Adventskalender 2017 – Kapitel 24

Der Adventskalender 2017 ist eine zusammenhängende Geschichte. Falls du mal ein Türchen verpasst, kannst du von Kapitel zu Kapitel blättern.

Viel Freude mit der Geschichte und Frohe Weihnachten!

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Draußen vor dem Haus stand Ben und starrte sehnsüchtig in den sternenklaren Himmel. Es waren so unendlich viele und dabei konnte er nicht einmal annähernd alle Sterne mit bloßen Auge erkennen. Nur einer von ihnen, ein einziger, war etwas ganz besonderes. Er war dort gewesen und jetzt war sein Freund Waldemar dort. Weit entfernt lebte der Grünwichtel, der als Weihnachtswichtel zur Erde gekommen war.

Er fühlte sich beobachtet, dachte ganz fest an seinen Freund, der auf dem Weihnachtsplaneten auf seine Art Weihnachten feierte.

„Bald sehen wir uns wieder“, murmelte Ben, hob die Hand und winkte in den Himmel.

Eine Hand legte sich sanft auf seine Schulter.

„Kommst du rein?“, fragte Sven. Die Familien hatten nach all den Ereignissen entschieden zusammen Weihnachten zu feiern. „Alle anderen sitzen bereits am Tisch, wir wollen anfangen.“

Ben nickte, warf einen letzten Blick zu den Sternen, dann war er so weit. Er war bereit Weihnachten zu feiern, mit seiner Familie und seinem besten Freund. „Frohe Weihnachten Sven.“ Die Jungs grinsten sich an, vorbei war der sentimentale Augenblick. Mehr brauchte nicht gesagt werden. Sie waren beste Freunde und wussten genau, wie es dem anderen ging.

Es war Zeit Weihnachten zu feiern, gemeinsam!

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(c) Stephanie K. Braun

Ich hoffe, die Adventskalendergeschichte hat euch gefallen und wünsche euch auch ein wunderbares und friedliches Weihnachtsfest.

Mögen eure liebsten Menschen an diesen Tagen bei euch sein, zumindest im Herzen!

Frohe Weihnachten euch allen!

Adventskalender 2017 – Kapitel 23

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Es gab viel zu besprechen auf dem Weihnachtsplaneten, aber nicht heute. Heute war der schönste Tag im Jahr und den ließen sich weder Rotfelle noch Grünwichtel von Grumpy verderben. Es blieb noch genügend Zeit, darüber zu diskutieren, was er getan hatte und wie sie damit umgehen wollten. Die Menschen waren gerettet und heil zu Hause angekommen.

Weihnachten war gerettet, die Arbeit getan und jetzt war es Zeit zu feiern. Zeit, Weihnachten zu feiern. Ja, auch Rotfelle und Grünwichtel feiern Weihnachten. Es ist eine große und wunderbare Party. Nicht leise und besinnlich, aber wunderschön.

Das größte Highlight auf der galaktischen Weihnachtsfeier, war das Fernrohr, welches auf die Erde ausgerichtet war. Ein Blick auf die Menschen, die dort unten ebenfalls Weihnachten feierten, so völlig unterschiedlich, jeder auf seine Art, ließ die Herzen der Rotfelle und Grünwichtel schneller schlagen. Eines war überall auf der Welt offenbar das wichtigste: Die Familie!

Und so stießen all die Rotfelle und Grünwichtel mit Glühwein auf ihre eigene große Familie an. In diesem Jahr gab es auch zum ersten Mal Glühwein auf der galaktischen Weihnachtsfeier, eine Empfehlung von Waldemar. Allerdings unter der dringlichsten Warnung, nicht zu viel davon zu kosten! Die Nebenwirkungen waren ihm noch gut in Erinnerung, aber auch die schöne Wirkung, dass er einen Freund gefunden hatte, als es ihm selbst schlecht gegangen war.

Die Becher klirrten und ein Wunsch erfüllte die galaktische Weihnachtsfeier, ein Wunsch, der sich auch an die Menschen auf der Erde richtete:

„FROHE WEIHNACHTEN“

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(c) Stephanie K. Braun

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Adventskalender 2017 – Kapitel 22

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Ein großes Familienknuddeln war fällig. Ben in der Mitte, umarmten ihn seine Eltern beide ganz fest. Er war gar nicht so lange weg gewesen, wie sein Freund Sven, dennoch hatten auch seine Eltern sich große Sorgen gemacht.

Nach einer scheinbaren Ewigkeit ließen sie ihn los und er konnte endlich seinen Freund Waldemar vorstellen. Natürlich hatte der Grünwichtel es sich nicht nehmen lassen, seinen Freund nach Hause zu begleiten.

Sie setzten sich zusammen ins Wohnzimmer und erzählten einander, was sie verpasst hatten. So unglaublich Bens Geschichte klang, die Suche nach den anderen Grünwichteln, die Reise durch das All und die Befreiung von Sven und all den anderen Menschen. Seine Eltern glaubten ihm jedes Wort. Wie hätten sie ihm auch nicht glauben können, während Waldemar als lebender Beweis neben ihm saß.

Plötzlich hielt Ben inne, starrte seinen Freund an und begriff erst in diesem Moment: „Du bist ein Alien.“

Herzliches Gelächter erfüllte das Haus von Bens Familie, gefolgt von einer neuen Umarmung zwischen dem Weihnachts-Grün-Wichtel-Alien und einem Menschlichen Helden-Jungen-Retter-der-Welt.

Nachdem auch Waldemar Ben wieder los gelassen hatte, waren die Eltern mit ihrer Geschichte dran. Sie erzählten von ihrer Suche, dem Besuch in Svens Haus und dem Auftritt im Fernsehen. Sie erzählten nicht von ihrem Streit, stattdessen hielten sie sich die ganze Zeit an den Händen und strahlten ihren Sohn an.

Ben, der gerade von einem anderen Planeten zurück gekehrt war, staunte. Er war sehr stolz auf seine Eltern, die alles durchschaut hatten, na gut, den Teil mit dem Weihnachtsplaneten hatten sie dann doch nicht geahnt, aber die Ursache mit dem Spiel schon. Und sein Papa war im Fernsehen gewesen.

Irgendwann waren alle Geschichten erzählt und die Zeit des Abschiedes gekommen. Waldemar musste zurück. Es war schwierig genug für ihn gewesen mit Ben zur Erde reisen zu können, schließlich hatte er eine entscheidende Rolle in dieser Geschichte gespielt und auch auf dem Weihnachtsplaneten gab es nun vieles zu besprechen.

„Wir werden uns wiedersehen“, versprach der Grünwichtel seinem Menschenfreund.

„Werde ich dich auch noch einmal besuchen dürfen?“, fragte Ben zaghaft.

„Ganz bestimmt wirst du das. Vielleicht im Frühling, wenn bei uns alles etwas ruhiger ist.“

Lange stand Ben an diesem Abend noch am Fenster und sah in den Sternenhimmel hinauf. Einer davon, nur einer dort draußen, war der Weihnachtsplanet.

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(c) Stephanie K. Braun

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Adventskalender 2017 – Kapitel 21

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Grumpy war wütend. Er stand in seinem Büro und blickte hinaus. Ein Raumschiff nach dem anderen verließ den Hangar, verließ den Weihnachtsplaneten. Da zogen sie hin, diese Menschen. Sie verließen ihn, den Planeten.

Das Ende eines wunderbaren Plans.

Ein einzelner kleiner Junge und ein Grünwichtel waren es gewesen, die alles vereitelt hatten. Er hatte versucht sie sich zu schnappen, ihnen ihre verdiente Strafe zukommen zu lassen, aber sie wurden zu gut geschützt. Sogar sein eigener Sicherheitschef Leon stand auf der Seite dieser weihnachtsverrückten Rotfelle und Grünwichtel.

Was für eine Niederlage, was eine Krise.

Doch Grumpy würde nicht aufgeben.

„Nächstes Jahr ist wieder Weihnachten!“

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(c) Stephanie K. Braun

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Adventskalender 2017 – Kapitel 20

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Im Hangar des Weihnachtsplaneten war es laut und voll. Voll mit Menschen, Grünwichteln und Rotfellen. Sicherheitschef Leon versuchte Ordnung in das Chaos zu bringen, mühte sich die Menschen zu sortieren und auf die Raumschiffe zu verteilen. Da der verrückte Grumpy die Menschen ja unbedingt nach Größe hatte sortieren müssen, waren diese nun damit beschäftigt ihre Familienangehörigen wieder zu finden.

Für die Abreise zur Erde mussten die Menschen unbedingt regional sortiert werden. Die Grünwichtel hatten daher große Schilder gebastelt auf die sie die Erdregionen geschrieben hatten, aber irgendwie schien es nicht in der Natur der Menschen zu liegen, sich geordnet zu sortieren.

„Müssen Menschen denn immer so ein Chaos veranstalten“, seufzte er. Ben stand neben ihm und lachte. „Ja, das können wir gut.“

Leon wandte sich dem Jungen zu, der seinen besten Freund an der Hand hielt. Er würde Sven nicht noch einmal verlieren. Zu gerne hätte er mehr vom Weihnachtsplaneten gesehen, aber er wollte auch unbedingt nach Hause. Um ihn herum suchten und fanden sich Eltern und Kinder. Da war ihm klar geworden, dass seine Eltern nicht wussten, wo er steckte und sich sicher große Sorgen machten.

„Was schlägst du denn vorher junger Erdling? Wie können wir die Menschen dazu bringen in das passende Raumschiff einzusteigen?“

„Ganz einfach“, verkündete Ben. „Mach eine Durchsage und bitte sie, sich in einer Schlange aufzustellen. Im Schlange stehen sind wir wahre Experten.“ Leon brummte. Das klang für ihn merkwürdig, aber es könnte funktionieren. In der Hoffnung, die Menschen würden endlich damit aufhören durcheinander zu rennen, erhob er seine Stimme:

„Menschen! Bitte hört mir zu!“

Seine Stimme erfüllte den riesigen Hangar und die Menschen hielten tatsächlich kurz inne.

„Bitte bilden Sie eine Warteschlange, dann können wir Sie alle besser auf die Raumschiffe aufteilen. Wir versprechen Ihnen, niemand bleibt zurück. Verraten Sie den zuständigen Rotfellen einfach Ihren Zielort, dann wird Ihnen das passende Raumschiff zugewiesen.“

Ben und Sven kicherten in seinem Rücken. Es war tatsächlich so einfach. Die Menschen stellten sich brav in einer scheinbar endlosen Reihe auf. Es gab natürlich ein wenig Gedränge und Geschubse, insbesondere am Ende, denn es fehlte an leitenden Absperrungen, die der Warteschlange den Weg wies. Das Geschrei verstummte auch noch nicht, denn viele versuchten weiterhin ihre Lieben durch Zurufe zu finden. Einige wenige eilten auch noch immer durch den Hangar, aber im Großen und Ganzen ordnete sich das Chaos.

Sicherheitschef Leon war zufrieden.

(c) Stephanie K. Braun

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