Inspiration zu diesem Beitrag
Ich las gerade in dem Buch „Du bist mehr als eine Zahl“ von Irene Kilubi.
Im fünften Kapitel geht es unter anderem über die unterschiedlichen Kommunikationsstile der verschiedenen Generationen.
Menschen nutzen immer die Technologien, mit denen sie aufgewachsen. So einfach, so simpel.
Iréne Kilubi, Seite 137
Persönliche Vorlieben spielen dabei auch eine Rolle.
Während ich das schreibe, erinnere ich mich daran, wie mein Papa für seinen Job ein Faxgerät bekommen hat. Ich war fasziniert. Eine Kombination aus Drucker und Telefon. Ich packe ein Blatt Papier rein und es kommt bei jemand anderen raus.
Doof fand ich, dass ich es nicht nutzen konnte, weil ja alle meine Freundinnen eben so ein Gerät bräuchten und ich verlor schnell das Interesse an diesem Gerät, dass ja auch für Papas Job da war.
Nein Fax ist nicht mein bevorzugtes Kommunikationsmittel, habe nie eins besessen.
Kommen wir zurück zu dem, was ich eigentlich schreiben wollte.
Flexible Kommunikation
Ich liebe es sehr, dann zu kommunizieren, wenn mir die Gedanken kommen. Spontan und flexibel. Dabei bin ich total fein damit, wenn ich auf die Antwort warten muss, es ist aus meinem Kopf raus.
Tatsächlich habe ich auf meinem Smartphone eine Reihe von Messengern und es ist mir fast egal, auf welchem Kanal du mich kontaktierst.
Was mich anfängt zu stressen, wenn wir über mehrere Kanäle kommunizieren. Wenn unser Kontakt via LinkedIn besteht, fein, dann schreiben wir zwei über LinkedIn. Mit anderen ist es dann eben Signal oder zu bestimmten Themen ist es ein Dienst. Wenn ich suchen muss, wo du mir was geschrieben hast, wird es anstrengend.
Zu schätzen gelernt habe ich die Funktion, Nachrichten zu planen. Es hilft nichts, wenn ich morgens um 5 einen Gedanken habe, der jemandem nachmittags eine wertvolle Erinnerung wäre. Also plane ich meine Nachricht, damit zu einem günstigen Zeitpunkt ankommt.
Messenger, Chat oder Mail, alles super, so lange ich die Info wieder finde, wenn ich was nachlesen muss. Das sind manchmal stressige Momente, aber das habe ich inzwischen auch gut im Griff, indem ich mir eine Notiz da mache, wo ich sie finde, z.B. im Kalender alle Details für ein Treffen notieren.
Spontane Anrufe
Ich will nicht behaupten, dass ich gar nicht gerne telefoniere. Ich mag nicht gerne ohne Vorwarnung angerufen werden. Wenn es wichtig und dringend ist, bitte gerne, dann lasse ich auch alles stehen und liegen.
Aber ich muss alles stehen und liegen lassen, wenn jemand anruft. Ich sitze ja nicht rum und mache gar nichts.
Bei privaten Gesprächen einfach mal kurz schreiben „Hast du Lust zu telefonieren“ schätze ich sehr.
Mein Diensthandy darf klingeln, das ist etwas anderes. Und ich habe mir ein extra Handy angeschafft, dass klingeln kann und ich stelle es bewusst laut und leise. Das funktioniert inzwischen auch sehr gut.
Mein bevorzugter Weg der Kontaktaufnahme ist auch in diesem Fall die Mail und das machen auch die meisten. Ich verstehe, dass ein Anruf für viele einfacher ist und dem verschließe ich mich nicht. Ich kontrolliere aber meine Erreichbarkeit.
Und das mache ich auch privat.
Wenn ich also kurz vor einem Termin bin und sehe, dass es klingelt, ignoriere ich es. Das habe ich mir bewusst angewöhnt und das schlechte Gewissen abgewöhnt.
Menschen rufen an und fragen: „Störe ich gerade?“ Darauf mit „Ja“ zu antworten habe ich nie geschafft. Was ich kann, ist zu sagen, dass ich wenig Zeit habe und die Person bitten, direkt auf den Punkt des Anliegens zu kommen.
Mit der Haltung „Ich wäre nicht ran gegangen, wenn ich keine Zeit hätte“, geht es mir besser. Das Problem, im Notfall nicht erreichbar zu sein, ist geblieben. Daher schätze ich wie erwähnt die Kombi Messenger und Anruf.
Persönliches Fazit
Melde dich gerne bei mir. Ich freue mich über Kontakt. Selten bin ich diejenige, die sich zuerst meldet, das ist ein anderes persönliches Thema, aber auch das ist besser geworden. Und nicht ohne Grund gibt es im Oktober den Monat der Verdindung. Die Idee war ursprünglich als persönliche Challenge gedacht.
Schreib mir, nutze gerne deinen bevorzugten Weg per Mail oder einen der zahlreichen Messenger Dienste, ich bin da gerne flexibel.
Bitte respektiere dafür, dass ich nicht so gerne spontan angerufen werden.Wenn wir schreiben und es zeitlich passt, mir länger nur für dich Zeit zu nehmen, dann tue ich das gerne. Sogar spontan. Telefontermine oder Viddeocalls finde ich super.
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