Mein LitCamp21

#Litcamp21
Schriftzug über Büchern

Zwei Tage virtuelles Litcamp, gefühlt tausend Themen, die mich und meine Figuren alle interessieren. Wir haben einen kleinen Kampf geführt und hier berichte ich euch über die Sessions, die wir gemeinsam besucht haben.

Ich gebe in diesem Beitrag verschiedene Sessions so wieder, wie ich sie verstanden habe. Auch wenn die Darstellung umfassend ist, ist es keine vollständige Wiedergabe. Lies kritisch und wenn mir Fehler in der Darstellung unterlaufen sind, bin ich offen für Kritik!

Wie immer mischen sich im Blogbeitrag Gesagtes aus den Sessions mit meinen Gedanken zum Thema.

Übersicht

Da alles mal wieder sehr viel geworden ist ein kleines Inhaltsverzeichnis:

Vom Dorffight bis zum Tanzkampf mit den Vögten

Kampfszenen überfliege ich in Büchern schon mal gerne. Meine eigenen Projekte werden nicht ganz ohne auskommen. Wohin mit den Armen & Beinen? Wer macht was zuerst, wenn doch alles gleichzeitig passiert? Mit diesen Fragen bin ich in die Session von Judith Vogt (Twitter) und Christian Vogt (Twitter) gegangen.

Die Vögte machen ziemlich viel cooles Zeug und schreiben selbst Fantasy und Science Fiction. Sie üben sich online im historischen Fechtkampf, vertreten aber auch die Meinung, dass es nicht unbedingt hilfreich ist, den schwarzen Gürtel in irgendwas zu haben.

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Mein Thread zur Session, folgt dem Link und ihr könnt sie alle nachlesen.

Wir befassten uns mit verschiedenen wichtigen Fragen rund um die Kampfszene im Roman. Dabei wurden große Schlachten ausgeklammert. Allerdings geht es auch bei den großen Schlachten darum, wieder auf eine individuelle persönliche Ebene zu kommen. In Schlachten kann man von einem kleinen Kampf zum nächsten hüpfen, von einer Person zur nächsten. Eventuell als Kette, eine Figur bleibt bestehen, Gegner wechselt. Dabei muss der Fokus nicht immer dieselbe Seite liegen.

Beim Aufbereiten ist mir bewusst geworden, dass die Fragen nicht nur für Kampfszenen hilfreich sind, auch für viele andere Szenen, um sich bewusst zu werden, warum wir sie schreiben und wie wir sie schreiben können.

Welche Arten von Kämpfen gibt es?

Zweikampf, Schwertkampf, Faustkampf, Kampf in der Gasse, Tanzkampf, Kampf mit Worten, Duelle, …

Ich habe nicht mitgeschrieben, die Liste ist lang und noch viel länger, als wir sie in der Session gesammelt haben. Es gibt also nicht DIE EINE Kampfszene.

Wer kämpft?

Rivalen, Freunde, Geschwister, Protagonist gegen Antagonist, Kleingruppen, fiese Schläger, Mentor*in versus Schüler*in, Meuterei ….

Wieder eine endlos fortzusetzende Liste. Für die Szene ist es entscheidend, wer sich gegenüber steht. Beziehungen machen einen Kampf interessanter. Es geht nicht nur um Action, sondern um die persönliche Ebene. Was steht zwischen den Figuren? Worum geht es ihnen? Was sind ihre Motive?

Wie sind die Umstände?

Warum wird gekämpft? Wo wird gekämpft? Wie ist das Skillevel der Kämpfenden? Im Rollenspiel gibt es dafür klare Regeln und die Würfel. Im Roman braucht es die Vorüberlegung. Es ist spannend, wenn die Figuren sich ihre Skills erarbeiten müssen – Figurentwicklung. Manchmal fällt eine Fähigkeit göttlich vom Himmel. Man kann es sich auch leicht machen. Es wird interessant, wenn dies einen Preis hat, einen der eventuell später gezahlt werden muss.

Eine Kampfszene charakterisiert Figuren sehr stark. Es sind Extremsituationen und in Extremsituationen zeigt sich bekanntlich der wahre Charakter eines Menschen. Welche Werte hat die Figur? Kämpft sie ehrlich oder dreckig?

Allerdings ist es in einem Kampf auf Leben und Tod doch meistens dreckig, oder? Im Grunde macht man im Zweikampf, der nicht im Ring stattfindet, alles was geht. Wenn du es nicht machst, macht es der/die andere.

Es gibt auch stark emotionale Kämpfe, die nicht um Leben und Tod geführt werden. Auch Sportwettkämpfe können krass ablaufen.

Alles hängt vom Setting und den Figuren ab.

Gewinnen oder verlieren?

Es ist wichtig, dass Protagonisten auch mal verlieren. Es macht sie viel menschlicher. Wenn ein begnadete*r Schüler*in direkt gegen seinen/ihren Meister*in gewinnt, ist es nicht nur unrealistisch, sondern auch sinnlos. Was soll die Figur noch lernen?

Niederlagen haben einen Impact auf die Figuren. Welche Erfahrungen machen sie? Was nehmen sie mit? Wie gewinnen sie Zuversicht, beim nächsten Mal zu gewinnen? So wird eine Geschichte spannend.

Interessant wird es auch, wenn die schwächere Figur durch einen Trick gewinnt.

Bezieh die Umgebung mit ein

Neben den erlernten Kampftechniken, hat die Umgebung auch einen Einfluss auf die Szene. Wie ist der Boden? Wie viel Platz haben wir? Kann man das Schwert überhaupt fröhlich über den Kopf schwingen oder ist da eine Decke im Weg?

Wo kann gekämpft werden?

dunkle Gasse, Puff (Figuren sind ggf. nackt und unbewaffnet), Raum mit Kronleuchter, Wald, Brücke, Ballsaal (Reifröcke), im oder am Wasser, öffentliches Klo

Was kannst du aktiv aus der Umgebung für den Kampf nutzen?

  • Sand in die Augen streuen
  • Teppich wegziehen
  • Gegenstände werfen
  • andere Gegner als Schilde nutzen

Das ist alles legitim.

Wenn deine Figur Ahnung davon hat, kann er oder sie auch anatomische Besonderheiten nutzen. Dahin zielen, wo es besonders weh tut.

Es ist immer spannend, wenn etwas kaputt geht. Es muss weh tun. Was kannst du opfern und was kann eventuell wieder heilen?

Warum kommt es zu Kämpfen?

Zentrale Frage: Warum findet der Kampf statt?

Die Kampfszene muss einen Sinn haben. In Pen & Paper ist es manchmal üblich, dass es mindestens einen Kampf pro Abend geben muss. Ich erinnere mich an meine erste Spielrunde, als ich einen super mächtigen Bogen hatte und es mir viel Spaß gemacht hatte zu würfeln. Der Haken, meine beiden Mitspieler waren Nahkämpfer und wurden tendenziell stärker verletzt als ich … Entsprechend hielten sich mich dann doch das ein oder andere Mal davon ab, mich schon wieder in einen Kampf zu stürzen, sie mussten sich schließlich noch vom lezten erholen.

Actionfilme brauchen Kämpfe, sie gehören zum Genre und diese haben starke Optik. In einem guten Actionfilm gibt es dafür aber auch einen Grund, der sich aus der Handlung ergibt. Oder?

Schreibregel: Keine Kämpfe um des Kämpfens willen im Roman! Sie haben hier eine andere Wirkung als im Film.

Mögliche Motive

  • einen Konflikt lösen
  • jemand möchte etwas erreichen
  • Trainingskampf – ein Traingskampf um des Trainings willen ist langweilig. Lernt die Figur darin etwas Wichtiges, was sie oder er später einsetzen?

Wir brauchen Figurentwicklung, neue Informationen oder ein sich änderndes Setting.

Seitenlange Kampfszene

Ein realistischer Kampf dauert ein paar Sekunden, dann ist eine Person schwer verletzt oder tot. Im Roman kann man dennoch Seiten mit der Kampfszene füllen, beispielsweise durch Dialoge, die die Story weiterbringen und die Figuren charkterisiert. Man sagt auch, der Moment des Klingenkreuzens sei das Sprechfenster.

Was machen wir mit friedfertigen Figuren

Kampfszenen haben nicht zwingend etwas mit Körperkontakt zu tun. Es gibt auch Wortduelle. Es können auch andere Personen den eigentlichen Kampf übernehmen.

Erreiche deinen Breaking Point: Es geht nicht ohne Kampf, alle anderen Möglichkeiten sind bereits ausgeschöpft. Genau das ist der richtige Moment für eine Kampfszene.

Eine spannende Frage der Figurentwicklung kann auch sein, wann der friedfertige Charakter bricht.

Wann wird gekämpft?

„Zur Teestunde muss der Kampf beendet sein“, wurde in der Runde zitiert. Nein, es geht an dieser Stelle, um den Zeitpunkt in der Handlung.

Eine Kampfszene kann zur Einführung von Figuren gebracht werden, die dies beruflich machen.

Oft gibt es einen Endkampf. Aus gutem Grund: Wir kennen die Figuren und es kommt zum finalen Konflikt.

Typisch für die Heldenreise ist auch der wiederholte Kampf. Beim ersten Versuch scheitert unser Protagonist, dann wird trainiert und schließlich kommt es zum Sieg.

Wenn Leute einen Plan haben, diesen vorher erzählen, klappt das nie. Typischer Satz: „Vertrau mir, ich habe einen Plan.“ Auch das kann man im Kampf nutzen und natürlich läuft dann alles anders. Reizvoll ist ein Dubblecrossing, der Plan geht auf, weil das Scheitern bereits einkalkuliert war.

Muss ich als Autorin kämpfen können?

Für Menschen, die eh nicht gerne Kämpfe lesen, für die schreibt ihr keine Kämpfe.

Man kann Kämpfe selbst ausprobieren, muss man aber nicht zwingend. Eine detaillierte korrekte Beschreibung möchte niemand lesen. Überleg dir etwas Cooles, prüfe, ob es funktionieren könnte, dann überlegst du dir wie es doch funktionieren kann, auch wenn es auf den ersten Blick unrealistisch ist. Es gibt viele gute Videos, die dir zeigen, wie Kampfszenen aussehen können. Einige zeigen dir, warum Hollywooddarstellungen unrealistisch sind und welche, die zeigen, wie realistische Kämpfe cool aussehen könnten.

Der schwarze Gürtel in einer Kampfkunst kann dir auch im Wege stehen, kreative Szenen zu schreiben. Wenn deine Figur die Skills nicht hat, muss diese sich anders helfen.

Du brauchst auch nicht jedes Detail beschreiben. Konzentrier dich auch kleine realistsiche Informationen und darauf Schwachstellen anzugreifen.

Im Buch haben wir einen Vorteil gegenüber dem Film: Wir können zwischen der inneren und der äußeren Handlung wechsel, dabei können Begwegungen wegfallen. So können wir auch gute Kämpfe schreiben, ohne viel Ahnung zu haben. Wenn wir bei den Emotionen bleiben, packen wir unsere Leser*innen.

Piouretten sehen übrigens cool aus, sind aber gefährlich, weil dem Gegenüber der Rücken zugewandt wird. Drehen wir dem Gegner den Rücken zu, sind wir tot. Der Angriff auf die Beine ist realistisch seltener, die Distanz ist größer als zum Oberkörper.

Schreibübungstipp aus der Runde

Schau dir Kampfszenen an, die dir optisch gefallen und versuche sie zu beschreiben.

Finaler Tipp

Lasse das Setting vor deinem inneren Auge entstehen. Schreib die Szene, ohne zu viele Details bringen. Fokussiere auf die Details, die im Kampf eine Rolle spielen. Relevante Details werden ausformulieret. Wandteppiche sind zum Beispiel cool um Leute einzuwickeln.

Jüdische Repräsentationen miT Rachel

Rachel (Twitter) hat mit uns offen über Repräsentationen von Juden und Jüdinnen in der Literatur (und Filmen) gesprochen. Rachel ist Buchbloggerin, Youtuberin und politisch interessiert. Ihre jüdische Identität ist Rachel wichtig, sie lebt traditionell, ohne religiös zu sein. Sie spricht gerne über ihre jüdische Identität. Dabei begegnet ihr viel Unwissen, dank einer limitierten jüdischen Repräsentation.

In fiktionalen Geschichten gibt es ziemlich genau 2 Repräsentationen von Juden und Jüdinnen:

  • die streng Religiösen
  • in Verbindung zum Holocaust, als Opfer oder Überlebende

Der Holocaust ist ein wichtiges Thema, keine Frage. Es ist allerdings zeitlich gesehen nur ein kleines Kapitel aus 600 Jahren jüdischer Geschichte. Da ist so viel mehr.

Im amerikanischen Raum gibt es noch eine Variante der jüdischen Repräsentation in Film und Literatur, die der superreichen und verwöhnten Juden.

Es gibt auf Figuren, dich nicht ausdrücklich jüdisch, aber jüdisch gecodet geschrieben sind. Dies wird deutlich an der Kleidung oder daran, dass ihr Verhalten jüdsch gelesen werden kann. Ein prominentes Beispiel hier zu Nevernight, in der ein bluttrinkender Dämon namens Adonai eine Rolle spielt.

https://twitter.com/Livenitup_DE/status/1379788161505722368

Auf der Suche nach einem Beispiel für eine positive Repräsentation fällt Rachel nur ein Beispiel ein: Rick Riodan. (Rachels Video zum Universum von Rick Riordan)

Rick Riordan definiert seine Halbgötter über das Halbgottsein. Im zweiten Schritt definiert er die Familienhintergründe. Er eignet sich die Kulturen nicht an. Es ist normal zu verschiedenen Kulturen zugehörig zu sein. Genau das ist es, was ich mir für mein Projekt Elfenprinzessin wünsche. Ich muss mir die Reihe noch einmal bewusst ansehen, wie er das macht. Es ist so selbstverständlich, dass es mir nicht aufgefallen ist. Ich habe die Figuren als vielfältig erlebt.

Was bedeutet es jüdisch zu sein?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Ich würde sagen, es sind Menschen, genau so vielseitig wie Menschen, vieler Gruppen auch. Jüdisch zu sein ist nur ein Teil ihrer Identität. Es gibt keine klare Abgrenzung und Definition.

Es gibt kein Aufnahmeritual ins Judentum, wie die Taufe im Christentum. Kinder werden jüdisch geboren. Es gibt viele jüdische Menschen, die nichts mit Religion zu tun haben, auch nicht viel Kultur mitbekommen haben, weil es besser war nach außen nicht jüdisch zu sein.

Wenn es um eine vielseitige Gruppe von Menschen geht, können wir dann überhaupt eine Darstellung wählen? Versuchen wir es, landen wir dann nicht zwangsläufig bei Stereotypen?

Aussteigergeschichten sind spannend zu konsumieren. Geschichten über extreme Gruppen, zum Beispiel streng gläubige, sind unterhaltsam, aber sie sprechen nicht die Mehrheit derjenigen an, die zu der Minderheitengruppe gehören. Lesende suchen Figuren, mit denen sie sich identifizieren können. Menschen, die als Teil einer Minderheit aufwachsen, finden solche Figuren kaum bis nicht.

Jüdische Figuren schreiben

Judentum ist mehr als Holocaust und das bisschen Wissen aus dem christlichen Religionsunterricht. Musik, Literatur, … Die jüdische Kultur ist vielseitig und geht über die religiösen Traditionen hinaus.

Benennt die Feiertage als das, was sie sind. Hanuka ist nicht das jüdische Weihnachten. Es ist ein historisch interessanter Feiertag, aber kein religiöser. Es gibt religiöse Feiertage im Judentum, die aus der Tora hervorgegangen sind. Andere Feiertage sind historisch bedingt. Hanuka wird Zuhause gefeiert, man geht nicht in die Synagoge. Pessach ist ein viel wichtigerer Feiertag als Hanuka.

Juden und Jüdinnen sind divers und vielseitig. Lerne sie kennen als Menschen. Folge jüdischen Creatorn, um einen Einblick zu bekommen. Du erkennst in Deutschland jüdische Menschen nicht immer an ihrer Kleidung. Vermeintlich kennst du niemanden.

Recherche & Gespräche sind der Schlüssel zu repräsentativen Figuren.

Wir sind uns nicht bewusst, wenn wir unseren alten eigenen Traditionen folgen und andere nicht beachten. Darf das eine Entschuldigung sein? Nein! Wir Menschen sind wunderbar vielfältig, interessiert euch für eure Mitmenschen! Social Media macht es euch da wirklich leicht, ihr müsst nur bereit sein in Kontakt zu gehen.

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Link zu meinem Thread zur Session

Ask the Sensitivity Reader. FAQ mit Victoria Linnea und Aşkın-Hayat Doğan

Ich weiß, dass es Sensitivity Reading gibt und von vielen Autor*innen genutzt wird. Victoria Linnea (Twitter) und Aşkın (Twitter) sind Sensitvity Reader mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Session habe ich als sehr inspirierend erlebt. Vorab hatte ich bereits ein wunderbares persönliches Gespräch mit Jade (Twitter) im Chat-Roulette und ich denke ich werde ihre Dienstleistung (Angebotsseite) in Anspruch nehmen, wenn ich mich an den Plot eines weiteren Bandes der Elfenprinzessin begebe. Das Projekt umfasst mehrere Hauptfiguren, die verschiedene kulturelle Hintergründe haben.

Aşkın ist Diversity & Empowerment-Trainer, Sensitivity Reader, Autor, Übersetzer. Wertvolle Tipps für Autor*innen gibt er auch auf seinem Blog, wie beispielsweise in diesem Beitrag.

Victoria ist Autorin, Lektorin und Schreibcoach, Bloggerin und setzt sich für eine bessere Repräsentation von marginalisierten Gruppen. Mit weiteren Personen teilt sie auf Sensitvity Reading wertvolle Informationen darüber, was das eigentlich ist und wie die Zusammenarbeit funktioniert.

Was ist Sensitivity Reading?

Es ist ein bisschen wie ein Lektorat. Es wird geprüft was bei den Lesenden ankommt. Der Fokus liegt hier auf bestimmten sensiblen Themen und da Besondere ist, dass ein Sensitiviy Reader besonders sensibel für diese Themen ist. Es geht darum, dass keine problematischen Inhalte verbreitet werden. Stattdessen braucht der Buchmarkt empowernde Geschichten für Menschen marginalisierter Gruppen.

Es gibt noch keine Ausbildung für Sensitivity Reading. Du brauchst eine für dich passende Person für deine Geschichte.

Auch Bilderbücher und Cover können in einem Senisitivity Reading besprochen werden. Welche Dartstellungen und Symbole werden verwendet? Framing findet auch in Bildern statt.

Die Verantwortung liegt letztendlich bei den Autor*innen, Sensitivity Reader können nur beraten. Auch wenn im Impressum steht, dass ein Reading stattgefunden hat, heisst das nicht, dass die Empfehlungen umgesetzt wurden.

Wie kommt es zum Sensitivty Reading?

Ein idealer Zeitpunkt für das Sensitivity Reading ist zwischen zwei Lektoratsdurchgängen. Dann ist der Bogen des Storytellings sauber. Liegt es vor dem Lektorat, könnten im Lektorat überarbeitete Szenen wieder „korrigiert“ werden. Du kannst eine Beratung auch vor dem Schreiben in Anspruch nehmen und den Plot besprechen. Sind die marginalisierten Gruppen nur vertreten durch die Nebenfiguren? Dann wird es nach dem Schreiben schwierig das umzuändern. Mach dir vorher Gedanken, welche Erwartungen du hast. „Wie mache ich das denn?“, ist eine schwierige Frage an Sensitivity Reader. Den Anspruch, keine rechtliche Schwierigkeiten zu haben, ist auch nicht angemessen. Formuliere möglichst klare Fragen.

Angepasst an deine Erwartungen, wird das Honorar vereinbart. Das macht jede Person individuell. Du bekommst nicht nur Streichungen, sondern auch Erklärungen und weiterführende Links. Du lernst viel, was du auch für weitere Projekte verwenden kannst. Es lohnt sich!

Victoria erzählt, dass Senistivity Reading für sie im Vergleich zum Lektorat anstrengender ist.

Es gibt Dinge, die du vorher als Autor*in selbst tun kannst:

  • Recherchiere ableistische Begriffe, such sie selbst raus und streiche sie
  • Schreib Trigger-Warnungen zu den Kapiteln für deinen Sensitvity Reader
  • Recherchiere gründlich, wer für dich passen könnte. Dabei spielt nicht nur die Thematik, auch das Genre eine Rolle.
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Meine Tweets zur Session

Schaut euch mal den Victoria-Linnea-Test an. Bestehen eure Figuren den?

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Dialoge mal anders mit Jana Tomy

Erst Sprechen, dann denken!, ist der ultimative Tipp von Jana Tomy (Twitter). Es war eine wunderbar interaktive Session. Sie hat uns Dialoge vorgelesen und gezeigt, welch wunderbare Dinge man mit der Stimme einer Figur machen kann. Wenn es uns gelingt diese zu Beginn zu charakterisieren, wissen die Lesenden, wie die Figur spricht, wie sie drauf ist und es steigert das Lesevergnügen. Bei mir liegt Janas Roman Sépharial und ich freue mich schon sehr darauf es mit dem Augenmerk auf die Dialoge zu lesen. Auch auf die Gegenstände werde ich achten. Hierzu durfte ich Jana bereits in einer anderen Session erleben.

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Meine Twitter-Mitschrift zur Session

Die Schreibtipps sind zahlreich gewesen, einen wichtigen, hat Maria für euch eingefangen:

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Sex Positivity – Smash the Patriarchy mit Alex

Eine Barcamp Empfehlung lautet, gehe in die Session zu einem Thema von dem du am wenigsten Ahnung hast. So entschied ich die Frage des Sonntags, ob ich mich mit Religion oder Sex befassen möchte. Tja, als aufgeklärter Mensch habe ich dann noch so einiges von Alex (Twitter) gelernt.

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Eine Info steht nicht in den Tweets: Es gibt Studien, dass wir nicht monogam veranlagt sind, auch nicht seriell monogam, wie es unsere Gesellschaft vorsieht. Es gibt auch Menschen, die monogam sind und gerne so leben möchten, der gesellschaftliche Zwang ist das Problem. Patriarchalisch geprägt durch das Bedürfnis, sicherzustellen, wer der Vater ist.

Multikulturalität in der Fantasy mit Nora Bendzko

Nora Bendzko (Twitter) ist nicht nur Autorin und Sängern, sondern auch Lektorin und Sensitivity Readerin. Dabei ist ihr Fokus auf #Mulitkulturaliät und vorzugsweise Fantasy.

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Meine Tweets zur Session

Noras Session zur Multikulturalität war unheimlich bereichernd. Manche Themen überschneiden sich mit den Sessions zur jüdischen Repräsentation oder dem Sensitivity Reading, Nora brachte dabei ihren persönlichen Blickwinkel ein. Sie hat uns auf viele Fallstricke aufmerksam gemacht. Zum Beispiel rät sie dringend davon ab sich kreuz und quer bei verschiedenen Kulturen zu bedienen, um daraus eine eigene Fantasy-Kultur zu entwickeln. Wenn Menschen ihre eigene Kultur in einem Mischmasch wiedererkennen, fühlt sich das für sie komisch an. Ganz wichtig empfinde ich den Hinweis, dass PoC keinen Grund brauchen, um in deiner Fantasy Welt zu existieren. Dann ist es eine gute Repräsentation! Fokussiere nicht auf die Hautfarbe. Ein erster Schritt, um zu zeigen, dass Figuren divers sind, ist auf ihre unterschiedlichen Kulturen einzugehen.

Schreibe dreidimensionale sympathische nichtweiße Menschen! Mach das ruhig in mehr Schritten, nicht zu sehr darauf konzentrieren, einzelne Figuren als nicht-weiß zu schreiben, das kann dazu führen, dass du dich von Stereotypen leiten lässt.

Recherchiere und wende dein Wissen an, wie es in deine Welt passt. Der Licht-und-Schatten-Diskurs wird in der Fantasy meist durch Hautfarben verkörpert, die Schwarzen stehen auf der bösen Seite. Licht-Schatten-Diskurse kannst du führen. Mach es bunt, breche Schwarz-Weiß-Denken auf und bezieh es nicht auf Hautfarben.

Vergesst mixed People of Color nicht! Normalisiere Multikultralität in deiner Welt. Auch in Fantasywelten, in denen Kinder zwischen verschiedenen Völkern entstehen, sind diese unsichtbar, exotisch oder tragisch. Häufig entstehen sie durch Vergewaltigung durch das dunkle Böse.

Auch PoC haben ein Recht auf ein Happy End!

Ja, wir müssen uns rantasten, wie wir PoC ohne Stereotype darstellen. Das ist nicht einfach, aber wichtig. Du musst nicht biologisch erklären, warum deine Figuren sind, wie sie sind. Du kannst es auch kulturell erklären. Das darf auch magisch sein. „Als unsere Göttin, die Welt erschuf, schenkte sie uns …“

Zeige Diversität bei allen deinen Völkern, nicht nur bei den Menschen.

Übung um dein Schreiben besser zu reflektieren

Gedankenspiel: Wann ist Weißsein in deinen Texten markiert? Wir sehen unser Weißsein nicht. Versuche herauszufinden, wo drin steckt, dass deine Figur Deutsch ist, irgendwo wird es transportiert.

In einem nächsten Schritt, überlegst du, wie solche Marker für deine PoC Figuren aussehen könnten.

Entwickle einen kulturell offen Blick. Denke über ein stärkeres kulturelles Worlsbuilding nach! Es gibt auch andere Marker als Hautfarben!

Außerdem

Lest Bücher von Nora Bendzko! Ich habe mir „Die Götter müssen sterben“ vorbestellt.

Auf Twitter findet ihr noch die wunderbaren Tweets von Elea Brandt (Twitter) zur Session

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Wichtige Links 

Während der Session hat Nora uns folgende wertvollen Informationen in den Notizen zur Verfügung gestellt, die euch bei der eignen Recherche weiter helfen können.

Häufige Stereotypisierungen, als Schlagwörter für deine weitere Recherche

Exotismus = Darstellung von Nichtweißen als „fremd“ & „exotisch“, selbst, wenn sie gar nicht im Ausland geboren sind, z. B. bei Schwarzen Deutschen oft verzahnt mit Fetischisierung: Entmenschlichung von Nichtweißen als konsumierbare Sexobjekte, z. B. Witze über Genitalien, Vergleich von Haut mit Essen

Orientalismus (Literaturtipp: „Orientalism“ von Edward Sahid): Imagination eines fiktionalisierten exotischen Orients, der meist mit wenig Wirklichkeit zu tun hat und wahllos Kulturelemente Nordafrikas, des Mittleren Ostens, Indiens und Ostasiens zusammenwirft

Colorism: Diskriminierungsform, bei der hellere Haut bevorzugt und idealisiert wird, im Gegensatz zu dunkleren Hauttypen. Dies ist auch in PoC-Communities wirksam, so werden in Hollywood vornehmlich Schwarze Menschen, insbesondere Frauen, des helleren Spektrums porträtiert

Barbar vs. der edler Wilde: Darstellung von PoC als „unzivilisiert“, im Gegensatz zu einigen wenigen Ausnahmefällen, die als „anders“ und „besser“ markiert werden, weil sie „edle“ Eigenschaft im Gegensatz zu ihren Volksgenossen habenSiehe auch Vortrag von Sabrina Železný: „Darstellung Indigener“

(Black) Brute, Angry Black Woman / Man: Darstellungen von insb. Schwarzen Menschen als wild und irrational wütend

Liste von Nora Bendzko aus den Notizen zur Session

Progressive Phantastik

An diese Session fügte sich sehr schön die Session der Vögte mit Jamie an. Leider war ich nur halb dabei. Gebe euch gerne zwei wertvolle Links dazu weiter einen Artikel, den ich in der Session-Beschreibung gefunden habe und das folgende YouTube Video bette ich euch ein:

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Janas Lesungssession

Vielleicht bin ich ein Fan von Jana Tomy ;-). Ich liebe ihre Barcamp Sessions, sie sind so wunderbar lebendig und lehrreich. Diesmal hat sie uns zahlreiche Tipps zum Thema Online-Lesung gegeben. Lesungen sind übrigens nicht nur was, für Autor*innen, sondern auch wir Blogger*innen könnten mehr lesen. Selbstverständlich in Absprache mit Autor*innen. Beispielsweise könnten wir eine Lesung auf Twitch halten, während die Autorin oder der Autor im Chat anwesend ist und gar nicht vor die Kamera braucht. Eine andere Variante wäre gemeinsam zu lesen und über das Buch zu plaudern. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

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Meine Tweets zur Session mit zahlreichen weiteren Tipps

Janas persönliche Tipps aus den Notizen zur Session

Message: Autor:innen dürfen mehr aus sich rausgehen! Sich der Welt ruhig zeigen! Etablieren: Lesungen sind ein Event!

Jana Tomy

Wo halte ich eine Online-Lesung?

Instagram ist eher kompliziert (kleiner Bildschirm, Aufnahmespanne der Zuhörer:innen ist zu kurz, Interaktion fehlt), es sei denn all deine Follower sind alle da

Facebook (funktioniert auch auf Handy)

Twitch (geht vor allem um Interaktion)

Jana Tomy

Technik Basics:

achte auf gute Mikroqualität

nimm dich einmal testweise selbst auf 

Ablauf deiner Online Lesung

Begrüßung
Über sich erzählen
Über Buch erzählen

10-15 Min lesen

Austausch: Über Szene natürlich, was will man den Lesenden mitgeben, gibt es Fragen? Wie kam man zu der Szene? 

-> Eher Dialoge, lieber weniger lange Beschreibungen

Körpersprache: Präsenz zeigen! Nicht für Verhaspler entschuldigen, entspannt bleiben

Möglichkeit: Blogger:innen lesen für ihr Publikum dabei und Autor:innen sind dabei und beantworten Fragen

Ankündigungen, dass es tatsächlich als Event funktioniert: 

Ich stelle euch meine Figuren vor
Stellt mir gerne eure Fragen!
Ich erzähle euch Background-Infos!

Bringt euch Essen mit! 

Suche nach Support auf Twitter:#Autorinnenleben#Schreiballtag  

Jana Tomy

Twine

Konkurrenz der Sessions ist immer groß und ein Problem auf BarCamps ist immer, sich entscheiden zu müssen. Eine Session, die ich leider nicht besucht habe, stellte eine Lösung vor, nach der ich schon länger suche. Das Tool zum Erstellen von Spielbüchern werde ich mir noch einmal für mich ansehen und gebe euch den Tipp von Alessandra Reß (Twitter) gerne weiter: Twine ist ein OpenSource Tool für Textadventures.

Kia (Twitter)hat ein wunderbares Sketchnot zur Session angefertigt:

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Historische Korrektheit mit Aurelia

Noch ein wichtiges Thema, zu dem Aurelia Brandenburg (Twitter) nicht nur eine Session angeboten, sondern auch einen ausführlichen Blogbeitrag geschrieben hat, den ich euch hiermit gerne empfehle.

Und zum Schluss ein wenig Twitch Talk

Offiziell war das BarCamp beendet. Wer noch nicht genug hatte oder neugierig auf Twitch war, konnte sich mit Juliana Fabula (Twitch) und Jana Tomy (Twitch) weiter darüber unterhalten. Sie gaben ein paar praktische Tipps und ich habe es jetzt endlich geschafft auf meinem bislang noch passiven Kanal andere Kanäle zu empfehlen. Ich hatte einfach nicht die richtige Einstellung gefunden. Twitch ist super, aber eben auch komplex. Es ist so wunderbar, dass zum einen zahlreiche Tutorials auf YouTube zu finden sind und sich innerhalb der Community gegenseitig geholfen wird.

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Mein #Litcamp21 war vielseitig und lehrreich. Ich habe sehr viel für mich und meine Figuren mitgenommen. Herzlichen Dank für die Organisation, an alle Sponsoren, an alle Session-Gebenden und alle anderen Teilnehmenden für den tollen Austausch!

Litcamp Heidelberg – das Original – online

Litcamp20 Collage, Bücherregal und kreatives Whiteboard, mit Gekritzel, welches zu Beginn des digitalen BarCamp entstand
Das kreative Whiteboard entstand zu Beginn des LitCamp20

Das Literaturcamp in Heidelberg gibt es nun schon seit 5 Jahren und ist mir auf Twitter so präsent begegnet als wäre ich beinahe schon dabei gewesen. Leider habe ich es bisher nicht nach Heidelberg geschafft, eventuell werde ich das auch nicht mehr, da ich gelernt habe, dass es ein Hundeevent ist. Abgesehen von den Hunden ist es aber wudnervoll, tolle Menschen und super Stimmung und diese mal live zu erleben, wäre doch phantastisch, oder?

Jedenfalls gab es dieses Jahr Glück im Unglück: Das Litcamp fand am 15. August 2020 online statt und ich war live dabei. Genau wie das BarCamp Bonn eine Woche zuvor, lief es über Venueless, einen wirklich tolle Plattform für derartige Events. In meinem Rückblick nehme ich euch noch einmal mit.

Besuchte Sessions im Überblick:

Achtsam Schreiben mit Babsi aka Bluesiren

Achtsamkeit und ich, das ist so eine Sache. Ich weiß eine Menge darüber, aber wende ich es auch für mich an? Manchmal tut es gut eine andere Perspektive einzunehmen und ja, verflucht Babsi hat Recht. Sie hat sehr viele sehr gute und richtige Tipps in der Session gegeben, einige davon gebe ich selbst gerne, aber manches muss man öfter hören/ lesen, um es auch wirklich umzusetzen.

Schreiben ist Arbeit

Auch wenn wir aus Begeisterung Schreiben und es vielleicht als Hobby angefangen hat, ist Autorenleben Arbeit. Babsi (Twitter, Webseite) rät uns daher zu Beginn ihrer Session eine gute Balance zwischen Freizeit und Arbeit zu finden. Eine Vollzeitwoche in Deutschland hat im Schnitt 41 Wochenstunden. Auf wie viele Stunden kommst du mit deinem Job und dem Schreiben? Auf Twitter erreichte mich direkt die Antwort, Schreiben käme auf den Vollzeitjob oben drauf.

Babsi empfiehlt sich einen Überblick zu schaffen über das eigene Zeitbudget, Wochen- oder Monatspläne aufzustellen. Selbst hat sie etwas dazwischen für sich als sinnvoll entdeckt.

Was machst du alles? Haushalt, Einkaufen und Schlafen nicht vergessen?

Wenn dein Plan nicht funktioniert, sagt Babsi, unterschätzt du vielleicht etwas. Dein Energielevel ist begrenzt. Pläne sind da, um sie nicht einzuhalten. Was ist dir wichtig? Verteile Prioritäten und teile danach deine Zeit ein.

Wenn es darum geht, eine Balance zwischen Freizeit und Arbeit zu finden, stellt sich direkt die zweite Frage:

Was ist für dich erholsam?

Es ist sehr individuell, was uns gut tut, was uns hilft Stress abzubauen. Hinzu kommt, dass nicht in jeder Situation dasselbe hilfreich ist. Babsi empfiehlt daher, sich bewusst zu machen, welche persönlichen Säulen wir haben, damit wir auswählen können.

Beispiele: Lesen, spielen, duschen, spazieren, Sport, alleine sein, Serien gucken, soziale Kontakte

Finde selbst heraus, was wo und wann funktioniert.

In der Emotionsregulation ist alles erlaubt, was hilft und nichts schlimmer macht!

Schlechte Stimmung ist normal, schlechte Tage sind vollkommen ok. Niemand kann immer ein Sonnenschein sein. Babsi hat eine schöne Idee: Sie sammelt schöne Momente in einem Gedankenglas und öffnet sie zu einem bestimmten Zeitpunkt und erfreut sich daran.

Welche Personen können dir fachlich und emotional helfen? Freunde, Familie, Therapie? Es braucht Zeit und oft auch Hilfe, um alte Denkmuster aufzubrauchen. In der Psychologie nennen wir es kognitive Umstrukturierung und in der Psychotherapie stellt dies die größte Baustelle dar.

Unterbrich Grübeln

Kennst du das, diesen negativen Gedanken, der sich festbeißt? Deine Gedanken drehen sich im Kreis, wiederholen sich und du kommst nicht mehr raus? Unterbrich diese Grübeleien, so lässt sich das Problem nicht lösen. Das Ganze nennt sich auch negative Gedankenschleife.

Es kann helfen, etwas anderes zu tun, sich abzulenken oder Kontakt zu suchen. Vielleicht gelingt es dir dann, die negtive Stimmung zu vermindern und die Situation neu zu bewerten.

Selbstkritik & Selbstzweifel

Selbstkritisch sein ist richtig und wichtig, aber wie immer kommt es auf das richtige Maß an. Auch hier hat Babsi wundervolle Tipps:

Stell dem innerlichen Teufelchen, dem Kritiker ein Engelchen zur Seite, deinen Cheerleader

Mit diesem Tipp hatten wir den meisten Spaß in der Session, als wir uns unsere inneren Kritiker bildlich vorstellten. Babsi schlug vor, mit diesen zu reden, sie auch mal weg zu schicken, ihnen zu sagen, sie sollen die Klappe halten. Gibst du ihm das aussehen eines gewissen US-Politikers fällt das vielleicht schon viel leichter … Lass auf jeden Fall nicht nur den Kritiker zu Wort kommen, auch den Cheerleader.

An dieser Stelle möchte ich einen Tipp von Patricia Foik aus dem Buch und Bühne Podcast ergänzen: Lege dir ein Büchlein an, in dem du Komplimente über dich sammelst, zum Beispiel, Zitate aus Rezensionen. Link zum Podcast auf Anchor, den Tipp findet ihr in Folge 4 „No spoiler, Sebastian“.

Zum Abschluss gab Babsi noch einen kurzen Überblick über konkrete Übungen, die ich an dieser Stelle nicht erklären werde. Schaut euch gerne das Video zur Session an, welches demnächst auf YouTube zur Verfügung stehen wird oder recherchiert die Techniken:

  • 5-4-3-2-1-Übung
  • Selbstmitfühlender Brief
  • Achtsames Beschreiben
  • Progressive Muskelrelaxatation
  • Was auch immer dir hilft!

Es gibt für keine Übung eine Garantie! Wichtig ist, dass du dich wirklich mal darauf einlässt und dann herausfindest, was dir hilft. Es gibt für vieles Podcasts oder YouTube Anleitungen. Manchmal helfen angenehme Stimmen, dann hör einfach zu, ohne die Übung zu machen. Blumen gießen, duschen, achtsam pinkeln, absurde Sachen können helfen, dich zu entspannen und besser zu fühlen.

Buchige Onlineevents mit Jessi & Thorsten von Booksondemand

Die Frankfurter Buchmesse wird eine hybride Veranstaltung werden, einiges wird vor Ort und einiges im Netz stattfinden. BooksonDemand hat sich entschieden online präsent zu sein. Daher stellen sie die Frage, wie spannende Literaturevents digital aussehen können? Sie wollen mehr als nur etwas zum Zuschauen anbieten.

Wie können wir Nähe herstellen? Was wünscht ihr euch?

Zur kurzfristig ausgefallenen Leipziger Buchmesse in diesem Jahr haben sie versucht alles, was vor Ort stattgefunden hätte in ein Onlineformat zu transferieren. Das Ergebnis nannte sich #BoDHomestory. Ist mir nicht begegnet, aber unter dem Hashtag findet ihr sicher alles. Sie berichteten auch von der virtuellen ComicCon, auf der es ca 350 Panels im Stream gab.

Thorsten sagt, Messefeeling käme nur durch Interaktion auf. Im Stream hätte man nur den Chat zur Verfügung. Ich frage mich, ob es bei Panels tatsächlich vor Ort einen stärkeren Austausch als im Chat gibt. Ich war noch nie auf einer der großen Buchmessen, wurde aber bereits in diversen Streams im Chat beachtet und konnte Fragen stellen oder Gedanken ergänzen.

Präsenzveranstaltungen leben von Interaktion. Die Empfehlung lautet daher: Nicht lange Lesung halten und im Anschluss erst die obligatorische Frage stellen: „Gibt es noch Fragen?“.

Wo kann man streamen und sich austauschen? Was sind gute Tools?

Venueless ist eines, darüber fand das BarCamp statt. Für Lesungen beispielsweise ist Twitch eine gute Option (siehe nächsten Abschnitt zur Session von Juliana Fabula), YouTube und viele andere Plattformen sind möglich, um dort live zu gehen.

Als gutes Beispiel für ein gelungenes Online-Event habe ich die Fakrio Online angeführt. Hier fand ich die Mischung der verschiedenen Formate sehr gelungen. Gerade zum Ausfall der Leipziger Buchmesse gab es den Kritikpunkt, dass es zu viel gab, zu unübersichtlich wurde, was es alles gab und was man sich noch ansehen könnte. Alles ist niemals möglich, auch nicht auf den großen Veranstaltungen vor Ort.

Ein Online-Event zu planen, stellt einige Herausforderungen und es gibt noch keine eindeutigen Empfehlungen. Wird es meiner Meinung nach auch nicht geben können, den Menschen sind verschieden, ihre Bedürfnisse verschieden und du kannst es niemals allen Recht machen.

Wann solltest du live gehen? Vorplanen, oder spontan sein? Mit Anmeldung und Kosten für die Verbindlichkeit, oder lieber mehr Reichweite, durch Freiheit auch spontan teilzunehmen? Exklusivität, um dazu zu motivieren, auch wirklich teilzunehmen? Schadet die Möglichkeit, ein Live-Event auch später noch ansehen zu können, oder erhöht das die Reichweite?

Eine Mischung könnte eine gute Lösung sein, Mischung der Formate, Mischung aus vorproduziert und live. Mischung aus kostenfrei und exklusivem Content, eventuell frei wählbare Bezahlmodelle, schließlich muss die Technik und der Aufwand auch finanziert werden.

Twitch mit Juliana Fabula

Auf Twitch werden Games live gestreamt. Nicht nur! Viele Kreative entdecken die Plattform aktuell für sich und Juliana Fabula (Twitter, Webseite) hat in ihrer Sessions ein wenig über die Möglichkeiten erzählt. Aber Vorsicht, Inspiration ist super, aber schau, wie es in deinen Alltag passen kann, bevor du losstürmst 😉 Wenn es um die Frage wann geht, nimm Zeiten, die für dich gut sind und stelle deinen Zeitplan online.

Wie komme ich an Follower/ Zuschauende für die Streams?

Nutze deine bestehenden Social Media Kanäle. Erzähle, was du machst. Erzähle, dass sich die Anmeldung lohnt, nur wer angemeldet ist, kann auch im Chat mitreden und es lohnt sich, denn viele Autor*innen sind inzwischen dort.

Über Kategorie und Hashtags bist du auch auffindbar, aber nach Julianas Erfahrung kommen die meisten über die anderen Kanäle.

Es gibt zwei gute Möglichkeiten sich auf Twitch gegenseitig zu unterstützen:Hosten und Raiden.

  • Host: du streamst gerade nicht, lasse den Stream eines anderen bei dir laufen
  • Raid: du nimmst deine Follower mit in einen anderen Stream

Was streamen Autor*innen?

Auf Twitch findest du Live-Lesungen, aber auch viel mehr.

Schreibsprints werden gestreamt. Die Darstellung im Stream ist unterschiedlich, manche zeigen ihren kompletten Text, was Juliana ablenkende findet, denn die Zuschauenden sollen ja nicht mitlesen, sondern auch schreiben. Sie selbst legt ein Cover über den Text und zu sehen ist ihr Fortschritt, der Text wird an den Seitenrändern länger.

Mach worauf du Bock hast: Lesen, schreiben, quatschen, zeichnen, sei kreativ .. Du bist Autor*in, dann bist du kreativ, los geht’s!

Was brauche ich zum Streamen?

Auf Julianas Kanal siehst du ihre komplette Ausstattung. Kamera an oder aus? Es geht auch ohne, aber Juliana ist überzeugt, mit baut sich der Kanal schneller auf. Das denke ich auch. Es geht nicht darum, wie hübsch du bist, sondern dass du zu sehen bist. So stellst du Nähe zu deinen Zuschauenden her. Man gewähnt sich daran, sagen einige und ich auch. Mein erstes Webinar empfand ich als extrem unangenehm.

Als Tools werden OBS und Streamlab empfohlen. Gemeinsam streamen geht gut über Discord. Such dir ein Overlay hinter das du die Bildchen packst.

Twitch oder YouTube?

Eine spannende Frage, die sich wahrscheinlich nur mit: Musst du selbst für dich herausfinden, beantworten lässt.

Ein paar Argumente für Twitch:

  • hohe Interaktionsrate
  • virtueller Hut (gibt es auf YT wohl inzwischen auch)
  • Der typische Insta Perfektionswahn im Styling ist auf Twitch anders, so erlebt es zumindest Juliana

Linktipps

Netzwerken & Social Media

Diese Session wurde zu einer spontanen offenen Session, nachdem die ursprüngliche Sessiongeberin nicht erschien. Diesmal habe ich mich intensiv beteiligt und einige meiner Erfahrungen geteilt und nicht getwittert.

Ein Rat, der mir wichtig erscheint zum Thema Netzwerken:

Netzwerken soll dir Spaß machen, nicht gemusst werden! Finde die Leute, mit denen du Spaß hast und es dir Freude bereitet, die Kanäle zu nutzen. Dann wird es auch einfach und das Regelmäßige fällt dir nicht mehr schwer.

Übrigens wird es unnötig schwierig, wenn du dich zum posten zwingst, erzwungene Posts lesen sich selten ansprechend. Es sei denn du bist wirklich gut, vielleicht …

Wertvoll war die kleine Netzwerkrunde, die wir gemacht haben, sich kurz vorstellen und die Kanäle nennen, wo wir uns vernetzen können. Alles weitere ergibt sich dann vielleicht.

Q & A mit Zippi

Jasmin Zipperling besucht so ziemlich jedes LitCamp und hat schon zahlreiche Sessions angeboten. Diesmal wollte sie es mit einer offenen Fragerunde zu ihren unterschiedlichen Themen versuchen. Es kamen einige Fragen zusammen und ich gebe euch mal ein paar Antworten in hoffentlich sortierer Form wieder:

Wie finde ich einen Titel?

Auch für Zippi eine quälende Frage. Sie ist für kurze Titel. Eingängig können Titel auch sein, wenn sie mal außergewöhnlich lang sind, wie „Der Hundertjährige der aus dem Fenster sprang und verschwand“.

Sie selbst hatte lange einen einfachen Titel, bis sie auf „Himmeldonnerglöckchen“ kam, ein Titel, den sie lange vor der Nase hatte, ohne ihn zu sehen.

Schreiben für Federwelt oder Selfpublsiher?

Frag die Chefredakteurinnen, ob deine Idee passt. Falls nicht, frag ruhig mit einer anderen Idee noch einmal. Hast du schon Artikel veröffentlicht, schick den Link mit, dann sehen sie wie du schreibst. Denk bitte an deine Zielgruppe, es sind andere Autor*innen, nicht die Lesenden deiner Bücher!

Keep it simple beim Schreiben und nutze aktive und positive Formulierungen.

Tipps zu Blogger Releations

Schau dich auf Instagram um, schau auch welchen Blogger*innen andere Autor*innen deines Genres folgen. Es gibt einen #Bloggersonntag, schau mal, wer da mitmacht. Es gibt auch #youngbookstagram für Kinder- und Jugendbücher. Wenn du Kontakt aufnimmst, sei freundlich und wertschätzend. Man begegnet sich immer zweimal im Leben.

Persönlicher Kontakt zu Blogger*innen ist wertvoll, lern sie auf Events kennen, sag Hallo und komm über Bücher ins Gespräch.

Wenn du dein Buch verschickst, pack persönliche Päckchen, worüber würde sich diese*r eine Blogger*in freuen? Wenn dein Päckchen gefällt zeigt er oder sie es gerne, aber sei dabei nicht zu berechnend.

Da Kinderbücher, insbesondere Vorlesebücher, von Erwachsenen gekauft werden, hat Zippi bei der Auswahl ihrer Blogger*innen nicht speziell nach Kinderbuchblogs gesucht. Wenn es um den Wert von Blogger*innen geht, rät Zippi auch mal zu schauen, was diese hauptberuflich machen. Gerade Kinderbuchblogger*innen arbeiten im Buchhandel oder mit Kindern (Schule/ Kita, etc) zusammen.

Noch nicht genug?

Einige Sessions wurden aufgezeichnet und werden auf dem YouTube Kanal des Litcamp Heidelberg zu sehen sein. Bis dahin könnt ihr euch ja die Sessions vom letzten Jahr ansehen.

Weitere Beiträge:

Du hast auch einen Beitrag über das LitCamp erstellt oder einen entdeckt? Poste den Link gerne in den Kommentaren.

Aus dem Leben 30 und 31 in 2020

Eine Woche Auszeit liegt hinter mir, daher gibt es heute einen doppelten Wochenrückblick.

Mühle, Friesland, Niederlande

Urlaub in außergewöhnlichen Zeiten

Reisen oder nicht reisen, ist eine Frage, die sich viele diesen Sommer stellen, vielleicht auch die Frage: Wie kann ich reisen? Wir haben uns in den letzten Monaten oft gefragt, ob wir wohl fahren werden können. Die zweite Frage der letzten Monate, die große Hoffnung war, mit meinem Vater gemeinsam zu fahren. Dieser Wunsch wurde leider nicht erfüllt …

Wir waren in einem Ferienhäuschen in den Niederlanden und ich würde sagen, das ist die einzige Form, in der ich mir im Moment Urlaub vorstellen kann. Wir haben darauf geachtet, Kontakte mit anderen zu vermeiden und sonst Abstand einzuhalten. In den Niederlanden gibt es übrigens keine Maskenpflicht im Supermarkt, das war irritierend.

Es war ein außergewöhnlicher Urlaub, den wir zu fünft verbracht haben. Intensive Familienzeit und Lesezeit. Es war sehr ruhig dort und es tat gut sich mal den Kopf durchpusten zu lassen. Seit gestern sind wir zurück und ich sehne mich heute nach ein wenig frischem Wind.

KometsZeitreiseProjekt

Bevor wir gefahren sind, habe ich einen weiteren Überarbeitungsdurchgang abgeschlossen. Ruhezeiten und Abstand lassen es hoffentlich gut reifen …

DigitalSchoolStory

Ein wenig habe ich euch ja von meiner Teilnahme am Hackathon #WirFürSchule berichtet. Mein Impuls war die Frage „Was kann Schule von Youtubern & Co“ lernen?“. Hierzu fand sich ein dynamisches Team und eine gemeinsame Idee wurde entwickelt. Die großen Herausforderungen folgten nach der Hackathon-Woche …

Letztendlich habe ich für mich die Entscheidung getroffen und das Team verlassen. Keine leichte Entscheidung, denn es steckt sehr viel von mir in diesem Projekt.

Vyrus Productions

Schließt sich eine Tür, geht eine andere auf, heißt es doch, oder?

Kaum hatte ich mich aus dem einen Projekt verabschiedet, meldet sich ein anderes zurück. Irgendwann drehen wir einen großen Film – so hatte ich Jessi verstanden. Irgendwann ist, wenn alles gut läuft, in einem Jahr. Kennt ihr Jessica Bradley? Eine großartige Frau mit einer ansteckenden Leidenschaft für Filme und gute Geschichten. Folgt ihr unbedingt auf Twitter und natürlich Vyrus Productions und verpasst nicht, wie es mit #Zwietracht weiter geht!

Zwei eigene Linktipps aus diesem Blog: „Frostnacht“-Lesung von Jessica Bradley (demnächst wieder unter neuem Titel erhältlich) und „Hexenwerk“ von Tanja Hanika, Autorin von „Zwietracht“.

Working Out Loud

Am Tag vor der Abreise habe ich meinen ersten Working Out Loud Circle beendet. Es ist schade, dass es vorbei ist, aber tröstlich zu wissen, dass wir ein Nachtreffen vereinbart haben. Es war eine intensive und schöne Zeit zu dritt. Meine beiden Circle-Partnerinnen haben mir viel Kraft gegeben, denn die zwölf Wochen liefen für mich nicht ganz so, wie ich sie geplant hatte.

Sich jede Woche eine Stunde in einer kleinen Gruppe austauschen tut unglaublich gut und ich bin sicher, ich werde das noch einmal machen. Mit welchem Thema ich dann starte, weiß ich noch nicht. Falls ihr WOL noch nicht kennt, schaut es euch mal an und probiert es einfach aus.

Lesen

Im Urlaub hatte ich viel Lesezeit und das hat gut getan.

„Ära des Verrats“ von F.D. Falk ist ausgelesen. WOW, heftig, sage ich euch. Ausführlicher werde ich noch berichten. Das Dritte Buch der Gefühle aus der „8 Sinne“ Reihe von Rose Snow habe ich ebenfalls im Urlaub gelesen und tatsächlich lässt sich nach drei Bänden eine Pause einlegen, eine kleine …

Kennt ihr die „Chroniken vom Anbeginn“ von John Stephens? Vor Jahren hatte ich den ersten Band „Emerald“ gelesen. Auch beim zweiten Lesen war ich begeistert und es ist phantastisch die Trilogie am Stück zu lesen, gerade lese ich den dritten Band „Onyx“. Wunderbare magische Romane, nicht nur für Kinder.

Kleine Vorschau, meine nächste Lektüre wird „Elfendunkel“ von Rena Fischer sein. Ich freue mich schon sehr auf das Buch und es wird sicher die ein oder andere Beschimpfung für die böse Autorin geben – sie hat mich vorgewarnt.

Bloggen

Weniger ist mehr. Es ergab sich, dass in letzter Zeit weniger Beiträge online gingen und ich glaube, das ist gar nicht so schlecht. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt, es wird auf jeden Fall weiterhin Content hier geben. Ideen gibt es reichlich und die oberste Regel lautet noch immer: Gebloggt und gelesen wird mit Freude, es darf kein Stress machen.

Ja, es gibt einen Redaktionsplan, dieser ist allerdings sehr flexibel und wird der Situation angepasst. Einige Interviews stehen gerade Stau, darunter das erste einer komplett neuen Reihe …

In der Planung mit dem Umbau komme ich auch langsam voran, langsamer als geplant, aber entscheidend ist, dass es weiter geht. Ihr müsst dann leider noch ein wenig länger gespannt bleiben.

BarCamp-Vorfreude

Am 7. August findet das Barcamp Bonn online statt und eine Woche später das LiteraturCamp Heidelberg am 15. August. Ich freue mich schon sehr auf den Austausch und es wird sicherlich den ein oder anderen Tweet für euch geben 😉

Jetzt bleibt mir noch eine Woche, dann geht es zurück in die Schule … Habt eine gute Zeit!

Kleiner Komet auf dem Litcamp Bonn 2018

Das erste Bonner Literaturcamp war phantastisch! Ich habe viele nette Leute kennen gelernt und ganz viel Inspiration für mich mitgenommen.

Beinahe wäre ich zum diesjährigen LitcampBN18 nicht gegangen. Der Termin lag einfach blöd, einen Tag vor der großen Familienfeier … Vorbereitungswahnsinn und Barcamp, kann doch gar nicht funktionieren … Doch, es hat!

Das beste am Barcamp …

… sind die Menschen.

Und so habe ich einige Menschen wieder getroffen, manche zum ersten Mal persönlich, nachdem man sich bereits online begegnete. Andere ganz neu kennen gelernt und einige auch vermisst.

Es war interessant, denn einige Besucher des ersten Bonner Litcamp waren auch diesmal wieder mit dabei, aber auch viele zum ersten mal und es sind mir auch Menschen begegnet, die ich beim ersten Barcamp nicht hatte kennen lernen können. Ein Tag ist leider nicht genug für so viele mögliche gute Gespräche. Mit manch einem hätte ich gerne mehr Zeit verbracht.

Und weil die Menschen das beste am Barcamp ist habe ich mir diesmal besonders viel Zeit für Gespräche genommen, auch wenn es nicht gereicht hat. Daher hoffe ich einfach, dass wir in Kontakt bleiben und uns wieder sehen!

Ein Barcamp ist so vielseitig wie seine Teilnehmer, ebenso vielseitig sind die angebotenen Sessions. Doch besuchen kann man sie nicht alle … Daher ist es schön, sich über Tweets #LitcampBN18 und Blogbeiträge auszutauschen. Eine Linksammlung folgt am Ende.

Vom Schwinden der Aufmerksamkeit

Parallel zuhören, mich an der Diskussionsrunde beteiligen und nebenbei darüber twittern ist eine meiner Stärken.

Es macht mir einfach Spaß, aber wie kann das funktionieren? Echtes Multitasking gibt es nicht, es ist ein permanenter Wechsel der Aufmerksamkeit nötig. Es ist also nicht möglich gleichzeitig aufmerksam zuzuhören, aufmerksam zu twittern und auch noch mitzureden. Wie mache ich das jetzt trotzdem? Trainiert habe ich diese Fähigkeit im Studium. Während die Dozenten ihre Vorlesungen gehalten haben, habe ich eifrig mitgeschrieben. Dabei habe ich trainiert, den Schreibprozess möglichst zu automatisieren. Schnell schreiben können, war dabei hilfreich, die Schrift nicht immer leserlich und ganz ehrlich, die Notizen machten im Nachhinein nicht immer Sinn. Es besserte sich im Laufe der Jahre, vor allem auch die Filterung der Relevanz, was ich aufschreiben wollte. Inzwischen habe ich einige Barcamps besucht und der permanente schnelle Wechsel der Aufmerksamkeit zwischen tippen und zuhören, dabei auch noch denken, gelingt mir inzwischen ganz gut. Wichtig ist auch wirklich schnell hin und her zu switchen, nicht erst, wenn der Tweet fertig geschrieben ist, so verpasst man möglichst wenig,

Allerdings erfordert dies eine hohe Konzentration, die nicht permanent zur Verfügung steht. Pausen sind wichtig, entspannte Gespräche, ohne dabei zu twittern oder auch mal ein paar Minuten alleine zurückziehen und kurz abschalten. Beim Litcamp habe ich gemerkt, dass ich einige Fehler gemacht habe, sogar manchmal den Hashtag vergessen … Eine Kleinigkeit, die sich eigentlich relativ leicht vermeiden lässt … Hashtag auf Twitter suchen und diese Suche (am besten „neueste“ anzeigen lassen) einfach aktiv lassen. So werden stets die neuesten Tweets der anderen angezeigt (lese ich nur dann, wenn gerade jemand abschweift und etwas erzählt, was mich nicht so sehr interessiert). Aus dieser Ansicht heraus twittern, dann ist der Hashtag direkt mit im Tweet.

Es waren diesmal auch deutlich weniger Tweets, was aber auch an den Sessions lag, denn es muss Content sein, der in wenige Worte verpackt für Nicht-Anwesende interessant sein könnte.

Ich war schlicht nicht fit und so war es auch für mich nicht mehr so einfach gleichzeitig aufmerksam vor Ort und im Netz zu sein! Bei zweitägigen Barcamps merke ich übrigens auch, dass es am zweiten Tag schwieriger wird und die Pausen wichtiger sind! Es ist also eine Fähigkeit, die nicht unbegrenzt eingesetzt werden kann. Ein Läufer läuft auch nicht jeden Tag einen Marathon!

Vom Lesen langer Romane

Oliver hat einst viel und gern gelesen, sich auch von langen Texten nicht abschrecken lassen. Inzwischen ist es anders, er ist kurze Einheiten gewöhnt und ein ganzes Buch wird zu einer Herausforderung … Warum ist das so und wie kann man das wieder ändern? Das war die Motivation von Oliver und Sascha für die erste Litcamp-Session „Aufmerksamkeitsspanne“, mit der ich gestartet bin.

Ablenkung durch das Smartphone

Immer dabei, ein Griff, ein Klick und ganz schnell sind wir verloren in der Informationsflut …


Ein Tipp aus der Runde lautet, die Benachrichtigungen der Apps auszuschalten, um nicht bei jeder neuen Notification nach dem Gerät zu greifen, nur um festzustellen, dass es irrelevant war. Dafür besteht aber möglicherweise die Gefahr, noch schnell was nachzuschauen und sich in den Kanälen zu verlieren.

Hierzu passen die Erfahrungen von Cynthia, die sie auf webcare+ schildert. Lustigerweise habe ich Cynthia auf meinem letzten Barcamp kennen gelernt.

Meine persönliche Haltung zu dem Thema ist: Wir brauchen individuelle Filtermechanismen, keine digitalen, sondern in uns selbst. Was will ich sehen, wann will ich mir Zeit für die Messenger-Kommunikation nehmen, welche Themen interessieren mich wann. Habe ich Lust auf Bilder, kurze News, persönliche Updates, sachliche Informationen oder Zerstreuung. Je nach Bedürfnis kann man gezielt die Kanäle heranziehen, die dazu passen. Genau so kann man aber auch das Smartphone, den Laptop oder den PC einfach auslassen, Zeit mit Freunden oder der Familie verbringen. Auch dieses Vorgehen klappt nicht immer perfekt, aber das ist menschlich. Seien wir nicht zu streng mit uns selbst!

Einen Erfahrung aus der Runde fand ich ebenfalls interessant. Eine Teilnehmerin greift häufig nach ihrem Smartphone, was ihre Freunde negativ kommentieren. Sie checkt nicht ihre Nachrichten oder Social-Media-Kanäle, sie recherchiert. Sie ist unheimlich neugierig und hat das Bedürfnis, nach Antworten auf ihre Fragen zu suchen. Sie genießt es, dass sie nicht mehr wie früher, die Frage merken und später auf das Sofa klettern muss, um den Brockhaus vom Regal zu holen, bis sie möglicherweise eine Antwort auf die Frage findet. Dafür hat ihr Umfeld wenig Verständnis. Sie empfindet daher eher das Umfeld, weniger ihr Verhalten als problematisch. Sobald sie die Information gefunden hat, ist sie zufrieden und wieder aufmerksam für ihre Umwelt.

Insgesamt war es eine abwechslungsreiche Diskussion, aus der ich nur Teile und vor allem meine Gedanken zum Thema hier wiedergegeben habe.

Einen Roman wie einen Film schreiben

Die zweite Session bezog sich auf ein anderes Thema, war dafür aber sehr literarisch. Claus Vaske ist ein Autor von dem ich bislang noch nichts gehört, nichts gelesen habe. Vielleicht habe ich schon mal etwas von ihm gesehen oder einen seiner Texte mitbekommen, die er als Ghostwriter verfasst hat. Eigentlich ist Claus ja Drehbuchautor, u.a. war er schon an TV-Total beteiligt, nicht ganz mein Format, „7 Tage – 7 Köpfe“ schon eher, lang ist es her …

Seine Session über die Entstehung des Comedy-Romans war sehr interessant.

Wie Gustaf wurde, was er ist…
Mal sehen, was @ClausVaske über Gustaf zu erzählen hat pic.twitter.com/F3wfV5UgTu

Es war übrigens nicht seine Idee, einen Roman zu schreiben, sondern die einer Agentin. Er hat es dann einfach mal gemacht. Wie man Romane schreibt, davon hat er keine Ahnung. Wie man Comedy macht, das weiß er. Also hat er seinen Roman wie einen Film geschrieben, inzwischen seinen dritten, den über jenen Gustaf. Wie kommt er auf seine Ideen?

Ideen kommen zu dir, du musst sie nur erkennen!

Gerade das macht gute Comedy doch aus, finde ich, Szenen aus dem Leben und ein Protagonist, der sich dämlich anstellt, einer, dem viel misslingt und den Zuschauer oder Leser in seinem eigenen Selbstwert stärkt. So blöd wären wir doch nicht gewesen, oder? Falls doch, dann sind wir mit unserer Blödheit nicht alleine, auch prima.

Comedy braucht Chaos, erklärt uns Claus Vaske. Der Knackpunkt ist, den Protagonisten völlig gegen die Wand laufen zu lassen, bis zu dem Punkt, an dem sich das Publikum fragt:

Wie kommt der aus der Nummer wieder raus?

Dann muss noch einmal alles auf links gedreht werden. Der Protagonist läuft noch einmal von vorne los …

Das mit dem Laufen beginnt direkt nach dem Plot-Start, denn wenn die Story gezündet ist, laufen gute Figuren selbstständig los. Auch gute Nebenfiguren sind sehr wichtig, ihre Aufgabe kann sein, dafür zu sorgen, dass aus einem Drama Comedy wird. Sie können dabei helfen, die Hauptfiguren zu lenken, beispielsweise mussten bei „Gustaf“ für eine Szene die Kinder aus dem Haus geschafft werden. Da sie nicht freiwillig gingen, brauchte es Nebenfiguren mit passenden Argumenten …

Übrigens sind es insbesondere die Tweets zu dieser Session, die von Tippfehlern und fehlendem #LitcampBn18 – Hashatag wimmeln. Der Spuk von Gutsaf?

Wer dieser Gustaf ist? Ein Gespenst, wohnhaft in einer Villa, die von einer Familie neu bezogen wird. Gustav ist auch noch ein Alter Schwede und verantwortlich für eine Menge Chaos, Hauptfigur im dritten Comedy-Roman von Claus Vaske.

Auf Youtube habe ich einen Ausschnitt aus dem Roman gefunden, gelesen von Hella von Sinnen.

Local Heroes

Ein Bonner Barcamp mit zahlreichen Gästen von außen – Brainstorming zu lokalen Projekten sollte in einer eigenen Session stattfinden.

Es war eine verrückte Session, eine in der der Sessiongeber zwischendurch weglief … eine mit einer eigenen Vorstellungsrunde, aus der sich aber auch gleich kleine Netzwerke bildeten. In diesem Fall, war die Runde vielleicht keine kostbare Zeitverschwendung, sondern Teil der offenen Diskussion. Diese stockte nämlich nach der Runde kurz.

Dann kam die Idee, die hinter der Session lag, zur Sprache. Diese Idee finde ich interessant. Carmen (Webseite in Überarbeitung / Twitter) überlegt, eine lokale Plattform für Literatur auf der Kunstrasenbühne zu starten. Nicht, wie ich es im ersten Moment verstanden habe: einer sitzt auf der Bühne und liest, während auf der Fläche, wo sonst Platz für 10.000 Konzertbesucher ist, die Zuhörer sitzen. Nein, alle dürfen auf die überdachte Bühne, die im Lounge-Charakter gemütlich gemacht werden kann. Es wurden Ideen hin und her geworfen und ich glaube sie hat einiges mitgenommen. Wer sich angesprochen fühlt, melde sich gerne bei ihr. Angesprochen fühlen sollen sich ausdrücklich Menschen mit Leidenschaft, die „Texte aus der Schublade“ vor Publikum vortragen mögen.

Weitere Beiträge

Wie oben erwähnt, kann ein einzelner Barcamper nicht überall sein. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin erlebt dieselbe Veranstaltung ganz individuell verschieden. In diesem Sinne empfehle ich euch bei den anderen ein wenig zu stöbern. Beiträge, die bereits erschienen sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, dieser Beitrag entstand über mehrere Tage verteilt):

Eine vollständige Liste wird es auf der Veranstaltungsseite „LiteraturcampNRW“ geben.

 

Danke und bis 2019! Bis dahin lesen wir uns oder treffen uns sogar persönlich bei der ein oder anderen Gelegenheit.

Ein Barcamp für Bücherwürmer, Einhörner, Autoren, Verlage und alle die lesen können – LitcampBN17

So lange hatte ich mich schon darauf gefreut und gestern war es endlich so weit: Das erste Literaturcamp Bonn fand endlich statt. Danke an Uschi und Ute, dass ihr das möglich gemacht habt!

Barcamp – Was ist das?

Eine Konferenz, die erst vor Ort geplant wird. Die Veranstalter stellen nur den Rahmen, die Teilnehmer gestalten den Tag.

Wir sind das Barcamp!

Nach einer Vorstellungsrunde erfolgt die Session-Planung, in der jeder KURZ(!) sein Thema vorstellt. Das kann ein Vortrag, ein Workshop oder auch eine Diskussionsrunde sein, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Es muss nur in einen Slot von 45 Minuten passen.

Hast du dein Thema vorgestellt, wird per Handzeichen das Interesse abgefragt und deine vorbereitete Session-Karte landet an der Planungs-Wand.

Selbst habe ich dieses Mal zwei Sessions vorgeschlagen: eine zur Vernetzung von Buchbloggern, als Diskussionsrunde zum Thema „Lese-Projekte“. Die zweite war die After-Session im Anschluss an das Literaturcamp. Mit beiden bin ich sehr zufrieden, weil ich sehr nette Leute kennen gelernt habe, mit denen ich sehr gerne in Kontakt bleiben möchte.

Ich grüße euch alle an dieser Stelle ganz herzlich !!!

So viele nette Menschen

Die ersten netten Menschen lernte ich gleich nach der Ankunft bei einem kleinen Frühstück kennen. Die ersten waren Axel und Gabi von den Taubenhauchern. Die beiden machen Improvisationstheater in Köln und ich habe bei Axel meine letzte Session besucht, einen kleinen Impro-Workshop. Für mich ein gelungener aktiver Abschluss. Axel und Gabi standen in der Abschlussrunde selbst auf der Bühne und haben eine kleine Show aus gesammelten Sätzen des Tages geliefert.

Es gab auch ein Wiedersehen mit bereits bekannten Gesichtern. Besonders gefreut habe ich mich Aleksander Knauerhase wieder zu sehen, den ich auf dem Socialcamp kennen gelernt habe. Sein Buch habe ich leider immer noch nicht gelesen.

Einige Bonner trifft man ja auf jedem Barcamp. Der Johannes Mirus z.B. war diesmal nicht als Veranstalter, sondern als Sponsor von Bonn.digital vertreten, teilweise sogar als zwei Personen, da Sascha Förster bei der Vorstellungsrunde noch fehlte. Natürlich war auch die liebe Stephanie Müller da, meine Inspiration für die Klassik-Challenge.

Eine weitere Stefanie habe ich auch persönlich kennen gelernt, nachdem ich ihr schon eine Weile auf Twitter folge. Stefanie Leo habe ich in ihrer gemütlichen Session zu Twitter und Facebook besucht. Ihr Markenzeichen sind rote Schuhe, aber auch sonst trägt sie viel rot. Begeistert bin ich von ihren roten Buch-Ohrringen!

Zwei Mädels werde ich garantiert wieder sehen, denn wir hatten einen lustigen Abend zusammen: Sina, bei der ihr unbedingt mal auf dem Blog lesen müsst, habe schon ein wenig gestöbert und die lustige Marit, deren Twitter-Account dringend noch ein paar nette Follower braucht.

Über den Tag verteilt habe ich viele viele nette Menschen getroffen, aber leider auch viele verpasst. Es gab noch viele nette kleine Gespräche. Ich fürchte ihr lest nicht weiter, wenn ich euch alle anderen auch noch vorstelle.

Vielfältige Sessions

So vielfältig die Teilnehmerschaft, so vielfältig auch das Session-Angebot. Die Wahl war mal wieder sehr schwierig und ich muss dringend nachlesen, was die anderen Teilnehmer schreiben, da ich ja nicht überall sein konnte.

Eine gute Figur

Michael Schäfer hat uns etwas darüber erzählt, wie er gute Charaktere erschafft. Seinen Vortrag kann man auf seiner Seite nachlesen..

Eine Frage stellte sich mir allerdings während seines Vortrages:

Mein Fazit zu der Session war die Feststellung, dass Autoren als Freunde möglicherweise gefährlicher sind als Psychologen, wobei letztere eigentlich keine darstellen, ehrlich nicht! Wie es sich mit Personen verhält, die sowohl Psychologe, als auch Autor sind, wäre dann eine noch zu klärende Frage.

Twitter und Facebook mit roten Schuhen

Anschließend gab es für mich die gemütliche Runde mit Stefanie Leo.

Be-Ebooks

Nachdem ich aus meiner eigenen Session, die direkt nach dem Mittagessen lag, zu spät zurück kam, hab ich mich auch gleich verlaufen …  Eigentlich wollte ich in „Der Autor und sein Lektor, ein Drama in 9 Akten“ gehen, doch irgendwie habe ich schief auf den Session-Plan geguckt und bin dann beim Be-Verlag gelandet.

Es war sehr interessant. Be ist ein E-Book-Label von Bastei-Lübbe.

Zunächst klang es so, als gäbe es überwiegend kitschige und Häkelromane, sowie Krimis.

Interessant ist, dass sie gerne das komplette Portfolio von Autoren einkaufen, die zuvor bereits selbst publiziert haben. Die Entscheidung liegt allerdings bei den Autoren. Der Verlag war auch Sponsor des Litcamps.

Impro-Theater

Aktiv, kreativ – Es hat Spaß gemacht.

Ich bin übrigens 200 Jahre alt und Opernsängerin, wusstet ihr das schon? So hat Ansgar Skoda mich zumindest vorgestellt.

Projekt Bücherschrank Crew

Die Idee war, sich mit anderen Lesern/ Bloggern über Leseprojekte auszutauschen. Selbst vorstellen wollte ich mein Projekt Bücherschrank und das Wanderbuch. Dann interessierte mich, was andere so machen. Gefragt wurde ich auch nach meiner Reihe „kleiner Komet entdeckt das Perryversum“. Die Gespräche waren gut, die anderen waren alle sehr nett, haben von unterschiedlichen Erfahrungen erzählt und mögen ähnliche Genres wie ich.

Das #ProjektBücherschrank war eine spontane Idee von mir, kurz nachdem ich mit diesem Blog angefangen habe. Jeden Monat lese ist seitdem ein zufälliges Buch aus einem Bücherschrank, blogge hier darüber und gebe das Buch mit einer kleinen Nachricht weiter.

Womit ich gar nicht gerechnet hatte: Die anderen haben sich anstecken lassen und auf einmal standen die Fragen im Raum:

Was machen wir jetzt zusammen?

Wo ist der nächste Bücherschrank?

Tatsächlich ist der nächste Bücherschrank von der VHS aus quasi um die Ecke gelegen und schon war unser Grüppchen unterwegs.

Ich bin schon sehr gespannt, wie euch die Bücher gefallen! Es sind definitiv alles Bücher, die wahrscheinlich keiner von uns sonst gelesen hätte.

Ganz Old-School haben wir uns von einer Passantin mit den Büchern fotografieren lassen:

Die Crew vom #projektbücherschrank @kleiner_komet @monophonie @buchstabentraeumerin ❤️

Ein Beitrag geteilt von Nise (@kitsune_miyagi) am

Die Crew

Sylvia führt mit ihrer Freundin zusammen einen Blog mit dem gefährlichen Namen „Leckere Kekse“. Hier gibt es tatsächlich passende Rezepte zu den Büchern, nicht zu jedem, aber das stöbern dort ist nicht ganz ungefährlich. Dieses Rezept hab ich mir schon mal ausgesucht. Wir haben uns vor dem Barcamp bereits auf Twitter ausgetauscht und uns sehr gefreut, als wir uns persönlich gefunden haben.

Mélina habe ich bereits während des Mittagessens kennen gelernt und mir ganz viel von ihr erzählen lassen. Sie lebt Multi-Kulti und schreibt auf Charme und Melone über viele spannende Themen. Zusammen kennen gelernt habe ich sie mit der lieben Ferdaous (der Name klingt so schön, wenn man ihn richtig ausspricht). Daher möchte ich euch Ferdaous Gastbeitrag auf Mélinas Blog empfehlen.

Anna bloggt als Buchstabenträumerin. Noch immer liest sie sehr gerne Jugendromane/ Young Adult. Inzwischen auch wieder viele Kinderbücher, die sie ihrer Tochter vorliest, so wie ihre Mama damals ihr vorgelesen hatte. Auf Instagram hat sie wunderschöne Bücherbilder.

Nise und Martin waren mit ihren beiden Töchtern als ganze Familie beim Litcamp. Die beiden Kleinen waren so süß und auch ganz brav. Eine tolle Familie und alle vier sehr nett. Die Kleinste ist erst vier Monate alt, hat aber trotzdem sehr nett mit mir gelacht. Wir müssen unbedingt den Papiertrulla-Artikel lesen, nachdem wir die Hintergrundgeschichte gehört haben. Es ist immer wieder faszinierend, wenn Bücher gehypt werden mal eine ganz andere Sichtweise zu lesen.

Metaphernpark kenne ich schon länger über Twitter. Plötzlich stand er nach der Einführungsrunde vor mir und sagte, wir kennen uns. Ähm was? Genau, er hat kein Profilbild, sich aber flink vorgestellt und dann war alles klar. Er schreibt über Phantastik und Science Fiction im Scifinet.

Wisst ihr was ganz besonders toll an dieser Gruppe ist? Sie wohnen alle nicht weit weg, da sollte es doch möglich sein, sich mal wieder zu treffen. Vielleicht an einem Kölner Bücherschrank?

After Session im Casa del Gatto

Zum Abschluss gab es in netter Runde was leckeres zu Essen. Eine gemütliche Gelegenheit einander noch besser kennen zu lernen und über Bücher zu plaudern.

Martin Georgi hatte einen Bücherkoffer dabei, so konnten wir auch eine ganz spezielle Lesung veranstalten. Während ich aus „Be my Baby“ las, hatte ich sogar ein kleines Echo „Mama, Mama, Mama“ von einem Nebentisch. Ich habe jetzt eine neue Idee über die ich gerne schreiben möchte, muss das nur noch zu Ende denken.

Fazit

Es war ein wunderbarer Tag!

Die Zeichen für das #litcampBN18 stehen gut. Die Organisatorinnen sind dafür, sogar die VHS hat positive Signale gesendet. Eine gute Location ist schon mal ein guter Anfang für die Planung.

 

Weitere interessante Berichte

in der Reihenfolge, in der ich sie selbst gelesen habe.

Sven Hensel – Literaturcamp Bonn 2017 – Von der Realität eines Besseren belehrt …

Almut Schnerring – Lies doch mal vor – mit MiniWorkshop auf dem #LitcampBN17

Jana Tomy – Litcamp Bonn 2017 

Taubenhaucher – kurzes Storify 

Bundesstadt.Com (Ansgar Skoda) – Improvisation, Bewegung und eine Prise Humor – Nachbericht zum Literaturcamp Bonn

Literaturcamp Bonn – Der Tag danach

Kaisu – Das erste Litcamp in Bonn

Jasmin Zipperlin – Literaturcamp Bonn 2017 am 8. April 2017

Bonn.digital (Johannes) – So war das 1. LiteraturCamp Bonn

Bonner Rundschau – Literaturcamp Bonn, Statt Bücher lieber Ebooks?

General Anzeiger – Forum für Blogger und Autoren

Nise/ Kitsune (Mitglied der Büchercrew #ProjektBücherschrank) – Litcamp Bonn 2017

Mélina (Mitglied der Büchercrew #ProjektBücherschrank) – LitcampBN17 und Headbanging

Silvia (Mitglied der Büchercrew #ProjektBücherschrank) – Literatur Barcamp NRW in Bonn

Wer keine Lust auf noch mehr lesen, Blue Siren hat ein tolles Video über das Litcamp gemacht

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