Realer Spionage Thriller

Ära des Verrats ~ S.D. Foik
Ära des Verrats ~ S.D. Foik

Die Geschichte ist so krass, die würde kein*e Lektor*in durchgehen lassen.

Ein Satz, den ich schon öfter gedacht und auch gehört habe, wenn ich etwas völlig absurdes erlebt habe, was in der Literatur garantiert als unrealistisch angesehen würde …

Dagegen steht das bekannte Zitat von Unbekannt:

Das Leben schreibt die schönsten Geschichten.

Jetzt habe ich einen Roman gelesen, der tatsächlich auf realen Begebenheiten beruht und ja verdammt, beides stimmt. Das Leben schreibt unglaubliche Geschichten. Das darf doch echt nicht wahr sein! Die Hintergründe zu „Ära des Verrats“ von S.D. Foik sind aber leider absolut real. Eine schöne Geschichte? Auf gewisse Weise ja.

Edward Snowden

Erinnert ihr euch? Damals 2013 schockte Edward Snowden die Welt. Vielleicht bewies er auch nur das, was wir im Grund wussten. Die NSA spioniert(e?) uns alle aus … Menschen forderten mehr Schutz der Privatsphäre und Datenschutz. Wir wurden gemahnt bewusster mit unseren Daten umzugehen. Alle deine digitalen Daten sind nicht sicher, sie könnten mitgelesen werden. Diese Botschaft führte zum Running Gag, Grüße an die NSA in Chats zu versenden oder auch Aussagen wie „Viel Spaß beim Auswerten meiner Suchhistorie“, insbesondere unter Autor*innen.

Was geschah mit dem Whistleblower Edward Snowden? Wir wissen, dass er sich derzeit in Russland aufhält. Er hat es geschafft geheime Dokumente der NSA zu veröffentlichen und in relativer Freiheit zu überleben …

S.D. Foik erzählt uns einen Teil seiner Geschichte. Vielmehr eine Geschichte seiner Jäger. Diese sind fiktiv. „Ära des Verrats“ beginnt im Juni 2013 in Hongkong, vor der Veröffentlichung …

Historischer Kontext

2013 ist jetzt noch nicht so lange her und doch sind die Ereignisse bereits Geschichte. „Ära des Verrats“ beginnt am 3. Juni 2013 in Hongkong und endet am 30. November 2013 in Kiew. Es geht um so viel mehr als die NSA-Dokumente.

Natürlich wird Edward Snowden gejagt, nicht nur von den Amerikanern, auch chinesische Triaden und der russische Geheimdienst sind hinter ihm her. Wahrscheinlich auch andere, die im Roman keine Rolle spielen …

Wir erleben die Ereignisse von 2013 aus Sicht der Verfolger, tauchen ein in das Leben der Geheimagenten, wie es sich für einen Spionage-Thriller gehört. Dabei liefert uns Autor S.D. Foik wichtige reale Fakten, über das damalige Zeitgeschehen und auch Vergangenes. Jede neu eingeführte Figur, so klein ihre Rolle auch sein mag, hat eine Vergangenheit, bringt neue Aspekte in die Geschichte, beleuchtet das große Ganze aus einem anderen Blickwinkel.

Ich habe vieles erfahren, was ich nicht wusste, vieles in einen Zusammenhang gesetzt, was für mich nicht bewusst im Zusammenhang stand.

Wenn ich dir jetzt erzähle, dass der Roman „Ära des Verrats“ mit Edward Snowden beginnt und einer Revolution in der Ukraine endet, wundert dich das? Dann lies das Buch, folge den Agenten und tauche ein in einen Teil unserer Geschichte.

Ära des Verrats ~ S.D. Foik
Ära des Verrats ~ S.D. Foik

Warnung

„Ära des Verrats“ ist ein Roman, aber leider beruht er auf Tatsachen, keinen schönen Tatsachen. Immer wieder habe ich geflucht und gedacht, das darf doch nicht wahr sein. Ja, es gibt rein fiktive Figuren, aber sie spazieren durch reale Ereignisse, keine schönen Ereignisse, sondern durch genau die Ereignisse, die wir aus den Nachrichten wahrnehmen, dann aber gerne wieder weit weg schieben. Es passiert ja woanders.

Phantastische Literatur macht es uns da so viel einfacher. Wenn reale Probleme behandelt werden, können wir sie leichter von uns schieben. Sie passieren ja in einer anderen Welt. „Ära des Verrats“ ist unsere Welt und die Ereignisse von 2013 wirken sich noch immer auf die Gegenwart aus.

Meine erste Frage nach Beenden des Buches war „Wie geht es weiter?“. Ich brauche nicht auf die Fortsetzung des Romans warten. Ich kann recherchieren und beispielsweise auf dem LIPortal nachlesen. Im Kapitel „Krieg im Osten, Chronik des Maidan“ finde ich genau die Ereignisse, die im Roman erwähnt werden und auch weitere …

Und jetzt lest „Ära des Verrats“, ordnet für euch die Ereignisse ein und hofft mit mir, dass S.D. Foik uns weitere spannende Romane schreibt, die uns historische Ereignisse so spannend näher bringen. Der Autor hat übrigens Ost- und Südosteuropäische Geschichte, sowie Politikwissenschaften studiert und arbeitet als Lehrer. Zahlreiche weitere Informationen zum Autor, Buch und Hintergründen erfahrt ihr auf der Autorenwebseite von S.D. Foik und es lohnt sich auch im auf Twitter oder Instagram zu folgen. Den Podcast von Sebastian und seiner Schwester Patricia „Buch und Bühne“ kann ich ebenfalls empfehlen. In der ersten Folge erfahrt ihr beispielsweise, dass das passende Getränk zu „Ära des Verrats“ ein guter Whisky ist.


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Das Buch wurde mir vom Autor zur Verfügung gestellt.

Ära des Verrats
S.D. Foik, 2020
Selfpublisher
ISBN: 9783750436275

Marketing für Autor*innen

Marketing für Autor*innen, eine Sammlung an Lesezeichen, Postkarten, Leseproben, ...

Die folgenden Tipps stammen alle aus den Live-Streams von Fakriro, dem Format „Impressum, der Talk zwischen den Buchseiten“ von Sabrina Schuh, Mary Cronos und Katharina Stein, die ich mit freundlicher Genehmigung für euch hier zusammen fassen darf. Dieser Beitrag möchte dir eine Inspiration sein, für weitere Informationen verlinke ich die jeweiligen Streaming-Videos.

Egal, ob du Selfpublisher bist oder im Verlag veröffentlicht hast, wenn du nicht als Top-Titel gehandelt wirst, lohnt es sich als Autor*in selbst ins Marketing zu investieren. Investieren muss dabei nicht immer mit Kosten verbunden sein.

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich gegen die Trennung von Offline und Online in zwei Welten ausspreche. Im Impressums-Talk wurden die Marketing-Themen auf mehrere Tage verteilt und die Trennung zwischen offline und online vollzogen, welche gar nicht so schlecht gewählt war. Letztendlich zeigt sich, dass eine Kombination und ein Zusammenspiel mehrerer Methoden empfehlenswert ist.

Marketing (fast) ohne Internet

Heutzutage passiert sehr viel online, aber es gibt noch ganz andere Wege, die Autor*innen Möglichkeiten bieten für die eigenen Bücher zu werben. Widmen wir uns diesen doch mal zuerst.

Egal, was du machst, die grundlegende Empfehlung lautet:

Dein Marketing muss zu dir und deinem Buch passen!

Veranstaltungen & Lesungen

Geh zu Buchmessen, nicht nur die beiden großen, es gibt auch zahlreiche kleine Buchmessen und Conventions, recherchiere mal, welche zu deinem Buch passen. Sei kreativ bei deiner Recherche, auch wenn nicht „Buch“ drauf steht, passt du vielleicht thematisch dahin.

Biete Lesungen, Signierstunden und Meet & Greets an, auf Veranstaltungen, in Buchläden oder Orten, die zu deinem Buch oder der Zielgruppe passen. Wenn du kannst, nimm dir ein Beispiel an Mira Valentin und verwandle dich in deine eigenen Figuren. (Interview mit Mira zum ausgefallenen Cosplay auf der LBM2020). Wenn du kein Cosplay deiner Figuren machen magst, überlege dir vielleicht trotzdem ein Erkennungszeichen, wie zum Beispiel Sandra Baumgärtner mit ihrem Schiffchen. Du kannst etwas wählen, was zu dir oder deinem Buch passt – machst du dich selbst zur Marke, brauchst du nicht bei jedem Buch neu mit dem Marketing anfangen. Alternativ kannst du wie Mary eine Figur aus deinem Buch mit dir rum tragen, manchmal aber auch ganz schön lästig, wie mir scheint, wähle also weise.

Buchladen

Frag im Buchladen nach, ob du deine Bücher auslegen darfst. Biete vielleicht an, sie vorbei zu bringen und sie zurück zu nehmen. Bring auch zu Lesungen deine Bücher mit, wenn gewünscht. Im Gespräch ist es wichtig, höflich zu sein. Finde die Person, die für dein Genre zuständig ist, frag, ob sie Zeit hat und du etwas erzählen darfst, dann pitch dein Buch und erzähle zu welchen anderen Büchern es passen würde.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, in den Buchladen zu gehen und das eigene Buch anzubieten? Jetzt. Hört mal rein in die Carpe Artes Folge „Luftig leichte Liebeslektüre oder reißerisch raue Räuberpistolen“

Klassische Medien

Vergiss neben sozialen Netzwerken nicht, die klassischen Medien wie Radio und Zeitungen. Lokale Zeitungen suchen immer nach guten Artikeln, die wenig kosten. Auch Radiosender sind interessiert. Denk auch an Studierendenradios. Im Umgang mit Medien empfiehlt sich, möglichst kurz und knapp alle W-Fragen, am besten im ersten Satz zu beantworten. So ist es leichter, deine Anfrage direkt an die passenden Ansprechpartner*innen weiter zu leiten.

Probiere es immer wieder mit jedem Buch neu.

Auf der Straße

Grundsätzlich solltest du immer Material dabei haben, du weißt nie, wo du deinen neuen Leser*innen begegnest. Du kannst an der Supermartkasse in der Schlange über deine Bücher quatschen und ein Lesezeichen verschenken, auf dem es vielleicht einen Link zu deiner Webseite gibt. Im Café, in der U-Bahn, überall triffst du auf Menschen. Lass sie auf dich aufmerksam werden, komm ins Gespräch.

Hilfreich sein kann zum Beispiel Harry Potter Fan-Stuff, sofern dein Genre natürlich passt. Leute reagieren darauf und du hast einen Gesprächseinstieg direkt zu einem buchigen Thema. Wenn du selbst in der Öffentlichkeit schreibst, fällst du auf. Menschen werden neugierig schauen, was du tippst. Gib ihnen eine Leseprobe, eine Visitenkarte und weise sie darauf hin, wie sie an den Lesestoff kommen können.

Tipp zur Lesezeichengestaltung

Gestalte eine Seite in schön, passend zum Buch. Die Rückseite kannst du für Informationen nutzen, auch ISBN-Nummer oder Link, ein QR-Code, der direkt zu einer Leseprobe führt.

Weitere Tipps

Lege dir den passenden Merch zu deinem Buch zu, vielseitig einsetzbar.

Netzwerke mit Kolleg*innen auch, um dir zum Beispiel auf Messen einen Stand zu teilen oder gemeinsame Lesungen zu halten. Tausche deine Goodies mit Autorenkolleg*innen, deren Zielgruppe auch zu deinem Buch passt. Niemand liest nur ein einziges Buch. Vielleicht teilt ihr euch auch gemeinsam die Kosten für eine große Plakatwerbung. Es gibt viele Möglichkeiten, gemeinsam etwas umzusetzen.

Arbeite mit Ironie und Humor. Sei authentisch in deinem Auftreten.

Nutze den Welttag des Buches, andere Jahrestage, die zu deinem Buch passen und mach Jahreszeitenaktionen.

Die Videos zu diesem Themenblog, findet ihr auf YouTube Teil 1 und Teil 2.

Online Marketing

Der zweite Marketing-Teil im Impressum Talk zwischen den Buchseiten, widmete sich verschiedenen Möglichkeiten das eigene Buch online zu bewerben. Weiterhin gilt, dass deine Aktionen online und offline am besten zusammen spielen.

Vorbestelleraktion

Motiviere deine Leser*innen bereits vor dem Erscheinungstermin dein Buch vorzubestellen. Biete mehr als das Buch, schaffe einen Anreiz es jetzt sofort haben zu wollen, beispielsweise besondere Beigaben passend zum Buch, vielleicht etwas selbst Gebasteltes. Christina Löw hat zu ihrer Märchenadaption „Träume voller Schatten“ Meerschweinchen gefilzt und zu „Der Kater unterm Korallenbaum“ Katzen aus Fimo gebastelt.

Kündige die Aktion rechtzeitig an, am besten einen Monat bis drei Wochen vorher. Dann bleibt dir noch genügend Zeit die Bücher rechtzeitig raus zu schicken, sollten dann auch pünktlich da sein.

Ein Vorteil für dich ist bei einer solchen Aktion, dass du als Selfpublisher viele Bücher auf einmal ordern kannst und auch die Beigaben kosten dich in Mengen weniger.

Buchpreisbindung ist immer ein Thema, wenn es um Beigaben geht. Es sollte wirklich nur etwas Kleines sein!

Bei eBooks sind Preisaktionen üblich. Beigaben sind weniger sinnvoll, da dies zusätzlichen Versand verursacht.

Blogger Relation

Mary und Sabrina haben ihre festen Bloggerteams mit denen sie gemeinsam Aktionen durchführen. Sie geben im Talk zahlreiche Tipps, wie sich Beziehungen zu Bloggern aufbauen lassen, schaut euch gerne mal das Video an. Weitere Tipps gibt es auch im nächsten Abschnitt.

Mary empfiehlt Bloggern Anerkennung & Wertschätzung entgegen zu bringen. Sabrina ergänzt: Schreib sie mit dem richtigen Namen an und geh vielleicht auch auf das Blog ein. Lasst Raum für Kreativität!

Auf meiner Erfahrung kann ich euch verraten, dass Sebastian (S.D. Foik) es goldrichtig gemacht hat. Er hat viel Zeit und Energie in seine Bloggersuche investiert. Kontakte aufgebaut, bei mir über Twitter, aber auch auf Instagram ist er aktiv. Ob er das ebenfalls als gute Strategie weiter empfehlen würde, müsst ihr ihn selbst fragen. Mein Beitrag zu seinem Buch steht noch aus, „Ära des Verrats“ ist meine aktuelle Lektüre.

Das Video zu diesem Themenblog, findet ihr hier auf YouTube.

Virtuelle Events

Der dritte Teil der Marketing-Reihe, drehte sich um virtuelle Events und knüpfte direkt an die Bloggerrelations an:

Blogtour

Deine Aktion muss zum Buch passen und das Team muss Lust drauf haben. Spaß macht es, wenn man ein gutes Team dafür hat. Sabrina und Mary mögen Blogtouren, aber es kann fad werden, wenn die Blogger keine Lust haben.

Wie funktioniert eine Blogtour?

Such dir die passenden Blogger zum Buch, die Zeit und Lust haben, was zum Buch zu machen. Man plant gemeinsam, spricht sich ab. Überlegt sich interaktive Anteile und vielleicht auch ein Gewinnspiel. Vorab wird alles beworben und dann geht es los.

Jedem Blogger teilt man einen Tag zu. Die Länge der Blogtour hängt davon ab, wie viel Zeit du als Autor*in bereit bist zu investieren oder von der Anzahl der Blogger und Ideen, die dir zur Verfügung stehen. Ein weiterer Faktor ist, wie viel dein Buch hergibt. Mary und Sabrina empfehlen, die Tour am Sonntag enden zu lassen, wenn mit höchster Wahrscheinlichkeit die meisten Zeit haben alles nachzulesen. Das Gewinnspiel würden sie dann bis Montag laufen lassen. Nur in der Adventszeit raten sie von Blogtouren ab, sonst geht das grundsätzlich immer.

Wie findet man die passenden Blogger?

Deine Blogger müssen nicht nur das Buch mögen, sondern auch das Thema. Wenn du dir die Blogger suchst, schau als erstes, ob das mindestens dein Genre passt.

Es gibt Services, die dich unterstützen, die passenden Blogger zu finden und dir auch bei der Organisation helfen. Der Nachteil daran ist, dass du keinen Einfluss darauf hast, wer mitmacht.

Schau dich in Bloggergruppen um, netzwerke selbst mit Bloggern. Mir persönlich ist es am liebsten zuerst über meine Social Media Kanäle mit anderen in Kontakt zu kommen, sich kennen zu lernen und wenn es passt, kann auch eine Kooperation entstehen.

Schreibe zum Beispiel auf deiner Seite aus und finde dein VIP-Team oft Blogger-Team genannt, die oft in Facebook-Gruppen organisiert werden. Mit diesem Team kannst du gut Aktionen planen und durchführen. Wenn du ein Team hast, fragen Blogger dich auch, ob sie Mitglied werden. Persönliche Kontakte und Sympathie sind eine gute Basis.

Inhalte

Meist geht es in Blogtouren um ein bestimmtes Buch. Die Person des Autors kann auch im Mittelpunkt der Tour stehen, deine Person, deine Bücher. Sei für dein Team da, gib Anregungen, aber schreibe den Bloggern nicht vor, was sie schreiben sollen und schreibe ihnen nicht die Beiträge. Ideen in der Hinterhand zu haben, ist gut. Lass die Blogger nicht alleine, hilf bei der Organisation und Planung der Tour. Gib ihnen Hilfsmittel, wie Banner, wenn du darin gut bist, und Informationen, die ihnen helfen.

Protagonisteninterviews sind kontrovers – geliebt oder gehasst, weil es davon inzwischen bereits zu viele gab. Auch hier sind es inzwischen immer dieselben Fragen, wie auch in den Autor*innen-Interviews. Vertrau auf die Kreativität deines Teams, probiert Neues aus und setzt nicht auf Altbewährtes. Deine Blogger wollen gelesen werden, du dein Buch verkaufen, niemand will eine langweilige Tour.

Gewinnspiele

Kann man gut machen, auch zu älteren Bänden, wenn ein neues erscheint. Weihnachten ist allerdings extrem voll. Lass vielleicht die Teilnehmenden was kreatives machen was zu deinem Buch passt. Übertreibe nicht mit den Gewinnen!

Gewinnspiele bringen Reichweite, werden oft geteilt, auch hier helfen dir deine Blogger. Wenn du Glück hast, hast du ein paar neue Follower. Nicht jeder Follower ist auch ein Käufer, wird aber als Follower immer wieder an dein Buch erinnert und kauft es eventuell später.

Vergiss neben den rechtlichen Hinweisen nicht, ein eindeutiges Ende mit Uhrzeit hinzuschreiben.

Leserunden

Leserunden sind klasse, aber anstrengend als Autor. Zwei grobe Varianten – Teile Leseabschnitte ein oder stelle direkte Fragen. Letzteres ist aufwendiger für dich. Unterschätze nicht den Aufwand, auf alle Kommentare zu antworten! Mach es auch unbedingt selbst. Lovelybooks ist eine gute Plattform, um auch von Lesern entdeckt zu werden, die dich noch nicht kennen. Lesende ohne Blog teilen ihre Rezension auch gerne auf Amazon & Co (was ich ja nicht mache).

Online-Lesungen

Lesungen gehen auch online, Mary mag interaktive Formate, wie zum Beispiel die Impressums-Streams. Lies ein Stück und quatsch ein bisschen. Lesungen können auch aufgezeichnet und auf YouTube oder andere Plattformen geladen werden. Eine Live-Lesung braucht eine stabile Internetverbindung. Im Talk kannst du das besser ausgleichen.

Die richtige Plattform für deine Live-Lesung ist da, wo deine Follower sind. Facebook und Instagram geht auch theoretisch parallel … hat Mary mal mit zwei Geräten gemacht.

Plattformen wie Twich oder Be.Live lassen sich auch gut nutzen, insbesondere wenn man nicht alleine liest.

Kündige die Lesung unbedingt ein oder zwei Tage vorher an, dann nochmal eine Stunde vorher, dann lies was aus deinen Lesungstexten. Aktueller Bezug bei der Auswahl der Stelle ist auch nicht schlecht. Geh auf die Fragen deines Publikums ein, auch während einer Online-Lesung. Diese kann man alleine machen, eine Moderation kann dich aber auch unterstützen, damit du dich vielleicht wohler fühlst. Sie kann einen Dialog mit dir führen und die Situation auflockern.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Live-Lesung – abends, wenn die meisten Zeit haben, aber auch zu einem Zeitpunkt, an dem du selbst entspannt und fit bist. Bitte nicht abgehetzt zur Lesung erscheinen.

Was macht eine gute Social-Media Aktion aus?

Es gab sie nicht schon viel zu oft!

Mach was gemeinsam mit anderen Autor*innen, zum Beispiel Themenwochen. Nutzt eure gemeinsame Reichweite.

Monatschallenges auf Instagram sind interessant, ein Hashtag, ein Monat (Beispiel BoD-Challenge). Halte nach diesen Ausschau und beteilige dich. Für eine eigene Aktion als Autor*in genügt eine Woche. Beteilige dich auch an Aktionen wie #Autorensonntag oder #Dienstleistertag.

Was ist der richtige Zeitpunkt für eine Aktion?

Bei der Blogtour idealerweise kurz vor dem Release, aber so, dass die Blogger das Buch vorher lesen können. Am Releasetag enden oder in der Releasewoche durchführen.

Jede Aktion braucht einen Bezug, einen Aufhänger. Feiertage, dein Geburtstag, Thementage, Jubiläen, …

Was kannst du vor der Veröffentlichung tun?

Poste vier bis sechs Wochen vor der Veröffentlichung Kleinigkeiten. Mache deine Follower neugierig auf das Buch, lass sie sich mit dir darauf freuen. Coverrelease, Schnipsel, etc. ( ca. 34 Minute)

Das Video zu diesem Themenblog, findet ihr hier auf YouTube.

Weitere Impressum – Talks Zwischen den Buchseiten

Impressum, der Talk zwischen den Buchseiten, findet derzeit jeden Dienstag um 18 Uhr live auf der Facebook-Seite von Fakriro statt. Alle bisherigen Videos findet ihr ebenfalls auf der Seite und dem YouTube Kanal.

Es lohnt sich live dabei zu sein, weil sie direkt auf Fragen und Kommentare eingehen, leider habe ich es in den letzten Wochen selbst nicht geschafft.

Aus dem Leben KW 27 in 2020

Sonnenblumen, Bild vom 04. Juli 2020
Sonnenblumen, Bild vom 04. Juli 2020

Nachdem ich zuletzt alles runtergefahren habe, heißt es nun, mich nach und nach wieder meinen Projekten zu widmen. Zwei Faktoren sind dabei gerade sehr hilfreich: Es sind Sommerferien und ich habe Menschen an meiner Seite, die mich unterstützen.

KometsZeitreiseProjekt

Ich habe mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllt und nutze nun die Software Papyrus Autor. Das war eine sehr gute Entscheidung.

In der Überarbeitung habe ich einen einschneidenden Schnitt vorgenommen, einen Handlungsstrang und eine Figur herausgeschnitten. Aus diesem Teil werde ich einen zweiten Band gestalten. Es waren doch zu viele Themen für ein Kinderbuch. Die Idee hatte ich schon länger, aber es fehlte noch eine Lösung für eine Szene, die habe ich jetzt gefunden.

Es heißt immer, Autor*innen leiden schrecklich, wenn sie derartige Kürzungen vornehmen müssen. Diesen Teil übernimmt für mich meine Mama und ich bin ihr sehr dankbar dafür. Sie ist gerade nervös, ob ihr das Buch danach noch gefällt, während ich den Kopf frei habe, dem Manuskript zu Leibe zu rücken. Natürlich hoffe ich, dass es mir gelingt und die Geschichte im Anschluss wirklich besser ist.

Für den zweiten Teil habe ich dann mehr Raum und eine inspirierende Testleserin an meiner Seite mit der ich schon über diesen Part gesprochen habe, da sie einen anderen Blickwinkel auf diese Historie hat als ich.

Coaching

Noch nie habe ich selbst ein Coaching mitgemacht, aber es ist für mich ein guter Zeitpunkt es mal auszuprobieren.

Katja von Eysmondt (Querantrieb) möchte ein neues Workshop Konzept ausprobieren, da bin ich doch gerne Versuchskaninchen. Wir haben uns am Donnerstag in kleiner Gruppe in ihrem Garten auf Abstand getroffen und alleine mit Menschen wieder so zusammen zu sitzen war ja schon ein Abenteuer.

Für mich war es hilfreich meine Pläne auszusprechen. Mit dem Aussprechen wird der Plan schon realer. Im Workshop habe ich zum ersten Mal ein VisionBoard erstellt, es war viel einfacher als ich gedacht habe und es hat Spaß gemacht. Mit Schere und Kleber habe ich lange nicht mehr gebastelt, eine sehr entspannende Tätigkeit.

Mein VisonBoard zu Kleiner Komet

Bisher hat sich der kleine Komet einfach mal selbst entwickelt, wurde zur Personenmarke, ohne, dass ich bewusst ein Brand geschaffen habe. Jetzt halte ich inne, prüfe, wo ich stehe und wohin ich will.

Dazu habe ich auf Twitter und Instagram gefragt, wie ihr mich wahrnehmt, woran denkt ihr als erstes, wenn ihr an kleiner Komet denkt? Es gab einige spannende Antworten, wenn auch nicht unter diesem Tweet, über weiteres Feedback würde ich mich freuen, hier, auf Twitter oder als persönliche Nachricht.

Twitter

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Mein Ziel ist es, dass der kleine Komet mit Storytelling assoziiert wird mit mir als Geschichtenerzählerin, als Autorin, Eventtwitterin oder BarcampTwitterPrinzessin und als DigitalStorytelling Facitlitator. Hierzu werde ich nun wie bereits angekündigt, endlich die Seite umgestalten.

Working Out Loud

Es war schon das siebte Treffen mit meinem Circle und es hat gut getan. Im Sinne des Benennens des eigenen Vorhabens und anderen gegenüber Aussprechen, hat auch dieses Treffen mir sehr gut getan. Mein Thema hier war das Crowdfunding für KometsZeitreiseProjekt zu planen. Hierzu habe ich mir nochmal ganz klar die Schritte gegliedert, die ich gehen muss.

Es fehlt nämlich noch eine entscheidende Zahl für einen Kostenpunkt und die hängt von oben beschriebenen Änderungen ab. Wie viele Illustrationen soll das Buch bekommen? Erst dann kann mir die Designerin ein Angebot erstellt. Dann habe ich meine Zahl, mit der ich das Crowdfunding planen kann.

Falls ihr Wünsche habt, welche Aktionen oder Dankeschöns es zum Buch geben soll, dürft ihr sie gerne jetzt schon äußern.

DigitalSchoolStory

Meine Teilnahme am Hackathon #WirFürSchule war ja sehr spontan. Daraus wurde dann ein großartiges Projekt, wir wurden ausgewählt und jetzt geht es weiter. Es gibt viel zu tun!

Für mich bedeutet es, diesem Projekt nun Raum zu geben, ohne es zum Hauptthema neben meinen eigentlichen Projekten werden zu lassen. Ehrenamtlich und für andere da zu sein, ist irgendwie immer so viel einfacher. Aber wir sind ein Team, alle gleichberechtigt und jede*r Einzelne bringt die eigenen Stärken ein und wir lernen gemeinsam miteinander und voneinander, das ist großartig.

Unsere Webseite macht Fortschritte und wir können sie euch bald präsentieren. Der Aufbau unserer Social Media Kanäle beginnt ebenfalls, Netzwerken ist gerade sehr wichtig und dazu gehört auch ihr, denn es ist ein Community-Projekt. Schaut doch mal auf Twitter oder Instagram rein.

Gemeinsam mit Paten und anderen Partner*innen wollen wir DigitalStorytelling in Schulen bringen. Genau wie wir im Team auf Augenhöhe voneinander lernen, sollen Schüler*innen, Lehrer*innen und ContentCreator innerhalb der Community miteinander kommunizieren und voneinander lernen. Neben der Gestaltung von multimedialen Geschichten, geht es den Erwerb wichtiger Kompetenzen, welche die Schüler*innen für ihre Zukunft stärken sollen.

Übrigens habe ich die Erfahrung gemacht, dass es mich an meine Grenzen bringt parallel Protokoll zu schreiben und zu twittern. Sonst twittere ich und schreibe dann daraus den Artikel. Diesmal lag mein Fokus auf dem Protokoll für mein Team und es ergaben sich Tweets. Es hätten mehr sein können, aber mussten es auch nicht.

Podcast

Nachdem ich Katja im Coaching persönlich kennen gelernt habe, wollte ich auch ihren Podcast hören, sehr inspirierend. Wer sich gerade selbst im Veränderungsprozess befindet – tun wir das nicht alle permanent – findet bei Querantrieb vielleicht hilfreiche Inspiration.

Lesen

Vor einer Woche haben wir den LeseSommer gestartet. Leider bin ich noch im ersten Buch, es ist fruchtbar kitschig … „Tagwind“ von Jennifer Wolf. Morgentau war mein erster Buchbeitrag hier im Blog.

Dafür habe ich diese Woche „Bittere Schokolade“ von Tom Hillenbrand ausgelesen und endlich wieder einen Blogbeitrag über ein Buch veröffentlicht. Das hat mir ebenfalls richtig gut getan.

Außerdem erreichte mich diese Woche ein Buchpaket von S.D. Foik:

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Und sonst so?

Eine Beisetzung vorbereiten ist ganz schön viel Arbeit, aber es tut gut etwas zu tun zu haben und gehört zur Trauerarbeit und dem Abschied nehmen dazu.

Nicht ablenken lassen, eins nach dem anderen und viel Zeit für meine Familie ist gerade meine Einstellung und damit geht es mir sehr gut.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!


Titelbild: Die Sonnenblumen entwickeln sich wunderbar. Die Stängel werden kräftiger und die Knospen beginnen sich zu entwickeln.