Bob, ein lebensrettender Kater

Bob, der Streuner ~ James Bowen
Bob, der Streuner ~ James Bowen

Es ist eine wahre Geschichte, eine ehrliche Geschichte, eine wie viele, die nicht erzählt, nicht gehört, aber vor allem tabuisiert werden. Es ist die Geschichte von James, James der viel Scheiße gebaut hat, auf der Straße lebte, Drogen nahm und von der Gesellschaft missachtet wird, wie so viele.

Umgang mit „betteln“

Was denkt ihr, wenn ihr auf der Straße angesprochen und um Geld gebeten werdet? Verachtet und verurteilt ihr diese Menschen? Gebt ihr ihnen Geld oder etwas zu Essen? Sprecht ihr mit ihnen?

Ich gehe unterschiedlich damit um, versuche die Menschen nicht mit Missachtung zu strafen und wenn ich ihre Bitten ablehne, wenigstens freundlich zu sein. Eine Zeit lang saß jemand vor dem Supermarkt nahe meiner Arbeitsstelle. Ich kaufte im Herbst regelmäßig eine Kiste Mandarinen und gab davon welche ab. Ich bekam dafür ein Lächeln und hatte dabei das Gefühl das richtige zu tun. Eine Kollegin folgte der Idee. Bei Straßenmusikern fällt es mir tatsächlich leichter. Wenn mir die Musik gefällt, werfe ich gerne eine Münze in den Hut/Gitarrenkasten/etc.

Was sind das für Menschen, die auf der Straße leben? Was ist schief gelaufen?

Ich weiß es nicht, vermag es mir nicht vorzustellen. Vielleicht spielt auch die Angst mit rein, dass auch mir das passieren könnte, dass auch ich eines Tages durchs Netz falle, nicht mehr aufgefangen werde, nicht mehr weiter weiß und auf der Straße lande.

Wie seht ihr das? Wie geht ihr mit Menschen um, die euch um Geld bitten oder mit Straßenmusikern? Habt ihr besondere Erfahrungen gemacht?

Was ist James Geschichte?

James hatte es bereits als Kind schwer, zog mit seiner Mutter viel um, fand keinen Anschluss, wurde viel gemobbt. Mit 16 lief er von Zuhause weg, seine einzige Stärke, wie er sagt, sich selbst in Schwierigkeiten bringen. Doch er hat noch eine Stärke, eine Leidenschaft. Seine Musik.

Bei allem, was schief lief, ihn dazu brachte mit den Drogen anzufangen und schließlich eine Zeit lang auf der Straße zu schlafen. Ihm blieb die Musik. So verdiente er sich sein Geld in London als Straßenmusiker, nicht legal, aber er kam über die Runden.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus James Leben!

Bob, der Lebensretter

Eines Tages fand James einen verletzten Kater vor seiner bescheidenen Sozialwohnung. An dieser Stelle beginnt das Buch. Er kümmerte sich um das Tier, wollte ihn wieder frei lassen. Doch Bob blieb bei James, sie wurden Freunde, eine Familie, ein Team.

In seinem Roman „Bob, der Streuner“ erzählt James persönlich seine Geschichte von seinem Leben als Straßenmusiker, seiner Vergangenheit und der Begegnung mit dem Kater. Ehrlich, gefühlvoll und Mut machend für all jene, die abgestürzt sind und ihr Leben wieder ändern möchten.

Bob und James in einfacher Sprache

Ganz ehrlich, die Geschichte hat mich berührt. Mir war während des Lesens nicht mehr bewusst, dass sie in einfacher Sprache erzählt (übersetzt) wurde. Da waren nur noch James und Kater Bob.

Eine Geschichte, die es wert ist gehört zu werden, eine Geschichte über jemanden am Rande der Gesellschaft. Eine Geschichte, die in einfacher Sprache Menschen dabei hilft einen Zugang zum Lesen zu finden.

Schaut hin

Die Geschichte von James Bowen und Bob ist auch verfilmt worden. Der Film „Bob der Streuner“ ist derzeit auf Netflix verfügbar. Auf welchem Weg auch immer, verschließt nicht völlig die Augen vor dem Thema, dass Menschen anders leben und manche davon am Rande der Gesellschaft.

Kennt ihr eigentlich Leeroy Matata? Auf seinem Kanal „Leeroy wills wissen“ spricht er mit sehr interessanten Leuten und fragt „Wie ist es xy zu sein bzw. z getan zu haben?“. Reinschauen lohnt sich!


Das Buch wurde mir vom Spaß am Lesen Verlag zur Verfügung gestellt. Link zur Verlagsseite mit Leseprobe

Bon, der Streuner
James Bowen
Text in einfacher Sprache Isabel Wirtz
Spaß am Lesen Verlag
Sprachniveau A2/B1
ISBN 978-3-947185-62-7

FutureCamp18 – Jugend digital

FutureCamp18 - Begrüßung

FutureCamp18 – Begrüßung  v.l: Peter Bröxkes (Amt für Kinder, Jugend und Familie, Stadt Bonn), Johannes Schlarb (Deutsche Telekom Stiftung), Aziza El-Gindi (Bonn Digital) und Sascha Foerster (Bonn Digital)

Ich liebe BarCamps. Das FutureCamp ist ein BarCamp und doch anders. Es ist ein BarCamp für Jugendliche. Dort wird nicht über sie geredet, sondern mit ihnen und vor allem wird ihnen ein Rahmen gegeben, sich selbst zu digitalen Themen auszutauschen. Nur wenige Erwachsene hatten Zutritt und ich hatte das große Glück dabei sein zu dürfen! Das FutureCamp18 fand am 22. September 2018 im Haus der Jugend Bonn statt, initiiert von der Telekom Stiftung und der Stadt Bonn, veranstaltet von Bonn Digital.

Format BarCamp für Jugendliche

Es war bereits das zweite Jugend-BarCamp in Bonn und garantiert nicht das letzte! Zielgruppe waren Jugendliche aus Bonn und Umgebung zwischen 12 und 21 Jahren.

Lernt Digital-Profis kennen, übt Programmieren und probiert Virtual Reality aus. Mit euch gemeinsam gestalten wir das Programm! (Veranstaltungsseite)

Wie es sich für ein BarCamp gehört, gestalten die Teilnehmer das Programm! Jeder kann ein Thema vorschlagen, eine vorbereitete Session halten, oder eine Frage stellen, die gemeinsam diskutiert wird. Eine Besonderheit des FutureCamps war, dass sich bereits im Vorfeld ein paar Erwachsene gefunden haben, die etwas anbieten würden. Doch auch wir mussten unsere Ideen bei der Session-Planung vorstellen und das Interesse abfragen!

Aufregend war für viele sicher die Vorstellungsrunde. Ich weiß, wie sehr es manche Erwachsene stresst, kurz aufstehen zu müssen, den eigenen Namen und drei Hashtasgs zu nennen. Die Jugendlichen haben das großartig gemacht und es war spannend. Erwachsene nennen meist ihre berufliche Ausrichtung, Projekte, Themen mit denen sie zum BarCamp gekommen sind. Die Jugendlichen nennen ihre Interessen und Hobbys.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Ich bin ein kleiner Komet und du?

So lautete das Thema meiner Session. Es ging um das eigene „Ich im Netz“, ein offenes Diskussionsangebot, ohne belehren zu wollen. Ein wichtiges Thema, aber deutlich weniger attraktiv als Gaming, VR-Technik, Programmieren, 3D-Druck oder beliebte YouTuber persönlich treffen und von ihnen zu lernen. Das waren einige der anderen „erwachsenen“ Angebote.

Bereits im Vorfeld habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie ich das Thema interessant darstellen könnte. Tja und dann stand ich da und niemand meldete sich, als das Interesse abgefragt wurde. Macht nichts, ich bekam trotzdem einen Raum und es wurde eine sehr kleine, aber schöne Gesprächsrunde. Und das bei elf parallelen Angeboten!

Im Vorfeld hatte ich mir einige Fragen und Impulse überlegt, über die wir diskutieren könnten, je nach Interessen und Erfahrungen der Teilnehmer. Die konnte ich auch gut gebrauchen. Laptop hatte ich ebenfalls dabei, um die Möglichkeit zu haben, verschiedene Profile im Netz anzusehen.

Die tatsächlich stattgefundene Session möchte ich nicht im Detail berichten, dafür war es zu persönlich. Meine Idee werde ich weiter entwickeln.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Storytelling mit Lucas

Ein nicht so beliebtes Angebot zu haben, hatte einen Vorteil, ich konnte mehr vom FutureCamp miterleben. So startete ich den Tag mit Lucas. Er ist 15 Jahre alt und macht geniale Fotos. Schaut euch mal sein Instagram-Profil an. Konzerte besucht er übrigens schon sehr lange und gerne mit seinem Vater. Künstler und Magazine engagieren ihn bereits.

Lucas hat ein gutes Auge und ein Gespür für szenische Darstellung. Geschichten mit Bildern erzählen war sein Angebot. Er war gut vorbereitet, gab eine knappe theoretische Einführung und zeigte einige Bildbeispiele.

Dann hatte er eine interessante Aufgabe für uns: Wir sollten eine Geschichte erzählen, in ca. 10 Bildern, dabei mit einem Objekt beginnen und durch freie Assoziation weitere Motive finden …

Es hat Spaß gemacht und gab mir die Gelegenheit einige Eindrücke aus den anderen Sessions zu sammeln. Mein Ergebnis:

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Kranich entdeckt das #futurecamp18 . #Storytelling mit @lucas_photoblog – danke dir für die #Inspiration . #Fotografie #coding #3ddruck #Freundschaft #Assoziation

Ein Beitrag geteilt von Stephanie Bloggerin (@kleiner_komet) am

Danke für den Input und die Inspiration!

Pizzaschlacht

Um 13 Uhr gab es im großen Saal Pizza und Salate.

Ich liebe Pizza!

Pizza und viele gute Gespräche, das war fantastisch!

Bild 7 von Sascha auf Instagram

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

#Futurecamp18. Mehr als ein Hashtag…

Ein Beitrag geteilt von Sascha Foerster (@sascha_foerster) am

Youtube

Julian „Julez“ Weissbach ist YouTuber, war beteiligt an den erfolgreichen Formaten Ponk und Snoozze. Inzwischen gibt er Workshops, berät YouTuber und Unternehmen. Unter anderem hat er mit Bianca (Bibis Beauty Palace) zusammen gearbeitet.

FutureCamp18 Julez

Julez und Sascha bei den Vorbereitungen zur YouTube Session

Sein Workshop war eine gute Mischung aus seiner eigenen Geschichte, Beispielen und guten Tipps für alle, die selbst Videos machen möchten. Es ist verdammt viel Arbeit!! 14 bis 18 Stunden für ein 3-Minuten Video. Dreh plus Schneiden! Viel zu beachten gibt es ebenfalls, insbesondere, wenn Menschen im Video zu sehen sind. DSGVO hat das nicht einfacher gemacht. Dabei reicht es nicht hin und wieder mal ein Video zu machen und es hochzuladen, wenn man so weit ist. Regelmäßiger Content, idealerweise 1 bis 2 Videos pro Woche zu festen Zeiten (gilt auch fürs Bloggen)!

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Ein Erfolgsrezept ist die Zusammenarbeit mit bereits bekannten Personen, was natürlich nicht jedem möglich ist! Im ersten Video von Ponk trat Roberto Blanco auf, kannte übrigens von den Jugendlichen keiner. Roberto hatte eine starke Reichweite, als er 2012 das Video teilte und so bekam es sehr schnell sehr viele Klicks.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ein wichtiger Rat an alle, die überlegen auf YouTube zu starten kam von Leeroy Matata (YouTube), der ebenfalls zwei Sessions zum Thema YouTube angeboten hat:

Wenn du Angst vor Hatern oder Mobbing hast, lass die Finger von YouTube. (frei zitiert aus seiner InstaStory, Instagram-Profil).

Der Rat stand über einem Bild mit Beispielen, die er regelmäßig zu lesen bekommt. Leeroy ist sitzt im Rollstuhl und ist schwarz, zwei Angriffspunkte – dämlich, aber manche Menschen ticken leider so. Sie wollen ihn gar nicht näher kennen lernen, das Urteil fällt mit dem ersten Blick. Leeroy ist ein netter Kerl, sehr offen und herzlich. Wir haben uns auf dem BarCamp Bonn bereits kennen gelernt.

FutureCamp18 Leeroy Matata

Leeroy Matata

Erfolg auf YouTube hat seine Schattenseiten, mit denen muss man umgehen können. Dies gelingt am besten, wenn man ein gutes Umfeld hat aus dem man viel Bestätigung bekommt und sich dann solche Kommentare nicht zu Herzen nehmen braucht.

Fazit

Es war für mich eine sehr inspirierende und tolle Veranstaltung! Voneinander zu lernen finde ich sehr wertvoll, insbesondere wenn dabei weder Alter, noch Herkunft oder Erfolg eine Rolle spielen. BarCamps bieten die Chance einander auf Augenhöhe zu begegnen. Ich hatte ein paar sehr schöne Begegnungen! Ich bin jederzeit wieder gerne dabei, fände eine Veranstaltung für Erwachsene mit Jugendlichen Referenten ebenfalls toll. Sascha fragte am Ende, wie es für die Jugendlichen gewesen wäre, wenn die Eltern dabei wären – schwierig.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Das nächste Event ist für den 8.12. im Bonner Norden im Jugendzentrum „Uns Huus“ in Kooperation mit dem Haus Mondial, Caritasverband Bonn e.V. geplant. Schaut einfach auf: https://FutureCamp.digital und seid wieder dabei! #FutureCamp18 (Facebook)

Aziza und Sascha von Bonn Digital beenden das FutureCamp18 im Haus der Jugend

Aziza und Sascha von Bonn Digital beenden das FutureCamp18 im Haus der Jugend

Bildung und Inspiration auf dem BCBN18

Johannes und Sascha bei der Abschluss-Session an Tag 2

Warum ich Barcamps liebe?

Menschen mit ganz unterschiedlichen Themen, Erfahrungen und Interessen kommen zusammen, um sich entweder zu einem Oberthema oder gar themenoffen auszutauschen.

Das Barcamp Bonn hat 2018 beides angeboten: Tag 1 zum Thema Bildung und Tag 2 themenoffen, für alle aus Bonn und der Region. Manche waren weiter gereist und ebenso willkommen.

Auf jedem BarCamp habe ich bisher:

  • wertvolle Kontakte geknüpft
  • viel gelernt
  • viel Inspiration erfahren

Ein Barcamp ist eine Veranstaltung zum freien und kreativen Netzwerken!

Es geht hier nicht um Karriere oder Selbstdarstellung – na gut manch einer erweckt dann doch den Eindruck – sondern um Kommunikation auf Augenhöhe. Daher auch das zumindest temporäre „Du“ untereinander. Es werden Erfahrungen ausgetauscht, Themen diskutiert und über Leidenschaften und Hobby-Projekte gesprochen.

Mir macht es jedes Mal so viel Spaß, dass ich mit zwei Freunden, dem Heftehaufen-Martin und dem Zeitreisenden Volker, ein eigenes BarCamp plane, ein themenspezifisches, wobei themenspezifisch auch immer offen ist, denn BarCamp ist, was die Teilnehmer daraus machen.

Unser BarCamp wird ein PerryCamp rund um Perry Rhodan, Science Fiction und alles, was die Teilnehmer mitbringen. Es wird garantiert großartig! Ich kann es kaum erwarten, euch mehr zu erzählen.

BarCamp Bonn 2018 | Bonn

Bild: Hakan Cengiz

BCBN18

Das Barcamp Bonn 2018 war wieder einmal großartig. Herzlichen Dank an Sascha und Johannes von Bonn Digital für die Organisation der Rahmenbedingungen!

Ich hoffe sehr, dass es 2019 erneut ein Barcamp Bonn geben wird. Ich bin dabei und twittere wieder fleißig mit!

Twitter war dieses Jahr besonders wichtig, da viele Teilnehmer von der bösen Influenza ergriffen waren und es wurde viel getwittert, woran ich nicht ganz unbeteiligt war.

Veranstaltungsplanung mit Open Source Software

Scotty beim Session Pitch
Bild: Hakan Cengiz

Scotty ist Organisator der FrOSCon in St. Augustin. Eine Veranstaltung zur freien Software und Open Source verwendet natürlich auch als Veranstaltungstools freie Software.

Hierzu hat Scotty in seiner Session einige vorgestellt. Das Fazit der Session für die Teilnehmer:

Open Source ist geil, aber nicht für jeden einfach zu bedienen.

Allerdings brauchst du nur einen Typen wie Scotty, der macht dir für Geld alles so, dass es läuft.

Das funktioniert wirklich, habe schon einen Informatiker vermittelt, der Änderungen an einer Open Source Eyetracking-Software gegen Geld für ein Projekt an der Uni Bonn vorgenommen hat.

Kinder brauchen Helden

Mélina bei Session Pitch
Bild: Hakan Cengiz

Mélina Garibyan brennt für Storytelling, hat eine eigene Storytelling Agentur gegründet und ich höre ihr unheimlich gerne zu, wenn sie darüber spricht. Mich fasziniert sie jedes Mal aufs Neue, denn sie berührt mit dem Thema Storytelling ein inneres Bedürfnis in mir, Geschichten zu erzählen. Ausführlich habe ich bereits zum SozialCamp über „Storytelling mit Mélina“ geschrieben.

Diesmal ging es um die „Heldenreise“, die vielmehr ist als eine literarische Form. „Held“ beinhaltet selbstverständlich auch Heldinnen!

Helden müssen keine Superhelden sein! Die Hobbits Bilbo und Frodo von Tolkien sind wunderbare Beispiele dafür, wie aus einem kleinen Hobbit ein großer Held werden kann.

Die Heldenreise selbst beinhaltet 12 Etappen, beginnend in gewohnter Umgebung und dem darauf folgenden Ruf zum Abenteuer.  Zentral ist der Konflikt und dessen Bewältigung, aus der der Held oder die Heldin verändert hervor geht.

Ich werde mich definitiv noch ausführlicher mit dem Thema Heldenreise und dem Thema Storytelling beschäftigen.

Karin ist nicht Shakira

Karin aka Bonngehtessen im Hörsaal vor der Eröffnung, übrigens gerade im Gespräch mit mir, links ein Stück meines Arms zu sehen, ist ja fast wie ein Selfie mit Shakira – aufgenommen von Hakan

Kennst Du „Bonn geht essen„?

Falls nicht, kommst du vielleicht nicht aus der Region Bonn, denn hier ist Karin berühmt. Selbst konnte ich schon Leute damit beeindrucken, dass ich sie persönlich kenne. Es war allerdings niemals Karins Plan, Star oder Influenzer zu werden, wie es sich so viele Teenies erträumen.

Karin geht einfach gerne essen und hat am 11.11.2013 angefangen darüber zu bloggen.

In ihrer Session bestätigte sie mir, was ich selbst auch ganz fest glaube: Bloggen ist Leidenschaft! Schreibe über das, was dich interessiert und wenn du das mit Leidenschaft tust, begeisterst du auch andere.

Karin ging ohne großen Plan an die Sache und wurde damit groß-artig. Das finden auch ihre Fans, denn inzwischen hat sie einen eigenen Fanclub, Fans, die bei ihr klingeln, weil sie Selfies wollen und für sie völlig überraschend: Teenager, die sie als Star behandeln.

Trotz all dem Trubel geht Karin noch gerne essen und kann es auch genießen.

Essen ist Gemeinschaft, zusammen kommen, reden und reflektieren.

In der Popcorn-Lounge bei Hakan hat sie auch ein wenig geplaudert:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wo bleibt Zeit und Raum für Persönlichkeitsentwicklung?

Zu diesem Thema habe ich selbst eine Session angeboten, Fragen mitgebracht und eine Diskussion angeregt. Über allem stand die Frage, wie können wir für uns selbst, die Jugend Entwicklungsräume schaffen?

Als Einstieg haben die Teilnehmer kurz über sich selbst reflektiert und die folgenden Fragen in drei Hashtags (wir sind ja auf einem BarCamp) für sich beantwortet:

  1. Wer bin ich? (3 Eigenschaften)
  2. Wer war ich in meiner Jugend (3 Eigenschaften)
  3. Überlege, was dazu geführt hat, dass du dich von 2 zu 3 entwickelt hast?

Diese Überlegungen blieben privat, sollten helfen in die offene Diskussion einzusteigen:

Ist in unserer Gesellschaft genügend Raum zum ausprobieren, zum Fehler machen und Erfahrungen sammeln?

  • Was braucht Persönlichkeitsentwicklung?
  • Wo kann Entwicklung stattfinden?
  • Welche Bedingungen fördern Entwicklung?

Nebenbei habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich das handschriftliche Schreiben am Flipchart üben muss … leserlich und nicht im Chaos endend wäre hilfreich. Daher kann ich euch auch hier nicht einfach ein Bild der Notizen online stellen …

In einem kreativen Brainstorming haben wir einiges zusammen getragen:

„Orte“ an denen Entwicklung stattfindet – Entwicklungsräume
  • Schule /Arbeit
  • im Kopf
  • unter der Dusche
  • Meditation/ Entspannung
  • beim alleine sein
  • auf Reisen
  • Sport
  • Musik hören
  • unter Freunden
  • in der Familie
  • unter Menschen
  • in den Sozialen Medien
Entwicklungsbedingungen – Auslöser, sowie Rahmenbedingungen

Die zweite und dritte Fragen gingen ineinander über, daher fasse ich die Punkte hier zusammen unter den Entwicklungsbedingungen, die Veränderungen möglich machen und führe die ursprünglich als Tabelle angelegten Notizen ein wenig aus.

  • erfahrene Wertschätzung in der Schule/Arbeit, dafür sind Zeit, Wille und Haltung der Lehrer bzw. Vorgesetzten notwendig
  • Dringlichkeit zur Veränderung spüren und sich Fragen stellen: „Wer will ich sein?“ „Warum?“

„Warum?“ ist eine zentrale Frage des Lebens, die Frage mit der kleine Kinder ihre Eltern in den Wahnsinn treiben. Dennoch eine Frage, die Lernen und Entwicklung möglich macht und deswegen dringen zugelassen werden muss!

In der Session am nächsten Tag zum „Empowerment“ spielte das „Warum“ erneut eine wichtige Rolle, denn auch in dieser ging es um Entwicklung, um Motivation und Perspektiven von Jugendlichen. Natürlich gibt es auch hier einen logischen Zusammenhang, denn Marvin brachte die Frage nach dem „Warum“ auf, er ist derjenige, der ein spannendes Schulprojekt mit Leeroy gestartet hat (dazu am Ende des Beitrages mehr).

  • Visionen inspiriert durch Lehrer oder Vorbilder
  • Erfolg, auch sozialer Erfolg, gibt Kraft, motiviert und führt zum Wunsch nach mehr
  • Es braucht Fehlertoleranz und Zeit – man muss sich ausprobieren dürfen
  • Entwicklung braucht auch Krisen, als Auslöser und als Herausforderung, um an ihnen zu wachsen, hier schlagen wir den Bogen zu Mélina und der Heldenreise
  • gegebene Werte reflektieren und sich eine eigene Meinung bilden
  • Wille zur Veränderung  – der Wunsch nach einem erfüllten/ besseren Leben (wir haben lange über erfüllt versus besser disutiert)

Auch über den „Willen“ haben wir diskutiert. Ist der Wille, sich zu verändern der Auslöser, oder braucht es zuvor nicht eher die Reflektion über den Ist-Zustand?

  • materielle oder emotionale Unzufriedenheit
  • Krankheit
  • Familienbedingungen – warum schaffen es manche in ein „gutes“ Leben, während andere einen kriminellen Weg gehen?
  • Resilienz, Feedback und Selbstwirksamkeit spielen eine Rolle im Entwicklunsgprozess

Stellt gerne eure eigenen Überlegungen an, zieht euer eigenes Fazit. Ein Gedanke einer Teilnehmerin gebe ich euch noch mit auf den Weg:

Tag 2 – themenoffenes Barcamp

Der Schwerpunkt „Bildung“ gilt am zweiten Tag nicht mehr, alles ist möglich.

Facebook Panik

Facebook ändert den Algorithmus und Seitenbetreiber brechen in Panik aus, sie verlören ihre Reichweite. Meine Reichweite auf Facebook ist bescheiden, daher mache ich mir keine Sorgen. Dennoch habe ich wertvollen Input aus der Session von Tim mitgenommen oder vielmehr eine Erinnerung an das Wesentliche:

Wer guten Content hat, braucht die Änderungen im Algorithmus nicht fürchten.

Man sollte immer guten Content haben!

Was ist guter Content?

Interessant, informativ oder unterhaltsam. Vielleicht auch alles gleichzeitig 😉

Mastodon

Neugierige und User von Mastodon – Ein Blick auf die Session-Teilnehmer

Was ist das? Kann man das essen? Ein Mammut? Ähm ja, das kann weg oder doch nicht?

Kurz gefasst ist Mastodon ein Soziales Netzwerk auf Open Source Basis. Weitere Erklärungen überlasse ich Johannes von Bonn Digital.

Ich habe es vor Monaten mal ausprobiert und mich nach dem Barcamp wieder angemeldet, inzwischen ist es auch als App nutzbar. Ihr findet mich als kleinerKomet@bonn.social, auf der lokalen Instanz für Bonn, aber auch von allen anderen aus erreichbar.

Empowerment mit Marvin und Leeroy

Marvin bei der Vorstellungsrunde an Tag 1

Marvin Wilson bei der Vorstellungsrunde an Tag 1
Bild Hakan Cengiz

Marvin und Leeroy (Instagram) habe ich bereits am ersten Barcamp-Tag kennen gelernt, zwei sympathische junge Männer, die bereits die Session zur Persönlichkeitsentwicklung mit ihren Gedanken bereichert haben. Zu dem Zeitpunkt wusste ich, dass Marvin  Psychologie studiert, allerdings noch nicht, was für ein cooles Projekt die Beiden am Start haben.

Leeroy ist mit seinem YouTube Kanal Leeroy Matata bei den Jugendlichen bekannt und ist daher bei den Schülern besonders willkommen.

Eine Frage bewegt Marvin sehr:

Warum?

Warum soll ich etwas tun? Warum etwas verändern? Warum zur Schule gehen?

Er hat mir am Vortag noch einmal bewusst gemacht, wie zentral diese Frage für unser Leben ist. Ich glaube, ich habe sie lange nicht mehr gestellt, sondern vielmehr auf die Gegebenheiten reagiert, spontan, kreativ oder einfach, weil das Leben weiter gehen muss.

Finden wir Antworten auf die Fragen des Warum, haben wir ein Motiv, eine Motivation für unser Handeln, sehen einen Weg in die Zukunft.

Jugendliche tappen oft im Dunkeln, sehen keinen Weg, keine Antworten, keine Motive, keine Motivation.

Nicht alle! Aber für all die, die sich vielleicht gar nicht erst die Frage stellen oder die keine Antworten haben, bieten Marvin und Leeroy ein Schulprojekt an, ein Empowerment-Workshop. Sie gehen an Bonner Schulen und Schulen in der Umgebung. Dort bieten sie ehrenamtlich und für die Schulen kostenfrei ihren Workshop an. Sie machen Rollenspiele mit den Schülern, geben ihnen Freiraum, hören zu, diskutieren und bringen ihnen Respekt entgegen.

Mit 21 und 25 Jahren sind Leeroy und Marvin selbst noch sehr jung und werden von den Schülern akzeptiert. Zugleich bringen sie Lebenserfahrung mit, Leeroy sitzt im Rollstuhl und Marvin hat in seiner Schullaufbahn mehrere Schulen besucht. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass sie den Schülern einiges zu bieten haben. Die Akzeptanz durch die Jugendlichen ist für mich nicht nur eine Frage des Alters, sondern auch des Auftretens der beiden!

Außerhalb der Session haben sie noch einige Anekdoten aus dem Projekt erzählt, die ich gar nicht alle in diesem Beitrag wieder geben kann. Ich bin beeindruckt und hoffe die Jungs erreichen noch viele Jugendliche, denn das Feedback ist da, dass sie etwas bewirken.

In der Session selbst und auch im Anschluss haben wir viel diskutiert und überlegt, wie das Projekt weiter gehen kann. Ich glaube, wir dürfen gespannt sein, was noch alles kommt!

von links: Lehrer Marcel, Marvin und Leeroy

Danke

… an Sascha und Johannes für die Organisation.

… an die vielen freiwilligen Helfen, ohne die alles nicht funktioniert hätte.

… an die Sponsoren, ohne die das BarCamp nicht möglich gewesen wäre.

… an alle, die dabei waren und die beiden Tage zu zwei wunderbaren Tagen gemacht haben!

Ich freue mich auf nächstes Jahr, wenn es hoffentlich ein #bcbn19 geben wird!

Weitere Beiträge

Das #bcbn18 hatte noch viel mehr zu bieten, daher lohnt es sich sehr auch bei den Berichten der anderen Teilnehmer reinzuschauen.

Mélina von Charme und Melone berichtet über die Hip Hop Session.

Pia berichtet, wie sie den Tag mit ihrem Sohn erlebt hat, der spontan am Ende einen Teil einer Session übernommen hat, als die Technik nicht lief. Mélina und mich hat er gut unterhalten (siehe Bild im Beitrag).

Aziza war u.a. bei Yasemin Akdemir in der Session, die ich leider verpasst habe, dafür war ich in der Session, die Yasemin selbst gerne besucht hätte.

Olav war auch dabei und fasst sich kurz zum ersten Tag „Bildung“. Wir sind uns öfter begegnet, ohne wirklich miteinander ins Gespräch zu kommen, auch das ist BarCamp, zu viele interessante Menschen, zu wenig Zeit.

Kristine hat komplett andere Sessions besucht als ich und verkündet am Ende eine gute Neuigkeit, über die ich mich sehr freue.

Christopher ist mir in der Mastodon-Session begegnet, bot meinem Mann großzügig an, einen Mastodon-Server aufzusetzen, würde der auch schaffen, aber die Kosten müssen nicht sein. Ansonsten gibt es in seinem Beitrag einen eingebundenen Video-Einblick in die Ukulele Session, sowie zum entstandenen Podcast,Heimautomatisierung und bedingungsloses Grundeinkommen.

Auch Johannes war auf dem ChaosCamp, schließlich hat er es organisiert das #bcbn18. Lieber Johannes wir sind Bonn, waren in Augustin, aber wir sind das Rheinland und hier gilt das Kölsche Grundgesetz: Et hätt noch emmer joot jejange! 

 

Die Liste wird gerne erweitert, nehme Hinweise gerne an!