Eine Reihe viele Autor*innen

Perry Rhodan Mission Sol , Ins Herz der Finsternis ~ Ben Calvin Hary
Perry Rhodan Mission Sol , Ins Herz der Finsternis ~ Ben Calvin Hary

Es hat zahlreiche Vorteile, wenn ein Autorenteam an einer Geschichte arbeitet. Sie wird vielseitig, abwechslungsreich und wir Lesenden erhalten schneller mehr Lesestoff.
Doch ein Autorenteam bedeutet auch unterschiedliche Schwerpunkte, verschiedene Erzählstile. So ist vielleicht für jeden was dabei, allerdings auch immer wieder mal eine Geschichte, die weniger gefällt, nicht bloss aufgrund der Handlung, sondern eben auch wegen der Erzählweise …

Auf Twitter habe ich hierzu eine kleine interessante Diskussion angestoßen:

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Mission Sol Heft 9

Der Weltuntergang begann mit einem Blitz.

Perry Rhodan Mission Sol 9, Ben Calvin Hary

Der erste Satz im Heftroman ließ mich das Heft beinahe auf Seite legen …
Ein paar Informationen, dann sprangen wir drei Stunden zurück und knüpften an die Ereignisse aus dem letzten Heftroman an.

Zeitschleife

Eine Technik, die mir bei Perry Rhodan nicht zum ersten Mal begegnet, aber eine, die für mich selten funktioniert.

Bei NCIS wird sie geschickt eingesetzt. Wir sehen eine dramatische Szene, dann springen wir zurück – ja, ich stöhne genervt auf, werde aber schnell von der Spannung erfasst – und erfahren wie es zu jener Situation kam. Die Zeitlinie wird eingeholt und dann geht es weiter zur Auflösung des Falles.

Ben Calvin Harry ist leider es nicht gelungen, für mich Spannung aufzubauen. Den Effekt als Aprilscherz zu nutzen hat es nicht besser gemacht, nein, kein großer Spoiler, da gab es keinen Überraschungseffekt.

Ich musste mich zwingen mich zu konzentrieren, hatte das Gefühl, dass hatten wir doch schon alles gehabt und suchte nach neuen Elementen der Geschichte, bis wir die Zeitschleife beenden.

Wendepunkt der Miniserie

Die weitere Handlung macht dieses Heft zu einem Zentralen der Miniserie. Das alte Raumschiff, die SOL besteht aktuell aus drei Teilen, die unabhängig voneinander funktionieren und besetzt sind. Es wird langsam Zeit diese drei Teile wieder zu vereinen …

Ob es bereits in diesen Heft gelingt? Immerhin befindet sich der Mittelteil in einer äußerst schwierigen Lage. Eine Befreiung der Menschen an Board käme quasi einer Zeitreise gleich.

Schönes Detail

Es ist nur eine kleine Szene, aber sie hat mir gut gefallen. Ben Calvin Hary verwendet das Bild des Ariadne Faden. Ich mag Anspielungen auf Mythen oder antike Geschichten. Hierzu hatte ich vor einiger Zeit ein schönes Kinderbuch gelesen.

Und am Ende?

… war ich gespannt auf Heft 10 und ich kann euch jetzt schon verraten, dass es mir sehr gut gefallen hat, denn es ist bereits gelesen.


Reihenübersicht

  1. Mission Sol – Das Raumschiffgrab ~ Kai Hirdt
  2. Mission Sol – Die Althanos-Verschwörung ~ Bernd Perplies
  3. Mission Sol – Gefährlicher Pakt ~ Dietmar Schmidt
  4. Mission Sol – Welt des ewigen Todes ~ Ben Calvin Hary
  5. Mission Sol – Strafkolonie der Ksuni ~ Olaf Brill
  6. Mission Sol – Das Orakel von Takess ~ Hermann Ritter
  7. Mission Sol – Eine kosmische Bestimmung ~ Marc A. Herren
  8. Mission Sol – Krise auf Evolux ~ Bernd Perplies
  9. Mission Sol – Ins Herz der Finsternis ~ Ben Calvin Hary

Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Miniserie – Mission Sol (9 von 12)
Ben Calvin Hary
Pabel-Moewig Verlag
ISBN 9783845353340

Auf einem Planeten landen

Perry Rhodan Mission Sol, Strafkolonie der Ksuni ~ Olaf Brill

Während in den fünften Heftroman der Perry Rhodan Miniserie Mission Sol las, kam mir nach wenigen Seiten eine Frage. Diese Frage ist nicht zentral für den Roman selbst, eher eine zentrale Frage der Science Fiction Literatur und streng genommen ist es auch nicht eine einzelne Frage.

Es geht um den Moment, wenn ein Raumschiff zum ersten Mal auf einem fremden Planeten landet.

Wie genau soll das eigentlich funktionieren? Vor allem wenn sie zunächst Funkkontakt aufnehmen wollen?

Da ist eine fremde Welt, die eine eigene Technologie nutzt.
Dann ist da nicht nur ein Ort, es ist ein ganzer Planet.
Wenn der Captain sagt, wir landen. Was er meint er dann, wo er landen will? Wie nimmt er mit der richtigen Stelle Kontakt auf?
Sprechen sie eine gemeinsame Sprache?

Im Perryversum gibt es dafür eine wundervolle Technologie, einen Translator. In der konkreten Geschichte haben sie auch einen dabei, der die Sprache des Planeten spricht.

Geschichten in denen Perry Rhodan und seine Crew, oder diese ohne ihn, neue Welten entdecken mag ich übrigens besonders gerne, wenn sie gut erzählt sind.

Wo soll das Raumschiff auf dem Planeten landen? Auch auf diese Frage gibt der Roman eine sehr treffende Antwort: Direkt vor dem Herrscherpalast. Offen bleibt für mich dabei, ob der gesamte Planet nur eine Regierung hat, vielleicht weil es sich um einen kleinen Planeten handelt. Wenn ich so darüber nachdenke ist genau dieser Punkt einer, der oft offen gelassen wird.

Wie seht ihr das? Welche anderen Planetenlandungen und Kontaktaufnahmen fallen euch ein?

Lesevergnügen

Nachdem mir der vierte Band der Reihe so gar nicht gefallen hatte, setzte ich meine Hoffnungen auf Olaf Brill. Er hat mich nicht enttäuscht. Ich will nicht sagen, dass ich begeistert bin, wäre ich vielleicht, wenn ich weniger skeptisch und lustlos an das Heft herangegangen wäre.

Es ist ein ordentlich geschriebener Roman, dem ich gut folgen konnte. Bei einer Szene kamen mir (ich weiß völlig unpassend) immer wieder kurz Bilder eines Quidditch-Spiels, intergalaktisch ohne Besen versteht sich. Es gab auch kurze emotionale Momente.

Das Ende ist interessant, sehr passend für diesen Roman und ich bin neugierig wie es weiter geht. Das Cover zu „Das Orakel von Tarkess“ sieht vielversprechend aus, der Autor Hermann Ritter ist mir bisher noch unbekannt.

Reihenübersicht

  1. Mission Sol – Das Raumschiffgrab ~ Kai Hirdt
  2. Mission Sol – Die Althanos-Verschwörung ~ Bernd Perplies
  3. Mission Sol – Gefährlicher Pakt ~ Dietmar Schmidt
  4. Mission Sol – Welt des ewigen Todes ~ Ben Calvin Hary
  5. Mission Sol – Strafkolonie der Ksuni ~ Olaf Brill

Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Miniserie – Mission Sol (5 von 12)
Olaf Brill
Pabel-Moewig Verlag
ISBN 9783845353302

Die Weiten des Perryversums entdecken

Perry Rhdan Mission Sol -Welt des ewigen Todes ~ Ben Calvin Hary
Perry Rhdan Mission Sol -Welt des ewigen Todes ~ Ben Calvin Hary

Es ist praktisch, dass Perrys Begleiter sich zum ersten Mal im Weltraum aufhalten und die Geheimnisse des Universums entdecken. Bisher lebten sie so abgeschottet auf ihrer Welt, dass sie ebenso unwissend wie die Neuleser in dieses Abenteuer geraten. So braucht es für die Abenteurer die ein oder andere Erklärung über die auch ich mich theoretisch freue.

Kosmokraten sind die äußerste Schicht einer Zwiebel, im Kern steckt das primitive Chaos umgekehrt wäre es mir logischer erschienen. Auf jeden Fall sind diese Kosmokraten die höchste Entwicklungsstufe an Intelligenz und werden auch als höhere Mächte bezeichnet. Diese als Götter zu bezeichnen, ist ein Denkfehler, der wohl Neulingen oft unterläuft.

Die Hohen Mächte mögen gottgleich scheinen, doch sind sie es nicht. Um ihren Widerstreit in unserem Universum auszufechten, sind sie auf Hilfsvölker angewiesen.

Perry Rhodan Mission Sol 4, Seite 14

Was sie von Göttern unterscheidet, erschließt sich mir an dieser Stelle leider nicht. Stattdessen drängt sich mir der Vergleich mit Menschen auf, die im Namen einer Gottheit Kriege führen. Das wären doch wunderbare Hilfsvölker, oder nicht? Ich denke, ich bin doch noch ein Neuling im Perryversum.

Monster, Aliens, Gegner

Perry Rhodan ist ein Dickschädel, wenn er sich was in den Kopf gesetzt hat, zieht er es durch. Diesmal hat er sich in den Kopf gesetzt, etwas herauszufinden, wofür er einen Planeten betreten muss, auf dem er offensichtlich nicht willkommen ist. Nachdem ihn Gespräche nicht weiter bringen, landet er trotzdem mit einer Raumfähre.

Das führt dazu, dass er kämpfen muss, zusammen mit seinen unerfahrenen menschlichen Begleitern. Wir kämpfen also gegen sesselartige Monster, sie werden tatsächlich so beschrieben und als Sesselkraken bezeichnet, und gegen Wesen, die es eigentlich nicht mehr geben dürfte.

Ich glaube, dass die Szenen dem ein oder anderen Spaß machen, für mich sind sie unglaublich anstrengend zu lesen. Hier könnte eine Portion des Humors, den ich von Ben Calvin Hary erwartet hatte stecken, leider entzieht dieser sich meiner Wahrnehmung. Kampfszenen sind einfach nicht meins, erfordern unglaublich viel Konzentration, dem Geschehen zu folgen und ich muss mich zwingen die Seiten nicht zu überblättern. Mir wird es bei diesen Szenen besonders schwer gemacht indem eine Figur Meyun und eine andere Meygon heißt. Warum musste das sein, frage ich mich? Ich fürchte Meygon ist bereits vorher schon aufgetaucht und ich habe es erst jetzt bemerkt. Er ist übrigens männlich, während Mahlia Meygon eine Frau ist, die wir bereits zu beginn des ersten Bandes kennen gelernt haben.

Welt des ewigen Todes

Natürlich gilt es auch in dieser Geschichte Geheimnisse aufzudecken. Es kommt ein kurzer Moment bei mir auf, an dem ich denke, wir haben die Kämpfe hinter und, jetzt wird es spannend. Es wurde absurd. Ich kann der Idee der Geschichte einfach nicht folgen und die anschließende Handlung stellt sich für mich als völlig sinnlos heraus.

Ich sage es wirklich ungern, denn ich hatte mich auf das Heft sehr gefreut: Ich bin enttäuscht. Ich hatte keinen Spaß beim Lesen des Heftes und habe entsprechend sehr lange dafür gebraucht. Ich habe das Gefühl, nicht richtig verstanden zu haben, was da passiert ist, auch wenn ich am Anfang des Heftromanes noch das Gefühl hatte, hier werden Erstleser abgeholt. Irgendwo bin ich verloren gegangen und ich habe mich echt angestrengt, konzentriert dabei zu bleiben.

Ich hoffe auf den fünften Teil, der von Olaf Brill stammt. Olaf Brill hat es bereits bei der Miniserie Olymp geschafft, mir die Geschichte zu liefern, die ich damals lesen wollte.

Reihenübersicht

  1. Mission Sol – Das Raumschiffgrab ~ Kai Hirdt
  2. Mission Sol – Die Althanos-Verschwörung ~ Bernd Perplies
  3. Mission Sol – Gefährlicher Pakt ~ Dietmar Schmidt
  4. Mission Sol – Welt des ewigen Todes ~ Ben Calvin Hary

Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Miniserie – Mission Sol (4 von 12)
Ben Calvin Hary
Pabel-Moewig Verlag
ISBN 9783845353296

Olymp – ein Planet im Wandel

Perry Rhodan Olymp 11 - Flotte der Robotraumer - Michael Marcus Thurner

Perry Rhodan Olymp 11 – Flotte der Robotraumer – Michael Marcus Thurner

Das Finale zur Olymp-Reihe steht bevor und es wird Zeit für ein paar Veränderungen!

Perry Rhodan

Die Story kam wunderbar ohne den Hauptstar der Heftroman-Serie aus. Hatte er einen guten Auftritt zu Beginn, geriet er in Gefangenschaft und überließ anderen Figuren das Handlungsfeld. Das hat mir wirklich gut gefallen. Es war nicht nett, dass der arme Kerl leiden musste, nein, aber Perry Rhodan ohne Perry, war sehr lesenswert. Nun kurz vor Schluss, wird es Zeit, dass er zurück kommt. Schließlich ist die Miniserie losgelöst von der Hauptserie ein Nebenhandlungsstrang, aber das Leben im Perryversum geht weiter, genau, mit dem ollen Perry.

Das erste Kapitel las sich sehr unterhaltsam, danach langweilten mich die Ereignisse auf Adarem leider ein wenig. Die Geschichte rund um den Roboter Netming-3 dagegen faszinierte mich. Ich kann euch nicht zu viel verraten, aber es steckt sehr viel Ethik in diesen doch auch unterhaltsam geschriebenen Szenen. Wofür dürfen Roboter eingesetzt werden und wie viel Persönlichkeit hat so eine weiter entwickelte KI der Zukunft? Kann künstliche Intelligenz sich selbst weiter entwickeln? Lernende Roboter mit Persönlichkeit? Ich mag solche Szenarien, insbesondere wenn sie so dezent angedeutet sind ohne mit der Moralkeule oder einem Horrorszenario daher kommen. Sehr gut umgesetzt!

Netming-3 war keine Maschine. Er besaß Individualität. Er hatte sich über die Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt.

Talin Buff

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war der großartige Auftritt des kleinen Rospaners. Zu Beginn war er noch der kleine Waise, der dem Kaiser durch Pflichtgefühl verbunden ist. Dann kam die Begegnung mit Gucky und jetzt im elften Band wächst der Kleine über sich hinaus und nimmt die Dinge in die Hand! Er hat einen guten Weg gefunden, mit seinem inneren Konflikt umzugehen. Ich bin sehr gespannt, welche Rolle er noch im letzten Band spielen wird.

Gucky hatte ihm gezeigt, wie das Leben noch ablaufen konnte: geprägt von Respekt und Würde. In einem Umfeld, in dem Freundschaft geschätzt wurde und in dem ein Lächeln mehr zählte als Macht oder Einfluss.

Olymp

Neben der Aktion Perry Rhodan wieder  in die Handlung zurückkehren zu lassen, kommt es zu einer absurden Raumschlacht, deren Hintergrundidee ich wirklich interessant finde. Die Schlacht selbst habe ich mal wieder ungern gelesen, aber dafür kann der Autor nichts! Sie ist relativ kurz, alles prima. Gravierende Änderungen stehen auf Olymp an. Die dortigen Machtverhältnisse sind ein wichtiger Teil der Gesamthandlung und in diesem Band wurden interessante Vorbereitungen der entsprechenden Handlungsfäden getroffen, die ein spannendes Finale auf Olymp versprechen. Was mich sehr glücklich gemacht hat, war ein Wiedersehen mit Piri Harper im vorletzten Kapitel! Hatte ich sie doch im letzten Band ihres Schöpfers Dennis Mathiak sehr vermisst. Mit ihr gemeinsam werfen wir nochmal einen Blick auf Olymp und die Geschehnisse dort, bevor wir noch einmal zu Perry Rhodan zurück kehren, einige sehr brisante Informationen bekommen und mit einem fiesen Cliffhanger auf den letzten Band warten müssen …

Fazit

Ich freue mich auf den letzten Band der Olymp-Reihe und bin nach dem fiesen Cliff-Hanger gespannt auf die Auflösung. Ob das Rätsel um die kleine geheimnisvolle Box noch gelöst wird, oder war sie lediglich Dekoration auf den rot-grünen Coverbildern?

Sehr gerne gelesen habe ich diesmal das Lesermagazin mit den Anekdoten der beteiligten Autoren und Autorinnen, Dennis Mathiak, Madeleine Puljic, Dietmar Schmidt, Michael Marcus Thurner und Olaf Brill. Susan Schwartz wird ihr eigenes Abschlussfazit als Verantwortliche für die gesamte Story im Lesermagazin des letzten Bandes abgeben. Nächste Woche ist es so weit, dann endet die Olymp-Serie.


Der Heftroman wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan Olymp (11) Flotte der Robotraumer
Michael Marcus Thurner
Pabel-Moewig Verlag
ISBN/EAN: 9783845352626

Showdown in Andromeda mit Mirona Thetin

Mit Perry Rhodan NEO 170 endet die Mirona-Staffel. Die Blues warten bereits …

Perry Rhodan NEO 170 Abschied von Andromeda - Rüdiger Schäfer

Perry Rhodan NEO 170 Abschied von Andromeda – Rüdiger Schäfer

Beziehungen zwischen Unsterblichen

Was genau läuft da zwischen Atlan und Mirona Thetin? Wir erfahren endlich mehr darüber …

Spannend ist auch die erneute Begegnung zwischen Perry Rhodan und dem Paar, seinem alten Freund Atlan und Faktor 1, die für so vieles in Andromeda verantwortlich ist. Auf der Metaebene läuft das Schachspiel zwischen den Entitäten ANDROS und ES. Welche Rolle spielen die Menschen und Mirona Thetin in diesem Spiel?

Raumschlacht und Philosophie

Es kommt zu Beginn zu einer Raumschlacht, die mir nicht gefällt. Auch dem Pazifisten Perry Rhodan gefällt es nicht. Die Szenen nach dem Kampf enthalten ein paar philosophische Gedanken über Krieg, Frieden und Waffen.

Doch der eigentliche Showdown ist dies noch nicht, der hat es tatsächlich in sich. Auf der Handlungsebene und der philosophischen Ebene hat mir das Finale sehr gut gefallen.

Zwei philosophische Zitate als Beispiel, beide stammen aus der faszinierenden Szene mit John Marshall (s.u.)

Die Neugier ist von jeher der Treibstoff der Evolution. Nur wer Grenzen nicht akzeptiert, kann sie überschreiten. Aber alles, was der Verstand erfassen kann, ist endlich.

Ich würde euch gerne verraten, wer ihm diese Weisheiten sagt, aber das würde dem treuen Perry-Leser die Überraschung nehmen.

Wir sind bereit, jedes Märchen zu glauben, sofern es unserer lächerlichen Existenz wenigstens eine Andeutung von Sinn verleiht.

Na, inspiriert das zum Nachdenken?

Mysterium

Was mir an „Abschied von Andromeda“ besonders gut gefallen hat, sind die Geheimnisse, die es in unserem Einsteinuniversum zu entdecken gibt.

Da wären zum einen die Mutanten und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten.

Er wusste, dass man ihn dort (am Lakeside Institute) hinter seinem Rücken John Rock genannt hatte, weil er angeblich niemals seine unerschütterliche Ruhe verlor und wie ein Fels in der Brandung jedem Sturm trotzte.

Mit John Marshall erleben wir etwas Unglaubliches, tauchen dabei in seine Erinnerungen ein und erfahren wie wichtig, seine Arbeit auf der Erde mit den anderen Mutanten war. Es ist bekanntlich schwer „anders“ zu sein. Mutanten sind anders, erfahren dadurch Angst und Hass durch Andere. Doch nicht nur die anderen Menschen bereiten denjenigen mit Parafähigkeiten Probleme, auch mit der Fähigkeiten selbst

war es ein ewiger Kampf gegen die eigene Psyche. Manche hatten ihn verloren.

Dann wäre da das Rätsel um das Creaversum.

Das Universum schert sich nicht darum, wie wir es mit unseren beschränkten Sinnen erfassen.

Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Einsteinuniversum und Creaversum sind komplex und verwirrend, nicht nur für die Leser, auch für alle anderen, abgesehen von Eric Leyden und Icho Tolot. Ich kann mir vorstellen, wie viel Freude Rüdiger Schäfer mit dem Aushecken der physikalischen Details hatte, die er seinen Figuren und Lesern vorlegt.

Eine Szene zwischen Rhodan und Reginald Bull über Leyden, den sie im Grunde beide sehr schätzen:

Rhodan lächelte. „Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige Menschen vollenden sie. Das hat Leonard da Vinci mal gesagt. “

„Der hat gut reden. Er hat Leyden nicht gekannt.“

„Ich glaube, wir sind uns einig, dass wir beides brauchen: Genies und fleißige Arbeiter.“

Und genau das gibt es auf der MAGELLAN, eine wunderbare Mischung aus Genies, Mutanten mit ihren außergewöhnlichen Gaben und fleißige Menschen, die aber auch ihre ganz eigenen Charaktereigenschaften mitbringen. So taucht in dieser Geschichte beispielsweise wieder Atila Ardal auf, den wir aus der Spinnen-Geschichte (NEO 150) bereits kennen.

Die Auflösung zu diesem Rätsel hat mich gleichermaßen überrascht und beeindruckt.

Fazit

Abgesehen vom ersten amüsanten Einstieg zwischen Atlan und Mirona las sich der Anfang dieses Heftromans für mich ein wenig zäh. Doch dann kamen Antworten auf die Geheimnisse der Mirona-Staffel. Die Auflösung hat mir gut gefallen. Der Abschied am Ende war hart …

Ich bin sehr gespannt, wohin uns die Reise nun führt und was uns bei „Die Blues“ erwarten wird.


Das E-Book wurde mir von der Perry Rhodan Redaktion zur Verfügung gestellt.

Perry Rhodan NEO 170 – Abschied von Andromeda
Rüdiger Schäfer
ISBN: 9783845348704
Pabel Moewig Verlag KG, PERRY RHODAN digital