Meine Woche KW1 in2021

5 Bücher, die im Beitrag erwähnt werden

In dieses Jahr bin ich hoch motiviert gestartet, allerdings hatte ich diese Woche auch mit Müdigkeit zu kämpfen. Da ich im Job noch frei habe, hatte ich mir einiges für meine Projekte vorgenommen und zufrieden mit dem, was ich geschafft habe.

Autorinnenleben

Es fehlt mir, dass ich gerade kein Schreibprojekt habe, an dem ich morgens weiter schreiben kann. Es befinden sich Plots in Vorbereitung und ich hoffe langfristig meine Projekte in unterschiedlichen Phasen balancieren zu können.

KometsZeitreiseProjekt

Es wird ernst! Die Vorbereitungen für die Veröffentlichung laufen auf Hochtouren! Es ist ein gutes Gefühl aktuell.

Kurzgeschichten

Im Dezember hatte ich zwei Kurzgeschichten für die Fakriro-Anthologie geschrieben. Das Schreiben von Kurzgeschichten hat für mich etwas Experimentelles, etwas Neues ausprobieren, mit Emotionen spielen, tief in einen bestimmten Moment eintauchen.

Beide Geschichten gehören zum Genre Romance, welches ja weniger meins ist. Das Schreiben hat mir große Freude bereitet und ich habe mich diese Woche mit der Überarbeitung befasst. Allerdings beschleichen mich Zweifel, ob sie für eine Veröffentlichung taugen. Es ist nicht nur ein Mangel an Selbstbewusstsein, ich kann es einfach überhaupt nicht einschätzen, ob die Geschichten eine gewisse Qualität und ausreichend Tiefe haben.

Storytelling

Während ich keine schriftstellerischen Schreibprojekte habe, so noch eine offene Aufgabe Berichte über Storytelling Projekte für Story Atelier Cologne zu verfassen. Einige sind bereits fertig und gehen demnächst online. Es ist mir eine Freude in vergangene Projekte einzutauchen, aus ihnen zu lernen und die Essenz zu suchen, die in wenigen Zeilen den Moment einfangen.

Sich mit Storytelling zu befassen, bedeutet natürlich auch lesen. Bereits im Sommer hatte ich mit der Lektüre von „The hero with a thousand faces“ von Joseph Campbell begonnen und mich wieder ablenken lassen. Es ist ein faszinierendes Werk, erfordert aber auch viel Konzentration, nicht nur weil ich es auf Englisch lese, sondern weil Campbell von einer Geschichte zur nächsten wechselt und ich schnell den Faden verliere, wenn ich einen Moment unaufmerksam bin.

Heute habe ich ein interessantes Buch zu lesen begonnen „Storytelling – Konflikte lösen mit Herz und Verstand“ von Hanna Milling. Es zeigt mir wie eng verknüpft meine Themen Storytelling und systemische Beratung sind und wie wertvoll es ist, sich den Themen aus verschiedenen Perspektiven zu widmen. Das erste der vier Kapitel befasst sich mit der Bedeutung und Wirkweise von Geschichten und es passt perfekt zu dem was ich von Mélina Garibyan und Astrid Nierhoff gelernt habe. (Affiliatelink zu GenialLokal)

KometGoesSystemisch

Ich liebe systemische Literatur! Sie liest sich so wunderbar leicht und praxisnah. Der Haken: Je mehr ich lese, desto länger wird meine Wunschliste auf Basis der angesprochenen Themen und zitierten Literatur.Ich stehe ja noch am Anfang meiner Weiterbildung.

Mein Ziel bis zum Seminar Ende Januar zwei Fachbücher ausgelesen zu haben, ist bereits erreicht und darauf bin ich sehr stolz! Beide Bücher kann ich von Herzen weiter empfehle:

Das „Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I“ von Arist von Schlippe und Jochen Schweitzer ist die perfekte Basisliteratur. Die Inhalte ergänzen perfekt die Grundlagenseminare an der IF Weinheim. Es gibt einen wunderbaren und anschaulichen Überblick über Methoden und Praxifelder. Ich hatte mir gleich beide Bände in einer Box geholt, im zweiten geht es um störungsspezifisches Wissen. (Affilatelink zu GenialLokal)

Das zweite Buch ist „Landkarten der narrativen Therapie“, welches so anschaulich geschrieben ist, als wäre ich bei Michael White in einem Workshop oder zur Hospitation in seiner Praxis. Ich bin sicher, dieses Buch wird wegweisend für meine eigene Arbeit werden. (Affiliatelink zu GenialLokal)

Lesen

Es tut so gut, mir Zeit zum Lesen zu nehmen! Nicht nur Fachliteratur, auch Klassiker und Romane habe ich diese Woche gelesen. Ich habe fast jeden Abend noch im Bett gelesen.

Schöne neue Welt

Von wegen schön. In diesem Klassiker habe ich bisher immer nur ein Kapitel gelesen, denn die vermeintliche Utopie ist echt gruselig. Die Erstveröffentlichung war 1932 und ich habe das Gefühl AldousHuxley hatte eine Welt vor Augen, die vom Zeitgeist und der psychologischen Forschung vor der kognitiven Wende, dem Behaviorismus mit der Konditionierung geprägt ist. Ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt mit der Geschichte. (Affiliatelink zu GenialLokal)

Das Buch der gelöschten Wörter

Den ersten Band der Reihe von Mary E. Garner habe ich zu Weihnachten bekommen. Das Buch hatte ich zufällig irgendwo entdeckt und musste es direkt auf den Wunschzettel setzen. Ich wurde direkt zu Beginn der Geschichte mitten rein gesogen und die Spannung ließ mich nicht los. Der Gedanke in böser Absicht geschriebene Worte in etwas Positives zu verwandeln, fasziniert mich. Das fiese Ende führte direkt zur Bestellung der beiden Fortsetzungen und Einlösen eines Buchgutscheines meiner Oma. (Affiliatelink zu GenialLokal)

8 Sinne

„Band 4 der Gefühle“ hatte einen fiesen Cliffhanger, aber ich wollte erst das Buch der gelöschten Wörter auslesen, welches ich Ende des Jahres begonnen hatte. Anschließend las ich „8 Sinne Band 5 der Gefühle“ und hatte zu Beginn der Geschichte die falschen Bilder vor Augen, verrückt. Manche Bücher/ Reihen lassen sich einfach nicht gut parallel lesen.

Der Effekt ließ aber schnell nach und ich war wieder ganz bei Lee und den anderen Sinnträgern in der sinnlichen Welt. Es wird immer spannender und auch dieses Buch ist bereits ausgelesen. (Affiliatelink zu GenialLokal)

Schulbeginn

Nächste Woche geht in NRW die Schule wieder los, zum Glück im Homeschooling. Ich bin gespannt wie es werden wird und wie sich die Situation weiter entwickelt. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass diese Krise endlich etwas in unserem Schulsystem wachrüttelt und verändert. Schule muss endlich zukunftsfähig werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Habt ein schönes Wochenende und passt auf euch auf!

Meine Woche in KW51 in 2020

Ein Fensterbild aus weißer Fensterfolie, Bäume und Rentiere.

Diese Woche war vieles anders. Ich durfte endlich auch im Homeoffice arbeiten, ich war müde und freue mich nun auf die Weihnachtsferien mit meiner Familie und meinen Projekten.

Schule 2020 – endlich Homeoffice für mich

Im März wurde ich als fachliche Schulassistenz in Kurzarbeit geschickt. Mein Kopf explodierte damals vor Ideen, aber ich durfte nicht … Jetzt eine Woche vor den Weihnachtsferien, durfte ich und was soll ich sagen: Es ist möglich im Homeschooling zu begleiten! Natürlich gab es Schwierigkeiten, aber ich durfte auch Zusammenhalt und Spaß erleben. Ich sehe großes Potenzial, wenn Lehrende die Chance und sinnvolle Unterstützung bekommen, könnten wir Schule sicher und sinnvoll für alle gestalten.

Die Zahlen stiegen, aber die Entscheider hielten krampfhaft daran fest, dass die Schulen offen bleiben müssten. Es sei das beste für – ich weiß nicht wirklich für wen. In der Schule ging es uns nicht wirklich gut. Wir trugen Masken und lüfteten so gut es ging, machten weiter so gut es ging, aber weder den Kindern, noch den Erwachsenen ging es gut dabei. Das zeigen auch viele Tweets aus dem #Twitterlehrerzimmer. Die Eltern konnten weiter arbeiten gehen, die Kinder waren betreut. Meine Vermutung ist, dass es hauptsächlich darum ging.

Es muss um die SchülerInnen gehen, um Bildung und die Frage, was Schulen jetzt wirklich bauchen!

Die Lehrenden haben dieses Jahr unglaubliches geleistet, waren überall, in der Schule und online, teilweise gleichzeitig. Erlebt habe ich mehr Hindernisse als Unterstützung für die Lehrenden. In meinen Augen hätte da mehr passieren müssen auf politischer Ebene.

Ich wünsche mir, dass wir diese Krise endlich als Chance begreifen, das Schulsystem zu revolutionieren. Es steht bereits auf dem Kopf, denn im aktuellen Schuljahr lief der Unterricht zwangsweise anders als bisher, nicht nur wegen der Masken und dem Lüften. Das starre System passt einfach nicht mehr in unsere moderne Zeit, die verdammt nochmal auch digital ist!

Jetzt haben wir erst einmal Ferien und ich bin gespannt, wie es am 11. Januar 2021 weiter gehen wird.

Autorinnenleben

Es ist mir nur am Donnerstag gelungen früh aufzustehen, aber das hat meinem Autorinnenleben zum Glück nicht geschadet. Die Fahrt zur Arbeit fiel ja weg und so konnte sich alles ein wenig verschieben.

Kurzgeschichten

Ich möchte unbedingt etwas zur Fakriro-Anthologie einreichen, aber bisher kam mir einfach keine passende Idee. Ohne Weihnachtsstimmung etwas in einem weihnachtlich-winterlichen Setting schreiben, während mein Kopf in meinen Romanprojekten feststeckte – schwierig. Zum Glück haben wir noch Zeit bis zum 28. Februar.

Alles auf Anfang hat mir geholfen. Ich habe schon viele Kurzgeschichten geschrieben, einige findet ihr auch hier im Blog in der Kategorie Geschichten (nicht alle dort sind von mir ;-)). Und doch hilft es manchmal, sich erstmal auf die Basics zu besinnen. Wie funktioniert eine Kurzgeschichte? Was ist anders als bei einem Roman? Kennt ihr die YouTube Videos von Ronny Rindler? Sehr zu empfehlen.

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Abends die beiden Videos über Kurzgeschichten schreiben gesehen und am nächsten Tag bereits zwei Geschichten geschrieben, die mich selbst überrascht haben, denn sie gehören ins Genre Romance. Aber warum nicht. Die erste ist bereits überarbeitet, die zweite erfüllt noch nicht ganz die Zeichenvorgabe.

Heute Morgen hatte ich beim Aufwachen dann noch eine Idee für eine Fantasy-Geschichte. Es läuft, würde ich sagen. Kreativität lässt sich nicht erzwingen, sie kommt gerne über Nacht, am liebsten, wenn wir entspannt sind.

KometsZeitreiseProjekt

Es gab da die eine Szene, bei der ich dachte, die braucht noch etwas. Es fiel mir schwer, mich dran zu setzen, weil ich wusste, es würde nicht so einfach, sie umzubauen. Der Umbau hätte Konsequenzen für andere Szenen gehabt. Als ich mich endlich der Szene stellte, erkannte ich, dass bereits alles da war, was ich brauchte. Umschreiben war nicht notwendig, nur ein wenig schleifen und feilen.

So konnte ich endlich in eine neue Überarbeitungsphase starten: Laut lesen. Es macht mehr Spaß als ich erwartet hatte. Ich spüre deutlich, dass es mein Text ist, wenn ich stolpere, stimmt etwas nicht und manchmal lese ich einfach anders, als was da steht, dann prüfe ich, ob das Gesagte eventuell besser war.

Weihnachten

Noch immer keine Weihnachtsstimmung ist Sicht, aber auch kein Weihnachtsstress. Ich habe alle Geschenke, bis auf zwei Bestellungen, die noch ankommen müssen und die Päckchen sind bereits eingepackt. Weihnachtsplätzchen sind gebacken und bereits fleißig gegessen worden. Der Baum steht und will noch geschmückt werden, was bei uns immer erst am Vortag passiert. Ein neues Fensterbild habe ich gebastelt, was seit zwei oder drei Jahren fällig war. Der große Einkauf bis zum Jahresende ist ebenfalls bereits erledigt, bis auf ein paar frische Produkte .

Kommt ihr dieses Jahr in Weihnachtsstimmung?
Es ist Ordnung für mich, denn statt Weihnachtsstimmung habe ich seit gestern Ferienstimmung, heute wunderbar ausgeschlafen und einfach gute Laune. Das ist phantastisch.

Weihnachtsfilm

Traditionell schaue ich beim Geschenkeeinpacken einen Weihnachtsfilm. Eigentlich packe ich die Päckchen auch erst kurz vor Weihnachten ein. Dieses Jahr ist eben alles etwas anders. Trotzdem wollte ich dann am Donnerstag einen Film schauen. Ich war müde und schlief dabei ein. Vielleicht wäre ich auch gegen 21 Uhr eingeschlafen, wenn der Film gut gewesen wäre, aber „Prinzessinnentausch: Wieder vertauscht“ fand ich leider sehr schlecht gemacht.

Es ist die Fortsetzung von „Prinzessinentausch“, einem unterhaltsamen romantischen Weihnachtsfilm, nicht der beste, aber ich mochte ihn. Eine einfache Bäckerin aus Chicago sieht einer Prinzessin zum Verwechseln ähnlich und sie tauschen die Rollen Kein neuer Stoff, aber es ist eine schöne Geschichte.

Tja, die Forstsetzung: Wir trennen ein Pärchen, damit wir ihnen erklären können, warum das eine dumme Idee gewesen ist und wir sie wieder zusammen bringen können. Die Idee mit dem Tauschen war gut, machen wir nochmal. Hmm, hatten wir schon, ok, dritte Figur dazu, geben ihr ein wenig kriminelle Energie. Bei der Verteilung der Eigenschaften ging der Würfelwurf für Originalität schief, Diese wurde komplett für das äußere Erscheinungsbild beim ersten Auftritt dieser Figur verbraucht. So musste dann für die Durchführung nochmal die Idee aus dem ersten Film recycelt werden …

Es reiht sich Szene an Szene, bis es dann endlich zum kitschigen Happy End kommt, welches dann im Vergleich zum Rest des Films beinahe gut war. Es entlockte mir ein überraschtes: Echt jetzt?

Wenn ich seichte Prinzessinnen-Weihnachtsfilme mögt, schaut den ersten Teil und spart euch den zweiten. Empfehlen würde ich euch „Eine Prinzessin zu Weihnachten„, der ist wirklich schön und Kathis Lieblingsfilm.

Lesen

Zu oft habe ich es in den letzten Wochen geschrieben, aber es ist leider so. Ich komme gerade nicht zum Lesen. Abends bin ich müde, dann schaue ich mal auf Twitch vorbei, schaue eine Serie, höre ein Hörbuch oder einen Podcast … sanft berieseln lassen.

In den nächsten drei Wochen wird das hoffentlich anders und ich nehme mir bewusst wieder Zeit für meine Bücher und Zeitschriften, die sich hier sammeln … Im Januar steht ja auch das Frühjahrsputzbingo an.

Bloggen

Es gibt eine neue Interviewreihe im Blog, schon lange geplant, jetzt ist der erste Beitrag online und ihr dürft euch auf weitere Interviews in 2021 freuen, vielleicht auch auf eine Anfrage, meine Liste ist noch lang. Die Reihe nennt sich Inspiration Mensch und dreht sich um inspirierende Menschen, ihre Interessen und Jobs. Lest das erste Interview mit Rosi Würtz und lasst euch inspirieren, vielleicht zu ein wenig mehr Bewegung.

Habt ein schönes Wochenende

Burger Fail Dates

Mark

„Okay ich brauche ganz kurz eure Hilfe

„Kann ich beim ersten Date mein Date zum Burger Essen einladen?“

Sam
„Keine Ahnung…“

Alex
„Geht man beim ersten Date nicht normalerweise ins Kino oder so?“

„Ph… Erste Kino Dates sind ein absolutes NO GO find ich“

Alex
„Aber warum ausgerechnet Burger?“

Sam
„Lädt nicht normalerweise der Junge das Mädchen ein?“

„Tut er ja auch“

„Er hat gesagt er kommt mich abholen und dann darf ich mir aussuchen wo wir hinfahren er würde bezahlen“

Alex
„Wo ist dann das Problem?“

„Ich weiß nicht ob Burger eine gute Idee ist …“

„Was denkt ihr?“

Alex
„Ich sehe da kein Problem bei“

„Wenn er dich danach immer noch will ist das nur ein gutes Zeichen“

„Was soll das heißen?“

Alex
„Das du Burger nicht ordentlich essen kannst“

„Ph“

„Sam was sagst du?“

Sam
„Ich denke solange er kein Vegetarier ist, ist das kein Problem“

„Dankeeeeeeee“

„Aaaahh“

„EE kont gleixh“

Sam
„Kein Grund das Tippen zu verlernen“

Alex
„Erzähl uns wie es gelaufen ist“
„Hallo?“

Sam
„Ich glaube sie wurde abgeholt …“

Da hatte Alex recht. Gerade hatte es an der Tür geklingelt, dass ich ganz vergessen hatte zu antworten. Nach einem kurzen Seitenblick in den Spiegel öffnete ich die Tür.

Da stand er, Mark, und er sah gut aus.

„Hi“, begrüßte er mich.

„Hey“, antworte ich ihm lächelnd, „Siehst gut aus.“

„Kann ich nur zurück geben … Wollen wir los?“

Ich nickte und folgte ihm ins Auto.

„Und wo wollen wir hin?“, fragte er.

„Bist du Vegetarier?“, stellte ich die wichtige Gegenfrage. Zum Glück hatte mich Sam daran erinnert, dass Vegetarier vielleicht nicht ganz so auf Burger stehen.

„Nope, sonst könnte ich ja keine Burger und Steaks und sowas essen. Ich steh nicht so auf Veggie Burger …“

Ich lachte: „Ich auch nicht. Also hast du nichts dagegen, wenn wir Burger essen gehen?“

„Nein ganz im Gegenteil. Ich liebe Burger. Wo willst du hin? McDonalds oder BurgerKing?“

Geschockt schaute ich ihn an. Das war nicht sein Ernst, oder?

„Ganz woanders“, grinste ich dann.

„Wo willst du denn dann Burger essen?“

Mark schien offensichtlich verwirrt zu sein. Der Arme. Dann will ich ihn heute Abend mal einen richtig guten Burger zeigen.

„Dahin, wo es richtig gute Burger gibt“, sagte ich und gab die Adresse meines Lieblingsburgerladens im Navi ein. „Vertrau mir, die haben echt gute Burger.“

Er lächelte und fuhr los.

Als wir ankamen, schaute er sich misstrauisch im Laden um.

„Und was willst du für einen Burger?“, wollte ich wissen und zeigte auf die Karte.

„Ich glaube, ich gehe einfach mit dem klassischen Cheeseburger“

„Okay gut. Auch ne Cola?“

Er nickte.

„Pommes dazu?“

Wieder nickte er.

Als wir dran war begrüßte mich Frank direkt.

„Hi, Jenny. Auch mal wieder hier?“ Ich nickte. „Wer ist denn dein Begleiter?“

„Das ist Mark. Wir sind heute auf einem Date und ich wollte ihm heute mal einen richtig guten Burger zeigen.“

„Hmm, Dates in einem Burgerladen sind glaube ich eher selten. Aber zu dir passt es. Also, das gleiche wie immer?“

Ich nickte erneut.

„Und für dich?“, fragte er an Mark gewandt.

„Ähm…“, sagte Mark ein bisschen überfordert, weswegen ich ihm aushalf. „Einen Cheeseburger mit Pommes und Cola im Menu.“

„Na dann, viel Spaß bei eurem Date“, wünschte er und gab uns unsere Getränke. Während Mark bezahlte, nahm ich diese und schaute schon mal nach einem Tisch. Wir hatten Glück mein Lieblingsplatz war noch frei. Also besetzten wir natürlich diesen.

Als wir auf unser Essen warteten, fragte er mich wo denn die Toiletten seien und ich zeigte auf die Tür auf der fett „WC“ stand. Er nickte und verschwand kurz darauf hinter dieser Tür.

Da entschloss ich mich die Zeit zu nutzen und holte mein Handy raus um Sam und Alex zu schreiben.

„Hilfe“

„Er liebt Burger“

Alex
„Wo ist dann das Problem?“

„Er hat bisher nur bei BurgerKing und McDonalds gegessen“

Alex
„Uh, schämen sollte er sich“

„Seid ihr in unserem Lieblingsladen?“

„Yass“

„Ich zeige ihm wie ein richtiger Burger schmeckt“

Sam
„Halt Stopp!“

„Warum bist du während deines Dates am Handy?“

Alex
„Gute Frage“

„Solltet ihr euch nicht eigentlich unterhalten und essen oder so?“

„Keine Sorge“

„Er ist gerade auf Toilette und die Burger sind noch nicht fertig“

Sam
„Dann ist ja gut“

„Dann Guten Appetit euch zweien“

Alex
„Jap Guten Appetit“

„Dankee“

Dann kam Mark auch schon wieder und ich legte mein Handy auf Seite.

„Du scheinst öfters hier zu sein, oder?“, fragte er mich.

„Joa, kann man schon sagen, denke ich. Warum fragst du?“

„Nun ja, du kennst die Menschen die hier arbeiten und kannst bestellen mit ‚Das gleiche wie immer‘. Das funktioniert nicht überall.“ Er grinste wieder.

Plötzlich fing das kleine schwarze Gerät vor uns an zu piepsen und ich zuckte zusammen. Was mein Gegenüber zum Lachen brachte.

Beleidigt nahm ich die Ursache des Piepsens in die Hand und zog Mark mit zur Theke um unsere Essen zu holen.

Zurück am Tisch beäugte Mark misstrauisch seinen Teller.

Ich grinste und fragte: „Warum schaust du deinen Burger denn so komisch an? Probier einfach.“

„Er sieht so … anders aus, als die Burger die ich bisher gegessen habe.“

„Liegt wahrscheinlich daran, dass das alles frische Zutaten sind. Beiß rein und du wirst dich in den Geschmack verlieben. Versprochen.“

Neugierig schaute ich zu, wie er seinen Burger nahm und rein biss.

„Und?“, fragte ich gespannt.

Vorsichtig, so dass der Burger nicht auseinander fiel, legte er ihn ab. „Glaube du hast dein Versprechen gebrochen“, murmelte er.

„Huh?“, machte ich.

„Ich glaube, ich bleibe bei meinen Burgern von BurgerKing und McDonalds, die sind besser. Hast du die schon mal probiert?“

Geschockt schüttelte ich den Kopf. Wie konnte er die Burger in meinem Lieblingsburgerladen nicht mögen?

„Dann sollten wir beim nächsten Mal vieleicht dorthin gehen.“

Immer noch fassungslos nickte ich. Doch dann fasste ich mich wieder.

„Wie wäre das, du isst deine Pommes und kannst auch was von meinem Coleslaw haben und ich esse dann nachher noch was von deinem Burger?“

„Okay, einverstanden, obwohl ich bezweifle, dass du meinen Burger auch noch schaffst.“

„Glaub mir in meinem Magen ist viel Platz.“

Daraufhin grinste er wieder.

Nach dem Gespräch fühlte ich mich jetzt irgendwie unwohl. Um zu vermeiden in weitere unangenehme Situationen zu kommen, genoss ich einfach meinen Burger. Als ich meinen aufgegessen hatte, entschuldigte ich mich kurz und verschwand auf die Toilette.

Dort nahm ich mein Handy raus um meinen Freunden zu berichten.

„Hilfe :´(„

„Er mag seinen Burger nicht“

„Er bevorzugt die von BurgerKing und McDonalds“

„Wie?“

Sam
„Warum schreibst du wieder während des Dates?

„Ich bin auf Toilette gegangen um mit euch zu schreiben“

„Können wir wieder auf meine Situation zurück kommen?“

„Wie soll ich so jemanden daten?“

Alex
„Wie kann er nur?“

„Er sollte sich weiterhin schämen“

„Hat der vor unseren Lieblingsladen zu entweihen? O.o“

Sam
„Alex übertreib nicht. Aber keine Sorge, bevor du ausrastest ich verstehe dich“

„Und Jenny um deine Frage zu beantworten. Gar nicht!“

„Und was mache ich jetzt?“

Sam
„Iss seinen Burger um ihn zu beweisen, dass dir die Burger so gut schmecken, dass du sogar zwei essen kannst und lass dich von ihm nach Hause fahren. Sobald er dich später nochmal nach einen Date fragt, sagst du einfach nein“

„Omg danke Sam“

Sam
„Und jetzt geh wieder zu deinen Burgern und deinem Date“

Alex
„Ph“

„Ich bin natürlich wie immer keine Hilfe…“

„Aber ja Sam hat Recht und jetzt geh und genieß deine  Burger!“

„Danke Leute“

Motiviert und mit dem Plan Mark danach nie wieder zu sehen begab ich mich wieder zu unserem Tisch.

„Und willst du meinen Burger noch essen? Sonst wäre ich jetzt fertig“

„Joa, ich glaube ich esse den noch. Habe noch Hunger.“

„Als ob du wirklich so viel essen kannst. Bist du dir sicher, dass du nicht einfach so eine Öko-Freak-Tante bist, die kein Essen verschwenden will?“, grinste er.

Sein Grinsen ging mir langsam wirklich auf die Nerven.

„Ja, ganz sicher. Zugegeben ich finde das Essen hier echt gut, weswegen es echt schade wäre es einfach nicht zu essen“, antworte ich so ruhig wie möglich. Denn wie konnte er es wagen mich einfach als Freak zu bezeichnen? Um nicht unhöflich zu sein setzte ich ein Lächeln auf.

Den Rest der Zeit verbrachte er damit mir beim essen zu zu sehen.

Als wir gingen, verabschiedete ich mich von Frank und er meinte noch: „Kommt bald wieder. Und wenn das was zwischen euch wird, werde ich dich wohl noch öfters sehen, Mark.“

Im Auto fragte Mark mich: „Wollen wir noch wohin oder soll ich dich nach Hause bringen?“

„Ich glaube, ich möchte nur nach Hause und schlafen. Tut mir leid“, sagte ich.

„Alles gut, dann bringe ich dich nach Hause.“

Die Fahrt zu mir nach Hause verlief schweigend. Als wir anhielten, wollte ich nicht unhöflich sein, schließlich ist er ja schon ein netter und gut aussehender Typ, nur halt nicht für mich zum daten geeignet, weswegen ich mich zu ihm rüber beugte und ihn umarmte. Als ich mich zurück ziehen wollte gab er mir einen Kuss auf die Wange.

„Wir sehen uns.“

Ich lächelte und stieg aus, winkte kurz, bevor ich die Autotür zumachte, mich zu meiner Haustür begab und diese öffnete. Sobald ich mich im Inneren meiner heimeligen vier Wände befand, holte ich mal wieder mein Handy raus.

„Bin wieder zu Hause“

Ich lehnte mich an die Wand, schloss die Augen und atmete tief durch.

Unser erstes Date war ein totaler Reinfall gewesen. Für mich. Eigentlich war es mein allererstes Date und ich hatte mir mehr erhofft. Irgendwann werde ich wieder ein Date haben und das wird besser verlaufen. Hoffe ich zumindest.

Mein brummendes Handy riss mich aus meinen Gedanken.

Alex
„Noch etwas passiert?“

„Nein“

Sam
„Also kein weiteres Date?“

„Wahrscheinlich nicht“

Sam
„Deiner oder seinerseits?“

„Meinerseits“

„Bei ihm bin ich mir nicht sicher“

„Er hat mir im Auto einen Kuss auf die Wange gegeben“

Alex
„ER HAT DICH GEKÜSST?!? 0.0“

„Das nennst du nichts passiert?“

„Auf die Wange!!!“

Alex
„KUSS IST KUSS!!!! – _-

Sam
„Ich muss Alex zustimmen. Du kannst nicht behaupten es sei nichts passiert!“

„Habt ihr eigentlich kein eigenes Leben oder warum antwortet ihr immer sofort…“

Sam
„Du bist insgeheim froh, dass du uns hast“

Sam hatte Recht, ich war froh. Auch wenn Sam und Alex beide noch weiter schrieben, steckte ich mein Handy ans Ladekabel und ignorierte es dann. Ich war enttäuscht, aber das würde morgen wieder weg sein.

Am nächsten Morgen schaute ich als erstes auf mein Handy und sah, dass ich Nachrichten aus zwei Chats habe. Das musste heißen, dass mich noch jemand anderes angeschrieben hatte, als Sam und Alex.

Neugierig klickte ich die Nachrichten an und hätte es irgendwer gedacht? Sie waren von Mark.

Mark
„Hatte ein schönen Abend.“

„Gute Nacht :3“

„Guten Morgen<3“

„Hoffe du hast gut geschlafen.“

„Wie wäre es nächsten Samstag gleich Uhrzeit wir beide McDonalds und ich zeige dir wie ein wirklich guter Burger schmeckt?“

Ich seufzte, als ich die Nachrichten las. nach kurzem überlegen antwortete ich.

„Ist das eine Einladung für ein zweites Date?“

Ich musste auch nicht lange auf eine Antwort warten.

Mark
„Jap ist es.“

„Nimmst du sie an?“

„Ich glaube es wäre besser wenn ich sie nicht annehme“

„Aber wir können es als Freunde versuchen“

Mark
„Tut mir leid“

„Das reicht mir nicht.“

„Dann ist es mir lieber wenn du mich blockierst.“

„Okay“

„Tschüss“

Mark
„Tschüss“

Dann klickte ich auf blockieren, screenshotete den Chat und schickte die Bilder an Sam und Alex. Das war jetzt schon komisch. Aber wenn er blockiert werden wollte, tat ich ihm den Gefallen. Trotzdem fand ich, dass er überreagiert hat.

Tyler

Mein Date mit Mark war jetzt schon ein paar Wochen her. Seitdem hatte ich leider keine Gelegenheit mehr Burger essen zu gehen. Aber das sollte ich jetzt bald wieder nach holen, denn mein Kommilitone Tyler hatte mich auf ein Date eingeladen. Nur wusste ich nicht, ob ich zusagen sollte.

Seit ich die Nachrichten gesehen habe, habe ich mich nicht mehr getraut den Messenger zu öffnen. So konnte ich aber auch nicht die einzigen zwei Menschen erreichen, die ich um Hilfe bitten konnte.

Da ich aber einfach nicht wusste, ob ich auf dieses Date gehen wollte, überwand ich mich und öffnete den Messenger um meine besten Freunde anzuschreiben. Wie ich sie kannte, würden sie sofort antworten.

„Hilfeeeeeee“

Alex
„Mal wieder“

Sam
„Wie können wir dir behilflich sein?“

„Gott sei Dank seit ihr fast immer online“

Sam
„Seid*“

„Jaja“

„Dafür habe ich gerade keine Zeit“

Alex
„Dann hör auf um den heißen Brei zu reden und komm zum Punkt!“

„Spann uns nicht länger auf die Folter!“

„Okay“

„Taxlwr hat mich auf ein Date eingeladen“

„Tayler*“

Alex
„Aaaaaaaaaaah“

„sxsfsdg“

Sam
„Also erstmal was hast du geantwortet?“

„Und zweitens Alex du solltest aufhören irgendwas zu tippen“

„Noch gar nichts“

„Ich weiß nicht was ich antworten soll“

Alex
„Erstens Sam Nö!“

„Zweitens warum lässt du ihn warten?“

„Ich habe die Nachrichten noch nicht gelesen“

„Sollte ich zusagen?“

Sam
„Ja!“

Alex
„JAAAAAA!“

„Ich weiß nicht“

Alex
„Er sieht gut aus oder?“

„Ja?“

Alex
„Ist er nett?“

„Ja?“

Alex
„Warum solltest du dann Nein sagen?“

Sam
„Jenny, ich bin mir sicher Alex könnte noch mehr aufzählen. Außerdem hat Alex Recht“

„Du kannst ihn danach ja immer noch abblitzen lassen“

„Okay“

„Ihr habt Recht“

„Ich sag ja“

Sam und Alex hatten wie immer Recht. Ich sollte einfach zusagen. Ich atmete nochmal tief durch und öffnete dann den Chat mit Tyler.

Wir hatten bisher nur manchmal über ein paar unibezogene Sachen geschrieben.

Tyler
„Hey“

„Ich wollte mal fragen ob du ganz vielleicht Lust hättest mit mir auf ein Date zu gehen?“

„Gerne“

Tyler
„Wirklich?“

„Ja“

„Wann denn?“

Tyler
„Wie wäre es mit gleich? So um 3?“

„Sobald?“

Tyler
„Nicht gut?“

„Wir können das auch wann anders machen“

„Nein nein alles gut“

„3 klingt gut“

Tyler
„Okay cool“

„Wo willst du hin?“

„Ich lade dich ein?“

Kurz überlegte ich.

„Bist du Vegetarier?“

Tyler
„Ja“

„Warum?“

„Wo willst du denn hin?“

„Ich hätte sonst gefragt ob wir vielleicht Burger essen gehen wollen“

Taylor
„Können wir doch trotzdem gerne wenn du möchtest?“

„?“

Taylor
„Ich esse einfach einen Veggie Burger“

Achso Sorry“

Taylor
„Soll ich dich abholen?“

Brauchst du nicht“

Taylor
„Würde ich aber gerne“

„Schickst du mir deine Adresse?“

„Na gut“

Taylor
„Dann hole ich dich um 3 ab“

Ich schickte ihm meine Adresse und lächelte in mich hinein. Als ich dann einen Blick auf die Uhr warf, erschrak ich. Wir hatten schon halb zwei.

Schnell lief ich zu meinen Kleiderschrank.

Was sollte ich nur anziehen?

Meine einzige Lösung war um Hilfe zu bitten.

„Help“

Alex
„Stets zu Diensten“

Sam
„Was diesmal?“

Ich habe Taylor zugesagt“

„Jetzt habe ich gleich ein Date um 3“

Und habe nichts zum anziehen“

Sam
„Wohin geht ihr“

Burger essen^^“

Alex
„Schon wieder?“

Danach weiß ich wenigstens ob er eine Person ist die ich daten könnte..“

Sam
„Dann zieh das eine rote Top mit der hellen Jeansjacke an“

Alex
„Um die schöne Jeansjacke zu beflecken?“

Sam
„Das eine grüne?“

Alex
„Das ist nicht Date tauglich“

Sollte ich mein gelbes Lieblings-T-Shirt anziehen?“

Sam
„Auf keinen Fall!“

Alex
„AUF KEINEN FALL!!“

„Zieh niemals Lieblingssachen zu einen Date an“

Warum nicht?“

Sam
„Echt jetzt?“

„Du willst doch keine miesen Erinnerungen an deinen Lieblingsklamotten haben wenn du nicht sicher bist dass das Date gut wird“

„Das weiß selbst ich“

Oh“

„Okay“

Sam
„Der schwarze Kapuzenpulli?“

Alex
„Schick aber zu warm“

„Nimm den grauen“

„Der ist dünner“

Sam
„Find ich gut“

Okay“

„Hose?“

Alex
„Die weiße“

 Sam
„Die schwarze“

Die graue?“

Alex
„Grau zu Grau?“

„Nimm die hellblaue“

Das ist meine Lieblingsjeans“

Sam
Hast du noch mehr Hosen?“

„Die dunkelblaue“

Sam
„Dann nimm die“

Alex
„Ja die sieht gut dazu aus“

„Schuhe?“

Sam
„…“

Alex
„Du trägst litterally nur ein paar Schuhe“

„Also die schwarzen?“

Sam
„Besitzt du noch andere?“

„Ähm ja?“

Alex
„Egal nimm die“

Dank der Hilfe meiner besten Freunde hatte ich mir dann auch ein Outfit zusammengestellt, welches ich jetzt nur noch finden musste. Doch so schwer, wie ich es in diesem Chaos erwartet hatte, war es gar nicht.

Als ich dann fertig war, setzte ich mich an die Tür und wartete. Ich war viel zu nervös um irgendwas anderes zu machen.

Als ich ein Geräusch hörte, was so klang, als würde jemand vor der Tür parken, wartete ich gespannt, ob es gleich klingeln würde oder ob ich gar eine Nachricht erhielt, die mir sagte, ich solle rauskommen. Doch nichts passierte.

Neugierig schaute ich nach draußen.

Dort saß Tayler auf seinem Motorrad mit seinem Handy in der Hand. Schnell schloss ich dir Tür hinter mir ab und lief lächelnd auf ihn zu. Als er mich bemerkt hatte, fragte ich: „Warum hast du mir nicht Bescheid gesagt, dass du schon hier bist?“

„Wir haben erst fünf vor.“

„Du wolltest die fünf Minuten hier noch warten?“

Schüchternd lächelnd nickte. „Aber da du mich ja doch bemerkt hast können wir ja los?“

Ich nickte und er drückte mir einen zweiten Helm in die Hand.

„Du kennst den Weg?“, fragte er mich. Ich nickte, setzte den Helm auf und mich hinter ihn. Dann lotse ich uns zum Burgerladen.

Drinnen stand wieder Frank hinter der Kasse und er begrüßte uns auch direkt, da niemand anstand.

„Hey Jenny, lang nicht mehr gesehen und … du bist nicht Mark?“

„Nein ich heiße Tyler. Jenny und ich sind heute auf einem Date“, stellte er sich selbst vor.

„Ah, ja so siehst du auch aus.“

„Hmm?“, machte mein Date und auch ich war verwirrt.

„Ich meine, dein Aussehen passt zu dem, was man sich unter dem Namen Tyler vorstellt. Lederjacke und so“, am Ende zeigte er auf ihn um seine Worte zu verdeutlichen.

„Ich hoffe das ist nichts schlechtes.“

Und bevor Frank noch eine Antwort geben konnte, die die Situation noch unangenehmer machen konnte meinte ich: „Natürlich nicht. Und nimm es Frank nicht übel. Er ist manchmal ein bisschen … direkt.“

„Was ist eigentlich mit Mark?“, fragte Frank dann und am liebsten würde ich ihn für diesen Satz umbringen.

„Das zwischen uns hat nicht funktioniert. Jedenfalls hätte ich gerne das gleiche wie immer, bitte“, versuchte ich das Gespräch zu beenden und Frank akzeptierte dies und fragte Tyler nach seiner Bestellung.

Als er dann seinen Veggie-Burger bestellt hatte, setzten wir uns an meinen Stammplatz.

„Also wer ist Mark?“, fragte Tyler mich dann. Ich seufzte. Ich wusste, dass er nachfragen würde, seit dieser Name gefallen war.

„Mark ist ein Kerl mit dem ich mal hier auf einem Date war.“

„Und warum hat es mit euch nicht geklappt?“

Kurz überlegte ich, ob ich lügen sollte, doch dann antwortete ich: „Er hat mir erzählt, wie sehr er Burger liebt. Aber der Burger hier hat ihm nicht geschmeckt“

„Heißt dein Freund muss die Burger hier mögen?“

„Nein, nicht unbedingt. Auch wenn ich nicht verstehen kann, wie man sie nicht mögen kann, aber er soll nicht die bei Burger King oder so besser finden. Ich meine, die sind doch nur Chemie, oder nicht?“

„Ja, das sind sie. Ich finde die vegetarischen Burger da auch furchtbar. Aber heißt das, dass, wenn mir der Burger hier schmeckt, ich eine Chance habe?“

Bei dem Satz verschluckte ich mich und musste husten. Daraufhin lächelte er leicht und als ich mich wieder beruhigt hatte, antwortete ich mit einem „Vielleicht“ und zwinkerte was uns beide zum Lachen brachte.

Dann war auch schon unser Essen fertig.

Gespannt schaute ich zu wie er den Burger probierte.

„Lecker“, meinte er und ich grinste daraufhin wie ein Honigkuchenpferd. Dann biss ich auch in meinen Burger und dachte gar nicht daran überhaupt ein Gespräch zu führen, so sehr war ich in mein Essen vertieft.

Doch Tyler hatte da einen anderen Plan.

„Ich verstehe das du hier oft isst. Aber weißt du eigentlich wie schlecht das für die Umwelt ist?“

Da verlor ich mein Grinsen und schaute ihn fassungslos an.

„Ich meine der Konsum von Fleisch ist genauso fördernd für den Klimawandel wie der Verbrauch von Käse und Butter.“

„Du meinst hoffentlich die Herstellung und nicht den direkten Verbrauch“, meinte ich dann, obwohl ich mich eigentlich von solchen Gesprächen fernhalten wollte.

„Aber das hängt doch direkt zusammen. Du weißt schon, wegen Verbrauch und Nachfrage und so.“

„Schon, aber du möchtest doch nicht wirklich, dass jeder vegan lebt, oder?“

„Also ich hätte nichts dagegen. Ich lebe die meiste Zeit vegan, aber ab und zu mache ich auch mal eine Ausnahme. Aber Fleisch esse ich grundsätzlich nie.“

„Deswegen trägst du auch eine Lederjacke? Weil die ja so ‚vegan‘ ist?“, fragte ich und zog eine Augenbraue hoch.

„Wie gesagt ich mache Ausnahmen“, meinte er und ich hatte das Gefühl er würde mit den Zähnen knirschen.

„Okay, wie wäre es damit, wir lassen das Thema fallen. Ist wahrscheinlich nicht das beste Gesprächsthema beim ersten Date“, versuchte ich das Thema zu wechseln.

„Nein! Das ist ein wichtiges Thema. Das sollten wir jetzt auch zu Ende diskutieren.“

Das konnte ich jetzt echt nicht fassen. „Entschuldigst du mich kurz?“, sagte ich noch, bevor ich aufstand um auf Toilette zu verschwinden. Da hörte ich ein unterdrücktes Lachen vom Tisch hinter mir, doch ich ignorierte es und verschwand um meinen Freunden zu schreiben.

„Hilfe“

„Holt mich hier raus“

Sam
„Fangen irgendwie alle unsere Gespräche so an?“

„Was meinst du?“

Sam
„Damit, dass du unsere Hilfe brauchst“

„Kann sein. Weiß ich nicht“

„Hilfst du mir trotzdem?“

Sam
„Was ist los?“

„Er ist Veganer mit Lederjacke“

Sam
„Warum gehst du mit einem Veganer Burger essen?“

„Ich dachte er wäre Vegetarier“

„Außerdem hat er gesagt er würde einen VeggieBurger essen“

Sam
„*Seufz*“

„Ist da noch was?“

„Er redet mit mir darüber, dass Fleisch schlecht für die Umwelt ist
und dass wir vegan leben sollten
und er trägt trotzdem eine Lederjacke…“

Sam
„Okay, ich verstehe, dass das blöd für dich ist, aber du stehst das durch. Wechsel einfach das Thema und danach schießt du ihn in den Wind“

„Du bist mir gerade keine Hilfe Sam“

„Alex wo bist du?“

Alex
„Hier“

„Was sagst du dazu?“

Alex
„Was Sam sagt“

„Na gut“

„Dann mal Danke Leute“

Sam
„Sorry, dass wir dir gerade nicht mehr helfen können, aber du hast Recht auch wir sind manchmal beschäftigt“

„Alles gut^^“

Das musste ja irgendwann mal passieren. Es war klar, dass die beiden nicht immer für mich da sein können. Auch wenn sie das bisher waren. Ich sollte es schätzen, dass sie mir trotzdem geantwortet haben, obwohl sie beschäftigt sind.

Seufzend ging ich zurück. Tyler hatte inzwischen seinen Teller leer gegessen.

„Es tut mir leid, aber ich glaube wir beide zusammen, das funktioniert nicht. Ich sollte gehen“, meinte er zu mir, stand auf und gab mir Geld. Verwirrt schaute ich ihn an. „Für ein Taxi, weil ich dich ja jetzt nicht mehr nach Hause fahren kann.“ Perplex nahm ich das Geld an und er verschwand.

„Ich kann doch einfach mit der Bahn nach Hause fahren“, murmelte ich etwas lauter als gewollt.

„Dann sieh es als Entschädigung dafür an, dass er dir deinen Burger vermiest hat“, kam es dann von hinter mir. Mit einem fragenden Blick drehte ich mich um. „Hast du ihm das etwa eingeredet?“, fragte ich den Besitzer der Stimme. „Ne“, abwehrend hob er die Hände, „Ich misch mich nicht ins Liebesleben anderer ein. Im Gegensatz zu anderen“, meinte er mit einem Seitenblick auf Frank.

Ich lächelte als Antwort und drehte mich wieder um, um auch meinen Burger aufzuessen.

Als ich dann später zu Hause war, wollte ich Tyler schreiben, dass er mir kein Taxigeld hätte geben müssen, doch es schien so als hätte er mich bereits blockiert.

„Ist es normal, dass man nach einem Date reicher ist als vorher?“ schrieb ich stattdessen meine Freunde  an.

„Ihr braucht nicht direkt zu antworten, wenn ihr beschäftigt sein“

Alex
„Keine Sorge“

Sam
„Wir haben wieder Zeit für dich“

„Wie war dein Date?“

„Ein totaler Fail“

„Er ist irgendwann gegangen und hat mir Taxigeld dagelassen“

Sam
„Bist du deswegen jetzt reicher? Weil die Fahrt nicht so teuer war, wie er gedacht hat?“

„Nein ich bin Bahn gefahren“

Alex
„XD“

„Sei froh“

Sam
„Jetzt kannst du dir mehr Essen leisten“

„Habt ihr euch gegen mich verschworen? xD“

Ich hatte schon Glück mit meinen beiden Chaoten als Freunden.

Jeremias

Schon bald danach bekam ich wieder eine Einladung auf ein Date. Diesmal von Jeremias. Jeremias war ein Internetfreund von mir und wir hatten uns auch schon ein paar Mal getroffen. Doch jetzt wollten wir auf ein Date gehen. Da er mich gerne zum Essen einladen wollte und ich den Ort aussuchen durfte, würde auch mein drittes erstes Date in meinem Lieblingsburgerladen stattfinden.

Diesmal hielt ich mich auch nicht lange damit auf, mir zu überlegen was ich anziehen soll, sondern zog einfach mein Outfit vom Date mit Mark an.

Jeremias konnte mich nicht abholen, weswegen wir uns erst vor Ort trafen.

Entspannt machte ich mich auf den Weg und war auch pünktlich da. Doch vom normalerweise überpünktlichen Jeremias war noch keine Spur und er würde noch etwas brauchen, wie er mir durch eine Nachricht mitteilte.

Jeremias
„Es tut mir furchtbar leid. Mein Bus ist ausgefallen. Ich komme leider 10 Minuten zu spät.“

„Alles gut“

„Bin selbst erst in zwei Minuten da“

Das war zwar eine Lüge, aber ich schrieb das, damit er sich nicht ganz so schlecht fühlen muss.

Jeremias
„Du kannst ja dann schon mal bestellen wenn du möchtest.“

„Was willst du denn haben?“

Jeremias
„Such du für mich aus. Ich vertraue deinem Geschmack.“

„Alles klar“

„Dann bis gleich“

Also ging ich schon mal rein und wie sooft, begrüßte mich Frank sofort. „Hi. Jenny. Diesmal alleine hier?“

„Ne mein Date kommt gleich nach“

„Du bist der einzige Mensch, den ich kenne, der bei einem Date Burger essen geht“, behauptete er und lachte, „aber Mark ist es nicht und Tyler hat dich ja auch abserviert.“

„Woher weißt du das?“, fragte ich.

„Er ist ohne dich gegangen. Aber ich muss ja schon sagen, du machst schon ganz gut Werbung für den Laden hier mit deinen Dates. Beide sind nochmal hergekommen“

„Echt? Dabei hatte Mark doch behauptet ihm hätte sein Burger nicht geschmeckt“, irgendwie verwirrte mich das gerade.

„Kann es sein, dass ich gar nicht deine Handynummer habe?“, fragte er dann plötzlich aus dem Nichts heraus. Da wir tatsächlich bisher noch keine Nummern ausgetauscht hatten, holten wir das nach und ich bestellte noch schnell zweimal das gleiche wie immer bevor ich mich hinsetzte.

Kurz darauf kam dann auch Jeremias. Nachdem er sich kurz suchend umgeschaut hatte, fand er mich. Lächelnd kam er auf mich zu.

Ein paar Minuten später war dann auch unser Essen fertig und er meinte „Ich hatte nicht erwartet, dass wir Burger essen würden.“

„Ist das ein Problem für dich?“, fragte ich schnell und hatte kurz ein schlechtes Gewissen.

„Nein, nein“, beeilte er sich zu sagen, „Nur hatte ich das nicht erwartet.“

„Aber du magst Burger?“, wollte ich mich dennoch versichern.

„Also, ich habe bisher nur einmal einen gegessen und das war mit meiner Exfreundin, aber der hatte mir geschmeckt.“

„Dann probier den mal und sag mir wie der schmeckt. Ich habe für dich einfach mal das gleiche bestellt wie für mich.“

Er nickte und biss hinein. Sein Blick darauf war kurz nachdenklich und dann genießerisch.

„Lecker“, meinte er und ich grinste, „Er schmeckt wie der Burger, den meine Freundin immer gegessen hatte.“

„Du meinst deine Exfreundin oder eine Freundin?“, fragte ich nach.

„Ex“, sagte er und biss wieder in seinen Burger.

Auch ich machte mich jetzt über meinen Burger her.

„Mit Jolina bin ich immer in total schicke Restaurants gegangen, mit voll viel Auswahl. Trotzdem hat sie immer nur einen Salat gegessen.“

„Jolina?“, fragte ich nach und hoffte wirklich, dass er nicht seine Ex meinte.

„Meine Ex. In gewisser Weise seid ihr euch ähnlich“, behauptete er. Mit einem ‚Ist das dein Ernst Blick?‘ schaute ich ihn an und fragte dann mit sarkastischen Unterton „Weil sie in total teuren Restaurants nur einen Salat isst und ich mit dir Burger essen gehe?“

Er schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Nein, so nicht. Aber ihr ähnelt euch vom Aussehen her, irgendwie. Ihr habt beide diese wunderschönen braunen Haare, nur waren ihre länger, aber deine sind auch schön. Außerdem hat sie ständig meinen schwarzen Hoodie getragen. So wie den den du gerade trägst“

„Nur, dass das meiner ist und nicht deiner.“

„Ähm ja schon.“

„Es tut mir leid, aber ich erkenne keine Ähnlichkeiten zwischen ihr und mir. Jedenfalls, was hast du in letzter Zeit so gemacht?“, versuche ich das Thema zu wechseln.

„Mich von Jolina getrennt. Sie ist jetzt mit so einem Mark zusammen. Ich verstehe nicht wieso er besser ist als ich. Ich meine die beiden essen die ganze Zeit Fastfood. Das kann doch nicht gesund sein?“ Als ich nicht antwortete, schob er noch schnell hinterher, „Aber keine Sorge. Das ist alles schon lange lange her und ich bin über sie hinweg.“

„Aha, sicher“, wobei ich mir nicht ganz so sicher war, ob er wirklich über er seine Ex hinweg war.

Ich entschuldigte mich kurz und verschwand mal wieder auf die Toiletten. Dort entblockte ich Mark und schrieb ihm eine Nachricht.

„Hey.. Ähm könnte es sein, dass du eine Freundin namens Jolina hast?“

Während ich auf eine Antwort wartete schrieb ich auch meine Freunde an.

„Lebenswichtige Frage:
Wenn ein Typ auf einem Date nur über seine Exfreundin redet

ist er nicht über sie hinweg oder?“

Alex
„…“

„?“

Sam
„Alex antwortet erst, wenn du irgendwas mit Hilfe schreibst.“

„Aber warum fragst du? „

„Bist du schon wieder auf ein Date?“

„Ja“

„Ich brauche dringend eine Antwort bitte“

Sam
„Sorry, das ist nicht mein Spezialgebiet“

„…“

„Hilfe …“

Alex
„Nein! eindeutig nicht!“

„Was bedeutet, dass jetzt Furrer mich?“

„Also warum geht er immer noch mit mir auf ein Date“

Alex
„Seid ihr zwei befreundet?“

„Ja“

Alex
„Haben du und seine Ex irgendwelche Gemeinsamkeiten?“

„Angeblich ja aber ich sehe keine“

Alex
„Sieht er die?“

„Ja“

Alex
„Dann Fall gelöst. Du bist seine Ablenkung um über seine Ex hinweg zu kommen“

„Aber ich kann mich auch irren“

Sam
„Aber das ist unwahrscheinlich“

„Nimms ihm nicht übel“

Alex
„Wir nehmens dir ja auch nicht übel dass du uns nichts von deinem Date erzählt hast“

„Ich gehe mal wieder“

Als ich wieder zu Jeremias gehen wollte, vibrierte mein Handy nochmal und ich las schnell noch die Nachrichten von Mark.

Mark
„Ja, seit zwei Wochen“

„Du nimmst mir das doch nicht übel oder?“

Er hatte mir netterweise mehr Informationen gegeben, als nach denen ich gefragt habe, aber ich hatte da nichts gegen. Denn wenn sich meine Vermutung bestätigte, war die Trennung somit noch gar nicht lange her. Mit einem Seufzen machte ich mich wieder auf dem Weg zu meinem Date. „Alles in Ordnung?“, fragte Jeremias mich mit leicht besorgten Unterton. Entweder konnte man mir ansehen, dass ich mich unwohl fühlte oder ich hatte zu lange gebraucht. Ich wusste nicht, welche Option ich bevorzugen würde. „Alles gut“, winkte ich deshalb nur ab. „Aber kann es sein, dass Die Trennung noch gar nicht solange her ist?“, fragte ich vorsichtig nach, unsicher ob ich das überhaupt ansprechen sollte.

„Ja, das ist schon Ewigkeiten her. Aber wir sind doch auf einem Date, wir sollten nicht über meine letzte Beziehung reden“, behauptete er und der übertriebene Ausdruck in seiner Stimme sagte mir, dass er log. „Jeremias, du weißt wir sind Freunde. Kann es sein, dass sie erst vor kurzem einen Neuen hat?“

„Ja“, er seufzte traurig. „Unsere Trennung ist trotzdem schon drei Monate her, aber seitdem habe ich nicht mehr wirklich irgendwas gemacht. Ich dachte, ich wäre über sie hinweg. Doch dann erfuhr ich letzte Woche, dass sie jetzt mit diesem Mark zusammen ist. Das hat mir klar gemacht, dass ich alles anders als über sie hinweg bin. Dann hat man mir gesagt, ich solle irgendwas machen um mich abzulenken und jetzt sitzen wir hier und es tut mir so leid. Ich hätte dich nie auf dieses Date einladen dürfen. Ich glaube ich sollte gehen. Es tut mir wirklich leid.“ Das alles brach aus ihm heraus und er wollte aufstehen. Doch ich hielt ihn davon ab.

„Es ist alles in Ordnung, wirklich. Ich versteh dich. Also nicht wirklich, weil ich noch nie einen Ex hatte,  aber der Burger ist da und wir sind trotz allem noch Freunde. Lass uns einfach als Freunde zusammen essen.“

„Ist das wirklich in Ordnung für dich?“

„Sonst würde ich es nicht vorschlagen.“

Und ich merkte, dass es wirklich in Ordnung, wenn nicht sogar lieber, für mich war, wenn wir nach diesem ‚Date‘ nur Freunde blieben. Mir war aufgefallen, er war nicht ganz so mein Typ. Jetzt fiel mir auch auf, dass auch Mark und Tyler beide nicht mein Typ waren. Aber darüber wollte ich mir ein anderes Mal Gedanken machen. Im Moment wollte ich einfach noch die Zeit mit Jeremias als gutem Freund genießen, denn sobald würde ich ihn wahrscheinlich nicht wiedersehen.

Als ich dann später auf dem Weg nach Hause in der Bahn saß, fiel mir ein, dass ich Mark gar nicht geantwortet hatte, was ich dann auch mal nachholte.

„Nein natürlich nicht. Schließlich war ich diejenige, die sich nicht nochmal mit dir treffen wollte.“

Mark
„Dann ist ja gut“

„Warum hast du überhaupt nachgefragt?“

„Möglicherweise habe ich mich gerade mit ihrem Ex getroffen
und wollte wissen ob ich vielleicht auch ihren Aktuellen kenne“

Daraufhin bekam ich keine Antwort mehr von ihm, dafür aber von Sam.

Sam
„Mir ist gerade was aufgefallen“

„Alex du hast zum ersten Mal mehr als einen Satz in einer Nachricht geschrieben“

„Ich wollte gerade nachlesen ob das stimmt.
Aber dafür müsste ich ALLE Nachrichten nochmal lesen“

­Sam
„Du kannst mir aber auch einfach glauben“

Alex
„Hast du dir wirklich alle meine Nachrichten nochmal durchgelesen?“

Sam
„Ähm … Vielleicht?“

Alex
„Auch unsere Privatnachrichten oder nur die in dieser Gruppe?“

„Ihr schreibt privat miteinander?“

„Ich dachte wir würden alle nur in der Gruppe miteinander schreiben“

Sam
„…“

Alex
„Man du bist echt hobbylos“

Dann kam keine Antwort mehr. Weder von Sam noch von Alex.

Ron

Seitdem Alex Sam vor ein paar Tagen als hobbylos bezeichnet hatte, habe ich nichts mehr von ihnen gehört. Das fand ich zwar ein wenig schade, dennoch traute ich mich nicht zuerst zu schreiben, sonst würden sie denken, dass ich wieder Hilfe bei irgendwas bräuchte.

Aber die Funkstille wurde etwas unangenehm. Schließlich entschied ich mich doch dazu ein einfaches ‚Hey‘. Sehnsüchtig wartete ich auf eine Antwort. Sam und Alex waren beide meine besten Freunde. Meine einzigen. Auch wenn wir uns übers Internet kennengelernt haben.

Als meine Handy vibrierte schaute ich sofort dachte. Ich dachte einer der beiden hätte geschrieben. Doch ich hatte mich geirrt. Stattdessen hatte mich Frank angeschrieben.

Frank
„Na, Lust auf Burger?“

Die Frage fand ich fies. Ich hatte immer Lust auf Burger, war schließlich mein Lieblingsgericht. Aber wegen meiner Fail Dates habe ich es ehrlich gesagt vermieden. Außerdem war ich mir nicht sicher ,wie lange ich mir das noch leisten konnte.

„Immer weißt du doch“

Frank
„Dann komm her“

Warum?“

„Du willst doch einen Burger“

„Ja…“

„Weiß nicht ob ich mir das leisten kann …“

„Ich bezahl ihn dir“

„Echt?“

Das war was Neues. Auch wenn ich Frank zu meinen wenigen Freunden zähle, hat er mir bisher nicht mal einen Rabatt geben wollen.

Frank
„Ja.. Aber nur wenn du dich jetzt SOFORT auf den Weg machst und ALLEINE herkommst“

„Natürlich bei einem gratis Burger sag ich nicht nein“

„Aber ich darf mir noch was anziehen oder?“

Tatsächlich bin ich den ganzen Tag noch in Schlafanzug rumgelaufen. Da keine Antwort mehr kam, sah ich das einfach als ein Ja und suchte mir schnell was Bequemes raus. Es war kühl also konnte ich den schwarzen Kapuzenpulli anziehen, den ich bei meinem Date mit Tyler nicht anziehen sollte. Genau wie die graue Hose. Aber heute war ja kein Date, deswegen war mir das egal.

Kurz darauf saß ich auch schon in der Bahn zum Burgerladen und schrieb Frank, dass ich auf dem Weg und bald da sei.

Als ich dann ankam, begrüßte mich Frank und meinte mein Essen sei schon fertig. Er zeigte in Richtung meines Stammtisches. Zwar war da ein Burger, wie ich ihn immer aß, aber saß da auch ein Kerl.

Fragend schaute ich Frank an. Er nahm sich irgendeinen Teller und kam dann mit diesem hinter der Kasse hervor. Mit einer Handbewegung deutete er mir an ihm zu folgen, als er sich in Richtung dieses Typen bewegte.

„Setz dich“, meinte er und deutete auf den Stuhl vor dem Teller. Verblüfft setzte ich mich hin. Den Teller in seiner Hand stellte er vor mein Gegenüber.

„Also, Jenny, dass ist Ron ein weiterer Stammkunde und Ron, dass ist Jenny eine andere Stammkundin“, stellte er uns gegenseitig vor und ging.

Ich schaute mich um und sah, dass außer uns nur ganz hinten ein Pärchen saß. Sonst war der Laden leer, ungewöhnlich für einen Samstagabend. Dann schaute ich wieder mein Gegenüber an.

„Jenny, heißt du also“, murmelte er grinsend. Verwirrt schaute ich ihn an. „Kennst du mich?“, fragte ich. „Nee, nicht wirklich. Wir haben nur mal zwei Worte miteinander gewechselt.“

Kurz überlegte ich. Dann fiel es mir ein. „Du bist das. Der Typ, der meinte ich solle das Taxigeld als Entschädigung nehmen.“

„Jap, und dieser Typ heißt Ron“, meinte er immer noch grinsend und zeigte auf sich. „Diesmal auf keinem Date?“

Bevor ich antworten konnte tat Frank, dass schon für mich. „Du bist ihr Date!“, rief er zu uns rüber. Jetzt schauten wir beide verwirrt drein. „Wusstest du das?“, wandte ich mich wieder an Ron. Er schüttelte den Kopf. „Wie gesagt. Ich mische mich nicht in das Liebesleben anderer ein. Nicht so wie andere.“

Jetzt konnte ich mir auch denken, wer es war der Tyler vertrieben hatte. Frank. Wer auch sonst.

Ich erschrak kurz als mein Hintern vibrierte, realisierte dann aber doch schnell, dass das nur mein Handy war. Ron konnte nur über meine Reaktion grinsen und ich grinste zurück. Sein Grinsen war viel freundlicher, als das von Mark. Ich mochte sein Grinsen. Aber bevor ich zu viel über sein Grinsen nachdenken konnte, fiel mir mein Handy wieder ein.

Schnell murmelte ich eine Entschuldigung und schaute drauf. Es waren Nachrichten von Sam. Aber privat. Wir hatten noch nie privat miteinander geschrieben.

Sam
„Jenny, ich brauche Hilfe“

„Ich will jemanden auf ein Date einladen, aber ich weiß nicht wohin“

„Keine Ahnung“

„Alex ist unser Datinggenie“

Sam
„Ich weiß, aber ich kann Alex nicht fragen..“

„Bist du noch sauer?“

Sam
„Nein“

„Es ist wegen was anderem“

„Okay warte kurz“

Ich war verwirrt, aber trotzdem wollte ich Sam helfen. „Ron. Wo würdest du jemanden auf ein Date hin einladen?“, fragte ich mein Gesprächspartner, da ich selbst keine Ahnung hatte. Nachdem er seinen Bissen zu Ende gekaut hatte, meinte er dann:“Keine Ahnung. Hatte noch nie eins. Meine Datingkenntnisse habe ich alle nur aus Beobachtungen in diesem Laden. Warum fragst du?“

„Ich frage nur für einen Freund – oder eine Freundin?“ Erst jetzt fiel mir auf, dass ich nicht mal das Geschlecht von meinen besten Freunden wusste, weder von Sam noch von Alex, „Jedenfalls braucht Sam Hilfe.“

„Tut mir leid, aber ich kann da nicht helfen. Wie gesagt sind meine Kenntnisse nur aus diesem Laden und du bist die einzige, die hier datet.“

„Warte du hast mich beobachtet?“ Irgendwie war die Vorstellung lustig, aber unangenehm und traurig. Unangenehm beobachtet zu werden und traurig, weil keins der Dates gut gelaufen war.

„Ja, passiert ja sonst nichts Spannendes hier.“

Dann saßen wir einfach nur schweigend da und genossen unsere Burger. Deswegen waren wir ja hier.

Dann vibrierte mein Handy wieder und mir fiel ein, dass ich Sam noch eine Antwort schuldete. Doch das schien sich erledigt zu haben.

Sam
„Hat sich erledigt“

„Ich wurde auf ein Date eingeladen“

„Jetzt muss ich mir keine Gedanken deswegen machen“

„Das freut mich“

Gleichzeitig bekam ich gerade auch eine Nachricht von Alex.

Alex
„Jenny bitte sag mir dass ich keinen Fehler gemacht habe, indem ich jemanden auf ein Burgerdate eingeladen habe“

„Wenn du nicht die gleichen datest wie ich dann ist alles in Ordnung“

„Keine sorge“

„Okay, dass wird mir unangenehm. Was ist deine Lieblingsfarbe?“, fragte mich plötzlich mein Gegenüber. Erst jetzt fiel mir auf, wie unhöflich ich wirken musste.

„Oh, Sorry. Hmmm“, überlegte ich kurz, „Orange denke ich. Obwohl blau ist auch schön. Nur nicht zusammen. Das finde ich irgendwie eher so näh.“

„Man muss Orange und Blau nur richtig zusammen kombinieren, dann bilden sie einen schönen Kontrast. Sie sind schließlich komplementär.“ Fragend schaute ich ihn an. Was zur Hölle sollte komplementär bitte bedeuten. „Rot, blau und gelb sind Grundfarben. Orange, Grün und lila werden aus denen gemischt. Orange und Blau sind komplementär, weil blau nicht zum Mischen für orange gebraucht wird“, erklärte er mir. Interessant, dachte ich. „Warum weißt du sowas?“, fragte ich ihn und es interessierte mich aus irgendeinem Grund wirklich. Ich wollte Ron besser kennen lernen. „Ich bin Kunststudent. Aber eigentlich hatten wir das irgendwann im Kunstunterricht in der Schule und irgendwie habe ich es geschafft mir genau das zu merken.“

Irgendwie kamen wir von Komplentärfarben dann auf Schuhe, dann irgendwie auf den Mond und zum Schluss tatsächlich auch auf Bushaltestellen zu sprechen.

Der Abend war lustig und ich genoss ihn sehr muss ich zugeben.

Als wir uns voneinader verabschiedeten fragte er noch: „Kann ich eigentlich deine Nummer haben? Dann könnte ich dich gerne mal auf ein Date einladen, wenn du möchtest. Und ich gab sie ihm. Denn ich wollte nur zu gerne noch ein Date mit ihm haben, denn für mich war auch das ein Date, weil wir über verrückte Themen  geredet hatten und unsere Burger genießen konnten, ohne dass irgendwer uns den Spaß verderben konnte.

(c) Drachenreiterin


Die Burger auf den Bildern stammen aus meinem persönlichen Lieblingsburgerladen Cowboys Burger Saloon in Bonn. Selbst gekauft und abgeholt.

Phantastischer Fakriro Talk 3

Fantasy, Science Fiction, Urban Fantasy, Dark Fantasy, Märchenadaptionen, Dystopien …

Es gibt soooo unglaublich viele Subgenre der Phantastik, wie könnte es da nur eine einzigen „Phantastischen Fakriro Talk“ geben??? Geht nicht, also kommt mit in die dritte Runde an die virtuellen Messestände phantastischer Autor*innen.

Heute sprechen wir mit:

Über Fakriro-Online könnt ihr übrigens direkt bei den Autor*innen signierte Exemplare bestellen!

Im Gespräch mit Katrina Lähn

Achtung hier versucht uns eine Autorin in ihren Bann zu ziehen und zu verzaubern – zu spät, kommt mit zu Katrina Lähn:

Katrina Lähn (c)
Katrina Lähn (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Katrina Lähn: Du wirst wahrscheinlich von der Magie an meinem Stand angelockt worden sein. 🙂 Zudem versuche ich stets, jeden Besucher mit einem scheuen aber ehrlichen Lächeln Willkommen zu heißen und hoffe sehr, dass sie sich bei mir wohl fühlen werden.

Meine Cover sind sehr märchenhaft, künstlerisch und mit jeder Menge Liebe gestaltet worden und meine Geschichten verbinden die Rubriken Märchen, Fantasy und Liebesgeschichte. Schau dich doch gerne einmal um. 🙂   

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Katrina Lähn: Hi Stephanie, mein Name ist Katrina Lähn. Ich bin Jugend-Fantasy Autorin und veröffentliche meine Bücher seit 2018 im Selbstverlag.

Hallo Katrina, erzähle mir bitte mehr zu deinem aktuellen Buch.

Katrina Lähn: In meinem Buch »Ruby – Gabe des Glücks« geht es um die junge Prinzessin Rubina von Arthuro, die an ihrem dreizehnten Geburtstag erfährt, dass sie mit dem übergewichtigen König Leon zwangsverheiratet werden soll. Da ihr diese Vorstellung allerdings überhaupt nicht gefällt, flieht sie auf die Erde und baut sich dort ein eigenständiges Leben auf.
Zu allem Überfluss erhält sie von einer guten Fee die seltene Gabe des Glücks, die sie in der Gesellschaft ihres Planeten Giarnarni zu etwas ganz Besonderem werden lässt.

Zwei Jahre lang gelingt es Ruby, sich auf der Erde versteckt zu halten. Doch dann wird sie von den Rittern ihres Vaters aufgespürt und zurückgebracht. Ist damit ihr Schicksal besiegelt?

Ruby ist ein Jugend-Fantasy Roman und beinhaltet neben einer starken Hauptprotagonistin, die für ihre Rechte kämpft, eine Liebesgeschichte, jede Menge Sarkasmus und die Liebe zu magischen Tieren.

Ruby Gabe des Glücks ~ Katrina Lähn (c)
Ruby Gabe des Glücks ~ Katrina Lähn (c)

Das klingt spannend und romantisch. Wie wirkt sich die Gabe des Glücks auf der Erde aus?

Katrina Lähn: Rubys ehrlicher Kuss sorgt dafür, dass bestimmte Personen urplötzlich ein sehr gutes und gesundes Leben führen können. Sie gewinnen beispielsweise im Lotto, finden die große Liebe oder erhalten eine unerwartete Erbschaft.
Leider sorgt Rubys Gabe aber auch dafür, dass sie für den König von Giarnarni noch interessanter wird.

Entdecke ich auf dem Cover einen Drachen? Spielen Drachen auch eine Rolle?

Katrina Lähn: Das hast du ganz richtig gesehen. Drachen sind ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, da meine Protagonistin sich mit ihnen verständigen kann. Ob sie Ruby jedoch Glück oder Unglück bringen werden, werde ich selbstverständlich an dieser Stelle nicht spoilern.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Katrina Lähn: Ruby Blayke von Kirsten Storm (Dystopie)

weiterführende Links

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*Anzeige* Affiliatelink zu Ruby auf GenialLokal

Im Gespräch mit M. Rose-Everly

Beginnen wir die Runde an einem blauen Stand, wie könnte es bei diesem Blogdesign anders sein ist das meine Lieblingsfarbe. Dort treffen wir auf M. Rose-Everly:

Banner zu Nimhorn, welches über dem Stand hngt. M.Rose-Everly (c)
Banner zu Nimhorn, welches über dem Stand hngt. M.Rose-Everly (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

M. Rose-Everly: Mein Stand ist – passend zum Buchcover – in dunkelblau und schwarz gehalten, mit weißer Schrift und dem mystischen Emblem, das eine große Rolle in der Geschichte spielt. Neben dem Stand stehen außerdem zwei (künstliche) Bäume, in denen Lichterketten hängen, weil ich denke, dass das eine ganz tolle Stimmung erzeugt. Und hinter dem Stand stehe ich und lächle Dich an, weil es so ein schöner Tag ist und lächeln einfach glücklich macht! Zudem ist es ja auch völlig kostenlos. Weiterhin findest Du bei mir Taschenbücher und eBooks auf kleinen Tischchen, kostenlose Lesezeichen und auch ein paar Sheets mit Textauszügen sowie gerahmte Zitatbilder.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du?

M. Rose-Everly: Hallo Stephanie, schön, dass Du mich besuchst! Ich bin M. Rose-Everly und schreibe im Genre Fantasy/Dystopie/Romance. Im letzten Jahr habe ich als Selfpublisherin mein erstes Buch herausgebracht und im gleichen Atemzug einen eigenen kleinen Verlag gegründet, den Traumwerk Verlag.

Die Wächter von Nimrhon - Ruf nach Freiheit ~ M. Rose-Everly (c)
Die Wächter von Nimrhon – Ruf nach Freiheit ~ M. Rose-Everly (c)

Erzähle mir bitte etwas zu deinem Buch.

M. Rose-Everly: „Die Wächter von Nimrhon: Ruf nach Freiheit“ bildet den Auftakt zu einer ausführlich erzählten Romanreihe, in dessen Zentrum eine kämpferische junge Frau namens Phelía steht. Ich kann Dir verraten, dass sie nicht nur eine besondere Fähigkeit besitzt, sondern auch Teil einer geheimnisvollen Prophezeiung ist, von der sie zunächst keine Ahnung hat. Zudem gibt es unvorhersehbare Wendungen und eine großartige Liebesgeschichte.

Zum Setting kann ich sagen: Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. In einem Krieg mit den Antarern – einer menschenähnlichen Rasse – wurde ein Großteil der Menschheit vernichtet und in mittelalterliche Zustände zurückgeworfen. Unterdrückt durch die Willkür und Übermacht ihrer Feinde gibt es nicht mehr viele, die sich zu widersetzen wagen oder an eine bessere Zukunft glauben.

Und was mein Buch zu etwas Besonderem macht?

Zum einen findet sich in der Story ein toller Genre-Mix wieder, der gleich mehrere Leser*innen anspricht. Und zum anderen haben wir mit Phelía eine Heldin, die man einfach ins Herz schließen muss, weil sie so wunderbar menschlich ist und sich letztendlich nicht verbiegen lässt, trotz vieler Hürden, die es zu meistern gilt.

An Band 2 und 3 schreibe ich gerade mit Feuereifer.

Wolf, eine Illustartion zum 1. Kapitel von "Die Wächter von Nimrhon: Ruf nach Freiheit" ~ M. Rose-Everly (c)
Wolf, eine Illustartion zum 1. Kapitel von „Die Wächter von Nimrhon: Ruf nach Freiheit“ ~ M. Rose-Everly (c)

Vielen Dank, dann wünsche ich dir viel Freue beim weiter Schreiben.

M. Rose-Everly: Liebe Stephanie, ich danke Dir herzlichst für Deinen Besuch! Vielleicht habe ich Dich ja neugierig gemacht? Ich wünsche Dir jedenfalls noch einen tollen Tag!! (zwinkere und winke zum Abschied) 

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Im Gespräch mit Annison Moore

Am Stand des Selfpublisher-Verbandes treffen wir Annison Moore. Mögt ihr auch gerne Sanduhren? Sie hat eine auf ihrem Cover … Kommt mit:

Annison Moore (c)
Annison Moore (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Aufmerksamkeit geweckt haben?

Annison Moore: Einen Urban Fantasy und Phantastik Fan wie dich würde bestimmt das Cover meines Romans „Die Zauberer von Lythe“ neugierig machen – auch wenn er zwischen vielen anderen am Stand des Selfpublisher-Verbandes steht: Bedrohliche Krähen kreisen über den Köpfen von zwei Jugendlichen, die im Inneren einer riesigen Sanduhr auf einen Zeitstrudel zulaufen. Alles ist sehr ornamental und grafisch gehalten und ich habe mich riesig gefreut, dass ich den britischen Künstler Rohan Eason dafür gewinnen konnte, der u.a. auch für J.K. Rowling arbeitet.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet und du?

Annison Moore: Ich bin Annison Moore und schreibe Phantastik aka Urban Fantasy für Jugendliche, junge Erwachsene und All-Age.

Die Zauber von Lythe ~ Annison Moore (c)
Die Zauber von Lythe ~ Annison Moore (c)

Dein Cover mit der Sanduhr macht mich neugierig, erzähl mir bitte mehr. Ist es ein Zeitreiseabenteuer? Ich liebe Zeitreisen!

Annison Moore: Geheimnisse, Magie und verborgene Geschichten spielen eine große Rolle in „Die Zauberer von Lythe“. Der Roman erzählt aber auch von Bewährungsproben in einer schwierigen Freundschaft. In einem Setting zu Beginn des 20. Jhds. finden die Zwillinge Kathrine und Colin eine Zeitreiseuhr, die eine skrupellose Magiergruppierung unbedingt an sich bringen will. Nun erst gesteht ihr Vater ihnen, dass sie aus einer alten Zaubererfamilie stammen. Enttäuscht von seiner mangelnden Zuwendung hoffen die beiden, sich mit Hilfe des jungen Zauberers Geoffrey gegen ihre Feinde wappnen zu können – treffen jedoch auf die offene Feindschaft ihres Lehrers. Erst müssen die Geschwister manches Rätsel um die Vergangenheit lösen, bevor sie mit Hilfe der Uhr die Schicksalsfäden um Familie und Freunde neu knüpfen können.

Wunderbar, du steigst also bereits vor 100 Jahren ein und entführst uns in weitere Zeiten. Ich nehme an du bleibst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wenn es um Familie und Freunde geht?

Annison Moore: „Die Zauberer von Lythe“ spielen hauptsächlich Anfang des 20. Jhds., wobei dies zwar das Setting beeinflusst (ein englisches Schloss mit Personal wie Hausmädchen und Sekretär, daneben das einfache Leben der Menschen auf dem Land), für die Geschichte an sich aber von eher untergeordneter Bedeutung bleibt. Bei der einen Zeitreise, die stattfindet, geht es übrigens auch eher in die nahe Vergangenheit. Die Figuren sind dem Thema Zeitreisen gegenüber eigentlich sehr kritisch eingestellt, denn zu groß wäre ja die Gefahr, etwas an der Gegenwart zu verändern … Als sich herausstellt, dass sich vor einigen Jahren ein Verbrechen ereignet hat, das das Leben ihrer Freunde immer noch überschattet, lassen sich zwei Figuren dann aber doch verlocken, die Reise in die Vergangenheit anzutreten …

In welche Zeit würdest du selbst gerne reisen, falls du diese Uhr zur Verfügung hättest?

Annison Moore: Ohh, das ist gar nicht so leicht zu beantworten angesichts der Fülle an spannendsten Möglichkeiten! Mich würden auf jeden Fall die 60er Jahre in den USA und in Großbritannien sehr interessieren und einige Singer / Songwriter der Zeit zu treffen. Dann wäre es auch megaspannend, ins alte Griechenland zu reisen mit diesen wahnsinnig weitsichtigen und wegweisenden Philosophen wie Platon und Demokrit … hätte ich aber nur die Möglichkeit zu einer einzigen Zeitreise, würde ich mich wahrscheinlich wie die Figuren im Buch entscheiden, Menschen aus meiner Familie nochmal zu treffen, die nicht mehr da sind. Da siegt die Verbundenheit über die Neugier.

Die Zauber von Lythe ~ Annison Moore (c)
Die Zauber von Lythe ~ Annison Moore (c)

Danke dir, welches Buch von Autorenkolleg*innen würdest du mir gerne empfehlen?

Annison Moore: Ich bin hellauf begeistert von „Sophie auf den Dächern“ von Katherine Rundell. Die Geschichte startet ungewöhnlich und bleibt es bis zum Ende …

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Im Gespräch mit David Pawn

Dieser Boris am Qindie Stand hat magische Kräfte, es zieht uns immer wieder dorthin zurück. Vielleicht ist es aber auch einfach ein starkes Netzwerk. Diesmal sprechen wir mit David Pawn.

Cosplay am Qindie-Stand, in der Mitte ist Boris und rechts David Pawn zu sehen
Cosplay am Qindie-Stand, in der Mitte ist Boris und rechts David Pawn zu sehen (c)

Was könnte mich angelockt haben, mit dir ins Gespräch zu kommen?

David Pawn: Wenn dich nicht, wie so viele andere, Boris, unser russischer Soldat aus Pappmaché, an den Stand gelockt hat, so vielleicht eine freundliche Ansprache meinerseits oder einfach die Neugier auf eines der vielen Bücher bei uns, die man nicht in jedem Buchladen im Schaufenster sieht.

Hallo ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

David Pawn: Ich bin David Pawn, Autor und Messeorganisator bei Qindie – das Autorenkorrektiv. Ich schreibe hauptsächlich Urban Fantasy, habe aber auch Western und Horrorgeschichten im Portfolio. Die meisten Sachen habe ich als Selfpublisher herausgebracht, inzwischen aber auch drei Verlagstitel.

Zaubertränke Amortentia ~ David Pawn (c)
Zaubertränke Amortentia ~ David Pawn (c)

Mit Katharina habe ich bereits über Qindie gesprochen, erzähl du mir doch bitte etwas über dein neues Buch.

David Pawn: Aktuell kann ich drei Bücher neu vorstellen. Das erste ist die Hardcoverausgabe eines meiner ersten Romane. Ich wollte einfach mal ein richtig schönes Buch herausbringen, so mit Schutzumschlag und Lesebändchen. Es  handelt sich um „Amortentia“, den ersten Band meiner „Zaubertränke“-Reihe, der als Taschenbuch und E-Book schon einige Jahre im Handel ist. Diese besondere Ausgabe wird es nur auf Messen oder bei mir persönlich geben. 

Das zweite Buch ist der neunte Band der gleichen Reihe „Revitalis cerebrum“. Wie man sieht, lassen mich die Helden der Reihe nicht los.

Und das dritte Buch trägt den Titel „Andere Zeiten“. Es ist ein besonderes Buch, weil es das überhaupt erste Buch eines gerade erst gegründeten Verlages ist, der „Geschichtenzisterne“ heißt. Es handelt sich um ein Buch mit 10 Erzählungen, die unabhängige Handlungen haben, aber zeitlich fortlaufend sind – so wie bei einer Fernseh-Serie. Und es sind fantastische Krimis.

Andere Zeiten Aetherwelt-Kriminalgeschichten ~ David Pawn (c)
Andere Zeiten Aetherwelt-Kriminalgeschichten ~ David Pawn (c)

Neun Bände sind schon ordentlich. Ich schätze lange Reihen sehr. Erzähl mir mehr über die Zaubertränke Reihe.

David Pawn: Die „Zaubertränke“ habe ich 2014 begonnen. Eine Autorin, Asta Roth, wollte da erst so eine Sexgeschichte schreiben, hat dann aber festgestellt, dass soetwas ganz gegen Frau Rowlings Geschmack ist. Weil sie mich vorher schon zu allem möglichen gelöchert hatte, insbesondere habe ich den Namen Sophus für sie gefunden, hat sie mir dann das erste Kapitel zugeschickt und geschrieben: Mach dir einen schönen Tag damit. Ich habe mir ein paar schöne Wochen damit gemacht und Amortentia geschrieben. Kaum war ich fertig, überfiel mich die Idee für den nächsten Band. Und so ging es eine ganze Weile immer weiter.
Natürlich wird es mit jedem Band schwerer, sich etwas Neues einfallen zu lassen.

Revitalis Cerebrum ~ David Pawn (c)
Revitalis Cerebrum ~ David Pawn (c)

Du hast sehr schöne Cover, stammen die von dir oder verrätst du uns mit welchen Cover-Designern du zusammen arbeitest?

David Pawn: Die meisten Cover sind von Casandra Krammer. Die letzten beiden, „Andere Zeiten“ und „Amortentia“ als Hardcover, sind von Jaqueline Spieweg.

Welches Buch magst du mir von Autorenkolleg*innen empfehlen?

David Pawn: Uneingeschränkt empfehle ich die Reihe „Boris & Olga“ von Selma J. Spieweg.

So viel zu der Magie von Boris 😉

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Schaut euch auch meine anderen Beiträge in der Reihe FakriroTalk an

Entdeckungsreise im Fakriro Talk

Auf einer Buchmesse lohnt es sich auch mal an Stände zu gehen, die nicht auf den ersten Blick zu deinem Lieblingsgenre zählen. Wer mich kennt, weiß, ich lese am liebsten Phantastik, gerne auch Kinderbücher und hin und wieder einen Klassiker. Es gibt so viele tolle Bücher auf dem Markt, dass ich gerne mal etwas anderes ausprobiere. Schauen wir mal, was die Fakriro Online hier im Angebot hat. Es ist sehr eine abwechslungsreiche Mischung geworden, finde ich.

Wir sprechen mit:

Gespräch mit S. Sagenroth

Bei S. Sagenroth lassen wir uns ein wenig in die Irre leiten durch den Tunnelblick, gerne Phantastik zu lesen. Entdecken wir mal, was sie für Bücher schreibt:

(c) S. Sagenroth

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

S. Sagenroth: Du siehst das Cover: im Hintergrund die Ornamente einer alten Gondel, ein Balkon, eine Laterne. Mittig ein moderner Junge, den Blick nach oben gewandt, daneben ein Mädchen mit verwuschelten roten Haaren. Unten aus rotem feurigen Licht laufend ein kleiner Junge in einer Uniform aus den Dreißigerjahren. Der Titel, in verspielter und auch etwas älter anmutenden Schrift: S. Sagenroth. A. S. Tory und die verlorene Geschichte.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

S. Sagenroth: Hallo Stephanie, schön, dass du hier bist. Ich bin S. Sagenroth, Selfpublisherin bei tredition und schreibe heiter-ernste Abenteuer-Roadtrips für Jugendliche und Erwachsene. Du siehst schon bei der Formulierung: Meine Bücher sind ein Genre- Mix. Crossover, Allager würde es auch treffen.

A.S. Tory und die verlorene Geschichte (c) S. Sagenroth
A.S. Tory und die verlorene Geschichte (c) S. Sagenroth

Erzähle mir bitte mehr über „A. S. Tory und die verlorene Geschichte“.

S. Sagenroth: In meinem Buch erhalten Sid und Chiara, das sind die beiden auf dem Cover, eine E-Mail mit dem Auftrag, die Biographie eines mysteriösen Engländers zu erforschen. Am Anfang haben sie nur eine Adresse in Venedig, ein Foto aus den Dreißigerjahren und eine Gratulationsanzeige. Dennoch machen sie sich neugierig auf die Reise, landen dabei unter anderem im alten Ghetto von Venedig, im Wiener Untergrund und in Berlin-Kreuzberg.  Es wird von allerbester Freundschaft, erster Jugendliebe, aber auch Hass und Tragik erzählt. Für die beiden wird es eine Reise durch die Zeit, in das letzte Jahrhundert und zurück in die aktuelle Gegenwart. Ob sie die Vergangenheit um den alten  Mr. Tory enträtseln und was sie herausfinden … das erfährt man, wenn man das Buch liest.:-)

Das Besondere meines Buches ist, dass es Jung und Alt verbindet, auch die Gegenwart mit der Vergangenheit, heiter und ernst zugleich ist, kurzweilig und dennoch – so hoffe ich –  nachklingend. Zudem ist es eine Buchreihe. Band Eins erlebt gerade eine komplett überarbeitete Neuauflage, mit einem übrigens ebenfalls wunderschönen Cover und erscheint ganz bald brandneu. An Band Drei schreibe ich zur Zeit.  Wem das Buch gefallen hat, der kann sich also über zwei weitere spannende Abenteuerreisen der beiden Hauptprotagonisten freuen.

Ist es eine tatsächliche Zeitreise oder meinst du mit „Reise durch die Zeit“, dass sie sich mit längst vergangenen Zeiten beschäftigen?

S. Sagenroth: Es ist eine reale Reise durch die Zeit. Kein Science Fiction oder so.

Danke dir, welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du empfehlen?

S. Sagenroth: Ich tue mich darin schwer, nur ein einziges zu nennen. Es hätten viele verdient. Aber es lohnt sich zum Beispiel bei tredition mal reinzuschauen und auch auf diversen Selfpublisherseiten zu stöbern. Da habe ich selbst schon ein paar Perlen gefunden.

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Gespräch mit Christian aka C.A.Raaven & Christine Corbeau

Auch wenn Christian unter anderem Urban Fanatsy schreibt, ist er in dieser Runde der Genre-Entdeckungen gelandet, denn Christian ist auch Christine und schreibt auch andere Sachen, lest selbst. Ein Mann, zwei Pseudonyme, vielfältige Genre.

Christian aka C.A.Raaven  & Christine Corbeau
Christian aka C.A.Raaven & Christine Corbeau (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Christian: Vermutlich wirst du stutzig geworden sein, dass dort nur ich stehe, obwohl die Deko auf zwei sehr verschiedene Autoren hinweist. »C.A.Raaven« hauptsächlich in Schwarz gehalten und »Christine Corbeau«, in bunt.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Christian: Hi, ich bin Christian und wie dir vielleicht schon aufgefallen ist, mit zwei ziemlich verschiedenen Pseudonymen unterwegs. Für meine dunkle Seite C.A.Raaven habe ich seit 2012 zwei Urban Fantasy Romane, einen Social-Media-Krimi und eine fiese Anthologie veröffentlicht. Mit meiner bunten Seite Christine Corbeau habe ich im letzten Jahr meine erste romantische Komödie herausgebracht. Momentan bevorzuge ich Selfpublishing aber ich bin auch offen für die Zusammenarbeit mit Verlagen.

Wie jongliert man mit zwei so unterschiedlichen Identitäten?

Christian: Diese zwei völlig verschiedenen Persönlichkeiten, die meinen Wirtskörper bewohnen, sind erstaunlicherweise ziemlich gut zu handeln. Tatsächlich empfinde ich es durchaus als spannend und entspannend, mir bei meinen Ideen – egal, ob es sich nun um Geschichten oder z.B. Marketinggedöns handelt – die passende Persönlichkeit aussuchen zu können. Vorher habe ich vieles einfach so bei FB & Co. gepostet und mich hinterher gefragt, ob dies meiner Person als Marke nun zuträglich ist oder nicht. Nun kann ich wirklich kanalisieren und werde trotzdem alle meine Ideen los. Zwei separate Marken erfordern allerdings auch separate Heimathäfen, ob nun bei FB oder im sonstigen Netz. Aus diesem Grund habe ich mich z.B. dazu entschlossen, zwar zwei FB-Seiten und zwei Websites zu haben, aber nur einen Insta-Account und inzwischen gar keinen Twitter-Account.

Black Tales of Rock (c) C.A.Raaven
Black Tales of Rock (c) C.A.Raaven

Erzähl mir bitte etwas zu deinem aktuellen Buch.

Christian: Also das wären in meinem Fall gleich zwei Bücher, die fast zeitgleich in 2019 erschienen sind. „Black Tales of Rock“ ist eine Sammlung von 13 düsteren Kurzgeschichten, die alle den einen oder anderen Bezug zu Rockmusik haben und daher auch alle nach einem Musiktitel benannt sind. Wenn du gerade dabei bist, Thriller und Horror für dich zu entdecken, dann kann ich mir gut vorstellen, dass du es mögen wirst. 

Die romantische Komödie „Wer will schon eine Null“ setzt auf die zwei Dinge, die mir selbst beim Lesen am wichtigsten sind: Lachen und Lebensgefühl. Ich verwende viel Herzblut darauf, die Protagonistin in möglichst viele skurrile Situationen zu bringen und dabei die Umgebung so authentisch wie möglich zu gestalten. Wer sich mit guter Laune in den Urlaub entführen lassen möchte, wird sich damit gut amüsieren.

Wer will schon eine Null (c) Christine Corbeau
Wer will schon eine Null (c) Christine Corbeau

Magst du mir auch etwas über deinen Social-Media Krimi erzählen?

Christian: Als ich vor einer Weile in einem IT-Projekt mitgearbeitet habe, hatte ich nicht nur die Gelegenheit, in das Thema Software-Entwicklung reinzuriechen, sondern auch noch viel Zeit beim ständigen Pendeln von Berlin nach Hannover. In dieser Zeit gab es eine Diskussion darüber, wie viele Daten wir Menschen so den ganzen Tag über oft freiwillig oder ohne es so richtig zu merken, diversen Apps gegenüber bekanntgeben. Daraus entstand für mich die Frage, was passieren würde, wenn solche Daten letztendlich einer Person mit sehr schräger Weltsicht in die Hände fielen. Hieraus wiederum entstand für mich die Frage, was einem Menschen eigentlich widerfahren könnte/müsste, um zu einer solchen Weltsicht zu gelangen. Als ich vor einiger Zeit einmal zu der Geschichte befragt wurde, habe ich einen kleinen Artikel dazu verfasst.

E-Death App ins Verderben (c) C.A. Raaven
E-Death App ins Verderben (c) C.A. Raaven

Grundsätzlich ging ich davon aus, dass nur sehr wenige Menschen von Geburt an mit einem psychischen Defekt dieses Ausmaßes ausgestattet wären. Aber da waren ja auch noch die, die erst im Verlauf ihres Lebens zu Psychopathen gemacht wurden. Plötzlich schwebte mir eine Familie im Kopf herum, bei der die üblichen Maßstäbe nicht anzusetzen wären. Ein hochintelligentes Kind, das aber nichts von seiner Begabung ahnt. Umgeben ist es von einem kontrollfixierten Vater, der keine Liebe zu kennen scheint, und einer Mutter, die nicht in der Lage ist, einem Kind die Fürsorge angedeihen zu lassen, die es braucht. Das Leben dieses Kindes wäre geprägt von Arbeit und Angst. Angst davor, etwas nicht zur Zufriedenheit des übermächtigen Vaters zu erledigen. Aber auch Angst vor einer in einem düsteren – eher dem Bau eines Tieres gleichenden – Zimmer vor sich hinvegetierenden Mutter. Dieses Kind müsste noch jung genug sein, um nachhaltig von den Glaubenssätzen des Vaters beeindruckt werden zu können, aber auch alt genug, um die Rolle eines Dienstboten für den Vater und einer Pflegeperson für die Mutter wahrnehmen zu können.

(Auszug aus dem Artikel zur Entstehung von „E-Death: App ins Verderben“

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du empfehlen

Christian: Eines der letzten Bücher, die ich gelesen habe, hat mich wirklich umgehauen und ich empfehle es daher gern. Es ist »Liebe reicht doch erst mal« von Mia Leoni.  Ich finde, sie hat es ganz klasse geschafft, mit locker leichter Erzählweise eine wunderschöne Liebesgeschichte zu erzählen, die auch vor ernsten Themen nicht zurückschreckt.

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Im Gespräch mit Andy Hagel

Wenn ich ehrlich bin, habe ich vier Fragen vorbereitet und diese sind über den Fakriro-Verteiler gelaufen. Anschließend habe ich einzelnen Autor*innen noch Rückfragen gestellt. Alle haben sich auf die einleitende Szene eingelassen und sich vorgestellt ich stünde an ihrem Stand. Bei Andy Hagel ist mir dann folgendes passiert, er hat beide Rollen übernommen und das Interview kreativ ausgearbeitet, daher sei angemerkt, dass teilweise „mein Diaglogpart“ auch auf seine Feder zurück geht. Autoren sind eben kreative Menschen ;-). Lest selbst, was passiert, wenn wir an den Stand von Andy Hagel treten:

Andy Hagel (c)
Andy Hagel (c)

Mehrere Bücher blicken mich an eine CD fällt mir vor die Füße und Gedichte schweben durch die Luft. (Andy Hagel)

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du – Fragezeichen

Andy Hagel: Hey, mein Name lautet Andy Hagel und mein Projekt nennt sich Texthagel. Seit über zwei Jahren betreibe ich meine Homepage auf der ich Gedichte und Geschichten veröffentliche.

Die Blumenhand ~ Andy Hagel (c)
Die Blumenhand ~ Andy Hagel (c)

Erzähle mir doch etwas zu deinen Büchern.

Andy Hagel: Angefangen habe ich mit mehreren eBooks. Zum einen Gedichte und zum anderen eine Hommage an das Wuppertaler Tanztheater Pina Bausch – an Pina Bausch (RIP 2009) – welche mir vor vielen Jahren das Auge für die Kunst geöffnet hat, als ich, nachdem ich eine Nacht die meterhohe Leinwand für ihr Bühnenstück weiß getüncht habe den Abend darauf völlig übernächtigt im Theatersessel der Inszenierung frönte.

Der Schuh ohne Fußabdruck ~ Andy Hagel (c)
Der Schuh ohne Fußabdruck ~ Andy Hagel (c)

Aber bei eBooks ist es nicht geblieben – oder?

Andy Hagel: Nein, am 12.03.2020 erschien mein zweites Print als eBook und eigentlich sollte am 13.03.2020 auch das Taschenbuch erscheinen. Mit „Die Blumenhand“ – 31 bunte und blumige Geschichten erscheinen gesammelte Geschichten mit Bezug zum wahren Leben – Geschichten wie „Das goldene Kreuz“ oder „Der Bettler“ sowie eine ganze Reihe grüner Geschichten mit Bezug zur Natur wie „Der erste Frosch“, „Die Tulpe“ oder „Der Bienenkönig“. Wer gerne kurze Geschichten liest – sei es beim Duschen oder auf dem Weg zur Arbeit – er findet – wie auch schon in meinem ersten Print „Der Schuh ohne Fußabdruck“ – 31 wunderbare und fabelhafte Geschichten kurzweilige und seltene Geschichten.

7 Gute Nacht Geschichten von Andy Hagel (c)
7 Gute Nacht Geschichten von Andy Hagel (c)

Noch eine Frage zu deinen Gedichten – die veröffentlichst du auch auf deiner Homepage – ja?

Andy Hagel: Ja, auch wenn ich, nachdem ich 2015 mit meinem Gedicht Heat! anlässlich der Themenwoche im ARD Videotext veröffentlicht und prämiert wurde – und 2017 mehrere Gedichte eBooks wie das TICK TACK! Tageblatt oder „Die Konsumente“ veröffentlicht habe zurzeit wenige Gedichte schreibe – hier und da finden sich noch welche auf meiner Homepage.

Andy Hagel (c)
Andy Hagel (c)

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Im Gespräch mit Marie-Christin Spitznagel

Am Stand von Marie-Christin bleiben wir mehr oder weniger freiwillig stehen. Sie lädt geradezu dazu ein, dass wir sie anstarren dürfen und hat außergewöhnliche Litaratur im Gepäck, womit sie diese FakriroTalk-Runde wunderbar abschließt. Also hören wir auf zu starren und reden mit ihr:

Marie-Christin Spitznagel (c)
Marie-Christin Spitznagel (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Marie-Christin Spitznagel: Also abgesehen davon, dass ich selbst natürlich aufsehenerregend wohlgestalt bin, habe ich den großen Vorteil, dass ich mich sehr wohl fühle, wenn mich viele Menschen ansehen. Ich stehe gerne auf Bühnen, moderiere, liebe es Lesungen zu haben und spreche einfach gerne mit Menschen. Also, wenn du nicht freiwillig stehengeblieben bist, habe ich dich bestimmt angequatscht!

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du?

Marie-Christin Spitznagel: Hallo Stephanie und schön dich kennenzulernen! Kleiner Komet klingt spannend, interessierst du dich für Astronomie?

Astronomie und Raumfahrt finde ich faszinierend.

Marie-Christin Spitznagel: Ich auch! Großer Sci-Fi-Fan!

Marie-Christin Spitznagel (c)
Marie-Christin Spitznagel (c)

Ich bin Marie-Christin Spitznagel und schreibe Horrorkomödien. Ich liebe gute Horrorgeschichten, die nicht nur von Splatter und billigen Schreckmomenten leben, sondern eine lange und langsame Spannung aufbauen. Allerdings habe ich auch eine Vorliebe für schrecklich schlechte und campy Horrorfilme, wie „Ich, Doktor Fu-ManChu“ oder so ein Quatsch.

Dazu kommt, dass ich eine familiäre Vorbelastung habe, was morbiden Humor betrifft. Mein Onkel hat meiner Oma mal einen Sarg mit Kerzen drauf zum Geburtstag geschenkt.

Aber ich schweife ab. Meine Bücher verlege ich selber, denn mein Genre ist aktuell extrem unpopulär und ich glaube, die meisten Verlage oder Literaturagenten wüssten gar nicht was sie mit mir anfangen sollen.

Das ist schade, Horror lese ich eher nicht, hätte aber nicht gedacht, dass es dafür keinen Markt gibt.

Marie-Christin Spitznagel: Es gibt einen Markt für fitzekige Thriller, die sich immer gegenseitig überbieten müssen in Brutalität und Abgedrehtheit. Aber auch das ist nicht mein Genre. Ich lese solche Bücher nicht (mehr) und daher schreibe ich sie auch nicht. Mein erstes Buch wurde von Lesern mit „Die Bibel nach Biff“ und „Good Omens“ verglichen. Das ist natürlich grandios für mein Ego. Aber die Literaturagenten hat das leider nicht überzeugt. Dabei sollte man doch seit Mark Uwe Kling gelernt haben, dass so abgedrehter Kram gut geht.

Oh ja, Marc Uwe Kling ist klasse. Was genau haben Horrorkomödien jetzt mit Astronomie zu tun?

Marie-Christin Spitznagel: Gar nichts. Ich war nur neugierig. Weil ich ein großer Fan von Neil DeGrass Tyson und Bill Nye bin.

Bücher von Marie-Christin Spiznagel (c)
Bücher von Marie-Christin Spiznagel (c)

Ah, es war eine Anspielung auf kleiner Komet. Ok, erzähl mir mehr über deine Bücher.

Marie-Christin Spitznagel: Ich habe gerade eine Kurzgeschichtensammlung veröffentlicht und 2018 meinen ersten Roman. In dem Roman geht es darum, dass zwei Erzengel mit Hilfe einer Dämonin die Apokalypse herbeiführen wollen, weil sie sich im Himmel bzw. der Hölle furchtbar langweilen. Die vier Frauen, die als Apokalyptische Reiter auserwählt sind, wollen das verhindern. Da ich noch in Kassel wohnte, als ich das Buch schrieb, spielt es auch dort. Ich mag Kassel.

In meiner Kurzgeschichtensammlung gibt es auch ein Prequel zu einigen Figuren aus dem Roman. Ausserdem eine moderne Märchenadaption (die müsste dir besonders gut gefallen!) und meine Variante einer klassischen deutschen Figur.

Auf jeden Fall gibt es da schöne, seltsame und absurde Geschichten.

Du hast Recht, Märchenadaptionen mag ich gerne, welche klassische deutsche Figur ist es denn?

Marie-Christin Spitznagel: Hänsel und Gretel, aber gemischt mit Uschi Obermeyer und Rainer Langhans, nur weniger nackt.

„Das Lebkuchenhaus“ ist meine erste Kurzgeschichte, die jemals veröffentlicht wurde. 2015 im „Größenwahn Märchenbuch Band 3“, jetzt habe ich es überarbeitet und neu veröffentlicht (natürlich mit dem Einverständnis des Verlages)

Das klingt ganz schön verrückt.

Und wer mit den beiden Namen genau wie ich nichts anfangen kann: Die beiden zählen als das schönste „Liebespaar“ der 68er Bewegung … wie ich mir die zwei jetzt in weniger nackt vorstellen soll, weiß ich nach der kurzen Recherche auch nicht so genau, vielleicht mehr auf die Kommune bezogen, ich überlasse es eurer Phantasie und frage nicht nach 😉

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