Ein Faden durch das Labyrinth des Lebens

Der magische Faden - Tom Llewellyn

Der magische Faden – Tom Llewellyn

Kennt ihr die griechische Sage, um das Labyrinth des Minotaurus?

König Minos baute der Sage nach ein riesiges Labyrinth auf Kreta. Mitten in dieses Labyrinth sperrte er den Minotaurus, den seine Frau geboren hatte. Minos verlange von den Athenern als Tribut jedes Jahr 7 junge Männer und Frauen.

Eines Tages sollte der junge Theseus geopfert werden. Doch Ariadne, die Tochter des Königs, verliebte sich unsterblich in ihn und steckte ihm zwei Dinge zu: ein Schwert und einen Faden mit dem er den Weg aus dem Labyrinth zu ihr zurück finden sollte.

Theseus wurde zum Helden, tötete den Minotaurus und kehrte aus dem Labyrinth zurück. Allerdings gab es keine glückliche Liebesgeschichte.

Der magische Faden

Diese Sage wird im Kinderbuch “Der magische Faden” von Tom Llewellyn aufgegriffen.

Markus Vater ist Archäologe, fasziniert von dem Labyrinth des Minotaurus, aber leider seit einigen Jahren verschwunden. Eines Tages erhalten seine Kinder ein merkwürdiges Päckchen von ihm. Es ist ein Paket, wie er es auch schon früher von seinen Ausgrabungen geschickt hat. Der Inhalt: ein Wollknäuel, ein etwas unheimlich aussehendes Wollknäuel mit schwarzem Faden.

Dieser Faden sieht nicht nur schwarz und unheimlich aus, ist offenbar auch noch magisch …

Leseerlebnis

Die ersten Kapitel lasen sich für mich wie eine wirklich schräge Geschichte. Ich ahnte nicht, auf was es hinauslief, denn den Klappentext hatte ich bei der Anfrage des Buches gelesen, aber beim Lesen wusste ich nicht mehr, was mich erwartet. So lese ich am liebsten.

Was Markus und seine Geschwister mit dem Faden erleben ist schon nahezu absurd. Dazu gehört auch der merkwürdige Mann, der im Garten auftaucht, nicht wissend wer er ist, warum er da ist, aber er bleibt tagelang.

Es war mir fast schon zu konfus, doch dann löste sich das Wirrwarr langsam auf und alles ergab einen Sinn.

Gut gefallen haben mir die Charaktere der Kinder, Markus und seine Geschwister gelten als seltsam und werden dafür in der Schule regelmäßig geärgert. Jannie ist nicht nur stumm und kommuniziert über ein Notizbuch, sie ist auch noch hochintelligent und fasziniert von Leonardo da Vinci. Ich bin nicht sicher, ob sie wirklich stumm ist oder aus anderen Gründen nicht spricht. Sie ist ein ungewöhnliches Mädchen, aber die Erklärung, was genau mit ihr los ist fehlt. Das ist für mich schade, da es mich interessiert hätte, für Spekulationen habe ich nicht genügend Informationen, auch wenn ich einen Verdacht habe, was der Autor möglicherweise andeuten wollte. Andererseits finde ich schön, wie die Familie mit ihr umgeht, sie lieben Jannie und finden sie großartig wie sie ist. Ihr Schweigen wird niemals zum Problem.

Fazit

Ein lesenswertes, wenn auch ein verrücktes Kinderbuch.


Das Buch wurde mir über NetGalley von Thienemann Esslinger zur Verfügung gestellt.

Der magische Faden
Tom Llewellyn
übersetzt von Ilse Layer
Thienemann
ISBN: 978-3-522-18449-6
Erschienen am 20.07.2017

kleiner Komet (Stephanie)

kleiner Komet (Stephanie)

Ich liebe Geschichten - fiktive wie Geschichten aus dem echten Leben. Als kleiner Komet tauche ich ein in verschiedene Welten und erzähle euch von meinen Abenteuern.

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