Wenn dir die Decke zu Hause auf den Kopf fällt

ACHTUNG: Dieser Beitrag richtet sich an all die Menschen, die derzeit zu Hause bleiben sollen. Allen medizinischen Fachkräften, Mitarbeitenden in Supermärkten, Polizisten und allen, die daran arbeiten, dass unser System am Laufen bleibt und die Grundversorgung gesichtert ist: EUCH GILT MEIN HERZLICHER DANK! BLEIBT GESUND UND PASST AUF EUCH AUF!

Sofahelden, Kissen und Decke auf dem Sofa und "eine Decke droht auf den Kopf zu fallen"

Ich war eben in der Innenstadt um einen Arzttermin wahr zu nehmen. Das Bild, welches sich mir bot, war merkwürdig. Einerseits sah ich stellenweise wenige Menschen und geschlossene Geschäfte, was spüren lässt, es ist etwas „anders“. Und doch gab es ganz viele Szenen, die Normalität vorgaukeln. Menschen, die gemütlich in Cafés sitzen.
Mir scheint, einige brauchen noch, um zu begreifen, was gerade los ist, warum wir zu Hause bleiben und uns mit möglichst wenig Menschen treffen sollen. Wir können diese Krise aber nur gemeinsam durchstehen, indem wir uns an die Schutzregeln halten, auch wenn einige sich für scheinbar immun halten.

Das hatten wir noch nie und ist sicher nicht einfach.

Es ist Dienstag, der zweite Werktag an dem alles anders ist, die Schulen und KiTas geschlossen sind und viele von uns nicht mehr zur Arbeit gehen. Es gibt viele Sorgen, auch ich mache mir Sorgen, Sorgen um Menschen und Sorgen, wie es finanziell weiter gehen soll. Aktuell sitze ich tatsächlich daheim und baue Überstunden ab …, die nicht reichen werden.

Für mich habe ich entschieden, die Zeit zu nutzen und darin bin ich recht gut, aber ich kann auch gut zu Hause bleiben. Viele brauchen mehr externe Reize, mehr persönliche Kontakte um sich wohl zu fühlen. Verstehe ich gut.

In sozialen Netzwerken kursieren verschiedene Sprüche, die besagen, dass wir die Welt retten können indem wir mit dem Arsch auf der Couch sitzen bleiben.

Falls du nicht zu den Helden gehörst, die unsere Grundversorgung sichern, herzlichen Glückwunsch du bist ein Sofaheld. Zumindest dann, wenn du mit deinem Hintern brav zu Hause bleibst und dich eben nicht mit anderen Menschen triffst.

Was kann ein Sofaheld jetzt tun?

Als Sofaheld hast du Einschränkungen, das ist erst einmal scheisse, aber du hast noch etwas wertvolles, nämlich Zeit, Zeit für Dinge, die du sonst nie tun kannst. Ja, du kannst jetzt keine tollen Ausflüge machen und aufregende Abenteuer erleben. Virtuell kannst du das schon.

Ich habe paar konkrete Dinge für die du für jetzt Zeit nehmen kannst, bunt durcheinander gewürfelt, einiges davon steht auf meiner persönlichen ToDo Liste, anderes nicht. Die Liste darf gerne von euch erweitert und durch Links ergänzt werden, schreibt es gerne in die Kommentare.

  • Ausschlafen
  • Lesen, was du schon längst alles lesen wolltest
  • sei kreativ
    • Schreib endlich den Roman
    • Mal ein Gemälde
    • Kompnoiere einen Song
    • …. ergänze diese Teilliste um dein kreatives Talent
  • Räum auf und mach nen Hausputz
  • Renoviere oder gestalte um
  • Gestalte Balkon oder Garten
  • Telefoniere mit Familie und Freunden
  • mach die Steuererklärung
  • Lerne, was du schon immer mal lernen wolltest, es gibt zahlreiche Onlineplattformen (MOOCs, Webinare, YouTube Videos), die Skills und Wissen vermitteln
    • Sprachen
    • Wissen in verschiedenen Bereichen
    • Weiterbildungen in deinem beruflichen Kontext
    • Skills
    • Es gibt einfach so unfassbar viel, was wir lernen könnten, wofür wir nie die Zeit haben, jetzt hast du sie!
  • Schreib Briefe
  • Lass dir weitere Punkte einfallen
  • Mach Sport (Ok, davon habe ich wenig Ahnung, aber es gibt einige Möglichkeiten, die man zu Hause machen kann, z.B. Yoga, Zumba oder Aerobic, auch hierfür gibt es Tutorials)
  • Ordne deinen Papierkram
  • Spiele Brettspiele mit deinen Mitbewohnern/ direkten Nachbarn
  • Prüfe deine Versicherungen
  • Schreibe Tagebuch
  • Nimm dir Zeit für dich selbst und deine Gedanken
  • Spiele Computerspiele (Console etc..), online in Gemeinschaft
  • Setz Dinge, die du nicht mehr brauchst in Online-Verkaufs- oder Verschenkportale
  • Schau Filme oder Serien, macht gemeinsame Watchpartys
  • Nutze Videochatprogramme, um soziale Kontakte zu pflegen
  • Nimm dir Zeit für die Menschen mit denen du zusammen wohnst, falls du alleine lebst, vielleicht für deine Nachbarn, die ebenfalls alleine sind (nicht die ganze Nachbarschaft, beschränke dich auf wenige Kontakte)
  • Schau dich um, das Netz ist voll von tollen Projekten, die dich unterhalten und vernetzen wollen, schau dir die Angebote an und beteilige dich aktiv
  • Mach einen konkreten Plan für all die Dinge, die du längst tun wolltest!

Nimm die Liste als Inspiration und erstelle deine eigene To Do Liste.

UND BLEIB VERDAMMT NOCHMAL ZU HAUSE, WENN DU NICHT UNBEDINGT RAUS MUSST!

Es gibt bereits eine wunderbare Liste bei den Bildungspunks zum Thema Schulbildung/ Homeschooling, richtet sich vor allem auch an Lehrer, aber warum nicht auch hilfreich für Eltern oder Schüler*innen selbst, insbesondere die höheren Jahrgänge.

Mach eine Bucket Liste

Natürlich fällt dir trotzdem die Decke auf den Kopf, du möchtest raus und unter Menschen. Digital hast du einige Möglichkeiten, aber auf Dauer ist das schwierig. Daher mache ich dir folgenden Vorschlag: Lege eine Bucket Liste an und schreib dir jeden Tag die eine Sache drauf, die du an diesem Tag am meisten vermisst oder die du am liebsten tun würdest.

Das können ganz alltägliche Dinge sein, wie bestimmte Menschen persönlich zu sehen, an geliebte Orte in der Nähe gehen zu können, aber auch große Wünsche.

Diese Zeit zu Hause ist ja auch deswegen so schwer, weil wir mit uns alleine sind, mit uns und den Gedanken im Kopf. Denen wollen wir uns oft nicht stellen, jetzt können wir mal hinhören und uns fragen, was wir wirklich wollen. Pass auf dich auf, falls die Gedanken zu sehr kreisen! Wenn du das Gefühl hast, alleine nicht mehr klar zu kommen, sprich bitte mit jemanden, auch professionelle Hilfsangebote sind als Hotlines erreichbar.

Einen herzlichen Dank sende ich an all die Menschen, die ihren Job machen, damit unser Leben weiter gehen kann!

Wie auch immer, kommt gut durch diese seltsamen Zeiten!

Euer kleiner Komet

Kathis fünf Bücher für den Sommer

Kathis fünf Bücher für den Sommer

Ich habe fünf Bücher für den Sommer rausgesucht. Die Bücher spielen fast alle im Sommer und haben so richtig schöne Sommer Vibes.

Flash Jack ~ Maureen Mc Carthy

Bei Jacks Familie wurde eingebrochen, alles war weg. Eine Katastrophe für Jack. Der lange Sommer stand vor der Tür und er weiß nichts mit sich anzufangen. Er trifft auf Diana und Jack ist fasziniert von ihr.

Das Buch ist meiner Meinung nach perfekt für ätzende Sommertage, an denen man kein Plan hat was man tun soll. Warum alleine keinen Plan haben? Jack hat auch keinen. Sein Sommer wird aber noch interessant so viel kann ich versprechen ohne zu viel zu verraten.

Anne auf Green Gables ~ Lucy Maud Montgomery

Das Buch ist schon etwas älter und spielt auch nicht nur im Sommer, aber dennoch fand ich passt das Buch hier rein. Anne ist ein Waisenkind und kommt zu den Cuthberts, die etwas mit ihr überfordernd sind, da sie doch eigentlich einen Jungen haben wollten, der ihnen zur Hand gehen kann. Anne ist so ein lebensfroher Mensch, der einem nur den Sommer versüßen kann.

Blue – Kann eine Sommerliebe dein Leben verändern? ~ Lisa Glass

Verbringe mit Iris einen Sommer am Strand und surf mit ihr. Frisch über ihren Ex hinweg lernt Iris Zeke kennen, mit dem sie einen Sommer verbringt, der ihr Leben verändern könnte. Für mich war das Lesen des Buches so, als würde ich am Strand sitzen und Iris und den anderen beim Surfen zuschauen können.

Magic 8 – Ein Sommer voller Wünsche

Drei Freundinnen, ein Sommer, eine Kristallkugel aus Plastik, was soll ich mehr dazu sagen? Erin ist fassungslos, dass ihre Tante von einem Blitz getroffen wurde und nun tot ist. Schlimmer noch, sie hinterlässt ihr eine Plastikkugel, die nur Fragen aufwirft. Ein Sommer voller seltsamer Dinge wartet auf Erin und ihre Freundinnen Lindsay und Samantha. Ach ja, und dann gibt es da auch noch Jesse …

Ein bisschen Magie für den eigenen Sommer verpackt in diesem Buch.

Eine für vier ~ Ann Brashares

Vier Freundinnen verbringen den Sommer an vier verschiedenen Orten. Was sie verbindet? Eine Hose. Es ist keine normale Hose. Es ist eine Hose, die allen vier Mädels passt, obwohl sie alle eine unterschiedliche Figur haben. Die vier erleben vier unterschiedliche Sommer.

Erlebe zusammen mit Lena einen Sommer in Griechenland. Verbringe mit Bridget einen Sommer im Fußballcamp. Carmen fährt nach South Carolina um den Sommer bei ihrem Vater und Tibby wird von ihren Freundinnen alleine zu Hause gelassen, doch sie macht das beste aus ihrem Sommer.

Kathi

Flash Jack
Maureen Mc Carthy
erschienen 2003 beim Ravensburger Buchverlag
Originaltitel: Flash Jack, 2001
übersetzt aus dem Englischen von Katarina Ganslandt
ISBN: 978-3-473-58193-1

Anne auf Green Gables
Lucy Maud Montgomery
erschienen 2010 beim Loewe Verlag, erstmals erschienen 1986
Originaltitel: Anne of Green Gables
übersetzt aus dem Kanadischen von Irmela Erckenbrecht und Maria Rosken
ISBN: 978-3-7855-6988-7

Blue – Kann eine Sommerliebe dein Leben verändern?
Lisa Glass
erschienen 2016 beim Ravensburger Buchverlag
Originaltitel: Blue, 2014
übersetzt aus dem Englischen von Sabine Tandetzke
ISBN: 978-3-473-58486-4

Magic 8 – Ein Sommer voller Wünsche
Risa Green
erschienen 2011 beim Arena Verlag
Originaltitel: The secret society of the pink crystal ball, 2010
übersetzt aus dem Englischem von Anne Markus
ISBN: 978-3-401-06582-3

Eine für vier – Die ersten drei Sommer in einem Band
Ann Brashares
erschienen 2008 beim cbj Verlag
Originaltitel: The Sisterhood of the Traveling Pants, 2001
                        The second Summer of the Sisterhood, 2003
                        Girls in Pants – The Third Summer of the Sisterhood, 2005
übersetzt aus dem Englischem von Cornelia Krutz-Arnold und Nina Schindler
ISBN: 978-3-570-13432-0

Wenn eine Protagonistin sich langweilt

Secret Elements ~ Johanna Danninger

Secret Elements ~ Johanna Danninger

Secret Elements

Ein Waisenkind erhält ein magisches Amulett und wird in die Anderswelt gebracht …

Das wäre die Kurzfassung, um die Handlung zu beschreiben. Jay wurde von ihrer Mutter in der Babyklappe abgegeben und wuchs im Waisenhaus auf. Trotz strenger Regeln findet sie ihren Weg und lebt ihre eigene Freiheit, nachts, in Bars. Mit ihrer magersüchtigen Zimmernachbarin versteht sie sich nicht besonders gut. Die beiden haben sich arrangiert und gehen sich möglichst aus dem Weg. Als ihr eine geheimnisvolle Frau eines Tages ein Amulett schenkt, ändert sich ihr Leben. Die Kette lässt sich nicht mehr abnehmen … und dann wird sie auch noch quasi in eine andere Welt entführt.

In der Anderswelt wird sie nicht schlecht behandelt, aber jeglicher Freiheit beraubt, zu ihrem eigenen Schutz darf sie das Gelände nicht verlassen. Auch hier darf niemand erfahren, dass sie das Amulett trägt. Antworten bekommt sie auch kaum …

Es stecken einige gute Ideen in der Geschichte, mystische Verwebungen, Geheimnisse und doch überwiegt die Langeweile, die Jay empfindet und die fühle ich mit ihr.

Fazit

Der Anfang der Geschichte hat mir gefallen. Es war typisch Urban-Fantasy mit einer Protagonistin, deren Leben sich auf den Kopf stellt, als sie ein magisches Amulett erhält. Dabei war die Geschichte auch nicht klischeehaft abgegriffen. Als sie allerdings in die Anderswelt gebracht wird, verliert die Geschichte mich. Es sind zwar gute Ideen mit dabei, aber die Umsetzung langweilt mich. Die Protagonistin langweilt sich ebenfalls, daher nicht verwunderlich. Einzig die Szene am See mit der Meerjungfrau hat mir noch mal gut gefallen. Die aufkeimende Liebesgeschichte nervt mich leider, denn die ist klischeehaft, nach dem Muster, dass er arrogant ist und sie sich zunächst nicht leider können, dann aber näher kommen.

Ich werde die Reihe, die in vier Bänden geplant ist, nicht weiter verfolgen.


Das Buch wurde mir von Carlsen über NetGalley zur Verfügung gestellt.

Secret Elements – Im dunklen See (Link zur Verlagseite mit Leseprobe)
Johanna Danniger
Impress, Carlsen
ISBN: 978-3-551-31722-3

Theater mit Herz

Das Ensemble von "Lenoce und Lena" inklusives Theater - Bild: (c) Lebenshilfe Bonn/ Eugenia Brüse

Das Ensemble von „Lenoce und Lena“ inklusives Theater – Bild: (c) Lebenshilfe Bonn / Eugenis Brüse

Ich liebe Geschichten. Manch eine Geschichte berührt mich tief. Geschichten live auf der Bühne zu erleben ist jedes Mal ein wunderbares Erlebnis. Gestern erlebte ich eine Aufführung, die mich auf ganz andere Art tief berührt hat. Es war gar nicht so sehr die eigentliche Geschichte, die die Schauspieler erzählt haben. Es waren die Schauspieler und Schauspielerinnen selbst. Sie alle waren so unglaublich großartig und mit einer ganz besonderen Leidenschaft dabei. Wen diese wunderbare Aufführung von „Leonce und Lena“ im GOP Varieté Theater kalt gelassen hat, an demjenigen ist wirklich etwas vorbei gegangen.

Leonce und Lena

Leonce ist ein Prinz dessen Leben aus einer Menge Langeweile besteht. Er philosophiert über die Langeweile und die Idee, dass Menschen doch nur aus Langeweile lieben. Mit sich selbst und dem Leben ist er unzufrieden.

Ich bin ein Buch ohne Buchstaben.

Die Idee seines Vater, er solle Prinzessin Lena heiraten und König werden, missfällt ihm. Sämtliche Vorschläge von Valerio, etwas anders aus seinem Leben zu machen, schmettert er ab. Gemeinsam gehen sie fort.

Währenddessen ist auch Prinzessin Lena unglücklich. Warum sollte sie einen Prinzen heiraten, den sie nicht einmal kennt? Sie möchte jemanden heiraten, den sie auch liebt. So ergreift auch sie die Flucht vor der Hochzeit, gemeinsam mit ihrer hochschwangeren Gouvernante …

Es kommt alles, wie es kommen muss: Eine Begegnung … Alles mit einer unglaublichen Leidenschaft von der inklusiven Schauspielgruppe inszeniert.

Theater Inklusiv

Das Ensemble der Laienschauspielgruppe „17:30“ ist inklusiv. Das bedeutet die Mehrzahl der Mitglieder hat eine Behinderung. Es gab große und kleinere Rollen. Der Zusammenhalt der Gruppe war sichtbar, gegenseitige dezente Unterstützung auf der Bühne.

Jeder einzelne von ihnen hat einfach alles gegeben an diesem Abend! Wir haben sehr viel gelacht und mit Leonce und Lena mitgefühlt. Auch mit dem König, der eine solche Ausstrahlung hatte, dass er die Bühne bereits ausfüllte, bevor er überhaupt das Wort ergriffen hatte. Alle anderen Rollen hatten ihren ganz besonderen Auftritt.  Es gab zwischen der Haupthandlung zahlreiche kleine Szenen, liebevoll inszeniert und großartig gespielt. Während Henrik, der Schauspieler von Leonce bereits seit fünf Jahren Theater spielt, war es für die Schauspielerin der Lena, Antonia, der erste (bzw. gestern zweite) große Auftritt. Mir wurde erzählt, sie habe im letzten Jahr beim „Froschkönig“ im Publikum gesessen und sich gewünscht, im nächsten Jahr dabei zu sein. Es macht mich sehr glücklich, dass ihr Wunsch in Erfüllung gegangen ist und ich ihre Freude darüber miterleben durfte.

Das Publikum

Nicht nur die Truppe auf der Bühne war inklusiv, auch das Publikum. Mehrere Bewohner der Wohngruppen der Lebenshilfe waren mit ihren Betreuern im Publikum.  Dazwischen Ehrengäste und andere Theaterbesucher.

Die Atmosphäre im Publikum war ebenfalls besonders. Noch relativ zu Beginn hörte ich eine Stimme, leise, aber klar vernehmlich:

Darf ich applaudieren.

Gerne hätte ich geantwortet: Du darfst immer applaudieren, wenn es dir gefällt.

Später gab es eine Szene in der der Wechsel von Nacht und Tag visualisiert wurde, indem erst ein Mond und anschließend eine Sonne über die Bühne getragen wurde. Während der Mond über die Bühne getragen wurde, stimmte eine Stimme ein Schlaflied an. Nur kurz, aber sehr passend!

Frei von jeglicher Ettikette war das GOP-Theater von ungefilterten Gefühlen erfüllt, auf der Bühne und im Publikum. Es war ein Ping-Pong-Spiel zwischen dem Ensemble und uns. Am deutlichsten sichtbar wurde dies beim Finale. Während die Schauspielgruppe auf der Bühne sich verbeugte und unseren wohlverdienten Applaus genoss. Ganz besonders der Schauspielerin der Lena sah man an, wie glücklich sie war. Sie strahlte und streckte stolz die Arme in die Luft. Es war ihr Abend, der Abend der inklusiven Schauspielgruppe und unser aller Abend, die wir mit dabei sein durften.

Ganz großes Theater!

Projekt Theater Inklusiv

Das inklusive Theater ist ein Projekt der Lebenshilfe Bonn unter der Organisation von Marion Frohn. Ein Jahr hat die Gruppe zusammen unter der Leitung von Regisseurin Katharina Weishaupt geprobt. Gefördert wurde das Projekt von der Aktion Mensch und unterstützt vom GOP Varieté Theater durch das Bereitstellen der Bühne, nicht nur für die beiden Aufführungen, sondern auch für die Proben. Eine wunderbare Kooperation! Das Theater verfügt über einige barrierefreie Sitzplätze. Eine Fortsetzung im nächsten Jahr wird es hoffentlich geben. Mein Eindruck war, dass die Beteiligten auf jeden Fall alle Lust dazu haben.

Die Lebenshilfe Bonn zeigt wunderbar anschaulich, zu was Menschen mit einer Behinderung fähig sind. Eine solche Aufführung ist für mich gelebte Inklusion deluxe. Auch in vielen anderen Aktionen zeigt die Lebenshilfe Bonn deutlich, dass es ihnen nicht darum geht in Wohngruppen Behinderte zu verwahren. Es geht um Menschen, Menschen, die ihr Leben leben und dies mit großer Freude tun.

Danke an all die wunderbaren Menschen, die diesen Abend ermöglicht haben: die Schauspielgruppe und ihr Background-Team, ehrenamtliche Helfer, Geldgeber und alle anderen Beteiligten. Danke, liebe Ute, dass du mich mitgenommen hast!

Ich wünsche mir mehr solche Projekte!

Stromausfall (SciFi – 3 Worte Geschichte)

picsart_09-17-12-15-21Das Spiel

… kennt wahrscheinlich jeder.

Ein idealer Zeitvertreib bei Langeweile.

Es werden drei Worte vorgegeben. Es muss eine kurze Geschichte erzählt werden, in denen alle Worte vorkommen.

Die Worte lauten:

  1. Stuhl
  2. VR-Brille
  3. Klopapier

Schreibt mir eure Geschichten in die Kommentare.

Die Geschichte

An einem Vormittag im Gamingland herrschte traurige Stimmung.

Die Schüler saßen lustlos in der Schule und hörten sich einen langweiligen Vortrag über VR-Brillen an.

Durch ein tragisches Unglück war im ganzen Land der Strom ausgefallen und es gab kein Internet, weswegen der Unterricht an diesem Tag sinnlos war.

Für die Bevölkerung kam dies einem Todesurteil gleich. Die Stadt wirkte wie von Zombies besetzt.

Nur die kleinen Kinder im Kindergarten hatten ihren Spaß.

Der Drang vor Konsolen zu sitzen, war bei ihnen noch nicht so ausgeprägt. Da der Kindergarten allerdings nicht mit dem üblichen Spielzeug ausgestattet war, wurden die Kinder zwangsläufig kreativ und fingen an ihren Kindergarten mit Klopapier zu verschönern. Sie hatten unglaublich viel Spaß dabei.

Anders sah es allerdings bei den Erwachsenen aus: Sie saßen trostlos auf ihren Stühlen und wussten nichts mit ihrem Leben anzufangen.

Alle hofften auf die Erlösung, dass Strom und Internet wieder verfügbar sein würden.