1984 – Klassiker 5 von 50

1984 ~ George Orwell
1984 ~ George Orwell

In letzter Zeit tauchte George Orwells 1984 in verschiedenen Kontexten immer wieder auf, insbesondere als Warnung, dass es nicht zur Realität werden darf. Für mich ein klares Zeichen: Es wird Zeit diesen Klassiker endlich zu lesen. Das Buch steht auf meiner Liste, der 50 Klassiker, die ich eigentlich in 5 Jahren lesen wollte …

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

1984 entstand 1948

1984 ist Orwells letzter Roman. Laut Daniel Kehlmann (Nachwort im Buch) habe er es noch gerade geschafft, den Roman zu beenden. Er starb 1950. Selbst totkrank konnte er sich gut in seine morbiden Szenarien einfühlen und hatte möglicherweise selbst den Blick gen erlösendem Tod. Er hinterließ uns ein erschreckendes und zugleich kostbares Vermächtnis. Schrieb er den Roman 1948 kurz nach dem zweiten Weltkrieg, nach dem Niedergang Hitlers, ist der beginnende kalte Krieg und das Prinzip des Wettrüstens Bestandteil seiner Geschichte. Das totalitäre Gedankengut der damaligen Zeit ist die Basis für Orwells Gesellschaft in 1984. Er teilt die Welt in drei Mächte ein und lässt die Geschichte in London spielen, einer Stadt in Ozeanien, zu der unter anderen die USA und Großbritannien zählen. Die anderen Mächte sind Eurasien (Russland + Europa) und Ostasien, eine Einteilung, die durchaus nicht abwegig ist, betrachtet man die weltpolitische Lage von 1948.

Jeder sollte Orwells Szenario kennen

Und es war eine gute Entscheidung, dieses Buch endlich zu lesen und auf Wanderschaft zu schicken. Es ist ein unglaublich wertvolles Buch. Ein düsteres Szenario, dass nicht Wirklichkeit werden darf. Niemand kann sich eine solche Gesellschaft wirklich wünschen und doch steckt so viel Wahrheit in der Geschichte, dass es durchaus vorstellbar wird. Die Möglichkeit allein, dass es Realität werden könnte ist schlimm genug. Im Nachwort schreibt Daniel Kehlmann:

Orwell hat unser politisches Bewusstsein so nachhaltig geprägt, daß sein Roman zu einer sich selbst verhindernden Prophezeiung geworden ist;

(Nachwort zu 1984, Seite 383)

Mögen sich diese Worte bewahrheiten! Hierzu ist wichtig, die Erinnerungen an die Geschichte lebendig zu halten. Das Buch weiterhin zu lesen, darüber zu diskutieren und die totale Kontrolle nicht möglich werden zu lassen. Das Buch verrät uns auch wie, es verrät, dass Denken und Bildung unsere wertvollsten Ressourcen sind. Die Wahrheit darf nicht veränderlich werden.

Komets Wanderbuch

Wie bereits angekündigt habe ich das Buch auf Reisen geschickt. Jetzt, nachdem ich es gelesen habe, erscheint es mir um so mehr eine gute Wahl für eine solche Aktion. So lange das Buch unterwegs ist, könnt ihr an der Aktion teilnehmen. Ich kann euch allerdings nicht sagen, wie lange ihr warten müsst, aber ich melde mich, bevor es sich auf den Weg zu euch macht. Alle Informationen zur Aktion findet ihr hier.


1984
George Orwell
übersetzt von Michael Walter
Ullstein, 2018, 44. Auflage
ISBN: 978-3-548-23410-6

Wie alles begann mit Perry Rhodan

Perry Rodan – Die Dritte Macht

Wo fange ich an?

Das war die große Frage Anfang März. Erinnert ihr euch, wie ich überlegt habe, dass ich bei Romanreihen immer mit dem ersten Band des ersten Zyklus zu beginnen würde. Es gibt wenige Fälle, in denen ich „aus Versehen“ mit einem zweiten Band angefangen habe, aber grundsätzlich bin ich dafür, vorne anzufangen.

Trotzdem hatte ich es bei Perry Rhodan in Frage gestellt.

Warum?

Weil das Universum so groß und es so unglaublich viele Publikationen gibt? Ja, das war der Grund, aber ist es ein guter Grund?

Es gibt alternative Möglichkeiten. Es war auch kein Problem, Trivid als abgeschlossene Reihe zu lesen, ohne vorher Perry Rhodan zu kennen.

Mit einem Heftroman zu Beginn eines neuen Zyklus zu starten ist ebenfalls eine Option.

Doch wie fing alles an? Wie wurde aus dem Menschen Perry Rhodan „Der Terraner“? Wie konnte er so unglaublich alt werden? Wie gelang es der Menschheit den Weltraum zu erobern?

Es gibt so viele Fragen, deren Antworten in den Anfängen der Geschichte stecken.

Dafür bleiben nur zwei Optionen: Lies den ersten Heftroman oder den ersten Silberband!

Ich habe mich für den Silberband entschieden, die Geschichte in der aus dem sterblichen Astronauten Perry Rhodan der „erste Terraner“ wird.

Silberband 1 – Historie

Der erste Silberband erschien 1978 und ist damit schon ein Science Fiction Klassiker, der im nächsten Jahr seinen 40. Geburtstag feiert. Der Roman umfasst die ersten fünf Erstauflagen (Heftromane), die 1961 erschienen sind. Die ursprünglichen Geschichten wurde sorgfältig neu aufgearbeitet, wie dem Vorwort von William Voltz zu entnehmen ist. Es wurden Wiederholungen und Widersprüche beseitigt, sowie Übergänge geschrieben, damit es ein einheitlicher Roman wird, der möglichst nah an den Originalen bleibt. Bereits 1978 spielte der Zukunftsroman in der Vergangenheit, nämlich im Jahr 1971.

Liest du das Buch im Jahr 2017 oder später, versetze dich gedanklich zurück ins Jahr 1961, auch wenn das eventuell vor deiner Geburt liegen mag, ging mir ja auch so.

Ein paar Eckdaten des Jahres 1961 aus der Jahreschronik:

20. Januar 1961 – J.F. Kennedy legt den Präsidenteneid ab

31. Januar 1961 –  Schimpanse Ham reist ins All

12. April 1961 – Juri Gagarin startet als erster Mensch in den Weltraum, der erste Amerikaner Alan Shepard erst am 5. Mai

3. Juni 1961 – Treffen in Wien zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow Partei- und Staatschef der UdSSR, Thema: Abbau der Spannungen zwischen den beiden Großmächten

15. Juni 1961 – Walter Ulbricht (DDR-Staatsvorsitzender) verkündet, dass niemand eine Mauer bauen möchte

13. August 1961 – Beginn des Mauerbaus in Berlin

8. September 1961 – „Perry Rhodan – Unternehmen Stardust“ von Karl-Herbert Scheer erscheint

25. Oktober 1961

Kalter Krieg 1961 – Nachdem Grenzsoldaten der DDR Westalliierten den Zutritt in den sowjetischen Sektor verweigert hatten, fuhren sowjetische und US-amerikanische Panzer am Grenzübergang Checkpoint Charlie auf. Beide Seiten zogen sich am 28. Oktober wieder zurück. Mit diesem Datum wurde der Beginn des Kalten Krieges manifestiert. (www.was-war-wann.de)

Die erste Mondlandung erfolgte am 20. Juli 1969, wurde also von Karl-Herbert Scheer knapp verschätzt, der Perry Rhodan erst im Jahr 1971 landen ließ.

Es sei empfohlen den Roman vor dem Hintergrund des kalten Krieges und dem Wettlauf zwischen den Amerikanern und Russen bei der Eroberung des Weltraums zu lesen. Es lohnt sich!

Die dritte Macht

Perry Rhodan ist ein junger Mann ohne übermenschliche Fähigkeiten. Seine Geschichte beginnt mit der Expedition zum Mond. Umkreist hatte er ihn bereits, jetzt gilt es zum ersten Mal den Mond zu betreten.

Das Schiff heißt STARDUST. Kommandant der ersten Mondlande-Expedition ist Major Perry Rhodan, Risikopilot der Space-Force, 35 Jahre alt, Astronaut und Kernphysiker, Nebengebiet atomare Strahltriebwerke.

Während des Lesens kamen mir immer wieder die viel gesehenen Bilder der tatsächlichen Mondlandung von 1969. Doch Perry Rhodan steckt nicht wie Neil Armstrong eine amerikanische Fahne in den Mondboden. Er gerät mit seinem Team in Schwierigkeiten und es kommt zu einer ganz besonderen Begegnung.

Ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich euch sage, dass es zum erste Kontakt mit den Arkoniden kommt. Diese stufen die Menschen zunächst als primitive Lebensform ein, die es nicht würdig sind mit ihnen zu kommunizieren. Doch auch die Arkoniden haben ihre Schwächen. Eine davon ist übrigens eine aktuell sehr moderne der Menschheit, worüber ich mich bestens amüsiert habe.

Mit Hilfe der Arkoniden ruft Perry Rhodan die „Dritte Macht“ aus, einen neutralen menschlichen Posten, der sich zwischen den verfeindeten Ost- und Westblock stellt. Die neue Bedrohung soll die Menschheit zur Einigkeit zwingen …

Die Terraner! Sie wissen wohl, wie groß der Unterschied zwischen einem Menschen und einem Terraner ist? Sie Perry, haben den Weltraum gesehen – Sie wurden ein Terraner. Jeder wird es dort draußen in der Unendlichkeit. Die anderen aber, besonders jene, die uns angreifen, sind Menschen, die noch lange nicht wissen, daß ihr Planet nichts al eine Ausgangsbasis für die Zukunft darstellt.

Fazit

Beginne, wo du magst, aber wenn du Perry Rhodan wirklich kennen lernen möchtest, nimm auf jeden Fall den ersten Silberband in die Hand. Es lohnt sich!

Es ist unglaublich, wie viel in diesem SciFi-Klassiker steckt. Es ist dabei unglaublich spannend und auch stellenweise sehr humorvoll geschrieben!


Das Buch wurde mir freundlicherweise von Perry Rhodan digital zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan – Die dritte Macht
William Voltz
Ebook, 2011
Original 1978
Pabel-Moewig Verlag GmbH, Perry Rhodan digital
ISBN: 978-3-8453-3000-6