Meine Woche KW42 in 2020

Notebook mit dem geöffnetem "Buch und Bühne" Podcast, davor Mikrofon und Köpfhörer, an der Seite liegen Smartpho
ne und 2 E-Reader

Es war eine abwechslungsreiche Woche und ich genieße es, mich in den Herbstferien auf meine Projekte konzentrieren zu können. Ich bin auch sehr zufrieden mit dem, was ich erreicht habe. Mein persönliches Highlight, war tatsächlich, einmal selbst zu Gast in einem Podcast zu sein.

Ein Tag Auszeit

Meine Tochter hatte Geburtstag und wir haben eine intensive Familienzeit genossen, herrlich, hat gut getan, denn im Moment liegt einfach unheimlich viel an. Große Chancen, aber auch ein wenig stressig.

Intensivtag

Mittwoch war der einzige Tag in den Herbstferien, den ich nahezu komplett für meine Projekte habe, Donnerstag und Freitag habe ich nicht einmal „Urlaub“, sondern zwischen 8 und 9 Uhr Bereitschaft, um spontan in eine Vertretung zu gehen. Letztendlich durfte ich dann zu Hause bleiben und habe viel geschafft.

Mittwoch Morgen um 5 habe ich mich an den Schreibtisch gesetzt und plötzlich war 18:20 Uhr. Uff war ich müde. Ja, ich habe verschiedenes gemacht und bin wirklich glücklich mit dem was ich geschafft habe.

Meine Pause habe ich mit einem Fakriro-Live-Stream verbracht und dabei getwittert. Hätte ich ihn einfach nur geschaut und mich berieseln lassen, wäre es vielleicht eine Pause gewesen …

Mittags habe ich am Schreibtisch gegessen … auch nicht vernünftig.

Nicht zum Nachmachen zu empfehlen, auch wenn unterm Strich das Ergebnis stimmt, ich war verdammt erschöpft. Abends habe ich dann einen schlechten Film gesehen …

Das ist dann wohl diese Work-Live-Balance 😉 Ich arbeite bewusster daran, versprochen. Bisher lief es doch ganz gut, mit dem Jonglieren meiner Projekte. Am Donnerstag lief dann schon alles anders. Leider auch der Einstieg in den Tag, habe mich stärker ablenken lassen.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

KometsZeitreiseProjekt

Es ist weg! Ich freue mich auf das Testlesefeedback und es tut gut, ein wenig Abstand zu gewinnen. Die ersten Kinder konnte ich als Testleserinnen gewinnen, darauf bin ich natürlich besonders gespannt. Ich suche noch Kinder im Alter von 9 oder 10 Jahren, die Lust hätten das Buch kritisch zu lesen und mir Feedback zu geben.

Lehrauftrag

Ein Meilenstein ist für das Blockseminar ist erreicht. Ich bin mit der Literatur durch, eventuell suche ich mir noch Quellen zur Vertiefung … Aber jetzt geht es an die Detailplanung, Zeitmanagment klappt bisher gut, war ja meine große Sorge, ob ich das überhaupt schaffen kann. Die Herausforderung wird sein, die Planung parallel für ein virtuelles und ein Präsenzseminar zu gestalten.

Buchmesse

Überall ist was los, das Programm der Frankfurter Buchmesse ist mir dann aber doch etwas zu unübersichtlich gestaltet, um mich zu orientieren. Hin und wieder habe ich mir Streams, Videos oder Stände angesehen, mich aber hauptsächlich auf die Fakriro-Online konzentriert, hier ist alles wunderbar übersichtlich.

Das Schöne an der Onlinevariante der Frankfurter Buchmesse ist, dass nicht nur bei der Fakriro Online, sondern auch bei anderen, vieles z.B. auf YouTube einfach noch länger zu sehen ist. Stöbert mal auf Social Media, was euch interessiert.

Podcast Aufzeichnung – Mein Highlight der Woche

Es war eine relativ spontane Idee, was gut war, denn so blieb mir nicht so viel Zeit für Panik. Als Gast in einem Podcast sollte ich frei und entspannt plaudern. Oh, je. Horrorszenario: Ich rede einfach immer weiter und verliere den Bezug zur Frage oder ich verhasple mich direkt ….

Während der Aufzeichnung war ich dann doch ganz entspann. Mit Patricia und Sebastian Foik hatte ich viel Spaß zusammen. Viel geredet habe ich auf jeden Fall, den Bezug zu den Fragen hoffentlich nicht völlig verloren. Es geht um die Buchmesse, KometsZeitreiseprojekt, KometGoesSystemisch, Bloggen und um Zeitreisen. Hört mal rein in Folge 10 des Buch und Bühne Podcast. (Link zum Podcast auf Anchor)

KontaktTagebuch

Die Zahlen steigen … die Maßnahmen werden verschärft, schrieb ich nicht letzte Woche noch, ich habe da so ein Gefühl, Aberglaube entsteht, wenn Ereignisse zufällig aufeinander treffen. Bitte keine neue Krise nächstes Jahr im März, würde Krisen ungern abergläubisch an die Geburtstage meiner Kinder koppeln.

Jedenfall habe ich inspieriert von Jenni Works ein KontaktTagebuch für Trello erstellt.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Im Grunde ist es ganz simpel:

  • Eine Liste pro Woche, die können dann nach und nach archiviert werden
  • Pro Tag eine Karte, in Beschreibung Besonderheiten des Tages
  • Liste 1 unterwegs
    • pro Punkt Uhrzeit + Ort, z.B. Supermarkt 11:20-11:40 Uhr
  • Liste 2 – X für jedes Kontaktereignis, z.B. Treffen
    • Titel: Was, Wo, Wann
    • Kontaktpersonen als Listenpunkte

Tatsächlich ist es mir direkt passiert, dass ich die Busfahrt vom Vortag vergessen habe. Ich habe das Auto in die Wekstatt gebracht. Auf dem Hinweg bin ich kontaktfrei mit dem Auto gefahren, zurück mit dem Bus. Würdest du mich nächste Woche fragen, würde ich spontan antworten, ich war in den Herbstferien die ganze Zeit zu Hause, vielleicht mal einkaufen, ist also sinnvoll, es mal aufzuschreiben.

Nach den Herbstferien geht – wie es bis jetzt aussieht – die Schule wieder los, da werde ich mit nur notieren „Schule“ – Stundenplan und Klassenbuch dokumentiert die Kontakte vor Ort. Gab es Außergewöhnliches werde ich es mir notieren.

Grundsätzlich vermeide ich seit März persönliche Kontakte und wäge persönliche Begegnungen ab. Das erscheint mir das sinnvollste Vorgehen gegen die Pandemie zu sein, auch wenn es manchmal schwer fällt! Und natürlich Hände waschen, Alltagsmaske tragen und lüften.

Habt ein schönes Wochenende!

Meine Woche KW41 in 2020

eBook "Herz des Winters" von Madeleine Puljic und Schleich Figuren: Löwe, Giraffe, Elefant und Zebra als Symbol für die Toolsafari

Es war eine anstrengende Woche und ich bin sehr glücklich, dass nun Ferien sind. Ich bin besonders glücklich, dass wir die Zeit zwischen Sommerferien und Herbstferien gut überstanden haben. Es hat mich positiv überrascht und ich denke, in Anbetracht der Zahlen, haben wir bisher großes Glück gehabt. Wie es nach den Ferien weiter geht, bleibt spannend. Mich beschleicht ein merkwürdiges Gefühl. Den ersten Lockdown gab es pünktlich zum Geburtstag meiner ersten Tochter … nun steht der Geburtstag meiner zweiten Tochter an, während sich die Lage erneut verschlechtert …

Auszeiten nehmen

Die Erschöpfung war groß, weil ich zum einen viel gemacht habe, zum anderen war es aber auch eine emotionale Erschöpfung. Auch wenn viel auf der ToDoListe stand, habe ich Freitag Nachmittag für mich die Stopp-Taste gedrückt, die Liste Liste sein lassen und mich aufs Sofa verkrümelt und gelesen. Der Plan, dort zu bleiben, bis „Herz des Winters“ von Madeleine Puljic ausgelesen ist, ging nicht ganz auf, das macht aber auch nichts. Entscheidend ist: es hat mir verdammt gut getan. Ausgelesen habe ich das Buch trotzdem und es ist wunderbare High-Fantasy, über die ich euch nächste Woche mehr erzähle. Abends war ich dann nochmal fleißig.

Achtet auf euch selbst, irgendwas ist immer noch zu erledigen, aber deine Energie ist endlich. Wie kannst du deine Akkus am besten wieder aufladen?

KometsZeitreiseProjekt

Die ausgedruckte Fassung ist fertig kommentiert, die Anmerkungen müssen nur noch übertragen werden … Diese Woche wurde die morgendliche Schreibzeit, zur Lesezeit von psychologischer Fachliteratur, für meinen Lerhauftrag.

Lehre vorbereiten

Ich habe eine großartige Kollegin, mit der ich diese Woche das anstehende Semester durchgesprochen habe. Der Plan steht, der Literaturberg ist fast bereit. Eine Sache recherchiere ich gerade nach und muss aufpassen, mich nicht in der spannenden Literatur zu verlieren. Eine weitere coole Sache muss ich noch planen und absprechen. Drückt mir mal die Daumen, dass es klappt. Nicht mehr lange, dann geht es los und es wird Zeit, dass ich mich bereit fühle.

Dem anderen Lehrauftrag habe ich mich derzeit intensiver gewidmet, da ich hier auf mich gestellt bin und das Konzept entwickeln muss. Auch hier ist die Literatur gerade sehr spannend und ich werde nervös, weil die Zeit gnadenlos voranschreitet.

Zum Glück stehen jetzt die Herbstferien an, in denen ich bis auf zwei Tage Urlaub habe. Der Fokus liegt nun ganz klar auf Familienzeit und Psychologie. Na gut, vielleicht wäre da auch noch einiges im Bereich Bloggen und Storytelling und diverse Kleinigkeiten auf der Liste …

Fakriro Online

Eine Sache wird mich noch ablenken und das ist die virtuelle Buchmesse Fakriro Online, parallel zur und über die Frankfurter Buchmesse hinaus. Am Sonntag um 14 Uhr geht es live los. Parallel, aber durchaus unabhängig diesmal, habe ich die Neuauflage meiner Interviewreihe FakiroTalk gestartet. Die ersten Gespräche an virtuellen Messeständen ist mit April Wynter und Tobias Schiller diese Woche online gegangen. Weitere befinden sich in Vorbereitung. Das Schlimme an dieser Interviewreihe ist, die Entdeckung neuer toller Bücher, während ich gerade kaum Zeit zum Lesen finde.

ToolSafari

Am Donnerstag war ich auf einer richtig tollen Veranstaltung von Netz and Work. Falls ihr dieses großartige Team noch nicht kennt, folgt ihnen unbedingt auf ihren Social Media Kanälen, sie stellen wunderbare Veranstaltungen, wie die BarCamp Night oder diese ToolSafari auf die Beine.

Ich hatte einen wirklich miesen Tag und ging glücklich ins Bett, weil ich eine inspirierende und spaßige virtuelle Zeit hatte. Drei Sessions von jeweils 20 Minuten, in denen Tools vorgestellt wurden, dazwischen kurzes Zusammenkommen und am Ende eine richtig tolle Abschlussrunde, in der Marc tapfer während unseres Gelächters weiter geredet hat.

Bei der Toolsafari geht es darum, zu zeigen, dass Tool ist cool und wofür es konkret genutzt wird. Es geht nicht um lange Erklärungen oder praktische Einführungen. Einfach um Inspiration und Möglichkeiten. Richtig cool wird es, wenn wir in den Austausch kommen, was noch mit dem Tool möglich ist.

Virtuelles Brainstorming Tool – IdeaClouds

Ein tolles Tool für virtuelle Workshops hat uns Matthias Ehinger präsentiert: Idea Clouds. Es ist ein bisschen wir Mural oder Miro, konzentriert sich aber auf das Wesentliche und die Usabiliy. Auch auf Datenschutz wurde in der Entwicklung großen Wert gelegt. Mir gefällt es sehr gut und ich werde es für mich testen. Vielleicht kann ich es in die virtuelle Lehre einbauen.

IdeaClouds basiert auf jahrelanger Forschung im Fachbereich Informatik zu Kreativitätsunterstützung, Kreativitätstechniken und Kollaboration. Schaut euch dieses aus der Wissenschaft heraus gegründete StartUp mal an.

Online-Kurse mit Howspace

Ein reizvolles Tool für virtuelle Workshops mit zahlreichen Möglichkeiten stellte Nadja Petranovskaja uns vor. Der Haken: Es hat monatliche Kosten, die das Tool sicher wert sind, aber einen guten Anwendungsfall brauchen, mit dem die Kosten auch wieder rein kommen. Für die Teilnehmenden ist das Tool intuitiv zu verstehen und Nadja vergleicht es ein wenig wie eine gelungene Mischung aus Konferenztool und Facebook, es lädt nämlich zur Interaktion untereinander ein. Ich fühle mich inspiriert, einen Online-Kurs zu entwickeln, in dem ich dieses Tool einsetzen kann.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Erster Tweet zur Session von Nadja Petranovskaja (leider der fasche Account von Howspace verlinkt)

Erklär-Videos mit OBS, Audacity und Filmora9

Während ich Audacity bereits selbst für Tonaufnahme und Schnitt genutzt habe, kenne ich OBS nur von anderen, die es unterschiedlich einsetzten, insbesondere auf Twitch. Filmora9 ist ein Videoschnitttool, welches wohl stabiler läuft als DaVinci, mit welchem ich mich im Frühjahr befasst habe. Als nächstes steht bei mir auf der Liste, den Video Editor, Nachfolger des Windows Movie Maker, anzusehen. Ich bin auf der Suche nach einem simplen Schnittprogramm, welches für Workshops ohne Vorerfahrung gut einsetzbar ist. Vielleicht eignet sich da auch Filmora9.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Erster Tweet zum Thread zu dieser Session von Sandra Uhlemann

Habt ein schönes Wochenende, und schöne Herbstferien, falls das auf euch zutrifft.

Fakriro Talk im Märchenspinnerei Special

Bereits drei Märchenspinnerinnen haben wir getroffen, Sabrina Schuh, Sylvia Reiß und Susanne Eisele. Nun gibt es noch einmal ein märchenhaftes Special und wir sprechen mit weiteren Spinnerinnen. Kommt ohne lange Vorrede mit zu:

Im Gespräch mit Christina Löw

Christina kenne ich bereits vom Litcamp Bonn und habe auch mal ihren Stand auf den Feencon in Bonn besucht, daher würde ich natürlich jederzeit auf einer Veranstaltung „Hallo“ sagen.

Christina Löw (c)
Christina Löw (c)

Hallo Christina, schön, dich wieder zu sehen! Mit mir kommen zahlreiche virtuelle weitere Besucher zu dir, also stell dich gerne mal vor.

Christina Löw: Hallo Stephanie, wie schön, dich hier wiederzusehen! Und ihr anderen: Herzlich willkommen an unserem Stand! Ich bin Christina Löw und bei mir könnt ihr bisher vor allem Märchenadaptionen finden, zwei Romane und eine Novelle. Dazu kommen dann noch ein paar Kurzgeschichten, die sich auch in anderen Genres bewegen Meine Märchenadaptionen habe ich im Selfpublishing im Rahmen des Autorinnennetzwerks der Märchenspinnerei veröffentlicht. Wenn ihr Märchenadaptionen mögt, habt ihr vielleicht schon mal von uns gehört – oder auch bereits das eine oder andere Buch von einer von uns gelesen. 😊

Auf Messen bin ich fast immer mit meinen Märchenspinnerei-Kolleginnen unterwegs, deshalb geht mir auch „unser Stand“ viel leichter von der Zunge als „mein Stand“ – mit mehreren zusammen machen Messen ohnehin am meisten Spaß.

Was hätte uns denn an deinen Stand gelockt, wenn wir uns nicht gekannt hätten?

Christina Löw: Falls ihr Katzen mögt, hat euch wahrscheinlich mein T-Shirt angelockt – okay, vielleicht auch das Cover meiner Märchenadaption „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“. Oder das nahezu identische und entsprechend katzige Cover der kleinen Novelle „Maneki-neko“. Oder auch die kleinen Fimo-Kätzchen, die ich als Messe-Goodies zu Roman und Novelle angefertigt habe. 😀

Erzähle uns doch bitte etwas zu deinem Märchen.

Christina Löw: „Der Kater unterm Korallenbaum, oder: Wünschen will gelernt sein“ ist eine moderne Neuinterpretation des Märchens „Der gestiefelte Kater“ der Brüder Grimm. Im Zentrum der Geschichte stehen die Designerin Yuki Saito und Familienkater Sasuke, der sich ihr als sprechender und zudem magisch begabter Felltiger offenbart – und sie auf der Suche nach ihrer eigenen Identität begleitet. Denn Yuki steht in vielerlei Hinsicht irgendwie ‚zwischen den Stühlen‘ und braucht den einen oder anderen (magischen) Schubs, der ihr hilft, sich selbst zu helfen.
Der Roman ist tatsächlich in mehrerlei Hinsicht besonders: Die Geschichte ist eine von sehr wenigen literarischen (modernen) Adaptionen des gestiefelten Katers, die mir überhaupt bekannt sind. Dazu kommt der kulturelle Spagat zwischen Deutschland und Japan, den ebenfalls nicht viele andere Bücher teilen. Und – mal aus Sicht von Kater Sasuke gesprochen: Es gibt einen sprechenden Kater, braucht es da wirklich mehr?! 😉

Träume voller Schatten & Der Kater unterm Korallenbaum ~ Christina Löw (c)
Träume voller Schatten & Der Kater unterm Korallenbaum ~ Christina Löw (c)

Ich habe den Kater sehr gerne gelesen, aber dein erstes Märchen kenne ich noch nicht. Erzähl uns was über Zwerg Nase, auch wenn wir schon einmal kurz auf der Feencon 2018 darüber gesprochen haben.

Christina Löw: Ach ja, die FeenCon. Die eine Messe, auf der es nie zu kalt ist. 😀

Genau, lieber keinen Met auf nüchternen Magen in der prallen Sonne trinken, dann kehrst du auch an den Stand zurück, um die tollen Bücher mitzunehmen.

Christina Löw: Richtig, ich hatte dir auch etwas von meinem Romandebüt „Träume voller Schatten“ erzählt – samt Filz- und Zombiemeerschweinchen – und natürlich ebenfalls die Aschenputtel-Adaption meiner Märchenspinnerei-Kollegin Julia Maar erwähnt, die auch vor Ort war, also, sowohl Autorin wie Roman.

„Träume voller Schatten“ erzählt – wie du schon gesagt hast – das Märchen „Der Zwerg Nase“ von Wilhelm Hauff neu – in unserer Zeit und mit ganz modernen Gesellschaftsthemen, ohne jedoch das Märchenhafte außer Acht zu lassen. Im Mittelpunkt steht Protagonist Patrick, der Model werden will und sich deshalb bei Germany’s Next Top Model Men bewirbt. (Ja, ich habe mir dafür wirklich eine männliche Fassung der Castings Show ausgedacht. 😀 ) Was auf den ersten Blick vielleicht eher seicht und etwas oberflächlich wirken mag, wird aber schnell ernster – und düsterer – als Patrick die Trauma seiner Vergangenheit einholen und er bald nicht mehr zwischen Albtraum und Realität unterscheiden kann. An der Stelle – und auch schon etwas früher – kommen besonders die Märchenelemente ins Spiel. Die knuffigen Tiere aus dem Originalmärchen werden zum Teil allerdings nach und nach etwas … monsterhaft.
Auch bei diesem Roman ist besonders, dass – soweit ich weiß – es eher weniger literarische Adaptionen gibt, die sich überhaupt Hauff-Märchen widmen, und zu „Zwerg Nase“ kenne ich tatsächlich gar keine andere. (Nehme aber gern Empfehlungen.) Außerdem ist das ernstere Thema, das ich in Patricks Geschichte geflochten habe, eines, das eindeutig mehr Aufmerksamkeit verdient, weil es nach wie vor allzu oft unter den sprichwörtlichen Teppich gekehrt wird: sexueller Missbrauch (in Patricks Fall an Jungen/Männern) und was geschehen kann, wenn das Trauma nicht verarbeitet wird. Aber auch, wie man Hilfe bekommen kann.

Julia Maar und Christina Löw auf der Feencon 2019 (c)
Julia Maar und Christina Löw auf der Feencon 2019 (c)

Und wir war das nochmal mit Aschenputtel? Das ist ja Kathis Lieblingsmärchen und wird häufiger hier im Blog erwähnt.

Christina Löw: Richtig, Aschenputtel. Na, wenn das sogar Kathis Lieblingsmärchen ist, erzähle ich euch natürlich besonders gerne auch noch etwas über Julia Maars Adaption. 🙂
„Der siebte Sohn“, ihr Roman-Debüt, spielt in einem mittelalterlich-fantastischen Setting und zieht die Geschichte von Aschenputtel einmal ganz anders auf: In ihrem Buch bekommt der jüngste und zudem uneheliche Sohn eines Königs die Rolle des Aschenputtels aus dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm. Anstelle eines Balls steht hier ein Turnier im Zentrum und die Frage, was wichtiger ist: Seinen Idealen treu zu bleiben oder einen langgehegten Traum zu verwirklichen? Eine gute Portion Magie gibt es auch – und einen Wirbelwind namens Vivienne, der Robins Welt so ziemlich auf den Kopf stellt.

Zahlen sind magisch und alle guten Dinge sind drei, dürfen wir uns auf ein drittes Märchen von dir freuen?

Christina Löw: Ich fürchte, auf längere Sicht sollten wir uns da eher eine etwas höhere magische Zahl suchen. 😀 Hier hoppeln nämlich so einige Plotbunnys durch die Gegend – und einige davon sind märchenhaft.
Gerade schreibe ich – zusammen mit Julia Maar – an einer Doppel-Novelle, die voraussichtlich irgendwann in den nächsten Monaten Teil der Reihe „Licht und Schatten“ der Märchenspinnerei werden wird. In diesem Format beleuchten jeweils zwei Märchenspinnerinnen im Team zwei Seiten eines Märchens, schauen sich quasi einmal die „Bösen“ und einmal die „Guten“ etwas genauer an. Genaueres zu den beiden Geschichten kann ich an dieser Stelle leider noch nicht verraten, aber wer neugierig ist, könnte auf verschiedenen Social Media Plattformen z.B. für meinen Teil den Hashtag #DüsteresZwitschern im Auge behalten. 🙂

Zitat #DüsteresZwitschern (c) Christina Löw

Carolin runzelte die Sirn. Was machte denn eine Eule hier, mitten in der Stadt? Klar, in Kölm flogen auch Papageienschwärme durch die Gegend - aber Eulen? Die waren nun wirklich nicht gerade dafür bekannt, ein allzu großes Interesse an  Menschenansammlungen zu haben. Und noch etwas war sonderbar an dem Vogel: Sein Umriss schien zu flimmern, war längst nicht so scharf geschnitten wie der des Apfelbaums, auf dem er saß.
Zitat #DüsteresZwitschern (c) Christina Löw

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Christina Löw: Ich fürchte, von Jahr zu Jahr werde ich eine „schlimmere“ Leserin … Deshalb dauert es leider immer länger, bis ich wieder ein neues Buch finde, beim ich „einfach eine richtig schöne Lesezeit“ hatte. Allerdings empfehle ich eben diese Bücher dann auch umso länger und umso lieber weiter. 😀
Im Moment ist das (auch schon seit geraumer Zeit) „Das Zylinderkabinett oder das Mädchen, das nicht dorthin gehörte“ von Fabienne Siegmund (Art Skript Phantastik, Salach 2019).

weiterführende Links

Webseite
Facebook
Twitter
Instagram

meine Beiträge zu Christina Löw

Der Kater unter dem Korallenbaum
Interview mit Sameena Jehanzeb über die Entstehung des Covers zum Kater

*Anzeige* Affilatelink zu „Der Kater unterm Korralenbaum“ bei GenialLokal

Im Gespräch mit Janna Ruth

Janna Ruth (c)
Janna Ruth (c)

Hallo Janna, schön dich am Stand der Märchenspinner zu treffen. Deine zertanzten Schuhe waren ja das erste Buch, welches ich aus der Spinnerei gelesen habe. Du hast ein neues kürzlich raus gebracht, richtig?

Janna Ruth: Hallo du, ja ich erinnere mich noch daran, wegen den zertanzten Schuhen bei dir auf die Liste der bösen Bücher gekommen zu sein. Mein neustes Buch „Der Herr der Wilden Jagd“ ist nicht ganz so böse, aber auch nur deshalb, weil es nur 1/3 so lang ist und dich deshalb nicht ganz so lange ans Buch binden wird.

Erzähl mir mehr, irgendwie hängt die Geschichte ja auch mit Tina Skupins Märchen zusammen.

Janna Ruth: Genau, Tinas und meine Geschichte sind quasi die zwei Seiten einer Medaille. Wir haben uns beide das Märchen von Brüderchen und Schwesterchen vorgenommen und die Sage von der Wilden Jagd. Während ihr Buch im glitzernden Las Vegas spielt, gibt es bei mir raue Natur in Wales. Die junge Carys, welche sich aufopferungsvoll um ihren autistischen Bruder Dylan kümmert, begegnet darin dem Feenkönig Arawn.

Das klingt toll, sie sind aber auch unabhängig zu lesen oder? Mit welchem sollte man den anfangen?

Janna Ruth: Beide Bücher sind unabhängig zu lesen und trotzdem miteinander verbunden, was kein leichtes Kunststück war! Chronologisch liegt Tinas Buch vor meinem.

Wylde Jagd ~ Janna Ruth & Tina Skupin (c)
Wylde Jagd ~ Janna Ruth & Tina Skupin (c)

Ich finde eure Art Geschichten zu erzählen passt wunderbar zusammen. Das war eine gute Idee.

Janna Ruth: Wir hatten uns ja schon damals bei Hollerbrunn und den zertanzten Schuhen gegenseitig lektoriert und kannten uns daher gut mit dem jeweiligen Stil aus. Für mich war es ein No-Brainer Tina zu fragen, ob sie meine Partnerin sein möchte und Tina sah das glücklicherweise genauso.

Beim Thema Autismus werde ich hellhörig, ich meine irgendwo von dir gelesen zu haben,dass du da intensiv recherchiert hast. Ist das richtig?

Janna Ruth: Ja, für den Autismus habe ich einerseits gut recherchiert – ich bin zum ersten Mal in meiner Arbeit als Koordinatorin des universitären Behindertenservice damit in Berührung gekommen – und andererseits habe ich mir zum ersten Mal ein Sensitivity Reading besorgt, um ganz sicher zu gehen, dass ich alles angemessen dargestellt habe.

Danke dir, magst du abschließend verraten, um was es in Tinas Geschichte geht?

Janna Ruth:Tinas Geschichte ist eine Hommage an die Oceans Eleven Filme. Genauso bunt und amüsant versucht die Elfe Titania ihrem Konkurrenten Oberon das Horn der Wilden Jagd abluchsen, mi t dem er über die Stadt des Glücks herrscht.

weiterführende Links

Janna Ruth

Webseite
Facebook
YouTube
Instagram
Pinterest
Twitter

meine Beiträge zu Janna Ruth

Im Bann der zertanzten Schuhe
Ashuan – Schattenspiele

Tina Skupin

Webseite
Facebook
Instagram
Twitter

meine Beiträge zu Tinas Skupin

Valkyrie
Valkyrie II
Supermamas
Special: „Tina Skupins Norsen auf Urlaub in Bonn“ – eine Geschichte von Tina Skupin

*Anzeige* Affilatelink zu „Wylde Jagd“ bei GenialLokal

Im Gespräch mit Rabea Blue

Rabea zählt zu den „neueren „Spinnerinnen“ und lädt uns ebenfalls herzlich ein an den magischen Stand zu treten.

Rabea Blue (c)
Rabea Blue (c)

Rabe Blue: An unserem Stand der Märchenspinnerei taucht man sofort in die Märchenwelt ein. Nicht nur, dass man die vielen Bücher zu den verschiedensten Märchen präsentiert bekommt, einige von uns kleiden sich sogar recht märchenhaft. Ich zum Beispiel trage, passend zu meiner Märchenadaption, eine Perücke mit extra langem Zopf und ein mittelalterlich anmutendes Kleid. Und sofort ist das Eis gebrochen und man hat etwas, worüber man reden kann.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du?

Rabe Blue: Hi, ich bin Rabea Blue und bin erst seit Kurzem bei der Märchenspinnerei dabei. Ich habe fast immer Märchen umgeschrieben, jedoch mehr für mich. Als ich die Autorinnen der Spinnerei gefunden habe, war ich gleich Feuer und Flamme.

Generell schreibe ich Fantasy und Science-Fiction.

Erzähle mir bitte etwas zu deinem Märchen.

Rabe Blue: Vergangenen November kam mein Spinnerei-Debüt heraus, „Saving Rapunzel“. Man kann es bereits an dem Titel erkennen, ich habe dabei das allseits bekannte Märchen Rapunzel adaptiert.

Der Aufbau ist etwas außergewöhnlich. Es beginnt mit einem Gerichtsprozess und im Laufe der Befragungen der Zeugen und Angeklagten erfahren die Leser mehr und mehr über die vorangegangenen Ereignisse.

In der Geschichte behandle ich die Themen häusliche Gewalt und Unterdrückung von Frauen.

Saving Rapunzel ~ Rabea Blue (c)
Saving Rapunzel ~ Rabea Blue (c)

Dazu bietet sich die Vorlage mit dem eingesperrten Mädchen ja gerade zu an. Behandelst du in deinen anderen Romanen auch so ernste Themen?

Rabe Blue: In meiner Fantasy-Reihe geht es um den Tod und das Leben danach (Ausbildung zum Schutzengel), also im weitesten Sinne um die Vergänglichkeit.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Rabe Blue: Besonders ans Herz legen möchte ich euch die neue Neben-Reihe von uns. Erst kürzlich sind mit „Die Wylde Jagd“ von Tina Skupin und Janna Ruth zwei wunderbare Novellen erschienen, die zusammengehören. Elena Münscher legt mit „Ein Funke Magie“ direkt nach. Behaltet die Reihe gerne im Auge, es sind noch viele weitere Teile geplant.

Mit Janna habe ich eben bereits über den Doppelband Wylde Jagd gesprochen. Verstehe ich dich richtig, dass auch Elenas Buch dazu gehört und noch weitere Geschichten gesponnen werden, die direkt damit zusammen hängen?

Rabe Blue: Elenas Buch gehört nicht zu der Wylden Jagd, aber es gehört in unsere Reihe (wir nennen sie „Licht und Schatten“, aber ich bin mir gerade nicht sicher, ob sie auch offiziell im Marketing so genannt wird), die jeweils ein Märchen aus zwei Sichten erzählt. Bei Tina und Janna ist es das Märchen „Brüderchen und Schwesterchen“ und bei Elena und ihrer Autorenpartnerin geht es um „Rumpelstilzchen“. Es sind noch weitere Märchen geplant, die jeweils in einer zusammenhängenden Doppel-Adaption herauskommen sollen.

weiterführende Links

Webseite
Facebook
Twitter
Instagram

*Anzeige* Affiliatelink zu „Saving Rapunzel“ bei GenialLokal

Im Gespräch mit Laura Kier

Wäre ich doch 2019 noch einmal zur Feencon gegangen, dann hätte ich Laura Kier dort vielleicht persönlich getroffen … von dort stammt zumindest das folgende Standbid:

Laura Kier auf der Feencon 2019 (c)
Laura Kier auf der Feencon 2019 (c)

Was wäre wenn, was hätte mich an dienen Stand gezogen?

Laura Kier: Zum einen mein rotes Kleid, das gut nach Fantasy aussieht und zum anderen natürlich meine Märchen-Adaption „Myalig – gestohlene Leben“. Das Cover ist ein von mir gemaltes Aquarell und sticht vermutlich unter vielen anderen Covern hervor, weil es anders ist. Vielleicht wecken auch meine anderen Märchen deine Aufmerksamkeit.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du?

Laura Kier: Ich bin Laura Kier, schreibe quer durch die Phantastik. Mein Roman-Debüt war die Dystopie „Perfektion – Die Veränderten“ (Teil II soll dieses Jahr noch erscheinen), „Myalig – gestohlene Leben“war mein zweiter Roman und meine erste längere Märchenadaption.

Ich veröffentliche vor allem im Selfpublishing, weil ich es liebe meine Bücher so zu gestalten, wie ich sie mir vorstelle und dadurch den größtmöglichen Freiraum zu haben. Vor allem kann ich so auch meine vielfältigen Fähigkeiten und Talente einsetzen (Buchsatz, Programmierung, Illustration, …).

Außerdem liebe ich es mich mit anderen Autoren zu vernetzen. Durch den Tintenzirkel habe ich die Märchenspinnerei kennengelernt und freue mich ebenfalls Autorin dort sein zu dürfen. Zum Netzwerken bin ich auch gerne auf Messen unterwegs und treffe mich einmal monatlich mit meiner Schreibgruppe, der Schreibgruppe WOBBS (Wolfsburg-Braunschweig).

Myalig ~ Laura Kier
Myalig ~ Laura Kier (c)

Erzähl mir gerne mehr zu deinem Märchen „Myalig“.

Laura Kier: Im Moment ist Myalig erschreckend aktuell. In meiner Märchenadaption zu „Die Schöne und das Biest“ wird das Land von einer Seuche, genannt Myalig, heimgesucht, weshalb nun ganze Dörfer ausgelöscht werden. Meine Protagonistin Amanda ist bislang die einzige Überlebende und so erweckt sie das Interesse eines Forschers, der ein Heilmittel gegen Myalig sucht. Damit Amanda kein Opfer der Säuberungsaktionen wird, schickt er seinen Androiden, um sie zu retten.

Doch wird sie bei Levente ankommen? Und ist sie wirklich der Schlüssel zur Heilung von Myalig?

Bei mir wird das französische Volksmärchen im Steampunk-Setting zu einer düsteren Geschichte über Vertrauen, Ausgrenzung und den Kampf um Menschlichkeit.

Das klingt sehr dystopisch, dein Romandebüt ist ja ebenfalls eine Dystopie. Was reizt dich so an diesem Genre und sind deine anderen Märchen auch dystopisch?

Laura Kier: Jetzt wo du es sagst, joaaa das klingt wirklich etwas dystopisch bei Myalig :D. Ist mir bislang gar nicht so bewusst gewesen. Meine Märchen sind da ganz anders. Ebenso auch viele Kurzgeschichten, Fantasy-Romane (noch in der Schublade) usw 😀 Aber ja, Dystopien mag ich auch sehr gerne. Am meisten wahrscheinlich einfach das „was wäre wenn“ und „wie wandelt es sich zum Guten“. Bei mir geht es oft darum den eigenen Träumen zu folgen, nicht aufzugeben usw. und das baue ich auch in meine Dystopien ein. Es ist düster ja, aber immer gibt es irgendwo ein Hoffnungslicht. Das ist mir wichtig.

Magst du mir noch ein bisschen was zu „Perfektion – Die Veränderten“ verraten?

Laura Kier: In Perfektion ist die Welt durch Kriege komplett zerstört. D.h. es wächst kaum noch etwas und vor allem ist auch die DNA der Menschen so stark verändert, dass sie erst Kinder nach erfolgreicher Gen-Veränderung bekommen können. Adara ist eine von wenigen, die so schwanger werden konnten. Aber der Forschungskonzern, der diese Umwandlung vornimmt verfolgt eigene Ziele und ist sehr skrupelos. Deshalb flieht sie vor Genteck Systeme (der Forschungskonzern). Im zweiten und abschließenden Teil kehrt Adara dann aber zu Genteck zurück und … das verrate ich noch nicht ;D Der Teil liegt gerade im Lektorat und soll noch dieses Jahr erscheinen

Perfektion - Die Veränderten ~ Laura Kier (c)
Perfektion – Die Veränderten ~ Laura Kier (c)

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Laura Kier: Viele 😀

Ok, wenn ich mich für eins entscheiden soll, dann ein aktuelles, nämlich das Debüt von meiner lieben Schreibgruppen-Kollegin Nele Sickel: Nachbarn, erschienen im Talawah-Verlag vor ein paar Wochen. Und natürlich die Bücher der Märchenspinnerei 😉

weiterführende Links

Webseite
Mehr zu Myalig
Facebook
Twitter
Instagram

*Anzeige* Affilatelink zu „Myalig“ bei GenialLokal

Im Gespräch mit Elena Münscher

Und zum Abschluss sprechen wir mit Elena Münscher, deren Märchen ganz frisch bei der Märchenspinnerei erschienen ist.

Ein Funke Magie ~ Elena Münscher (c)
Ein Funke Magie ~ Elena Münscher (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Elena Münscher: Zunächst einmal würdest du keinen Extra Stand antreffen. Ich schreibe als Mitglied der Märchenspinnerinnen oder als Autorin für Jugend-Fantasy im Machandel verlag, dort würdest du also auch meine Bücher finden. Was deine Neugier speziell auf mein Buch wecken könnte? Das Cover. Wobei mein Märchenspinnerei-Buch derzeit nur als Ebook oder Leseprobe existiert, gedruckt wird es erst, wenn meine Co-Autorin Mira Lindorm ihre Geschichte nächsten Monat ebenfalls veröffentlicht hat. Dann werde nämlich beide Novellen gemeinsam in einem Buch gedruckt, durchaus passend, weil Mira eine Fortsetzung zu meiner Geschichte geschrieben hat.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du?

Elena Münscher: Ich bin Elena Münscher, bereits länger als Autorin tätig, aber in einem völlig anderen Genre, und ich habe erst in den letzten Jahren angefangen, mich auch mit Fantasy und märchenhaften Themen zu befassen. Zu meinem ersten Buch „Der Zeitenweg” habe ich einen Blog angefangen, der dann leider sehr lange in den tiefstmöglichen Dornröschenschlaf gefallen ist. Ich werde mich jetzt schleunigst daran setzen müssen, meinen Blog wiederzubeleben.

Erzähle mir bitte etwas zu deinem Märchen

Elena Münscher: Die Märchenspinnerei hat ja letztes Jahr eine Kooperation mit dem Zeilengold-Verlag gestartet (Anmerkung Stephanie: Den Verlag gibt es inzwischen nicht mehr), in der Autorenpaare zu bestimmten Märchen Adaptionen erstellen sollten, eine aus der Sicht der Bösen, der Antagonisten, eine aus der Sicht der Guten, der Helden. Mira und ich, wir haben uns das Märchen Rumpelstilzchen ausgesucht. Und zwar aufgrund der Frage: Was will Rumpelstilzchen eigentlich mit dem Kind der Müllerstochter anfangen? Wozu braucht ein offenkundig magisches Wesen ein menschliches Kind? Da hat das Märchen, wenn man so will, eine riesige Logiklücke. Die haben wir in unserer Adaption geschlossen. Rumpelstilzchen hat bei mir (ich schreibe über die „böse” Seite”) ein durchaus nachvollziehbares Motiv. Gut ist er deswegen noch lange nicht, aber sein Handeln erscheint nicht mehr so völlig sinnbefreit.
Als Ort der Handlung haben wir Berlin ausgesucht, eine Stadt, groß genug, dass es nicht so auffällt, was einzelne Personen tun oder nicht tun, mit genügend Grünflächen (wichtig für unseren Plot). Und ich bin zusätzlich in der Zeit zurückgegangen, und zwar in die Goldenen Zwanziger Jahre, weil ich es liebe, meine Geschichten mit vergangenen Zeiten zu verknüpfen. Miras Geschichte spielt dann in unserer heutigen Zeit.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Elena Münscher: Der Kater unterm Korallenbaum von Christina Löw. Europäischen Märchen + Japan, das ist wirklich gelungen und meine Lieblingsgeschichte aus der Märchenspinnerei.

weiterführende Links

Webseite der Märchenspinnerei

*Anzeige* Affiliatelink zu „Ein Funke Magie“ von Elena Münscher


Hier geht es zur Fakriro-Online in der Quarantäneedition.
Auch wenn es kein neues Programm mehr gibt, die Seite bleibt online und ein Blick ins Programm lohnt sich.

Schaut euch auch meine anderen Beiträge in der Reihe FakriroTalk an

Eine Buchreise nach Schottland

Houston Hall ~ Mary Cronos mit der wunderschönen Postkarte von Daggi
Houston Hall ~ Mary Cronos mit der wunderschönen Postkarte von Daggi

In der aktuellen Situation verbringe ich sehr viel Zeit zu Hause. Auch wenn wir für die Osterferien keine Reise geplant hatten, erfasst auch mich, die nicht unbedingt die reiselustigste Person ist, ein wenig Fernweh. Zum Glück gibt es Bücher, die zum Reisen einladen, in ferne Länder oder gleich andere Welten. Mary Cronos hat mich nach Schottland entführt und ich bin mit einem fiesen Jatlag zurück gekehrt.

Kennt ihr das, wenn ihr Stunden in einem Buch gelesen habt, es dann zuschlagt und ganz benommen sitzen bleibt? Es dauert, bis ihr wieder im Hier und Jetzt ankommt. Das ist ein wenig irritiernd, aber ich auch etwas ganz Besonderes, denn es zeigt, dass es ein wirklich gutes Buch war, ein Buch, dass mich wirklich in seinen Bann, in seine Welt gezogen hat.

Houston Hall

Es ist nicht leicht über dieses Buch zu schreiben, gerade weil es so außergewöhnlich ist. Ich liebe es, meine Gedanken nach dem Lesen zu teilen, aber hier fällt es mir schwer nicht zu viel zu verraten. Allein der Versuch es in eine Schublade zu stecken würde zum einen kläglich scheitern, zum anderen euch das nehmen, was ich selbst so sehr genossen habe, mich überraschen zu lassen.

Meine Empfehlung daher: Vertrau mir und lass dich einfach auf die Geschichte ein, ohne mehr zu wissen und überspringe die nächsten Zeilen zum letzten Abschnitt.

Falls du doch mehr Informationen möchtest, lies jetzt weiter, ein bisschen verrate ich dir.

Auf Twitter habe ich meine Buchreise ein wenig live begleitet und die Tweets in einem Moment zusammen gefasst.

Houston Hall ~ Mary Cronos
Houston Hall ~ Mary Cronos

Anthony Houston ist 38 Jahre alt und erfolgreicher Anwalt. Doch im Mai 1963 lebt er alleine, abgesehen von seiner Haushälterin Beatrix, im Familiensitz Houston Hall. Es ist ein halbes Jahr vergangen seitdem seine Eltern und Schwester Opfer einer schrecklichen Tat wurden … Ganz der Anwalt wollte er dem auf den Grund gehen, scheitert jedoch kläglich. Da er sich nur noch innerhalb von Houston Hall sicher fühlt, verlässt er das Haus nicht mehr und wird zum mürrischen Eigenbrödler.

Dann taucht Mary Smith auf und wünscht bei ihm zu arbeiten. Beatrix drängt darauf sie einzustellen. Zum einen will sie nicht die ganze Arbeit alleine machen, zum anderen mag sie das Mädchen … Und auch ich mag ihre freche charmante Art sehr gerne. Ich fragte mich sogar, ob Figur und Autorin nicht mehr miteinander gemeinsam haben als nur den Vornamen …

Doch das streitet Mary Cronos auf Twitter ab:

Nein nein, Mary ist maximal, was ich in vielen Punkten gern wäre.

Tweet von Mary Cronos

Die Geschichte nimmt ihren Lauf … ein Krimi, ein historischer Roman, eine Familiensaga und dann ist da noch der mystische Faktor … und das alles vor einer traumhaften Kulisse, die Mary lebendig werden lässt, ohne sich in endlosen Beschreibungen zu ergehen.

Anthony liest in alten Papieren, die auch sein Vater studiert hatte. Dabei erfährt er so einiges über die Familiengeschichte der Houstons, liest aber auch so einiges, was in den Bereich der Mythen und Legenden gehört … Alles sehr geheimisvoll, denn vor jedem Kapitel dürfen auch wir einen kleinen Auszug dieser Unterlagen lesen …

Und warum möchte diese fröhliche junge Frau unbedingt auf Houston Hall arbeiten? Wer ist sie und was führt sie im Schilde?

Auch Anthony kann nicht fassen, dass sie auf Houston Hall bleiben möchte:

Sie sind das blühende Leben und fesseln sich an einen Ort, der locker als Friedhof durchgehen könnte.

Houston Hall, Mary Cronos, Seite 53

Diesem Vorwurf begegnet Mary charmant mit den folgenden Worten:

Ein Friedhof ist doch der ideale Ort, damit sich Leben und Tod begegnen können. Und ich kenne kaum einen Ort, der so viel Frieden ausstrahlt, wie ein Friedhof.

Houston Hall, Mary Cronos, Seite 54

Ich kann ihr nur zustimmen, Friedhöfe sind besondere Orte, beinahe magisch. Doch ihrer Erwiderung an Laird Houston fügt sie noch die folgenden Worte hinzu, die einen kleinen Einblick in ihren Charakter und dem besonderen Umgang mit ihrem Chef zeigen:

Wenn Sie wieder sich oder Ihr Anwesen herabwürdigen wollten, dann tut es mir leid: Es ist Ihnen nicht gelungen, Laird Houston.

Houston Hall, Mary Cronos, Seite 54

Mary Cronos schreibt unglaublich anschaulich, gefühlvoll und spannend! So fesselnd die Geschichte ist, ich habe lange für die 490 Seiten der Printausgabe gebraucht. Es steht so viel auf einer Seite, nicht nur in Buchstaben, auch in der Tiefe. Die Geschichte liest sich flüssig, aber sie erlaubt dir nicht an etwas anderes zu denken, Worte oder gar Zeilen zu überspringen, wie es manchmal passiert. Jedes einzelne Wort will wahrgenommen werden!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Lesung des ersten Kapitels von Mary Cronos in Schottland am Schauplatz der Geschichte auf ihrem YouTube Kanal

Im Fakriro Talk erzählte Mary übrigens auch ein bisschen über Houston Hall.

Verurteilung

Wer mich so in den Bann zieht und gefangen nimmt, verdient es einfach nicht anders: Mary Cronos zählt ab heute ganz offiziell zu den bösen Autorinnen!

Mary Cronos mit dem Weltendrachen Nafishurs (c)
Mary Cronos mit dem Weltendrachen Nafishurs (c)

Auch wenn der Lesejetlag alleine schon für diese Verurteilung reichen würde, habe ich noch so einiges mehr über Mary Cronos zu sagen:

Ich muss euch dringend vor dieser Frau warnen, nehmt euch in Acht, nicht nur vor ihren Büchern, sondern vor allem vor ihr selbst. Nein, die Gefahr geht nicht von den Drachen aus, die sie gerne auf ihrer Schulter trägt. Die Gefahr lauert in dem kreativen Kopf!

Da hatte ich eine ganz kleine Idee, wollte einfach ein paar Interviews mit drei oder vier Autoren und Autorinnen machen, die nicht auf der Leipziger Buchmesse ausstellen sollten. Andere Blogger könnten der Idee ja folgen und unter dem Hashtag #FakriroTalk würden wir dann virtuelle Standgespräche führen … So stellte ich die Idee in der Facebook-Gruppe vor.

Tja, Mary gefiel die Idee und ehe ich mir versah wurde daraus etwas gaaaaanz großes. Finde ich super, sagte sie,, wollen wir haben, sprich mal mit Sabrina. Ähm ja, bis ich dann wenige Stunden später mit Sabrina telefonierte, hatten die zwei schon einen fertigen Plan … (Auf Sabrina kommen wir noch einmal später zu sprechen, keine Sorge! Zu zweit sind sie richtig gefährlich!) Was dann daraus wurde könnt ihr auf der Seite von Fakriro und hier im Blog sehen … Natürlich bin ich den beiden dankbar für die vielen tollen Gespräche, die ich so führen durfte und die vielen Stunden, die mich von der merkwürdigen aktuellen Situation ablenkten.

Also seid euch dessen bewusst, aus einer kleinen Idee machen Mary und Sabrina sehr schnell etwas sehr Großes, das haben sie auch mit der Fakriro Online bewiesen.

Je länger wir in Kontakt stehen, desto mehr reizt sie meine Kreativität, sehr gefährlich und möglicherweise wird das auch noch teuer … für mich.

Das Cover zu Houston Hall stammt übrigens von Mary Cronos selbst und dann ist da noch diese wunderschöne Grafik, die sie für den Fakriro Talk extra für mich mit Kometen versehen hat …

Fakriro Talk Grafik von Mary Cronos
Fakriro Talk Grafik von Mary Cronos

Houston Hall
Mary Cronos
Selfpublisher, Hardcover, 2020
E-Book und Taschenbuch sind bei Droemer Knaur erschienen, 2017
ISBN: 978-3-96698-282-5

*Anzeige* Falls dich das Buch interessiert, nutze gerne diesen Affilatelink zu GenialLokal.

Fakriro Talk über Kinderbücher

Als ich mit dieser Reihe angefangen habe, begegneten mir bereits zu Anfang All Age Bücher, Bücher wie die Abenteuerliche Reihe von Thorsten Hoß für alle ab 12 Jahren. Ich lese noch immer gerne Kinderbücher, daher fiel es mir leicht, sie dazwischen zu mischen. Andererseits verdienen diese Bücher auch eine besondere Aufmerksamkeit, schließlich sind sie für eine besondere Zielgruppe geschrieben. Daher gibt es nun einen Fakriro Talk exklusiv für Kinderbücher, was nicht ausschließt, dass auch Erwachsene sie lesen oder vorlesen dürfen.

Kommt mit und lernt mit mir folgende Autor*innen kennen:

Über Fakriro-Online könnt ihr übrigens direkt bei den Autor*innen signierte Exemplare bestellen!

Im Gespräch mit Oliver Stick

Als Olivers Interviewantworten in meinem Mailpostfach eintrudelten wurde mir klar, dass wir eine Kinderbuch-Talkrunde brauchen. Sein Autorendebüt ist nämlich ein Kinderbuch und die einzige Schublade, in die er gerade passt ist die eines Kinderbuchautors, eine breite Bühne auf der ich mich anschließend noch einmal gezielt umgesehen habe.

Oliver Stick (c)
Oliver Stick (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Oliver Stick: Ein knapp 1,90m großer Mann, sportlich trainiert, mit einem blauen T-Shirt, auf dem eine Wolke zu sehen ist.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet. Und du? (mir Kopf in den Nacken gelegt gefragt, um die Wolke auf Augenhöhe nicht anzustarren)

Oliver Stick: Hi, mein Name ist Oliver Stick und ich bin Autor des Kinderbuches „Die kleine Wolke Ananas“. Es ist mein Erstlingswerk und kann vorläufig nur bei Amazon erworben werden.

Die kleine Wolke Ananas ~ Oliver Stick (c)
Die kleine Wolke Ananas ~ Oliver Stick (c)

Deswegen trägst du auch das Wolken-Shirt: Erzähl mir mehr zu deinem Buch bitte.

Oliver Stick: Es geht um eine kleine Wolke, die von ihren Wolkenfreunden geärgert wird, weil sie nicht regnen kann. Dann lernt sie die kleine Anna kennen und alles scheint sich zum Guten zu wenden. Doch plötzlich sind die Wolkenfreunde verschwunden. Ananas macht sich auf die Suche, fliegt dabei um die ganze Welt und landet sogar auf dem Mond.

Das Buch ist deshalb besonders, weil es neben der eigentlichen Geschichte noch einige zusätzliche Seiten mit Spielen, Ausmalbildern und Wissensvermittlung hat. Außerdem gibt es zusätzlich kostenlos bei YouTube Hörspiele zur Ananas, die man zum Buch anhören und auch ansehen kann.

Lesen, malen und spielen ist eine tolle Kombination. Für welche Altersgruppe ist dein Buch?

Oliver Stick: Die Zielgruppe liegt ca. zwischen 2 und 7 schätze ich. Für die Kleineren werden eher die Bilder interessant sein, für die Mittleren die Geschichte und für die Größeren dann der Wissensteil und die Spiele.

Stammen die Illustrationen und Ausmalbilder auch von dir?

Oliver Stick: Die Reihenfolge der Entstehung war so, dass die Wolke Ananas eine ganz spontane Gute Nacht Geschichte am Bett meiner damals noch 3-jährigen Tochter war.
Ich fragte, worüber ich etwas erzählen soll und sie antwortete wortwörtlich:

Über eine Wolke, über ein Mädchen… und über eine Ananas.

Da gab es noch keinen Plan zu Bildern oder Veröffentlichung.
Die Geschichte sollte ich dann immer wieder erzählen und weitere Geschichten folgten. Irgendwann machte ich dann ein YouTube-Hörbuch aus der ersten Geschichte.
Hörbuch alleine fand ich aber langweilig und so entwarf ich die ersten Bilder
Ananas und ihre Freunde sollten dabei so aussehen, als hätten Kinder sie gemalt.
Auf meinem T-Shirt siehst du wie Ananas im Ursprung aussieht.

Dann lernte ich Anja Klukas kennen, die die Ananas sehr gern mochte (und heute noch mag) und zusammen entwickelten wir aus den ersten beiden YouTube-Hörspielen das erste Bilderbuch. Dabei bin ich für den Text und Anja für die Illustrationen verantwortlich.
Sie hat alle Figuren komplett neu überarbeitet und diese Geschichte dadurch noch viel toller gemacht als sie ohnehin schon war.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Oliver Stick: Unter den Augen Amgas – In der Seele eine Wenetra von Aria Sees. Tolle Fantasy-Geschichte.

Stephanie: Oh, mit Aria habe ich bereits gesprochen. Das Buch ist aber eher für ältere Leser*innen 😉

weiterführende Links

Webseite
YouTube
Facebook
Instagram

Im Gespräch mit Martina Kast

Lust auf mehr Kinderbücher? Dann schauen wir mal, was Martina für uns hat.

Martina Kast (c)
Martina Kast (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Martina Kast: Also: Ich würde mir wünschen, dass du meine freundliche Persönlichkeit bemerkt hast. Ich bin mit 1,75 nicht grade klein, bin vollschlank und trage gern farbenfrohe Sachen und ein strahlendes Lächeln. Meine Kinderbücher sind, natürlich gut sichtbar, aufgestellt und mit kleinen Geschenken für Kinder umgeben. Wahrscheinlich macht es die Mischung aus Allem, dass dich neugierig gemacht und deinen Blick gefesselt hat.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Martina Kast: Hallo, mein Name ist Martina Kast. Ich schreibe Kinderbücher – auch für den guten Zweck. Mein erstes Buch – „Tina und Ted – erste bärige Abenteuer“ – habe ich als Selfpublisher veröffentlicht. Mein zweites Buch – „Löwenstark“- ist eine Anthologie und wurde über den Edition Paashaas Verlag veröffentlicht. Es ist ein Spendenbuch. Mein drittes Buch – „Weihnachtsschmaus für jedes Haus – festliches für Herz und Magen“ – wurde privat finanziert und als Kleinauflage, ebenfalls für den guten Zweck, verkauft. Mein letztes Buch kam Anfang März, dieses Jahres, heraus. „Knuffel“ wurde ebenfalls über den Edition Paashaas Verlag, veröffentlicht.

Buchtisch von Martina Kast (c)
Buchtisch von Martina Kast (c)

Erzähle mir bitte mehr über Knuffel.

Martina Kast: „Knuffel“ ist mein neuestes Kinderbuch. Es ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Die Geschichte handelt von einem Grundschüler namens Nick. Seine Mutter ist vor nicht allzu langer Zeit gestorben und sein Vater Chris sorgt seitdem allein für ihn. Nick ist in der Schule nicht sonderlich beliebt, da er keine Mutter hat und ein Schlüsselkind ist. Er ist oft allein.

Nick hat vom heutigen Tag an Sommerferien. Sein Vater hat sich Urlaub genommen. Leider hat Chris es versäumt, einen Plan für die Ferien zu machen. Sein Sohn erwartet allerdings, dass sein Vater einen Urlaub geplant hat. Also verspricht sein Vater ihm ein Abenteuer. Chris verspricht Nick, dass sie sich auf die Suche nach den geheimnisvollen Gruffel machen. Niemand hat sie je gesehen, sie tarnen sich gut und leben in einem nahegelegenen Wald. Eine echte Lagerfeuergeschichte … Chris ahnt ja nicht, dass Nick wirklich einen Gruffel findet.

Knuffel ist allerdings anders als alle anderen Gruffel. Er ist tollpatschig und Lila. Auch er wird ausgegrenzt.

Sie nehmen Knuffel kurzerhand mit nach Hause. Doch seit sie Knuffel gefunden haben, stolpern sie von einem Abenteuer ins nächste. Knuffel muss also so schnell wie möglich wieder zu seiner Familie. Aber auch das wird zum Abenteuer.

Das Besondere an meinem Buch ist, dass es sicher viele Kinder gibt, die sich mit Nick identifizieren können. Ausgegrenzt werden, keine Mutter zu haben, oft allein zu sein und keine Freunde zu haben, das kennen sicher viele Kinder. Doch für Nick und Chris wird durch dieses Abenteuer alles wieder gut. Das soll den Kindern Hoffnung machen. Außerdem regt es ihre Fantasie an und nimmt die Kinder mit in ein lustiges und auch aufregendes Abenteuer.

Ein wichtiges Thema hast du dir da vorgenommen.

Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Martina Kast: Hexensold – von Nora Bendzko. Das ist eine tolle Märchenadaption und sehr empfehlenswert. Sie hat mehrere Märchenadaptionen geschrieben und ich liebe ihren Stil zu schreiben.

weiterführende Links

Facebook

*Anzeige* Affiliatelink zu „Knuffel“ bei GenialLokal

Im Gespräch mit Nina Fuhrmann

Lasst uns gleich bei Nina noch mehr Kinderbücher entdecken.

Nina Fuhrmann (C)
Nina Fuhrmann (c)

Wenn ich an deinen Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben? 

Nina Fuhrmann: Vermutlich haben dich einfach meine Bücher magisch angezogen 😉

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet.

Nina Fuhrmann: Hi Stephanie, schön, dich kennenzulernen! 

Ich bin Nina, Nina Fuhrmann, und ich schreibe vor allem für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – am liebsten Geschichten mit einem Funken Magie, also zum Beispiel Urban Fantasy oder Märchen.

Einige meiner Kurzgeschichten sind in Anthologien bei verschiedenen Verlagen erschienen und ich hoffe, dass auch meine Romane einen Verlag finden.

Anthologie "Ich Superheld!" ~ Edition Sonnenschirm (c) Nina Fuhrmann
Anthologie „Ich Superheld!“ ~ Edition Sonnenschirm (c) Nina Fuhrmann

Da drücke ich dir schon mal die Daumen, erzähl mir doch was über eine der Anthologien.

Nina Fuhrmann: „Ich Superheld!“ ist eine Anthologie aus dem sehr engagierten Berliner Verlag „Edition Sonnenschirm“, die Ende letzten Jahres erschienen ist. Das Buch enthält 12 Kurzgeschichten für ca. 8- bis 10-Jährige, die sich alle um das tolle Thema „Vielfalt“ drehen.

Und: Vielfalt ist hier nicht nur das Thema der Geschichten, sondern auch übergeordnet – die 12 Geschichten sind sehr abwechslungsreich und eben vielfältig, das macht das Buch für mich zu etwas Besonderem.

Es geht natürlich um einen Superheld, aber auch um ein geheimnisvolles Mädchen in Irland, um Kinder in Mali, um eine Zauberschaukel oder um einen Ausflug ins Insektenreich.

In meiner Geschichte „Mia und der Schlüssel“ nehme ich die Leser mit auf die Suche nach Mias Schlüssel – aber natürlich findet Mia bei ihrer Suche viel Wichtigeres.

Vielen Dank. Welches Buch von Autorenkolleg*innen magst du mir empfehlen?

Nina Fuhrmann: Kennst du schon den Roman „Myalig“ von Laura Kier? Da du ja Dystopien und Märchenadaptionen liebst, wäre das bestimmt ein super Buch für dich.

weiterführende Links

Instagram

Im Gespräch mit Bettina vom Shadodex Verlag der Schatten

Shadodex Verlag der Schatten (c)
Shadodex Verlag der Schatten (c)

Noch nicht genug Kinderbücher? Dann kommt mit zu Martina und wir finden heraus was es bei Sahadodex, einem Verlag mit schattenhaftem Namen für Kinderbücher gibt.

Wenn ich an euren Stand trete, was könnte meine Neugier geweckt haben?

Verlag der Schatten: Hi, ich bin die BIF (Bettina Ickelsheimer-Förster vom Shadodex – Verlag der Schatten) und ich sehe, dir hat es unser Igor angetan? (Igor ist unser großer Stoff-Tiger). Oder doch eher die Riesenspinne, die da an der Wand hängt? Das ist Alfred, der tut nix – versprochen! Der hängt da nur dumm rum und repräsentiert ein bisschen unsere verlegten Genres. Du siehst ja schon an der Deko und den Covern, bei uns geht es etwas düsterer zu.

Hallo, ich bin Stephanie und blogge als kleiner Komet, magst du mir etwas über euren Verlag erzählen?

Verlag der Schatten: Hallo Stephanie! Kleiner Komet klingt ja mal richtig toll. Und das passt ja perfekt zu unserer aktuellen Ausschreibung zum Thema „Hale-Bopp: Im Bann des Kometen“. (Läuft noch bis Ende Mai). Und da du ja gern u.a. versteckte Gesellschaftskritik oder Zukunftsszenarien (Scifi/ Dystopie) liest, bist du hier absolut richtig. Wir haben vor allem Mystery und dunkle/düstere Phantastik im Programm. Ich fasse die Genres immer gern als „Düstery“ zusammen. Speziell dein Interesse dürfte daher „Walhalla – die Pforte nach Åsgård“ (Gesellschaftskritik in Kombi mit Selbstfindung/Reifung verpackt in eine Mystery-Story) treffen oder auch „Stadt unter Glas – die Privilegierten“ (Mystery-Scifi) und „Invydia – Lead by the Hands of Fate“ (dystopischer Mix aus Mystery und Scifi).

Wenn du auch Anthologien magst, kann ich dir „Erdschrecken“ empfehlen (Was, wenn die Natur sich irgendwann rächt? Also ganz aktuelles Thema derzeit.) Und das bringt mich doch gleich noch mal zu unserem Igor, denn der steht stellvertretend für unser Raubtier- und Exotenasyl in Ansbach/Wallersdorf, das wir pro Buchverkauf auf Messen, Cons oder über unseren Shop unterstützen. Wenn ihr also direkt bei uns kauft, tut ihr sogar noch etwas Gutes. Und da du ja auch Kinderbücher magst, wir haben seit ein paar Monaten auch Mystery für Kids im Programm.

Magischer Tigerwald ~ Shadodex Verlag der Schatten (C)
Magischer Tigerwald ~ Shadodex Verlag der Schatten (C)

Sehr gut, denn eigentlich war ich gerade auf der Suche nach tollen Kinderbüchern. Welches Buch würdest du mir empfehlen?

Verlag der Schatten: Genau dieses Buch würde ich dir doch dann gleich mal vorstellen, denn unser „Magischer Tigerwald“ ist eine Benefiz-Anthologie für unser Raubtierasyl. Protagonisten sind die Tiere, die dort leben. Gelesen werden kann es ab circa 8 Jahren. Aber auch Erwachsene mögen die Geschichten sehr gern. Im Grunde geht es darum, dass die Tiere, wenn die Pfleger nicht da sind, die Käfige verlassen und das angrenzende Wäldchen betreten können. Und das ist ein magischer Ort, an dem einfach alles möglich ist. Ein schillerndes Tannenbäumchen – der sog. Waldwächter – macht das möglich. Dort erleben sie spannende, aber auch lustige Abenteuer und sie können dort sogar den einen oder anderen bereits verstorbenen Kumpel wiedersehen. Es enthält also auch ein paar Geschichten „In Memoriam“. Durch die Anthologie führt unser Luchspärchen Anubis und Rokko, und wir haben natürlich viele farbige Originalbilder eingefügt, sodass man die Tiere auch sehen kann. Und das Gute eben: Die Einnahmen gehen an das Raubtierasyl. Wäre das vielleicht was für dich? Aber ich stelle dir auch gern unsere anderen Bücher vor. Einfach mal umsehen :–)

Vielen Dank für die Einblicke

Magischer Tigerwald ~ Shadodex Verlag der Schatten (C)
Magischer Tigerwald ~ Shadodex Verlag der Schatten (C)

weiterführende Links

Facebook
Instagram
Twitter
Webseite
Shop
Webseite „Magischer Tigerwald“ (mit Teasern zu den Geschichten):
Raubtier- und Exotenasyl


Hier geht es zur Fakriro-Online in der Quarantäneedition.
Schaut euch um und habt eine gute und gesunde Zeit!

Schaut euch auch meine anderen Beiträge in der Reihe FakriroTalk an