Ein Barcamp für Frauen – nur Frauen?

Johanna Nolte eröffnet das Barcamp "Frauen machen Zukunft" im Post Tower Bonn

Johanna Nolte eröffnet das Barcamp “Frauen machen Zukunft” im Post Tower Bonn

Am 9. September 2018 fand in Bonn das erste Frauenbarcamp unter dem Motto “Frauen machen Zukunft” statt. Angeboten und organisiert wurde es von der Bonner Trio Medien Agentur, einem derzeit reinen Frauenunternehmen mit aktuell einem männlichen Praktikanten.

Das BarCamp “Frauen machen Zukunft” ist das erste BarCamp in Bonn zu diesem Thema. Es bringt Frauen zusammen, die sich sonst nicht begegnen, weil die Arbeitsbereiche, Rahmenbedingungen und Vorstellungen der Arbeit von morgen zu unterschiedlich sind.

Auch wenn das Motto “Frauen machen Zukunft” lautet: Das BarCamp ist selbstverständlich offen für alle! (Ankündigung auf der Veranstaltungsseite)

Die Interpretation der Zielsetzung war unterschiedlich:

  • Zielgruppe sind Frauen
  • Männer sind Willkommen – Aber auch Zielgruppe?
  • Es geht um Frauenthemen
  • Es geht um berufliche Karriere von Frauen
  • Es ist eine feministische Veranstaltung

Ihr habt sicher selbst einige Assoziationen zu dem Titel und der Ankündigung. Wie ich gerne sage “Barcamp ist, was du daraus machst“, hängt die Veranstaltung davon ab, wer sich angesprochen fühlt und tatsächlich kommt.

Ich war tatsächlich skeptisch, ob ich eine reine Frauen-Veranstaltung besuchen möchte. Da ich Barcamps liebe und Johanna Nolte (Twitter) sehr schätze, die es mit mit ihren Kolleginnen von TrioMedien organisiert hat, habe ich mir ein Ticket besorgt. Ich hatte mir auch Gedanken gemacht eine Session anzubieten. Dazu kam es nicht, was auch nicht nötig war, denn es gab tatsächlich zwei Sessions mehr als vorgesehene Slots. Es wurde passend gemacht.

Wie ich das Barcamp erlebt habe

Für mich sehr schön war, einige Frauen wieder zu treffen, die bereits fester Bestandteil meines persönlichen Netzwerks sind. Frauen, die ich immer wieder sehr gerne treffe. Ich habe auch einige neue Frauen kennen gelernt, bin auch einigen begegnet, die ich nicht näher kennen lernen wollte. So ist das, wenn unterschiedliche Menschen aufeinander treffen, alles typisch BarCamp.

Doch es war auch anders. Einige sagten und schrieben, wir wären “unter uns” gewesen, es hätte eine “geschützte Atmosphäre” gegeben. Das kann ich nicht teilen. “Unter uns” würde für mich implizieren, dass ich mit einer homogenen Gruppe zusammen gewesen wäre. Das war so nicht. Die Gruppe bestand zu 99% aus Frauen, da endeten aber die Gemeinsamkeiten. Die beruflichen Hintergründe, Zielsetzungen, Erwartungen und äußeres Erscheinungen (stark gestylt, bis ungeschminkt und lässig), war sehr vielfältig, ebenso die angebotenen Themen. Und das ist gut so, denn genau das bedeutet BarCamp, die Möglichkeit vielfältiger Begegnungen.

Zum ersten Mal bei einem BarCamp habe ich sehr früh, viele negative Äußerungen mitbekommen. Es kann zum Teil auch an der zu langen Sponsorenrede gelegen haben, vielleicht auch daran, dass nach der Eröffnungsveranstaltung bis zur ersten Session noch einmal reichlich Zeit war für ein Getränk und Netzwerken blieb. Die Rede war mir ebenfalls zu lang, konnte dem Redner persönlich auch nicht gut zuhören, was nicht daran lag, dass er ein Mann war, sondern eine für mich nicht ansprechende Art zu reden hatte. Zeit für Gespräche sind für mich mit das wertvollste auf so einer Veranstaltung, geht offenbar nicht allen so.

Viele Menschen in einem Raum, die gleichzeitig reden, ist für mich manchmal eine stressige Situation. Insbesondere wenn ich müde bin und das war ich an diesem Tag, nach einer ereignisreichen Woche, fällt es mir schwer, die anderen auszublenden und mich auf mein Gespräch zu konzentrieren. Das ist sicher nicht ungewöhnlich, wenn auf einmal nur noch ein Rauschen, ein uneindeutiges Stimmengewirr wahrzunehmen ist. Sind nur Frauen anwesend, ist diese Frequenz eine andere, als bei geschlechtergemischten Gruppen, höher und damit für mich unangenehmer. Ein mir nicht unvertrautes Phänomen.

Und Männer?

Oliver war da! Ich kenne Oliver, er gehört ebenfalls zu den Menschen, die ich regelmäßig auf Barcamps treffe. Ich habe mich gefreut ihn zu treffen. Das ging allerdings nicht allen so. “Was macht denn der Mann hier?” “Warum bietet der Mann zwei Sessions an?” “Muss mir das jetzt wieder ein Mann erklären?”. Zu solchen Aussagen kann ich nur den Kopf schütteln. Es ist traurig, dass sich Frauen von der Anwesenheit eines Mannes bedroht fühlen, einfach weil er ein Mann ist. Ja, ich weiß, dass viele schlechte Erfahrungen gemacht haben. Diese aber auf ein komplettes Geschlecht zu generalisieren, ist nicht hilfreich und kann auch niemals zu einer wirklichen Gleichberechtigung führen. Dieser Mann war offen genug, die Einladung, Männer seien willkommen anzunehmen und seine Expertise zu zwei Themen zu teilen. Ein Angebot, kann man annehmen oder es lassen.

Es gab auch noch einen zweiten Mann, Phi, der ein Shirt mit der Aufschrift “Female Future Force” trug. Über ihn habe ich nicht eine negative Äußerung mitbekommen. War er den Frauen willkommener? Ich weiß es nicht, habe ihn auch nicht persönlich gesprochen, viele Frauen auch nicht. Ich kann euch nur berichten, was ich beobachtet habe.

Weitere anwesende Männer:

  • der Praktikant von Trio Medien, den ich tatsächlich nur beim Einlass und bei der Eröffnung gesehen habe.
  • ein Techniker, der auch stumm bei uns am Tisch sein Mittagessen gegessen hat.

Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Männer da waren, die ich nicht wahrgenommen habe.

Interessant waren die Reaktionen auf Vera, die sich in der Vorstellungsrunde als

Frau mit männlichem Migrationshintergrund

vorgestellt hat. Vera ist mir bereits früher auf dem Litcamp Bonn begegnet. Ich habe sie als Autorin kennen gelernt, wir habe uns damals unterhalten und das Geschlecht spielte in diesem Gespräch keine Rolle. Gelesen habe ich bisher noch nichts von ihr, da ihre Bücher mich nicht direkt ansprechen. Um es mal ganz platt zu sagen: Sie sind mir zu feminin! Je öfter ich Vera allerdings treffe, desto neugieriger bin ich auf ihre Bücher, einfach weil sie ein so sympathischer und humorvoller Mensch ist. Gerne würde ich eine ihrer Kabarett-Lesungen besuchen. Nun die Reaktionen auf Vera waren sehr gemischt. Manch eine sah in ihr den “männlichen Migrationshintergrund”, viele waren neugierig auf ihre Geschichte, dazu später mehr. Eine Äußerung war: “Und jetzt bekommt der ehemalige Mann die Aufmerksamkeit.”

Und das nächste Frauenbarcamp?

In der Abschlussrunde zeigte sich erneut die unterschiedliche Erwartungshaltung: Mehr Männer oder gar keine Männer.

Es gab Kritik an der Äußerung “Das Barcamp sei selbstverständlich für alle offen”, während der Titel eben nicht so einladend war. Die richtige Wortwahl um beide Geschlechter anzusprechen und das Thema “Beruf und Karriere von Frauen” anzusprechen, ist verdammt schwierig. Viele, so ich auch, hätten sich die Anwesenheit weiterer Männer gewünscht. Ich bin grundsätzlich dafür miteinander, anstatt übereinander zu reden. Ja, auch ich habe mich kurz beim Lästern erwischt, nicht bösartig. Ja, es hat Spaß gemacht. Offenbar hat diese reine Frauenveranstaltung bei mir alte Verhaltensweisen (Mädchenschule) hervorgerufen … Auch das Bedürfnis nach bekannten Gesichtern Ausschau zu halten, war da. Ist das dieses Cliquendenken von damals? Ich war nie wirklich Teil einer Clique, weder in der Schule noch an der Uni (ebenfalls extrem hoher Frauenanteil), immer Randfigur, die akzeptiert wurde, wenn ich dazu kam, ohne wirklich dazuzugehören. Das war auf dem Barcamp anders, ich war Teil der kleinen Gruppe und das hat sich gut angefühlt.

Die Sessions

Ich glaube so eine lange Einleitung habe ich noch zu keinem Barcamp geschrieben. Die Themen waren vielfältig, viele, aber nicht alle Themen drehten sich um die Rolle der Frau. Eine Frau kritisierte in der Abschlussrunde, sie hätte sich mehr Sessions zum Thema Karriere gewünscht. Ist es nicht auf jedem Barcamp so, dass jemand sich andere Themen gewünscht hätte? Biete sie an, erzähl was oder stelle Fragen. Barcamp ist das, was wir daraus machen.

Ich hatte tatsächlich zum ersten Mal Glück: Ich habe es geschafft mir zu notieren, welche Sessions mich auf jeden Fall interessieren und ich habe sie alle besucht, sie lagen perfekt hintereinander:

  1. “Sidewalk Talk – ein Listening-Projekt für Bonn”, mit Ute und Mélina, bei dem ich selbst auch dabei sein werde
  2. “Mit dem Blog zur Marke” von Daniela, Blogger ABC
  3. “Frau sein ist auch keine Lösung” mit Vera und Edda
  4. “Sichtbarkeit im Recruiting” mit Viktoria

“Sidewalk Talk – ein Listening-Projekt für Bonn”

Mélina und Ute stellen die Idee des "Sidewalk Talk" vor

Mélina und Ute stellen die Idee des “Sidewalk Talk” vor

Mélina Garibyan (Twitter, Story Atelier) hatte entdeckt, dass etwas namens “Sidewalk Talk” gibt und auf Facebook gefragt, ob wir das nicht für Bonn oder Köln realisieren wollen. Ute Lange (Twitter, i3Kommunikation) hat sofort gesagt “Das machen wir in Bonn”. Ich war auch direkt interessiert und habe bereits im Vorfeld mit Mélina und Ute darüber gesprochen. Die beiden haben eine tolle Session vorbereitet, denn ein solches Projekt gestaltet man nicht zu dritt für eine Stadt.

Miteinander sprechen, einander zuhören, ist ein wichtiger Teil unserer Kultur, einer, der in unseren hektischen Zeiten verloren geht. Wir nehmen uns weniger Zeit füreinander. Wenig Zeit bewusst und aktiv zuzuhören. Viele Gespräche über persönliche Themen gehen sehr schnell in die Richtung “Kenne ich auch” und der Zuhörer übernimmt. Oft geht es sogar in eine völlig andere Richtung. Meist reicht es aber aus, einfach mal zuzuhören, dem anderen ein wenig mehr Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.

Ziel des Projektes ist es, mit einer Gruppe zuvor geschulter Menschen auf die Straße zu gehen und einfach mal zuzuhören. Mit Menschen in Kontakt gehen und ihnen ein wenig Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Dies ist aber weitaus mehr als ein Geschenk, denn auch derjenige, der zuhört, wird beschenkt. Mélina hat in ihrer Arbeit beim Story Atelier Köln viele tolle Erfahrungen gemacht, wie wichtig es ist zuzuhören, aber auch wie schön das sein kann. Die Planung steht noch am Anfang und wer mit dabei sein möchte, kann sich gerne bei uns melden.

Daher haben wir eine schöne Übung gemacht, zu der es auch keine große Einführung gab. Höre drei Minuten lang einer Person zu. Anschließend wird gewechselt. Vor der Geschichte haben wir alle kurz die Augen geschlossen, sind zur Ruhe gekommen und haben uns dann auf das Erlebnis eingelassen.

Anschließend haben wir unsere Erfahrungen ausgetauscht, die für fast alle sehr positiv waren. Schwierig für mich war tatsächlich mit etwas einfallen zu lassen, über das ich jetzt spreche. Daher habe ich als zweite erzählt und mich von der Geschichte meiner Gesprächspartnerin inspirieren lassen. Dabei entstand aber auch kurz das Gefühl, mit dieser Geschichte nicht mithalten zu können. Eine Teilnehmerin berichtete, es sei für sie komisch, nur zu reden, ohne, dass die andere etwas gesagt hat. Es war ungewohnt.

Probiert es einfach mal aus, bewusst zuhören, ohne direkt zu kommentieren. Sich dabei gegenüber sitzen und über Körpersprache vermitteln, dass man noch aktiv dabei ist. Ein Familienmitglied, Freund, Kollege, irgendwer. Jeder hat drei Minuten.

Zum Abschluss der Session haben wir ein paar persönliche Erfahrungen und ein paar Regeln für aktives Zuhören zusammengetragen:

Mélina fasst Ergebnisse zum Sidewalk Talk und aktivem Zuhören zusammen

Mélina fasst Ergebnisse zum Sidewalk Talk und aktivem Zuhören zusammen

Eine Teilnehmerin berichtete von einem ähnlichen Projekt, an dem sie beteiligt war “Free Hug”. Die Reaktionen auf ein solches Angebot sind sehr unterschiedlich. Und doch ist es erstaunlich, wie gut sich Nähe zwischen Fremden anfühlen kann.

“Mit dem Blog zur Marke” mit Daniela

Themen rund ums Bloggen und Social Media gehören für mich zu einem Barcamp. Für mich Themen über die ich mich sehr gerne austausche und bei denen man auch nie auslernt, vor allem nicht, da sich die digitale Welt rasant weiter entwickelt. Es war eine inspirierende Session mit Daniela Sprung (Twitter, bloggerabc). Daniela hatte eine gute Balance ihre Ideen zu präsentieren und Anwesenden einzubeziehen. Die Session war gut besucht, dabei nur wenige Teilnehmerinnen, die bereits einen Blog haben. Daniela hat uns gerne aktiv einbezogen und den Austausch untereinander gefördert.

Es geht um euch, ihr müsst euch vernetzen. Wenn euch keiner mag, liest euch keiner.

Daniela hat ihre persönliche Geschichte erzählt und ihre Erfahrungen gerne geteilt. Das Prinzip fürs Bloggen und auch Vorträge ist simpel: Sprich über deine Themen, damit die Menschen wissen, was du kannst. Nicht alle können deinen Rat ohne dich umsetzen.

Ein paar Tipps aus der Session für das Bloggen als übersichtliche Aufzählung, dabei mischen sich Danielas Worte mit meinen Gedanken und den Aussagen anderer Teilnehmerinnen.

  • Du brauchst ein Thema für das du brennst!
  • Ein gutes Blog braucht ein Jahr bis es läuft und gelesen wird.
  • Kontinuität ist wichtig beim Bloggen.
  • Habe alle wichtigen Informationen im oberen Drittel deiner Seite, damit sie auf Anhieb auffindbar sind.
  • Ein Blog braucht eine klare Menüführung.
  • Lass dich nicht abhalten, wenn noch jemand dein Thema bespielt. Die Leute mögen deinen Stil.
  • Wir Menschen sind lernfähig, starte, lerne, entwickle dich und dein Blog weiter.
  • Ein Blog ist niemals Werbung. bewege dich auf den Social Media Kanälen und lies was deine Leser wissen wollen.
  • Guter Content = Leser müssen aus deinem Blog etwas mitnehmen, etwas neues erfahren, etwas lernen, inspiriert sein. Das am besten ohne den kompletten Text lesen zu müssen.
  • Verlinke ruhig auch deine Konkurrenz, wenn sie gute Beiträge zum Thema haben. Link kann auf No-Follow gestellt werden, um deren Ranking nicht zu verbessern.
  • Fragen werden in Suchmaschinen eingegeben – Also beantworte Fragen und lass dich zu deinem Thema finden.

Mein persönlicher Rat für alle, die mit dem Bloggen anfangen wollen: Lies verschiedene Blogs. Schau dir an, was dir gut gefällt und was weniger. Kopiere keine anderen Blogs, lasse dich lediglich von anderen inspirieren! So bin ich damals vorgegangen.

“Frau sein ist auch keine Lösung” mit Vera und Edda

Ist es mutig, sich offen vor fremde Menschen zu stellen und anzubieten, persönliche Fragen zu beantworten? Ja, verdammt! Vera war überrascht, dass ich und auch andere, ihr genau dieses Feedback, sie sei mutig, nach der Sessionvorstellung gegeben haben. Ein Grund, warum ich denke, sie sei mutig, sich öffentlich Fragen zu ihrer persönlichen Geschichte zu stellen, ist genau der, dass ich das nicht tue.

Der Plan war, dass Edda (Twitter, Blog Töfte Texte) ein Interview mit Vera (Twitter, Veras Welt) führt, sie mit provokanten Fragen bombardiert und wir zuhören. Doch ganz typisch BarCamp beteiligten sich die Teilnehmerinnen und es wurde eine offene Gesprächsrunde.

Eddas erste Frage lautete:

Bist du eine Frau?

Vera antwortete klar mit “Ja”. Doch warum ist sie eine Frau und was macht uns alle zu Frauen? Was macht Weiblichkeit aus? Ich finde, das ist keine leichte Frage. Bin nicht einmal sicher, ob es eine wirklich wichtige Frage für mich persönlich ist.

Vera sprach über ihre Kindheit und den langen Weg, den sie gehen musste, um zu sich selbst zu finden. In der Pubertät zeigte sich ein leichter Brustansatz, aber der Arzt blieb dabei, sie sei ein Junge. Tatsächlich hat sie es probiert, das Leben als Mann. Dann hat sie sich ein Wochenende als Frau gegönnt. Es war ein gutes Wochenende und der Glaube, danach hätte sie gehabt, was sie wollte, war ein Irrglaube. Es hatte sich richtig angefühlt. Sie war eine Frau, kein Kerl. Die Operation hatte sie erst mit Mitte dreißig.

Der Prozess selbst wird professionell begleitet, schwieriger wird es danach. Vera hatte es relativ leicht, sie erlebte wenig Hass. Das erleben andere leider ganz anders.

Vera hatte eine Vorstellung vom Frau sein und musste akzeptieren, dass sie dieses Idealbild niemals erreichen würde. Ein Problem, dem wir uns alle gegenüber sehen. Für manche von uns ein ernstes Problem. Vera hat ihren Weg gefunden. Doch für viele andere, bleibt sie immer anders. Aufgrund ihrer Stimme wird sie beispielsweise am Telefon regelmäßig für einen Mann gehalten. Menschen stecken andere sehr schnell in bestimmte Schubladen und in diesen bleibst du dann stecken. Ein grundlegendes Problem für alle, die ein wenig anders sind und in ihre Schublade nicht passen wollen.

Es war eine inspirierende Session von einer inspirierenden Frau – Danke Vera und allen, die dabei waren für den interessanten Austausch!

“Sichtbarkeit im Recruiting” mit Viktoria

Gefühlt befinde ich mich dauerhaft im Bewerbungsprozess, da sind Tipps für mich immer wertvoll. Bei meinem Mann habe ich mitbekommen, wie entspannt und effektiv so ein Vermittlungsprozess über eine Agentur sein kann. Persönliche Gespräche, ohne Bewerbungen schreiben zu müssen. Das habe ich mir für mich auch gewünscht. Leider haben meine Recherchen zu den unterschiedlichen Suchbegriffen ergeben, dass Psychologen in diesem Bereich arbeiten können, aber keine Agentur gefunden, die Psychologen vermittelt …

Auch für Viktoria Balensiefen (ideale Agentur) gehöre ich nicht zur Zielgruppe für ihre Kunden. Allerdings hat sie mir im Anschluss an das Barcamp erzählt, dass immer mehr Fachkräfte verschiedener Berufsgruppen über Personalvermittlungen gesucht und vermittelt werden. Es besteht also für alle Hoffnung, gefunden und vermittelt zu werden.

Ein paar Tipps, die Viktoria uns gegeben hat, damit es für Recruiter leichter wird, die passenden Menschen zu finden, ganz unabhängig vom Beruf und Branche:

  • Kenne deine Stärken – dazu empfiehlt Viktoria den Test auf Worklifestyle, den ich noch nicht näher getestet habe.
  • Echte Stärken sind die, die uns von Mitbewerbern unterscheiden. Teamfähig und Lust auf Arbeiten, sind Grundvoraussetzungen
  • Kenne das Setting, dass du für dich brauchst. Passt du eher in einen großen Konzern oder in ein Startup, irgendwas dazwischen? Je besser du weißt, was zu dir passt, umso effektiver die Suche bzw. Vermittlung.
  • Nutze Xing und LinkedIn.
  • Deine Profile brauchen Hardfacts – Frauen neigen dazu in ihr Profil Dinge rein zu schreiben, die zeigen, das sie nett sind. Recruiter brauchen Jobskills (Siehe Linkempfehlung).
  • Inspiration für Jobprofile findet man bei Kollegen
  • In Lebensläufe gehört bei mindestens den letzten beiden Stellen rein, was deine Aufgaben und was Erfolge waren.

Weitere Beiträge

für meine Verhältnisse bin ich spät dran. Das hat normalerweise den Vorteil, dass man viele andere Beiträge verlinken kann. Leider konnte ich dazu noch nicht viel finden. Mädels schreibt über das, was ihr erlebt habt! Ich verlinke gerne noch nachträglich.

Rosi war auch mit dabei und hat ein paar Zeile über Barcamps geschrieben. Der eigentliche Bericht über das Frauenbarcamp steht noch aus. Wir sehen uns spätestens auf dem Bussiness-Barcamp wieder.

To be continued …

kleiner Komet (Stephanie)

kleiner Komet (Stephanie)

Ich liebe Geschichten - fiktive wie Geschichten aus dem echten Leben. Als kleiner Komet tauche ich ein in verschiedene Welten und erzähle euch von meinen Abenteuern.

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