Perry Rhodan – eine Bilanz nach 60 Heftromanen

Mit meiner Aktion #kleinerKometimPerryversum habe ich für euch versucht herauszufinden, wo und wie man in das gigantische Perryversum einsteigen kann. Relativ früh schrieb ich bereits zu dieser Frage „Wo einsteigen“. Inzwischen habe ich ziemlich viel gelesen, 60 Heftromane, 1 Silberband, 1 Planetenroman und 20 Hörspiele gehört. Hier geht es zur Übersicht, in der auch alle Beiträge verlinkt sind. Nach einem Jahr hatte ich ebenfalls einen Blick auf die Aktion geworfen.

In einigen meiner Beiträge habe ich Andeutungen gemacht mit dem Heftehaufen-Martin und dem Zeitreisenden Volker etwas Großes zu planen. Diese Pläne sind leider gescheitert, zumindest in der ursprünglichen Form.

Spring mitten rein

Kann man machen, war für mich kein guter Weg. Als ich noch ganz am Anfang meines Abenteuers stand, las ich Heft 2900 der Erstauflage. Es war auch noch eines der 100er Hefte, die besonders zum Einstieg empfohlen werden. Ich las an dieser Stelle nicht weiter.

Es hat mich genervt, zu wenig zu verstehen, Es braucht wahrscheinlich ein paar Hefte, um die Geschichte richtig zu verstehen, auch um zu entscheiden, ob man die Serie wirklich mag. Auch wenn Cherfredakteur Klaus N. Frick im neuen Aufruf zum Schreibwettbewerb auf dem Litcamp18 sagte, der Stil müsse zu den anderen Autoren im Team passen (siehe Tweet), empfand ich die Schreibstile der Autoren als extrem vielfältig. Einige habe ich sehr gerne gelesen, andere weniger.

Miniserien

Mein allererster Einstieg erfolgte mit der Miniserie Trivid. Es folgten zwei weitere abgeschlossene Miniserien und ich finde diese abgeschlossenen Geschichten eigenen sich besonders gut, um Perry Rhodan auszuprobieren.

Alle drei sind allerdings sehr unterschiedlich, vor allem in ihrer Eignung ins Perryversum hineinzufinden.

Trivid – Die Klonverschwörung

war für mich perfekt. In nur sechs kurzen E-Books hatte ich die Geschichte relativ schnell durch. Alternativ ist Trivid inzwischen als Taschenbuch bei Bastei Lübbe erschienen. Das Taschenbuch (446 Seiten) ermöglicht Perry Rhodan komplett frei vom Heftromanfeeling und den möglichen Vorurteilen kennen zu lernen.

Die Geschichte war für mich sehr einfach, ich brauchte keine Vorkenntnisse. Genexperimente, Klone, Wissenschaftsethik ist ein Themenbereich, der mich sehr interessiert. Allerdings ist Trivid im Verhältnis zur Hauptserie tatsächlich einfach, denn es spielen eine Menge Figuren einfach nicht mit und die Komplexität der Story sowohl der Erstauflage, als auch der NEO-Reihe ist deutlich höher. Man hat schon mal eine wage Vorstellung, aber beim Weitererkunden erscheint die Welt viel komplexer.

Ein weiterer Vorteil, der auch gleichzeitig untypisch ist. Trivid wurde von zwei Autoren geschrieben, was bedeutet, dass der stilistische Wechsel von einem Heft zum nächsten wegfällt.

Terminus

Diese 12-teilige Miniserie war ein ganz anderes Leseerlebnis als Trivid. Sehr komplex, zeitlich angesiedelt an einer frühen Stelle in der Reihe. Figuren, Orte, verschiedene Planeten, Völker, komplexe Zusammenhänge, deren Hintergründe mir völlig fehlten. Ohne Zuhilfenahme des Perrypedia und Unterstützung anderer Leser und des Autors Roman Schleifer wäre ich vielleicht wieder aus der Geschichte ausgestiegen.

Olymp

Gerade frisch beendet, war diese Miniserie für mich noch einmal eine, die ich ganz klar zum Einstieg empfehlen kann. Im Interview erzählte mit Exposéautorin Susan Schwartz, dass es auch ihre Intention war, die Geschichte für Neueinsteiger einladend zu konzipieren. Sie ist komplexer als Trivid, aber nicht so verwirrend wie Terminus. Die Handlung spielt zeitlich parallel zur aktuellen Handlung der Erstauflage. Dies bezieht sich beispielsweise auf Perrys derzeitigen Beziehungsstatus, sein Amt und die politische Lage. Die politische Lage wird sofern wichtig vollständig erklärt, die Geschichte funktioniert wunderbar unabhängig.

Ich habe es nicht ausprobiert, aber ich glaube, ein Wechsel nach Olymp in die wöchentlich erscheinende Erstauflage ist gut möglich. Wichtige Figuren sind bekannt und die Erzählweise ist dieselbe.

Beginne am Anfang

Meine grundlegende Einstellung, bei Perry Rhodan allerdings kompliziert. Starlord hat dieses Abenteuer gewagt. Der Haken an diesem Vorhaben: Die Reihe begann in den 60ern, entsprechend ist auch die Story und der Schreibstil …

Ich selbst habe den ersten Silberband gelesen, überarbeitete und zusammengefasste Geschichte „von Anfang an“. Sehr interessant, aber für mich angenehmer zu lesen war die NEO-Reihe, welche ich auch „von Anfang an“ begonnen und dann mitten drin weiter gelesen habe.

Regelmäßig neuer Lesestoff

Jede Woche ein Heft der Erstauflage oder alle zwei Wochen ein Neo-Roman. Auch die Minserien Terminus und Olymp erschienen im Zwei-Wochen-Rhythmus. So wird man kontinuierlich mit Lesestoff versorgt. Es ist ein bisschen wie bei einer Daily Soap, nur nicht täglich. Für den täglichen Bedarf gibt es für Neueinsteiger auch erst einmal für eine lange Zeit genug. Ein Unterschied zur Daily Soap: Neulich habe ich nach einer Ewigkeit mal wieder zwei Folgen GZSZ gesehen (Zum Hintergrund). In diese Story rein zu kommen ist deutlich einfacher, als in die Welt von Perry Rhodan, gilt aber vielleicht auch nicht für jeden.

Regelmäßig mit neuem Lesestoff versorgt zu sein, hat Vorteile, aber auch Nachteile. Es kann sich schnell mal ein Lesestau bilden. Wie viel Zeit bleibt einem noch für andere Lektüre? Einige Perry-Leser lesen Erstauflage und NEO parallel, dazu die Miniserie, wenn sie erscheint, eventuell noch weitere Publikationen, verfolgen das FAN-Forum oder die Facebook-Gruppen. Das kostet schon einiges an Zeit.

Schwächen des Formates Heftroman

Es ist ein starres Format mit einer klaren Vorgabe, wie viele Zeichen die Geschichte haben darf. Exposéautoren denken sich die Story aus und die Autoren entwickeln dann daraus die ausformulierte Geschichte. Je nach Vorgaben, bleibt mehr oder weniger Platz für die Entwicklung der Handlung und Raum für die Figuren. In einigen Heften ist das wirklich gut gelungen. Madeleine Puljic ist eine Autorin, die wirklich gute Geschichten erzählt! Bei einigen Heften springen wir von Abschnitt zu Abschnitt zwischen den Handlungsfäden, ohne Tiefe, ohne Gefühl. Es wird meinem Eindruck nach technisch das Exposé abgearbeitet. Es ist eine Herausforderung so ein Heft zu schreiben, eine der ich mich nicht zu stellen wage. Die Vielfalt der Autoren ist ein Vorteil, wenn es darum geht, dem Perryversum unterschiedliche Nuancen zu geben. Exposés, in denen es um Raumschlachten geht, werden anderen Autoren gegeben, als solche, in denen neue Welten entdeckt werden. Letztere eher mein Fall.

Meine Empfehlung

Ich kann dir nicht sagen, wo du anfangen sollst zu lesen.

Vielleicht ist dein Weg, der ins eiskalte Wasser mitten rein zu springen. Wenn du Lust auf diese Science Fiction Serie hast, gib ihr auf jeden Fall mehr als eine Chance. Das Perryversum ist vielseitig, mal mehr Action, mal mehr Welten entdecken, mal politischer, mal intergalaktisch abenteuerlich. Probiere es an verschiedenen Stellen, mit verschiedenen Autoren, wenn du wirklich Lust auf die Serie hast. Mein Eindruck ist, alle Perryleser haben ihre Lieblinge, sowohl unter den Figuren, als auch unter den Autoren und Autorinnen.

Wenn du Science Fiction magst, empfehle ich dir auf jeden Fall auch mal einen Blick in die Welt von Perry Rhodan zu werfen, schließlich ist es die größte deutsche Science Fiction Serie. 2019 erscheint bereits Heft 3000. Perry Rhodan ist dank einem Zellaktivator unsterblich, seine Leserschaft ist es nicht. Aktuell besteht diese überwiegend aus älteren Herren. Daher ist es für sein Überleben zwingend notwendig neue Leser und Leserinnen zu gewinnen.

Die Perry Rhodan Redaktion versendet übrigens gerne Infopakete für Neueinsteiger und steht einer Zusammenarbeit mit Bloggern offen gegenüber. Wenn du Lust hast, kannst du noch „Trivid – Die Klonverschwörung“ im Rahmen meiner Wanderbuchaktion lesen.

Ad Astra 

kleiner Komet

kleiner Komet im Perryversum – Bestandsaufnahme

Dieser Beitrag soll in regelmäßigen oder eher unregelmäßigen Abständen aktualisiert werden und einen Überblick über die Reise „kleiner Komet im Perryversum“ darstellen.

Perry Rodan – Die Dritte Macht

Status am 16.06.2018

Der 12. Olymp-Band liegt bereit. Damit beende ich meine dritte Perry Rhodan Mini-Serie. Die Miniserie Olymp ist auf jeden Fall bestens für Einsteiger geeignet. Es werden wenige Vorkenntnisse benötigt und so weit ich es beurteilen kann, sollte auch der Wechsel in die wöchentlich erscheinende Erstauflage ganz gut gelingen. Gewisse Einstiegsschwierigkeiten bringt der Wechsel sicher mit, aber wer Lust auf mehr Perry hat, schafft das sicher!

In den letzten 16 Monaten habe ich viel erlebt. Mir sind viele sehr nette und auch einige sehr merkwürdige Menschen begegnet. Leider gab es auch Auseinandersetzungen, das gehört bei einer großen Community wohl dazu. Auch wenn ich es sehr bedauere welche altmodischen Ansichten manche Menschen vertreten und diese in Verbindung mit einer Science-Fiction Serie bringen. Meine Hoffnungen ruhen auf der Zukunft!

Die Liste unten ist aktualisiert. Ich habe inzwischen (Olymp 12 mitgezählt) 60 Heftromane, einen Silberband, einen Planetenroman gelesen und 20 Hörspiele gehört …

Ich denke vom Abenteuer „Einsteiger im Perryversum“ kann ich mich nun verabschieden 😉

Status am 2.02.2017

Ein Jahr gibt es jetzt schon die Rubrik „kleiner Komet im Perryversum“, da ist die Aktualisierung der Liste ein MUSS.

Status am 04.01.2017

Das neue Jahr ist gestartet und mit ihm erwarten wir die neue Miniserie Olymp, auf die ich schon sehr gespannt bin. Zeit für ein Update der Übersicht. Weiter gelesen habe ich bei NEO und ein Extra-Heft.

Status am 22.09.2017

Die Terminus-Reihe ist abgeschlossen. Die nächste Miniserie startet im Januar. Zeit sich ins Neoversum zu stürzen!

StarLord hat ebenfalls begonnen Perry Rhodan zu lesen. Er beginnt am Anfang und liest sich ordentlich der Reihe nach durch die Erstauflage.

Status am 12.09.2017

Terminus neigt sich dem Ende zu …

Status am 10.08.2017

Kreuz und quer bin ich bereits durchs Perryversum und auch Neoversum geflogen. Ein paar erste Gedanken zu der Frage: „Wo fange ich an“, hatte ich mir ja bereits zu Beginn meiner Reise gemacht. Allerdings hatte ich nicht erwartet, dass ich so kreuz und quer durch Zeit und Raum fliegen würde.

Da wird es Zeit, mal in einer Übersicht zu sammeln, wo ich bereits gewesen bin bzw. welche Romane ich bereits gelesen habe.

Bisher habe ich mich an die Silberbände und Erstauflage gewagt, den Haupthandlungsstrang des Perryversums. Dann auch an die Neuauflage der selben Geschichte, die Neoromane und abgeschlossene Miniserien. Auch die ersten Planetenromane, die Vorgänger der Miniserien, habe ich entdeckt. Auf die Comics freue ich mich schon, warte allerdings noch ein wenig, bis sich ein paar angesammelt haben.

Mit einer abgeschlossenen Miniserie hatte ich angefangen und rückblickend war Trivid ein wirklich guter Einstieg, denn inzwischen weiß ich es noch mehr zu schätzen, dass es von der Komplexität her ideal für Neulinge ist. Es gibt wenige handelnde Figuren neben Perry Rhodan, eine spannende, aber eben nicht zu verstrickte Handlung.

Ich versuche mich mal an einer Übersicht. Dabei fasse ich die Silberbände und die Erstauflage nach Zyklen sortiert zusammen, da sie sich auf einen Handlungsstrang beziehen und ich mir sicher bin, dass ich nicht alle Silberbände und alle Heftromane lesen werde, orientiere mich dabei einfach mal an der tollen Übersicht im Perryperdia.

Aus meiner Sicht gute Einstiegspunkte markiere ich euch mal „fett“.

Silberbände/ Erstauflage

Die Dritte Macht

Der einzig wahre Einstieg! Beginne am Anfang!

Silberband 1 – Die dritte Macht

Der Sternenozean

als Hörbuch gehört, bisher noch nicht verbloggt:

  1. Der Sternenbastard
  2. Die Mascantin
  3. Der Hyperschock
  4. Planet der Mythen
  5. Havarie auf Hayok
  6. Das Blut der Veronis
  7. Der Gesang der Montana
  8. Sonderkommando Kantiran
  9. Tau Carma
  10. Überfahrt nach Curhafe
  11. Entscheidung in Vhalum
  12. Die Femensängerin
  13. Der Flug der Epha-Montana
  14. Terraner als Faustpfand
  15. Die Sekte erwacht
  16. Der Todbringer
  17. Kampf um den Speicher
  18. Mediale Schildwache
  19. Operation Kristallsturm
  20. Das Land unter dem Teich

(Der komplette Zyklus ist aktuell auf Spotify verfügbar)

Sternengruft-Zyklus

2875 Die vereiste Galaxis (ehrlicherweise nur angelesen)

Genesis-Zyklus

2900 Das kosmische Erbe (Einstieg möglich, fand ihn an dieser Stelle nicht leicht)

Neo-Reihe

Eine gute Alternative zur Erstauflage: den moderneren Perry Rhodan kennen lernen.

Vision Terrania

1 – Sternenstaub
2 – Utopia Terrania
3 – Der Teleporter
4 – Ellerst Visionen
5 – Die Schule der Mutanten
6 – Die dunklen Zwillinge

Meteora

150 – Sprung nach Andromeda

Die zweite Insel

151 – Werkstatt im Weltall
152 – Der Feind meines Feindes
153 – Der Atem des toten Sterns
154 – Die magnetische Welt
155 – Der Andromeda-Basar
156 – Die Schmiede des Meisters
157 –  Requiem
158 – Halle des Baphometen
159 – Der falsche Meister
160 – Im Kreis der Macht

Mirona

161 – Faktor I
162 – Allein zwischen den Sternen
163 – Der Geist von Nachtschatten
164 – Der Etrin-Report
165 – Tolotos
166 – Beute und Jäger
167 – Die Grenzwächter
168 – Die MAGELLAN-Morde
169 – Dunkle Welt Modul
170 – Abschied von Andromeda

Planetenromane

Abgeschlossene Romane, deren Handlung sich in die Erstauflage einordnen lässt.

77/78 – Scitt, der Zwerg; Die Toleranz-Revolution

Extra

Perry Rhodan Extra 16 – Die Phantome von Epsal

Abgeschlossene Miniserien

Trivid

aus meiner Sicht ein idealer Einstieg zum ausprobieren!

Prolog, Teil 1; Teil 2; Teil 3; Teil 4 bis 6

Terminus

ein deutlich komplexere Einstiegs-Option als Trivid
1- Zeitspringer
2 – Flucht durch Terrania
3 – Konfrontation auf Mimas
4 – Kampf um Merkur
5 – Im Sonnenpalast
6 – Carusos Maske
7 – Die geheime Werft
8 – Finale für Arcane 2
9 – Gestohlene Erinnerung
10 – Spur nach Nirgendwo
11 – Schachmatt
12 – Der Plan der Cynos

(abgeschlossen)

Olymp

1 – Mysterium
2 – Die Museumswelt
3 – Im Auftrag des Kaisers
4 – Im Netz von Adarem
5 – Die Prospektorin
6 – Olymp in Aufruhr
7 – Land der Seligen
8 – Die Herren von Adarem
9 – Rückkehr ins Chaos
10 – Adarem antwortet nicht
11 – Flotte der Robotraumer
12 – Der Mutaktor

(abgeschlossen)

 

Autoren im Gespräch

Uschi Zietsch aka Susan Schwartz am 16. Januar 2018

Feinde, Freunde und Beziehungen

Zeitsprung – nach Perry Rhodan NEO 6 zurück zum aktuellen Band NEO 162 (inzwischen ist bereits 163 erschienen).

Perry Rhodan NEO 162 Allein zwischen den Sternen – Kai Hirdt

Feinde

Perry Rhodan hat Faktor 2 Trinar Molat erfolgreich gegen sich aufgebracht. Auch wenn Faktor 1 Mirona Thetin ihm die Jagd auf Rhodan untersagt hat, gibt Molat nicht auf.

Molat selbst lernen wir in „Allein zwischen den Sternen“ auch besser kennen.

Für die meisten Bewohner der Trinar Molat unterstehenden Planeten galt er sogar als Gott. Jemand, dessen Geheimnisse nicht für die Ohren gewöhnlicher Sterblicher gedacht waren.

Doch auch dieses Wesen hat ab und an das Bedürfnis sich auszusprechen und dafür ein spezielles System, um sich ab und an auch mal in Therapie begeben und aussprechen zu können.

Ebenfalls interessant, wenn auch genau so brutal ist seine „Studie“, mit dem Ziel die Menschen besser verstehen zu wollen.

Ist es Geld, was die Sterblichen glücklich macht? Das, wonach sie streben?

Der Mensch, der auf ihn den zufriedensten und glücklichsten Eindruck macht, ist ein verwahrlost aussehender Mann, der auf der Straße lebt. Ihn fragt er nach seinem Geheimnis, eine Lebenseinstellung, die wir alle uns zu Herzen nehmen können:

Sei zufrieden mit dem, was du hast. Finde etwas, was dir Freude macht, und dann tu es.

Freunde

Noch immer ist die MAGELLAN beschädigt, die Suche nach Ersatzteilen war wenig erfolgreich, das Finden von Feinden dagegen um so erfolgreicher.

Unerwartet stößt die Besatzung der MAGELLAN auf Hilfe. Diese kommt ausgerechnet von Paddlern. Wer NEO 151 „Die Werkstatt im Weltall“ gelesen hat, wird ebenfalls skeptisch sein, ob diesem Angebot zu trauen ist. Doch die Auswahl der Freunde ist begrenzt. Können sie es erneut wagen, sich in die Hände von Paddlern zu begeben?

Beziehung

Seit „Die Werkstatt im Weltall“ (NEO 151) sind mir Tani Hanafe und Tim Schablonski sehr sympathisch. Auch bei Kai Hirdt spielen sie wieder eine wichtige Rolle. Waren sie bei unserer ersten Begegnung noch ein süßes und verliebtes Paar, sowie zwei interessante Persönlichkeiten, kriselt es gerade zwischen ihnen. Beide sind starke Persönlichkeiten, die auf der MAGELLAN völlig verschiedene Aufgaben, entsprechend ihrer Stärken, ausüben.

Ist Tim sicher ein wunderbarer Experte in technischen Fragen, so ist er auch impulsiv in seiner Wortwahl und hat ein Talent dafür, etwas falsches zu sagen und sich anschließend wortreich, aber ungeschickt zu entschuldigen. Es kommt zu einigen amüsanten und vom Autor liebevoll gestalteten Szenen zwischen Tani und Tim.

Tani dagegen ist eine Mutantin, die sich mit ihren Fähigkeiten schwer tut. Eine weitere Schwäche von ihr ist das Misstrauen gegenüber außerirdischen Lebensformen. Doch mit den Paddlern hat sie einiges gemeinsam hat. Daher ist es spannend zu lesen, wie sie erneut auf die Paddler trifft.

Man muss die beiden einfach lieb haben.

Fazit

Nach dem wirklich unglaublich tollen Band Neo 161 „Faktor 1“ von Michelle Stern und Madeleine Puljic hatte Kai Hirdt es wirklich schwer eine Fortsetzung zu schreiben, die auch nur annähernd an diese Geschichte heran reicht.

Die Geschichte ist dagegen eine völlig andere. „Allein zwischen den Sternen“ widmet sich Faktor 2 und erneut den Problemen der MAGELLAN im Andromeda-System zurecht zu kommen. Dies geschieht auf amüsante, ernste und letztendlich auch actionreiche Weise. Die letzten Kapitel waren dabei weniger mein´s, wer weiß, was ich nicht so gerne lese, ahnt vielleicht, um welche Art von Action es geht. Es ist gut geschrieben, keine Frage, aber die vorherigen Kapitel habe ich deutlich lieber gelesen, so bin ich eben.

Weihnachtsgrüße

Ich wünsche allen Perry Rhodan Fans und die es noch werden wollen, eine wunderbare und friedliche Weihnachtszeit!

Wir lesen uns gerne zwischen den Feiertagen wieder, wenn ich euch von meinem Lese-Abenteuer mit Susan Schwartz „Der Geist von Nachtschatten“ (NEO 163) berichte.


Das E-Book wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan NEO 162 – Allein zwischen den Sternen
Kai Hirdt
ISBN: 9783845348629
Pabel Moewig Verlag KG, PERRY RHODAN digital

Terminus – Eine Miniserie geht zu Ende

Der zwölfte Band der Terminus-Reihe „Der Plan der Cynos“ von Uwe Anton liest sich wie das Auspacken der Weihnachtsgeschenke – eine Überraschung nach der anderen wird geöffnet und Geheimnisse gelüftet auf die man so lange gewartet hat.

Finale im Terminussystem – Perry Rhodan erfährt die Wahrheit (Seite 1)

Daher kann und will ich euch beim besten Willen nicht verraten, was im letzten Band der Miniserie passiert. Widmen wir uns lieber meinen liebsten Figuren:

Terminus Der Plan der Cynos – Uwe Anton

Gucky ist der Größte

Dank der Terminus-Reihe habe ich Gucky kennen gelernt. Der möhrchenverfressene Mausbiber ist einfach der beste und ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Er sorgt für Humor, ist der „Retter des Universums“ und dabei ist er nicht nur unglaublich schlau, sondern hat auch noch sehr praktische Psi-Fähigkeiten.

Manchmal fühlt er sich allerdings als Teleportations-Taxi missbraucht. Im finalen zwölften Band darf er eine großartige Rolle spielen. Danke Uwe Anton!

Und rufen Sie ihre Weltraumratte zurück.“

(…)

Der Blick des Mausbibers war eiskalt.

„Willst du herausfinden, wie es ist, wenn sich meine telekinetische Hand um dein Herz legt und zudrückt?“

Perry Rhodan

Der unsterbliche Terraner kommt ganz schön an seine Grenzen.

Er war am Ende, sah keinen Ausweg mehr. Nein!, dachte er erneut. Er würde nicht aufgeben. Niemals!

In Terminus lerne ich Perry Rhodan mit seinen Stärken und Schwächen kennen. Er hat seine Überzeugungen und er gibt niemals auf. Vor allem gibt er die Menschen, die Terraner niemals auf. Das macht ihn zu etwas besonderen. Er ist auch nicht bereit einige wenige (dehnbarer Begriff) für viele (impliziert, das es mehr sind) zu opfern. Jedes Leben ist wertvoll und das ist eine wunderbare Botschaft.

Er war nicht der Herr über Leben und Tod.

Im finalen Band erfahren wir endlich die Wahrheit, die hinter Terminus steckt. Viele Geheimnisse werden offenbart, viele offene Handlungsstränge passen der Reihe nach ineinander und Kleinigkeiten ergeben auf einmal einen Sinn.

Mein Gott, „murmelte Perry Rhodan, „was habe ich getan …?“

Diese Worte stammen aus dem Prolog von Terminus 1, ebenfalls geschrieben vom Exposé-Autor Uwe Anton. Mit genau diesen Worten beginnt der Epilog von Band 12. Diesmal wissen wir Leser genau, was Perry Rhodan getan hat und er weiß es auch …

Die Zeitspringer

Zwei starke Charaktere sind Juki Leann  und Darren Zitarra. Die Agenten des Imperium Dabrifa haben eine unglaubliche Entwicklung über die Romane hinweg durchgemacht.

Jukis letzte Worte sind sehr weise:

Die Zukunft ist vielfältig (…). Es ist ein Paradoxon – die Zukunft ist wie ein Fluss, dessen Bett ein Ozean ist, ein Fluss, der inmitten eines Ozeans strömt.

Kein Spoiler, es ist schlicht das Letzte, was Uwe Anton sie zu Perry Rhodan sagen lässt. Wer hat jetzt zu viel dabei gedacht?

Fazit

Auf meiner Reise ins Perryversum hat mich die Terminus-Reihe tief hineingeführt. Ich habe mich nach jedem Band auf den nächsten gefreut und mit Spannung das Abenteuer weiter verfolgt.

Zwischendurch war ich ziemlich verwirrt, mir sind sicher auch viele Details entgangen. Missverständnisse meinerseits gab es auch, aber das gehört dazu, wenn man sich an eine so komplexe Geschichte heran wagt. Ich glaube, ich würde die Reihe gerne noch einmal lesen. Dann aber an einem Stück und mit mehr Hintergrundwissen.

Das ist aber kein Grund, sich nicht in das Abenteuer zu stürzen. Die Miniserie ist abgeschlossen und kann inzwischen auch als komplette E-Book-Box erworben werden (Link zum Perry Rhodan Shop).

Im Nachwort bringt Uschi Zietsch wunderbar auf den Punkt, was die Reihe für wahre Perry Rhodan Fans sein kann:

Wunderbare Nostalgie im modernen Gewand!

Einstieg ins Perryversum mit Terminus?

Eine Miniserie erscheint mir eine gute Möglichkeit, um ins Perryversum einzusteigen, eine Möglichkeit die Perry Rhodan Lektüre auszuprobieren. Terminus zeigt dabei in den zwölf Bänden deutlich, wie das Leben in der Milchstraße so ist, stellt einige der großen Figuren vor und hat einiges zu bieten, was das Herz eines Sci-Fi-Fans begehrt.

Trivid dagegen ist eine etwas „leichter zu lesende“ Miniserie, weniger komplex und behandelt das sehr spezielle und spannende Thema „Klone“. Für mich war es der ideale Einstieg. Am 26. Oktober erscheint Trivid als Roman (Link zum Perry Rhodan Shop).

Wenn ihr StarLord fragt, gibt es natürlich nur einen wahren Einstieg ins Perryversum: Nämlich am Anfang … Ihn wollte ich auch überzeugen mit Terminus zu beginnen, mein neuer Vorschlag an ihn lautete: Lies es nach Band 400. Wir werden sehen …

Zur Nachlese alle Terminus-Beiträge

1- Zeitspringer
2 – Flucht durch Terrania
3 – Konfrontation auf Mimas
4 – Kampf um Merkur
5 – Im Sonnenpalast
6 – Carusos Maske
7 – Die geheime Werft
8 – Finale für Arcane 2
9 – Gestohlene Erinnerung
10 – Spur nach Nirgendwo
11 – Schachmatt


Der Heftroman wurde mir freundlicherweise von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Terminus
Band 12 – Der Plan der Cynos
Uwe Anton
Pabel-Moewig Verlag
Erscheinungstermin: 21.09.2017

Terminus – Ein Finale wird vorbereitet

Perry Rhodan Terminus Band 11 Schachmatt – Roman Schleifer

Nach 10 Bänden der Perry Rhodan Miniserie Terminus haben sich einige Handlungsfäden angesammelt. Der vorherige 10. Band hat mich wirklich verwirrt zurück gelassen. Während des Lesens war noch alles logisch, doch danach war die Handlung für mich nicht mehr wirklich greifbar und der kleine Komet hoffnungslos verloren, lost in Space sozusagen.

Band 11 konnte alles schlimmer oder besser machen. Autor Roman Schleifer war selbst gespannt und hatte eine klare Meinung über sich selbst:

Und im Zweifelsfall gehör ich zur Schlimmermach-Fraktion 👍😁😉

ABER ich bin sehr gut durchgekommen, alle Fäden sind für mich wieder präsent und zum zerreißen gespannt, aber jetzt soll ich ernsthaft zwei Wochen auf das Finale von Uwe Anton warten.

Das Perryversum ist manchmal ganz schön frustrierend. Mal sehen womit ich mich bis dahin ablenken kann, ohne alles zu vergessen …

Nachdem ich zum dritten Terminus-Band bereits angemerkt hatte, dass Roman Schleifers Figuren starke Persönlichkeiten haben, ist für mich nun ein weiteres Talent des Autors klar erkennbar und führt zu folgender völlig unpsychologischen (ehrlich!) Schlussfolgerung:

Gewagte Hypothese

Der kleine Roman hat bestimmt von seiner Oma beim Stricken immer folgenden Satz gehört: „2 links, 2 rechts, eine fallen lassen“. Nach diesem Strickmuster hat er jetzt den das Finale vorbereitenden Roman „Schachmatt“ geschrieben:

  • Sammle alle Handlungsfäden ein.
  • Ordne sie für dich und beginne mit den Stricken.
  • Führe etwas neues ein (zwei links).
  • Erinnere an die vergangen Szenen (zwei rechts).
  • Lasse den Handlungsfaden wieder fallen.
  • Mache einfach mit der nächsten Szene weiter.

Anmerkung zur Richtigstellung: Roman Schleifer gibt an keine strickende Oma zu haben. Dennoch mag ich meine Theorie, die unter künstlerische Freiheit fällt.

Was am Ende dabei heraus kommt, könnte ein eifriger Perry Rhodan Leser vielleicht erahnen, ein kleiner Komet gewiss nicht.

Terminus spielt zwischen Band 400 und 401 am Ende der 1000 Jahre-Lücke und soll diese schließen. Wer weiß, was ca. 10 Jahre später im 500er Zyklus geschehen wird bzw. ist, muss nicht erst eine Zeitreise machen …

Ich ahnte gar nichts und fiel aus allen Wolken. Die lieben Mitglieder der Terminus-Facebook-Gruppe haben mich freundlichst aufgefangen, herzlichen Dank euch!

Weltbewegende Rätsel

Die Frage aller Fragen des Perryversums wurde ebenfalls in diesem Band gestellt (Edit: nicht direkt, aber für mich steht sie mit in der Diskussion im Raum, ok ehrlicherweise ist mir ein Lesefehler unterlaufen und es kam bei einem Satz zu falschen Assoziationen, nicht zusammenhängendes wurde miteinander verknüpft, aber es schwingt für mich im Roman mit, dank der Nachwirkungen der Phantastika.):

Warum ist das Raumschiff der Arkoniden damals ausgerechnet auf dem Mond gelandet?

Klar beantwortet wird sie nicht. Der Fragesteller intendiert einen Ansatz, aber das sei mal als Hypothese so hingestellt.

Von Hartmut Kasper haben wir auf der Phantastika erfahren, dass Band 3000 der Erstauflage diese Frage NICHT beantworten wird. (Edit: Gut in Terminus auch absolut gar nicht, aber die Idee ist da, wer dahinter stecken könnte, sehe ich ganz klar zwischen den Zeilen.)

Für diese beeindruckende Rede bin ich sehr dankbar, denn es steckten viele wertvolle Informationen drin, die mich aber auch sehr neugierig auf die ersten 1000 Bände und den Umbruch ab Nummer 1000 gemacht haben.

In Terminus dreht sich so einiges um die Weltanschauung des Perryversums. Ich bin sehr froh inzwischen einige Hintergrundinformationen erzählt bekommen zu haben. Es ist auch ohne verständlich, aber weniger tiefgreifend glaube ich.

Altleser versus kleiner Komet

In der Terminus-Facebook-Gruppe veranstaltet Gerhard Huber (Perry Rhodan Stammtisch Mannheim), der sich wirklich gut im Perryversum auskennt, zu den Terminus-Bänden Live-Lese-Experimente. Er kommentiert jedes Kapitel direkt nach dem Lesen. Es macht Spaß seine Kommentare im Nachhinein zu lesen. Wichtig ist, es wirklich erst nach der eigenen Lektüre zu lesen, da sonst eine Spoiler-Gefahr besteht.

Dieses Mal habe ich mich auch daran gewagt und es zeigt sich deutlich, wie unterschiedlich die Wahrnehmung eines Neueinsteigers mit geringen Vorkenntnissen zu einem Perry Rhodan Experten sind.

Wer neugierig geworden ist, findet hier die Lesekommentare von Gerhard und meine hier. Dazwischen gibt es Kommentare anderer Leser und des Autors.

Böser Autor

Eigentlich hätte Roman Schleifer eine ganz andere Auszeichnung verdient, denn er ist ein sehr aktiver und hilfsbereiter Autor. Er liebt den Austausch mit der Perry Rhodan Community und ist sehr aktiv in der Terminus Facebook Gruppe unterwegs. Ihm verdanke ich viele Hintergrundinformationen.

Dennoch ist er ein böser Autor, einer der seine Figuren in unmögliche Situationen bringt und den Leser an den spannendsten Stellen stehen lässt, um sich einer neuen Szene zu widmen.

Er passt perfekt ins Perryversum und auf meine Liste der bösen Autoren.

Daher schließe ich diesen Beitrag mal mit seiner Verurteilung zum „Bösen Autor“ und einem ganz anderen Fazit, nämlich:

Antrag

Lieber Klaus N. Frick (Chefredakteur), lieber Hartmut Kasper und lieber Christian Montillon (Exposéautoren, die meinen Informationen nach Einfluss auf die Zuteilung der Exposés haben),

kleiner Komet beantragt hiermit dem Autor Roman Schleifer baldmöglichst ein neues Exposé zuzuteilen. Nach eigener Aussage ist kein neues Projekt geplant, vielleicht fällt es auch noch unter Geheimhaltung.

Es bleibt auf jeden Fall festzuhalten, dass seine Terminus-Romane auf große Begeisterung gestoßen sind und wir (vor allem ich, aber ich glaube es gibt noch andere) gerne mehr von ihm lesen mögen.

Hochachtungsvolle Grüße

Kleiner Komet Stephanie Braun


Der Roman wurde mir freundlicherweise von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Terminus
Band 11 – Schachmatt
Roman Schleifer
Pabel-Moewig Verlag, 2017