Künstliche Intelligenz ethisch betrachtet

Ethik in KI und Robotik ~ Christoph Bartneck, Christoph Lütge, Alan Wagner, Sean Welsh
Ethik in KI und Robotik ~ Christoph Bartneck, Christoph Lütge, Alan Wagner, Sean Welsh

Mit künstlicher Intelligenz habe ich mich bisher von zwei Seiten beschäftigt:

  1. phantastische Literatur
  2. neue Technologien

In der phantastischen Literatur, insbesondere Science Fiction oder Dystopien ist die Künstliche Intelligenz meist zum Feind geworden. Das inzwischen klassische Matrix-Szenario, die Maschinen übernehmen die Herrschaft und versklaven die Menschen, gibt es in zahlreichen Spielvarianten. Im Szenario von Tom Hillenbrand hat die Menschheit erkennen müssen, dass die KI unsere Umweltprobleme nicht auf eine ideale Weise lösen würde …

Doch wie sieht unsere Realität aus?

Was gibt es bereits und wohin entwickeln wir uns? Welche Sorgen und vor allem welche Fragen sollten wir uns im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz wirklich stellen?

Während auf der Digital2018 Roboter im Fokus standen, war es auf der DigitalX 2019 die autonome Mobilität, was bereits 2018 ein Thema war. Es gab zahlreiche weitere spannende Technologien und Themen.

Im Beitrag zur Digital2018 schrieb ich:

Wenn die Zukunft jetzt beginnt und wir entscheiden, in was für einer Welt wir Leben wollen, gibt es zahlreiche Themen, mit denen wir uns befassen müssen. Dazu zählen IT-Sicherheit, Veränderungen anstoßen und ganz wichtig, den Menschen nicht aus dem Blick verlieren!

Diesen Impuls habe ich 2018 mitgenommen und glaube, dass es weiterhin wichtig ist, Fragen zu stellen und im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten Einfluss auf die Gestaltung unserer Zukunft zu nehmen. Dies können wir nicht alle durch unseren Beruf, aber durch Diskussionen und die Auswahl der Produkte, die wir kaufen.

Ethik in KI und Robotik

Auch in diesem Beitrag spielt ein Buch eine zentrale Rolle, diesmal aber ein Sachbuch, statt Fiktion. Das kleine handliche Buch stellt die Frage „Was darf KI eigentlich?“ und stellt einen Rundgang dar, beginnend bei den Definitionen von Ethik und Künstlicher Intelligenz, über die verschiedenen Anwendungsbereiche künstlicher Intelligenz mit dem jeweiligen Ist-Stand der Diskussionen. Dabei nehmen die vier Autoren eine neutrale Haltung ein und geben sowohl Pro- als auch Kontra-Argumente wieder. Sie alle sind Wissenschaftler an verschiedenen Universitäten.

Die europäische „AI4People Gruppe“ hat 2018 fünf ethische Prinzipien vorgestellt, um Fairness und Vertrauen zu schaffen (Seite 40ff):

  • Nicht-Nachteiligkeit
  • Vorteilhaftigkeit
  • Autonomie
  • Gerechtigkeit
  • Erklärbarkeit

Beim Einsatz von Robotern ist ein zentraler Aspekt, dass wir Menschen dazu neigen, auch Gegenständen und Geräten eine Persönlichkeit zu geben. Wir geben Objekten Namen und wenn wir mit diesen interagieren können, verschwinden die Grenzen zwischen einem leblosen Objekt und einem Wesen mit Gefühlen, welches es de facto aber nicht ist. Es gibt viele Vorteile von Robotern in sozialen Kontexten, aber auch ein Risiko:

Idealisierte Interaktionen könnten zu viel Spaß machen – und dadurch tatsächliche zwischenmenschlichen Interaktionen behindern.

Ethik in KI und Robotik, Seite 82

Neben dem Vermenschlichen von Maschinen ist der Schutz von personenbezogenen Daten ein großes und gerade auch sehr aktuelles Thema. Welche Daten werden von wem gesammelt und wer kann diese zu welchen Zwecken nutzen?

Je mehr und bessere Informationen über die Nutzer zur Verfügung stehen, desto besser können KI-Systeme aus den Daten lernen und ihr Verhalten anpassen.

Ethik in KI und Robotik, Seite 85

Ohne Daten kann eine KI nicht arbeiten. Mit den Daten kann eine KI aber wiederum Einfluss auf unser Verhalten nehmen.

Aktuell profitiert davon vor allem die Werbebranche, aber das betrifft auch zum Beispiel den Bereich Smart Home und im Rahmen ethischer Fragen spielen Begleitroboter eine wichtige Rolle.

Fazit

Ein wissenschaftlich fundiertes und gut lesbares Buch für alle, die sich mit ethischen Fragen zu Künstlicher Intelligenz und Robotik beschäftigen möchten. Es braucht kein Vorwissen, um das Buch zu verstehen.

Im Buch werden verschiedene Anwendungsbereiche der KI wie Roboter im Alltag, autonomes Fahren oder Waffensysteme unter ethischen Fragen betrachtet. Dabei werden keine Antworten geliefert, sondern der aktuelle Stand unter Pro- und Kontra-Argumenten zum Einsatz der Technologie wertneutral geschildert.

Es wird deutlich, welche Fragen noch zu klären sind und welche Herausforderungen es dabei gibt. Zentral ist immer der Aspekt des Nutzens für die Menschen, ohne zu schaden.


Das Buch wurde mir vom Hanser Verlag zur Verfügung gestellt.

Ethik in KI und Robtik
Christoph Bartneck, Christoph Lütge, Alan Wagner, Sean Welsh
Hanser, 2019
ISBN: 978-3-446-46227-4

Ein Blick in die Zukunft auf der #Digital2018

DIgital2018, digitalrealZ

Ein gigantisches Event zum Thema Digitalisierung fand am 7. und 8. November 2018 in der Kölnmesse statt: Die Digital 2018, eine Initiative der Deutschen Telekom AG. Es war weder ein klassischer Kongress, noch eine Messe, es war ein Erlebnis:

Digitalisierung live erleben und einen Blick in die Zukunft wagen #Digital2018

Ein Inkubator von Ideen, ein Katalysator komplexer Prozesse, eine Plattform des Austauschs. Hier treffen herausragende Keynotespeaker auf Innovatoren, Wirtschaftsgrößen auf politische Entscheider und erfahrene Führungskräfte auf vielversprechende junge Talente. (Hagen Rickmann, Schirmherr der Digital 2018)

Es war tatsächlich großartig, vielseitig und sehr spannend mit vielen tollen Begegnungen, Menschen und andere …

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Für viele ein Highlight, für mich eine interessante Story: Die Anwesenheit von Apple-Co-Gründer Steve Wozniak. Er und Steve Jobs haben etwas getan, was viele Startups heute tun, einfach mal etwas gemacht, was sie unbedingt tun wollten! Es hat funktioniert, dabei haben sicher viele Faktoren eine Rolle gespielt, aber eine solche Geschichte macht Mut, das zu tun, was einem am Herzen liegt.

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Einen ganz kleinen Blick zurück auf das vergangene Event mit einem Ausblick in die Zukunft, will ich im folgenden wagen. Das Event war riesig und ich konnte mich nur einem Teil der Aussteller, Vorträge und Diskussionen widmen. Es gab noch so viel, was ich gerne gesehen oder gehört hätte.

Eine Aussage fiel immer wieder von verschiedenen Personen und kann nicht oft genug gesagt werden, bis wir entsprechend handeln:

Wir alle müssen unsere Zukunft gemeinsam und aktiv gestalten.

Wir entscheiden jetzt, welche Wege wir einschlagen wollen!

Dieser Verantwortung können und dürfen wir uns nicht entziehen!

Leider konnte ich bei der Eröffnung nicht dabei sein:

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Digitalisierung wird aus Mut gemacht (Tim Höttges, CEO Telekom Deutschland AG)

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Wie sieht unsere Zukunft aus?

Digital! Welche Technologien wir weiter entwickeln, entscheiden wir bereits jetzt. Es scheint alles möglich. Doch was wollen, können und sollten wir tatsächlich entwickeln?

In welcher Zukunft wollen wir leben?

Ein Gutes logisches Grundverständnis wird zunehmend wichtiger, kleine Programmieraufgaben immer leichter, z.b mit der visuellen Oberfläche des freien Roberta Lab. Mit diesem lässt sich auch ohne vorhandenen Roboter arbeiten.

Stand des Fraunhofer Institutes, Präsentation des Roberta Lab

Stand des Fraunhofer Institutes, Präsentation des Roberta Lab

3D Druck Technologie

Die Entstehung eines 3D-Druckers durfte ich zu Hause live erleben und finde sehr spannend, was wir bereits alles drucken können. Bei allem Staunen müssen wir uns bewusst bleiben, dass 3D-Druck nicht bedeutet, Dinge aus dem Nichts zu erschaffen. Die Materialien aus denen die Druckerzeugnisse entstehen müssen als Rohstoffe zur Verfügung stehen. Interessant ist, wie vielfältig diese Materialien sein können.

Die Magie des 3D-Druck folgt dem Prinzip des äquivalenten Tausches der Alchemie.

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Roboter werden nicht die Weltherrschaft übernehmen!

Ich möchte furchtbar gerne einen Roboter haben, oder auch mehrere. Einen Staubsaugroboter fürs Nützliche, einen niedlichen einfach aus Spaß. Kleine Aktionen programmieren, ohne besondere Vorkenntnisse, das reizt mich sehr. Irgendwann wird dieser Wunsch in Erfüllung gehen. Noch sind für mich alle Modelle unbezahlbar, so gerne ich es auch nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder gehabt hätte.

Stand des Fraunhofer Institutes, Präsentation des Roberta Lab

Stand des Fraunhofer Institutes, Präsentation des Roberta Lab

Egal ob humanoider Roboter oder den kleinen Calliope Mini, die Roberta-Initiative schult deutschlandweit Lehrkräfte im Umgang mit dem Roberta-Lab, um tolle Projekte in Schulen zu bringen.

Doch nicht jeder lässt sich vom Charme der humanoiden oder tierischen Roboter verzaubern. Vielen Menschen macht die Digitalisierung und besonders die Robotik Angst. Diesen Ängsten gilt es durch Aufklärung entgegenzuwirken.

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Egal wo Sie mit Robotern zu tun haben, Sie sollten darüber informiert sein!

Das war eine Aussage zu Beginn des Panels „Robots vers. Humanity“ bei dem Prof. Dirk Helbig (ETH Zürich, Informatik), Rafael Capurro (Capurro Fiek Stiftung für Informationsethik) und Dominik Bösl (KUKA AG) beteiligt waren.

Viele haben Angst vor Robotern dank SciFi.

Ist das so? Einer meiner liebsten Film-Trilogien ist Matrix und doch habe ich keine Angst vor den Robotern. Science Fiction ist für mich eine wunderbare Möglichkeit, Zukunftsszenarien zu entwickeln und durchzuspielen. Was wäre wenn? Das ist genau so wichtig, wie der Realitätscheck. Was gibt es wirklich? Am 21. Oktober 2015 war ein solcher Tag. Es war der Tag an dem Marty McFly aus „Zurück in die Zukunft“ mit dem DiLorean in die Zukunft reiste. Welche Vorhersagen waren eingetroffen, welche liegen noch in unserer Zukunft und welche waren einfach fiktive Ideen?

Von den bedrohlichen Szenarien, dass Roboter dank ihrer KI die Weltherrschaft an sich reißen, sind wir mit unseren aktuellen Möglichkeiten weit entfernt, sagte einer der Herren und hielt diese Visionen auch für unrealistisch. Ich denke, wir sollten uns bewusst sein, was wir entwickeln und den Menschen mit seinen Bedürfnissen immer in den Mittelpunkt stellen, wenn es um neue Innovationen geht. Technischer Fortschritt darf kein Selbstzweck werden.

Eine klare Zukunftsprognose dagegen lautet:

Unsere Enkelkinder werden als Robotic Natives aufwachsen.

Das mit den Generationen ist so eine Sache, aber die Robotic Natives Generation wird es sicher geben. Auf diese Aussage folgte eine zweite, sehr wichtige, nämlich, dass wir die Welt verändern werden. Da muss die Industrie Verantwortung übernehmen und aufklären!

Kritische Reflektion können wir nicht an Roboter abgeben!

Die Roboter werden Teil unserer Lebenswelt sein, die Frage ist, wie diese aussehen soll.

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Brainhack

Nach dem Panel „Robotic versus Humanity“ ging es im Vortrag von Prof. Miriam Meckel (WirtschaftsWoche) um unser Gehirn und die Frage „Wie wir unser Denken ans Internet anschließen“.

Miriam Meckel spricht über unser Gehirn

Miriam Meckel spricht über unser Gehirn

Sie präsentierte einige Forschungsergebnisse und erzählte von Erfahrungen, die sie selbst machen durfte. Die Neurowissenschaften haben schon erstaunlich viel erreicht. Erste Produkte kommen auf den Markt, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Nach dem Test eines Produktes, welches das Gehirn entspannen sollte, ist Miriam Meckel furchtbar übel geworden.

Die Fortschritte bringen viele ethische Fragen mit sich: Was wollen wir? Was dürfen wir?

Bei Locked In Patienten, Menschen, die sich nicht bewegen können, aber kognitiv fit sind, wurde schon sehr viel erreicht, um ihnen zu helfen. Mittels Implantat oder durch ein EEG kann allein durch Gedanken ein Computerprogramm gesteuert werden. Dies ist ein entscheidender Schritt hin zum Gedanken lesen. Doch wo man lesen kann, kann man auch hineinschreiben! Es ist eine Zweibahnstraße, betont Miriam Meckel.

Eine Zeit lang habe ich Neurofeedback mit Kindern gemacht und immer wieder betont, dass ich nur Gehirnwellen, aber keine Gedanken sehe! Die Angst davor, dass jemand unsere Gedanken lesen oder gar manipulieren kann, ist groß und berechtigt.

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Denken wir noch einen Schritt weiter: Was wäre, wenn wir unsere Gehirne per Chip miteinander verbinden könnten? In Experimenten mit Mäusen ist das bereits gelungen. Wir teilen mit Mäusen 99% unseres Genoms, weswegen sie beliebte Versuchsobjekte in der Medizin und Psychologie oder Neurowissenschaften sind. Der nächste Schritt nach erfolgreichen Tierversuchen sind Versuche am Menschen …

Werden wir demnächst Brainbubbles haben, in denen wir unsere Gehirne direkt miteinander verbinden? In einer solchen Zukunft wird kognitive Leistungsfähigkeit eine große Rolle spielen.

Wieder stellt sich die Frage: Was wollen wir?

Wir haben viele Möglichkeiten bereits am Markt, viel Gutes kann getan werden.

Doch wenn wir ans Gehirn gehen, gehen wir an den Kern unserer Menschlichkeit!

Wie können wir den Neurokapitalismus verhindern, fragt Miriam Meckel zum Abschluss ihres Vortrages und gibt selbst eine Antwort: Indem wir das tun, was wir am besten können: Nachdenken! Nachdenken, was wir wirklich wollen und aktiv unsere Zukunft mitbestimmen.

Miriam Meckel, Das Gehirn lesen

Miriam Meckel, Das Gehirn lesen

Um das Gehirn ging es auch in einem anderen Vortrag, den ich selbst nicht gehört habe. „Das Gehirn ist unsere wichtigste und geilste Plattform“, eine starke Aussage von Thomas Druyen (Siegmund Freud Universität Wien).

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Leider habe ich Neil Harbisson verpasst, seine Geschichte muss faszinierend sein. Cyborgs sind jetzt Realität.

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Fortbewegungsmittel der Zukunft

In Science Fiction Filmen wird viel geflogen. Ist das unsere Zukunft? Im Sommer wurde viel über Flugtaxis debattiert. Auf der Digital 2018 habe ich etwas anderes gesehen. Leider hatte ich am zweiten Tag ein schlechtes Timing und den Stand von Hyperloop unbesetzt vorgefunden. Auch am Stand von iEV ergab sich kein Gespräch. Daher belassen wir es an dieser Stelle bei den bildhaften Eindrücken …

Hyperloop, Fortbewegung im Vakuum

Hyperloop, Fortbewegung im Vakuum

iEV

iEV

Dezentrale Netzwerke

Sascha Foerster (Bonn Digital) glaubt, dass unsere Social Media Zukunft in dezentralen Netzwerken liegt. Als Beispiel dazu hat er Mastodon vorgestellt.

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Bei Mastodon kann jeder einen eigenen Server aufsetzen und eine eigene Community aufbauen. Mein eigener Account-Name lautet: kleinerKomet@Bonn.social. Dabei ist „KleinerKomet“ der von mir selbst gewählte Name, wie bei Twitter, und „@bonn.social“ funktioniert ähnlich wie eine Mailadresse. Es steht für die von mir gewählte Instanz, die übrigens von Sascha Foerster über Bonn Digital bereit gestellt wird. Ich kenne ihn persönlich und habe daher ein besonderes Vertrauen in ihn, wenn es um die Frage des Datenschutz geht.

Ich kann mich dort mit anderen Bonnern vernetzen, aber auch weltweit mit Menschen, die über andere Instanzen das soziale Netzwerk nutzen. Auf Mastodon kann man für jeden einzelnen Toot entscheiden, wie viele Menschen ihn sehen sollen, alle oder nur bestimmte Gruppen. Es kann auch eine Content Warnung eingestellt werden, wenn sensible Themen in Bildern dargestellt werden. Die anderen User müssen durch einen erneuten Klick bestätigen, dass sie das Bild sehen möchten. Crosspostings zwischen Mastodon und Twitter sind möglich, aber nur von Twitter auf Mastodon, noch nicht umgekehrt, was mir auch logisch erscheint, da ein Toot 500 Zeichen lang sein darf.

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Der Vortrag wurde live auf Facebook gestreamt und aufgezeichnet.

Die Zukunft beginnt jetzt

Wenn die Zukunft jetzt beginnt und wir entscheiden, in was für einer Welt wir Leben wollen, gibt es zahlreiche Themen, mit denen wir uns befassen müssen. Dazu zählen IT-Sicherheit, Veränderungen anstoßen und ganz wichtig, den Menschen nicht aus dem Blick verlieren!

Dazu gehört auch, Jugendliche darin zu unterstützen ihren Weg in das Berufsleben zu finden. Die Auswahl an Möglichkeiten wird zunehmend unübersichtlicher, eine Prognose über eine mögliche Karriere ungewisser. Immer häufiger höre ich die Aussage, dass es einen Großteil der Jobs, die heutige Schulkinder werden wählen können, noch gar nicht gibt. Joblinge ist eine Initiative, um Jugendliche darin zu unterstützen einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Joblinge, eine Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit

Joblinge, eine Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit

Cyberkriminalität

Schon lange sind Hacker keine Hobby-Freaks mehr, die bei Mutti im dunklen Keller hocken. Es sind hochqualifizierte Profis, die hohen wirtschaftlichen Schaden anrichten, erklärte Dr. Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Das Ziel ist häufig Wirtschaftsspionage und der Handel mit Sicherheitslücken floriert.

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Die Sensibilität für IT-Sicherheit ist noch zu gering, obwohl bereits zahlreiche Skandale bekannt geworden sind. Auch in der Ausbildung von IT-Fachkräften fehlt es laut Constanze Kurz daran, dass sie lernen zu denken wie ein Hacker.

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Es gilt die Defensive stärker aufzubauen. Hin und wieder die Firewall aktualisieren genügt für ein Unternehmen nicht.

Tipps für Digital Leader

Ein Digital Leader ist derjenige, der für Digitalisierungsprozesse in einem Unternehmen zuständig ist. Interessanterweise meldeten sich nur sehr wenige Zuhörer dieses Vortrages auf die Frage, wer von uns ein Digital Leader sei.

Der spontane Vortrag von Ibrahim Evsan war sehr lebendig und auch ein wenig wach rüttelnd.

Die Digitalisierung passiert da draußen nicht in Ihrem Unternehmen!

Startups werden gegründet, damit sie Fehler machen, die sich große Unternehmen nicht erlauben können. Sie sind kleiner, flexibler und haben den Mut etwas auszuprobieren. Unternehmen brauchen neue Denkweisen, müssen offener werden und Digital Leader stehen vor vielen Herausforderungen, denn Digitalisierung umfasst immer das ganze Unternehmen, bis in die Tiefe.

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Ein guter Digital Leader spricht eine einfache und verständliche Sprache. Jeder, der mit Fachbegriffen um sich wirft, mag kompetent wirken, aber sobald er sich außerhalb seiner Fachkreise bewegt, wird er nicht mehr verstanden. Ein Digital Leader spricht im Unternehmen mit Menschen, deren Expertise in anderen Bereichen liegen. Spricht er diese in einer für sie verständlichen Sprache an, am besten mit für sie relevanten Inhalten, kann er auch etwas erreichen!

Ohne Social Media geht heute gar nichts mehr!

Unfassbar, es ist 2018 und wir sagen immer noch, werdet sozial!

Basics zum Thema Social Media:

  • Menschen folgen Menschen, keinen Marken!
  • Du brauchst ein Kernthema, kannst nicht über alles reden.
  • Nutze die Systeme, bevor sie dich benutzen! Wir werden Teil des Social Media Systems, Angst etwas zu verpassen, Suchtpotential.

Wir müssen unsere Werte, Gedanken, Themen nach vorne treiben!

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Cyberpsychologie

Dr Catarina Katzer habe ich bereits vor zwei Jahren auf der Bundeskonferenz Schulpsychologie 2016 kennen gelernt. Sie befasst sich mit den Einflüssen des Internets auf das menschliche Denken, Fühlen und Handeln. Geplant war ein Talk mit ihr und Verena Gonsch, Autorin von „Digitale Intelligenz“. Leider musste sie kurzfristig absagen. Auch wenn ich sie gerne live erlebt und vielleicht persönlich gesprochen hätte, war es ein super Talk. Über das Buch habe ich bereits berichtet und kann es euch sehr empfehlen.

Dr. Catarina Katzer auf der Digital 2018

Dr. Catarina Katzer auf der Digital 2018

Wir setzen uns selbst einem digitalen Stress aus, dem wir uns oft gar nicht bewusst sind. Der ständige Blick zum Smartphone, ob wir wieder eine neue Nachricht haben oder durch tatsächliche Benachrichtigungen (brummen, klingeln, blinken) werden wir ständig aus der aktuellen Tätigkeit herausgerissen oder haben schlicht die Angst etwas zu verpassen, wenn wir nicht regelmäßig nachsehen. Catarina Katzer schlägt folgendes Selbst-Experiment vor, um sich dem tatsächlichen Stress bewusst zu werden: Stelle für 16 Stunden einen Wecker, der alle 7 Minuten klingelt.

Es gibt auch Apps, die dir anzeigen können, wie viel Zeit am Tag du mit dem Smartphone online verbringst und welche Apps du nutzt. Hinterfrage einmal selbst, was für dich sinnvoll ist und was dir weniger gut tut. Entscheidend ist immer, dass du die Kontrolle über das Gerät behältst und nicht umgekehrt.

Unsere Gedächtniskapazitäten haben Grenzen. Die geltenden Leistungsanforderungen besagen: Mach alles schnell und gleichzeitig. Leider funktioniert das nicht. Daher brauchen wir neue Strategien, denn unter Stress und Zeitdruck neigen wir auch dazu mehr Fehler zu machen.

In den sozialen Netzwerken begegnen wir insbesondere zwei Extremen: Hass und glückliche Menschen. Was macht das mit uns?

Während unser Körper sicher vor dem Bildschirm bleibt, entsteht eine gewisse Distanz zu dir selbst, während du dich im Netz bewegst. Diese Distanz und Gruppenphänomene fördern Aggression. Dieser Hass gelangt auch wieder auf die Straße, ein Teufelskreis, den es dringend zu durchbrechen gilt. Wenig hilfreich ist es dem Hass mit Hass zu begegnen. Wir müssen deeskalierend reagieren, uns selbst bewusster machen, dass auch online Menschen mit Menschen kommunizieren. Distanzen abbauen und mehr Bewusstsein schaffen.

Das scheinbare Glück anderer kann inspirierend sein, aber auch frustrieren, abhängig vom eigenen aktuellen psychischen Status. Doch die Welt ist nicht nur Schwarz und weiß oder Hass und Glamour. Hinter jedem Profil sitzt ein Mensch, es sei denn es handelt sich um einen Bot. Diese Menschen sind vielseitig und es gibt zahlreiche Gegentrends, mehr Realität ins Netz zu bringen. Dies kann zum Beispiel unter dem Hashtag Nofilter passieren oder sich im Nachstellen von Glamourbildern zeigen. Positive Ansätze ermöglichen und helfen dabei, sich selbst zu finden. Es ist nicht alles schlecht in den Sozialen Netzwerken, entscheidend ist, die Informationen zu verstehen und einordnen zu können. Das Bewusstsein und die Nutzung der Jugend ist anders. Wichtig ist es, ein kritisches Bewusstsein zu entwickeln und eben nicht jedem Trend nachzulaufen

Daher beginnt Medienbildung am besten bereits in der Grundschule. Für Jugendliche sind Aufmerksamkeit, Freundschaft und Liebe wichtig. Das findet man online!

Auch die Familie ist ein Ort in dem Digitalisierung gelebt wird. Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder, sich dessen aber noch immer nicht alle bewusst. Es gab neulich eine Demo vom Kindern, die forderten, dass die Eltern ihr Smartphone weglegen. Gemeinsam den digitalen Lifestyle entdecken kann für Erwachsene und Kinder sehr wertvoll sein. (Link zum Beitrag auf Heise)

Leider wird viel geredet und wenig bewegt zum Thema Digitale Bildung, bedauert Catarina Katzer.

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Ein reales Erlebnis

Ich bin der Ansicht, dass wir aufhören müssen, die reale und virtuelle Welt getrennt zu denken, denn die sogenannte virtuelle Welt ist für viele von uns längst ein Teil des täglichen Lebens, gehört mit dazu und darf deswegen nicht mehr getrennt betrachtet werden. Das RL (= Real Life), über das wir Anfang des Jahrtausends sprachen, findet nicht mehr isoliert „da draußen“ statt.

Digital ist Real

Black Eyed Peas live auf der Digtal 2018

Black Eyed Peas live auf der Digtal 2018

Zum Finale der Veranstaltung gab es ein musikalisches Feuerwerk. Die Black Eyed Peas spielten ein großartiges Konzert und brachten Aussteller, Telekom-Mitarbeiter und Besucher der Digital 2018 zum Singen und Tanzen. Es zeigte nochmal deutlich wie schön es mit aller Digitalisierung sein kann, gemeinsam zu feiern, gemeinsam an einem Ort zu sein. Die Stimmung überträgt sich von Menschen auf Menschen, auch wenn beim „Magenta Musik 360 Grad“ Event sehr viel Technik im Einsatz war. Es standen Menschen live auf der Bühne und Tausende an der Bühne. VR-Technologie ermöglicht dieses Erlebnis inzwischen auch zu Hause.

Wie real kann es sein alleine im eigenen Wohnzimmer mit einer VR-Brille ein Live-Konzert zu verfolgen? Was brauchen wir um das reale Feeling auch digital real zu erleben? Ganz ehrlich, hier glaube ich, dass es nur gemeinsam mit Freunden zu einem großartigen Erlebnis kommt. Zusammen Tanzen,  Blickkontakt, Lächeln, Emotionen teilen, auch mal in den Arm nehmen, gehören doch dazu. Den Körperkontakt zu echten Menschen sollte meiner Ansicht nach keine Technik völlig ersetzen. Auch ohne direkte Berührungen, nehmen unsere Sinne die Anwesenheit anderer Menschen wahr!

Ich bin überzeugt, dass wir bei aller Digitalisierung auch in Zukunft reale Begegnungen brauchen und hoffe, dass uns niemals die „biologische Notwendigkeit“ intimer Begegnungen abgenommen wird. 😉

Wie sieht die Zukunft aus, in der Du gerne leben würdest?

Denke für dich selbst darüber nach, blogge darüber oder poste deine Vision in den sozialen Netzwerken. Welche Technologien sollen weiter entwickelt werden, um unser Leben angenehmer zu gestalten, welche ethisch kritischer betrachtet werden und welche sozialen Aspekte brauchen wir für ein erfülltes Leben?

Lasst uns unter dem Hashtag #digitalrealZ unsere Zukunft gestalten!

YouTube

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Oliver Kepka (Telekom Deutschland), den ich bereits von zahlreichen Barcamps kenne, hat mich zu dem Event auf Basis eines Freitickets persönlich eingeladen.

Olymp – ein Planet im Wandel

Perry Rhodan Olymp 11 - Flotte der Robotraumer - Michael Marcus Thurner

Perry Rhodan Olymp 11 – Flotte der Robotraumer – Michael Marcus Thurner

Das Finale zur Olymp-Reihe steht bevor und es wird Zeit für ein paar Veränderungen!

Perry Rhodan

Die Story kam wunderbar ohne den Hauptstar der Heftroman-Serie aus. Hatte er einen guten Auftritt zu Beginn, geriet er in Gefangenschaft und überließ anderen Figuren das Handlungsfeld. Das hat mir wirklich gut gefallen. Es war nicht nett, dass der arme Kerl leiden musste, nein, aber Perry Rhodan ohne Perry, war sehr lesenswert. Nun kurz vor Schluss, wird es Zeit, dass er zurück kommt. Schließlich ist die Miniserie losgelöst von der Hauptserie ein Nebenhandlungsstrang, aber das Leben im Perryversum geht weiter, genau, mit dem ollen Perry.

Das erste Kapitel las sich sehr unterhaltsam, danach langweilten mich die Ereignisse auf Adarem leider ein wenig. Die Geschichte rund um den Roboter Netming-3 dagegen faszinierte mich. Ich kann euch nicht zu viel verraten, aber es steckt sehr viel Ethik in diesen doch auch unterhaltsam geschriebenen Szenen. Wofür dürfen Roboter eingesetzt werden und wie viel Persönlichkeit hat so eine weiter entwickelte KI der Zukunft? Kann künstliche Intelligenz sich selbst weiter entwickeln? Lernende Roboter mit Persönlichkeit? Ich mag solche Szenarien, insbesondere wenn sie so dezent angedeutet sind ohne mit der Moralkeule oder einem Horrorszenario daher kommen. Sehr gut umgesetzt!

Netming-3 war keine Maschine. Er besaß Individualität. Er hatte sich über die Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt.

Talin Buff

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war der großartige Auftritt des kleinen Rospaners. Zu Beginn war er noch der kleine Waise, der dem Kaiser durch Pflichtgefühl verbunden ist. Dann kam die Begegnung mit Gucky und jetzt im elften Band wächst der Kleine über sich hinaus und nimmt die Dinge in die Hand! Er hat einen guten Weg gefunden, mit seinem inneren Konflikt umzugehen. Ich bin sehr gespannt, welche Rolle er noch im letzten Band spielen wird.

Gucky hatte ihm gezeigt, wie das Leben noch ablaufen konnte: geprägt von Respekt und Würde. In einem Umfeld, in dem Freundschaft geschätzt wurde und in dem ein Lächeln mehr zählte als Macht oder Einfluss.

Olymp

Neben der Aktion Perry Rhodan wieder  in die Handlung zurückkehren zu lassen, kommt es zu einer absurden Raumschlacht, deren Hintergrundidee ich wirklich interessant finde. Die Schlacht selbst habe ich mal wieder ungern gelesen, aber dafür kann der Autor nichts! Sie ist relativ kurz, alles prima. Gravierende Änderungen stehen auf Olymp an. Die dortigen Machtverhältnisse sind ein wichtiger Teil der Gesamthandlung und in diesem Band wurden interessante Vorbereitungen der entsprechenden Handlungsfäden getroffen, die ein spannendes Finale auf Olymp versprechen. Was mich sehr glücklich gemacht hat, war ein Wiedersehen mit Piri Harper im vorletzten Kapitel! Hatte ich sie doch im letzten Band ihres Schöpfers Dennis Mathiak sehr vermisst. Mit ihr gemeinsam werfen wir nochmal einen Blick auf Olymp und die Geschehnisse dort, bevor wir noch einmal zu Perry Rhodan zurück kehren, einige sehr brisante Informationen bekommen und mit einem fiesen Cliffhanger auf den letzten Band warten müssen …

Fazit

Ich freue mich auf den letzten Band der Olymp-Reihe und bin nach dem fiesen Cliff-Hanger gespannt auf die Auflösung. Ob das Rätsel um die kleine geheimnisvolle Box noch gelöst wird, oder war sie lediglich Dekoration auf den rot-grünen Coverbildern?

Sehr gerne gelesen habe ich diesmal das Lesermagazin mit den Anekdoten der beteiligten Autoren und Autorinnen, Dennis Mathiak, Madeleine Puljic, Dietmar Schmidt, Michael Marcus Thurner und Olaf Brill. Susan Schwartz wird ihr eigenes Abschlussfazit als Verantwortliche für die gesamte Story im Lesermagazin des letzten Bandes abgeben. Nächste Woche ist es so weit, dann endet die Olymp-Serie.


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (11) Flotte der Robotraumer
Michael Marcus Thurner
Pabel-Moewig Verlag
ISBN/EAN: 9783845352626

Mienenfeld Schule

Wie war deine Schulzeit?

Bist du gerne zur Schule gegangen?

Hattest du dort viele Freunde?

Warst du in freiwilligen AGs und hast so noch mehr Zeit in der Schule verbracht?

In meiner Schule habe ich mich ganz wohl gefühlt, kam mit den meisten Lehrern gut klar und auch mit meinen Mitschülerinnen. Ich war nie Teil einer großen Clique, hatte nicht viele Freunde, aber dafür habe ich mich mit fast allen ziemlich gut verstanden und mich gefreut, die Mädels nach den Ferien wieder zu sehen.

Doch Schule kann auch anders sein. Schule kann zu einem lästigen Übel werden und dafür kann eine einzelne Person ausreichen. Eine Person, die dich nicht leiden kann, dich ständig ärgert. Kennst du so jemanden? Oder es gibt eine Person, die dir irgendwie unheimlich ist oder es fehlt ganz einfach an irgendeinem motivierenden Faktor die Schule zu besuchen.

Amerikanische Schulen und ihre Pokale

Es mag ein Klischee sein, dass durch Bücher und Filme transportiert wird. Wahrscheinlich hat das Bild aber einen wahren Kern.

Auch bei uns gibt es Konkurrenz zwischen Schulen, Schüler, die sich mit ihrer Schule identifizieren und sie für die Beste überhaupt halten. In Bonn gibt drei Mädchenschulen – das Adelheid in Pützchen, die Liebfrauenschule in der Südstadt und die Ursulinenschule in Hersel (streng genommen gehört diese Schule nicht mehr zu Bonn, aber zum Konkurrenzkreis). Tja, von anderen Schulen aus betrachtet, sind das alles Nonnenbunker … Für die Mädels sind die jeweils anderen beiden Schulen schlimmer, als die eigene. Welche die beste ist? Objektiv kann ich euch das nicht sagen 😉 Eine davon habe ich besucht!

Was es zu meiner Schulzeit allerdings nicht gab, waren regelmäßige Wettkämpfe mit anderen Schulen, wie wir es aus den USA kennen. Dort scheint jede Schule mehrere Sportteams zu haben, dazu gehören natürlich auch die Cheerleader. Dann gibt es musikalische und intellektuelle Teams, die gegeneinander antreten.

Theoretisch ist für jeden Schüler etwas dabei, oder er feuert einfach seine Schule an, oder?

Wenn du nichts kannst, bist du eventuell auch einfach ein Looser und passt nichts in Bild.

Was ist dann eine Schule, die einen leeren Pokalschrank hat?

Eine Looser-Schule.

Um so eine Schule geht eine interessante Geschichte, die ich gelesen habe.

Alles in allem waren wir die erfolgloseste Middle School der Geschichte. Das hatten wir echt drauf.

Eine Geschichte über einen Jungen, der eine Looser-Schule ohne Pokale besucht, ein Junge dem die Schule im Grunde egal ist und der froh ist, wenn er endlich zu Hause seine Ruhe hat und zocken darf.

So überlebte ich das Schuljahr trotz Aliens, Robotern und der grausamen Missy – Jennifer Brown – Bild: ars Edition

So überlebte ich das Schuljahr trotz Aliens, Robotern und der grausamen Missy

Der Tital verrät doch schon viel. Doch es fehlt jemand, der im Originaltitel auftaucht:

„How Lunchbox Jones saved me from Robots, Traitors and Missy, the Cruel“.

Wer ist diese Missy?

Missy ist der Prototyp des nervigen Übels. Sie mag Luke einfach nicht und macht daraus kein Geheimnis. Missy hat eine große Klappe und ist gerne fies. Dabei ist sie auch noch sehr schlau.

Missy Farnham.

Auch bekannt als die grausame Missy. Stell dir eine Sechstklässlerin im Körper eines Jungen aus der Zehnten vor. […] für mich war sie ein kaninchenfressender Oger. Der Rest der Welt fand sie hinreißend.

Mehr braucht über sie nicht gesagt werden oder?

Lernt sie kennen.

Und dieser Lunchbox Jones?

Alle kannten Lunchbox Jones, aber niemand kannte Lunchbox Jones. Nicht wirklich. Alles, was wir über ihn wussten, war, dass er stets eine blaue Lunchbox aus Plastik dabeihatte und dass er ständig in Schwierigkeiten steckte wegen etwas, das niemand gesehen hatte. Und das er richtig unheimlich war. Richtig, richtig unheimlich.

Ich weiß inzwischen wer dieser Junge ist, aber ich will es euch nicht verraten. Nur so viel, er heißt gar nicht Jones! Seine Figur zeigt wunderbar, wie schnell Menschen eine Rolle zugedacht wird, die gar nicht zu ihnen passt. Wie wenig Mühe wir uns oft machen, andere kennen zu lernen. Das gilt nicht nur für Schulkinder!

Aliens?

Keine richtigen Aliens, nur ein Konsolenspiel, Lukes liebste Freizeitbeschäftigung. Seine Nachmittage verbringt Luke am liebsten im Wohnzimmer vor dem Fernseher und zockt auf der Konsole mit seinem besten Freund, den er bisher noch nie persönlich getroffenen hat.

Die Roboter

Die neue Hoffnung der Looser-Schule einen Pokal zu erhalten, eine neue AG, das Robotik-Team. Und Luke soll mitmachen. Warum? Na er kennt sich doch aus, als Spiel-Experte. Wer gut zocken kann, kann auch einen Roboter programmieren. Ist doch logisch, nicht? Sieht Luke auch nicht so. Trotzdem kommt er um die Sache mit der AG nicht herum.

Das Problem mit großen Brüdern

Luke hat einen tollen großen Bruder, einer der immer für ihn da war. Einen Bruder, der immer viel mit ihm gespielt und sogar ein Fort gebaut hat.

Dummerweise ist dieser Bruder so toll, dass er jetzt zur NASA gehen darf. Leider muss er dafür seinen kleinen Bruder im Stich lassen, eine Tatsache, die Luke ihm nicht verzeihen kann.

Dabei hatte er versprochen, dass er immer für mich da sein würde. Er hatte sein Versprechen gebrochen. Bedeutete das denn außer mir niemandem etwas?

Fazit

Ganz ehrlich, anfangs fand ich das Buch einfach nur langweilig und auch ein wenig übertrieben, sowohl das Schulsystem, als auch die Figuren. Aber ich bin froh, dass ich es zu Ende gelesen habe. Es steckt viel drin in dem kleinen Buch, vielleicht ein wenig zu viel für eine einzelne Geschichte.

Es ist eine Geschichte über Familie und Freundschaft, eine Geschichte über die Schule und darüber, wie schwierig es ist, sich selbst und seine eigenen Interessen zu entdecken.

Es ist auch eine Geschichte über Roboter und darüber wie aus völlig verschiedenen Menschen ein Team werden kann.

Es ist eine Geschichte, die deutlich macht, wie wichtig es ist, Menschen wirklich kennen zu lernen und genau das zu tun, was dir Spaß macht. Manchmal musst du auch erst herausfinden, was das sein kann.

PS

Es gibt ein interessantes Nachwort der Autorin, die selbst Mutter ist und als solche selbst in ein Robotik Team involviert ist. Inspiriert wurde ihre Geschichte von der First Lego League, die es nicht nur in den USA gibt, sondern auch in Europa.

 


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von arsEdition zur Verfügung gestellt.

So überlebte ich das Schuljahr trotz Aliens, Robotern und der grausamen Missy

Jennifer Brown
ars Edition, 2017
240 Seiten
aus dem englischen von Christine Spindler
Originaltitel: „How Lunchbox Jones saved me from Robots, Traitors and Missy, the Cruel“
Originialverlag: Bloomsbury Chlidren´s Books, New York, 2015
ISBN 978-3-8458-1209-0