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Meine Woche KW15 in 2022

Mündung des Rheindorfer Baches in den Rhein, Rheinsteine

Es wird Frühling und das spüre ich. So sehr ich den Frühling liebe, mag ich es gar nicht ein Wetterfrosch zu sein. Der Wetterumschwung geht bei mir seit einigen Jahren mit Schmerzen einher. Ist es das Alter? Keine Ahnung. Ich hatte eine Diagnose und Medikation, verlor diese wieder. Jetzt heißt es klarkommen, das tue ich. Es kostet nur unfassbar viel Energie. Energie, die ich gerne in die Projekte stecken möchte. Daher gab es jedenfalls letzte Woche keinen Bericht, der im Kopf schon fast fertig war, meine Finger wollten samstags nicht mehr tippen, das habe ich dann akzeptiert.

Wenn ich auf die beiden vergangenen Wochen zurückblicke, bin ich zufrieden, was ich trotz Schmerzen geschafft habe. Es gab viele tolle Momente, auch schmerzfreie. Ablenkung und positive Energie hilft, wenn natürlich auch nicht dauerhaft.

Würfeln

In KW13 habe ich euch von meinem Würfelexperiment berichtet, das hat mich weiterhin begleitet. Der Fokus lag natürlich auf den Terminen und ich habe mir Fokus-Aufgaben überlegt, die auf jeden Fall erledigt werden müssen. Dazwischen habe ich hier und da auch gewürfelt und dann wieder Aufgaben erledigt, nach denen mir gerade war, einfach weil es passte oder sie dringend waren. Diese Kombination gefällt mir und hilft mir tatsächlich dabei mehr zu schaffen.

SuiseiNo-Beratung

Ich war ehrlich nervös, ob die Idee mit den Workshops eine gute ist. Nachdem bei meinen ersten Versuchen Storytelling Workshops online anzubieten, schlichtweg niemand teilnahm, hatte ich wenig Hoffnung. Ich bin froh, dass ich es probiert habe.

Es gab tatsächlich eine einzelne Anmeldung. Fantastisch! Ich habe mich gefreut und im nächsten Moment gedacht: Mist, wie bekomme ich das jetzt hin? Zuerst wollte ich andere Menschen finden, die mit dazu kommen, damit ich eine Gruppe habe, so wie geplant.

Letztendlich habe ich das Konzept ein wenig abgeändert und ein 1:1 Coaching daraus gemacht. So gab es zwar keine Inspiration aus der Gruppe, aber eine intensivere Begleitung durch mich. Natürlich kann ich euch nicht mehr darüber verraten. Nur so viel: Es war großartig! Eine rundum runde Stunde.

Hoch motiviert habe ich neue Termine eingestellt. Schau gerne mal auf SuiseiNo-Beratung, ob was für dich dabei ist. Ob es wieder ein Privattermin wird? Kann ich nicht vorhersagen, absagen werde ich sicher nicht, falls es nur eine Anmeldung gibt. Das Konzept für die Gruppe ist aber auch toll und habe ich bereits ausprobiert.

Aller Anfang ist schwer. Im Moment freue ich mich riesig über jede*n einzelne*n Klient*in. Die Beratungstermine erlebe ich zum einen als sehr spannend. Ich bin neugierig auf die Geschichten, Erfahrungen und Ansichten der Menschen, die zu mir kommen und als bereichernd. Es tut mir gut, mich wirksam zu erleben, zu spüren, wie meine Fragen etwas auslösen, ein Umdenken passiert und sich plötzlich neue Ideen und Möglichkeiten auftun. Ich bin froh, diesen Schritt gegangen zu sein, auch wenn es aktuell noch schwierig ist. Beste Grüße an mein Zukunfts-Ich, dass sich möglicherweise nach diesen Zeiten zurück sehnt, in denen ich noch viel Zeit habe Fachliteratur zu lesen.

StoryUp Your Artefact

Es ist so weit, die Workshop Termine in Kooperation mit dem LVR LandesMuseum Bonn sind endlich buchbar!

Am 23. April und 21. Mai finden unsere Workshops für Familien zur Ausstellung Leben am Limes statt!

Jeweils von 14 bis 17 Uhr bekommt ihr einen Einblick in die Ausstellung, hierfür steht uns ein Museumsguide zur Seite. Außerdem werdet ihr als Familie gemeinsam eine Geschichte entwickeln. Dabei setzt ihr genau dort an, wo die Wissenschaft keine klaren Antworten mehr hat. Wie lebte es sich damals hier in Bonn am Limes?

Ich selbst bin erst im Mai dran, freue mich aber jetzt schon wahnsinnig auf den Workshop! Astrid, Mélina und ich haben so viel Arbeit in dieses Projekt gesteckt und endlich ist es so weit! Weitere Infos findet ihr auch auf meiner Workshop-Seite.

Lehre

Das neue Semester ist gestartet und ich hatte ein sehr lustiges Erlebnis an der IU. Ich gebe zwei parallele Kurse im Wissenschaftlichem Arbeiten. Das ist ein Modul, welches in vielen, wenn nicht gar allen Studiengängen angeboten wird. Ich hatte mal abgesprochen, dass ich das Modul vorzugsweise für Psycholog*innen geben möchte. Da kann ich auf die Besonderheiten des Faches am besten eingehen und passende Beispiele bringen. Es war eine Kollegin abgesprungen und mir kurzfristig ein zweiter Kurs angeboten. Prima.

Letzte Woche startete ich dann den Kurs mit den Studierenden der Psychologie im Hauptfach. Ich fragte noch ab, ob sie alle Psychologie studieren, hatte schon mal einzelne aus anderen Studiengängen dazwischen. Jep, alles Psycholog*innen.

Am nächsten Tag dann der zweite Kurs. Irgendwas war anders. Zu Beginn mache ich immer ein kleines Kennenlernen über Mentimeter. Die Studierenden dürfen sich wie bei einem BarCamp mit 3 Begriffen vorstellen und es entsteht eine Wortwolke. Diese war erstaunlich kreativ. Ich spiegelte, dass mir das auffiel, erzählte, dass ich Autorin sei und mich freue mit so kreativen Menschen zusammen zu arbeiten. Danach kam die Frage, in welchen Bereichen sie neben dem Studium tätig seien. Auch hier kamen ganz andere Antworten als am Vortag. So was wie Webdesign ist schon speziell, ich erzählte, dass ich selbst zwei Webseiten gebaut habe. Auch andere Tätigkeiten waren irgendwie anders, als in den anderen Kursen.

Da kam mir so ein Verdacht und ich stellte die Frage, wer Psychologie studiert. Kopfschütteln in den Kameras, negative Reaktionen von denen ohne. „Dann schreibt doch mal in den Chat, was ihr studiert“, bat ich neugierig. Eine Studentin meldete sich zu Wort und erklärte, sie seien alle im Studiengang Mediendesign.

Ich musste herzlich lachen. Darauf war ich nicht vorbereitet, aber ich habe mich spontan darauf eingestellt, ehrlich zugegeben, dass ich von Mediendesign wenig Ahnung habe und mein Konzept spontan kreativ ein wenig auf diese Situation angepasst. Ich lasse die Studierenden zum Glück eh gerne Beispiele benennen, an denen wir arbeiten und so hatten wir jetzt bereits zwei spannende Termine zusammen. Es macht Spaß mit zwei verschiedenen Gruppen zu arbeiten. Es ist eh nie exakt zwei mal dasselbe Programm. So ein Kurs lebt eben von dem, was die Teilnehmenden mitbringen. Das ist das, was mir an der Lehre Freude macht, der Austausch miteinander.

Eins sei an dieser Stelle klargestellt, die Geschichte wäre nie so lustig abgelaufen, wenn ich aufmerksam alle Details gelesen hätte. Mir standen alle Informationen rechtzeitig zur Verfügung! Aber so war es doch viel schöner.

Autorinnenleben

In meinem Kopf haben sich einige Zweifel breit gemacht, ob ich den Weg der Selfpublisherin im Selbstverlag wirklich gehen möchte. Klar, habe ich den Vorteil mit den Menschen zusammen zu arbeiten, mit denen ich arbeiten möchte. Die passenden zu finden, sich mit diesen abzusprechen. All das kostet Zeit und Nerven. Genau da haben Verlage Vorteile, sie nehmen einem das ab.

Andererseits bin ich so weit gekommen. Das Manuskript liegt fertig lektoriert da, will ich jetzt aufgeben?

Da ist dieser riesige Kostenberg, das Risiko. Kann und will ich das tragen, zu meinen anderen Projekten? Selbstständigkeit ist immer mit Risiken verbunden. In welche Projekte möchte ich jetzt investieren?

Schwierige Fragen, die ich längst für mich beantwortet hatte. Dinge auf dem Buchmarkt ändern sich. Der Distributor mit dem ich zusammen arbeiten wollte, fiel negativ auf. Das Problem mit dem Papier … Wäre es nicht doch nachhaltiger auf On Demand zu gehen? Die Gewinnspanne kleiner, das Risiko auch? Es bräuchte deutlich mehr Verkäufe, bis die Kosten wieder drin sind.

Nochmal alle Fragen von vorne durchgehen? Sinnvoll, definitiv. Schließlich ist schrecklich viel Zeit vergangen …

Tja, mit all den Zweifeln arbeitet es sich nicht so einfach an den Projekten weiter, die sich stauen. Fokus lag in den letzten beiden Wochen auf den genannten Fragen, insbesondere dem Thema Illustrationen.

Weiter gearbeitet habe ich ein wenig an der Elfenprinzessin. Meine Tochter hatte angefangen es zu lesen und kam mit ein paar sehr berechtigten grundlegenden Kritikpunkten. Denen stelle ich mich aktuell ganz langsam. Es könnte eine wirklich gute Reihe werden …

Frohe Ostern oder auch einfach schöne Feiertage

Jetzt stehen vier freie Tage an. Frei? Ich weiß es noch nicht. Seit ich vollkommen selbstständig bin, sind Feiertage irgendwie seltsam, Tage an denen ich nicht arbeiten sollte?

Wie auch immer ihr die Feiertage verbringt, habt eine gute Zeit!

Wer Ostern mag, hat vielleicht Lust auf meine Oster-Geschichte, die ich vor Jahren mal für eine Kindergartenzeitung geschrieben und inzwischen auf eingesprochen habe. Hier geht es zu meinen Angsthasen.

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