Meine Woche in KW50 2020

silberner Glitzerelch und ein Weihnachtswichtel stehen sich gegenüber

Technische Probleme

Seit April 2016 musste ich gestern zum ersten Mal eine technische Krise im Blog lösen. Bisher hat immer alles funktioniert. Nach neuen Updates waren dann keine Klicks mehr möglich. Auf die Seite kommen, war kein Problem, Unterseiten konnten direkt angesteuert werden, aber die Navigation war unmöglich, der Bildschirm wurde schwarz. Ich bekam über Twitter schnell Hilfe von Annette Schwindt (Webseite), prüfte alle Plugins, identifizierte den Übeltäter und eliminierte ihn.

Das Positive daran: Annette ging mit mir alle meine Plugins durch und wir identifizierten weitere, die nicht mehr nötig und jetzt ebenfalls raus sind. Außerdem hat sie mir ein paar weitere gute Tipps gegeben. Herzlichen Dank liebe Annette.

Leider kostete die Problemsuche und Behebung Zeit und so kommt der Wochenrückblick einen Tag verspätet.

Autorenleben – KometsZeitreiseProjekt

Ich muss mir selbst eingestehen, dass ich diese Woche nicht am Manuskript gearbeitet habe. Da ist diese eine Idee, die nicht ganz einfach umzusetzen ist, dem Manuskript aber gut tun könnte … Diese Sache mit der finalen Bearbeitung macht mich ganz schön nervös …

Dafür ist im Kopf so einiges passiert. Die Weihnachtsferien werden ich nutzen, um das Crowdfunding aufzusetzen. Zwei wunderbare Menschen werden mein Projekt unterstützen. Damit es eine professionelle Veröffentlichung wird, braucht es ein gutes Lektorat, Korrektorat, ein professionelles Cover und Innenillustrationen, weil es ein Kinderbuch ist. Dann wäre da noch der Buchsatz und all das will bezahlt werden, bevor ich die Bücher verkaufen kann … Das wird schwierig. Crowdfunding ist eine wunderbare Chance. Damit ihr nicht monatelang auf die Bücher warten müsste, lasse ich den Prozess parallel laufen und vertraue auf die Unterstützung der Community, dass wir das gemeinsam schaffen. Sabrina Schuh bekommt also Anfang Januar das Manuskript ins Lektorat und Mary Cronos sitzt bereits an den ersten Entwürfen für die Illustrationen, gesehen habe ich selbst noch nichts. Demnächst könnt ihr vielleicht zusammen mit mir Mary bei der Arbeit zusehen. Einzelne Illustrationen wird sie im Livestream auf Twitch erstellen.

Jahresplanung 2021

Es gibt da immer so fiese Themen, die es schaffen meine wunderbare Zeitplanung durcheinader zu bringen. Dabei kommen sie gar nicht so überraschend daher.

Die Sache mit den Hilfeplangesprächen

Im Job wäre da zum Beispiel das zwei Mal im Jahr stattfindende Hilfeplangespräch. Es fühlt sich immer ein wenig an, als müsse ich meine Arbeit rechtfertigen. Erfolge vorweisen und gleichzeitig erläutern, dass ich noch weiter benötigt werde. Jedes halbe Jahr wird entschieden, ob meine Unterstützung als fachliche Schulassistenz noch notwendig ist und ob möglichst der Stundenumfang reduziert werden kann. Dieser Termin braucht Vorbereitung, das bedeutet zum einen das Verfassen eines Berichtes und Führen von Gesprächen. Arbeitszeit, die ich zusätzlich auf den Stundenzettel setzen kann.

Ein ernstes Wort

Kathi sprach ein ernstes Wörtchen mit mir und machte mir klar, dass ich solche Themen einplanen müsse. Wir redeten und verflucht sie hatte Recht, aber Themen einplanen, auf die ich wenig Lust habe? Ja, erst Recht, damit sie mir nicht alles durcheinander bringen.

Ich muss einen Überblick über meine vielen Projekte behalten, mein Kathi. Für jedes genügend Zeit einplanen und darauf achten, dass meine Zeit endlich ist. Weiß ich doch, mache ich doch. Oder?

Jahresplanung

Meine Aufgaben habe ich stets im Blick, habe mit Prioritäten jongliert und beispielsweise für das Schreiben feste Zeiten. Und doch gibt es etwas, was mir helfen könnte. Einmal einen Schritt zurück treten und den Blick auf das große Ganze weiten. 2021 wird besonders herausfordernd und so habe ich jetzt einen Jahresplan gemacht.

Für jeden Monat gibt es eine Liste der Themen, die dann aktuell sein werden. Wichtige Termine und auch die Ferien sind dort ebenfalls notiert. So weiß ich, wann ich mehr und wann weniger Zeit habe. Für jeden Monat folgt eine Wochenplanung, die für Januar habe ich bereits angelegt, die anderen Monate werden kurzfristig folgen. Es wird zu Verschiebungen kommen, zu neuen Projekten und ich muss mir genau dafür auch Freiraum lassen, flexibel bleiben.

Bücher veröffentlichen

Die Veröffentlichung meines Buches ist eine Sache, die mich über einen langen Zeitraum beschäftigen wird. Es werden mehrere Schritte nötig sein, die teilweise vorgeplant werden müssen. Keine Lektorin freut sich über die Frage: Lektorierst du mein Buch ab morgen? Langfristig werde ich hoffentlich mit verschiedenen Buchprojekten parallel in unterschiedlichen Phasen sein, die koordiniert werden wollen, dafür soll mir meine Jahresplanung helfen. Als Orientierung.

Lehre

Als Studentin hatte ich kurz vor Weihnachten immer dieses Gefühl, es geht auf die Prüfungen zu. Ein ähnliches Gefühl stellt sich jetzt bei mir ein, am Montag hören wir das letzte Referat und dann geht es tatsächlich auf die Prüfung Anfang Februar zu. Diese muss ich mit meiner Kollegin zusammen vorbereiten. Auch im anderen Lehrauftrag geht es auf die Prüfungen dazu, wenn auch in anderer Form.

Ich sage euch, ich bin nervös, denn ich bin mir großer Verantwortung bewusst, faire Prüfungen zu stellen, die ich anschließend fair bewerten kann.

Diese Woche habe ich übrigens eine Bewerbung für einen weiteren Lehrauftrag geschrieben. Ich habe lange gezögert, hoffentlich nicht zu lange, aber mir macht es wirklich großen Spaß und ich mag weiter machen. Mit Studierenden arbeiten, selbst die Themen vertiefen und mich weiter zu entwickeln, was die Gestaltung der Seminare angeht. Auf Twitter bekam ich unglaublich viele liebe Reaktionen für diese Entscheidung.

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Ich möchte mehr Seminare und Workshops machen, nicht nur an der Uni.

Virtueller Weihnachtsmarkt – Ein Event mitorganisieren

Wenn ich ein Event besuche, bin ich die, die so viel twittert. Auch auf BarCamps halte ich mich zurück mit eigenen Beiträgen. Als Denny mich frage, ob ich einen virtuellen Weihnachtsmarkt mitorganisieren wollte, dachte ich warum nicht. Von den Vorbereitungen habe ich euch ja schon ein wenig in den letzten Wochenrückblicken erzählt. Das Team von Netz & Work ist einfach großartig und Spaß ist garantiert.

virtueller Weihnachtsmarkt von Netz& Work and Friends
virtueller Weihnachtsmarkt von Netz& Work and Friends

Am Freitag fand dann der virtuelle Weihnachtsmarkt statt. Es war großartig, auch wenn ich kaum aus meiner „Weihnachtsgeschichten“-Bude herauskam. Gleichzeitig moderieren und twittern ist auch eine Herausforderung, dennoch habe ich einige Tweets #VirtuellerWeihnachtsmarkt geschrieben und das Event genossen.

Meine größte Sorge war, dass ich mit der Autorin alleine dasitzen könnte und niemand zu den Lesungen kommt. Das war unbegründet, alle drei Lesungen waren gut besucht und ich in leuchtende neugierige Augen der Teilnehmenden, während sie den Geschichten entspannt lauschten.

Drei wundervolle Autorinnen haben auf dem Weihnachtsmarkt gelesen und ich empfehle euch alle drei Bücher von Herzen:

  • „Rentierfieber“ von Emma Zecka ist ein Kinderbuch im Adventskalenderformat nicht nur für Kinder.
  • „Winterhof“ von Sameena Jehanzeb ist eine düstere Märchenadaption
  • „Late-Night ins Weihnachtsglück“ von Sabrina Schuh ist eine romantische Geschichte mit Tiefgang, eine Fortsetzung nach dem Happy End

Meine Learnings

Technik so lange testen, bis ich ganz sicher bin, dass alles funktioniert. Technikprobleme machen mich unnötig nervös. Ja, ich hatte getestet, aber ich hatte ein merkwürdiges Problem, dass immer wieder auftrat und mich letztendlich zwang, ohne Kamera zu moderieren. Später gelang es mir dann über einen anderen Browser, auf dem leider etwas anderes, was ich für die erste Lesung brauchte, nicht richtig funktionierte.

Es macht mir Spaß zu moderieren und zu erzählen. Es gibt hier noch einiges zu lernen und zu üben.

Plane für dich Pausen ein, um dich auch auf dem Event umzusehen. Das Gefühl etwas zu verpassen, entsteht auch, wenn ich „nur“ teilnehme, denn überall gleichzeitig sein kann ich nicht. Etwas anzubieten, ist ebenso bereichernd, wie die Angebote der anderen zu begleiten.

Keine Lust auf Weihnachten

Der virtuelle Weihnachtsmarkt war als Ersatz gedacht für die ausgefallenen Weihnachtsmärkte, ein Ort, an dem Menschen virtuell zusammen kommen, sich treffen, austauschen und einfach Spaß haben. Das ist uns ziemlich gut gelungen, glaube ich. Sonst gehe ich eigentlich in der Vorweihnachtszeit selten auf den Weihnachtsmarkt, vor allem was die typischen Treffen an den Glühweinständen angeht. So war der Ausfall der Märkte für mich nicht so schlimm.

Weihnachten ist dieses Jahr aber nicht nur wegen Corona speziell für mich. Es ist auch das erste Weihnachten ohne meinen Vater. Es wird anders werden, er wird schmerzlich fehlen. Das Weihnachtsfest zu planen und vorzubereiten fällt mir dieses Jahr besonders schwer, denn Weihnachten bedeutet für mich, mit meiner Familie zusammen zu sein. Das werden wir auch, im kleinen gemütlichen Kreis und wir werden das Beste aus dieser Zeit machen.

Ich gehe dann mal backen

Gestern hatte ich Glück und bekam gemahlene Mandeln, also können jetzt Weihnachtsplätzchen gebacken werden. Vielleicht kommt dann ein wenig Weihnachtsstimmung auf, mal sehen.

Ich backe traditionell Vanillekipferl und Zimtsterne. Beide Rezepte habe ich hier mal im Rahmen des Adventskalenders veröffentlicht, danach war für mich klar, dass ich kein Foodblogger sein möchte, ist mir zu aufwendig, ständig Fotos machen und die meisten habe ich am Ende doch nicht verwendet.

Habt einen schönen Sonntag

Meine Woche KW 49 in 2020

Kuscheldecken und Kuschelkissen mit Sternetasse und E-Reader mit "Suche nach dem Schattendorf" von Annina Safran

Es fehlen zwei Wochenrückblicke, was daran liegt, dass ich krank war und es schlicht nichts Neues zu berichten gab. Direkt vorweg: Corona-Testung war negativ, alles gut, harmloser, aber hartnäckiger Infekt. Ein wenig Autorenleben gibt es trotzdem und einen Ausblick auf den virtuellen Weihnachtsmarkt am 11.12.

Umdenken zum Thema Krankmelden

Ich gehöre zu den Menschen, denen es schwer fällt sich krank zu melden. Ich habe dann ein schlechtes Gewissen und wäge daher immer ab. Eine vernünftige Entscheidung für mich selbst und auch den Schutz anderer zu treffen, empfinde ich als sehr schwierig, schließlich möchte ich niemanden anstecken, aber auch nicht faul zu Hause rumliegen und meine Arbeit nicht erledigen.

Tja, diesmal war die Entscheidung eindeutig, denn bei Erkältungssymptomen ist es derzeit wichig direkt zu Hause zu bleiben. Da ich also diesmal brav zeitig zu Hause geblieben bin – wahrscheinlich wäre ich noch zwei bis drei Tage arbeiten gegangen – hatte ich die Hoffnung, dass ich vielleicht schneller wieder gesund bin.

Das war leider ein Irrtum, es hat gedauert. Allerdings hat sich etwas anderes gezeig: Der Verlauf war nicht so heftig, wie die letzten Male. Natürlich war ich schlapp und auch zu Recht krankgeschrieben, auch die Konzentration war nicht die Beste und ich habe viel fern gesehen, statt gelesen. Dennoch fühlte ich mich nicht ganz so ausgenoggt. Natürlich verläuft jeder Infekt anders, aber ich halte den Zusammenhang mich früher ins Ausruhen zu begeben mit dem milderen Verlauf doch für sehr wahrscheinlich.

Vielleicht können wir aus der aktuellen Krise genau das lernen: Auf die eigene Gesundheit achten und dem Körper dann Erholung geben, wenn sie gebraucht wird und nicht erst, wenn es gar nicht mehr geht.

Krank und Selbstständig

Noch bin ich angestellt und auch während einer Krankmeldung bekomme ich mein Gehalt. Unangenehm erinnere ich mich an die Betriebsversammlung, auf der der Geschäftsführer mahnte, die Ausfallzeiten seien zu hoch, das koste das Unternehmen zu viel …

Meine persönlichen Projekte lagen während der Krankenzeit auf Eis, Termine wurden abgesagt oder verschoben und das hat mir bewusst gemacht, was es bedeutet, selbstständig zu sein. Bezahlungen brechen weg oder kommen später. Krank sein oder Urlaub haben sind unbezahlte Zeiten. Ich wusste das auch vorher schon, aber ich habe mir nochmal bewusster gemacht, warum der bezahlte Stundensatz so hoch sein muss. Ich muss unbezahlte Zeiten mit abdecken, wozu nicht nur Urlaub oder krank sein zählt, sondern z.B. auch die ganzen Tätigkeiten drumherum. Für meine Gesundheit sind unbezahlten Zeiten wichtig, wenn ich mir keinen Urlaub gönne, fordert der Körper seinen Ausgleich durch krank sein. Für mich nochmal ein Argument, mir nebenberuflich etwas aufzubauen und die Vorteile der Anstellung zu bewahren.

Autorenleben

Eines dieser freien Projekte ist mein Autorenleben und hier gibt es Neuigkeiten in beiden aktuellen Projekten, der Elfenprinzessin und KometsZeitreiseProjekt. Eines hat mir das krank sein auch gezeigt. Zu Schreiben ist mir wirklich wichtig, denn die wenige Energie, die mir zur Verfügung stand, habe ich tatsächlich darauf verwendet, wenigstens ein bisschen zu schreiben.

NaNoWriMo und Schreibroutine

Der NaNoWriMo ist tatsächlich geschafft und ich habe im November 51,429 Wörter geschrieben. Die morgendliche Schreibroutine ist mir unter der Woche leicht gefallen und hat mir gutgetan. Am Wochenende war es schwieriger, die Tage verlaufen einfach anders und das ist auch gut so. Den ersten Band von Komets Zeitreiseprojekt habe ich in meiner frühmorgendlichen Schreibzeit von Montag bis Freitag geschrieben. Das Wochenende habe ich frei gelassen und ich denke, das ist mein Weg, meine Schreibroutine. Es stimmt mich ein wenig traurig, dass ich jetzt erst einmal keine morgendliche Schreibzeit habe, weil in beiden Projekten andere Aufgaben anstehen. Als Schreibaufgabe wäre da noch die Fakriro-Anthologie-Ausschreibung, zu der mir noch die passende Idee fehlt.

Projekt Elfenprinzessin

Geschrieben habe ich die Vorgeschichte zu einer Urban Fantasy Reihe, die ich nicht zu veröffentlichen beabsichtige. Sag niemals nie, ich weiß. Ziel war es den Hintergrund klarer zu haben, um die Fäden besser zu spinnen. Das ist mir gelungen. Ich kenne diese Figur jetzt auch viel besser und weiß, was vor den Ereignissen der Reihe geschehen ist, die ich schreiben möchte. Einige Punkte gilt es noch klarer zu definieren und auch einige Punkte zu recherchieren. Ich bin einen riesengroßen Schritt weiter gekommen und das in so kurzer Zeit.

KometsZeitreiseProjekt

Mich erreichte das letzte Testlesefeedback, positiv und kritisch. Noch einmal gründlich überarbeiten, dann ist das Manukript reif fürs Lektorat.

Mir ist auch eine weitere Handlung für eine Fortsetzung eingefallen. ist notiert. Weiter schreiben möchte ich erst nach dem Lektorat, denn ich bin überzeugt davon, von Sabrina Schuh noch einiges zu lernen, was ich direkt bei den weiteren Bänden berücksichtigen kann. Aufbau und Handlungen sollen ja zusammenpassen, auch die Figuren, an denen eventuell noch einmal gefeilt wird.

Virtueller Weihnachtsmarkt

Nächste Woche am 11.12.2020 findet der Virtuelle Weihnachtsmarkt von Netz and Work statt. Ein kleiner Ersatz für die persönlichen Treffen mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt. Gemeinsam über Stände schländern oder am Glühweinstand etwas trinken. Licht in die dunkle Jahreszeit bringen, sich treffen und plaudern, das fehlt in diesem Dezember. Auch wenn wir uns nur via Kamera und Micro sehen können, so wenigstens im Warmen und Gemütlichen. Es wird an verschiedenen Buden ein abwechslungsreiches Programm geben, welches zum persönlichen Austausch anregen soll. Neben „Betreutes Trinken“ und einem „Speed Dating“ im Networking Sinne, bin ich für die Bude „Weihnachtsgeschichten“ zuständig, an der es Lesungen und Gespräche mit verschiedenen Autorinnen geben wird. Ich freue mich sehr darauf und hoffe, meine Stimme ist dann wieder fit.

Edit: Was ist der virtuelle Weihnachtsmarkt und wie funktioniert dieser auf Veertly, Silvana macht unseren Erklärbär im Video

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Adventskalender Geschichten

Es ist zwar bereits der 5. Dezember, aber vielleicht magst du trotzdem ein Adventskalender-Geschichte für Kinder lesen? Im Blog haben wir bisher zwei Geschichten:

Habt ein schönes Wochenende und achtet bitte auf eure Gesundheit!

Ein Blick auf den Schreibtisch von L.A. Gunn

Heute sind wir zu Gast bei L.A. Gunn. Herzlichen Dank, dass wir einen Blick auf Deinen Schreibtisch werfen dürfen.

L A Gunn (c) Nannis Welt
L A Gunn (c) Nannis Welt

Steckbrief von L.A. Gunn

  • Selfpublisher
  • Genre: Krimi
  • 1 veröffentlichter Roman (Neuerscheinung in Kürze)
  • Debütroman: London´s Lost
  • arbeitet als Justizbeamter

Wo entstehen deine Kriminalromane?

L.A. Gunn: Meine Schreibarbeit ist momentan noch etwas chaotisch. Vor Corona habe ich oft im Café geschrieben, einfach, weil ich den dort herrschenden Geräuschpegel sehr mag. Das Hintergrundgebrabbel hilft mir, mich zu konzentrieren. Im Moment schreibe ich zuhause an meinem Schreibtisch. Da steht ein Laptop, zwei Schreibmaschinen und seit neustem auch eine Bankerlampe! So eine wollte ich schon immer. Ein Whiteboard hilft mir, den Überblick über den aktuellen Kriminalfall zu behalten.

Manchmal schreibe ich auch alles mit der Hand, vor allem, wenn ich unterwegs bin. Wenn man den Text dann abschreibt, kann man ihn direkt überarbeiten. Außerdem macht es mir sehr viel Spaß, zu schreiben.

Wann schreibst du am liebsten?

L.A. Gunn: Ich sage immer, ich bin ein Guerilla-Schreiber. Entweder es sind 20 000 Worte oder keins. Auch wenn ich weiß, dass ein Schreiballtag besser wäre, lässt es sich in meiner momentanen Situation (beruflich und familiär) einfach nicht einrichten. Grundsätzlich schreibe ich am liebsten morgens. Zur Zeit komme ich – wenn überhaupt – nur spät abends dazu.

Schaffst du es konzentriert nur an einem einzigen Schreibprojekt zu arbeiten?

L.A. Gunn: Tatsächlich arbeite ich an mehreren Sachen. Das war schon immer so. Ich schaue immer mehrere Serien, lese mehrere Bücher gleichzeitig. Im Fokus ist immer die Fortsetzung von London’s Lost, aber die anderen Projekte schwingen immer mit und Ideen werden sofort notiert.

Was inspiriert dich?

L.A. Gunn: Die Inspiration für London’s Lost nahm ich anfangs aus einem Brettspiel. Wegen Copyright schrieb ich dann aber schnell meine eigenen Geschichten und die basieren auf täglich Erlebtem, kuriosem aus der Tagespresse oder Geschichten von Bekannten und Familienmitgliedern. In jedem Fall von June und Lihla steckt also ein Fünkchen Wahrheit.

Wie gehst du beim Schreiben vor?

L.A. Gunn: Bei einem Krimi finde ich die Planung wichtig. Die Kunst dabei ist, das Konstruierte nicht so erscheinen zu lassen, und das ist mitunter sehr schwierig. Als Leser mochte ich es nie, für dumm verkauft zu werden. Ich mochte es, wenn ich mitfiebern konnte. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn die Protagonisten und der Leser den gleichen Wissensstand haben. Ich plane den Fall. Hier gehe ich üblicherweise von der Auflösung rückwärts. Die Interaktionen der Protagonisten plane ich eigentlich nie, das passiert einfach.

Welchen Tipp würdest du gerne anderen angehenden Autor*innen geben?

L.A. Gunn: Ich habe am Anfang den Fehler gemacht, und wollte UNBEDINGT veröffentlichen. Ich war so euphorisch, dass ich es nicht abwarten konnte – und dabei passierten einige Fehler. Obwohl das Buch mehrmals von mir und von Testlesern und einem Hobbylektorat gelesen wurde, fanden sich in der Printausgabe immer noch Fehler. Das ist sehr schade, weshalb ich alles noch einmal komplett überarbeitet habe. Es wird auch komplett neu lektoriert und erscheint in den nächsten Monaten nochmal neu, um den Fehlstart auszugleichen.

Um was geht es in London´s Lost?

L.A. Gunn: Es geht darin um June und Lihla, zwei ungleiche Detektivinnen zu Sherlock Holmes Zeiten. Sie klären gemeinsam mysteriöse Fälle auf und stoßen schließlich auf die Polizeiakte von Jack the Ripper.


Herzlichen Dank für das Interview!

Hier findet ihr L.A. Gunn online:

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Alle Interviews der Reihe “Ein Blick auf den Schreibtisch”

Aus dem Leben KW 20 in 2020

Meine aktuelle Lieblingsmaske, leider nicht selbst genäht*
Meine aktuelle Lieblingsmaske, leider nicht selbst genäht*

Ursprünglich waren Blogs eine Art Online-Tagebuch, Menschen erzählen aus ihrem Leben. Noch immer sind Blogs sehr subjektiv, dieses auf jeden Fall. Es ist eine Welt der Geschichten, Geschichten die wir gelesen, gesehen oder auch erlebt haben, sowie Geschichten, die wir selbst erzählen.

Ich möchte etwas neues ausprobieren, ganz im Weblog-Sinne, euch ein wenig mehr aus meinem Leben erzählen, die Woche reflektieren, nicht alles, nur ein paar Einblicke. Welche Woche würde sich für den Beginn dieser Reihe mehr eignen als die 20. Kalenderwoche des Jahres 2020. Mal abgesehen von dieser Zahl ist es für mich die Woche, in der ich zum ersten Mal wieder das Haus verlassen habe, um zu arbeiten. So langsam scheint sich für uns alle wieder etwas zu ändern, wie wird sich die neue Normalität entwickeln?

Job

Am 12. März 2020 bin ich zum letzten Mal in der Schule gewesen, seitdem habe ich die Kinder und Kollegen nicht wieder gesehen. Am Montag war für uns der erste Schultag und es war merkwürdig. Es war nur ein Teil der Klasse da und die Hygienemaßnahmen erfordern das Einhalten von 1,5 Meter Abstand in jede Richtung. Es ist richtig und wichtig, aber auch irgendwie gruselig. Drei Mal war ich in der Schule und so langsam finde ich mich in die neuen Umstände ein, finde einen Weg meine Aufgabe bestmöglich zu erfüllen. Wie immer, würde ich gerne so viel mehr tun.

Zum Ende der Woche habe ich ein überraschendes Angebot bekommen, nichts großes, aber eine Chance eine tolle Erfahrung zu machen und auch ein wenig Geld zu verdienen. Mehr verrate ich erst, wenn ich den Vertrag unterschrieben habe.

KometsZeitreiseProjekt

Während ich im Job erst auf Zeitausgleich, dann auf Kurzarbeit war, habe ich mich auf meine kreativen Projekte konzentriert, eines davon ist mein Kinderroman, den ich in den letzten Wochen bereits intensiv überarbeitet habe.

Am Montag ging das Manuskript an meine ersten drei Testlesenden und ich warte gespannt auf das Feedback. Es wird auf jeden Fall eine zweite Runde geben, wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden.

In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit Autor*innen ausgetauscht und habe riesige Lust das Buch selbst heraus zu bringen, das durchdenke ich gerade und hatte am Mittwoch ein langes und intensives Telefonat mit meiner künftigen Lektorin. Sie hat mir sehr viele Tipps gegeben und ich habe ein sehr gutes Gefühl, das Projekt mit ihr zu machen. Kurz dachte ich, das Manuskript zu früh an die ersten Testlesenden gesendet zu haben, aber nein, das Feedback wird wertvoll sein, auch wenn ich die Idee umsetze, zu der sie mich inspiriert hat.

Eine spannende Frage ist, wo ordne ich mein Buch ein. Eines ist klar, es ist eine schwierige Zielgruppe, nämlich eine Altersgruppe, in der es viele Kinder gibt, die sich noch schwer tun mit dem Lesen und viele, die schon längere und sprachlich anspruchsvollere Kinderromane lesen. Daher habe ich auf Twitter gefragt, was die Kinder gerade lesen. Über weitere Kommentare würde ich mich freuen. Auch auf meiner Facebook-Seite habe ich diese Frage gestellt.

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Online-Events

Während ich noch immer viel Zeit zu Hause verbringe, verbringe ich auch viel Zeit online. Online war diese Woche so einiges los:

Am Mittwoch fand das zweite Treffen meines Working-Out-Loud-Zirkels statt, für uns war das Woche 1, da wir mit einem lockeren Kennenlernen gestartet sind. Ich mag die Gruppe und Methode jetzt schon und bin gespannt, was wir zusammen lernen werden.

Am Donnerstag habe ich zum ersten Mal etwas getan, was ich NOCH NIE gemacht habe, ich war Talk-Gast beim ersten GSI-Bonn.digital-Talk zum Thema zum „2021 – Unsere Gesellschaft nach(?) Corona“. Ich war skeptisch als Johannes mich einlud, aber es war eine interessante Erfahrung. Der Live-Stream  ist auf der GSI-Facebook-Seite noch zu sehen. Tweets gibt es keine 😉 Wäre doch mal eine Herausforderung, parallel vom Podium zu twittern.

Anschließend fand das dritte Treffen der Navigate-By-Fiction-Runde statt, eine kreative kleine Zukunftswerkstatt, über die ich euch sicher noch mehr erzählen werde.

Ein drittes Event gab es am Donnerstag noch, ein neues Format der Telekom GK Business Xperience. Hierbei habe ich gemütlich zugesehen und getwittert. (Link zu meinem Thread auf Twitter)

Zu einem festen Bestandteil ist für mich inzwischen „Impressum – Der Talk zwischen den Buchseiten“ mit Sabrina Schuh, Mary Cronos und Katharina Stein geworden. Der Livesteam läuft auf Facebook, ab nächster Woche immer Dienstags um 18 Uhr. Link zu meinem begleitenden Twitter-Thread.

Vorschau

Angemeldet habe ich mich heute für die Barcamp-Night am 29. Mai. Hier findet ihr mehr Informationen. (#BcNight auf Twitter)

Am 20. Mai findet um 19 Uhr der #DigiChat zum Thema Digitales Lernen auf Twitter statt. Ich kann nicht pünktlich um 19 Uhr dabei sein, werde mich eventuell im Nachgang beteiligen, da mir das Thema wichtig ist.

Podcast

Im Moment höre ich Carpe Artes, einen total kreativen und inspirierenden Podcast mit Mary Cronos (über sie habe ich ihn entdeckt), Lilith Korn, Saphina Art & Schnuffel. Link zur Webseite mit zahlreichen Zusatzinfos.

Gelesen

Zum Lesen komme ich im Moment nur am Wochenende. Warum? Ich bin nicht sicher, hängt vielleicht damit zusammen, dass ich viel Zeit online und alternativ mit meiner Familie verbringe.

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Es gibt zahlreiche Ratgeber für Autor*innen und ich habe bereits einige gelesen. Aktuell lese ich „Das Handbuch für Kinder- und Jugendbuch-Autoren“ von Sylvia Englert. Das kann ich euch jetzt schon sehr empfehlen.

Es ist schon ewig her, dass ich mir „The Hero with Thousand Faces“ von Joseph Campbell auf eine Empfehlung von Mélina Garibyan gekauft habe, diese Woche habe ich endlich angefangen es zu lesen!

Und sonst so?

Wir sind gesund und hoffe das bleibt auch so!

Den Lockerungsmaßnahmen stehe ich skeptisch gegenüber. Natürlich möchte ich gerne wieder Menschen sehen und auch frei draußen herum laufen, aber so lange keine medizinische Lösung in Sicht ist, halte ich mich lieber zurück.

Wie geht es euch? Was verändert sich für euch gerade?


*Die Maske auf dem Titelbild habe ich bei den Dragonfairys gekauft. Link zur Instagramseite teile ich aus Dankbarkeit und Begeisterung. Vielleicht habe ich auch ein wenig dazu beigetragen, dass sie jetzt auch Masken herstellen. Es war einmal ein Fakrio-Livestream, Mary Cronos holte einen Drachen nach dem anderen vor die Kamera, ich kommentierte fröhlich im Live-Chat …

Netzperlen – Autorenleben Schreiben und Bloggen

Diese Netzperlen sind schon ein paar Tage alt, die DSGVO kam dazwischen und ich wollte auf keinen der beteiligten Links verzichten. Sie sind zeitlos und sehr lesenswert.

Leidenschaft und Kreativität meets Wirtschaft

Ein schöner Blick hinter die Kulissen des Autorenlebens gewährt uns Melanie Lahmer (Blog).

Vom Erfolg des Buches hängt das Einkommen ab, der Markt ist groß, ebenso die Leidenschaft der Autoren. Doch der Buchmarkt ist knallhart, ebenso die Kritiken, die für Autoren sehr wichtig sind. Dennoch ist eine schlechte Kritik nicht immer leicht. Für mich als Bloggerin ist es übrigens auch nicht leicht eine negative Kritik zu schreiben, aber ich halte sie, sofern konstruktiv und sachlich (leichter gesagt, als geschrieben) für extrem wichtig, um Lesern zu helfen auf diesem knallharten Buchmarkt die richtigen Bücher für sich zu finden.

https://www.siegerland-krimis.de/2018/03/22/autoren-unter-druck-i/

Der Beitrag ist der Auftakt zu einer Blogreihe, lest unbedingt weiter!

Meinungsvielfalt, Rechtschreibung und Gefühle von Autoren sowie ihrer Leserschaft

Es ist unmöglich ein Buch zu schreiben, dass wirklich jeder Kritik stand hält. Davon bin ich überzeugt.

Warum? Weil wie Menschen so verschieden sind, unterschiedliche Interessen und Vorlieben haben. Genau das macht und Menschen so faszinierend und wunderbar!

Autoren sind ebenso vielfältig, wie ihre Leserschaft. Jetzt gilt es nur, die richtigen Leser mit den passenden Schriftstellern zusammen zu bringen. Ganz einfach, oder?

Autorin und Bloggerin Catalina Cudd hat einen wertvollen Beitrag zum Thema Rezensionen und warum sie alle wichtig sind geschrieben:

Die Sache mit den Rezensionen die nicht geschrieben werden

Ich bin glücklich über jeden einzelnen von Euch, dem ich ein passendes Buch empfehlen oder davon abraten konnte. Auch wenn Du ein Buch gerade deswegen gelesen hast, weil es mir nicht so gut gefallen hat. Dann habe ich meinen Beitrag über das Buch gut geschrieben und konnte weiter helfen.

Fabelwesen im Kampf

Sina (Twitter/ Blog) hat eine spannende Reihe in ihrem Blog gestartet. Sie analaysiert die Stärken und Schwächen von Fabelwesen, vergleicht diese mit den „typischen“ Waffen, mit denen sie dargestellt werden und macht neue Vorschläge, die vielleicht den Fähigkeiten angemessener wären. Sie hat mir vorab bereits persönlich von der Idee erzählt. Daher wartete ich sehnsüchtig auf einen ganz bestimmten Beitrag, der auch inzwischen online ist. Es geht um Wesen, die oftmals sehr liebreizend dargestellt werden, im Kampf aber richtig fiese Gegner sind.

Die Richtigen Waffen für Fantasy-Kreaturen

Bei Sina gibt es übrigens jeden Mittwoch einen neuen Beitrag in der Kategorie Schreibtipps, es lohnt sich regelmäßig vorbei zu schauen.

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Hier findest du mehr Netzperlen.