Magic Academy Die Prüfung ~ Rachel E. Carter

Kurze Warnung: Spoiler zum ersten Band „Magic Academy Das erste Jahr

Magi Academy
Magic Academy 1 bis 3 ~ Rachel E. Carter

Ryiah hat das erste Jahr überlebt und darf an der Akademie bleiben. Im zweiten Band geht es um die folgenden vier Jahre ihrer Ausbildung.

Ich war überrascht, dass in dem Buch vier Jahre untergebracht sind, aber ich finde es doch gut. Dadurch hält man sich nicht an langweiligem Unterricht, der sich ja eh immer wieder wiederholt, auf. So bekommt man, ich sage mal, die wichtigsten Stationen der Ausbildung mit und ich kann sagen da passieren einige heftige Dinge.

Auf der einen Seite gibt es natürlich das Drama Liebe. Darren ist und bleibt ein Prinz und damit für Ryiah außer Reichweite und Priscilla, die Verlobte von Darren, lässt natürlich keine Situation aus um Ryiah daran zu erinnern. Auf der anderen Seite ist da ja auch noch Ian. Der liebe Ian, der nicht unerreichbar und ein super lieber Kerl ist. Ryiah ist allerdings, was ihre Gefühle angeht, ganz konfus. Innerhalb der vier Jahre geht es rauf und runter und obwohl dieses Drama sich so lang zieht ist es so gut beschrieben, dass ich zumindest dem ganzen Chaos folgen konnte. Am Ende des Buches scheint es eine endgültige Entscheidung zu geben und ganz ehrlich ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut finde oder nicht. Normalerweise habe ich immer einen klaren Favoriten, wenn es zwei Typen zur Auswahl gibt, aber irgendwie mag ich sowohl Ian als auch Darren. Schwierige Entscheidung …

Neben der Liebe gibt es auch einige politische Probleme. Der Frieden zwischen den Königreichen scheint bedroht zu sein. Das Thema baut sich langsam in dem Buch auf. Die Konflikte nehmen zu. Für den Leser ist es, denke ich, einfacher als für Ryiah Zusammenhänge zu erkennen. Manchmal braucht Ryiah etwas länger, Dinge in Verbindung zu bringen, aber für sie liegen schließlich auch Monate, teilweise auch mal ein Jahr zwischen den Ereignissen.

Ich mag die Welt, den Schreibstil und das ganze Buch einfach. Ich bin gespannt wie die Geschichte weiter geht und ob sich in Sachen Darren und Ian noch etwas verändert. Auch interessiert es mich, wie sich die politische Situation weiter zu spitzt.

Kathi ♥

Magic Academy Die Prüfung
Rachel E. Carter
erschienen 2018 bei cbt
Originaltitel: The Black Mage – Apprentice, 2015
übersetzt aus dem Englischen von Britta Keil
ISBN: 9 78-3-570-31171-4

Wer hat Angst …

Ashuan 1.1 Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? ~ Janna Ruth

Ashuan 1.1 Schattenspiele ~ Janna Ruth

Edit (15.10.2019, Beitrag vom 19.11.2018) Die Autorin hat den Buchtitel in „Schattenspiele“ umbenannt. Der Inhalt ist unverändert und enthält keine rassistischen Äußerungen!

Kennt ihr das Kinderspiel „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“?

Für alle, die es nicht kennen: Es wird in einer größeren Gruppe gespielt. Zu Beginn steht ein Kind (= der schwarze Mann) auf der einen Seite und alle anderen auf der anderen. Das einzelne Kind stellt die Frage „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“. Dann antworten alle anderen im Chor: „Niemand“. Rückfrage: „Und wenn er kommt“. „Dann laufen wir“, rufen alle und rennen los. Zumindest ist das der Satz, wie ich ihn aus meiner Kindheit kenne. Die Gruppe läuft dem einzelnen Kind entgegen und jeder versucht auf die andere Seite zu kommen. Das einzelne Kind versucht möglichst viele zu fangen, bevor sie die andere Seite erreichen. Wer gefangen ist, kommt mit dem schwarzen Mann mit und wird selbst zum Fänger. Gespielt wird, bis nur noch ein Kind übrig bleibt.

Dieses Spiel habe ich in meiner Kindheit häufig gespielt und viel Spaß dabei gehabt. Wir haben viel gelacht und keine Angst gehabt. Es gibt regionale Unterschiede im Text des Spiels. Während wir im Rhein-Sieg-Kreis gerufen haben „Dann laufen wir!“ heißt es in einer anderen Variante „Dann kommt er eben!“ Im ersten Moment hielt ich unsere Variante für die bessere, die aktivere, denn wir laufen! Dagegen steckte für mich im „Dann kommt er eben“ so viel Gleichgültigkeit. Doch es kann auch ganz anders gemeint sein: Soll er doch kommen, denn niemand hat Angst vor dem schwarzen Mann, während wir die Flucht ergriffen, wenn er wirklich kommt.

In diesen Varianten steckt unser Reaktionsschema in bedrohlichen Situationen, das Fight-Flight-Freezing-System (Jeffrey Alan Gray). Es stehen uns drei physiologische Reaktionen zur Verfügung: Die Flucht, der Kampf oder die Erstarrung.

Lesen oder lieber nicht?

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Angsthase bin und Thriller eher meide. Egal, ob Film, Buch oder persönliche Geschichten, ist die Geschichte gut erzählt, lasse ich mich darauf vollkommen ein. Enthält sie unheimliche Elemente, gehen mir diese schnell nahe und lassen mich auch so schnell nicht mehr los. Meine blühende Phantasie habe ich als Kind daher häufig verteufelt, wenn mich die Geschichten bis in die Träume verfolgten und sie sich verselbstständigten. Ich lernte früh, von gruseligen Themen lieber Abstand zu halten. Daher habe ich für mich noch nicht so ganz herausgefunden, welche gruseligen Elemente dann doch gut gehen. Bei realen Themen kann ich inzwischen eine für mich sichere Distanz wahren.

Tja und dann kam im Sommer eine Postkarte mit Leseprobe von Janna Ruth mit der Frage „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“. Ich machte Bilder, postete sie auf Instagram und ließ mich von dem Fluch der bösen Autorin befreien.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

„Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ „Niemand“ „und wenn er kommt? … Als Kind viel gespielt und jetzt gefangen worden… Mir bleibt nichts anderes als euch zu fangen…. Sorry #Angstvormschwarzenmann #Ashuan . Ihr dürft gerne die schwarze Karte teilen und andere fangen. Ab dem 6. Juli macht @janna_ruth s #Lucille sich auf den Weg uns zu befreien… . Je mehr wir bis dahin fangen, desto mehr Exemplare von“ Ashuan“ wandern in den Verlosubgskorb . . . . . #JannaRurh #urbanfantasy #Grünthal #Dämonen #Magie, #Schattenwesen #bookstagram #fantasybooks

Ein Beitrag geteilt von Stephanie Bloggerin (@kleiner_komet) am

Die Frage, möchte ich das Buch lesen oder lieber nicht, ließ ich eine Weile offen. Ich las andere Bücher, während Janna fleißig über ihre Ashuan Reihe postete. Der Vergleich mit „Buffy im Bann der Dämonen“ machte mich skeptisch, die Serie habe ich damals bewusst gemieden. Janna Ruths Märchenadaption „Im Bann der zertanzten Schuhe“ habe ich ja bereits gelesen, was ihr eine Verurteilung zur bösen Autorin eingebracht hat. Irgendwann siegte die Neugier. Ich wechselte aus dem Freezing ins Fight, als ich entdeckte, dass es eine Leserunde auf Lovelybooks geben würde …

Ein Roman wie ein Drama wie eine TV-Serie

Shakespeare, Goethe und Co haben eines gemeinsam: Ihre Geschichten sind für die Bühne geschrieben, lesen sich wie Drehbücher für den Kopf. Es sind hauptsächlich Dialoge, ein wenig Szenenbeschreibung und das in alter Sprache. Man liebt oder hasst es. Hin und wieder lese ich es gerne, bevorzugt laut, aber noch lieber sehe ich es auf der Bühne, wie zuletzt „Hamlet“.

Stell dir vor, die Sprache wäre modern, die Dialoge frech und die Regieanweisungen lebhaft geschrieben. So ungefähr hat Janna Ruth Ashuan gestaltet. Für die Bühne sind die Szenen wahrscheinlich zu vielfältig und komplex. Es gibt viele verschiedene Schauplätze. Und trotzdem wird die Geschichte beim Lesen lebendig. Der erste Band enthält vier in sich abgeschlossene Episoden, innerhalb derer wir die sechs Hauptfiguren näher kennen lernen, so wie sie sich auch untereinander. Es kommt zu einigen interessanten Ent- und Verwicklungen. Es macht einfach Spaß Jannas Serie zu lesen.

Ashuan

Sechs Jugendliche leben in einer Kleinstadt im Harz, dem beschaulichen Grünthal. Drei Jungen und drei Mädchen mit ganz unterschiedlichen magischen Fähigkeiten und völlig verschiedenen Charaktereigenschaften. Meine Lieblingsfigur ist Fabian, der Skeptiker, der gefährliche Situationen lieber meidet. Auch die anderen sind sympathisch und interessant, alle gemeinsam sind grandios. In Grünthal geschehen merkwürdige Dinge, übernatürliche Wesen tauchen auf, wie der schwarze Mann in der ersten Episode …

Die ursprüngliche Geschichte hat Janna als Jugendliche mit ihrer Freundin zusammen geschrieben. Jetzt hat sie alles komplett überarbeitet und die Freundin von damals hat als Lektorin mitgewirkt.

Unheimlich?

Ja, aber für mich gut aushaltbar. Ich kann den Gruselfaktor ganz gut selbst regulieren, indem ich meine eigene Kopfkino-Serie etwas sanfter ablaufen lasse, als vielleicht beabsichtigt. Allerdings schrieb mir Janna Ruth, sie wäre im ersten Teil noch harmlos geblieben, eine wahrlich böse Autorin eben …

Fazit

Einen Vergleich zu Buffy kann ich nicht ziehen. Stattdessen erinnerte mich Ashuan an die Serie „Charmed – Zauberhafte Hexen“, die ich sehr liebe. Auch gruselig? Sagte ich nicht, ich bin kompliziert 😉

Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht die Geschichte im Drama-Stil zu lesen. Es war mal etwas vollkommen anderes.


Das E-Book habe ich im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde gewonnen.

Ashuan Staffel 1.1 – Schattenspiele Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? (Link zur Autorenseite mit Leseprobe)
Janna Ruth
Selfpublisher
ISBN: B07CNQ16D3

Netzperlen – Autorenleben Schreiben und Bloggen

Diese Netzperlen sind schon ein paar Tage alt, die DSGVO kam dazwischen und ich wollte auf keinen der beteiligten Links verzichten. Sie sind zeitlos und sehr lesenswert.

Leidenschaft und Kreativität meets Wirtschaft

Ein schöner Blick hinter die Kulissen des Autorenlebens gewährt uns Melanie Lahmer (Blog).

Vom Erfolg des Buches hängt das Einkommen ab, der Markt ist groß, ebenso die Leidenschaft der Autoren. Doch der Buchmarkt ist knallhart, ebenso die Kritiken, die für Autoren sehr wichtig sind. Dennoch ist eine schlechte Kritik nicht immer leicht. Für mich als Bloggerin ist es übrigens auch nicht leicht eine negative Kritik zu schreiben, aber ich halte sie, sofern konstruktiv und sachlich (leichter gesagt, als geschrieben) für extrem wichtig, um Lesern zu helfen auf diesem knallharten Buchmarkt die richtigen Bücher für sich zu finden.

https://www.siegerland-krimis.de/2018/03/22/autoren-unter-druck-i/

Der Beitrag ist der Auftakt zu einer Blogreihe, lest unbedingt weiter!

Meinungsvielfalt, Rechtschreibung und Gefühle von Autoren sowie ihrer Leserschaft

Es ist unmöglich ein Buch zu schreiben, dass wirklich jeder Kritik stand hält. Davon bin ich überzeugt.

Warum? Weil wie Menschen so verschieden sind, unterschiedliche Interessen und Vorlieben haben. Genau das macht und Menschen so faszinierend und wunderbar!

Autoren sind ebenso vielfältig, wie ihre Leserschaft. Jetzt gilt es nur, die richtigen Leser mit den passenden Schriftstellern zusammen zu bringen. Ganz einfach, oder?

Autorin und Bloggerin Catalina Cudd hat einen wertvollen Beitrag zum Thema Rezensionen und warum sie alle wichtig sind geschrieben:

Die Sache mit den Rezensionen die nicht geschrieben werden

Ich bin glücklich über jeden einzelnen von Euch, dem ich ein passendes Buch empfehlen oder davon abraten konnte. Auch wenn Du ein Buch gerade deswegen gelesen hast, weil es mir nicht so gut gefallen hat. Dann habe ich meinen Beitrag über das Buch gut geschrieben und konnte weiter helfen.

Fabelwesen im Kampf

Sina (Twitter/ Blog) hat eine spannende Reihe in ihrem Blog gestartet. Sie analaysiert die Stärken und Schwächen von Fabelwesen, vergleicht diese mit den „typischen“ Waffen, mit denen sie dargestellt werden und macht neue Vorschläge, die vielleicht den Fähigkeiten angemessener wären. Sie hat mir vorab bereits persönlich von der Idee erzählt. Daher wartete ich sehnsüchtig auf einen ganz bestimmten Beitrag, der auch inzwischen online ist. Es geht um Wesen, die oftmals sehr liebreizend dargestellt werden, im Kampf aber richtig fiese Gegner sind.

Die Richtigen Waffen für Fantasy-Kreaturen

Bei Sina gibt es übrigens jeden Mittwoch einen neuen Beitrag in der Kategorie Schreibtipps, es lohnt sich regelmäßig vorbei zu schauen.

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Hier findest du mehr Netzperlen.

Wenn die Bedürfnisse nach Freiheit und Schutz sich gegenüberstehen

Auch wenn es in diesem Beitrag um einen zweiten Band geht, lies ihn ruhig, ich verrate nicht viel. Lasse mich von dem Buch zu einigen Gedanken inspirieren, die dir vielleicht Lust auf die Reihe machen, oder über die Themen zu sprechen.

Palace of Silk - C. E. Bernard

Palace of Silk – C. E. Bernard

London versus Paris

Spielte der erste Band der Palace-Saga „Palace of Glass“ noch im zukünftigen London, erleben wir im zweiten Band „Palace of Glass“ ein freies zukünftiges Paris. Die Kontraste sind unglaublich. Die Menschen, die Mode, die Stadt, eine völlig andere Welt. Die Autorin C. E. Bernard hat eine Zeit lang in Paris gelebt und nimmt uns mit in ihre Stadt. Dabei verliert sie sich nicht in endlosen Beschreibungen, verknüpft elegant das heutige Paris mit ihren Vorstellungen. Es entsteht eine lebendige Stadt vor meinem inneren Auge, eine Stadt, über die ich bereits viel gelesen, von der ich viele Bilder gesehen und zahlreiche Geschichten gehört, aber noch nie mit eigenen Augen gesehen habe.

Sei du selbst

Stehe zu dem, was du bist. Sprich aus, wer du wirklich bist. So ergeht es Rea Emirs gleich zu Beginn der Geschichte. Im freien Paris wäre es möglich. Und doch kann sie nicht so leicht aus sich heraus, kann nicht stolz sein, auf das, was sie ist. Diese Frage, ob sie nicht doch offen eine Magdalena sein kann, beschäftigt sie immer mehr. Drängender, je lauter die Forderung nach einem Berührungsverbot wird und entsprechend auch der Widerstand dagegen steigt.

Es gibt in unserer Welt immer wieder mutige Menschen, die sich tapfer vor eine Menschenmenge stellen und für das einstehen, was sie sind. Unabhängig zu welcher Minderheit sie gehören, ob aufgrund ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihrer Sexualität oder ihrer politischen Einstellung. Diese Menschen stehen zu ihren Überzeugungen, stehen auf und sagen ihre Meinung. Dabei riskieren sie manchmal sogar ihr Leben. Dieser Schritt ist nicht leicht und sollte auch nicht leichtfertig gegangen werden. Niemand sollte sinnlos sterben! Doch wenn alle schweigen, wird sich auch nichts ändern.

In „Palace of Silk“ gibt es eine Figur, eine die lange zögert, mit sich selbst hadert und schließlich den Mut aufbringt öffentlich zu sprechen. Es gelingt ihr andere mitzureißen und ich glaube auch etwas zu bewirken. Noch kenne ich nicht den finalen Band der Reihe, doch ich liebe und schätze diese Figur sehr!

Sie steht für mich symbolisch für viele Menschen, Menschen aus der Geschichte und der Gegenwart. Ich nenne keine Namen, um niemanden zu vergessen. Es sind bekannte und unbekanntere Personen, die mir in den Sinn kommen. Helden der Geschichte, sowie Helden des Alltages.

Menschen kämpfen dafür, damit andere sein können, wer sie wirklich sind. Traurig, dass es auch im 21. Jahrhundert noch immer nötig ist, an so vielen Fronten für Gerechtigkeit und Freiheit zu kämpfen.

Danke!

Die Mittel zum Zweck

Das Problem mit den großen Zielen ist, dass es keine objektive Wahrheit gibt, was der „richtige Weg“ ist, für den es sich zu kämpfen lohnt. C.E. Bernard gelingt es, mir deutlich zu machen, wie wichtig es ist, die Magdalenen vor der Unterdrückung zu befreien. Eine „Hexenjagd“, wie wir sie im ersten Band in London gelesen haben, ist furchtbar, ohne Zweifel. Trotzdem wird im zweiten Band auch die andere Sicht deutlich, die Angst vor den Magdalenen und das Bedürfnis, die Menschen vor ihnen und ihrer Macht zu beschützen. Macht geht immer mit Verantwortung einher, eine, mit der nicht jeder umgehen kann. Die Versuchung sie zu missbrauchen ist groß, ebenso der Schaden, der dabei entstehen kann. Auf der anderen Seite ist Angst ein starker Faktor, der Menschen zu grausamen Taten gegenüber anderen Menschen verleiten lässt.

Es gibt also zwei große gegensätzliche Ziele in der Palace-Reihe: Freiheit und Schutz, beide nachvollziehbar. Einzelne haben ihre ganz eigenen Ziele und Interessen …

Wenn man sich für eines der beiden Ziele oder ein persönliches entschieden hat, stellt sich die Frage der Mittel. Reichen Worte aus, um etwas zu bewegen? Mit Worten erreicht man Menschen, viele Menschen gemeinsam erreichen noch mehr … Doch was ist mit anderen Mitteln im Kampf für die gute Sache? Ist jedes Mittel zu erreichen eines hohen Zieles recht? Lässt sich das Mittel im Nachhinein mit dem Ziel rechtfertigen? So hypothetisch lässt sich die Frage noch relativ leicht mit nein beantworten, aber wo ist die Grenze?

Unterschiedliche Figuren mit ihren verschiedenen Zielen, treffen individuelle Entscheidungen und nehmen vielfältige Wege, ihre Ziele zu erreichen. Dabei treten sie gemeinsam oder gegeneinander an, teilweise ohne die klaren Ziele der anderen zu kennen oder zu verstehen.

Fazit

Die Figuren der Palace-Reihe sind alle sehr lebendig, die Geschichte spannend, fesselnd und bietet unglaublich viel Stoff zum nachdenken und philosophieren.

Ich habe tatsächlich sehr lange gebraucht, bis ich mich endlich an diesen Beitrag gesetzt habe. „Palace of Silk“ hat mich noch eine Weile beschäftigt, mich nicht losgelassen. Noch immer bin ich mir sicher, mit diesem Beitrag dem Roman nicht gerecht zu werden, aber er ist ein kleiner Einblick in die Welt der Palace-Saga, der euch vielleicht inspiriert oder Lust auf das Buch macht, ohne euch zu viel über die Handlung zu verraten. Wenn mir das gelungen ist, bin ich zufrieden. Einen weiteren Beitrag habe ich geschrieben, zu nur einem einzelnen Thema, das mit in diesem Buch steckt. Dieser folgt in den nächsten Tagen. EDIT: Beitrag „Freiheit für die Liebe“ ist online.

Wenn es noch nicht deutlich geworden ist: Ich liebe diese Reihe, die mich so nachhaltig beeindruckt! C.E. Bernard schreibt wundervoll, zugleich sprachlich elegant und kunstvoll, als auch leicht verständlich. Nachdem ich das Buch vor zwei Wochen beendet habe, habe ich einige Bücher begonnen. Keines konnte mich so begeistern. Sie waren nicht schlecht, aber blass.

Am 23.07.2018 erscheint „Palace of Fire“

Dem dritten finalen Band fiebere ich entgegen. Insbesondere bin ich gespannt, ob ich mit meinen Vermutungen Recht habe. Ich verrate euch nur eine meiner Theorien: Ich glaube nicht an ein Happy End für Rea und den Prinzen, die beiden werden nicht heiraten.

Falls es wieder eine Release-Party wie zu „Palace of Glass“ oder „Palace of Silk“ geben wird, bin ich gerne wieder dabei. Ich fürchte nur, nach diesem Buch wird es mir erneut so gehen, dass andere Bücher blass wirken …

Feierliche Verurteilung

Nach all meiner Begeisterung wird nun eines fällig: C.E. Bernard gehört auf die Liste der „bösen Autoren“.

Warum?

Wer mir so lange mit ihrer Geschichte im Kopf herumgeistert, es mir schwer macht, andere Bücher zu genießen, erreicht doch ein ganz neues Level einer Bösen Autorin! Hier liegt übrigens gerade ein Roman von Rose Snow, die ebenfalls auf er Liste stehen (Autorenduo). Ich traue mich nicht das Buch zu lesen!

Übrigens hatte ich bereits nach dem ersten Band über eine Verurteilung nachgedacht, war mir aber nicht sicher, ob dies nicht zu beeinflusst von der wunderbaren Release-Party und der unglaublichen Vanessa Basilio de Luca war, die wir gleich mit auf die Liste setzen könnten. Auf die Besetzungsliste für die Verfilmung der Palace-Reihe gehört sie auf jeden Fall. Vanessa ist Rea!


Das Buch wurde mir über das Bloggerportal von Random House zur Verfügung gestellt.

Palace of Silk
C. E. Bernard
penhaligon
ISBN: 978-3-7645-3195-9
Erscheinungsdatum: 25.05.2018