Deadly Sin Saga – lesen oder besser nicht?

Superbia - Deadly Sin Saga 2 ~ Lana Rotaru
Superbia – Deadly Sin Saga 2 ~ Lana Rotaru

Bereits im Juli 2017 ging der erste Band der Deadly Sin Saga als Wanderbuch auf Reisen. Bald kommt es zu mir zurück und ich bin gespannt auf die Meinungen der anderen.

Exordium

Der erste Band ist ein geheimnisvoller Reihenauftakt, der mindestens 7 Folgebände erwarten lässt. Avery soll an ihrem 18. Geburtstag sterben, der Ausweg ist eine gefährliche Challenge rund um die sieben Todsünden. Es geht schließlich um einen Pakt mit dem Teufel. Im ersten Teil lernen wir die Figuren und Bedingungen kennen, werden neugierig gemacht auf mehr …

Lanas Ankündigung

Nachdem Exordium bereits auf Reisen war, gab es ein E-Book Deal für den zweiten Band. Ich lud es mir für einen späteren Zeitpunkt auf den Reader … Der dritte Band war noch nicht angekündigt, Lana Luzifer Rotaru schrieb an anderen Büchern, war schwanger und mit dem Umzug beschäftigt. Nach der Geburt verkündete sie, die Schriftstellerei an den Nagel zu hängen (Link zur Ankündigung auf FB). Das war eine traurige Nachricht, doch ihre persönliche Entscheidung gilt es zu respektieren. Es wird voraussichtlich keine weiteren Bände der Deadly Sin Reihe mehr geben.

Superbia lesen?

Lesen oder nicht lesen, war eine Frage mit der ich mich lange beschäftigt hatte. Es war über ein Jahr her, dass ich Exordium gelesen hatte, der Abstand zur Geschichte groß genug, um zu akzeptieren, dass es nicht weiter geht. Doch während Exordium durch die letzten Wanderbuch-Stationen reiste, hatte ich das ungute Gefühl, andere auf eine Reihe neugierig zu machen, die nicht weiter geschrieben wird. Das fühlte sich gar nicht gut an. Ich wollte wenigstens für andere die Frage klar beantworten, ob es sich lohnt, den zweiten Band zu lesen oder ob danach alles noch schlimmer wird.

Superbia

Es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, die Quest um eine der sieben Todsünden, den Hochmut. Avery, Adam und Nox geraten in ein turbulentes Abenteuer mitten in die Feenwelt. Es wird gefährlich, romantisch und dramatisch. Lana schreibt komplexe Badboys, deren Vielschichtigkeit sie uns ganz langsam entdecken lässt. Ich bin wirklich kein Fan dieses Badboy-Hypes, aber Lanas Art zu erzählen, lässt mich verstehen, was andere daran fasziniert.

Fazit

Wenn dir Exordium gefallen hat, lies auch Superbia. Es ist besser, viel mehr und das Ende ist ok. Die erste Aufgabe ist abgeschlossen. Natürlich bleibt die leise Hoffnung, dass Lana Rotaru doch irgendwann noch weiterschreibt. Hast du Exordium nicht gelesen, würde ich dir tatsächlich eher abraten mit der Reihe zu beginnen.

EDIT: Es gibt Hoffnung

Die Reihe wird bei Impress neu aufgelegt. Der erste Band ist unter dem Titel „Seven Sins – Hochmütiges Herz“ erschienen. Wenn sich die Bücher gut verkaufen geht es weiter.


Superbia – Deadly Sin Saga 2
Lana Rotaru
Selfpublisher
ISBN: 978-3743151932

Bücherschrank – Dezemberbuch 2018

"Kolki der Leserabe", Kunstwerk neben dem öffentlichen Bücherschrank in Bonn Vilich-Müldorf

„Kolki der Leserabe“, Kunstwerk neben dem öffentlichen Bücherschrank in Bonn Vilich-Müldorf

Für das Dezemberbuch 2018 war ich in besonderer Mission unterwegs, denn es galt nicht nur, das Novemberbuch in einen anderen Bücherschrank zu stellen, sondern auch in spezieller Mission Lesefreude zu verbreiten.

Es fehlen mir nur noch wenige Bonner Bücherschränke, die ich noch nicht besucht habe. Einer davon steht in Tannenbusch. Allerdings musste ich feststellen, dass er gar nicht frei zugänglich ist. Der Schrank befindet sich nämlich innerhalb des Pavillions der Dünenfüchse.

Zweck des Vereins ist es, im Stadtteil Bonn-Tannenbusch Bildung und bürgerschaftliches Engagement zugunsten gemeinnütziger Zwecke zu fördern. (Quelle: Dünenfüchse Bonn-Tannenbusch e.V)

Somit plante ich um und fuhr in einen anderen Stadtteil auf die andere Rheinseite …

Erinnerungen kamen hoch, als ich durch Vilich-Müldorf fuhr. Ganz in der Nähe des Bücherschrankes wohnte eine Schulfreundin. Auf dem Rückweg fuhr ich auch an ihrem Haus vorbei, bin nur nicht mehr ganz sicher, welches es war.

Bücherschrank Bonn Vilich-Müldorf

Bücherschrank Bonn Vilich-Müldorf

Kirschblüten und Coca-Cola

Sidney Sheldon ist mir als Autorenname ein Begriff. Ich bin mir ziemlich, dass einige seiner Bücher im Bücherschrank meiner Großeltern stehen. Allerdings bin ich mir auch recht sicher, dass ich bisher noch keines davon gelesen habe. „Kirschblüten und Coca-Cola“ ist sein erster Jugendroman von 1981.

Bei dem Prolog dachte ich noch ein furchtbar trauriges Buch in den Händen zu halten, denn Masaos Eltern kommen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Für die Trauer um seine Eltern bleibt dem 18-jährigen Erben eines internationalen Firmenimperiums wenig Zeit. Als er mit Onkel und Tante in die USA fliegt, um seine Eltern nach Japan heim zu holen, muss er feststellen, in welcher Gefahr er selbst schwebt.

Eine spannende Flucht beginnt, ohne Geld, ohne Freunde und mit Sprachschwierigkeiten. Eine unheimlich spannende Geschichte, die ich an einem Stück verschlungen habe.

Kirschblüten und Coca-Cola ~Sidney Sheldon

Kirschblüten und Coca-Cola ~Sidney Sheldon


Kirschblüten und Coca-Cola
Sidney Sheldon
Bertelsmann Jugendbuch, 1983
aus dem Amerikanischen von Thomas Linquist
ISBN: 3-570-00272-1

Ein Buch drei Meinungen: Love, Simon

Love Simon - Jeder verdient eine große Liebe ~ Becky Albertalli

Love Simon – Jeder verdient eine große Liebe ~ Becky Albertalli

Simon ist schwul. Das weiß zu Beginn der Geschichte niemand aus seiner Familie oder seine Freunde. Seit einiger Zeit schreibt er Mails mit einem Jungen aus seiner Schule, ohne seinen richtigen Namen zu kennen. Simon hat sich in den mysteriösen Jungen namens Blue verliebt und möchte ihn unbedingt mal persönlich treffen, aber Blue ist noch nicht so weit, sich zu offenbaren …

Eine Person findet zufällig sein Geheimnis heraus und erpresst ihn. Da nicht nur er darunter leiden könnte, sondern auch Blue, kann Simon nicht zulassen, dass er alles ausplaudert.

Kleiner Komets Meinung

Mit zunehmender Spannung habe ich mitgefiebert, wer Blue denn wirklich ist. Ich konnte verstehen, dass es ihm schwer fällt, sich zu offenbaren, auch wenn in seinen Mails deutlich wurde, dass auch er Simon gerne persönlich treffen würde. Der Titel „Jeder verdient eine große Liebe“ passt perfekt zu der Geschichte und bezieht sich nicht nur auf Simon. Auch seine Freunde, seine Schwester, alle haben so ihre Schwierigkeiten damit, ihre Liebe zu finden oder offen darüber zu sprechen. Die Angst abgewiesen oder nicht verstanden zu werden, ist keine Frage der Sexualität. Simon stellt eine wichtige Frage, warum muss er sich als schwul outen?

Selbst als Simon zuvor eine Freundin gehabt hatte, war es zu Hause eine große Sache:

Ganz ehrlich, es ist so schräg, dass sie daraus so eine Art Coming-out-Moment gemacht haben. Das kann doch nicht normal sein. Soweit ich weiß, machen sich Heteros selten Gedanken übers Coming-out.

Und damit hat er doch Recht. Warum muss jemand, der schwul ist, es aussprechen und allen mitteilen? Welchen Unterschied macht das?

An einer späteren Stelle schreibt Simon an Blue:

Jeder sollte sich ganz einfach in die eine oder andere Richtung erklären müssen, und es sollte für jeden so eine große peinliche Sache sein, ob du nun hetero, schwul, bi, oder sonst was bist, ist jedenfalls meine Meinung.

Ich kann seinen Gedanken nachvollziehen, sehe das aber anders. Niemand sollte sich outen müssen, niemand sollte einen großen peinlichen Moment erleben. Der peinliche Moment erleichtert nämlich niemanden seine Liebe zu finden. Neben der Ungewissheit, ob du das richtige Geschlecht hast, ist die Ungewissheit, ob du die eine richtige Person hast, doch viel größer. Es besteht immer das Risiko, dass die andere Person nicht ebenfalls an dir interessiert ist. Welche grundlegende sexuelle Präferenz vorhanden ist, geht letztendlich nur diejenigen an, die miteinander Sex haben wollen.

Kathis Meinung

Coming-out ist ein schwieriges Thema, was eigentlich überhaupt nicht schwierig sein sollte. Genau das wird in diesem Buch behandelt und das fand ich große Klasse. Neben der ganze Simon-Geschichte, dass er schwul ist und wissen will wer Blue ist, fand ich die Geschichte um seine Freunde ebenfalls sehr spannend. Leah und Nick sind beste Freunde, doch empfindet Leah ein wenig mehr für ihren besten Freund, der steht allerdings auf Abby. Die arme Leah tat mir da schon sehr leid, a sie, wie ich finde, einen sehr coolen Charakter hat und total lieb ist. Was bei Simons Freunden so los ist steht allerdings nicht im Vordergrund der Geschichte.

Simon war sehr darauf fokussiert herauszufinden, wer Blue ist und automatisch habe ich ein wenig mit geraten. Erstaunlicherweise gab es da einige Optionen, die Blue hätten sein können, damit hatte ich nicht gerechnet. Wer im Endeffekt dann Blue gewesen ist, fand ich, konnte man gar nicht selber drauf kommen, da die Person in seinem Schulalltag so gut wie gar nicht auftaucht. Wenn man vielleicht sehr aufmerksam liest, dann könnte man es rausfinden. Im Nachhinein war jede Szene, in der Blue auftaucht, ein Hinweis darauf, dass er es sein könnte. Für mich waren es nur zu wenig Hinweise und ich war überrascht, als Blue dann vor Simon stand.

Drachenreiterins Meinung

Das Buch hat mir gefallen. Nur hat sich meiner Meinung nach Simon öfters wie ein Idiot verhalten, das hat mich beim Lesen ein wenig verrückt gemacht. Was mich zum Beispiel genervt hat war, dass er gesagt hat, dass er in Blue verliebt sei, was man ihm durchaus glauben kann, aber dann hat er viel zu vehement gehofft, dass ein bestimmter Junge Blue ist, den er so unglaublich gut aussehend findet.

Mir hat gefallen, dass viele Kapitel einfach nur aus E-Mails bestanden. Hier hatte man ein wenig Pause vom Stress der ganzen Story, erfuhr etwas über Blue und sein Leben. Richtig mitgefiebert habe ich nicht, aber zwischendurch mit geraten.


Herzlichen Dank an Drachenreiterins Freundin, die “uns” das Buch ausgeliehen hat.

Love, Simon – Filmausgabe
Becky Albertalli
aus dem Englischen von Ingo Herzke
Originalttitel: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda, Balzer + Bray, 2015
Carlsen, 2018
ISBN: 978-3551317520

Magische Orte gibt es auch ohne Fantasy-Elemente

Wolkenschloss ~ Kerstin Gier

Wolkenschloss ~ Kerstin Gier

Vorfreude und Erwartungen

Als 2017 ein neuer Roman von Kerstin Gier angekündigt wurde, war ich zunächst voller Vorfreude. Alles deutete darauf hin, dass es kein Frauenroman werden würde, sondern ein Roman für Jugendliche. Wahrscheinlich wieder Urban-Fantasy wie bereits die Edelstein- oder Silber-Trilogie. Beide Reihen habe ich sehr gerne gelesen. Das Buch landete auf meinen Wunschzettel.

Der Erscheinungstermin kam, die Kritiken folgten. Viele waren enttäuscht. Schade, dachte ich und nahm das Buch erst einmal vom Wunschzettel. Näher befasst habe ich mich mit den Kritiken nicht, mir vorgenommen, das Buch später zu lesen, wenn sich eine Gelegenheit ergibt. Die ergab sich, als ich es zufällig in der Bücherei entdeckte.

Ich freute mich auf das Buch, war gespannt, wie es mir gefallen würde. Auch wenn ich mich bemühte die Erwartungen aufgrund der zahlreichen kritischen Äußerungen gering zu halten, hatte ich gewisse Erwartungen. Das lilafarbene Cover ist einfach wunderschön, das kann auch der Bücherei-Code kaum mindern. Den Klappentext habe ich nicht gelesen, aber die drei rot gedruckten Zeilen fielen mir doch ins Auge:

Ein magischer Ort in den Wolken.
Eine Heldin, die ein bisschen zu neugierig ist.
Und das Abenteuer ihres Lebens.

Ich erwartete einen Hauch von Magie, ohne zu wissen welcher Art. In der Edelstein-Trilogie waren Zeitreisen möglich. in den Silber-Bänden das Wandeln in Träumen, inklusive persönlicher Begegnungen … Was wäre im Wolkenschloss möglich?

Wolkenschloss

Das Wolkenschloss ist ein Hotel in der Schweiz. Es liegt in den Bergen, fernab jeglicher Zivilisation und ist ein traditionelles Familienunternehmen. Stand das Hotel einst für Luxus, blättert dieser langsam verglichen mit modernen Standards ab. Doch über Weihnachten und Sylvester ist das Wolkenschloss gut besucht und die 17-jährige Praktikantin und Schulabbrecherin Fanny Funke aus Deutschland hat viel zu tun und darf so einiges erleben …

Mein Leseerlebnis

Der Prolog gibt einen Ausblick auf die dramatische Szene, auf die wir mit dem Roman zusteuern. Ein Satz aus diese habe ich ganz klar missinterpretiert in meiner Erwartung besonderer Fähigkeiten.

… trotzdem spürte ich, wie meine Kräfte noch einmal zurückkehrten.

Magische Kräfte? Oder doch einfach menschliche Kräfte, die nahezu magisch sind, wenn es darum geht in Extremsituationen unglaubliches leisten zu müssen. Was ist überhaupt Magie? Müssen es übernatürliche Fähigkeiten sein?

Der Einstieg war amüsant. Ich mag Kerstin Giers Schreibstil und ihre lebendigen Figuren. An diesen Aspekten gibt es auch überhaupt nichts zu kritisieren. Recht früh deutet sich auch an, dass etwas im Wolkenschloss nicht mit rechten Dingen zugeht. Der Spuk der weißen Frau, die sieben Hugos, die Fanny am Dachfenster besuchen kommen oder auch die nächtlichen Geräusche in der Leitung. Dann wäre da noch die verbotene Katze, die alle kennen, außer dem Hoteldirektor, der sie verbannen würde, wenn er sie fände. Es sind zahlreiche Kleinigkeiten, die den Ort zu einem magischen Ort machen. Dazu zählen vor allem die Menschen. Zahlreiche Angestellte für die das Wolkenschloss ein Zuhause ist, Gäste die regelmäßig wieder kommen. Die Brüder, die das Hotel leiten und Ben, der künftige Erbe …

Wir lernen sehr viele Menschen kennen, in der Mitte des Buches hatte ich irgendwann das Gefühl, es werden mir zu viele Figuren. Zum Glück vermag Kerstin Gier sie so gut zu schreiben, dass ich niemanden verwechsle und nicht durcheinander komme. Das mag bei mir sehr viel bedeuten!

Doch auch nach der Hälfte des Buches warte ich noch auf die Enthüllung der besonderen Fähigkeiten. Stattdessen entwickelt sich eine Liebesgeschichte und ein Krimi. Beides schön geschrieben, aber absolut nicht das, was ich erwartet hatte. Das Buch hat einiges zu bieten, Humor, Liebe und Spannung. Alles dezent und nicht übertrieben. Eine Prise Übernatürliches gibt es auch, aber vor allem einen wunderschönen magisches Ort in den Schweizer Bergen. Wer Schneeromantik liebt, wird sicher wunderschöne Bilder vor Augen haben. Ein altmodisches Gemäuer mit Geheimgängen für die Angestellten, einer wunderschönen Bibliothek, einem Ballsaal und einem Spielzimmer mit Spielzeug, das andere ins Museum stellen würden.

Etwas ganz Neues von Kerstin Gier

Dieses in sich abgeschlossene Buch zählt weder zu den zahlreichen Frauenromanen von Kerstin Gier, noch passt es so recht zu Silber oder den Edelsteinen. Es ist ein romantisches Jugendbuch mit einem Krimi, unabhängig und anders. Wer mit den falschen Erwartungen an das Buch heran geht und wie ich die Magie als besondere Fähigkeit sucht, wird vergeblich suchen. Ich kann die Enttäuschung einer Leserinnen nachvollziehen.

Wer sich einfach auf diese neue Geschichte einlassen kann, wird sehr viel schönes finden können.

Allen, die wie ich nach den ersten Kritiken skeptisch waren, empfehle ich, dem Buch eine Chance zu geben und es einfach in dem Wissen zu lesen, dass es etwas neues und anderes ist. Die Silber-Trilogie war ja auch ganz anders, als Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün, auch wenn beide Reihen mehr Elemente der Phantastik enthielten.


Dieses Buch habe ich in der Stadtbibliothek Bonn ausgeliehen.

Wolkenschloss
Kerstin Gier
Fischer FJB
ISBN: 978-3-8414-4021-1

Ein Buch – drei Meinungen: To all the boys I´ve loved before

Wir haben alle drei das Buch „To all the boys I’ve loved bevore“ von Jenny Han gelesen und gemeinsam den Film gesehen. Dies wird der erste Beitrag der neuen Reihe „Ein Buch – drei Meinungen“. Wir freuen uns darauf, eure Meinung zum Buch zu erfahren!

To all the boys I´ve loved before ~ Jenny Han

To all the boys I´ve loved before ~ Jenny Han

To all the boys I’ve loved before

Kathi

Lara Jean hat in den letzten Jahren fünf Liebesbriefe geschrieben, an fünf verschiedene Jungs. Diese schreibt sie immer dann, wenn sie ihre Gefühle los werden will. Gesammelt und sicher aufbewahrt hat sie diese und dann kommt eines Tages Peter Kavinsky mit ihrem Brief für ihn an.

Diese Briefe hätten niemals verschickt werden dürfen, vor allem weil Lara Jean einen an Josh geschrieben hat. Der Josh, der bis vor kurzem noch mit ihrer großen Schwester Margot zusammen gewesen ist. Zum Glück ist Margot während des ganzen Dramas in Schottland auf dem College. Lara Jean will nicht mit Josh über ihre Gefühle reden und küsst kurzerhand einfach Peter, der ebenfalls einen Brief bekommen hat, damit es so aussieht, als wären die beiden zusammen.

Und so fängt das eigentliche Drama erst an …

Drachenreiterins Meinung

Film und Buch haben mir gut gefallen. Man sollte Buch und Film nicht als eins sehen. Ich liebe Kitty, die jüngere Schwester von Lara Jean. Die Film-Kitty war noch ein Stück cooler als die Buch-Kitty, da die Film-Kitty sympathischer war. Margot dagegen mochte ich nicht. Sie war eine Kontroll-Freak von großer Schwester und dadurch war sie mir einfach unsympathisch. Die Darstellung von Lara Jean schien mir sehr realistisch. Für mich war sie nicht zu perfekt und auch keine krasse Außenseiterin. Josh war mir im Film unsympathisch, aber im Buch konnte ich sein Verhalten besser nachvollziehen. Peter war ein cooler klischeehafter Typ, der aber ganz in Ordnug war. Hier gibt es keine großen Unterschiede zwischen Buch-Peter und Film-Peter. Lucas und Chris waren coole beste Freunde für Lara Jean. Ich mochte sie sehr gerne im Buch und Film.

Kathis Meinung

Ich kannte den Film schon, als ich das Buch gelesen habe. Wie das oft so ist, war das meiner Meinung nach ein Fehler. Ich habe im Buch lange darauf gewartet, bis es zu der Handlung im Film kommt, die ich so toll finde. Somit konnte ich den Anfang gar nicht richtig genießen. Als es dann soweit war, sind mir direkt die Unterschiede zwischen Film und Buch ins Auge gesprungen.

Wenn ich versuche den Film und das Buch unabhängig voneinander zu betrachten, würde ich sagen, ist das Buch sehr gut. Die Handlung ist niedlich und zum mitverzweifeln. Betrachte ich das Buch, nachdem ich den Film gesehen habe, sage ich, dass ich es in der falschen Reihenfolge gelesen und gesehen haben. Der Film spoilert einen zu sehr, als dass man hinterher die etwas entspanntere langsamere Geschichte des Buches richtig gut finden kann. Also Fazit: Erst Buch, dann Film!

Zu Lara Jean kann ich nur sagen, dass ich sie vollkommen verstanden habe. Ich bin mit ihr verzweifelt, als ich gesehen habe, dass ihre Briefe verschickt wurden. Wer tut so etwas nur? Die ganze Situation versuchte sie zu entschärfen und dadurch wurde es eigentlich erst richtig kompliziert. Lara Jean wurde mir dadurch noch sympathischer in ihrer Denkweise und Problemlösung.

Kleiner Komets Meinung

Ich hatte das Vergnügen erst das Buch zu lesen und dann den Film zu sehen. Bei Kathi und Drachenreiterin hatte sich das irgendwie anders ergeben. Die Geschichte im Buch beginnt sanft, wir lernen Lara Jean, ihre Schwestern und Josh kennen. Es dauert, bis die Briefe auftauchen. Der Film ist schneller, lässt weniger Raum für Lara Jeans Gefühlschaos und die unterschiedlichen Beziehungen. Es folgt ein Drama auf das nächste, die Geschichte entwickelt sich etwas rasanter.

Das Buch habe ich gerne gelesen, es war eine sanfte und gefühlvolle Geschichte über die erste Liebe und die Sorgen eines jungen Mädchens, die sicher vielen vertraut sind. Was passiert wohl, wenn er, der Junge, in den man gerade verliebt ist, merkt, dass du verliebt ist? Wie peinlich ist es wohl, wenn er später erfährt, dass du in ihn verliebt warst? Und dann auch noch das, was nicht passieren darf: Verliebt in denselben Jungen wie die eigene Schwester oder beste Freundin!

Den Film habe ich wenige Tage, nachdem ich das Buch beendet habe, gesehen. Es drängten sich Vergleiche auf, denn einige Details waren etwas anders dargestellt. Störend empfand ich, dass manche Elemente, die mir im Buch zentral erschienen, fehlten. Die „Unfall-Szene“, eine Begegnung zwischen Lara Jean und Peter, erschien mir im Film lächerlich banal. Das Ende des Buches empfand ich als unbefriedigend, daher war es schön, dass der Film ein wenig weiter ging und bereits einen Teil des zweiten Buches vorweggenommen hat.

Erst das Buch, dann der Film

Darin sind wir drei uns einig! Kennt ihr das Buch, den Film oder beides?


Herzlichen Dank an Drachenreiterins Freundin, die „uns“ das Buch ausgeliehen hat.

To all the boys I`ve loved before
Jenny Han
übersetzt von Birgitt Kollmann
dtv, 2018
ISBN: 978-3446250819