26. Ballettfieber ~ Christine Fehér

Ballettfieber ~ Christine Fehér
Ballettfieber ~ Christine Fehér

Nach den ganzen magischen Pferdebüchern wie „Sternenschweif“ und Co. kommen wir jetzt zu Ballettgeschichten. Ich habe „Ballettfieber“ und „Ballettinternat Hohenstein“ geliebt! Im Februar habe ich nun „Ballettfieber“ gelesen und habe mich wieder in die Welt des Balletts ziehen lassen.

In dem Buch geht es um die elfjährige Luisa, die mit Ballett anfangen möchte. Zunächst fühlt sie sich etwas unwohl, weil sie die ganzen Figuren noch nicht drauf hat. Auch ist Luisa nicht gerade das, was man als gertenschlank bezeichnet und wird von der ein oder anderen Person dafür fertig gemacht. Es geht hier also nicht nur um Ballett, sondern auch darum, dass man sich in seinem Körper wohlfühlen sollte und den Zusammenhalt von Freunden.

Was ich beim ersten Lesen vor einigen Jahren nicht gewusst habe, ist, dass im Buch hinten ein Glossar drin ist, welches dir Wörter erklärt. Die Hauptsprache im Ballett ist Französisch und so tauchen Wörter wie „á la barre“, was so viel bedeutet wie „an die Stange“ auch schon mal im Text auf. Für Kinder, die selber Ballett tanzen, sind diese Begriffe vermutlich nicht fremd, für alle anderen sind sie eventuell irritierend. Es liest sich auch ohne, dass man die französischen Begriffe versteht, ganz gut.

In dem Buch gibt es auch einen Hauch von einer Lovestory. Es gibt da nämlich einen Bruder und der ist manchmal schon ganz süß in Luisas Augen. Ich hatte das gar nicht mehr im Kopf, dass es diesen Hauch von Gefühlen in dem Buch gibt, da der Fokus klar auf dem Ballett und Freundschaften liegt, aber er ist ganz klar da. Vielleicht war das ja der Beginn zu meiner großen Liebe zu kitschigen Büchern, wer weiß?

Kathi 

Ballettfieber
Christine Fehér
erschienen 2008 im Ravensburger Verlag
ISBN: 978-3-473-34894-7

Sonntagsgeschichte Kapitel 58 – Ein seltsamer Mann

Das erste Kapitel findest du hier, du kannst auch von Kapitel zu Kapitel blättern.
Letztes Kapitel

Sonntagsgeschichte Kapitel 58 Blogroman

Auch wenn sie es selbst vorgeschlagen hatte, fühlte Josephine sich unwohl, während sie sich mit Jenny und Sven dem Spielplatz näherte. Sie brauchten nur ein paar Straßen zu gehen, bis das Lachen spielender Kinder ihnen entgegen schallte. Würde Marie auch dort sein? Wie würde sie auf Sven reagieren? Wie war es überhaupt möglich, dass ein so kleines Mädchen, so unglaublich gut malen konnte? So gut, dass sie ihren eigenen Freund auf dem Bild zu erkennen glaubte? Gar nicht! Wahrscheinlich spielte ihre Phantasie ihr nur einen Streich.

Gerade als sie die anderen aufhalten und zum Umkehren bewegen wollte, erreichten sie den Zaun des Spielplatzes. Marie war tatsächlich dort. Sie hockte zusammen mit ihrer besten Freundin Nora oben auf dem Klettergerüst. Fröhlich winkten beide Mädchen ihr zu. Zum Umkehren war es zu spät. Sven und Jenny lehnten sich lässig an den Zaun und beobachteten die spielenden Kinder. „Hier haben wir früher auch oft gespielt“, erinnerte sich Jenny. „So lange ist das gar nicht her“, zog Sven seine Schwester auf. „Stimmt“, lachte sie. „Ist noch nicht lange her, dass ich auf meinen kleinen Bruder hier aufpassen musste.“

Während die beiden sich kabelten kam ein Mann an den Zaun. „Was treibt ihr hier?“, schimpfte er. „Zum Spielen seid ihr zu alt. Eltern seid ihr auch keine. Also verschwindet!“

„Wir stehen doch nur hier“, versuchte Sven ihm zu widersprechen. „Papperlapapp, nur stehen. Das sagen sie alle. Und dann, wenn ich nicht aufpasse, entführt ihr eines der Kinder.“ Sven starrte ihn nur fassungslos an.

„Herr Wolf, was treiben Sie denn schon wieder auf dem Spielplatz“, erklang eine strenge Stimme hinter ihnen, ein Polizist. „Hatten wir Ihnen nicht ausdrücklich untersagt, sich hier aufzuhalten?“ Dabei ging er um den Zaun herum und packte den älteren Herren sanft am Arm, um ihn fort zu führen.

„Jawohl, Herr Wachtmeister. Doch ich komme meiner Bürgerpflicht nach und passe auf die Kinder auf. Nehmen Sie mal lieber diese jungen Leute hier fest, die stehen hier rum und suchen nach ihrem nächsten Opfer.“

Josephine wollte zu einer Erklärung ansetzen, aber der Polizist schüttelte nur den Kopf. Sie verstand und schwieg, während sich die Geschwister einen wissenden Blick zuwarfen. Offenbar kannten sie den Polizisten oder Herrn Wolf.

„Habt noch einen schönen Nachmittag“, grüßte der Polizist zum Abschied. „Ihnen einen ruhigen Dienst, Herr Michels“, verabschiedete sich Jenny. Also den Polizisten, dachte Josephine.

„Jophine“, riefen zwei Kinderstimmen fröhlich. Marie und Nora waren vom Klettergerüst herunter geklettert und kamen zum Zaun gelaufen. „Was machst du denn hier?“, freute sich Nora, während Marie Sven von oben bis unten musterte. „Du siehst aus wie er“, erklärte sie, „aber du bist es nicht.“

***

nächstes Kapitel

Bücherschrank – Aprilbuch 2019

Jeden Monat lese ich ein Buch aus einem anderen öffentlichen Bücherschrank. Anschließend lasse ich das Buch wieder frei, gebe es persönlich weiter oder stelle es in einen anderen Bücherschrank. Jedes Mal lege ich einen Brief mit dazu. Eine Übersicht der bisher besuchten Bücherschränke seht ihr hier.

Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne ~ Andrea Harmonika
Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne ~ Andrea Harmonika

Ein Ausflug nach Koblenz

In den Osterferien 2019 wiederholten wir einen Ausflug aus dem Sommer 2018. Wir fuhren erneut nach Koblenz zum AdventureGolf. Da in Rheinland-Pfalz noch keine Osterferien waren, war die Bahn recht leer und das Spiel sehr entspannt. Der größte Unterschied zwischen AdventureGolf und normalem Minigolf: Ich kann es besser, denn ich habe gewonnen und ich gewinne Minigolf gegen meine Familie nie!

Adventure Golf, Koblenz
Adventure Golf, Koblenz

Der eigentliche Unterschied liegt abgesehen von den kreativen Bahnen in der Spielweise: Anstatt nacheinander, spielen alle gleichzeitig auf einer Bahn. Natürlich schlägt man noch nacheinander, aber eben nur einmal, dann ist der nächste dran. So liegen alle Bälle zusammen auf der Bahn und man kann die Bälle der anderen wie beim Billard bewegen. Dran ist immer derjenige, der am weitesten vom Loch entfernt liegt. Es macht Spaß.

Adventure Golf - Mein Ball hat es durch das drehende Wasserrad geschafft :-)
Adventure Golf – Mein Ball hat es durch das drehende Wasserrad geschafft 🙂

Nach dem Spiel sind wir auf dem Gelände vor der Festung Ehrenbreitstein noch spazieren gegangen. Seit der Bundesgartenschau von 2011 ist das Gelände vor der Festung schön gestaltet. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit einer traumhaften Aussicht über das Deutsche Eck.

Ausblick auf den Rhein, Koblenz, Deutsches Eck
Ausblick auf den Rhein, Koblenz, Deutsches Eck

Etwas einem Bücherschrank ähnlichem haben wir ebenfalls entdeckt: Eine Leselounge. Hier können Bücher ausgeliehen und auf dem Gelände gelesen werden. Leider war der kleine Glaskasten voll mit Büchern geschlossen.

Leselounge auf dem Geländer vor der Festung Ehrenbreitstein
Leselounge auf dem Geländer vor der Festung Ehrenbreitstein

Suche einen öffentlichen Bücherschrank

Anschließend widmeten wir uns der Suche nach einem Bücherschrank. Hierzu nutze ich gerne die Buchschrakfinder-App von Tobi (Lesestunden). Die Idee war auf der anderen Rheinseite von Koblenz zurück nach Bonn zu fahren. Der Vorteil, dass in Rheinland-Pfalz keine Ferien sind, wurde zum Nachteil, wir kamen in den Feierabendverkehr von Koblenz, wir hatten Zeit und alles war halb so schlimm.

Statt Bücherkiste ein Mann am alten Baum

Die „Bücherkiste Neuendorf“ (Am Ufer 12-15, Neuendorf) war unser Ziel. Ein schönes Fleckchen am Rhein gelegen, erinnert ein wenig an das Bonner Graurheindorf. Wir suchten gemeinsam das Gebiet um die angegebene Adresse ab, ein Gasthaus mit Biergarten, eine Hochwasserschutzmauer, dahinter Rheinwiesen mit einem schönen Spielplatz. Auch in eine hübsche kleine Gasse führte uns der Weg. Am Rheinufer stand ein wunderschöner alter Baum. Unter diesem saß ein Herr auf seinem Rollator. Nein, von einer Bücherkiste habe er noch nichts gehört.

Schön wäre so was. Ich habe doch so viele Bücher zu Hause, die könnte ich da hin bringen.

Mann unter dem Baum

Sollte jemand etwas über die Bücherkiste wissen, meldet euch bei Tobi mit Informationen. Meine einzige Idee wäre, falls die Bücherkiste noch existiert, dass sie über das Gasthaus „Zur alten Brauerei“ zugänglich ist, dann wäre der Eintrag dennoch fehlerhaft. Ich habe nach meiner gründlichen Suche vor Ort eine Löschanfrage für die App gestellt.

Hüttchensbaum, Koblenz-Neuendorf
Hüttchensbaum, Koblenz-Neuendorf

Finde den richtigen Bahnhof

Als nächstes Ziel, wollten wir zum Bahnhof nach Andernach. Während mein Mann fuhr, entdeckte ich ein Schild, das auf einen Bahnhof hinwies.

Sind wir schon in Andernach?

Der schlaue Leser, durchschaut es wahrscheinlich schon. Wir waren es noch nicht, an der Straße in die das Schild wies, waren wir auch bereits vorbei. Trotzdem fuhren wir zum Bahnhof, fanden sogar direkt davor einen Parkplatz. Ein uraltes, langsam verfallendes weißes Bahnhofsgebäude stand vor uns. Die Atmosphäre war inspirierend, doch ich habe versäumt ein Foto zu machen. Ein paar Eindrücke finden sich auf der Seite „Bilder von Straßenbahnen und Eisenbahnen“, diese stammen von 2010/2011.

Den richtigen Bahnhof zu finden, war dagegen dann recht unspektakulär.

öffentlicher Bücherschrank Andernach, am Bahnhof
öffentlicher Bücherschrank Andernach, am Bahnhof

Ein Buch wie ein Blog

Auf dem Cover ein süßes Kind, das sich gerade genüsslich in der Nase bohrt. Dazu der Titel „Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne“ mit dem Zusatz „Vom Sinn und Unsinn mit Kindern“. Das versprach gute Unterhaltung.

Das Büchlein enthält verschiedene persönliche Anekdoten aus dem Leben der zweifachen Mutter Andrea Harmonika. Recht schnell breitete sich in meinem Herzen Dankbarkeit für meine beiden wundervollen Töchter aus, denn viele der beschriebenen Situationen musste ich mit ihnen nicht erleben. Es ist eine Mischung aus Unterhaltung und anderen Eltern Mut machen.

Das Buch liest sich wie ein Familienblog, was sicherlich daran liegt, dass die Autorin Bloggerin ist und zumindest einige der Kapitel auch auf ihrem Blog zu finden sind, der leider den Eindruck erweckt, dass mit Erscheinen des Buches 2018 das Bloggen endete.

Blogempfehlung

Wer Lust auf einen Familienblog hat, dem empfehle ich den Blog meiner Freundin Jasmin: Die Rabenmutti. Authentisch und ehrlich schreibt sie über Sorgen und Probleme des Mama-Daseins. Dazu findet ihr bei ihr leckere Rezepte und Buchtipps. Ihre Blogroll führt euch direkt weiter zu anderen Familienblogs.

Ausblick

Das Maibuch 2019 wird voraussichtlich aus Bonn Friesdorf kommen. Dort wird ein neuer Bücherschrank von der Bürgerstiftung Bonn aufgestellt. Vielleicht sehen wir uns ja am 30.4. auf dem Klufterplatz?

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Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne – Vom Sinn und Unsinn mit Kindern
Andrea Harmonika
Bastei Lübbe, 2018
ISBN: 978-3-404-60967-3

Adventskalender 2018 ~ 3. Dezember

Ich wünsche euch eine freudige Adventszeit mit Nora und Ella. Es ist zu empfehlen die Kapitel in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Hier geht es zum ersten Kapitel und hier zum vorherigen.

Kathi ♥

Adventskalendergeschichte 2018 3. Dezember

„Mama können wir jetzt bitte endlich dekorieren“, quengelte Nora, die entnervt vor der Kiste saß, die ihr Papa gestern noch aus dem Keller geholt hatte. „Lass mich kurz die Spülmaschine anmachen, dann können wir loslegen.“ Ungeduldig wartet sie auf ihre Mama.

„So, jetzt können wir loslegen. Hol doch mal bitte deine Schwester, die will bestimmt helfen.“ Nora schaute ihre Mama an, als hätte sie nicht mehr alle Tassen im Schrank. Ella und helfen Weihnachtsdeko zu verteilen, das glaubte ihre Mama doch selber nicht. „Geh sie bitte einfach fragen“, forderte ihre Mama.

Genervter als sie sowieso schon war, ging sie zu Ella ins Kinderzimmer. „Ella wir schmücken jetzt, hilfst du?“

„Ja, ich komme sofort“, erwiderte Ella. Nora war fassungslos. Befand sie sich in einem Paralleluniversum? Irgendwas lief hier doch gewaltig falsch. Zusammen gingen die Schwestern zurück ins Wohnzimmer. Dort hatte ihre Mama schon mal angefangen die Kiste mit der Dekoration auszupacken. „Schaut mal, hier ist die große Schneeflocke, die ihr letztes Jahr zusammen für das Fenster gebastelt habt. Wollt ihr die zusammen aufhängen?“

„Jaa“, Nora griff nach der Riesenschneeflocke. Ella war bereits auf die Sofalehne geklettert und streckte die Hand nach der Schneeflocke aus. „Gib her“, sagte sie. Nora schüttelte den Kopf. Sie wollte die Schneeflocke aufhängen. Ella brauchte sie dafür nicht, sie würde das ganz alleine schaffen. Ihre Mama war gerade dabei, die Sternchenlichterkette über der Tür festzumachen. „Nora jetzt gib schon her!“
„Nein, geh da weg!“
„Ich komme doch da viel besser dran.“
„Na und!“
„Kinder, nicht streiten!“, mischte sich ihre Mama ein. „Gib jetzt her“, sagte Ella und griff entschlossen nach der Schneeflocke. Es ertönte ein unschöner Laut und die Schneeflocke war zerrissen. Nora fing an zu weinen. Sie mochte die Schneeflocke doch so gerne. „Warum musst du immer alles kaputt machen?“, schrie sie, ließ die Überreste fallen, rannte in ihr Zimmer und schlug die Tür heftig zu. Sie krabbelte in ihr Bett und klagte Mr. Frosch ihr Leid, wie gemein ihre Schwester doch sei.

Wenig später klopfte es an der Tür. Vorsichtig steckte ihre Mama den Kopf durch die Tür. „Ella wollte dir nur dabei helfen, die Schneeflocke aufzuhängen. Sie hat das nicht böse gemeint.“
„Doch hat sie. Sie mag Weihnachten nicht einmal.“
„Nein hat sie nicht. Sie dekoriert gerne, auch für Weihnachten.“
„Mhh“, Nora war nicht überzeugt. „Hilfst du uns den Rest zu schmücken?“, fragte ihre Mama vorsichtig. Entschlossen wischte sich Nora die Tränen aus dem Gesicht. Niemals würde sie Ella das alles alleine machen lassen. „Ich komme“, sagte sie.

Freudestrahlend präsentierte Nora ihrem Papa das Ergebnis, als er nach Hause kam. „Das habt ihr sehr schön gemacht“, lobte er. Nora strahlte. Sie liebte, wie alles glitzerte und funkelte.

♥♥♥

Morgen geht es mit Nora und Ella hier weiter.

(c) by Kathi

Kleiner Komet in geheimer Mission am Laacher See

Montag 25. September, der Nebel lichtete sich so langsam und ich fuhr in Richtung meines Geburtsortes Mayen nach Rheinland-Pfalz. Kurz vor dem Ziel (es gab eh eine fiese Straßensperrung) bog ich vor dem Laacher See links ab gen Wassenach, ein kleines Dorf in der Vor-Eifel.

Wassenach hat 1142 Einwohner, wenn heute Nach nichts passiert ist,

erklärte mir der Heftehaufen-Martin. Es ist sein Dorf und seine Information gewesen, die mich in die kleine Schule geführt hat. Eine Schule, die ich von außen beinahe gar nicht als solche erkannt hätte, ein hübsches altes Haus (ärgere mich, wollte für euch noch ein Foto machen).

Diese Schule wird aktuell von 42 Kinder besucht und ich habe sie ALLE getroffen (wenn denn keines gefehlt hatte)! Still und heimlich habe ich mich in diese kleine Dorfschule eingeschlichen. Es war ein wenig wie bei einer Hochzeit, die einen dachten ich sei eine Lehrerin, die anderen ich gehörte zur Crew. Die Drei Fragezeichen Lesung mit Chrisoph Dittert fand in einem Klassenraum für alle Schüler der Grundschule statt.

Chritoph Dittert bei der Drei Fragezeichen Lesung in der Grundschule Wassenach

Chritoph Dittert bei der Drei Fragezeichen Lesung in der Grundschule Wassenach

Christoph Dittert und die Drei Fragezeichen

Namen sind ja so eine Sache und ebendiese sich zu merken, nicht immer meine Stärke …

Christoph Dittert „kenne“ ich bisher unter dem Namen Christian Montillon. Er hat zusammen mit Oliver Fröhlich DIE Miniserie geschrieben mit der ich ins Perryversum eingetaucht bin. Quasi der Drogendealer mit der sanften Einstiegsdroge, bezeichnet auch als „Trivid“. Habe sogar ein kurzes Miniinterview mit ihm in meinem Beitrag zu Trivid 2 veröffentlicht.

Dieser Mann mit den zwei Namen sollte also am 25. September in Dörfchen zu Wassenach aus den Drei Fragezeichen lesen.

Da musste ich hin!

Und es war großartig!

Passt auf Kinder, ich lese euch jetzt erst ein bisschen was vor und erzähle euch was. Danach könnt ihr mir ganz viele Fragen stellen, wie das so ist als Autor oder warum ich diese Mütze hier trage. (frei zitiert aus dem Gedächtnis)

Guter Einstieg und 42 Kinder hörten aufmerksam zu. Christoph Dittert las nicht einfach nur aus seinem Buch „Die Drei ??? Im Bann des Drachen“ vor. Er erzählte auch ganz viel über Shanghai, wo er selbst wirklich gewesen ist. Er zeigte uns die Orte aus der Geschichte auf Postergroßen Fotos. Das Flaschenöffnergebäude oder den Kugelturm in dem sich in 80 Metern Höhe eine Achterbahn befindet.

Er hat den Kindern tolle Einblicke in eine phantastische Welt gegeben, die ganz real ist, nur ist einiges anders als bei uns. Die Menschen verhalten sich in China anders, essen anders und leben anders. Kämen sie zu Besuch zu uns, würden sie sich ebenfalls über einiges wundern. Die Kinder verstanden das und einige erzählten, wo sie in Urlaub gewesen sind: „So wie als ich in Italien war.“ Genau.

Ich finde es toll, wie Kinderbücher Abenteuer in ferne Länder und andere Kulturen ermöglichen.

Man soll ja aufhören, wenn es spannend wird.

Ja, das hat er getan und mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Über „Im Bann des Drachen“ werde ich euch noch erzählen, wenn ich das Buch gelesen habe.

Christoph Dittert zeigt uns die Orte in Shanghai, wo sein Drei Fragezeichen-Roman spielt

Kinder sind einfach genial

Kinder sind noch nicht festgefahren in ihren Denkmustern. Sie denken kreativ und kreuz und quer. Die Fragerunde hat unglaublich viel Spaß gemacht!

Nachdem Christoph Dittert ein Foto von seinen Füßen gezeigt hatte, wie er auf der Aussichtsplattform im Kugelgebäude steht, waren einige Kinder erstaunt über die Aussicht. Eines meldete sich und erzählte, dass sein kleiner Bruder auch ein Foto von seinen Füßen gemacht hatte, beim Arzt. Ein Opa hat sogar selbst einen Roman geschrieben.

Es kam auch die Frage nach seiner Mütze.

Wolkenkratzer heißen Wolkenkratzer, weil sie tatsächlich über die Wolken hinausragen und man aus den oberen Stockwerken aus dem Fenster hinaus auf die Wolken gucken kann. Ich kann gut verstehen, dass man da lieber noch einmal nachfragt, klingt das doch unglaublich.

Auf dem Tisch standen einige Bücher, da musste natürlich nachgefragt werden.

Und was ist das kleine da für ein Buch?

Das kleine Buch war eine Hörspielkassette – Kindheitserinnerungen! – und einige Kinder wussten tatsächlich was das ist.

Ein Buch auf dem Tisch fasziniert uns ganz besonders: „Die Drei ??? und die brennende Stadt.“

Eine Frage war, worum es in dem Buch ginge, eine andere wie der Autor auf seine Ideen käme. „Die brennende Stadt“ war ein wunderbares Beispiel für beide Fragen. Christoph Dittert lässt sich nämlich gerne von der Realität inspirieren. So spielt „Im Bann des Drachen“ an Orten in Shanghai, die er selbst besucht und gesehen hat. Zufällig ist er über eine Geschichte gestolpert, dass in Amerika eine Stadt seit Jahren brennt und der Band nicht mehr zu löschen ist. Unglaublich oder?

Er hat viel recherchiert und dann die Drei Fragezeichen dort hingeschickt, um einen Fall zu lösen.

Warum es dort brennt? Ja, das wollten wir sehr gerne wissen, aber das wollte Christoph Dittert uns nicht verraten. Er bietet uns zwei Optionen: Das Buch lesen oder selbst recherchieren, vielleicht mit Hilfe von Mama oder Papa. (Psst, ich weiß es, denn ich habe mir gestern Abend die Geschichte als Hörbuch auf Spotify angehört).

Etwas interessantes hat er aber verraten, etwas das er auch sehr gut in der Geschichte umgesetzt hat: Es leben noch Menschen in der brennenden Stadt, nicht mehr viele, aber diese wollen ihr Zuhause nicht verlassen.

Woher kommen die Figuren, war ebenfalls eine sehr gute Frage. Manche denkt Christoph Dittert sich aus, manche haben das Aussehen oder die Eigenschaften von Bekannten … Ja, mit einem Autor befreundet zu sein, kann gefährlich sein. Zum Glück weiß ja niemand, dass es deine Macke ist, die in dem Buch verarbeitet wurde.

Daher ist sein liebstes Buch auch das in welches er zwei Freundinnen mit ihren Macken hineingeschrieben hat, „Die Drei Fragezeichen und das kalte Auge“.

Es hat unheimlich viel Spaß gemacht dieser Fragerunde zu lauschen und auch so viel Lust aufs Schreiben. Ich hoffe dies erging auch den Kindern so. Bei all dem kreativen Potential kämen sicher viele tolle Geschichten zusammen.

Ausflug

Spätestens beim gemeinsamen Mittagessen mit Heftehaufen-Martin, Christoph Dittert, Björn Berenz und den Lehrerinnen war allen klar, dass ich weder Lehrerin noch Mitglied der Crew war. Trotzdem war ich herzlich willkommen.

Nach dem leckeren Essen haben wir noch einen Abstecher zum See gemacht.

Einfach nur ein Spaziergang?

Zwei Autoren und zwei Blogger am Laacher See?

Oh nein!

Hätte Christoph Dittert seinen Laptop dabei gehabt, hätten wir ihn auf dieser Bank verloren.

Hier könnte der nächste Roman von Christoph Dittert entstehen …

So musste der nächste Roman noch ein wenig warten.

Der Ort ist aber auch verflucht inspirierend.

Laacher See

Ich danke allen Beteiligten herzlich für diesen tollen Tag!

Ein Drei Fragezeichen Buch steht jetzt in meinem Regal, mein allererstes eigenes, denn die habe ich als Kind nur aus der Bücherei gelesen oder die Kassetten meines Cousin gehört. Es ist eine wunderbare Erinnerung an einen wunderschönen Tag.

Weitere Einblicke zu der Lesung, auch zu der ersten, die ich nicht besucht habe und dem anschließenden Ausflug findet ihr beim Heftehaufen-Martin und dem kleinen Krimi „Wie mir der Expokrat mal eine Pommes stahl“.