FakriroTalk in allen Genre Facetten mit Benjamin Spang, Anne von Vaszary und Christine Corbeau

Fakiro Talk

FaKriRo steht für Fantasy, Krimi und Romance. Sabrina Schuh und Mary Cronos wollen damit Selfpublishern eine Bühne bieten. Sie sind selbst Hybridautorinnen und so ist es nicht verwunderlich, dass auf FaKriRo-Events wie der Fakrio Online auch Verlagsautori*innen anzutreffen sind.

Im heutigen FaKriRo Talk widmen wir uns daher einmal der bunten Mischung und sprechen für Fantasy mit Benjamin Spang, für Krimi mit Anne von Vaszary und für Romance mit Christine Corbeau.

Im Gespräch mit Benjamin Spang

Benjamin kenne ich von Twitter und Twitch, auch als Vorbild für gelungenes Crowdfunding. Zeit mal mit ihm über seine Bücher zu sprechen.

Benjamin Spang
(c) Benjamin Spang

Benjamin Spang: Ich bin ein verlagsunabhängiger Autor und nebenbei auch Benjamin Spang. Ich schreibe im Genre Dark Fantasy und hauptsächlich für junge Frauen. Meine Hauptfiguren sind so gut wie immer weiblich.

Erzähl mir doch gerne was über deine neuste Romanheldin.

Benjamin Spang: Meine letzte Veröffentlichung war der zweite Band meiner Reihe »Blut gegen Blut«. Darin geht es um die junge Mechanikerin Katrina, die in einer Welt voller Vampire und Werwölfe versucht, ihre Familie zu retten. Dabei stellt sie sich einer Hexe, einem Blutmagier-Clan und der Vampirkönigin höchstpersönlich gegenüber. Das Besondere ist, dass man das Buch nicht mehr aus den Händen geben will, wenn man erst einmal angefangen hat zu lesen.

Blut gegen Blut ~ Benjamin Spang
Blut gegen Blut ~ Benjamin Spang (c)

Warum hast du dich für Selfpublishing entschieden?

Benjamin Spang: Weil ich schon immer ein kreativer Selbermacher war. Ich wollte schon immer meine Projekte selbst zum Kunden bringen, ohne Zwischenhändler. Selfpublishing ist quasi wie für mich gemacht. Ich liebe es, Marketing zu machen und für mich und meine Produkte zu werben.

Blut gegen Blut 2 ~ Benjamin Spang
Blut gegen Blut 2 ~ Benjamin Spang (c)

Was machst du, wenn du nicht gerade schreibst?

Benjamin Spang: Wenn ich nicht schreibe, arbeite ich als Social Media Marketing Manager, gucke Filme oder treffe mich mit Freunden. Ansonsten streame ich seit Kurzem auch sehr gerne auf Twitch. Dort zeige ich den Bau von Fantasy-Welten oder quatsche in meinem Format »Unter Uns« über das AutorInnenleben.

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Im Gespräch mit Anne von Vaszary

Auch wenn FaKriRo sich für Selfpublisher einsetzt, habe ich beim Schlendern an virtuellen Messeständen eine sympathische Verlagsautorin getroffen und bin mit ihr ins Gespräch gekommen. Wer von euch könnte an einem von Alexander Kopainski gestalteten Cover vorbeigehen ohne genauer hinzusehen?

Anne von Vaszary
Anne von Vaszary (c)

Anne von Vaszary: Hallo Stephanie, ich bin Anne und schreibe Krimis, die durch die Nase ins Herz gehen. Damit ist gemeint, dass in allen Fällen der Geruchssinn eine große Rolle spielt und auch der Humor und die Liebe nicht zu kurz kommen. Meine Krimis erscheinen im Knaur-Verlag.

Hallo Anne, das klingt ungewöhnlich. Erzähl mir gerne mehr über deine olfaktorischen Krimis.

Anne von Vaszary: Ich möchte dir gern den Krimi „Die Schnüfflerin“ vorstellen, das ist der erste Band der Reihe um meine Mordermittlerin mit der echten Spürnase. Hauptfigur Nina ist schwanger und überlebt als einziger Gast einen Giftmordanschlag auf ein Restaurant. Dank ihrer neuerdings extremen Geruchsempfindlichkeit hat sie das Essen dort nicht angerührt. Damit ist sie allerdings nicht nur Zeugin, sondern vor allem sehr verdächtig. Koller, Ex-Hundestaffel-Kommissar und nun bei der Berliner Kripo, weiß Ninas olfaktorische Fähigkeiten aber für sich zu nutzen und so geht’s für beide – der Nase nach – direkt zum Mörder.

Die Schnüfflerin ~ Anne von Vaszary
Die Schnüfflerin ~ Anne von Vaszary (c) Knaur

Herrlich umgesetzt mit dem Geruchssinn. Krimis mag ich ganz gerne, bin aber keine Expertin in dem Genre. Wo siedelst du dich zwischen CosyCrime und Thriller an? Deine Beschreibung klingt mir nach einem klassischen Krimi, vielleicht ein bisschen wie die Krimis von Tom Hillenbrand?

Anne von Vaszary: Es geht auf jeden Fall mehr in Richtung CosyCrime als in die Thrillerrichtung. Meine Charaktere dürfen alle ihre Macken behalten und ausleben, das macht die Geschichte lebendig und manchmal auch etwas tragikomisch. 

Ist Nina die Hauptfigur einer Reihe oder schreibst du unabhängige Krimis?

Anne von Vaszary: Ja, Nina ist die Hauptfigur der Schnüfflerin-Reihe. Sicherlich werde ich auch noch mal einen Krimi außerhalb dieser Reihe schreiben, aber wenn es um den Geruchssinn geht, dann ermittelt Nina Buck zusammen mit Kommissar Koller. 

Magst du mir vielleicht noch einen anderen Krimi empfehlen?

Anne von Vaszary: „Opferstunde“ von Nicole Neubauer vom Blanvalet-Verlag. Ich bin ein Fan ihrer Krimi-Reihe um Hauptkommissar Wächter und empfehle alle Bände.

Danke für das Gespräch.

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Im Gespräch mit Christian aka Christine Corbeau und C.A. Raven

Chistian aka Christine Corbeau (c)
Chistian aka Christine Corbeau (c)

Es freut mich sehr, den vielseitigen Christian wieder getroffen zu haben. Schauen wir mal, was es bei ihm seit dem Frühjahr neues gibt.

Hallo Christian, schön dich wiederzusehen. Wie sagen Mary und Sabrina immer in ihren Inflagranti Folgen: Wer bist du und wenn ja wie viele?

Christian: Hey Stephanie, ich bin Christian und hier am Stand sozusagen im Dreierpack. Als „Christine Corbeau“ bediene ich meine bunte Seite und habe dafür inzwischen zwei romantische Komödien am Start. Meine dunklere Seite lebe ich als „C. A. Raaven“ aus. Da bin ich eher im Bereich Fantasy, also Urban Fantasy, Mystery und Horror unterwegs. Und zu guter Letzt bin ich noch ein Teil des Podcasts »Der literarische Saloon« und quatsche dort seit über einem Jahr mit meiner Kollegin Carin Müller über das Leben, das literarische Universum und den ganzen Rest. Momentan veröffentliche ich meine Bücher selbst, bin aber auch einer Karriere als Verlagsautor gegenüber nicht abgeneigt 😉

Vom Podcast hast du mir letztes Mal gar nichts erzählt. Was sind denn so eure Themen? Richtet ihr euch eher an andere Autorenkolleg*innen oder Leser*innen?

Christian: Seltsam, dass ich damals nicht daran gedacht habe. Immerhin machen wir es schon seit August 2019. Meine Kollegin Carin Müller hatte mich auf der 2019er LBM angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, zusammen mit ihr einen Podcast zu starten. Sie hatte als altes Radio-Gewächs mal wieder Lust, auf Sendung zu gehen, wollte das Ganze aber nicht allein machen. Und weil sie festgestellt hatte, dass die Podcasts, die sie so hörte, eher von entweder zwei Frauen oder zwei Männern betrieben wurden, wollte sie es anders machen und ein gemischtes Doppel aufziehen. So fiel ihre Wahl auf mich als Co-Host, zumal wir ohnehin bei unseren regelmäßigen Treffen beim Autorensofa auf der FBM einen guten Draht zueinander hatten. Ich hatte mich zwar bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit dem Thema Podcast beschäftigt, aber da ich momentan sowieso in einer »Warum nicht?«-Phase war und bin, habe ich spontan »Ja« gesagt. Uns beiden war von Anfang an klar, dass wir zwar kein reines Comedy-Format aufsetzen, aber trotzdem eher in launiger Art über bestimmte Themen quatschen wollten. Daher hat sich Carins erste Idee, die Sendung »Der literarische Saloon« zu nennen, irgendwie festgesetzt und wir haben viel Spaß daran, uns eben nicht so bierernst über Literatur zu unterhalten, wie es wohl im Salon der Fall wäre. In unseren zweiwöchentlich immer dienstags erscheinenden Episoden nehmen wir manchmal die LeserInnen-Seite ein (ja, auch wir lesen hin und wieder) und erzählen – teilweise thematisch festgelegt – über Bücher, die wir gelesen haben und warum wir sie gut, semi oder besch… fanden. Manchmal haben wir auch Themen von Schreibenden, für Schreibende und Lesende am Start, wie z.B. in unserer nächsten Folge, die am 13.10 online geht. Sie heißt »Am Schreiben leiden«, und enthält verschiedene Ideen dazu, wie man am oder beim Schreiben leiden kann. Auf der letzten FBM hatten wir auch eine »Live-Aufzeichnung« direkt auf der Messe mit Amy Baxter und Tim Boltz im Interview. Das hat uns genug Spaß gemacht, dass wir uns hin und wieder andere AutorInnen oder BloggerInnen etc. in den Podcast zum Plausch einladen. Wenn du auch mal Interesse hättest, dann gib einfach Bescheid.

Ich werde auf jeden Fall reinhören und vielleicht bin ich dann auch mal Gast bei euch, als Bloggerin oder Autorin. Gibt es bei dir neuen Lesestoff seit unserer letzten Begegnung im Frühjahr?

Christian: Von Christine ist im Mai dieses Jahres die zweite romantische Komödie aus dem »Nullen«-Storyversum an den Start gegangen. Wer mich bisher noch nicht kannte, wird in »Wer braucht schon eine Null« eine turbulente Story, mit viel Witz, andalusischem Lebensgefühl und natürlich einer ordentlichen Portion Liebe finden. Diejenigen, die bereits Christines ersten Roman kennen, werden in Marthas Story zusätzlich einige gute Bekannte aus der ersten Geschichte wiederfinden.

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Wer will schon eine Null ~ Christine Corbeau (c)

Auch für meine dunkle Seite habe ich ein brandneues Projekt, über das ich aber noch nicht sehr viel sagen darf. Nur so viel: Es spielt in einer eher dystopischen Zukunft auf der Erde und verwebt in der Story durchaus den einen oder anderen Seitenhieb auf unsere aktuelle Gegenwart. Veröffentlicht habe ich hier zuletzt die »Black Tales of Rock« – eine Sammlung fieser Kurzgeschichten, die alle auf die eine oder andere Art einen Bezug zu Rockmusik haben. Deshalb ist jede Geschichte nach einem Song benannt und macht das Inhaltsverzeichnis zu einer Tracklist.

Warum hast du dich für Selfpublishing entschieden?

Christian: Die Entscheidung für Selfpublishing war damals in 2012, als ich meinen ersten Roman am Start hatte, eigentlich gar keine. Verlage hatten damals zum größten Teil Lizenzprodukte ausländischer Autoren im Repertoire und waren ansonsten, wenn man nicht gerade jemanden dort kannte, nicht bereit, sich mit dem Erstlingswerk eines Nobodys zu beschäftigen. Die vielen kleinen und durchaus mit Herzblut betriebenen Nischen-Verlage gab es zu der Zeit noch gar nicht. Später habe ich es durchaus genossen, mir nur selbst Ziele etc. zu setzen bzw. Entscheidungen zu treffen. Das passte dann auch noch, als ich meine ersten Schritte in den Bereich »Was mit Liebe« gemacht habe. Inzwischen habe ich das Gefühl, reif dafür zu sein, mit einem Verlag zusammenzuarbeiten. Mal sehen, was sich da in Zukunft ergibt.

Was machst du eigentlich, wenn du nicht gerade schreibst?

Christian: Du meinst in der Zeit nach 24 Uhr? Nein, im Ernst. Als (noch) nicht Vollzeit-Autor verbringe ich einen großen Teil des Tages damit, meine Brötchen als fachlicher Ansprechpartner im Bereich Kfz und Erklärbär für alles was mit Technik zu tun hat bei einem Industrieversicherungsunternehmen zu verdienen. In der – durchaus notwendigen – Pause zwischen erster und zweiter Schicht suchte ich gern die eine oder andere Serie bei Prime, wobei meine aktuellen Highlights »Carnival Row«, »Lucifer«, »Upload« und »Alex Rider« waren. Um nicht an Bewegungsarmut einzugehen, mache ich mit meiner Freundin gern Radtouren (z.B. an drei Tagen einmal die ehemalige Mauer entlang um Berlin herum), Wanderungen (z. B. in sechs Tagen von Meran zum Gardasee) oder gehe auf Konzerte, ins Kino oder zum Tanzen (mit Anfassen 😉 Zum Glück darf ich momentan von zu Hause aus arbeiten, sonst bliebe kaum noch Zeit zum Schlafen ^^

Schlaf ist noch immer wichtig :-). Luzifer ist eine tolle Serie, danke für die anderen Tipps. Hast du auch wieder einen tollen Lesetipp für mich?

Christian: Eins der letzten Bücher einer Kollegin, das ich gelesen habe, ist »Toni Morales und die Töchter des Zorns« von Elena Bellmar. Ein echt cooler Mallorca-Krimi, der eine gute Balance zwischen authentischem Lebensgefühl der Insel, lockerem Schreibstil und einer Story mit Tiefgang bietet. Kann ich wirklich empfehlen.

Hier findet ihr Christian online:

Christians erster FakriroTalk

Christian auf Instagram

Christine Corbeau

C.A. Raaven

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Romantischer Fakriro Talk

Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich eher keine Liebesromane lese. Für romantische Literatur ist hier eindeutig die liebe Kathi zuständig. Das bedeutet nicht, dass ich unromantisch wäre! Im Rahmen des Fakriro Talk spreche ich mit Autorinnen, die in diesem Genre schreiben und lasse mich mal ein wenig darauf ein.

Als Julia Rana übrigens live auf YouTube aus „The Office“ gelesen hat, habe ich ihr gebannt zugehört. Sie hätte noch ewig weiter lesen können, aber nach einer halben Stunde war es vorbei …

Diesmal sprechen wir mit:

Gespräch mit Autorin Sontje Beermann

Auf meiner ersten Schlenderrunde über die virtuelle Buchmesse aka die Facebook Gruppe zur Fakriro Online (mein Post mit der Idee zu #FakriroTalk) schlenderte ich an Sontje Beermann und ihrem romantischen Stand vorbei. Liebesromane, Erotik sind nicht ganz mein Fall, wenn ich ehrlich bin. Das von vielen so sehr geliebte Buch „Begin Again“ habe ich abgebrochen. Und als ich es im Rahmen meines Projekt Bücherschrank mit Nicholas Sparks versuchte, sagten sowohl meine Mutter als auch meine Tochter mich während des Lesens aufgezogen, hätten sie mir vorher sagen können, dass das Buch nichts für mich sei …

Und doch blieb ich an diesem Stand stehen. An Liebe ist ja grundsätzlich nichts verkehrtes … Das Gespräch mit Sontje war sehr interessant … Eigentlich wollte ich mich einfach nur mal umsehen, vielleicht wäre ja für Kathi was dabei gewesen …

 Sontje Beermann an ihrem Messestand
(c) Sontje Beermann

Hallo Sontje, „Straight to your heart“ steht an eurem Stand. Bei euch gibt es Bücher zum Verlieben?

Sontje Beermann: Hallo, Stephanie! Auf jeden Fall, und auch noch ganz viele davon. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei

Für jeden Geschmack ist eine interessante Herausforderung. (Wie hätte ich auf diesen Satz nicht reagieren können?) Ich bin klassischen Liebesromanen eher skeptisch gegenüber eingestellt. Meine Mitbloggerin Kathi liest sie dagegen sehr gerne. Ich brauche ein wenig mehr, als dass sich zwei Menschen begegnen und die Spannung darin besteht, wie sie zueinander finden oder für welchen heißen Typ sie sich entscheidet.

Sontje Beermann: Ich für meinen Teil lege Wert auf Protagonisten mitten aus dem Leben. Sie sind authentisch, haben alle ein Päckchen zu tragen. Nehmen wir zum Beispiel „Beat of Love“ – Finn ist mit einem Trauma aus Afghanistan zurückgekehrt, Kathi ist viel zu sehr auf das Gewinnen mit ihrer Mannschaft fixiert. Was ihr nicht gut tut. In „Die kleine Pension Dünenblick“ habe ich auch wichtige Themen verpackt – Runa, die eigentlich nicht länger als zwei Tage auf ihrer Heimatinsel aushält. Felix, der Autor, der immer mehr Druck vom Verlag bekommt und seine Kreativität schwinden sieht. Paula, die sich auf Helgoland eine Zukunft aufbauen will, weil sie ihren Eltern zeigen will, was in ihr steckt. Und Jan, der Schlimmes bei der Bundeswehr durchgemacht hat. Diese Menschen sind zum Anfassen nah, nicht überzogen skizziert.

Die kleine Pension Dünenblick ~ Sontje Beermann
Die kleine Pension Dünenblick ~ Sontje Beermann

Das sind in der Tat krasse Figuren, die mich neugierig machen. Bei „Die kleine Pension Dünenblick“ haben wir also vier Hauptfiguren. Schreibst du in wechselnden Perspektiven? Kathi liebt das ja sehr.

Sontje Beermann: Das Buch ist aus Sicht der beiden Frauen erzählt.

Gemeinsam oder im Wechsel?

Sontje Beermann: Im Wechsel.

Runa und Paula klingen nach zwei sehr verschiedenen Persönlichkeiten, die eine zieht es hin zur Insel, die andere fort. Kannst du dem Feedback entnehmen, ob sich deine Leserinnen mit einer beiden, die jeweils besser zu ihnen passt, identifizieren können oder schwärmen sie eher für einen der beiden Männer?

Sontje Beermann: Tatsächlich sind die beiden unterschiedlichen und doch ähnlichen Powerfrauen ziemlich gleichauf, bei den Leserinnen. Bei den Herren ist Jan der Interessantere von beiden, denn Felix ist eher still und zurückhaltend. Und Jan arbeitet zielstrebig auf das – oder diejenige – hin, was / die er will.

Still und zurückhaltend klingt doch sympathisch. Verstehe ich dich richtig, dass dir die persönliche Entwicklung deiner Figuren sehr am Herzen liegt und sie als Sahnehäubchen noch eine Beziehung dazu bekommen?

Sontje Beermann: Stimmt genau. Die persönliche Entwicklung der Hauptfiguren wird nie von dem Love-Interest abhängen, aber das ist immer noch ein zusätzlicher positiver Faktor. Runa schafft es dadurch zB, sich aus ihrem leidenschaftslosen Leben zu befreien. Zu merken, wie unglücklich sie ist. Ihr bester Freund Jan öffnet ihr da auch noch die Augen!

Just Romance, vier unabhängige Autoren, eine Leidenschaft für Romance (c)  Sontje Beermann
Just Romance, vier unabhängige Autorinnen, eine Leidenschaft für Romance (c) Sontje Beermann

Das klingt tatsächlich auch für mich reizvoll. Hier am Stand liegen verschiedene Bücher von unterschiedlichen Autorinnen. Seid ihr ein kleiner Verlag oder habt ihr euch als Gruppe von Selfpublishern zusammengeschlossen? Kurz gefragt wer seid ihr „Just Romance“?

Sontje Beermann: Wir sind vier unabhängige Autorinnen / Selfpublisherinnen, die sich für die Messe zusammengetan haben. Danara DeVries und ich haben auch einige Bücher beim Verlag veröffentlicht. Wir kennen uns schon ca. 2 Jahre, verstehen uns super und wir haben alle das gleiche Thema – Just Romance. Im Herbst 2019 kam die Idee auf, uns auf der LBM einen Stand zu teilen. Deshalb der Name, die einheitliche Aufmachung und, und, und. So senkt man die jeweiligen Kosten und kann sich einer größeren Leserschaft präsentieren. Und wir sind ein tolles Beispiel dafür, was für ein tolles Völkchen wir Romance-Autorinnen sind.

Beat of Love ~ Sontje Beermann
Beat of Love ~ Sontje Beermann

Die Idee finde ich schön und sich gegenseitig zu unterstützen ist immer gut. Ich danke dir für deine Zeit und dass du mir Romance ein wenig schmackhaft gemacht hast.

Sontje Beermann: Sehr gerne.

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Im Gespräch mit Stefanie Brunswick

Neugierig auf Liebesromane geworden schlendern wir weiter und treffen meine Namensschwester und sprechen mit Stefanie Brunswick über ihr Romandebüt. Während wir daheim bleiben müssen, entführt sie uns auf eine literarische Reise ans Meer. Kommt mir.

Stefanie Brunswick (c)
Stefanie Brunswick (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Aufmerksamkeit geweckt haben?

Stefanie Brunswick: Ein nettes Lächeln habe ich immer parat, aber vielleicht wäre es das Cover zu meinem Debütroman, dasdeine Neugierde weckt. Ich würde es mir auf jeden Fall näher ansehen. Wer liebt nicht das türkisblaue Meer? Ich bin eben ein Reisefreak, Sonnenanbeter, Kulturenliebhaber.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Stefanie Brunswick: Hallo, ich bin auch Stefanie (aber mit f) und Selfpublisherin. Die meisten Leute nennen mich Steffi. Ich schreibe Liebesromane und lege dabei viel Wert darauf, dass meine Bilder im Kopf so lebendig wie möglich auf Papier gebracht werden. Meinen Lesern gefällt das sehr.

Erzähl mir etwas zu deinem Buch bitte.

Stefanie Brunswick: In meinem Debütroman „Zitronengelb“ geht es um Lena und Jamie, die sich im fernen Australien kennenlernen. Sie ist Deutsche, die nach ihrem Abitur ein wenig reisen will. Er kommt aus Irland und hat seiner Heimat den Rücken gekehrt.Die beiden verlieben sich ineinander und genießen vorerst ihre zarte Romanze vor dieser locker-leichten Backpackerkulisse. Doch ihre Pläne für die Zukunft könnten verschiedener nicht sein und das Schicksal wird ihnen so manchen Stein in den Weg legen.

In dieser Geschichte geht es natürlich hauptsächlich um die Liebe, aber auch um den Weg des Erwachsenwerdens und um eine wichtige Frage: Was erwartet man vom Leben?

Fernweh garantiert! Australien und seine faszinierende Landschaft wird bildgewaltig in vielen Facetten beschrieben.

Fernweh garantiert klingt gefährlich, da wir ja nicht wissen, wann wir wieder reisen dürfen. Können wir auch einfach literarisch mit dir reisen?

Stefanie Brunswick: Ja, ich denke dass das ein oder andere Gefühl von Fernweh beim lesen aufkommen kann, aber ist es nicht gerade deshalb so schön, dass man in Büchern an jeden Ort reisen kann? Zitronengelb nimmt den Leser auf jeden Fall an viele wunderschöne Ecken in Down Under mit.

Zitronengelb - Liebe am Ende der Welt ~ Stefanie Brunswick
Zitronengelb – Liebe am Ende der Welt ~ Stefanie Brunswick (c)

Magst du ein oder zwei Ecken verraten, an die du uns entführst?

Stefanie Brunswick: Austalische Ostküste: Whitsunday Islands (das Paradies auf Erden) Great Barrier Reef und seine bunte Unterwasserwelt, Cape Tribulation (der tropische Norden) / Das rote Outback inklusive australischer Rinderfarm, Karijini Nationalpark mit seinen Schluchten und märchenhaften Wasserfällen

Australische Westküste: Ningaloo Reef (inklusive Walhai-schwimmen)

Das klingt herrlich, danke dir. Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Stefanie Brunswick: Da sind so viele!! Ich mach jetzt einfach „EneMene Muh“ Die Bücher von Kristina Moninger mag ich sehr gerne. Ihre Ideen sind oft so anders. Neuestes: Das Leben ist auch nur eine Wolke.

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Im Gespräch mit C.S. Bieber

Cássia lockt uns mit Keksen und einem Lächeln. An wunderschönen Covern fällt es eh immer schwer vorbei zu gehen, oder?

C.S. Bieber mit ihrem Roman "Wie der Klang deines Herzens" (c)
C.S. Bieber mit ihrem Roman „Wie der Klang deines Herzens“ (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

C.S. Bieber: Alle, die meinen Stand betreten, werden mit einem herzlichen Lächeln empfangen, dürfen sich Cookies nehmen und sich die wunderschöne Buchcover anschauen.

Hallo und danke für den Cookie. Ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du?

C.S. Bieber: Hallo. Ich heiße Cássia und schreibe Liebesromane unter dem offenen Pseudonym C.S. Bieber. Mein Debütroman „Augenblicke für die Ewigkeit“ ist im Forever-Verlag erschienen. Mein aktuellstes Buch „Wie der Klang deines Herzens“ habe ich als Selfpublisher herausgebracht.

Erzähle mir bitte etwas über „Wie der Klang deines Herzens“.

C.S. Bieber: In „Wie der klang deines Herzens“ geht es um eine Balletttänzerin und einen Cellisten, die sich in einander verlieben, doch Vertrauensbruch bricht ihre Herzen. Es ist eine sehr emotionale New Adult Liebesgeschichte, in der Familie, Freundschaften und Selbstliebe thematisiert werden.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

C.S. Bieber: Ich kann sehr gerne das Buch von G.S. Lima „Writers in New York“ empfehlen. Ihr Schreibstil ist einzigartig und ihre Geschichte herzergreifend.

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Im Gespräch mit S.M. Gruber

An zwei fröhlich frech wirkenden Autorinnen könnte ich doch nicht vorbei gehen, ihr? Mit Sophie kommen wir ins Gespräch:

M.D. Grand und S.M. Gruber (c)
M.D. Grand und S.M. Gruber (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben? 

S.M. Gruber: Ich bin immer an meinen T-Shirts mit den coolen Romance-Sprüchen zu erkennen, z.B. „I KILL ROMANCE“ oder „BREAK THE STEREOTYPE“ – außerdem bin ich bekannt dafür, dass ich meine Leser*innen mit übersprudelnder guter Laune regelrecht anhüpfe. 

Meine Schreibpartnerin M. D. Grand darf natürlich auch nicht fehlen! Die ist auch noch dazu ein echter Hingucker. 

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du? 

S.M. Gruber: Ich bin S. M. Gruber und bin Autorin, Herausgeberin, Lektorin und Sales Coach für Autor*innen. Ich schreibe lustige, unkonventionelle Young Adult Romance im Eisermann Verlag und gebe etwas ernstere Anthologien mit unterschiedlichen Schreibkollektiven heraus.

Warum verzichtest du darauf, deinen Vornamen auszuschreiben? Spielst du bewusst damit, dass Leser*innen an 50 Shades of Grey denken, wenn sie deine Romance-Titel in die Hand nehmen?

S.M. Gruber: Das hat drei Hauptgründe, und 50 Shades hat damit nur am Rande etwas zu tun.

1. Mir war wichtig, dass mein Gender auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Ich möchte nicht, dass Leser*innen durch den Namen schon ein Bild von mir im Kopf haben, oder sich eine weibliche Erzählstimme vorstellen. Die Charaktere sollen im Vordergrund stehen, und häufig verzichte ich auch gerade in meinen Kurzgeschichten auf Gender-Kennzeichnungen. Wie sie etwa die ich-Person sehen, dürfen Leser*innen dann selbst entscheiden. Bei Heart Beat war es uns deswegen wichtig, weil wir ja aus Sicht der Jungs schreiben, und gezielt nicht nur weibliches Publikum ansprechen wollen. Meine Ko-Autorin M. D. Grand macht das schon seit ihrem Debüt so. Das ist ein Dark Fantasy Roman mit einem männlichem Protagonisten („Schatten“). Es war für uns logisch, die Abkürzungen weiterhin für uns beide beizubehalten. Dass Romance Autor*innen wie E. L. James das ohnehin häufig machen, kam uns dabei gelegen.

2. S. M. sind die Initialen meines Klarnamens, der sehr lieblich klingt. Dass die Abkürzung dagegen mit BDSM assoziiert wird, finde ich einfach herrlich paradox.

3. Ich war mir unsicher, ob ich ein Pseudonym verwenden sollte oder nicht. Der Eisermann Verlag hat mir dann dazu geraten, meinen Klarnamen zu verwenden, um mehr Nähe zu den Leser*innen zu erzeugen. Diesem Ratschlag bin ich gefolgt, habe aber die Abkürzung gewählt, um mein Autorinnendasein vom Brotjob besser zu trennen.

Dann erzähl mir doch bitte etwas über dein aktuelles Buch.

S.M. Gruber: „Heart Beat – Frühling, Flirts & Freundschaftskrisen“ habe ich mit M. D. Grand zusammen geschrieben. Wir wechseln uns immer ab und schreiben aus Sicht von zwei Jungs, die beide so ihre Probleme mit den Mädchen haben. Der eine – James – ist Casanova-Bad-Boy, der sich unpraktischerweise verliebt und der andere Sunny-Surfer-Boy, der sich in James’ kleine Schwester verliebt, die blöderweise auch noch seine beste Freundin ist. Wir brechen hier vor allem auf lustige Weise mit gängigen Romance-Klischees und haben eine Menge Spaß dabei.

Klischees brechen finde ich super, fürchte gerade im Romance Genre sind so einige vertreten, allein als du „Bad Boy“ sagtest, fiel es mir schwer nicht die Augen zu verdrehen … Der Spruch „I kill Romance“ gefällt mir auch, gibt es dazu eine Geschichte?

S.M. Gruber: Oh ja, M. D. Grand und ich lesen beide nicht gerne Romance, ganz im Gegenteil. Wir hatten die Idee zu Heart Beat eigentlich nur, weil wir uns in einer Bar über das Genre lustig gemacht haben und uns dann möglichst klischeebehaftete Figuren und Plots überlegt haben. Im Endeffekt hat es so Spaß gemacht, das zu schreiben und dabei die Klischees zu zerstören, dass wir nicht aufhören konnten und das Buch sozusagen schreiben mussten. Dass es so gut ankommt, freut uns riesig!

Die „I Kill Romance“ T-Shirts habe ich mal beim Shoppen entdeckt und fand sie einfach so passend. M. D. Grand ging es gleich mit den „Break the Stereotype“ T-Shirts und mittlerweile sind wir auf Messen schon bekannt wir für unsere bedruckten Shirts. Vielleicht machen wir ja mal unsere eigenen 😉

S.M. Gruber und M.D. Grand mit ihrem Roman "Heart Beat"
S.M. Gruber und M.D. Grand mit ihrem Roman „Heart Beat“

Und was fällt dann so unter ernstere Anthologie?

S.M. Gruber: „Großstadtgefühle. Nächster Halt: Friedrichstraße“ wurde vom #BerlinAuthors Netzwerk herausgegeben, bei dem ich Mitgründerin bin. Hier wurden 18 Kurzgeschichten von Berliner Autor*innen veröffentlicht, bei denen starke Emotionen im Vordergrund stehen. Die Besonderheit: In allen Texten muss die Station Friedrichstraße einmal vorkommen. Wir haben diese Schätze aus vielen Einsendungen sorgfältig ausgewählt, die Gewinne werden an den Verein Mehrwertvoll e.V. gespendet, der sich für ein kulturell vielfältiges Berlin einsetzt.

Was genau ist ein Sales Coach für Autor*innen?

S.M. Gruber: Ein Coach ist eine Person, die dir persönlich hilft, deine Ziele zu erreichen und dabei ganz individuell auf deine Bedürfnisse und Fähigkeiten eingeht. Du kommunizierst mit einem Coach auf Augenhöhe, ihr seid ein Team. Meine Sales Coaching sind manchmal mehr Coaching, manchmal mehr Training, je nachdem was gerade gebraucht wird. Im Grunde sieht es so aus, dass ich in einem Vorgespräch ein paar Fragen zu Persönlichkeit, Erwartungshaltung und Zielen stelle und dann die Sessions da rundherum gestalte. Dabei kann es um den Buchverkauf am eigenen Messestand gehen, aber auch um Hilfestellungen zur Aufbesserung des Selbstbewusstseins, um das Finden der eigenen Verkaufsstrategie usw. Natürlich immer abgestimmt auf die Persönlichkeit und Bedürfnisse der Autor*innen, denn sonst könnte man sich ja auch einfach ein Youtube-Video anschauen.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

S.M. Gruber: „Schatten“ von M. D. Grand – das ist Dark Fantasy mit einem sehr sympathischen Bösewicht und einer Menge bösem Humor in der Hauptrolle.

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Im Gespräch mit Julia Rana

In den Lives bei Fakriro sahen wir Julia Rana immer mit einem Bienen-Haarreif, hier als Hase
In den Lives bei Fakriro sahen wir Julia Rana immer mit einem Bienen-Haarreif, hier als Hase (c) Julia Rana

Wie eingangs bereits erwähnt, gelang es Julia mit ihrer Lesung mich in ihren Bann zu ziehen und das mit einem Genre und einem Setting, dass eigentlich nicht meines ist. Eigentlich hätte der erste Satz auf dem Klappentext mich abgeschreckt:

Um ihrer Vergangenheit zu entkommen und einen Neuanfang zu wagen, zieht Flora nach dem Studium nach Berlin.

Klappentext von The Office von Julia Rana

Das klingt doch nach „Begin Again“ oder? Begin Again habe ich abgebrochen, fand es leider ganz furchtbar …

Kommt mir, wir reden mit Julia. Es war nicht einfach sie zu erwischen, aber ich habe es ist gelungen. Während der Fakriro Online war sie jetzt vier Wochen für die Live Streams zuständig, klickt unbedingt mal auf dem Bookzon Kanal rein. Sie hat eine tolle Stimme, vielleicht hat sie mich auch damit in ihren Bann gezogen. Auf ihrem eigenen kleinen Kanal hat sie großartige Storys, aber ohne Stimme.

Hallo Julia, schön, dass du beim Fakriro Talk dabei bist. Wie haben Mary und Sabrina dich so erfolgreich für die Fakrio Online einspannen können?

Julia Rana: Ich freue mich, dass ich dabei sein darf! Oh, das ging ganz fix: Nachdem die LBM abgesagt wurde, hatten wir (also das Team von NewPublish) die Idee, mit „unseren“ Autoren etwas zu machen. Am besten live. Die grobe Idee: Ein Interview und ein bisschen lesen. 😅 Also habe ich die livory-Autoren angeschrieben und sie gefragt, ob sie Lust und Zeit hätten. Das erste Feedback kam tatsächlich von Mary. Ja, sie hätte Lust und sie hätte da auch eine Idee. Wir fanden die Idee gut und schon waren wir mit den Lives an Bord. Es hat irre viel Spaß gemacht, war aber auch super anstrengend, weil zu den Online-Veranstaltungen auch noch Homeschooling und Vollzeit-Kinderbetreuung kam.

Was ist „BookZon“ eigentlich, wenn du/ihr nicht für Fakriro streamt?

Julia Rana: Bookzon – ursprünglich geplant als neue Community und dann wieder in den Dornröschenschlaf versetzt– ist ein Baby meiner Chefin Jasmin Wollesen. Wir möchten hier Stück für Stück ein Plattform für Autor*innen aufbauen, mit deren Hilfe sie ihre Projekte ins Rampenlicht setzen können: Live-Lesungen, Interviews, … Noch ist das Ganze eher ein Gedankenspiel, aber der Grundstein ist gelegt.

Schreibst du ausschließlich Liebesromane und was begeistert dich an dem Genre?

Julia Rana: Eigentlich schreibe ich keine klassischen Liebesromane. Ich lese sie sehr gerne, aber für mich war „The Office“ tatsächlich ein Ausbruch aus meiner Komfort-Zone. Eigentlich bin ich eher in der Dark-Romance zuhause. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht, in die Welt von Flora und Samu einzutauchen, die Beziehung zwischen den beiden aufblühen zu sehen und ihnen den einen oder anderen Stein vor die Füße zu legen. 🙈 Was mich an diesem Genre so begeistert, sind die feinen Zwischentöne in den zwischenmenschlichen Beziehungen und auch die Emotionalität, die hier eine sehr große Rolle spielt. Ich bin mir sicher, dass es nicht mein letzter Liebesroman bleiben wird. 😉

The Office ~ Julia Rana
The Office ~ Julia Rana

Irgendwas ist bei deiner Lesung passiert, vielleicht war es deine Stimme gewesen. Blenden wir die aus, worum geht es in „The Office“ und was macht es zu einem besonderen Buch?

Julia Rana: In „The Office“ geht es um die Beziehung zwischen Flora und Samu. Die beiden leben in einer Wohngemeinschaft ohne Extras. Sie freunden sich sehr schnell an, wobei sich beide stark darum bemühen, keine Gefühle für den anderen aufkommen zu lassen. Natürlich geht das gründlich schief. Nach einem schrecklichen Tag im Büro betrinkt sich Flora mit ihrer Kollegin heftig. Die ruft Samu zur Hilfe und das Chaos nimmt seinen Lauf. 😇
Was „The Office“ für mich zu einem besonderen Buch macht? Meiner Meinung nach sind es die Charaktere – nicht nur die der Protagonisten, sondern auch die der Freunde – die die Geschichte zu etwas Besonderem machen. Außerdem war mir wichtig, dass man nicht nur Tal-, sondern auch Bergfahrten hat. Alle, die Protagonisten und die Sidekicks, haben meinen (durchaus schrägen) Humor abbekommen. Es ist ein Buch zum Lachen, zum Mitfiebern, zum Weinen.

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Auch wenn es kein neues Programm mehr gibt, die Seite bleibt online und ein Blick ins Programm lohnt sich.

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Prickelnder Fakriro Talk

In dieser #FakriroTalk Runde wird es etwas experimenteller, zumindest für mich, denn ich spreche mit Autorinnen, die sich in Genres bewegen, die ich eher nicht lese. Das könnte interessant werden oder? Es geht um Bücher für Erwachsene, nämlich Erotik.

Wir sprechen mit:

Über Fakriro-Online könnt ihr übrigens direkt bei den Autor*innen signierte Exemplare bestellen!

Gespräch mit Autorin Divina Michaelis

Am Stand von Qindie waren wir ja bereits in der ersten FakriroTalk Runde, vielleicht sind wir noch einmal dort hin gegangen, vielleicht haben uns gewisse Elemente neugierig gemacht und dazu geführt, dass wir dort noch weitere Gespräche führen.

Messstand von Qindie (c) Qindie
Messstand von Qindie (c) Qindie

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Divina Michaelis: Höchstwahrscheinlich wird es Boris sein, der dich an unseren Stand lockt – eine mannshohe Steampunktfigur und Kreation meiner Autorenkollegin Selma J. Spieweg. Sie lenkt reichlich Blicke auf sich. Als nächstes wird dich dann mein aufforderndes Lächeln dazu verleiten, mit mir ins Gespräch zu kommen – oder weil ich dich direkt anspreche, denn ich bin nicht gerade menschenscheu *lach*

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Divina Michaelis: Hallo Stephanie, ich bin Divina Michaelis und schreibe erotische Romane und Geschichten, die oft mit anderen Genres vermischt sind. Ich bin seit einigen Jahren als überzeugte Selfpublisherin unterwegs.

Was überzeugt dich am Selfpublishing?

Divina Michaelis: Selfpublishing bedeutet für mich Eigenverantwortung, Individualität und eigene Preisgestaltung. Während die meisten Autoren froh gewesen wären, einen Verlagsvertrag zu erhalten, der dem Autor sogar einen Vorschuss garantiert, habe ich einem Verlag bereits eine Absage erteilt, weil damit Veränderungen verbunden gewesen wären, die ich nicht mittragen wollte. So wäre aus dem Endprodukt etwas geworden, das hauptsächlich Frauen angesprochen hätte, womit ich meine männlichen Leser vor den Kopf gestoßen hätte. Zudem wollte der Verlag einen Zweiteiler aus einem ordentlichen Buch machen, obwohl das unnötig war. Es gab noch so einige andere Kleinigkeiten, die mich störten, und das hat letztendlich zu dem Entschluss geführt, mich lieber weiterhin um alles selbst zu kümmern. So bekommen meine Leser ein tolles Produkt zu einem angemessenen Preis – und ich kann stolz auf das sein, was ich geleistet habe.

Homo Serpentes, Verbotene Welt (c) Divina Michaelis
Homo Serpentes, Verbotene Welt (c) Divina Michaelis

Erzählst du mir mehr zu deinem Buch mit dem grünen Mann auf dem Cover?

Divina Michaelis: Ich habe so einige interessante Werke draußen, wobei das ungewöhnlichste wahrscheinlich die Trilogie »Homo Serpentes« ist. Ich kann, glaube ich, mit Fug und Recht behaupten, dass diese Romanreihe besonders ist, da ich immer wieder auch von Nicht-Erotik-Lesern die Rückmeldung bekomme, wie spannend und mitreißend die Bücher trotz ihrer vielen expliziten Szenen sind. Von daher könnten sie dir auch gefallen.

In dem Roman geht es um eine Wissenschaftlerin, die als einzige Überlebende einer Forschungsstation auf einem Urwaldplaneten landet. Ihre letzte Hoffnung, weiterhin am Leben zu bleiben, besteht darin, sich der Gruppe einer humanoiden Spezies mit Schlangenhaut anzuschließen. Besonders diffizil ist das deshalb, weil deren Sozialsystem auf Sex aufbaut, ähnlich den Bonoboaffen, und sie sich nun einfügen muss, um überhaupt Akzeptanz zu erfahren. Aber die meisten der Homo Serpentes wollen gar nichts mit ihr zu tun haben. Ein Problem fügt sich ans andere und unsere Protagonistin springt situationsbedingt dem Tod mehrfach nur knapp von der Schippe. – Ich garantiere also eine spannende, handlungs- und emotionsgeladene Geschichte, die aber eben auch reichlich Szenen enthält, die in einem normalen Science-Fiction nicht vorkommen.

Im Übrigen gibt es dazu online eine kostenlose Vorgeschichte, die bei so ziemlich jedem Onlinehändler, der E-Books vertreibt, herunterladbar ist. So kann man sich einen guten Eindruck verschaffen, was auf einen zukommt. Du findest sie unter dem Titel »Die Entdeckung des Homo Serpentes«. Alternativ habe ich die Geschichte auch in limitierter Auflage als Druck vor Ort, die dann natürlich nicht kostenlos ist.

Das klingt tatsächlich nach einer spannenden Science Fiction Geschichte. Science Fiction lese ich tatsächlich sehr gerne. Beziehen sich die erotischen Elemente auf deine Wissenschaftlerin oder gibt es da vielfältige Szenarien, vielleicht auch gleichgeschlechtliche?

Divina Michaelis: Die erotischen Elemente beziehen sich auf das gesamte Leben innerhalb der Gruppe, zu der die Wissenschaftlerin Anschluss sucht. Man muss sich das Sozialsystem so vorstellen, dass Sex dort eine Währung ist, mit der Leistung bezahlt wird. Zudem gibt es in jedem Clan dieser Spezies weniger Frauen als Männer, sodass die Männer sich schon anstrengen müssen, um entsprechend bezahlt zu werden. Und dann gibt es noch gewisse Rituale, die eine Kopulation beinhalten. Pärchenbildung, wie wir es hier auf der Erde kennen, gibt es dort nicht. Sie reagieren ziemlich befremdet auf diese Vorstellung. Wohl besteht zum einen oder anderen eine etwas größere Anziehung als zu anderen, aber das ist eher nebensächlich und kein Grund für Eifersüchteleien. Es ist aber, obwohl es wie im Paradies zu sein scheint, absolut nicht so paradiesisch, denn die Anwesenheit der Wissenschaftlerin und ihr Wunsch nach Eigenständigkeit bringt die Gruppe ganz schön durcheinander.
Gleichgeschlechtliche Szenen habe ich nur zwischendurch mal angedeutet, aber nicht ausführlich beschrieben. Einmal testet die Wissenschaftlerin etwas an einer Frau dieser Spezies aus, aber das geht ziemlich schnell in die Hose lach.
Da habe ich andere Romane, in die solche Szenen besser passen. Aber vielfältig und ausführlich sind die erotischen Szenen auf jeden Fall, auch ohne gleichgeschlechtliche Zusammenkünfte.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Divina Michaelis: Die Wahl fällt mir schwer, weil hier am Stand unwahrscheinlich viele tolle Bücher von Autoren und Autorinnen sind. Aber deinem Profil nach, also dem, was du gern liest, solltest du es mal mit dem Buch »Der Fourfold-Clan« von Melanie Meier versuchen. Das ist total abgedreht, aber auch wahnsinnig faszinierend.

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Im Gespräch mit Melia Manadis

Zur Vorbereitung der Interviewreihe habe ich zu den Fragen auch eine kurze Vorabinformation zu mit geschickt, denn hätten wir real an einem Stand geplaudert, hätte es direkte Rückfragen gegeben (die ich jetzt nachgereicht habe) und die Autor*innen hätten so auch ein wenig von mir erfahren. Unter anderem habe ich geschrieben, welche Genre ich am liebsten lese und dazu folgenden Satz:

Reine Liebesromane sind weniger mein Fall, aber für meine Mitbloggerin Kathi werde ich auch da hellhörig. Sie liebt auch tragische Geschichten, denen ich wenig abgewinnen kann, vor allem, wenn ich vorher weiß, dass die Figur am Ende stirbt.

Ich musste ein wenig schmunzeln, als ich las, was Melia aus diesen Informationen gemacht hat, aber lest selbst:

Melia Manadis (c) Fantassja Fotodesign
Melia Manadis (c) Fantassja Fotodesign

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Melia Manadis: Da ich an meinem Stand erotische Liebesromane präsentiere, weiß ich nicht, ob damit dein Interesse geweckt hätte. Es sei denn, du hättest sofort daran gedacht, dass es deiner Mitbloggerin Kathi ins Auge gesprungen wäre.

Oder dich hätten die Bilder, die mit kunterbunten Farben und Zitaten oder Lebensweisheiten sofort ins Auge fallen und die überall verteilt zwischen den Büchern stehen, zum Stehenbleiben animiert

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Melia Manadis: Hallo Stephanie, schön, dass du vorbeischaust. Ich bin Annette, schreibe aber unter meinem Wunschnamen Melia Manadis. Ich stelle hier meine erotischen Liebesromane vor; „Die Villa“, die aus drei Teilen besteht. Jessica, Mila und Flo. Die Bücher sind im Parlez Verlag erschienen. Das Genre bezeichnet man allgemein als Dark Romance.

Erzähl mir mehr über „Die Villa“, was ist besonders an deiner Buchreihe?

Melia Manadis: Die Geschichten erzählen, wie die jeweiligen Protagonistinnen aus einer schwierigen Lebenssituation heraus in das Leben der Männer treten, die in der Villa ihrer SM Leidenschaft nachgehen. Jede der Frauen schafft es, durch eigenen Willen, durch Freundschaft und Liebe zu einem Happy End.

Ich mag Happy Ends 😉

Ich denke nicht, dass gerade meine Bücher etwas herausragend Besonderes sind. Ich habe nur den Anspruch, dass es Spaß macht, die Geschichten zu lesen und dass man für einen Moment in sie eintaucht und den Alltag hinter sich lässt.

Die Villa ~ Melia Manadis (c)
Die Villa ~ Melia Manadis (c)

Den Alltag hinter sich lassen ist ein schöner Aspekt beim Lesen. Ich kann mir vorstellen, dass Liebes- und Erotikromane dazu gut geeignet sind. Glaubst du, dass die düsteren Elemente Leserinnen anspricht, die neugierig sind auf Dinge, die sie selbst nicht erleben, ähnlich wie bei abenteuerlichen Romanen?

Melia Manadis: Ich denke, dass die düsteren Elemente, ebenso wie abenteuerliche oder fantastische, alles, was den Alltag bunter, vielfältiger, spannender oder auch leidenschaftlicher macht, Leser*innen anspricht.

Gerade, wenn man sich im Alltag ncht so viel zutraut oder zu viel Stress hat und sich beim Lesen entspannen kann. 

Man muss sich nur drauf einlassen, in den Geschichten verschwinden zu können. Vielleicht bekommt man ja auch einen Anreiz, wie man sein eigenes Leben etwas interessanter gestaltet – wenn man nicht gerade einen Krimi liest ;))

Welches Buch liest du selbst gerade?

Melia Manadis: Ich lese gerade L.A, Guards – Boss Affair von Amelie Duval

Herzlichen Dank für das Gespräch, ich fürchte, das ist nicht ganz unser Genre, aber vielleicht was für unsere erwachsenen Bloglesenden.

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Parlez Verlag

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Ein Blick auf den Schreibtisch von Daniela Kappel

Heute sind wir zu Gast bei Daniela Kappel. Herzlichen Dank, dass wir einen Blick auf Deinen Schreibtisch werfen dürfen.

(c) Daniela Kappel
(c) Daniela Kappel

Steckbrief von Daniela Kappel

  • Verlagsautorin
  • begonnen als Selfpublisherin
  • Unter Vertrag bei der Agentur Ashera
  • Genre: Fantasy, Romance, New Adult, Young Adult, Familiengeheimnis, Cosy Crime
  • Debütroman: Elementa – Erzwungenes Schicksal
  • 4 veröffentlichte Romane
  • arbeitet als Krankenpflegerin

Wo steht dein Schreibtisch?

Momentan noch in einem mit einer Wohnwand abgetrennten Teil des Wohnzimmers (meine Höhle). Ich hoffe aber, dass wir bald Zeit finden den Schreibtisch ins Schlafzimmer zu verlegen, dann wird dort mein neuer Schreibplatz sein. Abgesehen davon schreibe ich gern mit dem Notebook auf dem Schoss auf der Couch, im Bett oder auf dem Balkon – man sieht also schon: ich habe keinen richtig fixen Schreibplatz.

Elementa 1 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign
Elementa 1 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign

Was benötigst du zum Schreiben?

Zum Schreiben brauche ich eigentlich nur Lust, aber gegen Schokolade habe ich dabei auch nichts einzuwenden.

Wann schreibst du?

Am konzentriertesten wäre ich morgens. Weil ich da aber meist recht wenig Zeit habe (Kinder versorgen und arbeiten fahren), muss ich mich mit meinen Schreibzeiten stark nach meiner Familie und dem Alltagsgeschehen richten.

Elementa 2 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign
Elementa 2 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign

Gelingt es dir nur an einem Schreibprojekt gleichzeitig zu arbeiten?

Ich nehme mir immer vor ein Projekt nach dem anderen „abzuarbeiten“. Allerdings kommt es schon vor, dass ich in Stehzeiten neue Exposés für die Agentur schreibe. Auch während die Rohmanuskripte bei meinen Probelesern bzw. im Lektorat sind, setzte ich mich schon ans nächste Projekt.

Mein Kopf steht (leider/zum Glück) nie still. Wenn mir also eine neue Idee kommt, dann wird sie zumindest notiert.

Was motiviert und inspiriert dich beim Schreiben?

Meine Motivation ist einfach der Spaßfaktor. Schreiben ist für mich wie Lesen, nur noch besser, weil ich bestimmen kann wie der Hase läuft. Mich inspirieren andere Bücher, Filme, Songs, Alltagsszenen, alles Mögliche. Manchmal kann ich selber nicht genau sagen, wo die eine oder andere Idee herkommt.

Elementa 3 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign
Elementa 3 ~ Daniela Kappel
(c) Wolkenart Coverdesign

Plottest du deine Romane?

Da ich ja beim Schreiben der Exposés schon den groben Inhalt von Anfang bis Ende angeben darf (muss), sind meine Projekte vor Schreibbeginn schon in den Grundzügen durchgeplottet. Einzelne Szenen hab ich meist schon beim Entstehen der ersten Idee im Kopf und der Rest entsteht beim Schreiben.

Welchen Tipp würdest du gerne angehenden Autor*innen geben?

Wenn ihr es macht, dann richtig. Wer das Autorendasein als Selfpublisher angeht, sollte sich vorher bewusst machen, dass professionelles Auftreten Geld kostet, und zwar nicht wenig. Außer man hat Germanisten und Grafiker im Freundeskreis oder der Familie, die einem helfen.
Ich habe recht unerfahren und naiv angefangen und bis zum 3. Teil meiner Elementa-Trilogie viel dazugelernt. Meiner Ansicht nach, sollte man dem qualitativen Inhalt seiner Bücher immer ein zumindest Korrektorat (wer es sich leisten kann Lektorat) und professionelles Cover gönnen.
Wer mit (seriösen!) Agenturen und Verlagen arbeiten will, braucht kein Geld für die eigenen Werke aufzubringen, allerdings ist man in seiner Arbeit nicht mehr so frei.

Stell uns bitte in drei Sätzen deinen aktuellsten Roman vor.

Im August ist mein erstes Verlagsbuch, „Perfect Opposites: Lynne und Lex“ (Contemporary Romance/New Adult), bei Digital Publishers erschienen.

Die überzeugte Einzelgängerin Lynne, erbt nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter, deren Bar und sieht sich neben ihren unliebsamen Kindheitserinnerungen, auch noch mit dem arroganten Barkeeper Lex konfrontiert. Die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten und jeweils ihre eigenen Ziele in Bezug auf die Bar verfolgen, müssen sich zusammenraufen. Langsam nähern sie sich einander an, doch als Lynne herausfindet, dass ihre Mutter in illegale Machenschaften verstrickt war, wird es gefährlich für sie und Lex.

Perfect Opposites, Lynne und Lex ~ Daniela Kappel 
(c) dp Digital Publishers und Buchgewand Covergestaltung
Perfect Opposites: Lynne und Lex ~ Daniela Kappel
(c) dp Digital Publishers und Buchgewand Covergestaltung

Was erwartet uns als nächstes von dir?

Die nächsten Veröffentlichungen sind für April (Familiengeheimnisse) und Sommer (Cosy Crime) 2020 geplant. Vielleicht werden es ja auch noch mehr.


Herzlichen Dank für das ausführliche Interview.

Hier findet ihr Daniela Kappel online:

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Alle Interviews der Reihe “Ein Blick auf den Schreibtisch”

Träume von einem anderen Leben

Highschool Princess - Annie Laine

Highschool Princess – Annie Laine

Es war einmal ein kleines Mädchen, das wollte eine Prinzessin sein … Schöne Kleider, in einem Schloss wohnen und keine Sorgen haben, das war der Traum eines kleinen Mädchens. Das Mädchen wurde älter, begriff, was wirklich wichtig im Leben ist, und nahm Abstand vom Traum eine Prinzessin sein zu wollen.

Das Leben einer Prinzessin ist bei weitem nicht sorgenfrei und doch steht dieser Traum exemplarisch für den Wunsch nach einem anderen Leben. Jeder hat sich doch schon einmal gefragt, wie es wäre in andere Lebensbedingungen hineingeboren worden zu sein, oder? Ein wenig mehr Reichtum und Glamour oder ein wenig mehr Normalität. Was wäre wenn … eine spannende Frage.

Noch spannender ist die Tatsache, dass „diese anderen“, die das Leben leben, was sich viele erträumen, sich eben doch wieder nach Normalität sehnen. Können wir überhaupt zufrieden sein?

Plötzlich Prinzessin

Eine Buchreihe, die auch verfilmt wurde, in der ein solchen Traum wahr wurde, ist „Plötzlich Prinzessin“ von Meg Cabot. Mia ist so gar nicht begeistert davon, plötzlich eine Prinzessin zu sein und sich der königlichen Etikette anzupassen. Sie hat mit einigen Problemen zu kämpfen und die Botschaft ist so wunderbar: Jedes Leben ist voller Probleme, auch das einer Prinzessin!

Ja, ich war bereits erwachsen, als ich die Bücher und den ersten Film gesehen habe. Na und! Auch mit Anfang 20 stellt man sich die „Was wäre wenn Frage“ und die kleine Traum-Prinzessin kommt zum Vorschein. Die Bücher haben mich unterhalten, mich in Träume gleiten lassen und mir bewusst gemacht, was eigentlich klar war: Nimm das Leben an, das du hast und mach das beste draus.

Wenn Dein Leben nervt, Streu Glitzer drauf!

Ihr kennt sicher den Spruch, den es in vielen grafischen Varianten gibt.

Es war mal wieder Zeit für ein wenig Mia-Prinzessinnen-Glitzer – Lebe dein Leben.

Highschool-Princess

Annie Laine, Autorin und Bloggerin, liebt ebenfalls die Geschichte um Prinzessin Mia und sie hat sich einen Traum erfüllt, ihre eigene Prinzessinnen-Geschichte geschrieben.

Für alle Mädchen, die davon träumen, eine Prinzessin zu sein, und für alle Prinzessinnen, die lieber keine wären.

Die Geschichte von Prinzessin Sarafina beginnt andersherum, als die von Mia. Sie ist Prinzessin eines kleinen unbedeutenden Königreiches, hat dieses nie verlassen und sehnt sich nach einem normalen Leben. Schule, Freunde, Abenteuer. Sie will die Welt kennen lernen und was sie auf gar keinen Fall will: den unbekannten Prinzen heiraten, den ihre Eltern ausgewählt haben.

Vor ihrem 18. Geburtstag und der drohenden Hochzeit nimmt sie daher an einem Schüleraustausch in den USA teil. Außer ihrer Gastfamilie weiß niemand wer sie wirklich ist, sie ist einfach Sara und geht zur Highschool, entdeckt das Leben und die Liebe …

Glitzerfaktor

Ich habe die Geschichte gelesen, als ich vor einigen Wochen krank war, die perfekte leichte Lektüre mit einem hohen Glitzerfaktor.

Auch wenn der Verlauf der Geschichte vorhersehbar ist, ist sie schön. Romantisch, kitschig und voller Teenie-Gefühle, gewürzt mit einer Menge Humor und den typischen Highschool-Dramen.

Sara, ihre beste Freundin Izzy, ebenfalls Prinzessin, die Gastschwestern Joanna, die Coole, und die süße Mari, die selbst gerne eine Prinzessin wäre, sind so unterschiedliche Charaktere, mit unterschiedlichen Träumen und Problemen. Es ist sehr interessant, wenn sie aufeinandertreffen.

Fazit

Ein glitzerndes Jugendbuch über die Liebe und das Leben, über Glück und Selbstbestimmung.

Annie Laine hat kürzlich angekündigt, dass es eine Fortsetzung geben wird. Ich könnte mir vorstellen, dass es eine Geschichte über Izzy wird, aber ich weiß es nicht.


Das Buch wurde mir vom Carlsen Verlag über Netgalley zur Verfügung gestellt.

Highschool Princess – Verlobt wider Willen
Annie Laine
Impress
ISBN: 978-3-646-60392-7