Kleiner Komet auf dem Litcamp Bonn 2018

Das erste Bonner Literaturcamp war phantastisch! Ich habe viele nette Leute kennen gelernt und ganz viel Inspiration für mich mitgenommen.

Beinahe wäre ich zum diesjährigen LitcampBN18 nicht gegangen. Der Termin lag einfach blöd, einen Tag vor der großen Familienfeier … Vorbereitungswahnsinn und Barcamp, kann doch gar nicht funktionieren … Doch, es hat!

Das beste am Barcamp …

… sind die Menschen.

Und so habe ich einige Menschen wieder getroffen, manche zum ersten Mal persönlich, nachdem man sich bereits online begegnete. Andere ganz neu kennen gelernt und einige auch vermisst.

Es war interessant, denn einige Besucher des ersten Bonner Litcamp waren auch diesmal wieder mit dabei, aber auch viele zum ersten mal und es sind mir auch Menschen begegnet, die ich beim ersten Barcamp nicht hatte kennen lernen können. Ein Tag ist leider nicht genug für so viele mögliche gute Gespräche. Mit manch einem hätte ich gerne mehr Zeit verbracht.

Und weil die Menschen das beste am Barcamp ist habe ich mir diesmal besonders viel Zeit für Gespräche genommen, auch wenn es nicht gereicht hat. Daher hoffe ich einfach, dass wir in Kontakt bleiben und uns wieder sehen!

Ein Barcamp ist so vielseitig wie seine Teilnehmer, ebenso vielseitig sind die angebotenen Sessions. Doch besuchen kann man sie nicht alle … Daher ist es schön, sich über Tweets #LitcampBN18 und Blogbeiträge auszutauschen. Eine Linksammlung folgt am Ende.

Vom Schwinden der Aufmerksamkeit

Parallel zuhören, mich an der Diskussionsrunde beteiligen und nebenbei darüber twittern ist eine meiner Stärken.

Es macht mir einfach Spaß, aber wie kann das funktionieren? Echtes Multitasking gibt es nicht, es ist ein permanenter Wechsel der Aufmerksamkeit nötig. Es ist also nicht möglich gleichzeitig aufmerksam zuzuhören, aufmerksam zu twittern und auch noch mitzureden. Wie mache ich das jetzt trotzdem? Trainiert habe ich diese Fähigkeit im Studium. Während die Dozenten ihre Vorlesungen gehalten haben, habe ich eifrig mitgeschrieben. Dabei habe ich trainiert, den Schreibprozess möglichst zu automatisieren. Schnell schreiben können, war dabei hilfreich, die Schrift nicht immer leserlich und ganz ehrlich, die Notizen machten im Nachhinein nicht immer Sinn. Es besserte sich im Laufe der Jahre, vor allem auch die Filterung der Relevanz, was ich aufschreiben wollte. Inzwischen habe ich einige Barcamps besucht und der permanente schnelle Wechsel der Aufmerksamkeit zwischen tippen und zuhören, dabei auch noch denken, gelingt mir inzwischen ganz gut. Wichtig ist auch wirklich schnell hin und her zu switchen, nicht erst, wenn der Tweet fertig geschrieben ist, so verpasst man möglichst wenig,

Allerdings erfordert dies eine hohe Konzentration, die nicht permanent zur Verfügung steht. Pausen sind wichtig, entspannte Gespräche, ohne dabei zu twittern oder auch mal ein paar Minuten alleine zurückziehen und kurz abschalten. Beim Litcamp habe ich gemerkt, dass ich einige Fehler gemacht habe, sogar manchmal den Hashtag vergessen … Eine Kleinigkeit, die sich eigentlich relativ leicht vermeiden lässt … Hashtag auf Twitter suchen und diese Suche (am besten „neueste“ anzeigen lassen) einfach aktiv lassen. So werden stets die neuesten Tweets der anderen angezeigt (lese ich nur dann, wenn gerade jemand abschweift und etwas erzählt, was mich nicht so sehr interessiert). Aus dieser Ansicht heraus twittern, dann ist der Hashtag direkt mit im Tweet.

Es waren diesmal auch deutlich weniger Tweets, was aber auch an den Sessions lag, denn es muss Content sein, der in wenige Worte verpackt für Nicht-Anwesende interessant sein könnte.

Ich war schlicht nicht fit und so war es auch für mich nicht mehr so einfach gleichzeitig aufmerksam vor Ort und im Netz zu sein! Bei zweitägigen Barcamps merke ich übrigens auch, dass es am zweiten Tag schwieriger wird und die Pausen wichtiger sind! Es ist also eine Fähigkeit, die nicht unbegrenzt eingesetzt werden kann. Ein Läufer läuft auch nicht jeden Tag einen Marathon!

Vom Lesen langer Romane

Oliver hat einst viel und gern gelesen, sich auch von langen Texten nicht abschrecken lassen. Inzwischen ist es anders, er ist kurze Einheiten gewöhnt und ein ganzes Buch wird zu einer Herausforderung … Warum ist das so und wie kann man das wieder ändern? Das war die Motivation von Oliver und Sascha für die erste Litcamp-Session „Aufmerksamkeitsspanne“, mit der ich gestartet bin.

Ablenkung durch das Smartphone

Immer dabei, ein Griff, ein Klick und ganz schnell sind wir verloren in der Informationsflut …


Ein Tipp aus der Runde lautet, die Benachrichtigungen der Apps auszuschalten, um nicht bei jeder neuen Notification nach dem Gerät zu greifen, nur um festzustellen, dass es irrelevant war. Dafür besteht aber möglicherweise die Gefahr, noch schnell was nachzuschauen und sich in den Kanälen zu verlieren.

Hierzu passen die Erfahrungen von Cynthia, die sie auf webcare+ schildert. Lustigerweise habe ich Cynthia auf meinem letzten Barcamp kennen gelernt.

Meine persönliche Haltung zu dem Thema ist: Wir brauchen individuelle Filtermechanismen, keine digitalen, sondern in uns selbst. Was will ich sehen, wann will ich mir Zeit für die Messenger-Kommunikation nehmen, welche Themen interessieren mich wann. Habe ich Lust auf Bilder, kurze News, persönliche Updates, sachliche Informationen oder Zerstreuung. Je nach Bedürfnis kann man gezielt die Kanäle heranziehen, die dazu passen. Genau so kann man aber auch das Smartphone, den Laptop oder den PC einfach auslassen, Zeit mit Freunden oder der Familie verbringen. Auch dieses Vorgehen klappt nicht immer perfekt, aber das ist menschlich. Seien wir nicht zu streng mit uns selbst!

Einen Erfahrung aus der Runde fand ich ebenfalls interessant. Eine Teilnehmerin greift häufig nach ihrem Smartphone, was ihre Freunde negativ kommentieren. Sie checkt nicht ihre Nachrichten oder Social-Media-Kanäle, sie recherchiert. Sie ist unheimlich neugierig und hat das Bedürfnis, nach Antworten auf ihre Fragen zu suchen. Sie genießt es, dass sie nicht mehr wie früher, die Frage merken und später auf das Sofa klettern muss, um den Brockhaus vom Regal zu holen, bis sie möglicherweise eine Antwort auf die Frage findet. Dafür hat ihr Umfeld wenig Verständnis. Sie empfindet daher eher das Umfeld, weniger ihr Verhalten als problematisch. Sobald sie die Information gefunden hat, ist sie zufrieden und wieder aufmerksam für ihre Umwelt.

Insgesamt war es eine abwechslungsreiche Diskussion, aus der ich nur Teile und vor allem meine Gedanken zum Thema hier wiedergegeben habe.

Einen Roman wie einen Film schreiben

Die zweite Session bezog sich auf ein anderes Thema, war dafür aber sehr literarisch. Claus Vaske ist ein Autor von dem ich bislang noch nichts gehört, nichts gelesen habe. Vielleicht habe ich schon mal etwas von ihm gesehen oder einen seiner Texte mitbekommen, die er als Ghostwriter verfasst hat. Eigentlich ist Claus ja Drehbuchautor, u.a. war er schon an TV-Total beteiligt, nicht ganz mein Format, „7 Tage – 7 Köpfe“ schon eher, lang ist es her …

Seine Session über die Entstehung des Comedy-Romans war sehr interessant.

Wie Gustaf wurde, was er ist…
Mal sehen, was @ClausVaske über Gustaf zu erzählen hat pic.twitter.com/F3wfV5UgTu

Es war übrigens nicht seine Idee, einen Roman zu schreiben, sondern die einer Agentin. Er hat es dann einfach mal gemacht. Wie man Romane schreibt, davon hat er keine Ahnung. Wie man Comedy macht, das weiß er. Also hat er seinen Roman wie einen Film geschrieben, inzwischen seinen dritten, den über jenen Gustaf. Wie kommt er auf seine Ideen?

Ideen kommen zu dir, du musst sie nur erkennen!

Gerade das macht gute Comedy doch aus, finde ich, Szenen aus dem Leben und ein Protagonist, der sich dämlich anstellt, einer, dem viel misslingt und den Zuschauer oder Leser in seinem eigenen Selbstwert stärkt. So blöd wären wir doch nicht gewesen, oder? Falls doch, dann sind wir mit unserer Blödheit nicht alleine, auch prima.

Comedy braucht Chaos, erklärt uns Claus Vaske. Der Knackpunkt ist, den Protagonisten völlig gegen die Wand laufen zu lassen, bis zu dem Punkt, an dem sich das Publikum fragt:

Wie kommt der aus der Nummer wieder raus?

Dann muss noch einmal alles auf links gedreht werden. Der Protagonist läuft noch einmal von vorne los …

Das mit dem Laufen beginnt direkt nach dem Plot-Start, denn wenn die Story gezündet ist, laufen gute Figuren selbstständig los. Auch gute Nebenfiguren sind sehr wichtig, ihre Aufgabe kann sein, dafür zu sorgen, dass aus einem Drama Comedy wird. Sie können dabei helfen, die Hauptfiguren zu lenken, beispielsweise mussten bei „Gustaf“ für eine Szene die Kinder aus dem Haus geschafft werden. Da sie nicht freiwillig gingen, brauchte es Nebenfiguren mit passenden Argumenten …

Übrigens sind es insbesondere die Tweets zu dieser Session, die von Tippfehlern und fehlendem #LitcampBn18 – Hashatag wimmeln. Der Spuk von Gutsaf?

Wer dieser Gustaf ist? Ein Gespenst, wohnhaft in einer Villa, die von einer Familie neu bezogen wird. Gustav ist auch noch ein Alter Schwede und verantwortlich für eine Menge Chaos, Hauptfigur im dritten Comedy-Roman von Claus Vaske.

Auf Youtube habe ich einen Ausschnitt aus dem Roman gefunden, gelesen von Hella von Sinnen.

Local Heroes

Ein Bonner Barcamp mit zahlreichen Gästen von außen – Brainstorming zu lokalen Projekten sollte in einer eigenen Session stattfinden.

Es war eine verrückte Session, eine in der der Sessiongeber zwischendurch weglief … eine mit einer eigenen Vorstellungsrunde, aus der sich aber auch gleich kleine Netzwerke bildeten. In diesem Fall, war die Runde vielleicht keine kostbare Zeitverschwendung, sondern Teil der offenen Diskussion. Diese stockte nämlich nach der Runde kurz.

Dann kam die Idee, die hinter der Session lag, zur Sprache. Diese Idee finde ich interessant. Carmen (Webseite in Überarbeitung / Twitter) überlegt, eine lokale Plattform für Literatur auf der Kunstrasenbühne zu starten. Nicht, wie ich es im ersten Moment verstanden habe: einer sitzt auf der Bühne und liest, während auf der Fläche, wo sonst Platz für 10.000 Konzertbesucher ist, die Zuhörer sitzen. Nein, alle dürfen auf die überdachte Bühne, die im Lounge-Charakter gemütlich gemacht werden kann. Es wurden Ideen hin und her geworfen und ich glaube sie hat einiges mitgenommen. Wer sich angesprochen fühlt, melde sich gerne bei ihr. Angesprochen fühlen sollen sich ausdrücklich Menschen mit Leidenschaft, die „Texte aus der Schublade“ vor Publikum vortragen mögen.

Weitere Beiträge

Wie oben erwähnt, kann ein einzelner Barcamper nicht überall sein. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin erlebt dieselbe Veranstaltung ganz individuell verschieden. In diesem Sinne empfehle ich euch bei den anderen ein wenig zu stöbern. Beiträge, die bereits erschienen sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, dieser Beitrag entstand über mehrere Tage verteilt):

Eine vollständige Liste wird es auf der Veranstaltungsseite „LiteraturcampNRW“ geben.

 

Danke und bis 2019! Bis dahin lesen wir uns oder treffen uns sogar persönlich bei der ein oder anderen Gelegenheit.

Adventskalender 2017 – Kapitel 20

Der Adventskalender 2017 ist eine zusammenhängende Geschichte. Falls du mal ein Türchen verpasst, kannst du von Kapitel zu Kapitel blättern.

Viel Freude mit der Geschichte und eine schöne Adventszeit!

Hier geht es zum Anfang der Geschichte und hier zum vorherigen Kapitel.

***

***

Im Hangar des Weihnachtsplaneten war es laut und voll. Voll mit Menschen, Grünwichteln und Rotfellen. Sicherheitschef Leon versuchte Ordnung in das Chaos zu bringen, mühte sich die Menschen zu sortieren und auf die Raumschiffe zu verteilen. Da der verrückte Grumpy die Menschen ja unbedingt nach Größe hatte sortieren müssen, waren diese nun damit beschäftigt ihre Familienangehörigen wieder zu finden.

Für die Abreise zur Erde mussten die Menschen unbedingt regional sortiert werden. Die Grünwichtel hatten daher große Schilder gebastelt auf die sie die Erdregionen geschrieben hatten, aber irgendwie schien es nicht in der Natur der Menschen zu liegen, sich geordnet zu sortieren.

„Müssen Menschen denn immer so ein Chaos veranstalten“, seufzte er. Ben stand neben ihm und lachte. „Ja, das können wir gut.“

Leon wandte sich dem Jungen zu, der seinen besten Freund an der Hand hielt. Er würde Sven nicht noch einmal verlieren. Zu gerne hätte er mehr vom Weihnachtsplaneten gesehen, aber er wollte auch unbedingt nach Hause. Um ihn herum suchten und fanden sich Eltern und Kinder. Da war ihm klar geworden, dass seine Eltern nicht wussten, wo er steckte und sich sicher große Sorgen machten.

„Was schlägst du denn vorher junger Erdling? Wie können wir die Menschen dazu bringen in das passende Raumschiff einzusteigen?“

„Ganz einfach“, verkündete Ben. „Mach eine Durchsage und bitte sie, sich in einer Schlange aufzustellen. Im Schlange stehen sind wir wahre Experten.“ Leon brummte. Das klang für ihn merkwürdig, aber es könnte funktionieren. In der Hoffnung, die Menschen würden endlich damit aufhören durcheinander zu rennen, erhob er seine Stimme:

„Menschen! Bitte hört mir zu!“

Seine Stimme erfüllte den riesigen Hangar und die Menschen hielten tatsächlich kurz inne.

„Bitte bilden Sie eine Warteschlange, dann können wir Sie alle besser auf die Raumschiffe aufteilen. Wir versprechen Ihnen, niemand bleibt zurück. Verraten Sie den zuständigen Rotfellen einfach Ihren Zielort, dann wird Ihnen das passende Raumschiff zugewiesen.“

Ben und Sven kicherten in seinem Rücken. Es war tatsächlich so einfach. Die Menschen stellten sich brav in einer scheinbar endlosen Reihe auf. Es gab natürlich ein wenig Gedränge und Geschubse, insbesondere am Ende, denn es fehlte an leitenden Absperrungen, die der Warteschlange den Weg wies. Das Geschrei verstummte auch noch nicht, denn viele versuchten weiterhin ihre Lieben durch Zurufe zu finden. Einige wenige eilten auch noch immer durch den Hangar, aber im Großen und Ganzen ordnete sich das Chaos.

Sicherheitschef Leon war zufrieden.

(c) Stephanie K. Braun

Morgen geht es weiter.

Wenn wir alle gemeinsam eine Gesellschaft wären

Die Magica-Dilogie von Saskia Stanner passt gerade perfekt zu den aktuellen Ereignissen. Der erste Band „Quelle der Macht“ spielte zur Hexenverfolgung in England, 1645. Der zweite Band „Delta der Macht“ spielt 2015 in unserer heutigen Zeit. Beide Bände können unabhängig voneinander gelesen werden. Die wichtigsten Informationen aus dem ersten Teil werden im zweiten erwähnt. Empfehlen würde ich aber auf jeden Fall beide Bücher zu lesen! Es lohnt sich.

Magica Delta der Macht – Saskia Stanner

Umgang mit dem „Anderssein“

„Anders“ macht häufig Angst. Doch wenn wir, die Menschen persönlich kennen lernen, stellen die meisten von uns fest, wie wunderbar sie sein können und dass es gar keinen Grund gibt Angst zu haben.

Neulich erzählte mir jemand die Geschichte einer Frau, die als Kosmetikerin immer gesagt hätte, was für unglaublich tolle Menschen Schwule doch seien. Inzwischen sei sie Rentnerin und würde Homosexualität als unnatürlich verteufeln. Über den sinnlosen Hass gegen Liebende habe ich neulich erst geschrieben.

Es gibt tatsächlich Menschen, die Angst vor Metallern haben (Klischee der langhaarigen Kerle, die laute Metal-Musik hören). Wenn ich die Jungs und Mädels bei einer „Wall of Death“ sehe, kann ich es ein wenig nachvollziehen, aber es sind so unglaublich liebe Menschen. Einen gruseligen habe ich noch nicht kennen gelernt!

Natürlich machen Terroranschläge Angst. ABER bloß weil viele Terroristen zu einer muslimischen Organisation gehören, sind nicht alle Muslime Terroristen! Das ist simples logisches Schlussfolgern, was viele leider eben nicht konsequent logisch anwenden.

Es gibt viele Gruppen, die in unserer Gesellschaft aktuell von einigen dafür gehasst werden, dass sie anders sind.

Ich könnte das Thema hier weit ausführen …

Denkt bitte ganz kurz über unsere aktuelle politische Lage nach.

Magica Delta der Macht

Nachdem Saskia Stanner uns in „Quelle der Macht“ ins England 1645 entführt und mit dem Thema Hexenverfolgung konfrontiert hat, bietet sie uns im zweiten Band eine alternative Welt zu unserer heutigen Realität.

Stell dir vor, Vampire und Hexen würden offen unter uns leben.

Hättest du Angst vor den Vampiren?

Und wenn sie gar kein menschliches Blut trinken müssten?

Wenn mordende Vampire ebenso wie menschliche Mörder zur Rechenschaft gezogen werden würden?

Saskia Stanner zeigt in ihrer Geschichte Probleme auf, die durch tiefsitzende Vorurteile entstehen. Der Hass zwischen den Hexen und Vampiren ist in ihrem Roman historisch begründet und reicht tiefer als es vielen bewusst ist.

Doch sie zeigt auch, dass es möglich ist aufeinander zu zugehen und eine Gemeinschaft zu werden. Es ist kein leichter Weg, aber einer der lohnt begangen zu werden.

In unserer Stadt sind alle Wesen willkommen und wir lieben die Diversität, die sie uns bringen.

Dabei erzählt Saskia Stanner eine wunderschöne Liebesgeschichte eine zwischen einer jungen Hexe und einem alten Vampir. Es ist die Geschichte der jungen Ally, die sich selbst findet und eine großartige Entwicklung durchmacht.

Fazit

Ich wünsche mir, dass ihr euch von Saksia Stanners Geschichten inspirieren lasst.

Vielleicht brauchen wir gerade jetzt nach der letzten Bundestagswahl eine solche Geschichte, die uns Mut macht!

Den Erzählstil von Saskia Stanner mag ich sehr gerne und bin schon gespannt, was sie als nächstes schreiben wird.


Das E-Book wurde mir freundlicherweise vom Eisermann-Verlag zur Verfügung gestellt.

Magica – Quelle der Macht
Saskia Stanner
Eisermann-Verlag, 2017
ISBN: 78-3-96173-017-9

Bilderbuch Phantastika Teil 2 – 5 Welten – eine Veranstaltung

Am 2. und 3. September fand in Oberhausen Die Phantastika – Das Festival der Phantastik statt.

Phantastika in einem Wort = Fantastisch

Mal überlegen, ob wir alle 5 Welten erlebt haben?

Phantastisches Lesen

Ein Blick auf die mitgebrachten Bücher genügt – definitiv!

Phantastisches Hören

Es gab einiges zum Thema Hörbücher – erlebt haben wir das phantastische Hören auf der Phantastika, aber vor allem in verschiedenen Lesungen.

Der Lesebus auf der Phantastika

Doch auch musikalisch wurde einiges geboten. Persönlich war es eine Freude Sven singen und spielen zu hören. (Filk auf der Phantastika)

Patrick Kandel und Sven Bothe

Phantastisches Sehen

Ein klares Highlight des Abschluss-Panels war der Kurzfilm, der in einem Workshop mit Regisseur Thomas Frick während der Phantastika entstanden ist!

Die Filmcrew des unglaublichen Phantastika Kurzfilms, ein wichtiger Darsteller fehlt leider im Bild.

Zum phantastischen Sehen zählen für mich auch die verschiedenen Künstler. Besonders beeindruckt hat uns Do Joersch.

Stand von Do Joerch auf der Phantastika

Stand von Do Joerch auf der Phantastika

Zu sehen gab es auch wunderschöne Cosplay Kostüme, die schön dekorierten Stände, die Dr. Who Ausstellung und die schönen Dekorationen.

Der wunderschöne Stand von Lsyandra Books hat auch einen Preis gewonnen!

Die TARDIS – Sie war von innen nicht viel größer als von außen …

Phantastisches Spielen

Ich bin ja ein Spielkind und es gab einiges zu entdecken. Die Spieltische vor dem Saal Berlin hatten eine magische Anziehungskraft, der wir widerstanden haben. Es gab zu viel zu entdecken. Dafür gab es ein tolles Gespräch am Stand über das Rollenspiel „Splittermond“.

Phantastische Technik

Drachenreiterin hat einen neuen Freund: Den Sascha Eichelberg vom Talawah-Verlag, Game Designer, der ein besonderes Virtual Reality Erlebnis am Stand ermöglicht hat. Die zwei haben so einiges, gemeinsam mit Verleger Norman Doderer besprochen.

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Phantastische Menschen

Im Grunde waren es sechs Welten, denn ohne die phantastischen Menschen, wäre die Phantastika gar nichts gewesen!

Wir haben viele phantastische Menschen getroffen, auf beiden Seiten der Stände, einige von ihnen haben ich bereits im ersten Teil der Bilderbuch-Phantastika-Reihe erwähnt, einigen widme ich noch den letzten Teil meiner Phantastika-Reihe – Phantastische Verlage. Alle kann ich leider nicht erwähnen, ich muss doch auch noch lesen, naja und so andere Dinge tun, die zur Realität jenseits der Phantastik gehören.

Möge die Macht mit euch sein

Neben Perry Rhodan war Star Wars ein sehr präsentes Thema auf der Phantastika. Wundervolle Cosplay-Präsenz, sowie Stand vom Verein Startrooper und das Team vom Saberproject, die mit Stand, Workshops und Shows vertreten waren. Lichtschwerter sind keine einfachen Plastikspielzeuge mehr, sondern wunderschöne Hightech-Geräte mit denen (Show)kämpfe möglich sind. Am Stand wurde uns demonstriert, das die Technik komplett im Griff verschwindet, so dass die „Klinge“ kostengünstig ersetzt werden kann.

Saberproject auf der Bühne

Star Wars – wir waren jederzeit gut beschützt oder auch nicht 😉

Storytelling mit Mélina -#SozialCamp

Mélina Garibyan habe ich bereits auf dem LitCamp in Bonn kennen gelernt und war sehr fasziniert von ihrer Vision, die sie mit Astrid Nierhoff und dem Team in der gemeinnützigen Organisation StoryAtelier verwirklicht.

Gemeinsam mit Mélina habe ich Ferdaous getroffen, eine Frau mit einer unglaublich sympathischen und herzlichen Ausstrahlung. Wir haben gar nicht so viel Zeit miteinander verbracht und doch ist sie mir in herzlicher Erinnerung geblieben.

Daher gibt es zum Einstieg in diesen Beitrag ein ganz besonderes Video, das euch gleich zwei Fragen beantwortet: Wer ist diese unglaubliche Frau und was ist Storytelling?

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Auf dem SozialCamp hatte ich Gelegenheit mehr über Storytelling zu erfahren und bin begeistert.

Zu der Session gibt es auch ein tolles Sketchnote von Sonja Kröll, zum Glück gibt es noch ein späteres Bild, mein eigenes habe ich nämlich zu früh gemacht.

Menschen und Geschichten

Wir können nicht ohne! Wir denken in Geschichten und wir erinnern uns in Geschichten, erklärt Mélina in ihrer Barcamp Session. Storytelling sei auch nichts neues, denn das konnten bereits die alten Griechen mit ihrer Sehnsucht in die Analen einzugehen und somit Unsterblichkeit zu erlangen.

Geschichten aktivieren viele Bereiche unseres Gehirns, sie verbinden und bleiben im Gedächtnis.

Ich hätte Mélinas Geschichte über die Geschichte der Geschichten noch stundenlang zuhören können, aber eine Barcamp Session hat nur 45 Minuten und sie wollte uns etwas über digitales Storytelling erzählen, eine moderne Variante des Geschichten Erzählens.

Digital Storytelling Workshops

Sie berichtete über den  typischen Ablauf der Workshops, die sie und ihre Kollegen vom Story Atelier Köln durchführen und es klang einfach sinnvoll.

Das Team holt die Menschen da ab, wo sie gerade in ihrem Leben stehen und erarbeitet in den Workshops ganz sensibel einen Film zur eigenen Lebensgeschichte. Die Menschen erinnern sich, werden sich bewusst wer sie eigentlich sind und können dies eindrucksvoll mit Bildern und musikalischer Untermalung verarbeiten.

Filme über das Leben

Die Beispielfilme, die wir am Ende gesehen haben, berührten uns alle sehr. Sie waren authentisch, lebendig und vielfältig wie unser Leben. Einer der Filme war der von Ferdaous, den ich bereits zum Einstieg eingebunden habe.

Eine Aussage aus dem ersten Beispielfilm ist bei mir hängen geblieben:

Auch der dritte Film war beeindruckend, allein die Idee mit an Demenz erkrankten Personen einen Film über ihr Leben zu drehen, ist genial.

Mein persönliches Fazit

Es war eine sehr inspirierende Session, die mich in allen Facetten meiner Persönlichkeit erreicht hat, in meiner Liebe zu den Menschen, meiner Profession als Psychologin und meiner Leidenschaft für Geschichten, die meinen Blog-Lesern hinreichend bekannt sein dürfte (schreiben, lesen, zuhören, angucken), wichtig ist, dass eine Geschichte mich berührt oder zum nachdenken bringt.

Empfehlung

Digital Storytelling bringt vieles davon wunderbar auf den Punkt. Interessant ist übrigens auch gewesen, dass die Person, um die es in den Filmen ging nicht zwingend selbst im Bild zu sehen sein muss, wie es uns inzwischen auf Youtube oder in Kurzvideos auf den Social Media Kanälen so vertraut ist. Schaut euch mal die Beiträge auf dem Youtube-Kanal vom Story Atelier Cologne an.

Zum Abschluss binde ich euch Mélinas Video ein, denn auch sie ist eine faszinierende Weltbürgerin.

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