Perry Rhodan – eine Bilanz nach 60 Heftromanen

Mit meiner Aktion #kleinerKometimPerryversum habe ich für euch versucht herauszufinden, wo und wie man in das gigantische Perryversum einsteigen kann. Relativ früh schrieb ich bereits zu dieser Frage „Wo einsteigen“. Inzwischen habe ich ziemlich viel gelesen, 60 Heftromane, 1 Silberband, 1 Planetenroman und 20 Hörspiele gehört. Hier geht es zur Übersicht, in der auch alle Beiträge verlinkt sind. Nach einem Jahr hatte ich ebenfalls einen Blick auf die Aktion geworfen.

In einigen meiner Beiträge habe ich Andeutungen gemacht mit dem Heftehaufen-Martin und dem Zeitreisenden Volker etwas Großes zu planen. Diese Pläne sind leider gescheitert, zumindest in der ursprünglichen Form.

Spring mitten rein

Kann man machen, war für mich kein guter Weg. Als ich noch ganz am Anfang meines Abenteuers stand, las ich Heft 2900 der Erstauflage. Es war auch noch eines der 100er Hefte, die besonders zum Einstieg empfohlen werden. Ich las an dieser Stelle nicht weiter.

Es hat mich genervt, zu wenig zu verstehen, Es braucht wahrscheinlich ein paar Hefte, um die Geschichte richtig zu verstehen, auch um zu entscheiden, ob man die Serie wirklich mag. Auch wenn Cherfredakteur Klaus N. Frick im neuen Aufruf zum Schreibwettbewerb auf dem Litcamp18 sagte, der Stil müsse zu den anderen Autoren im Team passen (siehe Tweet), empfand ich die Schreibstile der Autoren als extrem vielfältig. Einige habe ich sehr gerne gelesen, andere weniger.

Miniserien

Mein allererster Einstieg erfolgte mit der Miniserie Trivid. Es folgten zwei weitere abgeschlossene Miniserien und ich finde diese abgeschlossenen Geschichten eigenen sich besonders gut, um Perry Rhodan auszuprobieren.

Alle drei sind allerdings sehr unterschiedlich, vor allem in ihrer Eignung ins Perryversum hineinzufinden.

Trivid – Die Klonverschwörung

war für mich perfekt. In nur sechs kurzen E-Books hatte ich die Geschichte relativ schnell durch. Alternativ ist Trivid inzwischen als Taschenbuch bei Bastei Lübbe erschienen. Das Taschenbuch (446 Seiten) ermöglicht Perry Rhodan komplett frei vom Heftromanfeeling und den möglichen Vorurteilen kennen zu lernen.

Die Geschichte war für mich sehr einfach, ich brauchte keine Vorkenntnisse. Genexperimente, Klone, Wissenschaftsethik ist ein Themenbereich, der mich sehr interessiert. Allerdings ist Trivid im Verhältnis zur Hauptserie tatsächlich einfach, denn es spielen eine Menge Figuren einfach nicht mit und die Komplexität der Story sowohl der Erstauflage, als auch der NEO-Reihe ist deutlich höher. Man hat schon mal eine wage Vorstellung, aber beim Weitererkunden erscheint die Welt viel komplexer.

Ein weiterer Vorteil, der auch gleichzeitig untypisch ist. Trivid wurde von zwei Autoren geschrieben, was bedeutet, dass der stilistische Wechsel von einem Heft zum nächsten wegfällt.

Terminus

Diese 12-teilige Miniserie war ein ganz anderes Leseerlebnis als Trivid. Sehr komplex, zeitlich angesiedelt an einer frühen Stelle in der Reihe. Figuren, Orte, verschiedene Planeten, Völker, komplexe Zusammenhänge, deren Hintergründe mir völlig fehlten. Ohne Zuhilfenahme des Perrypedia und Unterstützung anderer Leser und des Autors Roman Schleifer wäre ich vielleicht wieder aus der Geschichte ausgestiegen.

Olymp

Gerade frisch beendet, war diese Miniserie für mich noch einmal eine, die ich ganz klar zum Einstieg empfehlen kann. Im Interview erzählte mit Exposéautorin Susan Schwartz, dass es auch ihre Intention war, die Geschichte für Neueinsteiger einladend zu konzipieren. Sie ist komplexer als Trivid, aber nicht so verwirrend wie Terminus. Die Handlung spielt zeitlich parallel zur aktuellen Handlung der Erstauflage. Dies bezieht sich beispielsweise auf Perrys derzeitigen Beziehungsstatus, sein Amt und die politische Lage. Die politische Lage wird sofern wichtig vollständig erklärt, die Geschichte funktioniert wunderbar unabhängig.

Ich habe es nicht ausprobiert, aber ich glaube, ein Wechsel nach Olymp in die wöchentlich erscheinende Erstauflage ist gut möglich. Wichtige Figuren sind bekannt und die Erzählweise ist dieselbe.

Beginne am Anfang

Meine grundlegende Einstellung, bei Perry Rhodan allerdings kompliziert. Starlord hat dieses Abenteuer gewagt. Der Haken an diesem Vorhaben: Die Reihe begann in den 60ern, entsprechend ist auch die Story und der Schreibstil …

Ich selbst habe den ersten Silberband gelesen, überarbeitete und zusammengefasste Geschichte „von Anfang an“. Sehr interessant, aber für mich angenehmer zu lesen war die NEO-Reihe, welche ich auch „von Anfang an“ begonnen und dann mitten drin weiter gelesen habe.

Regelmäßig neuer Lesestoff

Jede Woche ein Heft der Erstauflage oder alle zwei Wochen ein Neo-Roman. Auch die Minserien Terminus und Olymp erschienen im Zwei-Wochen-Rhythmus. So wird man kontinuierlich mit Lesestoff versorgt. Es ist ein bisschen wie bei einer Daily Soap, nur nicht täglich. Für den täglichen Bedarf gibt es für Neueinsteiger auch erst einmal für eine lange Zeit genug. Ein Unterschied zur Daily Soap: Neulich habe ich nach einer Ewigkeit mal wieder zwei Folgen GZSZ gesehen (Zum Hintergrund). In diese Story rein zu kommen ist deutlich einfacher, als in die Welt von Perry Rhodan, gilt aber vielleicht auch nicht für jeden.

Regelmäßig mit neuem Lesestoff versorgt zu sein, hat Vorteile, aber auch Nachteile. Es kann sich schnell mal ein Lesestau bilden. Wie viel Zeit bleibt einem noch für andere Lektüre? Einige Perry-Leser lesen Erstauflage und NEO parallel, dazu die Miniserie, wenn sie erscheint, eventuell noch weitere Publikationen, verfolgen das FAN-Forum oder die Facebook-Gruppen. Das kostet schon einiges an Zeit.

Schwächen des Formates Heftroman

Es ist ein starres Format mit einer klaren Vorgabe, wie viele Zeichen die Geschichte haben darf. Exposéautoren denken sich die Story aus und die Autoren entwickeln dann daraus die ausformulierte Geschichte. Je nach Vorgaben, bleibt mehr oder weniger Platz für die Entwicklung der Handlung und Raum für die Figuren. In einigen Heften ist das wirklich gut gelungen. Madeleine Puljic ist eine Autorin, die wirklich gute Geschichten erzählt! Bei einigen Heften springen wir von Abschnitt zu Abschnitt zwischen den Handlungsfäden, ohne Tiefe, ohne Gefühl. Es wird meinem Eindruck nach technisch das Exposé abgearbeitet. Es ist eine Herausforderung so ein Heft zu schreiben, eine der ich mich nicht zu stellen wage. Die Vielfalt der Autoren ist ein Vorteil, wenn es darum geht, dem Perryversum unterschiedliche Nuancen zu geben. Exposés, in denen es um Raumschlachten geht, werden anderen Autoren gegeben, als solche, in denen neue Welten entdeckt werden. Letztere eher mein Fall.

Meine Empfehlung

Ich kann dir nicht sagen, wo du anfangen sollst zu lesen.

Vielleicht ist dein Weg, der ins eiskalte Wasser mitten rein zu springen. Wenn du Lust auf diese Science Fiction Serie hast, gib ihr auf jeden Fall mehr als eine Chance. Das Perryversum ist vielseitig, mal mehr Action, mal mehr Welten entdecken, mal politischer, mal intergalaktisch abenteuerlich. Probiere es an verschiedenen Stellen, mit verschiedenen Autoren, wenn du wirklich Lust auf die Serie hast. Mein Eindruck ist, alle Perryleser haben ihre Lieblinge, sowohl unter den Figuren, als auch unter den Autoren und Autorinnen.

Wenn du Science Fiction magst, empfehle ich dir auf jeden Fall auch mal einen Blick in die Welt von Perry Rhodan zu werfen, schließlich ist es die größte deutsche Science Fiction Serie. 2019 erscheint bereits Heft 3000. Perry Rhodan ist dank einem Zellaktivator unsterblich, seine Leserschaft ist es nicht. Aktuell besteht diese überwiegend aus älteren Herren. Daher ist es für sein Überleben zwingend notwendig neue Leser und Leserinnen zu gewinnen.

Die Perry Rhodan Redaktion versendet übrigens gerne Infopakete für Neueinsteiger und steht einer Zusammenarbeit mit Bloggern offen gegenüber. Wenn du Lust hast, kannst du noch „Trivid – Die Klonverschwörung“ im Rahmen meiner Wanderbuchaktion lesen.

Ad Astra 

kleiner Komet

Abschied von Olymp – Perry Rhodan Miniserie

Perry Rhodan Olymp 12 Der Mutaktor - Susan Schwartz

Perry Rhodan Olymp 12 Der Mutaktor – Susan Schwartz

Die Minisereie Olymp endet mit einem spektakulären Finale. Es war für mich das spannendste Heft der Serie, geschrieben von einer zufriedenen Exposéautorin, der, laut nachstehendem Lesermagazin, gefallen hat, was die anderen Autoren und Autorinnen aus ihren Ideen gemacht haben.

Ich freute mich jedes Mal, wenn sich die Geschichte tatsächlich so entwickelten, wie ich sie mir vorgestellt hatte, und dass dazu so viele bunte Charaktere und farbenfrohe Geschichten hinzugekommen waren. (nachzulesen auch auf Perry Rhodan)

Sie hat einige Informationen zurückgehalten und viel Freiraum für Kreativität gelassen. Dabei ist ein Gesamtwerk in 12 Bänden erschienen, das für mich rund war. Einige Hefte haben mir besser gefallen, als andere, darüber habe ich im Detail ja bereits berichtet. Es ist sicher auch kein Geheimnis, wenn ich euch meine beiden Lieblings- Perry-Autorinnen nenne: Susan Schwartz und Madeleine Puljic!

Das Finale

Es folgt ein spoilerfreies Fazit, was mit persönlich gut am Finale gefallen hat. Die Andeutungen dürften ausreichen, für diejenigen, die es bereits gelesen haben, alle anderen macht es vielleicht neugierig, auf die gesamte Reihe.

Meine Lieblingsfigur der Reihe, Piri Harper, eingeführt von Dennis Mathiak in Band 2, ist im Finale nur noch eine Randnotiz, was durchaus berechtigt ist. Dafür hatte sie im 11. Band noch einmal einen großen Auftritt. Doch die besagte Randnotiz besagt genug, sie erhält ihren Platz in der Zukunft von Olymp.

Dann war da der kleine Talin Buff, Diener des Kaisers, ein liebenswertes Geschöpf. Ich war sehr gespannt, wie seine Geschichte endet und seine Szene war absolut genial. Er hat zu sich selbst gefunden, nachdem er bereits vorher sein Schicksal in die Hand genommen hat. Doch es ist einfach klasse, wie Susan Schwartz ihn noch einmal in Szene setzt, sehr amüsant zu lesen, wie der arme Agyris leiden muss.

Natürlich finden auch Perry Rhodan und seine Ehefrau Sichu Dorksteiger wieder zueinander. Es hat mich sehr überrascht, dass die gesamte Geschichte in einem kleinen Zeitfenster von nur neun Tagen gespielt haben soll, denn es war so viel passiert. Schrieb ich zuvor häufiger, die Geschichte käme wunderbar ohne Perry Rhodan aus, gefällt mir sein letzter Auftritt richtig gut. Er ist nicht der große Held, der bei seiner Rückkehr alles in Ordnung bringt, das sind andere. Ein unbeteiligtes Opfer ist er auch nicht, gut gelöst!

Die Auflösung der Geheimnisse um die Box und beteiligten Personen war für mich sehr spannend zu lesen und hat mir wirklich gut gefallen. Es wird ausreichend informiert, nur der arme Perry hat da noch eine drängende Frage, auf die er keine Antwort bekommen hat. Einiges hätte man erahnen können, es erschien mir so wunderbar logisch beim Lesen. Es hätte einfach nicht anders sein können. Es ist ein wunderbar abgeschlossenes Ende, eines, dass ohne große Korrekturen in die Haupthandlung entlässt.

Ein halboffenes Ende gibt es für eine Figur, die man nochmal in der Erstauflage aufgreifen könnte, aber nicht muss. Auch andere Figuren könnten aufgenommen werden, aber das Leben im Perryversum liefe auch ohne sie unkompliziert weiter. Eine schöne Lösung, finde ich.

Was liegt in der Tiefe?

Es steckt auch sehr viel in diesem Science-Fiction Werk drin: Politik, Intrigen und die Versuchungen, die Macht so mit sich bringt. Dabei finden sich auch Anspielungen auf die Realität, einigen kamen diese mit dem Holzhammer, ich empfand sie als passend, aber auch phantasievoll unabhängig. Die Phantastik bietet sich geradezu an, aktuelle Geschehnisse verfremdet darzustellen und zu kritisieren, ein wenig wie im Kabarett, etwas überspitzen, etwas kreativ anpassen. Das Leben bietet eine Vielfalt an Vorlagen, wir müssen uns nur bedienen und gute Storys erzählen. Es steckt auch sehr viel Menschlichkeit in der Geschichte, Vertrauen, Freundschaft und Liebe, ohne kitschig zu werden. Das Wiedersehen zwischen Perry und Sichu hätte kitschig ausarten können, was aber nicht in die Serie gepasst hätte. Die Liebe schwebt zwischen den Zeilen, kann sich jeder nach Belieben ausmalen. Auch der Witz kam nicht zu kurz, insbesondere in diesem finalen Band habe ich ein paar Mal herzlich gelacht. Trotz aller Dramatik und Spannung, schreibt Susan Schwartz mit einem Wortwitz, der mich persönlich sehr gut erreicht hat.

Fazit

Ich habe die Olymp-Reihe gerne gelesen. Wer Lust auf einen Abstecher ins Perryversum hat, findet hierin sicher eine gute Möglichkeit, ein abgeschlossenes Abenteuer zu lesen, ohne gleich das große Ganze erobern zu müssen. Vorkenntnisse sind im Gegensatz zu der Terminus-Reihe wirklich nicht nötig. Da habe ich doch den ein oder anderen Blick ins Perrypedia benötigt und erklärende Unterstützung von Autor und Lesern genossen.

Auf ihrem eigenen „Uschis Blog“ verrät uns die Autorin Susan Schwartz ein paar versteckte Geheimnisse aus „Perry Rhodan Olymp Der Mutaktor“. Auch in den anderen Heftromanen der Miniserie verstecken sich Anspielungen. Wer noch nicht genug von Susan Schwartz (Uschi Zietsch) hat, mag vielleicht mein Interview mit ihr lesen, welches wir zur Beginn der Miniserie Olymp geführt haben. Damals fragte ich sie bereits, wie es ihr damit ginge, andere ihre Ideen schreiben zu lassen. Ich würde sagen, der Plan ging super auf.

Möchtest du alle meine Olymp-Beiträge lesen, fange bei Olymp 1 an, die weiteren Beiträge sind dann verlinkt.


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (1) Mysterium
Susan Schwartz
Pabel-Moewig Verlag
ISBN/EAN: 9783845352633

Olymp – ein Planet im Wandel

Perry Rhodan Olymp 11 - Flotte der Robotraumer - Michael Marcus Thurner

Perry Rhodan Olymp 11 – Flotte der Robotraumer – Michael Marcus Thurner

Das Finale zur Olymp-Reihe steht bevor und es wird Zeit für ein paar Veränderungen!

Perry Rhodan

Die Story kam wunderbar ohne den Hauptstar der Heftroman-Serie aus. Hatte er einen guten Auftritt zu Beginn, geriet er in Gefangenschaft und überließ anderen Figuren das Handlungsfeld. Das hat mir wirklich gut gefallen. Es war nicht nett, dass der arme Kerl leiden musste, nein, aber Perry Rhodan ohne Perry, war sehr lesenswert. Nun kurz vor Schluss, wird es Zeit, dass er zurück kommt. Schließlich ist die Miniserie losgelöst von der Hauptserie ein Nebenhandlungsstrang, aber das Leben im Perryversum geht weiter, genau, mit dem ollen Perry.

Das erste Kapitel las sich sehr unterhaltsam, danach langweilten mich die Ereignisse auf Adarem leider ein wenig. Die Geschichte rund um den Roboter Netming-3 dagegen faszinierte mich. Ich kann euch nicht zu viel verraten, aber es steckt sehr viel Ethik in diesen doch auch unterhaltsam geschriebenen Szenen. Wofür dürfen Roboter eingesetzt werden und wie viel Persönlichkeit hat so eine weiter entwickelte KI der Zukunft? Kann künstliche Intelligenz sich selbst weiter entwickeln? Lernende Roboter mit Persönlichkeit? Ich mag solche Szenarien, insbesondere wenn sie so dezent angedeutet sind ohne mit der Moralkeule oder einem Horrorszenario daher kommen. Sehr gut umgesetzt!

Netming-3 war keine Maschine. Er besaß Individualität. Er hatte sich über die Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt.

Talin Buff

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war der großartige Auftritt des kleinen Rospaners. Zu Beginn war er noch der kleine Waise, der dem Kaiser durch Pflichtgefühl verbunden ist. Dann kam die Begegnung mit Gucky und jetzt im elften Band wächst der Kleine über sich hinaus und nimmt die Dinge in die Hand! Er hat einen guten Weg gefunden, mit seinem inneren Konflikt umzugehen. Ich bin sehr gespannt, welche Rolle er noch im letzten Band spielen wird.

Gucky hatte ihm gezeigt, wie das Leben noch ablaufen konnte: geprägt von Respekt und Würde. In einem Umfeld, in dem Freundschaft geschätzt wurde und in dem ein Lächeln mehr zählte als Macht oder Einfluss.

Olymp

Neben der Aktion Perry Rhodan wieder  in die Handlung zurückkehren zu lassen, kommt es zu einer absurden Raumschlacht, deren Hintergrundidee ich wirklich interessant finde. Die Schlacht selbst habe ich mal wieder ungern gelesen, aber dafür kann der Autor nichts! Sie ist relativ kurz, alles prima. Gravierende Änderungen stehen auf Olymp an. Die dortigen Machtverhältnisse sind ein wichtiger Teil der Gesamthandlung und in diesem Band wurden interessante Vorbereitungen der entsprechenden Handlungsfäden getroffen, die ein spannendes Finale auf Olymp versprechen. Was mich sehr glücklich gemacht hat, war ein Wiedersehen mit Piri Harper im vorletzten Kapitel! Hatte ich sie doch im letzten Band ihres Schöpfers Dennis Mathiak sehr vermisst. Mit ihr gemeinsam werfen wir nochmal einen Blick auf Olymp und die Geschehnisse dort, bevor wir noch einmal zu Perry Rhodan zurück kehren, einige sehr brisante Informationen bekommen und mit einem fiesen Cliffhanger auf den letzten Band warten müssen …

Fazit

Ich freue mich auf den letzten Band der Olymp-Reihe und bin nach dem fiesen Cliff-Hanger gespannt auf die Auflösung. Ob das Rätsel um die kleine geheimnisvolle Box noch gelöst wird, oder war sie lediglich Dekoration auf den rot-grünen Coverbildern?

Sehr gerne gelesen habe ich diesmal das Lesermagazin mit den Anekdoten der beteiligten Autoren und Autorinnen, Dennis Mathiak, Madeleine Puljic, Dietmar Schmidt, Michael Marcus Thurner und Olaf Brill. Susan Schwartz wird ihr eigenes Abschlussfazit als Verantwortliche für die gesamte Story im Lesermagazin des letzten Bandes abgeben. Nächste Woche ist es so weit, dann endet die Olymp-Serie.


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (11) Flotte der Robotraumer
Michael Marcus Thurner
Pabel-Moewig Verlag
ISBN/EAN: 9783845352626

Miniserie Olymp neigt sich dem Ende zu

Perry Rhodan Olymp 10 Adarem antwortet nicht - Dennis Mathiak

Perry Rhodan Olymp 10 Adarem antwortet nicht – Dennis Mathiak

Mit dem zehnten Band der zwölfteiligen Miniserie „Perry Rhodan Olymp“ naht das Ende des Olymp-Abenteuers. Dennis Mathiak fiel die Aufgabe zu, die Fäden zusammen zu ziehen und Vorbereitungen für das Finale zu treffen.

Dennis Mathiak hat bereits den zweiten Olympband „Die Museumswelt“ geschrieben und zwei Bände der Terminus-Miniserie. Mir gefiel sein Schreibstil sehr gut und er hat es auf die Liste „böser Autoren“ geschafft.

Fesselnd von der ersten bis zu letzten Seite! Geheimnisvoller Schreibstil, ein Autor, der offenbar großen Spaß daran hat, mit seinen Lesern zu spielen und ganz langsam mit Informationen zu versorgen, dabei auch mal Verwirrung in Kauf nimmt, die er dann langsam wieder auflöst. Dabei haben seine Figuren eine unheimliche Tiefe, die sich nicht in allen Perry Rhodan Romanen findet.

So lautete meine Begründung für die Aufnahme in die Liste. Doch genau das habe ich in „Adarem antwortet nicht“ vermisst. Die Handlungsfäden werden gezogen, aber die Geschichte fesselt mich nicht und dabei gefällt mir Olymp so viel besser als Terminus. Wir haben das zehnte Heft erreicht und ich bin noch nicht verwirrt oder habe die Hälfte vergessen. Ich kann noch problemlos den verschiedenen Handlungsfäden folgen und mir fehlt kein Vorwissen, wie ich es bei Terminus empfunden habe.

Was ich allerdings schade finde, ist, dass die beiden von Dennis Mathiak geschaffenen Figuren Piri Harper und Frank Sulu keine Rolle mehr spielen. Ihre Aufgabe ist offenbar erfüllt. Vielleicht sind sie auch einfach der begrenzten Zeichenzahl eines Perry Rhodan Romanes zum Opfer gefallen. Dagegen darf der kleine Rospaner Thalin Buff eine geheimnisvolle Rolle spielen. Bei ihm blitzt Dennis Mathiaks von mir geschätzter Schreibstil durch.

Fazit

Die Fäden sind gestrafft und fürs Finale neu ausgelegt. Auch wenn mich dieser Heftroman nicht begeistert hat, bin ich gespannt, wie Michael Marcus Thurner und Susan Schwartz die Situation in den letzten beiden Romanen auflösen werden.

Weiter geht es mit Olymp 11 „Flotte der Robotraumer“


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (10) Adarem antwortet nicht
Dennis Mathiak
Pabel-Moewig Verlag
ISBN/EAN: 9783845352619

Die Geschichte, die ich lesen wollte – Olymp

Perry Rhodan Olymp 9 Rückkehr ins Chaos - Olaf Brill

Perry Rhodan Olymp 9 Rückkehr ins Chaos – Olaf Brill

Ich bin sehr zufrieden! Perry Rhodan Olymp Band 9 „Rückkehr ins Chaos“ knüpft wunderbar an Band 7 an, genau da, wo ich bereits in Band 8 weiter lesen wollte. Zwei wichtige Handlungsstränge aus dem siebten Band verbinden sich und es folgt eine interessante Überraschung. Diese führt zu einer historischen Rückblende, lediglich 32 Jahre in die Vergangenheit, aber wir erfahren äußerst interessante Informationen.

Das Kaiserpaar von Olymp

Die Reise in die Vergangenheit erzählt, die Geschichte, wie das einstige Kaiserpaar von Berin Mogaw abgelöst wurde. Das Ende ihrer Herrschaft war auch zugleich das Ende ihrer Ehe. Sie gingen getrennte Wege und lebten völlig verschiedene Leben, bis sie nun wieder aufeinander treffen. Der ehemalige Agyris war bereits zum Ende seiner Herrschaft nicht mehr der strahlende Herrscher gewesen, verpasste Termine und ließ sich gehen. Entsprechend ist auch sein Weg im Anschluss ein „Weg des Schmerzens“, ein feuchter Weg, Glücksspiel, Alkohol …

Währenddessen findet die ehemalige Kaiserin von Olymp ihren eigenen Weg unter neuer Identität. Sie gibt sich selbst und schon gar nicht ihre Ideale auf. Bis zum letzten Tag ihrer Herrschaft war sie stark, auch wenn sie sich von ihrem Mann verlassen fühlte …

Es ist faszinierend, wie die unterschiedlichen Persönlichkeiten, die einander sehr nahe gestanden hatten, dieselbe Krise erlebt haben und anschließend damit umgegangen sind. Sehr gut entwickelt und wunderbar beschrieben.

Der Kreis schließt sich

Knüpfte Band 9 an Band 7 wunderbar an, hält Gucky den roten Faden in seinen Pfoten, der uns in den zehnten Band führt, denn wir nähern uns dem Finale der 12-bändigen Miniserie.

Ein kleiner Handlungsfaden ist mir eingefallen, da müsste doch noch was kommen. Während in diesem Heft sehr viel über die guten Beziehungen zu den Mehandor, dem Händlervolk der Milchstraße gesprochen wurde, erinnere ich mich an die Episode einer Händlerfamilie. Zwei Brüder, der eine mit einem gefährlichen und illegalen Auftrag. Müsste da nicht noch etwas kommen?

Fazit

Auch nach neun Bänden finde ich die Miniserie Olymp noch immer empfehlenswert. Empfehlen würde ich sie allen, die gerne Science Fiction lesen, unabhängig davon ob du bereits Perry Rhodan kennst oder nicht. Er ist nicht so wichtig in dieser Serie und außerdem: Science Fiction lebt von der Entdeckung unbekannter Welten und Spezies, also stürz dich unbesorgt ins Abenteuer.

Weiter geht es mit Olymp 10 „Adarem antwortet nicht“.


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (9) Zurück ins Chaos
Olaf Brill
Pabel-Moewig Verlag
ISBN:  9783845352602