Der suchende Hase

Es war einmal ein Hase. Der Hase reiste viel durch die Welt. Die ganze Zeit war er auf der Suche nach etwas, aber er wusste nicht wonach. Eines Tages traf der Hase auf eine Prinzessin. Sie sah unendlich traurig aus. Der Hase dachte, dass Prinzessinnen immer glücklich und fröhlich sein müssten. Diese war aber alles andere als eine typische Prinzessin und da der Hase es nicht ertrug die Prinzessin so traurig zu sehen, nahm er sie mit auf seine Reisen.

Er hoffte, wenn die Prinzessin die schönen Dinge der Welt sähe, würde sie fröhlicher werden. Es machte ihn glücklich zu sehen, wie die Prinzessin immer öfter lächelte und glücklicher wirkte. Aber eines Tages war die Prinzessin verschwunden. Der Hase fragte sich, wo sie nur hin verschwunden sei. Drei Tage und drei Nächte wartete er, aber sie kam nicht wieder. Er glaubte daran, dass die Prinzessin ohne ihn besser dran sei und so zog er ohne sie weiter. Ein Jahr verging bis er seine Prinzessin wieder traf. Es war eiskalt in dem Ort und alles war mit Schnee bedeckt. Dachte der Hase damals schon, dass seine Prinzessin jämmerlich aussah so übertraf dieser Anblick alles. Doch ihre Augen strahlten einen Zorn aus, die dem Hasen fast Angst machte. Die Prinzessin war wütend und schrie den Hasen an, warum er sie verlassen hätte. Der Hase war so erschrocken über den Zorn der Prinzessin, dass er schnell das Weite suchte. Im Wald traf der Hase auf eine gute Fee. Sie bot dem Hasen ihre Hilfe an, doch der Hase lehnte ab. Ihm sei nicht mehr zu helfen, erklärte er der Fee. Doch die Fee lächelte nur und schenkte dem Hasen eine Rose. Der Hase dachte die Fee sei verrückt, was sollte er denn mit einer Rose anfangen? So ließ er die Rose im Schnee liegen und zog weiter. Es vergingen erneut einige Monate bis der Hase wieder in dem Ort ankam, wo er die Prinzessin zuletzt getroffen hatte. Er hörte die Leute flüstern, dass es der Prinzessin sehr schlecht ginge. In Sorge um die Prinzessin eilte der Hase schnell zu ihr. Sie sah sehr blass aus und als sie den Hasen sah, fing sie an zu weinen. In ihrer Hand hielt sie eine Rose, eine Rose, die dem Hasen sehr bekannt vorkam. Es war die Rose der guten Fee. „Du hattest mich damals nicht alleine gelassen, oder“?, fragte die Prinzessin. Der Hase schüttelte den Kopf. “Die Rose hat es mir erzählt, aber als ich es verstanden hatte, warst du schon längst weg.”

Der Hase begriff an diesem Tag, dass alles was er je gesucht hatte, bei der Prinzessin war und er verstand, die Prinzessin hatte auch nach ihm gesucht. Und wenn sie nicht gestorben (oder getaut) sind so leben beide noch heute glücklich miteinander.

(c) by Kathi

Kathi

Kathi

50 Debütromane und was mir sonst noch in die Finger kommt. Besucht mich auf Instagram @kathis_kreatives_chaos

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar