„Eine Million Minuten“ – Lesung von Wolf Küper in Bonn #KeineHastig

Wir sagen es oft: Lebe dein Leben! Doch tun wir das auch?

Wolf Küper musste darauf von seiner Tochter hingewiesen werden und er hat auf sie gehört. Er hat inne gehalten in seinem Leben und sich Zeit genommen für seine Familie, viel Zeit. „Eine Million Minuten“ Zeit für die schönen Dinge im Leben hat sich Nina von ihrem Papa gewünscht und auch bekommen.

Nach zwei Jahren intensiver Familienzeit auf Reisen hat er ein Buch über die Zeit veröffentlicht. Am 13. April habe ich seine Lesung in Bonn besucht. Von meinen Eindrücken möchte ich euch berichten.

Das Team: Die Vertreterinnen der Initiative Torus, Lebenshilfe Bonn und von Bonn Lighthouse zusammen mit Wolf Küper

Rahmen der Lesung

Es handelte sich um eine Benefizlesung. Wolf Küper hat kein Honorar erhalten, auch die Location Fabrik 45 wurde kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Fabrik 45 befindet sich unterhalb der Viktoriabrücke, Ecke Heerstraße. Es ist eine interessante Location, die für verschiedene künstlerische Veranstaltungen und Workshops genutzt wird.

Statt eines festen Eintrittsgeldes wurden nach der Veranstaltung auf freiwilliger Basis Spenden gesammelt. Jeder gibt frei, was es ihm wert ist und was er geben kann. Die Erlöse gingen an die drei veranstaltenden Vereine: Initiative Torus, Bonn Lighthouse und Lebenshilfe Bonn. Sie leisten alle wichtige Arbeit, schaut euch die Verlinkungen einfach mal an und macht euch ein Bild.

Ich bin auf jeden Fall begeistert davon, dass sie sich nicht als Konkurrenz sehen, sondern zusammen so eine tolle Veranstaltung organisiert haben.

Wolf Küper

Vom Tropenforscher zum UN-Gutachter zum Papa. Seine Arbeit ließ ihm wenig Zeit zu leben.

Das gute in seinem Leben fing mit Nina an. Nina ist behindert zur Welt gekommen. Ärzte haben gar keine Fragen mehr beantwortet, ob sie wohl laufen können würde oder sprechen.

Er ist ausgestiegen aus diesem Leben. 90 Tage nach der Entscheidung auf Reisen zu gehen, war die vierköpfige Familie unterwegs. Nina war damals sechs Jahre alt Mr. Simon ein halbes Jahr. Auch nach dieser Reise sind sie noch viel unterwegs und leben ihr Leben.

Nina ist inzwischen 11. Sie war eine strenge Lektorin.

Wolf Küper

Die Lesung

Wolf Küper hat aus unterschiedlichen Abschnitten vorgelesen und ein wenig frei erzählt. Während der Lesung habe ich mir einiges „live“ notiert. Diese Eindrücke möchte ich mit euch teilen und darauf hinweisen, dass es sich überwiegend um freie Zitate von Wolf Küper handelt, ergänzt durch ein paar eigene Gedanken.
Er hat eine ruhige angenehme Lesestimmung und hat es geschafft eine Atmosphäre zu schaffen, uns mit auf seine Reise zu nehmen.

Prolog

Wir machen einen psychologischen Standardtest, beginnt Wolf Küper seine Lesung.

Was ist nass und fällt vom Himmel?

Wir sagen Regen. Wird es einen signifikanten Lerneffekt nach der Lesung geben? Er hatte angekündigt, dies abschließend abzutesten. Doch er ist Autor und kein Psychologe, somit entfiel der Posttest.

Die Geschichte beginnt mit Dr. Dr. F., einem  Psychologen. Der  Diagnostiker setzt Intelligenz- und Verhaltenstests ein, die er teilweise selbst mit entwickelt hat.

und wenn sich jemand seine Laune wohl aussuchen darf, dann ein Psychologe.

Nina sitzt bei besagtem Fachkollegen und wird getestet. Eine von Ninas Eigenschaften ist, alles schön langsam zu machen. #KeineHastig ist ihr Schlagwort. Entsprechend lässt sie sich viel Zeit, die gestellten Fragen zu beantworten. Eine davon ist eben die nach dem vermeintlichen Regen. Ninas Antwort ist jedoch eine völlig andere.

Ein Hund

Der Papa lacht, kriegt dafür einen genervten Blick von Dr. Dr. F.. Der Papa ist Experte im ernsthaft gucken, niemals besser gelaunt sein als der Kunde. Folglich hat er sich schnell wieder im Griff. Dr. Dr. F gibt Nina erneut eine Chance.

Sie bleibt beim Hund, erklärt er sei zottelig und schwarz, man müsse da vorher mehrere Teppiche drunter legen oder ein Bällebad. Dann kann der Hund vom Himmel fallen, und man kann mit ihm spielen. Eventuell vorher trocken föhnen, denn nasser Hund stinkt ja.

Nina hat es Spaß gemacht, sich lustige Geschichten auszudenken, Herr F. sei nett gewesen. Der Vater war versucht etwas „erwachsenes“ zu seiner Tochter zu sagen.

Der Auslösemoment

Gute Väter lesen mehr als eine Geschichte, erklärt Nina ihm abends vor dem Einschlafen. Dann folgt der berühmte Wunsch:

Ach Papa, ich wünschte wir hätten eine Million Minuten nur für die ganzen schönen Sachen, weißt du?

Wolf Küper kam ins Überlegen und rechnen.

Es folgte ein Riss durch ein To-Do-Listen-Leben. Ein Leben voller Listen, die sich bereits wieder füllten, während sie abgearbeitet wurden.

Auf den blöden Listen stehen die wichtigen Dinge nicht drauf, schimpft Wolf Küper.

Warum eigentlich nicht? Auf meinen schon. Da steht z.B.  Lesezeit oder Familienzeit mit drauf, eben alles was mir wichtig ist.  Neben kleinen oder großen lästigen oder auch schönen Aufgaben des Alltags sollte auch immer Zeit für das „Leben“ bleiben, was auch immer das für dich bedeutet.

Prolog Ende

Australien – Abkürzung ins irgendwann

Fliegende Fische, Flughörnchen und anderes fliegendes Getier begegnen Nina auf der Reise. Wie soll es da keine fliegenden nassen Hunde geben?

Nina ist Profi darin unerwartet große Fragen zu stellen. Nina und Papa scheinen ein gutes philosophisches Team zu sein.

Papa was willst du werden, wenn du groß bist?

Papa beginnt zu grübeln, über seine Träume,  sein Leben. Solche Momente erlebt er immer wieder auf seiner Reise.

 

Ein Satz , der vielen vertraut sein dürfte lautet: „Man muss auch realistisch sein“. Wolf Küper setzt ihn gleich mit „voll auf das irgendwann setzen“. Das Irgendwann ist ein komplizierter Tag, der von komplexen Variablen abhängt.

Wenn man also ganz realistisch wartet, kann es bis zum richtigen Tag viele Leben dauern. Nach der Wahrscheinlichkeitsberechnung von Wolf Küper 3330 Leben.

Schweigen im Raum, diese Aussage wollte er wirken lassen. Denn genau das ist ihm wichtig, als Botschaft an uns.

Festivals

Wolf kommt aus einer Musikerfamilie. Festivals waren verpönt für ihn, seine Frau war schon oft auf welchen gewesen und hat ihm in Australien ein Hippie Festival geschenkt.

Dort begegnen sie Moses aka Rocky im weißen Gewand mit langem Rauschebart. Nina ist begeistert und bewundert sein Kleid. Moses dagegen hat eher Augen für Mama Vera.

Freie Liebe war ein Steckenpferd von Karl Marx laut seinem Kumpel Rocky. Männer haben Frauen in der Ehe zu lange als ihren Besitz behandelt, Rocky ist für Freiheit, vor allem für die Befreiung der Körper von Klamotten.

Sprung ins letzte Kapitel – Flugmodus

Mit dem dinosauriergroßen Wohnmobil „Eddie“ durch Neuseeland.  Der Pass war gesperrt,  Wolf Küper wollte drehen.  Das Feld war ein schneegefüllter Graben. Dieser Moment, nachdem er das Wohnmobil in einer Schneewehe festgesetzt hatte, war wieder ein sehr philosophischer für Nina und ihren Papa.

Auf der südlichsten Insel von Neuseeland befindet sich die Familie am Antipol zur Heimat Deutschland. Egal in welche Richtung man sich wenden würde, man nähert sich wieder der Heimat.

Es ist ein besonderer Ort, ein verschneiter Ort. Eine besondere Stille.

Was ist eigentlich Zuhause?

Zuhause = Eddie?

Ist Zuhause ein Ort oder ein Gefühl?

Ist Zuhause das, was selbstverständlich ist?

Das Selbstverständliche löst sich nach zwei Jahren auf.

Der Lärm des Selbstverständlichen, der Sound des Alltags. Das Metronom des Alltags ist auf der langen Reise unhörbar geworden für Familie Küper.

Schnee und Dunkelheit löschen die Spuren der Menschen,  bringen etwas wieder in Ordnung.

 

Mitten in der Stille erlebt Nina einen Moment von Zuhause: Papa ist da, Nina ist da, Mama und Mr Simon sind auch da.

Jetzt ist es so richtig schön Zuhause.

Fragen an Wolf Küper

Abschließend hatten wir Gelegenheit dem Autor Fragen zu stellen. Eine Frage beschäftigte mich bereits im Vorfeld. Nach dem Gehörten an diesem Abend war auch eines ganz klar, eine Rückkehr in den Alltag vor der Reise kann nicht möglich gewesen sein.

Wie war es für euch nach Hause zurück zu kehren? Nach Hause, nach Deutschland?

Heimkehren nach Bonn war für die Kinder eine weitere Station. Sie wunderten sich darüber, dass es ein ungewöhnlich längerer Zeitraum war.  Vera hat sich als rheinische Frohnatur wieder sehr wohl gefühlt. Es gab viele Familientreffen.

Wolf fiel es schwerer. Sie reisen weiter.

Eine weitere Frage, die sicher vielen in den Sinn kommt, wenn man diese Geschichte hört wurde ebenfalls gestellt:

Wie haben Sie die Reise finanziert?

Wolf Küper gab eine zweiteilige Antwort:

Es kann sich sicher nicht jeder leisten.

Die Familie hat einen Konsumkredit in Höhe von 25T € aufgenommen, im Wert eines Neuwagens. Ein Neuwagenkredit ist normal, ein Kredit um seine Träume zu verwirklichen nicht.

Abschließendes Zitat

Wolltest du schon immer mal was machen,  dann los. 

Fazit

Wolf Küper hat etwas gewagt, von dem viele träumen. Eine Weltreise wäre nicht mein Traum.

Sein Buch regt zum nachdenken an über das eigene Leben, über eigene Wünsche und Ziele im Leben. Aber es ist nicht Wolf Küper, der uns zum nachdenken anregt, es ist seine Tochter Nina. Wir können viel von dem jungen Mädchen lernen. Ebenso können wir von unseren eigenen Kindern lernen.

Die Welt ein wenig mehr mit Kinderaugen zu sehen, ist eines meiner liebsten Lebenseinstellungen.

Die Take-Home-Massage lautet:

Nimm dir Zeit! Folge deinen Träumen, es muss keine Weltreise sein.

 

 

Eine Million Minuten
Wolf Küper
Knaus
ISBN: 978-3-8135-0743-0
Erschienen: 19.09.2016

#bcbn17 – Mein Barcamp Bonn 2017

Barcamp ist, was du daraus machst.

Wir sind das Barcamp ;-), die Veranstalter stellen nur den Rahmen.

Ein spezielles Konferenzband gibt es auch, dies hier ist ein Beitrag aus dem wachsenden Gesamtwerk.

Wenn du nicht weißt, was ein Barcamp ist, hol dir noch schnell ein paar Hintergrundinfos. Zum #Sozialcamp habe ich auch eine Erklärung geschrieben, die spare ich mir an dieser Stelle.

Das #bcbn17 (Barcamp Bonn 2017) fand erstmals an zwei Tagen (10 + 11. März) statt. Tag 1 stand unter dem Thema Mobilität, Tag 2 war themenoffen, ein klassisches Barcamp.

Die Bonner Community

Es waren natürlich nicht nur Bonner auf dem Bonner Barcamp, aber viele und viele von ihnen kannte ich bereits. Es ist immer ein schönes Wiedersehen! Ein Barcamp ist ein bisschen wie eine Party, alte Bekannte wieder treffen, sich austauschen und neue Leute kennen lernen. Das alles in lockerer Atmosphäre und mit einem temporären Du auf Augenhöhe. Dazu interessante Themen und sannende Diskussionen

Die Location

Der Post-Tower!

Ja, da wollte ich schon immer mal rein und vor allem mal raus gucken.

Ein paar Impressionen mit meiner bescheidenen Handykamera:

Übersicht

Im Folgenden gehe ich auf die einzelnen Sessions ein, die ich besucht habe. Da der Artikel ein wenig lang geworden ist, gibt es diesmal ein Inhaltsverzeichnis:

Ein Fantreffen mit SWB-Bus und Bahn

Ganz ehrlich, ich bin echt nicht so ein Fan-Typ. Ich mag Musik, ich mag Filme, aber so wirklich Fan bin ich nicht. Aber es gibt Menschen, die mich begeistern und inspirieren. Einer davon ist Micha vom Kundenservice SWB Bus und Bahn.

Man könnte sagen er hat einen beschissenen Job, muss er sich doch tagtäglich mit dem Gemecker der Leute auseinander setzen. Nach 20 Jahren Busfahren hat Micha ein dickes Fell gepaart mit einer Menge rheinischem Humor und seine Tochter findet er hat einen coolen Job, denn er darf den ganzen Tag auf Facebook und Twitter rumhängen.

Der Kundendialog läuft über Facebook und Twitter. Lest unbedingt mal auf Twitter rein, es lohnt sich, egal ob ihr mit Bus und Bahn fahrt.

Lange hat Micha das alleine übernommen, jetzt hat er ein nettes Team an seiner Seite:

Die Session selbst war inspirierend, mit Freundlichkeit und Humor den Kunden den Tag versüßen. Uns wurde die alltägliche Arbeit gewürzt mit ein paar Anekdoten serviert. Gibt es von Micha doch den speziellen Kaffeservice für einen Bahnfahrer, der morgens die Info bekommt, ob er es noch schafft sich einen Kaffee zu holen, bevor die Straßenbahn kommt.

Eine weitere wichtige Figur im Team ist übrigens der Eddi:

Seine Tweets kommen direkt aus der Leitstelle. Für die Busse und die Bahnen gibt es getrennte Informationssysteme.

Die anderen Drei haben keinen direkten Zugriff auf die Informationen, wo sich welches Fahrzeug gerade befindet, stehen aber telefonisch regelmäßig mit der Leitstelle im Kontakt und geben die Infos an die Fahrgäste weiter, die ihre Verkehrsmittel als vermisst melden.

Im Anschluss hatte ich noch Gelegenheit mit Micha, Evi und Muna zu plaudern, schön war es!

So kann Social Media funktionieren:

Wenn das Unternehmen Vertrauen in den Mitarbeiter hat und diesem möglichst viele Freiheiten lässt, so dass dieser nahe am Kunden agieren kann. Es geht nicht nur darum, schnell zu antworten, sondern auch authentisch zu sein. Professionell ist der Auftritt von SWB Bus und Bahn, die Anliegen werden ernst genommen, auch wenn sie häufig humorvoll beantwortet werden. Niemand wartet gerne auf den Bus oder die Bahn, wenn diese Verspätung haben. Erhält man in den sozialen Medien allerdings nicht nur eine Info, wann das ersehnte Fahrzeug endlich auftaut, sondern auch noch eine lustige Aufmunterung, dann macht der Service im Idealfall auf beiden Seiten Spaß. Natürlich funktioniert Humor nicht immer, aber mit Humor ist vieles bekanntlich leichter.

Leuchte Leuchte kleiner Post-Tower

Ein paar Hintergrundinformationen zu dem komplexen System das hinter der vertrauten Beleuchtung des Post-Towers steckt, die inzwischen zum Bonner Stadtbild gehört.

Klassisch ist ein Farbverlauf zu sehen. Zu besonderen Anlässen gibt es spezielle Lichtinstallationen. Das Barcamp gehört leider nicht dazu, die Fußball WM dann schon eher. Der Weihnachtsbaum ist sicher auch vielen Bonnern ein vertrautes Motiv.

In den Vogelflugzeiten gibt es spezielle Motive zum Schutz der Tiere mit bewegten Vögeln. Leider habe ich diese bisher noch nicht gesehen.


Eine Frage hatte mich immer mal wieder gestellt und jetzt endlich Gelegenheit zur Klärung:

Nervt die Beleuchtung nicht bei der Arbeit? Gerade im Winter sieht man noch viele beleuchtete Büros, während die Animation bereits läuft.

Tatsächlich stört sie nicht. Die Leuchten befinden sich jeweils genau zwischen den Etagen, so dass das Licht nur minimal in Fußbodenhöhe der Büros schimmert. Als neulich tagsüber ein Test über den Tower lief, fiel es dann doch ein wenig irritierend auf.

Refill – Flasche leer? Bald Wasser für alle in Bonn!

Ben Wockenfuß ist bald Wasserträger für Bonn, praktischerweise braucht er kein Wasser zu schleppen, sondern nur Aufkleber, die er an Scheiben klebt.

Das war verwirrend? Dann nochmal langsam:

Am 1. April startet in Bonn das Projekt „Refill Bonn“. Ziel ist es an möglichst vielen Standorten in Bonn, die Möglichkeit anzubieten kostenloses Trinkwasser zu erhalten. Die Qualität des Leitungswassers in Bonn ist sehr gut. Es kann bedenkenlos getrunken werden.

Als Nutzer benötigt man lediglich eine auffüllbare Trinkflasche. Dann sollte man sich nach diesem Logo umschauen:

Refill Bonn – Hier gibt es kostenloses Trinkwasser in mitgebrachte Gefäße. https://www.refill-bonn.de

Teilnehmen können alle Geschäfte, Lokale, Firmen, Büros, etc., die bereit sind kostenlos Trinkwasser auszugeben und bestimmte Zeiten angeben können, zu denen die Durstigen vorbei kommen dürfen.

Die Anbieter haben keine Kosten, außer denen für das Wasser, dass sie ausschenken. Vielleicht haben sie aber einen Nutzen, indem dank Refill jemand den Weg zu ihnen findet, der sonst nicht spontan vorbei gekommen wäre.

Die Webseite befindet sich noch im Aufbau, aber es wird eine Karte geben, auf der alle teilnehmenden Anbieter mit Name, Adresse und Öffnungszeiten verzeichnet sind. Die Kontaktinformationen sind aber bereits angegeben. Wer zu den ersten Bonner Refill Stations gehören möchte, kann sich gerne bei Ben melden. Er bringt dann einen Aufkleber vorbei. Er freut sich garantiert auch über jede andere Form von Unterstützung.

In Hamburg ist das Angebot bereits etabliert. München geht gleichzeitig mit Bonn an den Start. Es wird ein kleiner Wettlauf, wer die Stadtkarte schneller blau bekommt.

Wasser für Bonn!

Pakete per Drohnen – ein Blick in die Zukunft

Drohnenntechnologie ist nicht nur was fürs Militär oder ein privates Spielzeug. DHL forscht gemeinsam mit der RWTH Aachen an den Einsatzmöglichkeiten für die Paketzustellung per Drohne.

Der Fokus liegt dabei auf schwierig erreichbaren Zielgebieten, entlegene Dörfer, die vor allem im Winter schwer zugänglich sind, aber auch der Einsatz in Großstädten, um den Verkehr zu umgehen. Von der Anwendung scheint DHL aber noch entfernt zu sein. Wenn die anderen Beteiligtem im Projekt nur halb so begeistert sind, wie diejenige, die es uns präsentiert hat, wird garantiert etwas daraus! Es steckt ganz offensichtlich viel Leidenschaft in diesem Projekt. Mit ihrer Begeisterung kann sie auch andere sehr gut anstecken. (Anmerkung: Falls mir jemand ihren Namen verrät, ergänze ich den gerne.)

Abschließend hatte Guido Schwan noch einen guten Rat an alle, die Angst vor den Hobbydrohnen haben: Quatscht die Piloten einfach an, die erzählen euch gerne alles, was ihr wissen möchtet. Erkennbar sind diese übrigens an der Fernbedienung in der Hand. Erinnert ihr euch noch an die ferngesteuerten Autos eurer Kindheit? Diese Dinger fliegen jetzt.

Ende des erstes Tages

Ganz ehrlich, vom Thema Mobilität hatte ich nicht viel erwartet, aber es wurden tatsächlich sehr interessante Sessions angeboten. Den Abend haben wir noch gemeinsam auf Township ausklingen lassen. Leider haben viele Barcamp-Teilnehmer scheinbar den Weg zum Schiff nicht gefunden. Es war trotzdem schön.

Tag zwei – klassisches Barcamp – freie Themenwahl

Die Themenwahl war offen und entsprechend groß war der Andrang bei der Session-Vorstellung. Markus hat hierzu mal ein Bild getwittert. Diesmal habe ich selbst keine Session angeboten, lediglich fleißig getwittert und mitdiskutiert.

Google Plus ist keine reine Geisterstadt

Neulich verkündete die Privatpraxis im Park, dass sie ihre Aktivitäten auf Twitter einstellen würden und sich stattdessen ganz auf Google Plus konzentrieren würden. Ich wahr ehrlich überrascht, hatte mir aber vorgenommen mir G+ noch einmal anzusehen.

Nach der Session von Oliver Kepka habe ich dieses Vorhaben endlich in die Tat umgesetzt. Noch wenig erfolgreich, aber der Anfang ist gemacht.

Eine private Psychotherapie-Praxis aus Bonn hat 50.000 Follower auf G+, dazu auf dieser Plattform die meisten Interaktionen. Das ist ein erstaunliches Phänomen und ich freue mich sehr, dass Oliver Kepka seine Erfahrungen mit uns geteilt hat.

Zunächst einmal unterscheiden sich die Kanäle Facebook, Twitter und G+ voneinander, nicht nur in ihrer Handhabung, auch in ihren Zielgruppen. Facebook ist sehr privat. Auf Twitter tummeln sich viele Fachleute. Auf G+ sind sehr wenige Firmen und Fachleute, die Profile aber nicht so privat, wie auf Facebook. Auf Facebook gibt es klassischerweise die „Freundschaft“, der beide Partner zustimmen, auf G+ wird gefolgt und in Kreise sortiert.

Möglicherweise funktioniert Psychotherapie auf Facebook gerade wegen des „Privaten“ nicht. Wer möchte schon seinen Facebook-Freunden auf die Nase binden, dass man möglicherweise eine Therapie macht. Auf G+ kann man eventuell besser liken und kommentieren, ohne gleich ein „Psycho“ zu sein, man interessiert sich einfach für die Themen. Auf Twitter sind Fachleute, ja, aber Psychologen wenige. Ich weiß das, ich suche die regelmäßig. Britische und amerikanische Wissenschaftler habe ich übrigens mehr gefunden, als deutsche Psychologen. Aber an diesem Thema arbeite ich, langsam und mühselig, aber wenn es gelingt kehrt die Privatpraxis vielleicht wieder auf Twitter zurück. Einen bescheidenen Account für die Landesgruppe NRW des Berufsverbandes für Psychologen und Psychologinnen gibt es bereits. Es fehlen die Menschen.

Zurück zu G+:

Es werden für die Privatpraxis täglich 2 bis 3 Beiträge auf G+ gepostet. Diese sind überwiegend kuratierte Beiträge, die gut aufgemacht sind.


Oliver hat uns einige Beispiele gezeigt, die deutlich machen, worauf es bei den Posts ankommt:

  • Die Überschrift muss sexy sein!
  • Passende und qualitativ hochwertige Bilder verwenden
  • Sprache der Follower sprechen
  • Gute Hashtag-Auswahl

Es gibt keine direkte Werbung auf den Kanälen der Privatpraxis, nur Fachinformationen. Ich denke, dafür schätzen viele Follower das Angebot. Sie wollen kein Rabatt für Therapieangebote oder Gewinnspiele, sondern qualitative Informationen zu Themen der Psychologie.

Der Umgang mit den Kommentatoren ist immer ein wichtiges Thema in den Social Media.

Digitales Ehrenamt

Im letzten Jahr hatte ich mich zusammen mit Christian Günther eine Diskussionsrunde gestartet, um ehrenamtliche Tätigkeiten in den sozialen Medien sichtbarer zu machen, die Angebote transparenter zu gestalten und untereinander besser zu vernetzen. Es war ein großes Ziel, das leider letztendlich nicht umgesetzt werden konnte. Die einzelnen Teammitglieder waren bereits in zu viele Aufgaben eingebunden, um dieses Projekt zu starten.

Daher hat es mich sehr gefreut, dass Ute Schulze das Thema Ehrenamt auf diesem Barcamp wieder aufgegriffen hat. Leider bin ich zu spät zur Session gekommen. Das passiert bei einem Barcamp leider sehr schnell, denn die Pausengespräche sind ebenso spannend wie die Sessions.

Sie hat ein wenig über ihr eigenes ehrenamtliches Engagement für die Initiative Torus erzählt. Sie übt ein digitales Ehrenamt aus, indem sie die Social Media Kanäle auf Facebook und Twitter betreut.

Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiges Thema für soziale Projekte in allen Bereichen. Vieles lässt sich nur durch Spenden realisieren und Spenden kommen nur von außen, wenn potentielle Geldgeber von den Projekten überzeugt sind.

Eine viel diskutierte Frage ist immer wieder, wie die Social Media Arbeit bei sensiblen Themen funktionieren kann. Ich bin mir sicher, eine klare Antwort hierzu ist noch lange nicht in Sicht!

Gerade bei sehr persönlichem Bildmaterial bin ich selbst auch sehr kritisch, andere gehen sehr sorglos damit um. Als Organisation muss man sich Gedanken machen und intern abklären, wo die eigenen Grenzen sind. Entscheidend ist hierbei in meinen Augen, klare aber wenige Regeln zu formulieren, um demjenigen genügend kreativen Spielraum zu lassen.

Ehrenamt kann viel Spaß machen, Ute ist ein gutes Beispiel dafür. Mich begeistert das Schlagwort „Spende dein Talent“.

Eine Gefahr, vor der viele offenbar Angst haben, ist, dass die Organisation, der man eine helfende Hand reicht, gleich den ganzen Menschen nimmt. Hier gehört es dazu, für sich selbst möglichst früh klar festzulegen, wie viel Zeit und welche Talente man spendet. Ehrenamt soll ein gutes Gefühl geben, nicht ausbrennen! Es gibt zu viele frustrierte Helfer, aber auch viele, die noch mit Leidenschaft dabei sind. Verteilen wir die Aufgaben auf viele Schultern und halten zusammen, brennen weniger Menschen aus, deren Arbeit so lange so kostbar gewesen ist!

Euthanasie im Rheinland – eine Familiengeschichte

Ein spannendes Thema, das parallel zum Ehrenamt lief wurde von Gunnar Sohn angeboten. Er hat eine sehr persönliche Geschichte seiner Familie Sohn erzählt. Hierzu gibt es ein Storify.

Witzig in 140 Zeichen

Ein aufmunterndes Thema bei einer Kabarettistin. Wie schreibe ich einen guten Gag? Einige ihrer guten Tipps:

  • Humor ist eine paradoxe Lebenseinstellung.
  • Wende das tragische um 180 Grad ins Positive – ein komischer Blickwinkel.
  • Umgib dich mit lustigen Leuten.
  • Spinne den Wahnsinn immer weiter.
  • Sprich an, was die Leute gerade beschäftigt.

An zwei praktische Aufgaben habe ich mich gewagt, ob sie witzig sind, müsst ihr entscheiden:

Bei der zweiten Aufgabe sollten wir uns von einem Bild inspirieren lasssen:

Sessionwechsel – Die Qual der Wahl

Bei Barcamps gibt es ein Problem: Die Auswahl der richtigen Session.

Anfangs werden dir viele spannende Themen vorgestellt. Dazu hatte ich mir sogar Notizen gemacht, welche mich interessieren. Im Sessionplan stehen aber dann teilweise Formulierungen, die einen die Session nicht wieder erkennen lassen. So hatte ich mich in eine „falsche“ Session verlaufen. Es war nicht das was ich erwartet hatte und auch nicht das, was mich interessierte.

Eine provokante Frage habe ich aus der „falschen“ Session mitgenommen:

Allerdings gilt auch:

Mediation

Thomas Reis ist Rechtsanwalt und Mediator. Er wirkt auf mich perfekt für diese Aufgabe, er hat eine ruhige Art an sich, die sicher hilfreich ist, eine Kommunikation zwischen zwei Konfliktparteien möglich zu machen und letztendlich eine Einigung herbei zu führen.

Er hat einige spannende Aspekte der Mediation vorgestellt. Hier lasse ich einfach mal die Tweets sprechen:

Endet die Liebe, muss die Beziehung zwischen zwei Personen nicht in jeglicher Hinsicht enden. Vielleicht funktioniert eine wirtschaftliche Partnerschaft trotzdem noch.


Der Ablauf des Mediationsprozesses ist spannend:

Wer streitet, kämpft oft darum „Recht zu haben“ und will den anderen unbedingt davon überzeugen.

Serienvorstellung by Scotty – entspanntes Finale

Die letzte Session war genau richtig im letzten Slot angesiedelt. Den Kopf langsam voller Informationen, einfach ein wenig Serien gucken. Scotty hat einige neu gestartete US-Serien vorgestellt. Ich habe nicht mit getwittert, mich einfach nur zurück gelehnt und zugeschaut.

Kennt ihr „The Goodwife“? Ich habe es gesehen und erinnere mich einfach nicht mehr an die Handlung … Aber es gibt jetzt ein Spinoff.

Während der Session gab es übrigens ein Whisky-Tasting, das habe ich mir gespart. Stattdessen gab es dann eine persönliche Empfehlung von Scotty abends in der Bar: „Old Fashioned“, ein Whisky-Cocktail.

Abschied

Schön war es!!!

Und wir freuen uns auf das #bcbn18 <3!!!

Ein Buch habe ich übrigens auch gewonnen ;-).

Ein Buch gewonnen 💜😀📚 beim #bcbn17 😱 Danke für die Organisation @sascha_foerster @jottemm @bonngehtessen Ich habe ganz viel darüber gewittert (@ StephKatBr), Artikel kommt auch noch 😉🍀 #dpunktVerlag #Python #buchgewinn #barcamp #Bonn #lesen #lernen #bookstagram

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