar einfach, ist es für ihn auch, denn in wenigen Minuten erzielt er gute Ergebnisse …

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Sonja neben dem frischen Sketchnote zur Session „Gute Fotos für Social Media“

Videospiele in der sozialen Arbeit

Jana war auch auf dem FutureCamp. Ihr Spieleangebot war durchweg gut besucht und ich habe mich sehr gefreut sie auf dem SozialCamp wieder zu treffen und bei ihrer aller ersten BarCamp Session dabei zu sein.

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Ich liebe Spiele, Brettspiele, aber auch digitale Spiele, habe mich intensiv mit Computerspielsucht beschäftigt, sehe aber auch viele positive Möglichkeiten für den Einsatz von Videospielen und VR-Technologie. Daher war ich sehr neugierig auf Janas Session und hatte tatsächlich viel Spaß, denn ich durfte auch mal spielen.

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Videospiele sind Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Daher ist es wichtig, dass wir Erwachsenen und besonders Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sich auch mit dem Thema befassen. Ja, es gibt Computerspielsucht, aber es gibt auch viele positive Aspekte, die Videospiele ermöglichen.

Doch Videospiele sind nicht nur etwas für Kinder, Jana hat in einem Altenheim die Gelegenheit genutzt und Spiefreude implementiert.

Drei Spiele hat Jana vorgestellt:

Ultimate Chicken Horse

Ein Multiplayer Jump ´n´ Run Spiel, spielbar am PC oder Konsole. Leider kam ich etwas zu spät zur Session und konnte nur noch einen Nachruf auf den armen Johannes verfassen:

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Keeptalking Nobody explodes

Ein interessantes Kooperationsspiel. Eine Person muss im Spiel die Bombe entschärfen, die andere hat Informationen zur Verfügung, sieht aber den Bildschirm nicht. Das Spiel ist auf der Plattform Steam verfügbar.

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Snipper Clips

Ein Kooperationsspiel zu zweit bei dem unterschiedliche Aufgaben gelöst werden müssen. Die Spielfiguren können sich dabei gegenseitig zerschneiden, um die Aufgabe besser zu lösen. Zwei kleine Level habe ich mitgespielt. Beim ersten war es die Aufgabe beide Figuren so zu schneiden, dass sie in die vorgegebene Form passten. Beim zweiten musste ein Ball in einen Korb befördert werden. Wir fanden eine Lösung ohne uns zu zerschneiden.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

1. Barcamp (Gaming) Session ever beim #SozialCamp! War toll mit Euch! 💜 Spiele: #snipperclips #keeptalkingnobodyexplodes #ultimatechickenhorse . #gaming #sozialearbeit #videospiele Danke an @jottemm für die Fotos! 😀

Ein Beitrag geteilt von Jana Timme (@tea_punkt) am

Trauer in Social Media

Ein zunehmend wichtiges Thema ist der digitale Umgang mit Trauer. Gab es einst gesellschaftliche anerkannte Umgangsformen mit der eigenen Trauer und der anderer Personen angemessen umzugehen, weichen diese zunehmend auf. Auch die Beerdigungen selbst sind vielseitiger geworden. Mehr Möglichkeiten zu haben ist schön, mehr Freiheit, mehr Individualität. Doch damit einher geht auch die Unsicherheit.

Wo finde ich selbst Hilfe in meiner Trauer?

Wie gehe ich mit trauernden Menschen um, die ihre Trauer online teilen?

Wie können wir damit umgehen, wenn jemand aus unserem digitalen Netzwerk stirbt?

Wie können wir mit dem Thema Suizid sensibel umgehen, ohne den Werther-Effekt auszulösen?

Was passiert mit unserem eigenen digitalen Nachlass?

Das sind einige der Fragen, die wir andiskutiert haben. Es ist wichtig sich Gedanken dazu zu machen, denn niemand lebt ewig. Doch mit dem Verlust eines geliebten Menschen gehen wir alle anders um.

Unsere Gedanken hat Sascha in einem Sketchnote festgehalten:

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Für mich mitgenommen habe ich zwei Dinge aus der Session:

  • Regle deinen digitalen Nachlass!
  • Trauer erfordert einen sensiblen Umgang, biete ein Gespräch an, aber erwarte nichts. Siehst du einen Trauerpost, lasse einen lieben Gruß da, ein Zeichen, dass die Person nicht alleine ist.

Über das Thema Suizid habe ich bereits im Kontext Weihnachten ein paar Worte geschrieben.

Sascha beendet das #SOZIALCAMP 2018

Sascha beendet das #SOZIALCAMP 2018

Lifestreams zum Sozialcamp des KSI

Tag 1 – Teil der Vorstellungsrunde/ Sessionplanung (10:00) / Storytelling mit Mélina (ab 57:15) / Fachkräftemangel mit Uwe (ab 1:54) / Neues aus der Innovationsförderung – Lessons learned aus Speyer – Jan & Hannes (ab 2:53)

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Tag 2 Teil 1 – Sessionplanung/ Wie macht man eine digitale Agenda? mit Julia (ab 1:08) / Gute Fotos für Social Media mit Oliver (ab 2:07)

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Tag 2 Teil 2 – Die Blinden sehend machen mit Stephan (ab 0:11) / Jung Erklärt mit Studierenden der KatHO Köln /ab 1:11)

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Weitere Beiträge

Mein Rückblick auf das #SOZIALCAMP 2018 von Domingos Oliviera

#SozialCamp: Lasst uns das Internet zu einem guten Ort machen !! – von Sabine Depew, unbedingt lesen!

#SozialCamp – Wie digitalisiert darf Soziale Arbeit sein?  – Sara Hoyer auf reihnlandrelations

Aus der Welt gefallen – Mein Review zum #Sozialcamp2018 – Henrik Epe, IdeeQuadrat

Kurzes Video von Georg:

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#GehDanken von Benedikt:

https://twitter.com/BenediktGeyer/status/1056104995949551616

Benedikt interviewt die Jugend, Studierende der KatHO

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Gerne nehme ich weitere Beiträge in die Sammlung auf, wenn ihr auch etwas zum SozialCamp geschrieben habt.

Psychologen ins Netz

Mit kleinen Schritten zur großen Vision

Vor ungefähr einem Jahr habe ich mich in den Vorstand der Landesgruppe NRW des Berufsverbandes für Psychologen und Psychologinnen (BDP) wählen lassen, nämlich auf dem Sommerfest 2016. Vorher war ich sehr skeptisch, ob ich dafür geeignet bin. Doch dann hatte ich eine Vision und für mich eine Aufgabe gefunden: Der Verband muss ein wenig entstaubt/digitalisiert werden und einen breiteren Weg ins Netz finden.

  • Mehr Sichtbarkeit unseres Berufsstandes im Netz
  • Mehr Psychologen im Netz
  • Mehr Fachkompetenz im Netz
  • Bessere Vernetzung vieler Einzelkämpfer untereinander
  • Das Netz wird dann zu einem besseren Ort, wenn wir ihn dazu machen!

Meine ganz große Vision ist ein Barcamp Psychologie, ein Psychocamp, am liebsten in Bonn, meiner liebsten lokalen digitalen Community.

Ein besonderer Reiz ist auch die Kommunikation auf Augenhöhe, daher wird sich in den sozialen Netzwerken und auf Barcamps geduzt.

Erste Ansätze sind vorhanden

Große Ziele brauchen Mitstreiter und Geduld.

Der Berufsverband hat eine aktive Facebook-Seite und auch einen Twitter-Account. Unsere Vizepräsidentin Annette Schlipphak ist ebenfalls auf Twitter vertreten und begrüßt mein Bestreben unseren Berufsstand und den Verband in den digitalen Medien präsenter erscheinen zu lassen. Einige weitere Accounts gibt es auch schon, eine Basis auf der sich aufbauen lässt.

Unsere Landesgruppe hat seit Anfang des Jahres ebenfalls einen bescheidenen Twitter-Account, der hoffentlich zunehmend wachsen wird. Hierfür trage ich persönlich die Verantwortung.

Unser Sommerfest

Am 29. Juli haben wir von der Landesgruppe NRW im Hotel Königshof Bonn unser Sommerfest gefeiert. Bevor es zum gemütlichen Zusammensein, bei Essen und Getränken auf der wunderschönen Rheinterrasse kam, gab es einen Vortrag vom Kollegen Sascha Foerster von Bonn digital mit dem Titel „Social Media Phobia: Ich bin ein guter Psychologe, ich brauche keine soziale Medien“.

Sascha Foerster hat uns bei den Grundlagen abgeholt, erklärt was „digital“ bedeutet und was Soziale Netzwerke eigentlich sind. Es ist kein neues Thema, das Internet ist schon beinahe alt und auch Facebook gibt es nicht erst seit gestern. Doch während Soziale Netzwerke für viele Menschen bereits Alltag sind, sind sie für viele andere noch ein Buch mit Sieben Siegeln.

Sascha Foerster erläuterte, dass Blogs schon lange keine klassischen Online-Tagebücher mehr sind, sondern eine breite Bandbreite an Themen bieten, auch an psychologischen Themen. Von Wissenschaftsblogs, über Berichte zu Psychologischen Themen, bis hin zu persönlichen Erfahrungen ist alles vertreten.

Es folgte ein Überblick über die gängigen Netzwerke und ihre Zielgruppen, die laut Sascha Foerster streng genommen „Interaktionsgruppen“ genannt werden müssten. Denn es geht in den Sozialen Medien vor allem darum, mit Menschen zu interagieren und nicht einseitig mit Informationen zu bedienen.

Es führen viele Wege ins Netz und die Sozialen Medien, zwei Möglichkeiten:

  1. Man macht sich Gedanken und geht mit einer guten Strategie vor.
  2. Man probiert die Netzwerke für sich aus und entwickelt dann eine Strategie für die eigenen Ziele.

Twitter

Einen Rat, den ich während des Sommerfestes mehrfach gegeben habe, war, dass Twitter sich wunderbar zum ausprobieren eignet. Ja, es ist ein öffentliches Profil – man kann es auch privat stellen, ist in meinen Augen aber nicht Sinn der Plattform. Das bedeutet wirklich jeder kann lesen, was du geschrieben hast. Das bedeutet aber nicht, dass jeder alles über dich weiß. Man weiß eben nur das, was du bereit bist preis zu geben. Also sage, was du zu sagen hast und schweige über das, was du für dich behalten möchtest.

Twitter ausprobieren ist leicht. Im Grunde genügt es sich anzumelden. Dann kann man verschiedenen Personen „folgen“. Anfangen könnt ihr zum Beispiel mit @NrwBdp oder mit Themen, die dich interessieren. Einfach Suchbegriffe in das Suchfeld eingeben, #Hashtags erleichtern die Suchbarkeit. Wenn ihr merkt, dass die Inhalte nicht interessant sind, wieder entfolgen. Man kann einfach mal zuschauen, mitlesen, mit dabei sein. Das Mitreden kommt dann von ganz alleine.

Ein Unterschied zwischen klassischen und sozialen Medien ist, dass die klassischen Medien die Filterarbeit für uns erledigt haben und wir dies in den sozialen Medien selbst übernehmen müssen.

Ganz nebenbei ergibt sich dabei auch ein gewisser Werbeeffekt, insbesondere für die freiberuflichen Kollegen. Marketingexperte bin ich nicht, aber auch wenn es keinen direkten messbaren Erfolg gibt, Klient X kam wegen Tweet T in die Beratung, so ist eine gewisse Öffentlichkeit und Bekanntheit doch Grundlage jeden Marketings, oder nicht?

Beispiel Privatpraxis im Park – für mich die einzige Psychotherapeutische Praxis in Bonn, die ich namentlich benennen könnte, eben weil sie mir in den Sozialen Medien ständig begegnet ist, inzwischen hauptsächlich auf Google+ aktiv. Etwas positives ist hängen geblieben und kann weitere Akquise erleichtern, muss es nicht, kann es aber.

Weil wir es wert sind gehört zu werden

Psychologen leisten gute Arbeit in vielen Bereichen. Trotzdem assoziieren die meisten Menschen mit Psychologie Therapie oder banales Alltagswissen.

Psychologiestudenten wird immer wieder scherzhaft mit der Angst begegnet, sie könnten jetzt ihre Freunde analysieren und man müsse aufpassen, was man sagt.

Es gibt viele Bereiche, viele spannende Themen mit Relevanz für den Alltag vieler Menschen.

Sprechen wir darüber!

Schreiben wir darüber!

Seien wir wir mit dabei im Netz, wo jeder mitreden kann!

Zu unserem Sommerfest kamen zwei Politiker, die wir eingeladen hatten. Ein Zeichen, dass auch von Seiten der Politik Interesse an unserem Berufsstand und unseren Themen besteht.

Frau Dr. Claudia Lücking Michel (MdB, CDU) leistete uns während des Vortrages Gesellschaft. So blieb leider wenig Zeit für ein persönliches Gespräch.

Herr Ulrich Kelber (MdB, SPD) kam etwas später und blieb für einige Gespräche. Auch ein Small-Talk-Thema wie Fußball kann dann recht schnell psychologisch werden, insbesondere dann, wenn man mit unserem Vorsitzenden Jürgen Walter spricht, der Sportpsychologe ist.

Wir freuen uns sehr, dass beide unserer Einladung gefolgt sind, denn so wichtig die sozialen Medien sind, ist es der persönliche Kontakt bei einem guten Gespräch noch immer.

Ausblick

Die vielen Gespräche, die ich selbst im Nachgang des Vortrages geführt habe, zeigten mir, dass Interesse an dem Thema besteht. Es gibt noch viele Bedenken und große Skepsis, doch auch Neugier.

Ja, im Netz ist nicht alles wunderbar. Ja, es gibt Cybermobbing, Shitstorms und andere Probleme. Doch vor allem gibt es dort Menschen und um die geht es uns doch, oder?

Die Sozialen Medien sind aus dem täglichen Leben nicht mehr weg zu denken, auch wenn viele noch gut ohne leben können. Daher ist es wichtig, sich mit dem Thema zu befassen, egal in welchem Arbeitsbereich wir tätig sind, es wird immer mehr Berührungspunkte geben.

Neben den Risiken gibt es viele Chancen, die das Netz und die Sozialen Medien uns bieten, die sollten wir für uns nutzen. Auf der Straße lauern auch Gefahren und trotzdem gehen wir hinaus.

Traut euch und probiert es aus!

Der Vortrag war hoffentlich nur ein Anfang. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten den Weg „Psychologen ins Netz“ zu begleiten, bis hin zum großen Barcamp Psychologie. Erste Interessenten sind bereits gewonnen. Ich hoffe sehr, dass wir den Weg in NRW gemeinsam gehen!

Frei zitiert nach Sascha Foerster, während der Veranstaltung, die Mut zum Ausprobieren machen sollte, getwittert: