Miniserie Olymp neigt sich dem Ende zu

Perry Rhodan Olymp 10 Adarem antwortet nicht - Dennis Mathiak

Perry Rhodan Olymp 10 Adarem antwortet nicht – Dennis Mathiak

Mit dem zehnten Band der zwölfteiligen Miniserie „Perry Rhodan Olymp“ naht das Ende des Olymp-Abenteuers. Dennis Mathiak fiel die Aufgabe zu, die Fäden zusammen zu ziehen und Vorbereitungen für das Finale zu treffen.

Dennis Mathiak hat bereits den zweiten Olympband „Die Museumswelt“ geschrieben und zwei Bände der Terminus-Miniserie. Mir gefiel sein Schreibstil sehr gut und er hat es auf die Liste „böser Autoren“ geschafft.

Fesselnd von der ersten bis zu letzten Seite! Geheimnisvoller Schreibstil, ein Autor, der offenbar großen Spaß daran hat, mit seinen Lesern zu spielen und ganz langsam mit Informationen zu versorgen, dabei auch mal Verwirrung in Kauf nimmt, die er dann langsam wieder auflöst. Dabei haben seine Figuren eine unheimliche Tiefe, die sich nicht in allen Perry Rhodan Romanen findet.

So lautete meine Begründung für die Aufnahme in die Liste. Doch genau das habe ich in „Adarem antwortet nicht“ vermisst. Die Handlungsfäden werden gezogen, aber die Geschichte fesselt mich nicht und dabei gefällt mir Olymp so viel besser als Terminus. Wir haben das zehnte Heft erreicht und ich bin noch nicht verwirrt oder habe die Hälfte vergessen. Ich kann noch problemlos den verschiedenen Handlungsfäden folgen und mir fehlt kein Vorwissen, wie ich es bei Terminus empfunden habe.

Was ich allerdings schade finde, ist, dass die beiden von Dennis Mathiak geschaffenen Figuren Piri Harper und Frank Sulu keine Rolle mehr spielen. Ihre Aufgabe ist offenbar erfüllt. Vielleicht sind sie auch einfach der begrenzten Zeichenzahl eines Perry Rhodan Romanes zum Opfer gefallen. Dagegen darf der kleine Rospaner Thalin Buff eine geheimnisvolle Rolle spielen. Bei ihm blitzt Dennis Mathiaks von mir geschätzter Schreibstil durch.

Fazit

Die Fäden sind gestrafft und fürs Finale neu ausgelegt. Auch wenn mich dieser Heftroman nicht begeistert hat, bin ich gespannt, wie Michael Marcus Thurner und Susan Schwartz die Situation in den letzten beiden Romanen auflösen werden.

Weiter geht es mit Olymp 11 „Flotte der Robotraumer“


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (10) Adarem antwortet nicht
Dennis Mathiak
Pabel-Moewig Verlag
ISBN/EAN: 9783845352619

Die Geschichte, die ich lesen wollte – Olymp

Perry Rhodan Olymp 9 Rückkehr ins Chaos - Olaf Brill

Perry Rhodan Olymp 9 Rückkehr ins Chaos – Olaf Brill

Ich bin sehr zufrieden! Perry Rhodan Olymp Band 9 „Rückkehr ins Chaos“ knüpft wunderbar an Band 7 an, genau da, wo ich bereits in Band 8 weiter lesen wollte. Zwei wichtige Handlungsstränge aus dem siebten Band verbinden sich und es folgt eine interessante Überraschung. Diese führt zu einer historischen Rückblende, lediglich 32 Jahre in die Vergangenheit, aber wir erfahren äußerst interessante Informationen.

Das Kaiserpaar von Olymp

Die Reise in die Vergangenheit erzählt, die Geschichte, wie das einstige Kaiserpaar von Berin Mogaw abgelöst wurde. Das Ende ihrer Herrschaft war auch zugleich das Ende ihrer Ehe. Sie gingen getrennte Wege und lebten völlig verschiedene Leben, bis sie nun wieder aufeinander treffen. Der ehemalige Agyris war bereits zum Ende seiner Herrschaft nicht mehr der strahlende Herrscher gewesen, verpasste Termine und ließ sich gehen. Entsprechend ist auch sein Weg im Anschluss ein „Weg des Schmerzens“, ein feuchter Weg, Glücksspiel, Alkohol …

Währenddessen findet die ehemalige Kaiserin von Olymp ihren eigenen Weg unter neuer Identität. Sie gibt sich selbst und schon gar nicht ihre Ideale auf. Bis zum letzten Tag ihrer Herrschaft war sie stark, auch wenn sie sich von ihrem Mann verlassen fühlte …

Es ist faszinierend, wie die unterschiedlichen Persönlichkeiten, die einander sehr nahe gestanden hatten, dieselbe Krise erlebt haben und anschließend damit umgegangen sind. Sehr gut entwickelt und wunderbar beschrieben.

Der Kreis schließt sich

Knüpfte Band 9 an Band 7 wunderbar an, hält Gucky den roten Faden in seinen Pfoten, der uns in den zehnten Band führt, denn wir nähern uns dem Finale der 12-bändigen Miniserie.

Ein kleiner Handlungsfaden ist mir eingefallen, da müsste doch noch was kommen. Während in diesem Heft sehr viel über die guten Beziehungen zu den Mehandor, dem Händlervolk der Milchstraße gesprochen wurde, erinnere ich mich an die Episode einer Händlerfamilie. Zwei Brüder, der eine mit einem gefährlichen und illegalen Auftrag. Müsste da nicht noch etwas kommen?

Fazit

Auch nach neun Bänden finde ich die Miniserie Olymp noch immer empfehlenswert. Empfehlen würde ich sie allen, die gerne Science Fiction lesen, unabhängig davon ob du bereits Perry Rhodan kennst oder nicht. Er ist nicht so wichtig in dieser Serie und außerdem: Science Fiction lebt von der Entdeckung unbekannter Welten und Spezies, also stürz dich unbesorgt ins Abenteuer.

Weiter geht es mit Olymp 10 „Adarem antwortet nicht“.


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (9) Zurück ins Chaos
Olaf Brill
Pabel-Moewig Verlag
ISBN:  9783845352602

Experiment Perry Rhodan

Perry Rhodan Olymp (8) Die Herren von Adarem - Dietmar Schmidt

Perry Rhodan Olymp (8) Die Herren von Adarem – Dietmar Schmidt

Seit nunmehr über einem Jahr lese ich Perry Rhodan … jede Woche ein Heftroman, jede Woche ein Beitrag.  Nicht ganz, denn es fällt doch mal ein Beitrag aus, weil ich es nicht geschafft habe. Das ist mein persönliches Experiment „Kleiner Komet im Perryversum“.

Leselaunen

Bisher lag es meist daran, dass es mal zeitlich nicht geklappt hat zu lesen oder zu schreiben. Doch in den letzten Wochen habe ich ein wenig das Gefühl bei mir beobachtet „Du musst noch den Perry lesen“ … ALARMGLOCKEN … Meine oberste Regel bei meinem Blog: Lesen darf nicht in Stress ausarten. Auch wenn mir Leseexemplare zur Verfügung gestellt werden, habe ich keine Verträge mit Verlagen. Lesen ist keine Verpflichtung, sondern Leidenschaft. Es nützt auch weder Autoren, noch Verlag oder der Perry Rhodan Redaktion, wenn ich mich zum lesen zwinge. Wenn ich keine Lust habe, stellt sich kein Lesevergnügen ein.

Im Grunde ist es schon erstaunlich, wie kontinuierlich ich Perry Rhodan gelesen und verbloggt habe. Dieses wöchentliche Erscheinen ist so gar nicht mein`s. Zeitungen und Zeitschriften im Abo funktionieren bei mir nicht gut. Das Timing ist grundsätzlich mies. Die Zeitschrift kommt an und ich lese sie nicht sofort, also wird sie auf Seite gelegt … Manchmal kommt dann schon die nächste und das stresst mich. Trotzdem habe ich zwei Fachzeitschriften abonniert … Manchmal lese ich auch darin … Es ist kompliziert.

Zurück zum ollen Perry Rhodan. Letzte Woche habe ich angefangen den 8. Band von Olymp zu lesen, bin dann stecken geblieben und habe ihn liegen gelassen …

Perry Rhodan ohne Perry Rhodan

… hatte wunderbar für mich funktioniert. In den letzten sieben Bänden der Miniserie Olymp hat die Hauptfigur der Reihe kaum eine Rolle gespielt, hatte nur einen geringen Anteil an der Geschichte. Andere Figuren standen im Vordergrund und das war auch großartig umgesetzt.

Und dann kam Band 8 „Die Herren von Adarem“.

Die Sache mit den Handlungssträngen

Geht es euch auch so? Bei komplexen Geschichten mit mehreren Handlungssträngen, habe ich meine Lieblingsstränge, denen ich mit Spannung folge und während anderer darauf warte, dass es beim Lieblingsstrang weiter geht.

Tja, der Perry Rhodan Strang ist für mich so ein Warte-Strang gewesen … Bis Band 8, denn dieses ist Perry Rhodan und seinem Schauplatz gewidmet. Gab es in den anderen Bänden eine kurze Szene bei ihm, gibt es im achten Band eine außerhalb von Adarem … Allerdings nicht da, wo ich weiter lesen wollte …

Die Story hat ihre Berechtigung im Gesamtkontext, doch auf den ersten Seiten war ich erst einmal unzufrieden. Dies soll nicht heißen, Dietmar Schmidt habe einen schlechten Roman geschrieben. NEIN. Er hat lediglich nicht das geschrieben, was ich gerade lesen wollte. Die Kombination von – gerade keine große Lust auf Perry Rhodan + ich will mehr über die Geschehnisse auf Olymp erfahren und an der Ereignissen von Band 7 anknüpfen – hat dazu geführt, dass ich unzufrieden war und das Heft auf Seite gelegt hatte.

Nachdem ich das Heft wieder in die Hand genommen hatte, kam ich zu einer Stelle, die mich wieder packen konnte …

Evolution

Es ist eine kleine Geschichte aus der Vergangenheit von Ypheris Bogyr. Er erzählt von einer Welt, die er als Mitglied einer auf wissenschaftliche Untersuchungen spezialisierte Crew, besucht hatte. Es gab eine Siedlung auf Zehir, doch das „Terraforming“, die Anpassung der Welt an menschliche Bedürfnisse, lief nicht gut. Nach langem Rätselraten kamen die Wissenschaftler, dank Denkanstoß einer Laborantin, zu dem Schluss, dass die Evolution auf dieser uralten Welt bereits abgeschlossen sei. Die Organismen und die Welt lebten in perfekter Eintracht. Die Pflanzen konnten sich perfekt an die Umweltbedingungen anpassen und waren nicht klein zu kriegen.

Ein erschreckender und zugleich faszinierender Gedanke an dieser Geschichte:

Ab einem bestimmten Punkt war Intelligenz zum Überleben  des Angepasstesten nicht mehr erforderlich und starb aus.

Experimente

Die zweite Hälfte des Romans wird dann wieder richtig interessant und lässt viel Raum für Diskussionen.

In der Vergangenheit wurde viel Wissen über Experimente an Menschen gewonnen, die nach aktuellen ethischen Standards nicht durchführbar wären. Das ist verdammt gut so. Doch wie gelangt man auf ethisch vertretbarem Weg an Antworten? Die Versuchung ist groß, den Pfad zu verlassen und der Grad schmal.

In der Psychologie ist ein schmaler Grat (einer von vielen) die Transparenz. Teilnehmer an einem psychologischen Experiment nehmen freiwillig teil und haben das Recht jederzeit ohne Angabe von Gründen die Teilnahme zu beenden – ein wichtiges Grundprinzip. Um entscheiden zu können, ob jemand teilnehmen möchte, muss klar sein, um was es geht. Doch wenn ich den Teilnehmenden als Versuchsleiter zu viel verrate, kann dies möglicherweise die Ergebnisse verfälschen. Eine Lösung hierfür ist, so transparent wie möglich vorab sein und im Anschluss vollständig aufklären. Eine eventuelle Irreführung oder Verheimlichung muss gut begründet sein und streng genommen die Studie von einer Ethik-Kommission geprüft werden. Dies ist bei kleineren Experimenten , Projektarbeiten oder Abschlussarbeiten von Studenten nicht immer der Fall, insbesondere wenn die Studie an Psychologie-Studierenden durchgeführt wird. Meine Doktorarbeit ist von einer Ethik-Kommission geprüft und genehmigt, ein langwieriger Prozess, wenn auch in meinem Fall reine Formalität, da es keine kritischen Elemente im Studiendesign gibt. Allerdings teste ich Kinder und allein das ist schon ein kritischer Punkt.

Auf Adarem werden dagegen Experimente an Gefangenen durchgeführt. Der harmlose Teil sind dermatologische Experimente …

Ein böser verführerischer Gedanke, Experimente an denjenigen durchführen, die ihr Leben verwirkt haben, da sie eh nicht mehr ins normale Leben zurückkehren werden. Ein leider nicht ganz abwegiger Gedanke …

Fazit

Auch wenn es nicht die Story war, die ich lesen wollte, war der achte Band der Miniserie Olymp „Die Herren von Adarem“ gut geschrieben und bietet wieder Zündstoff zum Nachdenken und Diskutieren.

Morgen erscheint bereits der neunte Band „Rückkehr ins Chaos“ von Olaf Brill. Titel und Titelbild sind sehr vielversprechend, es könnte da weiter gehen, wo ich weiter lesen möchte. Wir werden sehen. Damit beginnt auch schon das letzte letzte Drittel der Story …


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (8) Die Herren von Adarem
Dietmar Schmidt
Pabel-Moewig Verlag
ISBN:  9783845352596

Spaß und Ernst auf Olymp im „Land der Seligen“

Perry Rhodan Olymp 7 Das Land der Seligen - Madeleine Puljic

Perry Rhodan Olymp 7 Das Land der Seligen – Madeleine Puljic

Neben dem Vergnügungsviertel Sin Sin, welches wir im letzten Perry Rhodan Olymp-Band Nummer 7 besuchen durften, befindet sich auch das „Elysium“ auf Olymp. Das Elysium ist ein riesiges Luxus-Resort der Extraklasse. Der Geheimtipp lautet, ein Tagesticket kaufen, Attraktionen besuchen, natürlich ohne Eintritt zu bezahlen, einfach nur ein Selfie machen und weiter zur nächsten Attraktion. Ganz wichtig bei dieser Selfie-Tour ist es, Klamotten zum wechseln dabei zu haben. Denn nur so kann man hinterher glaubhaft versichern, man habe sich einen Luxusurlaub gegönnt.

Der letzte seiner Art

Mausbiber Gucky ist der letzte seiner Art. Auch wenn er in seinem inzwischen wirklich langen Leben gelernt hat damit umzugehen, gibt es immer wieder kleine Momente in denen ihn diese Tatsache belastet. Im Palast von Olymp trifft er auf ein anderes Wesen, das ähnlich einsam ist wie er selbst. Der kleine Talin Buff hat keine Familie und ist niemals jemandem seiner Art begegnet. Ob es keine anderen wie ihn gibt, weiß er nicht. Er kennt nur das Waisenhaus und den Palast. Dem Kaiser ist er treu ergeben und dankbar für die karge Bank auf der er schlafen darf, kennt es ja nicht anders.

Es steckt so viel traurige Wahrheit in dieser Begegnung zwischen Gucky und Talin. Vieles ist eine Frage der Perspektive und der möglichen Weitsicht. Glück ist, was man selbst aus dem wenigen macht. Ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Treffen der beiden und wie es mit Talin Buff weiter gehen wird.

Moral

Neben dem „Land der Seligen“ und der Begegnung der letzten ihrer Art steht eine wichtige Frage in Perry Rhodan Olymp Band 7 an:

Was zählt mehr: Der eine Mann, der die große Liebe darstellt oder das Leben vieler?

Erpressung und Drohungen führen immer zu fiesen moralischen Dilemmata. Es gilt der Grundsatz, dem Erpresser nicht nachgeben. Doch wenn ein Menschenleben im Spiel ist? Eines, dass einem viel bedeutet?

Und wenn der Preis für dieses eine Menschenleben hoch ist und möglicherweise sehr viel gefährdet?

Aus einem solchen Dilemma kann es nur einen Ausweg geben, einen dritten Weg, so es denn einen gibt … Hoffen wir für alle Beteiligten, dass sich dieser Weg finden lässt.

Fazit

Es war mal wieder ein toller Band von Madeleine Puljic! Und bereits morgen erscheint der neue 8. Band der Olymp-Miniserie „Die Herren von Adarem“ von Dietmar Schmidt. Ich bin ein klein wenig in Verzug …

Perry Rhodan Olymp Band 7 ist großartig geschrieben, ich bin begeistert!

Habt ihr eigentlich schon einen ihrer eigenen Romane gelesen?

Bisher habe ich es selbst noch immer nicht geschafft aber „Noras Welten“, „Das Unglück Mensch“ und  „Herz des Winters“ warten bereits auf meinem E-Reader …

Madeleine Puljic hat auch großartige Neuigkeiten: Ihre bisher selbst verlegten Bücher haben ein neues Zuhause im Verlag gefunden. Herzlichen Glückwunsch liebe Madeleine!

Weiter geht es mit Olymp 8 „Die Herren von Adarem“


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (7) Land der Seligen
Madeleine Puljic
Pabel-Moewig Verlag
ISBN:  9783845352589

Showdown in Andromeda mit Mirona Thetin

Mit Perry Rhodan NEO 170 endet die Mirona-Staffel. Die Blues warten bereits …

Perry Rhodan NEO 170 Abschied von Andromeda - Rüdiger Schäfer

Perry Rhodan NEO 170 Abschied von Andromeda – Rüdiger Schäfer

Beziehungen zwischen Unsterblichen

Was genau läuft da zwischen Atlan und Mirona Thetin? Wir erfahren endlich mehr darüber …

Spannend ist auch die erneute Begegnung zwischen Perry Rhodan und dem Paar, seinem alten Freund Atlan und Faktor 1, die für so vieles in Andromeda verantwortlich ist. Auf der Metaebene läuft das Schachspiel zwischen den Entitäten ANDROS und ES. Welche Rolle spielen die Menschen und Mirona Thetin in diesem Spiel?

Raumschlacht und Philosophie

Es kommt zu Beginn zu einer Raumschlacht, die mir nicht gefällt. Auch dem Pazifisten Perry Rhodan gefällt es nicht. Die Szenen nach dem Kampf enthalten ein paar philosophische Gedanken über Krieg, Frieden und Waffen.

Doch der eigentliche Showdown ist dies noch nicht, der hat es tatsächlich in sich. Auf der Handlungsebene und der philosophischen Ebene hat mir das Finale sehr gut gefallen.

Zwei philosophische Zitate als Beispiel, beide stammen aus der faszinierenden Szene mit John Marshall (s.u.)

Die Neugier ist von jeher der Treibstoff der Evolution. Nur wer Grenzen nicht akzeptiert, kann sie überschreiten. Aber alles, was der Verstand erfassen kann, ist endlich.

Ich würde euch gerne verraten, wer ihm diese Weisheiten sagt, aber das würde dem treuen Perry-Leser die Überraschung nehmen.

Wir sind bereit, jedes Märchen zu glauben, sofern es unserer lächerlichen Existenz wenigstens eine Andeutung von Sinn verleiht.

Na, inspiriert das zum Nachdenken?

Mysterium

Was mir an „Abschied von Andromeda“ besonders gut gefallen hat, sind die Geheimnisse, die es in unserem Einsteinuniversum zu entdecken gibt.

Da wären zum einen die Mutanten und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten.

Er wusste, dass man ihn dort (am Lakeside Institute) hinter seinem Rücken John Rock genannt hatte, weil er angeblich niemals seine unerschütterliche Ruhe verlor und wie ein Fels in der Brandung jedem Sturm trotzte.

Mit John Marshall erleben wir etwas Unglaubliches, tauchen dabei in seine Erinnerungen ein und erfahren wie wichtig, seine Arbeit auf der Erde mit den anderen Mutanten war. Es ist bekanntlich schwer „anders“ zu sein. Mutanten sind anders, erfahren dadurch Angst und Hass durch Andere. Doch nicht nur die anderen Menschen bereiten denjenigen mit Parafähigkeiten Probleme, auch mit der Fähigkeiten selbst

war es ein ewiger Kampf gegen die eigene Psyche. Manche hatten ihn verloren.

Dann wäre da das Rätsel um das Creaversum.

Das Universum schert sich nicht darum, wie wir es mit unseren beschränkten Sinnen erfassen.

Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Einsteinuniversum und Creaversum sind komplex und verwirrend, nicht nur für die Leser, auch für alle anderen, abgesehen von Eric Leyden und Icho Tolot. Ich kann mir vorstellen, wie viel Freude Rüdiger Schäfer mit dem Aushecken der physikalischen Details hatte, die er seinen Figuren und Lesern vorlegt.

Eine Szene zwischen Rhodan und Reginald Bull über Leyden, den sie im Grunde beide sehr schätzen:

Rhodan lächelte. „Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige Menschen vollenden sie. Das hat Leonard da Vinci mal gesagt. “

„Der hat gut reden. Er hat Leyden nicht gekannt.“

„Ich glaube, wir sind uns einig, dass wir beides brauchen: Genies und fleißige Arbeiter.“

Und genau das gibt es auf der MAGELLAN, eine wunderbare Mischung aus Genies, Mutanten mit ihren außergewöhnlichen Gaben und fleißige Menschen, die aber auch ihre ganz eigenen Charaktereigenschaften mitbringen. So taucht in dieser Geschichte beispielsweise wieder Atila Ardal auf, den wir aus der Spinnen-Geschichte (NEO 150) bereits kennen.

Die Auflösung zu diesem Rätsel hat mich gleichermaßen überrascht und beeindruckt.

Fazit

Abgesehen vom ersten amüsanten Einstieg zwischen Atlan und Mirona las sich der Anfang dieses Heftromans für mich ein wenig zäh. Doch dann kamen Antworten auf die Geheimnisse der Mirona-Staffel. Die Auflösung hat mir gut gefallen. Der Abschied am Ende war hart …

Ich bin sehr gespannt, wohin uns die Reise nun führt und was uns bei „Die Blues“ erwarten wird.


Das E-Book wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan NEO 170 – Abschied von Andromeda
Rüdiger Schäfer
ISBN: 9783845348704
Pabel Moewig Verlag KG, PERRY RHODAN digital