Adventskalender 2018 ~ 12. Dezember

Ich wünsche euch eine freudige Adventszeit mit Nora und Ella. Es ist zu empfehlen die Kapitel in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
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Kathi ♥

Adventskalendergeschichte 12

Marie und Nora saßen gespannt am Mal- und Basteltisch. Heute wollte Elena mit ihnen Schneemänner basteln. Leider sah das Wetter gar nicht so aus, als würde es in nächster Zeit schneien, um echte Schneemänner zu bauen. „So, als erstes braucht jeder von euch eine halbe Klopapierrolle. Die habe ich gestern schon für euch halbiert, damit sie kleiner sind“, begann Elena zu erklären. Schnell schnappten sich die zwei Mädchen jede einen Klopapierring. „Ich habe hier ganz viel Watte und flüssigen Kleber. Ihr müsst die Watte jetzt so um die Rolle kleben, dass euer Schneemann am Ende noch stehen kann.“ Sie zeigte was sie meinte. Sie nahm Watte und wickelte sie um die Rolle. Dabei ließ sie das eine Ende der Rolle frei und am anderen Ende bedeckte sie mit viel Watte. Marie und Nora versuchten ihr Glück, sie nahmen sich Watte und kippten den Kleber auf die Klopapierrolle. Schnell stellten sie fest, dass es gar nicht so leicht war die Watte dazu zu bringen an der Rolle kleben zu bleiben und nicht an ihren Händen. David, der den beiden Mädchen gegenüber saß, grinste und sagte zu Nora: „Du hast dir aber schöne Schneehandschuhe gebastelt.“ Frustriert schaute sie auf ihre Hände. Tatsächlich klebte mehr Watte an ihren Händen als an ihrem Schneemann, dabei sah das bei Elena so einfach aus. „Du siehst doch nicht viel besser aus!“, verteidigte Marie sie. David lachte nur. Nora griff nach ein bisschen Watte und pustete sie David auf den Kopf „Dafür hast du ganz schön viel Schnee im Haar“, triumphierte Nora. „Na warte“, sagte er und schnell entstand eine große Puste-Schneeballschlacht. „Hey, die Watte soll eigentlich an eure Schneemänner und nicht auf eure Köpfe!“, unterbrach Elena das Chaos.

Mit Elenas Hilfe schaffte es auch Nora einen halbwegs akzeptablen Schneemannkörper zu formen. Als nächstes sollten sie einen kleinen Watteball formen. Erleichtert atmete Nora auf, als sie das hörte. Das war etwas,was sie konnte. Schnell hatte sie eine Kugel geformt, die für ihren Schneemann die perfekte Größe hatte. „Ha, ich war vor dir fertig!“, freute sich Nora. „Aber das war doch gar kein Wettbewerb!“, protestierte Marie. Nora zuckte nur mit den Schultern. Das war ihr ziemlich egal, sie war trotzdem schneller als Marie gewesen. Die einzige Schwierigkeit war es nun, den Watteball auf einen Holzstab zu kleben, aber Nora schaffte es diesmal, ohne dass der größte Teil an ihren Händen kleben blieb. Sie steckte den Kopf zufrieden auf ihren Körper. „Jetzt müsst ihr nur Knöpfe aus der Pappe hier aus schneiden, so wie die Augen und Nase. Aber seid bitte vorsichtig mit den Scheren.“

Am Ende hatte Elena noch eine kleine Überraschung für alle. „Ich habe für jeden von euch kleine Weihnachtsmannmützen besorgt. Die könnt ihr euren Schneemännern als Hüte aufsetzten.“ Noras Augen strahlten. Das würde ihren Schneemann toll aussehen lassen.

Als Marie und Nora fertig waren, betrachteten sie ihre Meisterwerke kritisch. Sie sahen längst nicht so toll aus wie die von Elena, aber man konnte wenigstens erahnen, was sie darstellen sollten. Nora war durchaus zufrieden mit sich und nahm sich vor, zu Hause eine ganze Schneemann-Familie zu basteln.

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(c) by Kathi

Adventskalender 2018 ~ 11. Dezember

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Kathi ♥

Adventskalendergeschichte 11

Es dämmerte schon, als Nora und Ella mit ihrer Mama den Weihnachtsmarkt erreichten. Fasziniert beobachtete Nora wie es überall leuchtete. Sie gingen von Stand zu Stand und es gab die verschiedensten Sachen zu entdecken. Sie wusste gar nicht, was sie am tollsten fand. „Denkt daran, wenn ihr etwas seht, was sich zum wichteln eignet, sagt Bescheid“, erinnerte Mama ihre Kinder. Sie kamen an einen Stand mit ganz vielen Schneekugeln. Es glitzerte so schön, wenn man sie schüttelte. In den verschiedensten Formen und Größen gab es jede Menge Schneekugeln. Da wurde Nora ein wenig traurig, dass sie diesen Wunsch nicht mehr auf ihren Wunschzettel schreiben konnte. Ella hatte schon gesehen, was der nächste Stand anbot und fragte ihre Mama im Engelston:“Können wir bitte bitte gebrannte Mandeln kaufen?“ Ella hatte Glück und ihre Mama kaufte ihr welche.

Ganz langsam fing Nora an den Weihnachtsmarkt nervig zu finden. Überall waren Menschen, die ständig einfach stehen blieben. Das schlimmste war allerdings, dass sie so klein war. Niemand schien sie zu sehen, jeder rannte sie um und manchmal konnte sie auch gar nicht so genau sehen, was es am Stand schönes zu sehen gab. Zusätzlich war ihr kalt und jetzt fing es auch noch an zu nieseln. Zunehmend bekam sie schlechtere Laune. „Was ist denn mit dir los?“, fragte Ella. „Ich sehe überhaupt nichts“, beschwerte Nora sich. „Du verpasst auch nichts, der Stand hier verkauft nur ein paar Gewürze“, tröstete Ella sie.

Nora beobachtete ihre Mama wie sie ein paar Gewürze einkaufte und in ihre Tasche packte. Hinter der nächsten Ecke fingen Noras Augen an zu strahlen. Das ist es, das will sie unbedingt, dachte sie und drehte sich suchend nach ihrer Mama um. Aber sie sah sie nicht. Viele große Menschen waren um sie herum, aber keiner von ihnen trug den senffarbenen Mantel ihrer Mama. Panik machte sich in ihr breit. Doch schon packte sie jemand am Arm. Erst wollte Nora aufschreien, aber es war nur Ella, die sie durch die Menschenmassen an einen Stand zog, wo ihre Mama schon wieder am einkaufen war. Nach dem Schrecken wollte sie noch mehr als vorher unbedingt mit dem Karussell fahren. Sie zupfte an Ellas Jacke um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. „Wollen wir mit dem Karussell da vorne fahren?“ Ella grinste: „Da bin ich sowas von dabei!“

Schnell war Mama überzeugt und Ella und Nora durften mit dem Karussell fahren. Hui, machte das Spaß. Es war inzwischen richtig dunkel geworden. Daher machten die drei sich auf dem Weg zur Bushaltestelle, um nach Hause zu fahren. Da fiel der Mama ein: „Wir haben überhaupt kein Wichtelgeschenk gekauft.“

„Gab ja auch nichts brauchbares“, meinte Ella. Nora grinste vor sich hin. Ihr machte das absolut gar nichts aus, dass sie kein Geschenk gefunden hatten.“

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(c) by Kathi

Adventskalender 2018 ~ 10. Dezember

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Adventskalendergeschichte 10

Nora beobachte, wie Ella fleißig Wörter auf das Papier schrieb. Manchmal fand Nora es ganz schön blöd, dass sie nicht schreiben konnte. Sie brauchte immer Hilfe oder musste malen, was sie sagen möchte. Kurz entschlossen nahm sie ihren Buntstift in die Hand um ihren ersten Wunsch aufzumalen. Sie wollte unbedingt den neuen Barbie Film haben. Um das zu verdeutlichen, versuchte sie eine Barbie zu malen. Mit ihrem pinken Buntstift malte sie ein rosa Kleid und mit gelb lange blonde Haare. Das muss reichen, dachte sie. Was wünsche ich mir den noch? Letztens war sie doch mit ihrer Mama einkaufen gewesen und hatte ein großes Plüsch-Einhorn gesehen. Das musste sie unbedingt haben. Aufgeregt fing sie an zu malen. Dann machte sie drei fette Ausrufezeichen daneben, um zu verdeutlichen, dass sie das ganz unbedingt haben musste.

Ella überprüfte gerade ihre Liste und sagte zufrieden: „Fertig.“ Sie ließ ihren Zettel liegen und verschwand in der Küche, um sich ein Glas Apfelsaft zu holen. „Und wie weit bist du?“, fragte Ella, als sich wieder zu ihrer Schwester setzte. „Noch nicht fertig.“ Nora überlegte weiter, was ihr noch so alles einfiel und dann passierte es. Das Apfelsaftglas kippte um und die ganze klebrige Flüssigkeit floss über den Wunschzettel von Nora. „Oh nein, das tut mir leid“, Ella sprang auf um was zum aufwischen zu holen. Nora saß fassungslos da. Das konnte doch nicht war sein, ihre ganze Arbeit wurde zu einem einzigen klebrigen etwas. Ausnahmsweise war sie aber nicht sauer auf ihre Schwester. Sie glaubte ihr, dass es ein Unfall war und keine Absicht. Zudem war das Einhorn eh nicht das Schönste. Nachdem Ella alles sauber gemacht hatte und sich noch fünfmal bei Nora entschuldigt hatte, nahm Nora ein neues Blatt und fing von vorne an. Nachdem sie auch noch die Seifenblasenpistole hinzugefügt hatte, die sie unbedingt auch haben wollte, da sie im Sommer mit David ganz viel bei ihm im Garten damit gespielt hatten, war sie fertig.

Am Abend legte Nora ihren und Ellas Wunschzettel auf die Fensterbank und stellte ein paar Kekse für den Weihnachtsmann dazu. Sie liebte es zu wissen, dass am nächsten Morgen alles verschwunden sein würde. Sie hoffte der Weihnachtsmann verstand ihre Wünsche und würde sie alle erfüllen. „Ich verstehe ja nicht warum du das machst“, meinte Ella. „Ich will doch nur, dass der Weihnachtsmann auf jeden Fall unsere Wunschzettel abholen kommt.“ Ella schüttelte nur den Kopf über ihre Schwester. Nora flüsterte: „Bitte lieber Weihnachtsmann, nimm auch Ellas Wunschzettel mit.“ Ella lächelte, als sie das Geflüsterte hörte.

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Adventskalender 2018 ~ 9. Dezember

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Adventskalendergeschichte 9

„Mama, ich brauche ein Wichtelgeschenk“, verkündete Ella beim Mittagessen. Unruhig rutschte Nora auf ihrem Stuhl hin und her. Verdammt, warum musste Ella denn auch in der Schule wichteln. Sie wollte das doch aus Versehen vergessen haben, um Anna keines besorgen zu müssen. „Ja, wir können nächste Woche eins besorgen gehen. Nora brauchst du auch eins?“ Nora schwieg. Das Essen auf ihrem Teller sah so hoch interessant aus. So unfassbar spannend, sie brauchte dringend eine gute Antwort. „Nora?“, fragend schaut ihre Mama sie an. „Ja, weißt du, ich weiß gerade auch nicht, ob wir wichteln.“ Ella fing an zu lachen. „Du weißt nicht, ob ihr im Kindergarten wichtelt?“ Ella kriegte sich vor Lachen fast gar nicht mehr ein. „Ja“, nickte Nora, „weiß ich nicht“. Um ihre Aussage zu unterstreichen, schüttelte sie heftig mit dem Kopf. „Habt ihr im Kindergarten denn mal darüber geredet, ob ihr das machen wollt? Ihr habt doch sonst auch immer gewichtelt“, hakte ihre Mama nach. „So genau weiß ich das jetzt auch nicht mehr.“ Gedankenverloren drehte Nora eine Spagetti auf ihre Gabel. Ihre Mama und Ella, die inzwischen aufgehört zu lachen hatte, tauschten einen Blick aus, der sagte, dass sie genau wussten, dass an der Geschichte etwas faul ist. „Du weißt doch sonst immer alles, was mit Weihnachten nur in Ansätzen zu tun hat“, zog Ella sie mit einem Grinsen auf. Ganz langsam kaute Nora ihre Nudeln zu ende. Schließlich soll sie nicht mit vollem Mund sprechen. Dann sagte sie: „Ja, aber das muss mir wohl entfallen sein.“

„Na, wenn das so ist. Wir können ja einfach eine Kleinigkeit besorgen, ihr wichtelt bestimmt. Letztes Jahr hast du doch diese Haarspangen bekommen, die du inzwischen ständig trägst.“ Automatisch fasste Nora sich ins Haar und ertastete eine der Glitzerhaarspangen, die Christian ihr geschenkt hatte. Ob er dieses Jahr wohl auch wichtelt und einem anderen Mädchen Glitzerhaarspangen schenkt? „Ich will kein Wichtelgeschenk kaufen!“ Eigentlich wollte sie das ja gar nicht sagen. Aber dieses Gespräch hier nervte sie und der Gedanke, dass ein anderes Mädchen Glitzerhaarspangen bekam, nervte sie noch viel mehr. „Ach so ist das. Wen hast du denn gezogen?“ Nora wusste, dass sie verloren hatte. Düster sagte sie: „Anna“ und automatisch griff sie wieder zu ihrer Haarspange. Eine von den Vieren, die sie geschenkt bekommen hatte, hatte ihr Anna einmal geklaut und bei dem Versuch sie wieder zu bekommen, war sie kaputt gegangen. Seit dem Tag waren Anna und sie keine Freundinnen mehr. „Für Anna werden wir schon was finden.“ Finster blickte Nora ihre Mama an. Ihre Mama hat nie verstanden, warum Nora von jetzt auf gleich Anna nicht mehr mochte.

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Adventskalender 2018 ~ 8. Dezember

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Adventskalendergeschichte 2018

„Die Weihnachtsbäckerei ist eröffnet.“, zufrieden stellte Mama die letzten Förmchen auf die Theke. „Was backen wir?“, fragte Nora.

„Zimtsterne und Butterkekse“, antwortete Mama.

„Lecker!“ Nora nahm ihre rosa Schürze mit den vielen kleinen Feen drauf und versuchte sie sich umzubinden. „Ella, hilfst du mir eine Schleife zu machen?“ Ella machte ihrer Schwester die Schürze mit einer Schleife zu.

„Die Eier trenne ich, ihr zwei könnt schon mal die Mandeln abwiegen“, erklärte Mama. Ella stellte eine Schüssel auf die Waage und hielt dann Nora die Tüte mit den gemahlenen Mandeln hin. „Willst du kippen, bis ich Stopp sage?“

„Ja“, Nora stellte sich auf Zehenspitzen um die Mandeln in die Schüssel zu kippen. „Und Stopp“, sagte Ella. Nora hörte auf zu kippen. „Sehr gut“, lobte Mama, „Ella, machst du den Eischnee und Nora kann den Puderzucker sieben?“

„Puderzucker“, rief Nora begeistert. Sie liebte Puderzucker. Das sah immer so schön aus, wenn der Puderzucker durch das Sieb rieselte. Genau wie Schnee sieht das dann aus. Nora setzte sich mit dem Puderzucker auf den Boden und begann zu sieben. Dabei summte sie vor sich hin: „Leise rieselt der Schnee“. Man hörte es kaum, da Ella hoch konzentriert dabei war, aus dem Eiweiß Eischnee mit dem Mixer zu schlagen.

Nora verstand ihre Schwester nicht. Sie mochte Weihnachten nicht, aber liebte es beim Weihnachtskekse backen zu helfen.

„Mama, meine Puderzuckerschüssel ist voll.“

„Oh Nora, jetzt hast du viel zu viel Puderzucker gemacht.“

„Upsi“

„Nicht schlimm, wir füllen den überflüssigen Puderzucker einfach zurück in die Packung.“

Kurz darauf waren alle Zutaten vermischt und das große Wettausstechen der Schwestern konnte beginnen. Mama rollte den Teig aus, während Ella und Nora sich beide mit einer Sternchen-Ausstechform bewaffneten. „Auf die Plätze fertig los“, rief Ella. Beide Mädchen fingen schnell an auszustechen. „Denkt daran, ich möchte ganze Sterne haben, nicht nur Sterne mit drei Zacken“, ermahnte die Mutter ihre eifrigen Töchter. „Ja, Mama“. Hochkonzentriert puzzelten beide sich durch den Teig, um möglichst viele Sterne stechen zu können. „Das ist der Letzte!“, Ella stach zu und sicherte sich somit, den letzten Keks.

„Ich habe zwei Sterne mehr als du!“, triumphierte Ella. „Meine schmecken dafür besser!“, behauptete Nora und streckte Ella die Zunge heraus.

„Alle Kekse werden wunderbar schmecken“, schlichtete Mama und drückte beiden Mädchen einen Pinsel in die Hand, damit sie die Glasur auftragen konnten.

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Adventskalender 2018 ~ 7. Dezember

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Kathi ♥

Adventskalendergeschichte 2018

„David, freust du dich eigentlich auf Weihnachten?“, fragte Nora, als sie zusammen mit David am Maltisch saß. Fleißig war sie dabei das Prinzessinnenschloss im Schneegestöber zu malen. „Meine Familie feiert kein Weihnachten“, sagte David. Vor lauter Schreck ließ Nora ihren Buntstift fallen. „Kein Weihnachten?“ Sie konnte sich das gar nicht vorstellen. Weihnachten war doch so was Schönes, warum sollte man das nicht feiern? „Ja, bei uns in der Familie gibt es das nicht, wir feiern dafür Chanukka.“

„Was ist das?“, fragte Nora neugierig interessiert nach. „Das ist so ähnlich wie Weihnachten. Wir feiern acht Tage lang und zünden jeden Tag eine Kerze an. So wie ihr beim Adventskranz jede Woche eine, verstehst du?“ Nora nickte. „Acht Tage feiern klingt toll“, sie strahlte bei dem Gedanken acht Tage lang Weihnachten zu feiern. Dann fiel ihr auf, dass David nichts von Geschenken gesagt hatte. „Was ist denn mit den Geschenken?“
„Meine Mama sagt, früher gab es so was nicht. Da wurde einfach so gefeiert, aber inzwischen tauscht meine Familie am achten Tag auch Geschenke aus.“
„Nur am achten Tag? Nicht jeden Tag?“
„Das wären ein bisschen viele Geschenke oder nicht?“
„Nein zu viele Geschenke gib es nicht“, davon war Nora felsenfest überzeugt. Geschenke waren etwas schönes. „Wann feiert ihr denn Chanukka? Ist das dann, wenn wir Weihnachten feiern?“
„Das verschiebt sich immer. Wir haben keinen festen Tag wie ihr den 24. Dezember. Aktuell haben wir Chanukka. Wir haben am Sonntag damit angefangen und am Montag ist es zu Ende.“
„Oh, und wie feiert ihr das?“
„Meine Großeltern und meine Tante mit meinen Cousins und Cousinen kommen zu uns. Dann wird jeden Abend eine weitere Kerze angezündet und es gibt viel leckeres Essen. Hinterher spielen wir Kinder noch zusammen. Irgendwann geht die Familie dann und kommt am nächsten Tag wieder.“  Nora hörte David aufmerksam zu. Sie hatte immer noch nicht verstanden, warum er kein Weihnachten feiert, aber dieses Chanukka klang schon sehr interessant. Acht Tage feiern und dann auch noch so viele Kerzen. Das klang wie ein Traum für Nora.

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(c) by Kathi