Sonntagskapitel 78 – Zwergenmine

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Blogroman, Sonntagsgeschichte Kapitel 78 Zwergenmine

Die Hände in die Hüften gestemmt, stand der Zwergenkönig breitbeinig vor dem Eingang der Mine. Diese Körperhaltung und sein strenger Blick ließen ihn bedrohlicher aussehen als seine Körpergröße annehmen ließ. „Mein Freund“, sprach Opa Henry seinen Seelengefährten mit ruhiger Stimme an. Langsam ging er mit offenen Armen auf den König zu. Josephine und die beiden Jungs hielten sich noch zurück. Sie begutachtete den Eingang zur Mine und fragte sich erneut, ob dies der Ort war, den sie bei ihrem ersten Kontakt mit der Anderswelt von der Rheinaue aus gesehen hatte. Doch sie war damals zu verwirrt gewesen, um sich Details zu merken. Einige Zwerge mit ihrem Werkzeug hatte sie damals gesehen. Heute stand nur einer hier und war offenbar gewillt, sie nicht durchzulassen. Sven legte ihr seinen Arm um die Schultern, während Lukas zu ihrer linken, nervös an seinen Fingernägeln zu kauen begann. Sie nahm seine rechte Hand und er drückte sie dankbar. Schließlich ging es hier um das Glück seiner Seelengefährtin.

Wer war eigentlich Lars Seelengefährte? Sven sah ihm zum Verwechseln ähnlich, aber bedeutete das, dass sie eine Verbindung hatten? Als sie im Wald waren schien Sven nichts gespürt zu haben. Er hatte keine Reaktion gezeigt, außer der Überraschung, wie sie alle, schien nicht magisch angezogen worden zu sein, weder von der Stelle, an dem sein Seelengefährte versteinert stand, noch von ihm selbst. Konnte es einen anderen Grund für die Ähnlichkeit geben?

Was war mit der kleinen Marie? Sie schien eine starke Verbindung zu ihrem viel älteren Adoptiv-Cousin zu haben und in ihm Schneewittchens Prinzen zu sehen. Lag das nur an seinen Geschichten und ihrer kindlichen Phantasie? Es erschien Josephine so viel plausibler.

Sven riss sie aus ihren Gedanken, weil er zu zittern begann. Sie sah ihn überrascht an, erkannte seinen starren Blick und folgte diesem. Ein weiterer Zwerg war aus der Mine getreten. Er sah aus wie Lars, in kleiner. War Lars zu seiner Zwergengestalt zurück gekehrt? Hatte Sarah ihr nicht erzählt, dass ihr Prinz gar nicht so klein wie die anderen Zwerge war, vielmehr menschlich wirkte?

Dann war da auch noch Svens Reaktion, ein beinahe magisches zittern hatte ihn ergriffen und wie in Trance ging er auf den Zwerg zu. Josephine hatte er los gelassen und sie verfolgte gespannt, was passieren würde. Auch der Zwerg kam auf Sven zu und sie trafen sich in der Mitte des Weges zwischen ihnen, so dass sie beinahe direkt neben Opa Henry und seinem Seelengefährten stehen blieben.

„Das ist doch verrückt“, flüsterte Lukas Josephine zu. Diese nickte nur, den Blick starr auf die Szene vor sich gerichtet. Beide bleiben als stumme Beobachter stehen.

„Darf ich euch meinen Sohn Fundin vorstellen. Er ist der Zwillingsbruder von Lars, wie ihr meinen Sohn Lundin nennt.“ Fundin deutete eine höfliche Verbeugung an, wobei er seinen Kopf leicht senkte, dann aber wieder Sven anstarrte. „Bisher hat er sich von der Menschenwelt fern gehalten. Das Schicksal seines Bruders hat ihn schwer getroffen. Wie ich sehe, hat ihn das beinahe um die Begegnung mit seinem Seelengefährten gebracht.“

Also waren sie tatsächlich Seelengefährten. Josephine und Lukas drückten gleichzeitig vor Aufregung ihre Hände, dass es beinahe schmerzte. Doch sie waren zu aufgeregt, um den Schmerz zu spüren. „Du siehst selbst“, begann Henry erneut zu sprechen. Erst jetzt merkte Josephine, dass sie das vorherige Gespräch zwischen Herny und dem Zwergenkönig verpasst hatte. „Die Verbindung zwischen zwei Seelengefährten ist stark. Nicht nur diese, auch die zwischen zwei Liebenden ist es. Deswegen hatte ich dir meinen Enkel Sven und seine Freundin Josephine mitgebracht.“ Der Zwergenkönig lachte tief und fies: „Diese Freundin, die dort mit einem anderen Händchen hält?“

„Ich bin Lukas, der Seelengefährte Schneewittchens und in ihrem Namen fordere ich euch auf, eurem Sohn frei entscheiden zu lassen, wohin er gehen mag. Sarah leidet sehr und ich mit ihr. Josephine hier liebt nur meinen Cousin und auch ich hege nichts als Freundschaft für sie. Sie steht mir lediglich bei, denn es erfordert viel Kraft, hier ruhig zu stehen, während es mich drängt eure Miene zu stürmen, um Lars zu Sarah zurück zu bringen.“

Diese Worte erlösten Sven von seinem Bann und er starrte seinen Cousin überrascht an. So eine leidenschaftliche Rede hatte er noch nie von dem sonst eher zurückhaltenden jungen Mann gehört.

„Du wagst es“, donnerte der Zwergenkönig los und Opa Henry beeilte sich beschwichtigend auf ihn einzuwirken. „Magst du uns nicht in deine Stube bitten und wir reden in Ruhe bei einem guten Tropfen über alles?“

Der Zwerg stieß einige unverständliche Flüche aus.

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Sonntagsgeschichte Kapitel 74 – Die Suche

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Blogroman Sonntagsgeschichte Die Suche

Als Josephine den Kindergarten mittags verließ sah sie Jennys Auto wenige Meter entfernt am Straßenrand stehen. Sie saß am Steuer, neben ihr eine hibbelige Sarah und hinten stieg gerade Sven aus, um sie zu begrüßen. Er küsste sie flüchtig zur Begrüßung. „Unser Schneewittchen ist das reinste Nervenbündel, lassen wir sie lieber nicht warten“, flüsterte er ihr ins Ohr. Sie nickte und beeilte sich einzusteigen. „Hallo ihr zwei“, begrüßte sie Sarah und Jenny, die los fuhr, sobald die Türen wieder geschlossen waren.

Sven grinste Josephine an und nahm ihre Hand. Sie grinste zurück und sie hielten schweigend Händchen, während Sarah vorne wie ein Wasserfall redete. Ohne Zusammenhang und durcheinander teilte sie ihnen Erinnerungen an ihren Prinzen mit, so wie ihre Sorgen, ihn nicht zu finden. Dann wiederum war sie sich ganz sicher, dass niemand außer ihr ihn finden können würde.

„Die Kraft der Liebe“, machte Jenny ihr Mut. Sie parkte vor Lukas Haus. Tante Lore kam ihnen bereits entgegen. Josephine atmete erleichtert auf, sie würden sich nicht lange bei Lukas aufhalten, sondern direkt aufbrechen. Die arme Sarah hätte keine weitere Verzögerung verkraftet. Dann kam Lukas heraus, ignorierte alle anderen und schloss Sarah in seine Arme. Josephine und Sven tauschten einen erstaunten Blick, denn Sarah entspannte sich sichtlich. Sie hätten das nicht für möglich gehalten. Als Lukas Sarah los ließ, sagte er nur kurz „Hi Leute“, mehr nicht. Er hielt ihre Hand und als auch Loreley aus dem Haus kam und die Haustür hinter sich schloss, machten sie sich auf den Weg. Lukas ging mit Sarah an der Hand voran.

Sie kannten den Weg zur Lieblingsstelle von Lars, die Marie ihnen beschrieben hatte. Mit neuer Hoffnung näherten sie sich dem kleinen Steinkreis. Sarah hockte sich hin und strich über die Steine. „Ich kann seine Aura spüren, er war oft hier.“ Die anderen bildeten einen Kreis um sie herum und warteten schweigend ab. Alle, bis auf Lukas. Er hockte sich Sarah gegenüber. Noch immer schweigend war er einfach nur bei ihr.

In diesem Moment erkannte Josephine, dass es bei Seelengefährten nicht nur darum ging, sich ähnlich zu sein, manchmal brauchte es einen Gegenpol. Lukas gelang es Sarah zu erden, zu beruhigen. Mit geschlossenen Augen hockte Schneewittchen auf dem Waldboden, fühlte die Aura ihres geliebten Prinzen, Tränen flossen ihr über die Wangen. Sie wusste nicht weiter, wusste nicht, wohin sie die Spur führen sollte. Lukas beugte sich langsam nach vorne und griff nach ihren Händen. Sie ließ es geschehen.

Josephine hielt den Atmen an und griff nach Svens Hand. Dieser drückte ihre und nahm seine Schwester an die andere. So schlossen sie mit Loreley und Lore einen Kreis um Lukas und Jenny. Dann geschah es. Ohne viel Spektakel. Nur ein sanftes Flimmern. Sie befanden sich noch immer im Wald. Standen im Kreis um Lukas und Sarah. Doch etwas war anders. Neben ihnen stand eine steinerne Statue. Sarah sprang auf und rief: „Mein Prinz!“

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Sonntagsgeschichte Kapitel 60 – Kaffeeklatsch

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Sonntagsgeschichte - Blogroman Kapitel 60

Nervös standen Josephine, Sven und Jenny vor der Haustür des kleinen Einfamilienhauses der Familie Waldhorn.

Vor einigen Tagen hatte ihre Tochter Marie im Kindergarten ein Bild von Schneewittchens Prinzen gezeichnet, der aussah wie Sven. Gleichzeitig sah Sven offenbar aus, wie Maries Cousin. Frau Waldhorn empfand die Geschichte als so unglaublich, dass sie die drei jungen Leute zu sich eingeladen hatte, damit sie ihren Bruder kennen lernten. Die Idee war ihnen allen als eine gute erschienen, schließlich lag der Verdacht nahe, dass Maries Cousin tatsächlich Schneewittchens Prinz war. Doch das konnten sie Frau Waldhorn und ihrem Bruder nicht sagen. Wie war aber Marie auf diese Idee gekommen?

Es war Jenny, die nach einer scheinbaren schweigenden Ewigkeit auf die Klingel drückte. „Wenn wir nicht klingeln, kommen wir nicht rein. Wenn wir nicht reingehen, gibt es keinen Kuchen und keine Informationen.“ Sven und Josephine hatten genickt und geschwiegen.

Wenig später fanden sie sich im Wohnzimmer wieder, saßen gemütlich auf dem Sofa, bei Kaffee, Tee und Schokoladentorte. Während Josephine noch immer nicht wusste, was sie sagen sollte, fühlte Sven sich nicht wohl in seiner Haut. Frau Waldhorns Bruder, der sich ihnen als Karl vorgestellt hatte, starrte ihn permanent an. Er bemühte sich offensichtlich es zu unterlassen, doch gelang es ihm nicht, den Blick abzuwenden. Während Frau Waldhorn von ihrer Tochter abgelenkt war, gelang es mal wieder Jenny die unangenehme Situation zu durchbrechen: „Es ist schon verrückt, dass Maries Bild, sowohl meinem Bruder, als auch deinem Sohn so ähnlich sieht, nicht wahr?“ Mit einem Blick auf das kleine Mädchen fügte sie noch hinzu: „Sie hat unglaubliches Talent!“

Karl nickte, während sie vom Talent seiner Nichte sprach. Dann schüttelte er den Kopf. „Es ist nicht die Zeichnung, die hier so erstaunlich ist. Du könntest ein Zwilling meines Sohnes sein, so ähnlich seht ihr euch. Doch es scheint einen Altersunterschied zu geben. Lars ist bereits 26, du scheinst mir ein wenig jünger.“

Sven nickte stumm. Er war sich ganz sicher, keinen älteren Bruder zu haben. Jenny hatte erst gestern noch ein kompliziertes Gespräch mit ihrer Mutter geführt, ihm die Details erspart, aber versichert, dass es keine Zweifel daran gäbe, dass sie beide die einzigen Kinder ihrer Mutter wären.

„Um ehrlich zu sein, ist Lars nicht mein leiblicher Sohn. Streng genommen ist er nicht einmal adoptiert. Er lebt seit zehn Jahren bei mir und meinem Lebensgefährten. So wie er damals in unser Leben stolperte und blieb, so scheint er auch entschwunden zu sein.“ Karl musste schwer schlucken und wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel. „Entschuldigt, es ist erst wenige Tage her und dich heute zu sehen, macht es nicht leichter.“ Erneut sammelte er sich einen Moment, dann sprach er weiter. „Lars stand mit gepacktem Rucksack vor uns, es würde Zeit zu gehen, sagte er. Wenn es ihm möglich wäre, würde er sich melden. Dann umarmte er uns und verließ das Haus.“

Karl legte ein Blatt auf den Tisch, es hatte einige Flecken, als wäre Tränen darauf gefallen. „Den Brief fanden wir später in seinem Zimmer. Er hatte nie viel gesprochen.“

Die Freunde lasen den Brief, er war so herzlich, dankbar für die gemeinsame Zeit, ließ aber keinen Zweifel, dass Lars nicht zurückkehren würden. Einem spontanen Impuls folgend umarmte Sven Karl. „Er hat euch sehr geliebt, das wird aus diesen Zeilen deutlich.“

„Danke“, schluchzte Karl und er hielt seine Tränen nicht länger zurück.

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Sonntagsgeschichte Kapielt 59 – Nicht Sven

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Blogroman Sonntagsgeschichte Kapitel 59

Während die kleine Marie Sven von oben bis unten musterte, wollte er am liebsten weglaufen, so unwohl fühlte er sich. Er wollte sie fragen, was sie meinte, wen sie meinte, warum sie ihn so anstarrte. So viele Fragen und er brachte kein Wort heraus. Josephine brauchte ebenfalls einen Moment. Jenny dagegen schwang sich über den Zaun und hockte sich neben die beiden Mädchen. „Hallo ihr zwei“, grüßte sie freundlich. Ihre Stimme klang dabei so locker, als würde sie gerade einfach nur zwei Kinder kennen lernen. „Ich bin Jenny und das ist mein Bruder Sven. Wir waren gerade mit Josephine spazieren. Sie hat euch gesehen und erzählt, dass sie euch aus dem Kindergarten kennt.“

„Ja“, strahlte Nora. „Jophine kommt immer in unseren Kindergarten und erzählt uns Märchen.“ Dann fällt ihr ein, dass sie sich ebenfalls vorstellen sollte. „Ich heiße Nora.“ Dabei hielt sie Jenny wohlerzogen die Hand hin. Jenny lächelte und schüttelte ihr die Hand. „Freut mich, dich kennen zu lernen, Nora.“

Anschließend stupste Nora ihre Freundin an. „Mensch Marie, sei nicht so unfreundlich.“ Doch Marie konnte ihren Blick einfach nicht von Sven lösen. „Du siehst genau so aus wie er“, hauchte sie nahezu stimmlos. Doch Jenny, die immer noch neben den Mädchen hockte, verstand sie. „Wie wer sieht er denn aus? Sven ist mein Bruder, einen Zwilling hat er nicht. Seinen Doppelgänger würde ich gerne kennen lernen.“ Dabei versuchte sie zu lachen, aber so locker war Jenny dann doch nicht.

„Wer sind Sie denn?“, erklang eine skeptische Frauenstimme hinter den Kindern. Maries Mutter war von der Bank aufgestanden und hergekommen, um zu sehen, mit welchen Fremden die Mädchen da sprachen.

„Guten Tag Frau Waldhorn“, grüßte Josephine höflich, froh endlich ihre Stimmer wieder gefunden zu haben. „Mama“, auch Marie sprach wieder und wandte sich endlich von Sven ab, der erleichtert aufatmete. „Das ist Jophine, aus dem Kindergarten.“

„Aha“, antwortete Frau Waldhorn noch immer ein wenig skeptisch. Sie musterte die drei jungen Leute und ihr Blick blieb an Sven hängen. „Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor“, überlegte sie. „Er sieht aus wie Lars“, erklärte Marie und ihre Mutter nickte zustimmend.

Jenny und ihr Bruder warfen sich einen hoffnungsvollen Blick zu, während Josephine Svens Hand nahm. Sie waren der Lösung ihres großen Rätsels ein Stück näher gekommen. War dieser Lars möglicherweise derjenige, den sie suchten. Fanden sie ihn, bevor sie richtig begonnen hatten zu suchen.

„Du kennst tatsächlich jemanden, der aussieht wie mein Bruder?“, erneut war es Jenny, der es gelang das Gespräch zu führen. Marie nickte eifrig. „Du hast Recht“, stimmte Frau Waldhorn ihrer Tochter zu. „Ihr beide könntet Zwillinge sein.“

„Das ist ja lustig“, bemühte Sven sich zu sagen, doch er klang leider wenig amüsiert. „Wer ist denn Lars?“, erkundigte sich Josephine. Für Nora war das Gespräch schrecklich langweilig. Sie kannte Lars nicht und zupfte schon eine Weile an Maries Arm. Schließlich gab die Freundin nach und die Mädchen liefen davon, um erneut auf das Klettergerüst zu klettern.

„Lars ist mein Neffe, eigentlich nicht mein leiblicher Neffe. Die Geschichte ist etwas komplizierter. Wartet einen Augenblick, ich glaube ich habe ein Foto von ihm auf meinem Smartphone. Es ist kaum zu glauben, wie ähnlich ihr euch sieht.“ Noch einmal musterte sie Sven, dann lief sie zu ihrer Handtasche, die noch immer auf der Bank stand.

„Wir müssen diesen Lars treffen“, sagte Sven. Ihm war noch immer unheimlich zu Mute. Seine Freundin drückte ihm liebevoll die Hand, auch sie war aufgeregt.

„Schaut mal“, sprach Frau Waldhorn Ihnen das Handy hinhaltend. Es war für Sven als sähe er ein Foto von sich und doch war er es nicht. Der junge Mann auf dem Bild trug das Haar ein wenig anders, aber sonst hätten sie tatsächlich Zwillinge sein können.

„Das ist wirklich ein unglaublicher Zufall. Den Doppelgänger meines Bruders würde ich zu gerne kennen lernen. Meinen Sie, dass wäre möglich?“, stellte Jenny die Frage, die allen dreien am dringendsten war.

„Ich weiß nicht“, überlegte Frau Waldhorn. „Also, mein Bruder wohnt nicht weit von hier im Vorgebirge, aber Lars ist im Moment nicht da.“

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