Sonntagsgeschichte Kapitel 50 – Der Tanz

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Sonntagsgeschichte Kapitel 50 Blogroman

Auch wenn es ihnen schwer gefallen war, waren sie zur Party zurück gekehrt. Opa Henrys Geburtstag, deswegen waren sie hier und er konnte seiner eigenen Feier nicht ewig fern bleiben. Tante Lore kümmerte sich um Schneewittchen. Ihr würde man die Ausrede vielleicht glauben, dass sie sich hingelegt hätte. Lukas Verschwinden, der noch immer bei Loreley in der Anderswelt weilte, würde auch niemand in Frage stellen. Er war jung, langweilte sich sicher und er hatte bereits einiges an Alkohol konsumiert. Jenny war der Meinung, diese Ausrede gelte auch für sie, aber Lore schickte sie fort. Es sei zu auffällig und sie wollte Schneewittchen erst einmal ein warmes Bad gönnen. So gab Svens Schwester schweren Herzens nach und saß nun gelangweilt auf ihrem Stuhl.

Sven und Josephine hatten nach Opa Henrys Rede einige anstrengende Gespräche über sich ergehen lassen, bis sie herausgefunden hatten, dass sie auf der Tanzfläche sicher waren. Wenn Josephine zu der sitzenden Gesellschaft hinüber blickte, konnte sie die lauernden Blicke der Onkel und Tanten sehen, denen sie noch nicht Rede und Antwort gestanden hatte. Lieber schmerzende Füße, als weitere Fragen über ihre Zukunft.

Sven war ein guter Tänzer, obwohl er nie eine Tanzschule besucht hatte. Er und Jenny hatten alles von Tante Lore gelernt. Er führte Josephine durch die verschiedenen Tänze, von denen sie lediglich die Grundschritte kannte. Zwei Tanzkurse hatte sie mit Angi durchgestanden, sich auf die Füße treten lassen und sich über jedes Mädchen gefreut, mit dem sie tanzen durfte. Die Jungen aus ihrem Kurs waren furchtbar gewesen, entweder viel zu jung, die Kurzteilnehmer, oder viel zu alt, die Hospitanten. Alle hatten mit ihr flirten wollen, doch kein einziger war ihr sympathisch gewesen. So hatte sie die Freude am Tanzen nie kennen richtig gelernt.

Jetzt in Svens Armen fühlte sie sich wohl, liebte es im Wiener Walzer wie ein Kreisel über die Fläche zu schweben. Erstaunlicherweise wurde ihr auch gar nicht schwindelig. Der Dreivierteltakt klang aus und es folgte ein ruhiger Song. Sven zog sie in seine Arme und sie legte ihren Kopf an seine Brust. Sanft wiegten sie sich hin und her, ganz ohne Tanzschritte und Führung. Für einen Moment vergaß Josephine alles andere, Svens Familie und alle Herausforderungen, die sich ihnen in den letzten Stunden gestellt hatten, für die sie noch keine Lösungen hatten.

„Josephine“, flüsterte Sven mit sanfter Stimme. „Ja“, hauchte sie zurück, hob den Kopf und sah ihm in die Augen. „Ich liebe dich. Ich liebe es, dass du jetzt bei mir bist. Ich liebe dich in dieser und jeder anderen Welt.“ Dann küsste er sie, zunächst sanft, dann leidenschaftlich. In Josephine explodierte ein Feuerwerk an Gefühlen. Eine so romantische Liebeserklärung hatte er ihr noch nie gemacht. „Ich habe dich lieb“, hatten sie zueinander gesagt, aber diese Worte waren so viel mehr. Sie bedeuten alles und sie wollte sie erwidern, ihm sagen, dass sie ihn auch liebte. Doch sie konnte und wollte sich nicht von diese Kuss lösen, wollte diesen Moment nicht beenden. Er hätte ewig dauern können, bis sich hinter ihnen eine tiefe Stimme räusperte.

„Ein Thronsaal ist des Prinzen Liebe angemessen“, sagte die Stimme ernst und zugleich amüsiert. Langsam wie in Trance lösten sich die Verliebten voneinander und Sven blickte in das lachende Gesicht des Zwergenkönigs. Die Geburtstagsgesellschaft um sie herum war verschwunden. Josephine wollte sich umdrehen, doch der Zwergenkönig legte ihr die Hand auf die Schulter. „Nicht bewegen, ihr müsst genau so zurück kehren. Wenn ich das richtig sehe, steht ihr mitten auf einer vollen Tanzfläche. Ihr wollt doch keinen Unfall riskieren.“

Josephine schüttelte den Kopf und er stellte sich so neben sie beide, dass sie ihn auch sehen konnte. „Wird das jetzt jedes Mal passieren, wenn wir uns küssen, dass wir die Welten wechseln?“, fragte Sven besorgt.

„Aber nein, mein Junge. Auch wenn eure Liebe dir den ersten Übergang ermöglicht hat, kannst du nun frei selbst zwischen den Welten wechseln, auch ohne sie. Du wirst Lernen es zu kontrollieren. Offenbar hat einer von euch an die Anderswelt gedacht, das hat euch hergebracht.“ Er schüttelte amüsiert den Kopf. „Konzentriert euch einfach auf euch selbst, denkt nicht an die Anderswelt. Küsst euch und kehrt zurück zur Feier. Henry hat ein schönes Fest verdient. Ich sehe euch durch den Schleier tanzen und lachen, das gefällt mir. Er hob den goldenen Pokal, den er in der Hand hielt und prostete ihnen zu. „Grüßt Henry herzlich und amüsiert euch. Alles andere hat noch Zeit.“

Nachdem er sich abgewandt hatte, verschmolzen Josephine und Sven erneut in einem leidenschaftlichen Kuss. Sie kehrten zurück auf die Tanzfläche, als wäre nichts gewesen. Langsam beendete Josephine den Kuss, blickte Sven tief in die Augen und sagte: „Ich liebe dich und ich liebe es mit dir hier zu sein.“

***

Nächstes Kapitel

Mama, Papa, ich hab euch lieb!

Bin ja nicht so der Typ für kommerzialisierte Feiertage, wie den Valentinstag. Aber einen Muttertag ohne Kommerz mag ich schon, einen Tag für Mama, einen Tag zum Verwöhnen, Frühstück machen, mit Papa Essen kochen oder grillen. Ganz viel zusammen spielen, Familie sein. So war Muttertag, als ich klein war.

Als Teenager habe ich den Muttertag irgendwann rebellisch gestrichen, ganz im Sinne meiner Überzeugung Liebe braucht keinen Valentinstag. Doch zeigen wir unseren Eltern das ganze Jahr über, dass wir sie lieb haben? Gerade als Teenager eher nicht, vor allem nicht, wenn Eltern nerven, man solle lernen, aufräumen … Das tut mir leid, aber ändern kann ich es heute leider nicht mehr.

Heute ist Muttertag. Ich bin selber Mama, meine Töchter machen mir ein besonderes Frühstück. Meine Mama ist unterwegs, genießt ihr Leben und das ist gut so!

Meine Eltern sind große Klasse! Denn, auch wenn ich nicht immer einfach war und auch immer noch ein Dickkopf bin, halten sie immer zu mir.

Danke für alles!

Ich habe euch lieb!

Ihr seid immer da, wenn ich euch brauche!

Ihr seid mir nie lange böse!

Ihr habt immer auf mich aufgepasst!

Ihr habt alle Launen immer ertragen!

Wir sind eine Familie mit Höhen und Tiefen, aber keiner kann uns reinreden.

Gemeinsam sind wir stark!

Auch ihr habt es nicht immer leicht und ich bin für euch da, so gut ich kann. Ich hoffe, das wisst ihr!

Genießt die Zeit unterwegs!

Wir sehen uns bald wieder, auf der großen Familienfeier!

Liebe Mama,

wünsche Dir heute ganz viel Sonne und leckere Erdbeeren!

Alles Liebe zum Muttertag <3 

Klein-Stephanie, meine Mama und ihre Mama – (c) Familienbild

In unserer Familie werden gerne Karten und Brettspiele gespielt. Damit habe ich offenbar bereits früh angefangen ;-). Hoffentlich habe ich Oma damals Glück gebracht, später in den Ferien bei Oma, habe ich sie meistens abgezockt ;-).

π-Day und die Zahl 17 – ein Zahlenspiel der Liebe

  1. Der 14. März – 14.3. ist auch als π-Day bekannt.

Menschen, die an diesem Tag Geburtstag haben, können sich zumindest die ersten drei Zahlen von π gut merken.

 

Die Zahl 17 wiederum ist eine Primzahl und somit auch etwas ganz besonderes genau wie die junge Dame, die am heutigen  π-Day 17 Jahre alt wird <3, meine Tochter.

Blicke ich zurück auf die letzten 17 Jahre, so habe ich manchmal das Gefühl aus einem Traum zu erwachen, so lange ist das her, unglaublich viel passiert und doch war es erst gerade eben, als ich dieses kleine Bündel Leben in den Armen hielt, im Krankenhaus quengelte, endlich mit ihr nach Hause gehen zu dürfen … Inzwischen ist sie größer als ich …

Die ersten 17 Jahre meines Lebens vergingen doch viel langsamer, wie ewig lange habe ich meinem Geburtstag entgegengefiebert …

Dazwischen lag das eine Jahr, das alles veränderte …

In neun Tagen (noch eine schöne Zahl) habe ich dann Geburtstag und blicke auf zwei unglaubliche Lebensphasen zurück. Doch es liegt noch so viel vor uns!

Während du, mein Kind, dich mit der spannenden Frage befasst, welchen Ausbildungsweg du gehen sollst, bemühe ich mich gerade um meinen Traumjob.

Es war nicht immer alles einfach, aber es ist unser Leben und es ist gut so, wie es ist!

Manches wäre ohne dich auch gar nicht möglich gewesen. Hätte ich doch anno 2001 mit einem Abischnitt von 1,9 niemals einen Studienplatz für Psychologie bekommen, genau wie 2003, als es ganz knapp nicht gereicht hatte …

Heute ist daher der Tag an dem ich Dir sagen möchte:

Ich bin unglaublich stolz auf dich. Auch wenn ich sicher nicht immer alles richtig gemacht habe, ist aus dir ein wunderbarer Mensch geworden und ich habe dich schrecklich lieb!

Wir beide sind ein tolles Team, aber dazu gehören noch zwei weitere wichtige Menschen: deine kleine Schwester und der wunderbare Mann, der nun seit 20 Jahren (ehrlicherweise erst im Dezember) nicht von meiner und auch eurer Seite weicht!

Zwei weitere wichtige Menschen in unserem Leben sind meine eigenen Eltern, die immer für uns da sind!

Auch deine anderen Großeltern sind etwas ganz besonderes und es ist traurig, dass deine Oma heute nicht mehr bei uns ist. Gerne erinnern wir uns an ihr letztes Geschenk an dich, wie sie tapfer bis zum 15. März gewartet hat, so dass wir heute feiern und morgen trauern können.

An meine liebe Familie:

Ich liebe euch und bin so froh, dass es euch gibt!!!