Warum Probleme langfristig lösen, wenn es auch einfacher geht?

Zeitkurier - Wesley Chu
Zeitkurier ~ Wesley Chu

Stell dir vor, unsere Ressourcen gehen zu Neige …
Nicht schwierig, wenn du ernst nimmst, was gerade um dich herum geschieht.
Stell dir vor, der Zeitpunkt ist erreicht, an dem es scheinbar kein Zurück mehr gibt.
Wenn es jetzt noch die Möglichkeit gäbe, durch die Zeit zu reisen …

Zeitreise-Abenteuer

Ich liebe sie!
Was würdest du tun, wenn du durch die Zeit reisen könntest?
Abenteuer erleben und die Geschichte verstehen, wie in der Kinderbuch-Reihe „Die Zeitdetektive?“ von Fabian Lenk?
Auf „Die Alten“ hören und versuchen Dinge in der Vergangenheit in Ordnung zu bringen, was sie dir auftragen, wie in der „Zeitenzauber“-Reihe von Eva Völler.
Schätze aus der Vergangenheit rauben, um damit dein Geld zu verdienen wie in „Die Timecatcher“ von Richard Unger?

Die Liste lässt sich ewig so fortsetzen.

Wesley Chu kam auf einen für mich neuen Gedanken, nämlich Ressourcen aus der Vergangenheit zu holen, die in der Gegenwart benötigt werden.
Nimmt man der Vergangenheit etwas weg, schadet den Menschen? Sie sind aus der Perspektive der Gegenwart doch eh schon tot …

Probleme lösen

Doch lösen die Zeitkuriere die Probleme?
Wenn die Vergangenheit leer geräubert ist, was dann? Reisen die Chronauten in die Zeiten, in die die Ressourcen bereits gebracht wurden und stehlen sie erneut?

Ein spannendes Gedankenexperiment über eine aufwendige scheinbar einfache Problemlösung.

Gäbe es auch einen anderen Weg? Einen nachhaltigen, der den Menschen langfristig weiter hilft?
Vielleicht.
Vielleicht ist dieser aber mit Kosten und Mühen verbunden.
Vielleicht gibt es weitere Gründe, die gegen eine gute Lösung sprechen.
Vielleicht mögen wir Menschen es lieber einfach, als sinnvoll und effektiv?

Und aktuell?

Wir stehen jetzt an einem Punkt, an dem viele Ressourcen knapp werden, die Klimakakrise endlich ernst genommen werden muss.

Doch was passiert?

Manch ein vermeintlicher Lösungsansatz erinnert an Wesley Chus Zeitkurier, aber wir haben keine Zeitreisenden!

Hoffentlich haben wir einen James, der das große Ganze erfasst. Doch wir brauchen offensichtlich mehr.
Greta hat ein Problem erkannt, es ausgesprochen. Sie bekommt Unterstützung, direkte und von Menschenmassen, die mit ihr auf die Straße gehen. Es gibt weitere wie sie, die sich aktiv gegen den Klimawandel engagieren, Proteste organisieren und das Thema in die Öffentlichkeit bringen.

Offensichtlich reicht das nicht. Offensichtlich nehmen zu viele Greta und ihre Generation nicht ernst.

Wissenschaftler und zahlreiche Erwachsene haben sich den Protesten angeschlossen … Es gibt sogar Lösungsvorschläge …

Was muss noch passieren, damit die Menschheit endlich einsieht, dass es eine langfristige gute Lösung braucht?

Es gibt Bestrebungen, es gibt schlaue Köpfe, die sich Gedanken machen. Doch Politikern fällt es offenbar schwer über die nächste Wahl hinaus zu denken, oder?

Wir haben ein Klimaschutzprogramm 2030. Langfristig oder langsam? Sinnvoll? Problemlösend?

Eine kurze, aber eindrucksvolle Meinung äußert Luisa Neubauer in einem Interview im ZDF Morgenmagazin, wie dieser Ausschnitt im Tweet von Igor Levit zeigt:

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Mein Lesevergnügen und eine Beichte

Das Buch war grandios, fesselnd gut geschrieben. Ich habe die seiten im Urlaub verschlungen, doch dann einen großen Fehler gemacht …

Eigentlich erschien es mir sinnvoll, als ich mich dafür entschied ein anderes Buch in die Tasche zu packen, als wir nach draußen gingen, um dort eine Weile entspannt zu lesen … Am Abend vor dem Einschlafen hatte ich die geniale Idee, die letzten Kapitel des Zeitkurier übrig zu lassen. Ich wollte sie in Ruhe zu Hause lesen und mit einem frischen Leseeindruck darüber schreiben. Das habe ich jetzt endlich getan … Es kamen andere Bücher dazwischen … In Vergessenheit geriet es nie wirklich!

Ein abschließendes Zitat

Zitat aus Zeitkurier, Wesley Chu
Wir versuchen, die Blutung zu stillen, indem wir Löcher stopfen udn Pflaster drauf kleben. Ganz egal, was wir zun, es wird immer schlimmer. Jede Generation sieht nur das, was sie direkt vor der Nase hat, und denkt nicht an das Gesamtbild.
Zeitkurier, Wesley Chu

Das Buch wurde mir über das Bloggerportal von RandomHouse zur Verfügung gestellt. Link zur Verlagsseite mit Leseprobe

Zeitkuriery
Wesley Chu
übersetzt von Jürgen Langowski
Heyne, 2017
ISBN: 978-3-453-31733-8

Bücherschrank Septemberbuch 2019

Meerblick Cadzand, Niederlande
Meerblick Cadzand, Niederlande

Im August 2019 waren wir ein paar Tage am Meer. Es war das erste Mal, dass ich im Sommer im Urlaub war und tatsächlich auch das erste Mal für mich Urlaub in den Niederlanden. Mir scheint, es ist ein beliebtes Reiseziel von Bonn und Umgebung aus. Als wir mittags das Meer erreichten wurde mir auch klar warum. Es ist nicht weit.

Tatsächlich habe ich zwei öffentliche Bücherschränke in alten Telefonzellen entdeckt. Der eine stand neben einer kleinen Kirche in Zuidzande, in der sich inzwischen das Restaurant Céleste befindet …

Der zweite Bücherschrank stand auf einem Campingplatz in Cadzand.

Bücherschrank Cadzand, Niederlande
Bücherschrank Cadzand, Niederlande

Dort habe ich mein Septemberbuch gefunden. Obwohl sehr viele Deutsche dort waren, fanden sich nur wenige deutschsprachige Bücher im Schrank. als mir ein Buch von Nicholas Sparks in die Hände fiel, dachte ich: Das wäre die Gelegenheit mal einen Roman von ihm zu lesen. Ich hatte das Gefühl, ich sollte mal ein Buch von ihm gelesen haben.

Mit seinen insgesamt sechs Romanen, die ausnahmslos Bestsellerlisten eroberten und in 46 Ländern erschienen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt.

Umschlagtext, „Das Lächeln der Sterne“
Das Lächeln der Sterne ~ Nicholas Sparks
Das Lächeln der Sterne ~ Nicholas Sparks

Das Lächeln der Sterne

Amanda leidet nach acht Monate noch immer darunter, dass ihr Mann gestorben ist. Es fällt ihr schwer sich um ihre beiden Kinder und den Haushalt zu kümmern. Sie bekommt Unterstützung von ihrer Mutter, ihren Brüdern und deren Frauen. Es haben bereits mehrfache Gespräche stattgefunden, die sie aufrütteln sollten. Das ist die Ausgangssituation der Geschichte.

Ihre Mutter Adrienne erzählt ihr eine Geschichte aus ihrer eigenen Vergangenheit, eine Liebesgeschichte, die ihrer Tochter helfen soll. Diese Geschichte macht den größten Teil des Romans aus.

Mein Leseerlebnis

Schon oft habe ich mich gefragt, warum Menschen zu Büchern greifen, bei denen sie wissen, dass es tragisch endet oder entsprechende Filme gucken. Ich mag Happy Endings, ich mag es wenn Bücher mich glücklich machen.

Während ich also begann das Buch zu lesen, überlegte ich, auf welches Happy End wir zusteuern könnten. Kathi lachte mich aus. Vergiss es, sagte sie, du liest Nicholas Sparks. Es war bereits jemand gestorben, also könnte doch jetzt alles auf ein Happy End hinauslaufen, oder?

Irgendwie tut es das sogar, schließlich geht es der Tochter am Ende des Buches besser. Ich glaube, dieses Buch zeigt mir, wie traurige Geschichten funktionieren sollen. Sie sollen den Anstoß geben, das Leben weiter zu leben. Je nach Geschichten können hier unterschiedliche Prozesse bei den Lesenden ablaufen, die hinterher ein gutes Gefühl entstehen lassen.

Das kann funktionieren, innerhalb der Geschichte hat es das. Allerdings wäre auch genau das mein Kritikpunkt. Wenn Amanda tatsächlich eine Depression entwickelt hat, wird die persönliche Geschichte, die ihre Mutter ihr erzählt hat, ihr vielleicht einen Denkanstoß geben, aber die Depression selbst nicht auf wundersame Weise von jetzt auf gleich auflösen.

Habe ich das Buch gerne gelesen?

Nein. Es war für mich ein merkwürdiges Leseerlebnis. Als irritierend habe ich auch empfunden, dass ein Mann einen Liebesroman schreibt und dabei die Frauen und ihre Gefühle stark in den Vordergrund stellt, wohingegen die Männer im Hintergrund bleiben. Natürlich ist es aus der Sicht einer Frau geschrieben. Es wird auch deutlich, was die Männer in der Geschichte antreibt und dass bei ihnen ebenfalls Gefühle im Spiel sind.

Meine eigenen Gefühle bleiben unberührt. Mich erreicht weder Trauer, noch Romantik. Während des Lesens war ich vor allem eins: skeptisch. Skeptisch, wohin das alles führt. Skeptisch, was ich von der Entwicklung der Figuren halten sollte. Skeptisch, wie ich zu deren Ansichten stehe.

Nein, ich denke ich werde keine weiteren Bücher von Nicholas Sparks lesen. Ich denke, ich kann für mich Abhaken, einen viel gelesenen Autor gelesen zu haben, wobei dies eher selten ein Anspruch ist. Es war ein spontaner aufkeimender Gedanke und Kathi war zu Recht skeptisch, als ich ihr mein Septemberbuch präsentierte.

Lest ihr gerne traurige Bücher?

Erzählt mir gerne in den Kommentaren warum. Welches Buch sollte ich lesen, um es vielleicht doch noch nachvollziehen zu können?


Das Lächeln der Sterne
Nicholas Sparks
übersetzt von Susanne Höbel
Heyne, 2002
ISBN: 3 453 86495 6

Falling Ich kann dich nicht vergessen ~ Estelle Maskame

Falling Ich kann dich nicht vergessen ~ Estelle Maskame

Falling Ich kann dich nicht vergessen ~ Estelle Maskame

Die Hunter Zwillinge Dani und Jaden haben ein hartes Jahr hinter sich. Ihre Eltern sind bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen und die Bewohner der Kleinstadt wussten nicht, wie sie mit den Zwillingen umgehen sollten. Kenzie ist eine von ihnen. Während Dani eigentlich eine gute Freundin von ihr war und sie mit Jaden mehr als nur befreundet war, distanzierte auch sie sich von den beiden. Der Exfreund von Kenzie will sie unbedingt wieder haben, allerdings schlägt ihr Herz immer noch für Jaden Hunter. Langsam kommen die beiden sich wieder näher und reden wieder miteinander. Doch es gab einen Grund, warum Kenzie sich von den Hunter Zwillingen entfernt hat. Ob ihr das weiterhin im Weg steht?

In dem Buch geht es darum, einen Verlust zu erleben und zu verarbeiten. Wie man mit Trauer und wie man mit den trauernden Personen umgeht. Deutlich wird auch, dass jeder auf seine eigene Art und Weise trauert und dafür unterschiedlich viel Zeit benötigt. Freundschaften werden hier auf eine harte Probe gestellt. Wie weit reicht Loyalität in einer Freundschaft? Kenzie muss sich all diesen Dingen stellen. Ich fand all diese Themen gut aufgegriffen und in verschiedenen Perspektiven dargestellt.

Ich habe leider nichts dazu gefunden, ob es ein zweiten Band geben wird. Auf der einen Seite ist die Geschichte zu Ende, es wurde alles gesagt, was gesagt werden musste. Dennoch ist das Ende so, dass ich als Leserin gerne wissen möchte wie es den Menschen weiterhin ergeht. Was passiert jetzt? Allerdings könnte ein zweites Buch auch wieder alles kaputt machen, wie das eben häufig mit Folgebänden so ist.

Kathi 

Falling Ich kann dich nicht vergessen
Estelle Maskame
erschienen 2018 bei HEYNE
Originaltitel: Dare to Fall, 2017
übersetzt aus dem Englischen von Cornelia Röser
ISBN: 978-3-453-42276-6

Was sind Freiheit und Heldentum?

Der Drachenflüsterer - Die Feuer von Arknon ~ Boris Koch

Der Drachenflüsterer – Die Feuer von Arknon ~ Boris Koch

„Die Feuer von Arknon“ ist der vierte Band der Drachenflüsterer-Saga, ließe sich vielleicht auch ohne die ersten drei Teile lesen, würde ich aber nicht empfehlen. Während die ersten drei Bände nahtlos aufeinander folgen, ist zwischen dem dritten und vierten Band ein wenig Zeit vergangen. Noch eine Besonderheit gegenüber der Trilogie ist, dass eine neue Perspektive hinzukommt, die der Jungfrau Cathe. Auch wenn die Geschichte mit Cathe neu beginnt, geht es natürlich auch um den Drachenflüsterer Ben und seine Freunde, die sich nach wie vor für die Wahrheit über die Drachen einsetzen.

Heldentum und Opferbereitschaft

Für Jungen und Mädchen gibt es in der von Boris Koch geschaffenen Welt unterschiedliche ehrenhafte Lebensziele: Jungen streben danach dem Orden beizutreten und Drachenritter zu werden, Mädchen wollen als Jungfrauen dabei helfen die Drachen zu fangen.

Die Überzeugung ist, dass an Pfähle gefesselte Jungfrauen, die Drachen anziehen, um sie zu fressen. Je hübscher sie sind und je leidenschaftlicher sie schreien, desto effizientere Lockvögel sind sie. Während der Drache sich der Jungfrau in Not nähert, seinem Opfer, tritt der Ritter von hinten an ihn heran und befreit ihn heldenhaft von seinen Flügeln. Die Flügel sind Teil des Fluchs, der auf dem Drachen lastet …

Zweifel an diese Überzeugung sind Gotteslästerung und nicht zulässig.

Freiheit

Freiheit hat viele Bedeutungen und kann je nach Perspektive unterschiedlich gewertet werden.

Drachen sollen vom Fluch befreit werden, um anschließend den Drachenrittern zu dienen. Ben und seine Freunde befreien die Drachen, er gibt ihnen ihre Flügel zurück und somit auch ihre Persönlichkeit. Die kleine Gruppe Menschen wurde dadurch aber zu Geächteten, die per Steckbrief gesucht werden. Sie sind frei in ihrer Meinung, aber nicht frei, sich überall frei zu bewegen.

Die Menschen in den Städten und Dörfern sind nicht frei in ihrer Meinung über die Drachen, fühlen sich in ihrer Unwissenheit allerdings frei.

Eine Trilogie geht weiter

Tatsächlich hatte die Trilogie noch einige Fragen offen gelassen, insbesondere, wie ich in meinem letzten Beitrag schrieb, die Akzeptanz der Wahrheit über die Drachen. Umdenken benötigt Zeit und so ist das Problem auch nach dem vierten Band der Reihe nicht gelöst Vielleicht waren auch bereits mehr Bände geplant. In „Die Feuer von Arknon“ gibt es neben der neuen Perspektive der Jungfrau auch neue Ziele der Gruppe, eine spannende Quest, eingebettet in Legenden  und ein gefährliches Abenteuer. Dieses ist in sich abgeschlossen, während die Hauptgeschichte weiterhin Potential für weitere Bände hat.

Fazit

Die Drachenflüsterer Reihe ist eine tolle Fantasy-Reihe für Drachenfans. Sehr gut geeignet für jüngere Leser, die sich in ein großes Abenteuer stürzen möchten. Nachdem ich „Die Feuer von Arknon“ leider sehr lange habe liegen lassen, habe ich die Geschichte in zwei Tagen ausgelesen. Der Schreibstil liest sich wunderbar leicht und flott. Die Spannung ist angenehm, gut aushaltbar.


Das Buch wurde mir über das Bloggerportal von RandomHouse zur Verfügung gestellt.

Der Drachenflüsterer – Die Feuer von Arknon (Link zur Verlagsseite mit Leseprobe)
Boris Koch
heyne fliegt
ISBN: 978-3-453-27104-3

Was bleibt sind wir ~ Jill Santopolo

Was bleibt sind wir ~ Jill Santopolo

Was bleibt sind wir ~ Jill Santopolo

Alles fängt am 11. September 2001 an. Lucy und Gabe lernen sich in New York während der Ereignisse kennen. Während das Flugzeug ins World Trade Center stürzt, sitzen beide in der Uni. Die erste Information wird dort erst gar nicht richtig ernst genommen.

Die beiden haben verschiedene Ansichten auf die Welt und über das Leben. Doch an diesem Tag versprechen sie sich das beste aus ihrem Leben zu machen und das zu tun, was sie glücklich macht. Zwischen den beiden funkt es heftig und die Chemie stimmt von vorne bis hinten bei den beiden.

Das Buch spielt über Jahre hinweg. Lucy erzählt Gabe ihre gemeinsame Geschichte. Diesen Schreibstil fand ich erst ungewohnt, aber mit der Zeit konnte ich was damit anfangen und inzwischen kann ich mir das Buch nicht in einem anderen Schreibstil vorstellen.

Mit Lucy und Gabe ist das so eine Sache, zwar kreuzen sich ihre Wege immer wieder und beide versuchen glücklich zu sein und ihren Weg zu gehen. Im Buch geht es darum, immer wieder Entscheidungen zu treffen. Bewusst zu sagen, ich gehe diesen Weg. Dadurch das Lucy die Geschichte rückblickend erzählt, hinterfragt sie viele Entscheidungen. „Was wäre wenn…?“ ist eine häufige Frage, eine Frage, die Lucy quält, wäre dann alles anders gekommen?

Das Buch hat mich zum nachdenken gebracht. Inwieweit unsere Entscheidungen nicht nur uns selbst sondern auch das Leben anderer Menschen beeinflusst. Die Frage, ob es Schicksal ist, dass Lucy und Gabe sich immer wieder treffen. Was mich viel beschäftigt ist, dass wir Menschen nicht unendlich viel Zeit haben, um Dinge zu tun, die uns glücklich machen. Wir tun Dinge aus Bequemlichkeit und ich glaube, das ist es, was Lucy in dem Buch klar wird. Sie wollte immer das tun, was sie glücklich macht, hat dann aber immer wieder das für sich das gewählt, was gut für sie ist, aber nicht die komplette Erfüllung von Glück bedeutet, die sie hätte haben können. Manchmal lohnt es sich dann doch für Dinge zu kämpfen, auch wenn es nicht der leichte Weg ist.

Das Buch ist sehr schön geschrieben, sehr emotional und traurig. Als ich damals die Leseprobe gelesen habe, hatte ich nicht damit gerechnet, dass sich das Buch in diese Richtung entwickelt.

Kathi 

Was bleibt sind wir
Jill Santopolo
erschienen 2018 im Heyne Verlag
Originaltitel: The Light We Lost, 2017
übersetzt aus dem Englischen von Carola Fischer
ISBN: 978-3-453-42215-5