Maria, ihm schmeckt´s nicht ~ Jan Weiler

Maria ihm schmeckt´s nicht ~ Jan Weiler
Maria ihm schmeckt´s nicht ~ Jan Weiler

In dem Buch geht es um einen Mann, der in eine italienische Familie einheiratet. Antonio Marcipane ist der Schwiegervater des Ich-Erzählers. Die meisten Geschichten drehen sich um die beiden. Antonio erzählt seine Lebensgeschichte dem Ich-Erzähler. Es sind also quasi das ganze Buch über mehrere einzelne Geschichten, die irgendwie zu einem großen Ganzen zusammengehören.

Zuerst hat es mich wahnsinnig genervt, dass der Ich-Erzähler nicht ein einziges Mal mit Namen angesprochen wird. Das ganze Buch über hat diese Person keinen Namen. Nachdem ich die Danksagung überflogen habe, gehe ich davon aus, dass es sich bei dem Ich um Jan Weiler selbst handelt. In der Danksagung steht nämlich drin, dass manche Geschichten in dem Buch wahr seien und andere erfunden.

Zu den Geschichten selber muss ich sagen, manche fand ich ganz nett zu lesen und bei anderen habe ich einfach gehofft, dass sie gleich zu Ende sind. So ganz war das Buch leider nicht mein Fall.

Der Autor

Jan Weiler ist 1967 in Düsseldorf geboren. Während der Schulzeit hat er schon als freier Mitarbeiter einer Zeitung gearbeitet. 1993 wurde er dann an der deutschen Journalistenschule aufgenommen. Er arbeitete viel für die Süddeutsche Zeitung. „Maria ihm schmeckt´s nicht“ erschien 2003. Nun arbeitet er als freier Schriftsteller und nebenher noch als Dozent an der Journalistenschule. Sein Debütroman wurde inzwischen sogar verfilmt. Jan Weiler hat zudem den Ernst-Hoferichter-Preis der Stadt München erhalten.

Kathi 

Maria ihm schmeckt´s nicht
Jan Weiler
erschienen 2003 bei Ullstein
ISBN: 978-3-548-26426-4

Bücherschrank – Das Märzbuch 2018

Es wurde ein wenig eng im März

März 2018 war bei mir ein turbulenter Monat und das hat gute Gründe:

Meine Tochter wurde erwachsen und das musste gefeiert werden. Am 19.3. war ich exakt mein halbes Leben Mama …

Am 28. März habe ich mir das Buch dann endlich in einem Bonner Bücherschrank besorgt. Da ich inzwischen in ziemlich vielen Bponner Bücherschränken gewesen bin, versuche ich diese aktuell zu vermeiden, damit sie mir in genau solchen Situationen noch zur Verfügung stehen. Mein Ziel ist es, jeden Monat möglichst einen neuen Bücherschrank aufzusuchen. Daher bin ich auch sehr froh darüber, dass wir hier in Bonn und Umgebung so viele zur Auswahl haben.

Inzwischen entdecke ich auch immer mehr Lokale mit Bücherregalen, bin aber unsicher, ob diese dem gleichen Prinzip des Tauschens  unterliegen. In einem ist mir auch noch ein Rätsel, ob ich mit meinen kurzen Armen überhaupt an die Bücher dran komme … werde ich klären und beim nächsten Besuch ein Buch zum Tausch dabei haben …

Der Bücherschrank

Auf Twitter habe ich ein kleines Rätsel veranstaltet, dass leider nicht gelöst werden konnte:

Die Auflösung: Mein Märzbuch stammt aus der Brüser Berger Bücherbox.

Brüser Berger Bücherbox, Bonn

Brüser Berger Bücherbox, Bonn

Mal ein großes Lob an die Nutzer und Verantwortlichen der Brüser Berger Bücherbox. Der Schrank ist unglaublich ordentlich, dabei auch gut befüllt!

In dem Buch lagen zwei Fotos.

Ich werde diese Fotos noch eine Weile aufheben. Falls Dir diese Fotos gehören und Du sie gerne wieder haben möchtest, kannst Du Dich gerne bei mir melden! Schreib mir eine Mail an braun (at) kleiner-komet.de oder schreib mich auf meinen Social Media Kanälen an.

Nacht - Elena Melodia

Nacht – Elena Melodia

Nacht

Mein Plan war eine der schwierigeren Aufgaben von Daggis Buchchallenge mit dem Märzbuch zu lösen. Doch das blaue Buch in der obersten Reihe sprang mir sofort ins Auge. Der Schutzumschlag mitsamt Klappentext fehlte, es durfte trotzdem mit.

Eine kleine Recherche ergab, es klingt sehr interessant, aber auch ein wenig unheimlich …

Es war tatsächlich auch ein wenig unheimlich, aber auf eine sanfte, für mich gut aushaltbare Art.

In „Nacht“ von Elena Melodia geschehen mehrere brutale Morde, die von der 17-Jährigen Alma vorausgeahnt werden. Alma, ihre Familie und ihre Freundinnen haben alle eine gut durchdachte Persönlichkeit. Jede einzelne Figur hat ihr eigenes Schicksal. Dabei geht es um ernste Themen, die nicht verharmlost oder romantisiert werden. Es geht dabei um sehr unterschiedliche Themen, die belasten, aber über die man eben nicht mit jedem sprechen kann. Darunter fallen häufige Probleme, wie beispielsweise Magersucht, aber auch außergewöhnlichere. Dieses nicht darüber sprechen können, vor allem nicht mit den Eltern, wird ebenfalls thematisiert. Auch Almas eigene Erfahrungen und ihr Umgang damit lesen wir aus ihrer Ich-Perspektive. Sie selbst ist überzeugt, kein Trauma erlitten zu haben. Sie lässt uns aber auch wissen, inwiefern es ihr nicht gut geht.

Die Geschichte wird im Präsens erzählt, eine Schreibweise, die mich bisher eher gestört hat, aber zu dieser Geschichte tatsächlich sehr gut passt und die in meinen Augen sehr gut umgesetzt wurde. Der Schreibstil ist insgesamt sehr flüssig und mitreißend. Leider kann ich nicht beurteilen, wie viel davon der Autorin Elena Melodia und wie viel der Übersetzerin Karin Diemerling anzurechnen ist. Für mich las es sich insgesamt richtig gut!

Italienische Reihe

„Nacht“ ist der Auftakt einer Reihe, was leider bedeutet, dass die Geschichte nicht zu Ende erzählt ist und bei mir noch eine Menge Fragen offen sind.  Band 2 bis 5 sind im Original auf italienisch erschienen. Leider verstehe ich kein italienisch und werde somit niemals erfahren, wie die Geschichte weiter geht …

Melie ist bereits vor 6 Jahren der Frage nachgegangen, wie es mit der Übersetzung des zweiten Teils aussieht und teilt auf Lovelybooks die Antwort des Verlages, dass es keine weiteren Übersetzungen geben wird.

Auf Büchertreff findet ihr eine Übersicht zur Reihe.

Ist es Euch auch schon mal passiert, dass eine Reihe nicht weiter übersetzt wurde und in einer Sprache geschrieben wurde, die Ihr nicht versteht? Der Moment dieser Erkenntnis hat mich tatsächlich kurzfristig sehr geärgert.

Fazit

Ein wirklich tolles Buch, habe es mit Spannung gelesen.

Aber lass lieber die Finger davon, wenn du kein Italienisch kannst!


Nacht
Elena Melodia
aus dem Italienischen von Karin Diemerling
PAN-Verlag, 2011
Originaltitel: Buio, bei Fazi, 2009
ISBN: 978-3-426-288333-2

Bücherschrank – Das Januarbuch 2018

Maria, ihm schmeckt´s nicht - Jan Weiler

Maria, ihm schmeckt´s nicht – Jan Weiler

Das Lesejahr 2018 beginnt im Projekt Bücherschrank amüsant.

Auch 2018 lese ich jeden Monat ein Buch aus einem Bücherschrank, schreibe darüber und gebe es anschließend weiter, persönlich oder in einen anderen Schrank.

Der Bücherschrank

Im Januar 2018 führte mein Weg mich ins wunderschöne Brühl. Brühl liegt nicht weit entfernt von Bonn und dort befindet sich auch die einstige Sommerresidenz des Kurfürsten. Damals, als das Hauptgebäude der Universität, die in diesem Jahr bereits 200 Jahre Jubiläum feiert, noch ein Schloss war. Jedenfalls nahm ich mir vor meinem Treffen mit dem Heftehaufen-Martin und Volker dem Zeitreisenden Zeit für einen Spaziergang durch Brühl. Neben dem Brühler Schloss mit dem wunderschönen Schlossgarten hat Brühl auch eine nette kleinen Innenstadt zu bieten. Allerdings sollte man nicht meinen, Platz in einem Café zu finden, denn diese sind tatsächlich auch mitten in der Woche am Nachmittag sehr gut besucht …

Das Buch

Da ich 2018 an Daggis Buchchallange teilnehme und sie sich einige ganz schön schwierige Aufgaben ausgedacht hat, weiche ich vom Zufall ein wenig ab und versuche mit Hilfe vom Projekt Bücherschrank, die Aufgaben zu lösen für die ich in meinen ungelesenen Büchern noch keine geeignete Lektüre gefunden habe.

Der Bücherschrank in Brühl war ziemlich gut gefüllt, schon beinahe überfüllt. Die Regalfächer randvoll, stapelten sich die Bücher wackelig auf dem Boden. Es gab einiges zu durchstöbern, nette Gesellschaft am Schrank, mit Gesprächen über Bücher und Politik.

Mein Januarbuch löst übrigens Daggis Aufgabe Nummer 11 „ein Buch mit etwas Essbarem oder einem Getränk auf dem Cover“.

Maria, ihm schmeckt´s nicht

Es befindet sich nicht nur etwas Essbares auf dem Cover von „Maria, ihm schmeckt´s nicht“, auch in der Geschichte dreht sich einiges ums Essen und zwar italienisches Essen. Pizza, Pasta, Pomodoro und einige andere Gerichte, die vielleicht zu Recht nicht so berühmt sind …

Ein Fremder steht vor der Tür. Das bin ich. Genau genommen bin ich nicht nur den Menschen hinter der Tür fremd, sondern vor allem mir selber.

So beginnt Jan Weilers Geschichte. Der junge Mann steht vor der Tür seiner Schwiegereltern, Mama Ursula und Papa Antonio. Antonia ist Italiener mit Herz, spricht mit Akzent und liebt seine Familie.

Ja, die Geschichte ist voller Klischees, aber liebevoll und mit viel Humor geschrieben. Doch es ist viel mehr als eine unterhaltsame Geschichte über eine deutsch-italienische Familie mit zahlreichen Reisen nach Bella Italia. Zwischen all den lustigen Szenen steckt Antonios Lebensgeschichte, auch die seines Vaters, der ebenfalls als Sizilianer ein Fremder  in Italien war. Antonia kam als Gastarbeiter nach Deutschland und hatte es wirklich nicht leicht, weder hier, noch in Italien bei seiner Familie, wenn er zu Besuch kam. Er war überall nur noch Gast, gehörte nicht dazu, doch seinem Schwiegersohn erzählt er seine ganze Lebensgeschichte und so wird sie für ihn zur Vergangenheit.

Ich habe diese Familiengeschichte sehr gerne gelesen.

Wie geht es weiter?

Das Buch geht nicht direkt in einen Bücherschrank, sondern wird weiter gegeben. Natürlich spielt ein großer Teil des Romans in Italien, aber auch in Krefeld, wo ein Teil meiner Familie lebt.

Da das Oktoberbuch 2017 aus meinen Schrank stammte und das Dezemberbuch 2017 mir mitgebracht wurde, habe ich noch ein Buch zum einstellen da.

Obwohl ich in jedem Buch eine Nachricht mit dem Link zum Blog hinterlasse, habe ich noch keine Antwort erhalten, bin sehr gespannt, ob und wann sich ein Leser melden wird …


Maria ihm schmeckt´s nicht
Jan Weiler
Ullstein, 2003
ISBN: 978-3-548-26426-4