Adventskalender 2018 ~ 20. Dezember

Ich wünsche euch eine freudige Adventszeit mit Nora und Ella. Es ist zu empfehlen die Kapitel in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Hier geht es zum ersten Kapitel und hier zum vorherigen.

Kathi ♥

 

Missmutig schaute Nora aus dem Fenster. Kahle Bäume, grüne Wiesen und blauer Himmel. Wo war ihr Schnee? „Mama warum schneit es heute nicht?“, rief Nora ihrer Mama zu.
„Heute ist es viel zu warm für Schnee“, bekam sie als Antwort.
„Aber Sonntag hat es doch auch Schnee gegeben“, beschwerte Nora sich weiter.
„Am Sonntag war es auch kälter als heute.“
„Ich finde das doof!“

Sonntag lag so schön ein wenig Schnee auf dem Boden und sie hatte sogar gesehen wie die einzelnen Schneeflocken vom Himmel gefallen waren. Als sie aber am Montag aufgewacht war, gab es nur noch Matsch und überhaupt gar keinen schönen Puderzuckerschnee. Warum konnte es nicht einfach kälter sein. „Du denkst doch jetzt nicht bitte darüber nach wie du es schaffst, dass es draußen kälter wird“, mischte sich Ella in Noras Gedanken ein. Sie hatte die ganze Zeit auf dem Sofa ein Buch gelesen gehabt und ihre Schwester beobachtet. Das nachdenkliche Gesicht und die Fragen über Schnee waren eindeutige Hinweise darauf, dass Nora darüber nachdachte was sie tun konnte. „Nein, tue ich nicht!“, erwiderte Nora trotzig. Natürlich hatte sie das getan, aber das musste Ella ja nicht wissen. Sie hatte keine Lust sich anzuhören, dass sie völlig verrückt sei. Ella wusste es allerdings besser. Ihre Schwester hatte darüber nachgedacht. „Nora du hast keinen Einfluss auf das Wetter. Du kannst dir ja schließlich auch nicht aussuchen, ob es regnen oder doch lieber die Sonne scheinen soll. Das Wetter ist eine Naturgewalt, das lernst du in der Schule.“ Das war einer von Ellas berühmten „Ich-gehe-schon-in-die-Schule-und-weiß-alles-besser-als-du“ Vorträgen.

Nora schaltete ab. Sie wollte doch nur ein bisschen Schnee haben und wenn Ella nett war, mit ihr zusammen einen Schneemann bauen. Für den Fall, dass es genug geschneit hätte dann auch eine ganze Schneemann Familie. Sie schaute auf die Fensterbank, wo ihr gebastelter Schneemann stand. Eigentlich wollte sie ja noch mehr davon basteln, aber sie war noch nicht dazu gekommen. „Nora, hörst du mir überhaupt zu?“, fragte Ella. „Ja ja, ich kann nichts tun, außer abwarten und mir ganz doll zu wüschen, dass es schneit.“ Sie hatte nicht zugehört, aber so in etwa müsste ihre Antwort passen. Sie drehte sich zu Ella um und sah, dass sie eine Augenbraue hoch gezogen hatte, aber anscheinend glaubte sie Nora. Auf jeden Fall sagte sie nichts mehr und las ihr Buch weiter. Nora drehte sich zurück, um weiter aus dem Fenster zu starren. „Bitte lieber Weihnachtsmann und liebe Wetterfee und wer sich noch dafür zuständig fühlt, macht, dass es schneit, es würde mich sehr glücklich machen“, flüsterte Nora.

♥♥♥

Morgen geht es mit Nora und Ella hier weiter.

(c) by Kathi

Adventskalender 2018 ~ 19. Dezember

Ich wünsche euch eine freudige Adventszeit mit Nora und Ella. Es ist zu empfehlen die Kapitel in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Hier geht es zum ersten Kapitel und hier zum vorherigen.

Kathi ♥

Adventskalender 19

Nora breitete ihre Buntstifte, Wachsmalstifte und ihre Wasserfarben auf dem Boden des Kinderzimmers aus. Dann holte sie noch die Malunterlage, weil sonst ihre Mama wieder schimpft, sie hätte den Boden angemalt. Zuletzt holte sie einen Stapel Papier. Angestrengt dachte sie nach, wer brauchte denn alles ein Weihnachtsgeschenk? Ihre Mama, ihr Papa, Nora, Oma und Opa. Brauchte Tante Elina auch eins? Sie würde schließlich über Weihnachten nicht noch mal her kommen. Sie war ja am Samstag da gewesen. Sie beschloss, wenn sie noch Zeit hatte, Tante Elina auch ein Bild zu malen.

Sie nahm das erste Blatt. Ihre Mama war letztens mit Ella und ihr in einem Kunstmuseum mit moderner Kunst gewesen. Sie fand, dass die Bilder teilweise mehr als seltsam waren, aber ihre Mama war hoch begeistert. Ein paar Farben zusammen klatschen, das konnte sie auch. Sie nahm ihre Wasserfarben und entschied sich für orange, gelb, hell- und dunkelrot. Mit extra viel Wasser verteilte sie die Farben auf dem Papier. Mit einem Taschentuch verwischte sie die Farben. Das Ergebnis sah aus, als könnte es ebenfalls in diesem komischen Museum hängen. Nora war zufrieden. Sie legte das Bild zum trocknen auf Seite.

Für ihren Papa war das ganze schon schwieriger. Was sollte sie für ihn malen? Auf jeden Fall wollte sie Wachsmalstifte dafür verwenden. Sie fing an, einen Tannenbaum zu malen, mit dicken roten Kerzen drin und ganz vielen bunten Kugeln. Ein Schneemann durfte auch nicht fehlen. Einen mit Hut und Schal, der so richtig lieb aussah. Dann musste noch ein zweiter Schneemann dazu, weil ja sonst der erste alleine wäre. Unter dem Tannenbaum durften dann natürlich auch nicht die Geschenke fehlen. Sie malte eins, dass so aussah als wäre da ein großes Plüscheinhorn drin. Zumindest sollte es so aussehen, so ganz hatte das nicht geklappt. Dann war sie fertig und mehr als zufrieden.

Als nächstes nahm sie die Buntstifte zur Hand und malte ihre Schwester und sich, die Hand in Hand da standen. Dann kam noch ein großes Herz dazwischen, damit Ella wusste, dass sie sie ganz doll lieb hatte. Mit dem Ergebnis war sie aber noch nicht zufrieden. Es fehlte noch etwas. Das Blatt war noch so leer! Dann kam ihr die Idee. Sie holte ihre kostbaren Glitzerstifte und malte mit dem silbernen und blauen Stift ganz viele Schneeflocken auf das Papier. Jetzt sah es besser aus und zusätzlich glitzert es auch noch.

Einige Zeit später hatte sie alle Weihnachtsgeschenke fertig und versteckte sie alle. Sie hoffte alle würden sich über ihre Bilder freuen.

♥♥♥

Morgen geht es mit Nora und Ella hier weiter.

(c) by Kathi

Adventskalender 2018 ~ 18. Dezember

Ich wünsche euch eine freudige Adventszeit mit Nora und Ella. Es ist zu empfehlen die Kapitel in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Hier geht es zum ersten Kapitel und hier zum vorherigen.

Kathi ♥

Adventskalendergeschichte 18

„Fröhliche Weihnacht überall“, sang Nora fröhlich, während sie zum hundertsten Mal in dieser Adventszeit die Figuren in der Krippe umsortierte. Sie hatte ganz viel Spaß dabei. Ella saß am Tisch und machte ihre Hausaufgaben. So etwas langweiliges. „Ella?“, fragte sie. „Mhh“, bekam sie als Antwort. „Freust du dich nicht ein ganz klein wenig auf Weihnachten?“, fragte Nora weiter. „Nora, ich mach Hausaufgaben, störe mich jetzt bitte nicht mit deinem blöden Weihnachtskram“, frustriert radierte Ella irgendwas in ihrem Heft weg. „Das bedeutet dann wohl nein“, überlegte Nora laut. Ella sagte nichts mehr dazu. Schweigend nahm Nora ein Kamel und überlegte wo es wohl am liebsten stehen würde. Mr. Frosch saß neben ihr, natürlich mit seiner neuen Mütze. „Mr. Frosch du freust dich aber mit mir auf Weihnachten oder?“, fragte sie ihn. „Das freut mich“, Nora umarmte Mr. Frosch schnell. Ein Glück das wenigstens einer sich freut. „Ella, warum magst du eigentlich kein Weihnachten?“, versuchte Nora noch einmal ihr Glück. „Mensch Nora kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen?“, genervt warf Ella ihren Stift auf den Tisch. „Aber Ella ich will doch nur meine Weihnachtsstimmung mit dir teilen“, schmollte Nora. „Nora, kannst du nicht später mit der Krippe spielen und mich jetzt in Ruhe meine Hausaufgaben machen lassen?“ Ella wurde immer wütender. „Sonst hast du kein Problem damit, wenn ich dich von den Hausaufgaben abhalte.“
„Du kannst mich mal.“ Ella stand auf, nahm ihr Zeug und ging ins Kinderzimmer. Nora folgte ihr. „Bist du böse mit mir?“, fragte Nora vorsichtig. „Ach quatsch!“ Ella klang Nora eine Spur zu sarkastisch. „Ich glaub dir nicht“
„Dann tus nicht, aber lass mich jetzt bitte in Ruhe!“, schrie Ella ihre Schwester an. Nora ging rückwärts aus dem Zimmer zurück zu Mr. Frosch. „Du, Mr. Frosch, ich glaub Ella ist sehr böse mit mir.“ Sie nahm ihr Kuscheltier ganz fest in den Arm, die Lust die Krippe umzudekorieren war ihr vergangen. Sie hasste Streit mit ihrer Schwester. das war immer so ein blödes Gefühl. Es tat ihr auch ein ganz bisschen leid, dass sie so viel nach Weihnachten gefragt hatte, sie wusste ja, dass Ella das gar nicht mag. Seufzend ging sie mit Mr. Frosch im Arm zurück zu Ella. „Tut mir leid Ella. Ich will nicht mit dir streiten, schon gar nicht wegen Weihnachten“, murmelt Nora betreten. Ella holte tief Luft, bevor sie antwortete: „Ich will doch auch nicht streiten.“ Nora strahlte. „Hast du mich jetzt wieder lieb?“ Ella lachte und nahm ihre Schwester ganz fest in den Arm. Auch wenn Ella Weihnachten nicht mochte, ihre Schwester hatte sie dafür sehr gerne.

♥♥♥

Morgen geht es mit Nora und Ella hier weiter.

(c) by Kathi

Adventskalender 2018 ~ 17. Dezember

Ich wünsche euch eine freudige Adventszeit mit Nora und Ella. Es ist zu empfehlen die Kapitel in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Hier geht es zum ersten Kapitel und hier zum vorherigen.

Kathi ♥

Adventskalendergeschichte 17

Nora spielte mit Ella und Mr. Frosch Memory, als ihr Papa nach Hause kam. „Na, wer ist am gewinnen?“, fragte er. Ella grinste selbstzufrieden „Ich natürlich.“

„Aber nur ganz knapp. Papa du störst meine Konzentration. Geh weg!“, frustriert drückte Nora Mr. Frosch noch fester an sich. Sie drehte eine Karte um, sie wusste, dass sie die andere Karte schon aufgedeckt hatten. Wo war das nochmal? War sie da? Nein, da war was anderes. „Wo Mr. Frosch, wo war diese Karte?“ Sie biss sich auf die Lippe, schaute Mr. Frosch in seine großen Augen und dann wusste sie genau wo die passende Karte lag. Triumphierend drehte sie eine Karte um. Tatsächlich war es die richtige Karte. Nora riss die Arme nach oben. „Juhu“, schrie sie. Ella und Nora spielten konzentriert weiter. Bloß keinen Fehler machen , dachte sich Nora. Am Ende schaffte sie es trotz blöder Kommentare von ihrem Papa ein Ausgleich zu erzielen. Ella passte das gar nicht. „Nächstes Mal gewinne ich!“, meinte sie während sie das Spiel einräumte.

„Mädels ich war auf dem Weihnachtsmarkt nach der Arbeit und da habe ich euch beiden etwas mit gebracht“, grinste Papa stolz. „Was hast du uns denn mitgebracht?“, fragte Ella neugierig. „Für dich habe ich etwas zu Essen mitgebracht aber nicht alle auf einmal und auch nicht jetzt essen, Mama kocht ja gerade. Hier“, er gab ihr eine Tüte. Ella quietschte. Ein etwas ungewohntes Geräusch für Ella, aber Nora konnte es verstehen. Sie quietschte auch gerne, vor allem wenn sie Dinge besonders gerne mochte und es war kein Geheimnis, dass Ella Lebkuchenherzen vom Weihnachtsmarkt liebte.

„Für dich Nora habe ich nur indirekt was, aber ich bin mir sicher du wirst dich auch freuen“, erklärte Papa Nora. Nora zog einen Schmollmund, da hatte sie sich schon so gefreut und dann so was. „Ich habe was für Mr. Frosch besorgt.“ Nora nahm Mr. Frosch ganz fest in den Arm und schaute ganz skeptisch. Sie hätte schwören können, dass Mr. Frosch zu grinsen anfing und vor Vorfreude fast explodierte. Ihr Papa zog eine Rote Weihnachtsmütze aus seiner Tasche und setzte sie Mr. Frosch auf. Sie passte perfekt. „Ich dachte Mr. Frosch möchte auch gerne so richtig in Weihachsstimmung kommen. Nora schaute Mr. Frosch an. Er sah schon echt niedlich aus mit der Mütze. „Danke Papa auch von Mr. Frosch, er freut sich sehr. Das ist sehr lieb von dir, dass du an ihn gedacht hast“, bedankte Nora sich.

Mr. Frosch saß an diesem Abend glücklich und zufrieden auf dem Sofa und fand seine neue Mütze sehr schön, während die Familie fröhlich am Essen war. Weihnachten konnte von ihm aus gerne kommen, er war vorbereitet!

♥♥♥

Morgen geht es mit Nora und Ella hier weiter.

(c) by Kathi

Adventskalender 2018 ~ 16. Dezember

Ich wünsche euch eine freudige Adventszeit mit Nora und Ella. Es ist zu empfehlen die Kapitel in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Hier geht es zum ersten Kapitel und hier zum vorherigen.

Kathi ♥

Adventskalendergeschichte 16

Nora stand genervt an der Tür. Ella trödelte mal wieder rum und versuchte ihre Mama davon zu überzeugen, dass es eine ganz blöde Idee sei, heute zum Adventsbasar ihrer Schule zu gehen. Doch Mama hatte kein Erbarmen mit Ella und so standen die drei wenig später in der Turnhalle der Grundschule. Ella ging zu ihrem Klassenstand, wo sie gebastelte Engel verkauften. Sie sollte mithelfen, die Engel zu verkaufen. Nora und ihre Mama wollten einen Rundgang machen, allerdings kamen sie nie weit, da ihre Mama ständig jemand traf, den sie kannte. Irgendwann bekam Nora Hunger. „Mama ich habe Hunger!“, beschwerte sie sich. „Möchtest du eine Waffel haben?“, fragte ihre Mama sie. „Ja bitte!“ Nora liebte Waffeln mit ganz viel Puderzucker drauf. Als ihre Mama und sie an dem Waffelstand ankamen, wurde Nora plötzlich ganz still. Christian stand hinter dem Stand und machte auf die fertigen Waffeln Puderzucker. Wie hatte sie nur vergessen können, dass Christian zur Schule geht und damit die Möglichkeit bestand, dass er hier war. Christians Mutter war auch da und buk die Waffeln ab. Wie schon neulich, als sie das Wichtelgeschenk gekauft hatten, fingen die Mütter ein Gespräch an. „Ach, ihr seid auch hier!“, freute sich seine Mama. Doch Nora hörte nicht weiter zu. Sie ging zu Christian, um ihm Hallo zu sagen. Er gab gerade einem Mädchen ihre Waffel. „Hallo“, flüsterte Nora. „Hallo Nora, bekommst du auch eine Waffel?“, fragte er freundlich. „Ja, meine Mama kauft mir eine.“ In dem Moment gab Christians Mama ihm eine fertige Waffel. „Die ist für Nora“, erklärte sie. „Kannst du vielleicht extra viel Puderzucker drauf machen?“, fragte Nora vorsichtig. „Na klar!“ Christian machte aus der Waffel eine richtige Schneelandschaft, so wie Nora es am liebsten hatte. „Hier deine Waffel.“ Er reichte ihr die Servierte mit der Waffel. „Dankeschön“, bedankte sie sich. „Hat mich gefreut, dich zu sehen.“ Nora lächelte ihn an, während ihre Mama sie schon weiter schob. Sie konnte nur noch ein kurzes Tschüss rufen. Nora war sich sicher, dass diese Waffel die beste Waffel war, die sie je gegessen hat.

♥♥♥

Morgen geht es mit Nora und Ella hier weiter.

(c) by Kathi