Skip to content

Storytelling ~ 51. SocialBar Bonn

Da erzähle ich selbst auf der SocialBar Bonn, ich würde auf Events twittern und anschließend bloggen und was muss ich mir selbst eingestehen? Über die SocialBar habe ich bisher noch nie gebloggt. Wenn also nicht jetzt, wann dann?

In der 51. SocialBar Bonn ging es um den Themenschwerpunkt “Storytelling”. Diesmal gab es drei Vorträge, die in meinen Augen wunderbar zusammen passten und gut aufeinander aufbauten:

  • „Veranstaltung, Twitter, viele Einblicke, Menschen vernetzt = Kleiner Komet“
  • „Digital Storytelling im Spagat zwischen Authentizität und Zielen der Kommunikation.“ von Astrid Nierhoff
  • „#Inkluencer – Wie wichtig die Geschichten echter Menschen für die Kommunikation der Aktion Mensch sind“ von Xenia Fischer & Daniela Herrmann, Aktion Mensch

Was ist die SocialBar?

Ein wunderbares Format, Einblicke in spannende Themen zu bekommen und interessante neue Leute kennen zu lernen. Eigentlich findet die SocialBar Bonn an verschiedenen Bonner Orten statt. Die letzten Veranstaltungen fanden alternativ online statt, was übrigens wunderbar gelungen ist.

Die Socialbar – Lernort einer modernen Zivilgesellschaft: Soziale Medien, Kulturwandel & Bürgergesellschaft

Quelle: Webseite der SocialBar Bonn

Es gibt mehrere Referent*innen, die jeweils 10 Minuten Input geben. Anschließend ist noch einmal zehn Minuten Zeit für Fragen. Treffen wir uns in einer Location, gibt es auch ein kleines Catering und in der Pause ist Zeit für persönliche Gespräche. Eine Vorstellungsrunde im BarCamp-Stil mit 3 Hashtags gibt es auch, um das Netzwerken zu erleichtern. In der Zoom-Variante läuft das über Zettel in die Kamera halten oder den Chat ;-). Moderatorin Ute Lange liest diese dann vor.

Mein Beitrag übers Eventtwittern

Zur Vorbereitung auf meinen eigenen Vortrag habe ich ihn schriftlich ausformuliert – zum ersten Mal. Nur zehn Minuten zu haben, war schon eine Herausforderung, vorgetragen hatte ich schon lange nicht mehr, dafür viel geschrieben. Den geschriebenen Teil hatte ich dann lesend in fünf Minuten durch, eine gute Basis. Letztendlich blieben davon Stichworte übrig und die Visualisierung in der Präsentation als roter Faden. Hier teile ich mit euch eine angepasste Form der schriftliche Vorbereitung, die sich nicht ganz mit dem deckt, was ich erzählt habe …

Wenn ich eine Veranstaltung wie die Social Bar besuche, twittere ich meistens live mit. Heute erzähle ich euch ein bisschen über das Warum und Wie. Es folgte ein Apell an die Anwesenden unter #SocialBar und #Eventtwittern zu twittern.

Es entsteht parallel ein Austausch mit den anderen Anwesenden, die ebenfalls twittern. Gemeinsam ergeben die Tweets ein Bild aus verschiedenen Blickwinkeln. Andere lesen die Tweets, werden neugierig und beteiligen sich. Auch hier entsteht ein Austausch. Manchmal gebe ich auch Anmerkungen von Außen, in die Diskussion vor Ort.

Meine Tweets stellen meine Mitschrift dar. Im Anschluss schreibe auf dieser Basis meinen Blogartikel. So habe ich nicht nur für mich, die neuen Informationen reflektiert, sondern auch gleich mit anderen geteilt. Die Beiträge sind nicht objektiv, denn es ist immer nur meine Perspektive, meine Wahrnehmung, meine Wahrheit.

Wann twittern und was?

Twittere, wenn du Lust dazu hast und es vom Veranstalter her ok ist. Wenn es einen Hashtag gibt, fühle ich mich aufgefordert. Im Zweifelsfall frag nach, habe ich auch schon gemacht. Auf klassischen Weiterbildungen und Partys twittere ich nicht.

Witzigerweise werden auf Partys von vielen Menschen Bilder gemacht und in soziale Netzwerke gestellt. Partybilder schaffen gemeinsame Erinnerungen und machen andere neidisch. Das machen Eventtweets auch. Das ist für Veranstalter wertvoll, wenn die neidischen Follower beim nächsten Mal dabei sein wollen.

Eventweets schaffen auch einen zusätzlichen Mehrwert, erleichtern Netzwerken und führen die Themen oft weiter. “Ich bin hier Tweets” und #Foodporn sind quasi die Party Pics auf Events. Erzähl ein wenig mehr. Bring auf den Punkt, was du aus einem Vortrag oder Workshop mitnimmst. Tagge Referenten, wenn möglich und nutze Hashtags zur Veranstaltung und zum Thema.

Ein Beispieltweet, den du auf Twitter nicht finden wirst und in dem der Hashtag #Eventtwittern fehlt

Storytelling in 280 Zeichen?

Klingt unmöglich, ist es aber nicht!

Ein Blick auf mein Blog verrät euch, dass kurz fassen eigentlich nicht meine Stärke ist. Die Zeichenbeschränkung hat mich gelehrt Dinge auf den Punkt zu bringen Eine Twitter Story wird zu einem Puzzle der Essenz.

Ihr könnt auch längere Geschichten in einem Thread erzählen, dabei bleibt wichtig, dass jeder einzelne Tweet alleine verständlich bleiben sollte, schreibt bitte nicht mitten im Satz weiter. Jeder Tweet kann einzeln geteilt werden. Hashtags setzen Kontext.

Probiert es einfach mal aus. Mir gelingt auch nicht jeder Tweet, dann verschwindet er eben ohne groß beachtet zu werden. Tippfehler passieren, nehme ich mit Humor und es sind schon lustige Geschichten entstanden.

Üben könnt ihr übrigens auch gut mit einem Buch, teilt Erkenntnisse oder Zitate auf Twitter, nutzt passende Hashtags und nennt immer die Quelle im selben Tweet.

Warum das alles?

Wir schaffen einen Mehrwert für uns selbst und andere.

Warum seid ihr auf social Media?
Netzwerken und sichtbar werden mit euren Themen?
Voilà deine Chance.

Selbst habe ich mit dem twittern auf meinem ersten Barcamp angefangen. Sascha und Johannes von Bonn.Digital haben gesagt, das mache man so. Barcamp Regel Nummer 1 lautee “Sprich über das Barcamp”. Das habe ich ausprobiert und Spaß daran gefunden. Alles weitere war ausprobieren und Übung.

Twittert über die Socialbar und andere Events, habt Spaß dabei und vergesst den Hashtag nicht!

Ausführlicher übers Eventtwittern habe ich bereits geschrieben.

Digital Storytelling im Spagat zwischen Authentizität und Zielen der Kommunikation

Es gibt viele Arten Geschichten zu erzählen. Mit Digital Storytelling nach der Berkley Methode entstehen besondere Geschichten, die ich sehr schätze. Es geht um kurze multimediale Geschichten von Herzen. Astrid sprach über den verantwortungsvollen Umgang mit Geschichten.

Zu Beginn eines Storytelling Projektes steht immer die Frage nach dem Warum. Warum sollen die Geschichten erzählt werden? Die Auftraggebenden verknüpfen Wünsche und Ziele an die Geschichten, die sich nicht unbedingt mit denen der Teilnehmenden an den Workshops decken müssen, die ihre Geschichten erzählen. Eine gute Kommunikation ist hier im Vorfeld wichtig und den Teilnehmenden muss immer frei gestellt bleiben, was mit ihren Geschichten passieren darf und sie müssen darüber aufgeklärt werden, was mit ihren Geschichten passieren kann, wenn sie für die Öffentlichkeit freigegeben werden.

Ein Workshop mit persönlichen Geschichten braucht eine professionelle Vorbereitung und sichere Rahmenbedingungen!

Neben ethischen Aspekten und dem Schutz der Persönlichkeit, ist auch eine spannende Frage, wie mit Geschichten umgegangen wird, die nicht ins Narrativ der Organisation (Auftraggeber) passt. Astrid hält ein kleines

Plädoyer für mehr Mut zu multiplen Perspektiven und Arbeiten auf Augenhöhe. Es gibt zwischen dem Reich der “feel-good” Geschichten und dem Reich der schrillen Tragödien viel Platz für mannigfaltige Nuancen.

Astrid Nierhoff

Wenn du mehr zum Thema lesen möchtest, findest du hier meinen Bericht zu einem längeren Vortrag von Astrid unter dem selben Titel.

#Inkluencer – Wie wichtig die Geschichten echter Menschen für die Kommunikation der Aktion Mensch sind

Xenia und Daniela von Aktion Mensch haben ein wenig über den Wandel bei Aktion Mensch gesprochen und erzählt, welche Rolle Storytelling für die Organisation inzwischen spielt. Es war einmal “Aktion Sorgenkind” … und daraus wurde Aktion Mensch. Menschen dachten sich Geschichten für Kampagnen aus und Models stellten sie dar.

Inzwischen hat sich die Haltung in der Organisation gewandelt und es wird wert auf authentische Geschichten von echten Menschen gelegt. Als zentrales Narrativ gilt: “Menschen interessieren sich für Menschen”. Es werden Menschen gesucht, die ihre Geschichten erzählen können. Menschen, die zur Aktion Mensch passen. Das Narrativ ist eine positive Haltung gegenüber Inklusion. Dabei wird auf Social Media gesetzt, insbesondere Facebook und Instagram, #INKLUENCER.

Die nächste SocialBar findet am 2. November 2020 statt,
entweder in den Räumen von Aktion Mensch in Bonn oder online via Zoom.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.