Braucht es erst eine Mondflut?

Mondflut ~Marion Döbert
Mondflut ~Marion Döbert

Das Cover lässt eine schöne Geschichte auf einer traumhaften exotischen Insel erwarten Eine romantische Geschichte, denn die Insel ist ja eine Herzform. Doch das Herz ist gebrochen – geht es um Liebeskummer? Dann der Titel: Mondflut. Auch der Mond lädt zum träumen ein, aber die Flut?

Es geht wirklich um eine Insel, eine kleine deutsche Insel. Dort leben Lars und Lena. Sie führen ein Familienhotel in der dritten Generation. Bis die Mondflut kommt und andauert …

Klimawandel

Lena gehört zu den Menschen, die keine schlechten Nachrichten mögen, sie lieber ignorieren, weil sie sie nicht ertragen können. Doch auch, wenn wir sie ignorieren, gehen sie nicht weg. So lange die Katastrophen woanders passieren, lässt es sich noch wegschauen.

Es gibt weitere Figuren auf der kleinen Insel, die den Klimawandel nicht ernst nehmen wollen. Auch wenn sie zugeben müssen, dass die Abstände zwischen den Sturmfluten kleiner werden und sie auch zu anderen Jahreszeiten auftreten. Sind es nur schlechte Jahre? Schlechte Jahre hat es schon immer gegeben, ein Grund alles zu verteufeln?

Reale Katastrophen

In Australien brennt es aktuell. Auch das hat es schon gegeben, mehrfach? Australien ist weit weg und wir können wegsehen. Vielleicht spenden wir, helfen.

Lena sagt im Buch, dass sie doch nichts tun kann. Es sei Aufgabe der Politiker etwas zu tun. Ja, sie hat Recht, die Politiker müssen Verantwortung übernehmen und handeln. Wir brauchen Gesetze, die uns dabei helfen, dass unserem schadhaften Verhalten Grenzen gesetzt werden. Doch wir alle können ebenfalls handeln und unser Konsumverhalten ändern. Ein einzelner bewirkt wenig? Mag sein, aber gemeinsam bewirken wir eine Menge.

Das Wissen, um den Klimawandel ist nicht neu, aber der Wandel und die damit verbundenen Katastrophen werden immer realer. Schon in meiner Kindheit hat mein Vater Plastiktüten verteufelt, wofür ihn viele aufgezogen haben. Er hatte Recht und noch immer halten viele das für Blödsinn. Selbst australische Wissenschaftler haben offenbar die aktuelle Katastrophe vorhergesehen (Quelle: FAZ). Sie bekamen nicht die nötige Beachtung. Zahlreiche Wissenschaftler legen Fakten und Prognosen vor, die erschrecken, aber sie zu ignorieren fühlt sich besser an …

Muss erst eine Mondflut wie im Buch kommen und ganz Norddeutschland in den Ausnahmezustand versetzen, bis wir begreifen, dass es so nicht weiter geht?

Ich hoffe nicht.

Was können wir tun?

Lebe bewusster und mache dir Gedanken über das, was du einkaufst. Was brauchst du wirklich? Vermeide Müll! Reise umweltbewusster, auch im Alltag!

Es gibt viele kleine Dinge, die jeder einzelne beitragen kann und je mehr das tun, um so eher können wir unser Klima schützen. Für unsere Kinder, Enkelkinder und hoffentlich weitere Generationen der Menschheit. Allerdings ist es auch schon so weit, dass wir sagen können: Für uns selbst!

Ich habe selbst noch viele Baustellen, an denen ich besser handeln könnte. Es ist nicht leicht, aber Schritt für Schritt gebe ich mir Mühe.

… und doch noch eine schöne Geschichte

Die Katastrophe im Buch ist sehr realistisch und doch wird dann alles zu einer fiktiven Weihnachtsgeschichte. Ohne Glück und ein wenig Liebe lassen sich Katastrophengeschichten doch nicht ertragen. Die haben wir in den Nachrichten und Menschen wie Lena schalten zu schlimme Nachrichten ab.

Romane lesen wir, auch wenn Schlimmes in ihnen passiert. So lange die Katze gerettet wird, wie Blake Snyder (Autor von „Rette die Katze“) sagen würde. Wir Menschen brauchen etwas fürs Herz, dann ertragen wir auch tragische Geschichten.

Vielleicht können sie uns auch ein wenig aufrütteln aus dem Alltagstrott mit dem wir die Erde zerstören. Auch wenn es nicht ganz einfach ist, lasst es uns jeden Tag ein wenig besser machen!


Das Buch wurde mir vom Spaß am Lesen Verlag zur Verfügung gestellt. Link zur Verlagsseite mit Leseprobe.

Mondflut
Marion Döbert
Spaß am Lesen Verlag, 2019
Sprachniveau: A2/B1
ISBN: 978-3-947185-70-2

Warum Probleme langfristig lösen, wenn es auch einfacher geht?

Zeitkurier - Wesley Chu
Zeitkurier ~ Wesley Chu

Stell dir vor, unsere Ressourcen gehen zu Neige …
Nicht schwierig, wenn du ernst nimmst, was gerade um dich herum geschieht.
Stell dir vor, der Zeitpunkt ist erreicht, an dem es scheinbar kein Zurück mehr gibt.
Wenn es jetzt noch die Möglichkeit gäbe, durch die Zeit zu reisen …

Zeitreise-Abenteuer

Ich liebe sie!
Was würdest du tun, wenn du durch die Zeit reisen könntest?
Abenteuer erleben und die Geschichte verstehen, wie in der Kinderbuch-Reihe „Die Zeitdetektive?“ von Fabian Lenk?
Auf „Die Alten“ hören und versuchen Dinge in der Vergangenheit in Ordnung zu bringen, was sie dir auftragen, wie in der „Zeitenzauber“-Reihe von Eva Völler.
Schätze aus der Vergangenheit rauben, um damit dein Geld zu verdienen wie in „Die Timecatcher“ von Richard Unger?

Die Liste lässt sich ewig so fortsetzen.

Wesley Chu kam auf einen für mich neuen Gedanken, nämlich Ressourcen aus der Vergangenheit zu holen, die in der Gegenwart benötigt werden.
Nimmt man der Vergangenheit etwas weg, schadet den Menschen? Sie sind aus der Perspektive der Gegenwart doch eh schon tot …

Probleme lösen

Doch lösen die Zeitkuriere die Probleme?
Wenn die Vergangenheit leer geräubert ist, was dann? Reisen die Chronauten in die Zeiten, in die die Ressourcen bereits gebracht wurden und stehlen sie erneut?

Ein spannendes Gedankenexperiment über eine aufwendige scheinbar einfache Problemlösung.

Gäbe es auch einen anderen Weg? Einen nachhaltigen, der den Menschen langfristig weiter hilft?
Vielleicht.
Vielleicht ist dieser aber mit Kosten und Mühen verbunden.
Vielleicht gibt es weitere Gründe, die gegen eine gute Lösung sprechen.
Vielleicht mögen wir Menschen es lieber einfach, als sinnvoll und effektiv?

Und aktuell?

Wir stehen jetzt an einem Punkt, an dem viele Ressourcen knapp werden, die Klimakakrise endlich ernst genommen werden muss.

Doch was passiert?

Manch ein vermeintlicher Lösungsansatz erinnert an Wesley Chus Zeitkurier, aber wir haben keine Zeitreisenden!

Hoffentlich haben wir einen James, der das große Ganze erfasst. Doch wir brauchen offensichtlich mehr.
Greta hat ein Problem erkannt, es ausgesprochen. Sie bekommt Unterstützung, direkte und von Menschenmassen, die mit ihr auf die Straße gehen. Es gibt weitere wie sie, die sich aktiv gegen den Klimawandel engagieren, Proteste organisieren und das Thema in die Öffentlichkeit bringen.

Offensichtlich reicht das nicht. Offensichtlich nehmen zu viele Greta und ihre Generation nicht ernst.

Wissenschaftler und zahlreiche Erwachsene haben sich den Protesten angeschlossen … Es gibt sogar Lösungsvorschläge …

Was muss noch passieren, damit die Menschheit endlich einsieht, dass es eine langfristige gute Lösung braucht?

Es gibt Bestrebungen, es gibt schlaue Köpfe, die sich Gedanken machen. Doch Politikern fällt es offenbar schwer über die nächste Wahl hinaus zu denken, oder?

Wir haben ein Klimaschutzprogramm 2030. Langfristig oder langsam? Sinnvoll? Problemlösend?

Eine kurze, aber eindrucksvolle Meinung äußert Luisa Neubauer in einem Interview im ZDF Morgenmagazin, wie dieser Ausschnitt im Tweet von Igor Levit zeigt:

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Mein Lesevergnügen und eine Beichte

Das Buch war grandios, fesselnd gut geschrieben. Ich habe die seiten im Urlaub verschlungen, doch dann einen großen Fehler gemacht …

Eigentlich erschien es mir sinnvoll, als ich mich dafür entschied ein anderes Buch in die Tasche zu packen, als wir nach draußen gingen, um dort eine Weile entspannt zu lesen … Am Abend vor dem Einschlafen hatte ich die geniale Idee, die letzten Kapitel des Zeitkurier übrig zu lassen. Ich wollte sie in Ruhe zu Hause lesen und mit einem frischen Leseeindruck darüber schreiben. Das habe ich jetzt endlich getan … Es kamen andere Bücher dazwischen … In Vergessenheit geriet es nie wirklich!

Ein abschließendes Zitat

Zitat aus Zeitkurier, Wesley Chu
Wir versuchen, die Blutung zu stillen, indem wir Löcher stopfen udn Pflaster drauf kleben. Ganz egal, was wir zun, es wird immer schlimmer. Jede Generation sieht nur das, was sie direkt vor der Nase hat, und denkt nicht an das Gesamtbild.
Zeitkurier, Wesley Chu

Das Buch wurde mir über das Bloggerportal von RandomHouse zur Verfügung gestellt. Link zur Verlagsseite mit Leseprobe

Zeitkuriery
Wesley Chu
übersetzt von Jürgen Langowski
Heyne, 2017
ISBN: 978-3-453-31733-8

Was wäre ein demokratischeres Format als ein BarCamp?

Barcamp Demokratie Bonn #DemokratieBonn
Barcamp #DemokratieBonn

70 Jahre Grundgesetz, verabschiedet hier in Bonn. Ein Anlass stolz zu sein auf die Grundfeste unserer Demokratie, aber auch sich der Grundrechte mal wieder bewusst werden zu lassen.

Die Bonner Agentur TrioService GmbH hat dieses Jubiläum zum Anlass einer ganzen Veranstaltungsreihe genommen, den „Bonner Tagen der Demokratie“, gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern.

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Leider habe ich es selbst „nur“ zum Barcamp Demokratie geschafft. Alle anderen Veranstaltungen waren tatsächlich ausverkauft, am Barcamp hätten noch einige teilnehmen können. Doch auch mit wenigen Teilnehmern kamen 12 Sessions zusammen und es war eine interessante Veranstaltung.

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Es wird ja viel über Filterblasen geredet, diese Veranstaltung war eiskalt raus aus meiner Blase, wobei ich davon überzeugt bin, mich mit sehr vielfältigen Menschen zu umgeben. Abgesehen von den Veranstalterinnen kannte ich niemanden vor Ort!

Den Ukulele Uwe kenne ich flüchtig von verschiedenen Barcamps, besser würde ich ihn kennen, wenn ich endlich mal in seine Session gehen würde, dazu gibt es inzwischen einen Deal.

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Wir zwei waren auf jeden Fall das Twitter-Team. Der Bedarf über Social Media und Demokratie zu sprechen war groß, Twitter aktiv auf dem Barcamp zu nutzen leider weniger. Dadurch ging leider die Vielfalt der Meinungen und Perspektiven verloren. Genau deswegen habe ich gezögert, ob ich einen Beitrag schreibe, denn auch dieser wird nur meine eigene Perspektive widerspiegeln können. Doch ich habe einige Aussagen eingefangen und getwittert, diese kann man mal diskutieren.

Besucht habe ich 3 Sessions:

  • „Digitale Demokratie – Wo hilft die Digitalisierung und wo auch nicht?“
  • „Social Media in der Demokratie + „Zerstörung der Demokratie“ YouTuber Video von Rezo“
  • „Make Regieren great again“

Digitalisierung, Social Media und Rezo-Video

Die ersten beiden Sessions gingen ineinander über und hatten auch eins gemeinsam: Redelisten! Ich kenne dieses Phänomen bisher von den Sitzungen des Berufsverbandes. Dort habe ich ein Zahlenkärtchen gehoben, kam auf die via Beamer einsehbare Liste und wusste, wann ich ans Mikro darf. Ein demokratisches Tool, aber auch ein anstrengendes, wenn die Antwort auf eine Rückfrage nicht zugelassen wird.

Es kamen einige Themen auf, einige davon habe ich in Tweets eingefangen. Diese teile ich jetzt hier mit euch. Wer mag, kann gerne weiter diskutieren.

Klarnamenpflicht und digitaler Ausweis

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Anonymität wurde als Ursache für die Verbreitung rechtsradikaler Meinungen und von Hasskommentaren gesehen. Als Lösung sollte jeder unter seinem wahren Namen mit Foto im Netz kommunizieren. Es sollte ein eindeutig identifizierbarer „digitaler Ausweis “ eingeführt werden.

Ich sprach mich klar dagegen aus. Dabei sprach ich lediglich die Vorteile der Anonymität an, welche als Gegenargument auch gut akzeptiert wurden. Menschen mit psychischen Problemen haben die Möglichkeit frei und offen über ihre Schwierigkeiten zu sprechen, ohne, dass andere wissen, wer sie sind. Im Schutz der Anonymität ist das möglich. Ich kenne zahlreiche Menschen, die dafür sehr dankbar sind, auch aus anderen Gründen. Auch Rezo schrieb neulich, dass er dankbar für sein Pseudonym ist, da nach seinem Video „Untergang der CDU“ gegen ihn und seine Familie einige Drohungen eingegangen sind.

Anonymität ist nicht der einzige und möglicherweise auch gar nicht der entscheidende Faktor für Hate Speech und rechte Parolen. Konformität spielt in meinen Augen hier eine große Rolle. Das machen, was andere machen und so dazugehören. Teil einer konformen Gemeinschaft sein. Unterscheidet diese sich optisch kaum, z.b. durch ähnliche Avatare und Pseudonyme, fallen sie weniger als Individuuen auf und verhalten sich entsprechend enthemmter.

Eine Studie zum Thema von Peter Michael Bak & Thomas Keßler „Mir gefällt’s, wenn’s euch gefällt! Konformitätseffekte bei Facebook“.

Social Media als digitaler Stammtisch

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Ich finde das eine interessante These und sie trifft bestimmt auch auf einige Menschen zu. Mit diesen zu diskutieren ist schwierig. Ich persönlich schätze Social Media gerade für die vielfältigen Perspektiven, denen ich so in meinen kleinen privaten Umfeld nicht begegne.

Ist echte Beteiligung möglich?

Ich glaube ja, aber es ist verdammt schwierig. Viele Diskussionen werden schnell persönlich, enden oft mit dem Blockieren. Doch gerade die Diskussion zum Rezo-Video finde ich großartig, auch wenn sie von Seiten vieler Politiker noch besser geführt werden könnte. Das Video hat viele dazu gebracht, ihre Meinung zu äußern. Insbesondere das zweite Video ist beeindruckend, denn hier vereinen sich viele YouTuber zu einem gemeinsamen offenen Brief:

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Egal, ob für oder gegen die CDU, jeder kann über alle Medien die eigene Meinung vertreten und sich an dieser Diskussion beteiligen, ob per Video, Tweet, PDF, Blogartikel, Podcast, FB-Status, etc …

Die Politiker müssen hier noch viel lernen, darin herrschte in der zweiten Session fast Einigkeit. Eine Dame, die von sich sagte, sie sei viel älter als sie aussehe, hat keinen Zugang zum Internet und legt Wert darauf, ihre Medien zu behalten. Ja, es braucht beides. Vielleicht irgendwann nicht mehr, aber derzeit werden nicht alle Menschen über ein Medium erreicht und das gilt es klar zu berücksichtigen.

Nutze niemals Wikipedia

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Vor vielen Jahren erhielt ich einen ähnlichen Rat: Nimm nicht Wikipedia als Quelle!

Dieser Rat erweitert sich auf eine sehr sinnvolle Empfehlung: Lies ruhig erst mal auf Wikipedia. Dort ist es oft verständlich erklärt. Doch verlass dich nicht alleine darauf (gilt auch für Blogbeiträge und andere Internetseiten). Steht unter dem Beitrag gar keine Quelle, sei besonders skeptisch. Prüfe die Aussage, zieh mehrere unabhängige Quellen heran.

Hör den Menschen im Netz zu

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Was soll ich sagen, zuhören ist immer eine gute Idee!

Hier gilt es zu filtern, welche Aussagen ernst gemeint sind. Doch auch hinter Hass und Hetze stecken Gründe, die es politisch aufzufangen gilt, auch wenn eine sachliche Diskussion nicht möglich ist. Die Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten gilt es ernst zu nehmen. Was steckt wirklich hinter ihrem Hass?

Gegen den Hass

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Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Hass und Beleidigungen zu melden und Strategien dagegen vorzugehen. Den Tipp im Tweet habe ich ungesehen aus der Session geteilt.

Großartige Arbeit leistet der ehrenamtliche Verein #IchBinHier. Die Aktionen werden über eine Facebook-Gruppe organisiert. Ehrlich gesagt, war ich eine Zeit lang Teil der Gruppe, aber es ist gar nicht so einfach sich aktiv zu beteiligen und sich mit einem Klarnamenprofil dem Hass in Kommentarspalten zu stellen. Ich konnte es damals nicht.

Meinungsbildung oder Bestärkung der eigenen Meinung?

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Du findest zu jeder Meinung im Netz mindestens eine Person, die diese teilt. Du findest auch ganz bestimmt Belege dafür, ob diese wahr sind, bleibt dann zu prüfen. Bestärkung funktioniert sicher wunderbar, wenn du die Menschen, mit denen du dich vernetzt, entsprechend auswählst. Es liegt in deiner Verantwortung, den Blick offen zu halten und dir auch andere Meinungen anzuhören. Ich habe in dieser Hinsicht soziale Netzwerke als Bereicherung erlebt, auch wenn ich den Risikofaktor ganz klar sehe.

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Social Media ist nur ein Teilbereich der Digitalisierung

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Ich fand es gut, als jemand die Begriffe Digitalisierung und Social Media klar einordnete. Die anschließende Diskussion, dass Deutschland sich im Bereich Digitalisierung abhängen lässt, war spannend. Insbesondere da eine Teilnehmerin kürzlich selbst in China war und von den allgegenwärtigen Überwachungskameras berichtete, so wolle sie nicht leben.

Zu welchem Preis wollen wir Digitalisierung ?

In welchen Bereichen wollen wir an der Spitze dabei sein? Totale Überwachung?

Zur Thematik, dass wir unsere digitale Zukunft selbst gestalten müssen habe ich bereits im Zusammenhang mit der #Digital2018 und dem #BIZBonn18 geschrieben. Mein Hashtag-Vorschlag dazu ist #DigitalRealZ.

„Wählt nicht …“ – Ist das Hetze?

Diese Frage stand im Zusammenhang mit Rezos CDU-Video (falls es jemand noch nicht kennt).

Meine Haltung dazu ist: NEIN. Er begründet ausführlich, warum er es für nicht empfehlenswert hält, diese Partei zu wählen. Und es ist eine Empfehlung, kritisch sehen kann man dies im Kontext seines Status und seiner Reichweite. Hierzu hat Christian Solmecke ein interessantes Video gedreht, indem er auch die ersten Reaktionen auf das Video gut zusammen fasst.

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Medienvielfalt ergibt auch Themenvielfalt

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Unser Moderator der Session fragte:

Welche Partei hat das Prinzip Social Media verstanden?

Der Junge Mann neben mir und ich sagten zeitgleich:

Die Partei

War wohl die falsche Antwort, gemeint war die Afd. Aber hat die Afd es wirklich verstanden? Als Vorbild würde ich sie auf keinen Fall anführen.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wohin die Entwicklungen führen werden.

Meinungsfreiheit gilt für alle

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Ich kann die Aussage eines Teilnehmers gut nachvollziehen, dass er keine Lust hat sich Kommentare von Rechten durchzulesen und dorthin zu gehen, wo diese sich rumtreiben. Ich gab allerdings zu bedenken, dass man nicht zu denen gehen braucht, sie finden dich und bringen dir ihre Kommentare.

Der Grat zwischen blöden Meinungen und Rechtsverletzungen ist manchmal schmal, aber auch Menschen mit blöden Meinungen dürfen sie äußern, sofern sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen und da muss man tatsächlich leider eine Menge Scheiss lesen, wenn man ihn nicht blockiert. Auch das ist Demokratie. Es gibt Meinungen, die einem nicht gefallen und das bezieht sich nicht nur auch rechtspopulistisches Gedankengut.

Wahlrechtsreform nach Volker Best

Die dritte Session nach der Mittagspause war anders. Es gab einen vorbereiteten Vortrag zu einer Idee, die wir anschließend diskutiert haben.

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Volker Best ist Politikwissenschaftler an der Uni Bonn und nachdem die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2017 einen Rekord in der Dauer aufgestellt hat, entwickelte er eine Idee einer Wahlrechtsreform, um genau dieses Problem zu verhindern.

Die Idee basiert darauf, dass die Parteien bereits vor der Wahl angeben mit wem sie eine Regierung bilden würden. Er nennt es „Verhältniswahl mit Mehrheitsbonus“.

Ich gebe die Idee wieder, wie ich sie verstanden habe. Es ist durchaus möglich, dass ich sie missverstanden habe oder wichtige Details fehlen. Wer sich für das Thema interessiert, schaue bitte unbedingt auf seiner Mitarbeiterseite bei der Uni Bonn vorbei. Dort gibt es eine Liste seiner Publikationen und seine Kontaktdaten für Fragen.

Die Parteien bilden vor der Wahl Blöcke, wer mit wem regieren würde. Diese stehen auf dem Wahlzettel. Gewählt werden wie bisher einzelne Parteien. Der Block mit den meisten Wählerstimmen darf regieren. Als Hürde werden mindestens 40% der Wählerstimmen benötigt.

Anschließend erhält dieser Block 51% der Sitze, die proportional zu den Wählerstimmen aufgeteilt werden. Die übrigen Parteien verteilen sich über die restlichen 49%. Die bisherige 5%-Regelung muss in diesem Kontext neu diskutiert werden, fallen gelassen oder gesenkt werden.

Im Anschluss haben wir noch nachgefragt, was passiert, wenn die 40% nicht erreicht werden. Dann müssen die Parteien sich erneut untereinander absprechen und eine regierungsfähige Mehrheit finden. Ich weiß leider nicht, was passiert, wenn der Block mehr als 51% der Wählerstimmen für sich gewinnen kann, vermute, dann entfällt der Mehrheitsbonus und die Sitze werden nach dem Verhältnis aufgeteilt.

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Ich sehe diese Idee sehr kritisch, da ich das Verhältniswahlrecht mit einer klaren Repräsentation sehr schätze. Ich weiß, dass es aktuell auch nicht perfekt ist mit den Überhangmandaten. Es ist nach diesem Modell durchaus denkbar, dass die gesamte Opposition mehr Wählerstimmen (bis zu 60%) erhalten könnte, aber mit weniger Sitzen im Bundestag sitzt.

Fazit und Ausblick

Es war ein kleines feines Barcamp mit interessanten Diskussionen. Ich habe mich „anders“ gefühlt, „digitaler“, das war seltsam und ungewöhnlich für ein Barcamp, aber auch sehr spannend. Mir begegneten teilweise Perspektiven und Meinungen, die ich nicht teile. Das empfinde ich als wichtig und wertvoll. Der Umgang miteinander fand auf Augenhöhe und mir Respekt statt!

Es wird sehr wahrscheinlich ein zweites Barcamp DemokratieBonn geben!

Bei Interesse folgt den Social Media Kanälen Demokratie_Lebt (Twitter, Facebook, Instagram) oder Trio Medien (Twitter, Facebook, Instagram). Ihr könnt auch den Newsletter der Trio Service GmbH abonnieren, dann erfahrt ihr, wann es so weit ist.

Neustart auf dem Mond, Gesellschaft und Kriminalität

Artemis - Andy Weir

Artemis – Andy Weir

Eine neue Gesellschaft

.. begründet von Menschen mit Visionen und Überzeugungen, noch klein und überschaubar, benötigt noch nicht so viele Regeln. Einige sind unumstößlich, wenn sie der Sicherheit und dem Überleben aller dienen. Mit der Zeit entstehen Probleme, die dann durch Gesetze reglementiert werden. Diese gefallen nicht allen, werden auch nicht von allen eingesehen und entsprechend akzeptiert. Also werden sie umgangen. Gesetze und Kriminalität hängen zusammen. Ohne Gesetze, die etwas verbieten, gäbe es keine Kriminalität, denn es wäre ja erlaubtes Verhalten. Doch führt Verhalten zu Problemen in der Gesellschaft, braucht es eben Gesetze, die es verbieten und unter Konsequenzen stellen, so funktioniert das Prinzip, zumindest ist das die Idee.

Politik und Freiheit

Gesetze entwickeln sich also mit der Gesellschaft und entsprechend dem Verhalten der Menschen. Allerdings ist dies ein politischer Prozess und es spielen unterschiedliche Interessen bei politischen Entscheidungen eine Rolle … Entsprechend gibt es zwar auf der Erde überall ähnliche Probleme beim Zusammenleben, aber unterschiedliche Gesetze, die diese in den Griff bekommen sollen oder aber auch nicht.

Je starrer die Regeln und Gesetze und je komplizierter diese sind, desto schwieriger ist es beispielsweise ein Unternehmen zu gründen. Deutschland gilt ja als eines der Länder mit einer herausragenden Bürokratie, in dem Sinne, dass wir eben gerne viele Anträge für alles mögliche stellen müssen, bevor wir neue Ideen rechtskonform umsetzen. Das ganze kann so aufwendig und kompliziert sein, dass viele direkt am Anfang scheitern.

Dagegen gibt es andere Länder, in denen gibt es niedrigere Barrieren, eine Idee umzusetzen. Das hat sicher nicht nur Vorteile. Doch welches System ist geeignet um eine Basis auf dem Mond zu starten? Es braucht Geldgeber und die Freiheit, die Idee umzusetzen.

Autor Andy Weir hat sich für die Umsetzung einer solchen Idee gegen die USA und Europa entscheiden, erklärt auch ganz klar warum.

Artemis

Entsprechend entwickelt sich auch die Gesellschaft auf dem Mond in Artemis mit zunächst mit möglichst wenig Gesetzen und einer Kriminalität, die sich bisher noch in Grenzen hielt. Artemis ist die erste und bisher einzige Stadt auf dem Mond mit 2000 Einwohnern. Es leben dort viele Millionäre, Wissenschaftler, aber auch Menschen, die wenig zur Verfügung haben, ein neues Leben auf dem Mond beginnen wollten und dort arbeiten. Jazz ist für Transporte zuständig, ihr Vater Schweißer. Sie hat viel von ihm gelernt, wollte aber lieber frei und unabhängig sein und ihren eigenen Weg gehen. Diesen geht sie, wenn auch einen nicht ganz sauberen. Jazz ist Schmugglerin, allerdings eine mit einer klaren Ethik. Beispielsweise würde sie niemals Waffen auf Artemis schmuggeln.

Wie so oft im Leben, hat es sich auch bei Jazz so ergeben, sie sah eine Möglichkeit und hat sie genutzt. Im Laufe der Geschichte erfahren wir nebenbei, wie sich das Leben der jungen Frau auf dem Mond entwickelt hat. Sie lebt seit ihrem 6. Lebensjahr auf dem Mond. Für Schwangere und kleine Kinder ist die Atmosphäre nicht geeignet, daher gibt es keine kleinen Kinder in Artemis. Auch Jazz hätte körperliche Probleme, wenn sie zurück zur Erde müsste. Ausweisung auf die Erde ist übrigens die Konsequenz für Verbrechen, die eigentliche Verhandlung wird dann auf der Erde geführt.

Diesmal stolpert Jazz in ein etwas größeres und komplexeres Abenteuer. Es beginnt mit einem Auftrag, einem etwas größerem, aber sehr lukrativen. Dann läuft alles schief …

Ein Roman, eine Idee, ein Denkanstoß

Es steckt unheimlich viel in dem Roman „Artemis“ von Andy Weir. Gesellschaft, Politik, Science Fiction, Krimi, Thriller und das Leben. Sogar Romantik kommt vor, allerdings auf eine völlig kitsch-freie Art, herrlich! Eine Menge Humor und Selbstironie hat Andy Weir seiner Protagonistin Jazz verliehen, die ihre Geschichte selbst erzählen darf. Die Geschichte steckt auch voll von physikalischen und auch chemischen Details. Nein, ich habe nicht alles verstanden, aber das macht nichts, hat mich nur ein wenig frustriert, ich hätte es doch verstehen können müssen.

Auch wenn Andy Weir in seinem ersten Roman „Der Marsianer“ bewiesen hat, dass er sehr viele Seiten mit einem Protagonisten ohne Nebenfiguren füllen kann, zeigt er uns mit Artemis, wie dringend wir Freunde brauchen. Wir können uns wunderbar alleine in die größte Schlamassel bringen, doch um wieder raus zu kommen, ist es doch empfehlenswert Hilfe anzunehmen. Jazz ist ein starker Charakter, einer in dem sich viele von uns zum Teil wieder erkennen werden. Es ist sehr überzeugend dargestellt, wie sich ihr Lebensweg entwickelt, welche Entscheidungen sie getroffen hat. Sie ist die Kriminelle der Geschichte, aber ist sie auch die Böse?

Gut und Böse sind nicht zwei Seiten der Moral, die Grenzen verschwimmen in einer Gesellschaft, da sich eben nicht alle an die Regeln halten und auch nicht immer alle Regeln sinnvoll erscheinen, sich manchmal sogar widersprechen. Nein, ich rufe euch nicht dazu auf, Gesetze zu brechen! Aber mit schwarz-weiß denken kommen wir auch nicht weit, vor allem nicht, wenn wir das Verhalten anderer beurteilen und meist viel zu schnell verurteilen.

Fazit

Lest das Buch, wenn ihr Science Fiction mögt. Es gibt keine Weltraumschlacht, aber vieles, was dieses Genre ausmacht.

Lest das Buch, wenn ihr Gesellschaftskritiken mögt.

Lest das Buch, wenn ihr mal was neues ausprobieren wollt. Jazz zeigt euch ihr Zuhause auf dem Mond!

Lest es einfach, auch wenn ihr vielleicht nicht alles mögt. Ich habe das Gefühl, das Buch ist weit entfernt davon Mainstream zu sein, hat aber doch für jeden Geschmack etwas im Angebot. Sollte auch dieser Roman verfilmt werden, ist dieser auch eine gute Wahl für ein Date oder auch Gruppenbesuch, wenn die Beteiligten eigentlich unterschiedliche Filme mögen. Es dürfte für jeden etwas dabei sein.


Das Buch wurde mir über das Bloggerportal von Random House zur Verfügung gestellt.

Artemis
Andy Weir
aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
HEYNE
ISBN: 978-3-453-27167-8
Erschienen:  05.03.2018

Bücherschrank – Das Novemberbuch 2016

Die Suche

Nachdem das Septemberbuch aus Aachen und das Oktoberbuch aus Berlin kamen, sollte das Novemberbuch wieder eines aus Bonn sein.

Bücherschrank am Bonner Bogen

Dem Bücherschrank am Bonner Bogen wollte ich gerne nochmal eine Chance geben. Im August war er ziemlich leer und bot mir keine Möglichkeit ein Buch mit der Bedingung es solle lila sein zu finden.

Erneut wollte ich es mit einer Farbe versuchen, diesmal „rosa“, ebenfalls unwahrscheinlich, war aber bereit auf rot oder orange auszuweichen.

Erfreut durfte ich feststellen, dass der Schrank inzwischen gut gefüllt ist, was sicher nicht nur an der lieben Soledad von @bonntouren lag, die meinem Aufruf gefolgt war und einige Bücher vorbei gebracht hatte.

"Rosa" sollte es diesmal sein

„Rosa“ sollte es diesmal sein

Ich weiß, es ist nur an der Seite „rosa“, aber das ist der entscheidende Bereich, den man sieht, wenn man ein Buch aus dem Bücherschrank nimmt, also lasse ich es gelten.

Erinnerungen

Als ich das Buch in den Hängen hielt, fühlte ich mich direkt erinnert an Sommerferien bei Oma und Opa. Mein Opa ist ebenfalls ein ganz großer Bücherwurm. Im Esszimmer stand ein großer Vitrinenschrank aus Eichenholz, gefüllt mit Büchern. Was war ich stolz, als Opa mich für groß genug befand einige seiner Bücher zu lesen. In diesem Sommer entdeckte ich Krimis für mich. Das Format Goldmann-Krimi erinnerte mich an den gemütlichen Lesesessel bei Oma und Opa. Das waren schöne Ferien, Ausflüge, Spiele und Bücher.

Das Buch selbst erinnert ebenfalls an die 90er.

Eine Reise nach Genf -Jacques Berndorf

Eine Reise nach Genf -Jacques Berndorf

Das Buch

Siggi Baumeister ist freier Journalist, wie alt er ist, erschließt sich mir nicht. Beziehungen scheinen nicht seine Stärke zu sein, denn das Buch beginnt damit, dass er verlassen wird, nach 6 Wochen und er bemüht sich nicht im geringsten das zu verhindern.

Stattdessen stürzt er sich auf eine Story über einen sechs Jahre zurückliegenden Mordfall.

Erste Hürde: Überzeuge eine Zeitung dafür zu bezahlen.

Zweite Hürde: Überlebe den Fall.

Vor sechs Jahren wurde die Leiche eines deutschen Politikers in einem Genfer Hotel gefunden. Offiziell war es Selbstmord, doch für Siggi stinkt die Story und er macht sich auf den Weg eine Spur zu finden. Seine Strategie: „Finanzamt“ schreien. Der Hund eines Bekannten reagiert auf den Ruf „Finanzamt“ mit großem Gebell. Siggi braucht sein „Finanzamt“ in der Story, er muss die Hunde zum bellen bringen, die Menschen zum reden.

Doch so ein Ausruf ist gefährlich, denn es gibt einflussreiche Leute, die ganz und gar nicht mit Baumeisters Recherchen einverstanden sind.

Der Krimi ist übrigens Teil der Eifel-Krimi Reihe, nachzulesen bei Krimi-News.

Fazit

Die Zeitreise in die 90er hat mir gut gefallen. Leider sind meine politischen Kenntnisse zur Zeit der Wende nicht ausgeprägt genug, um beurteilen zu können, inwieweit und vor allem auf wen der Satz auf dem Klappentext zutrifft:

Jacques Berndorf erzählt eine Geschichte, in der „zufällige Ähnlichkeiten mit Lebenden oder Toten, tatsächlichen Ereignissen und politischen Gegebenheiten durchaus beabsichtigt sind“.

Hinweise werden gerne entgegen genommen.

Ich weiß schon ganz genau, wo ich das Buch hinbringen werde und freue mich auf mein Dezemberbuch. Ob es weihnachtlich wird?