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Barcamp Bonn -#SummerEdition 2020

Symbolbild mit BonnMemo (Sascha Meynert ist Sponsor des BCBN20) und meinem ersten Barcamp-Badge von 2016 mit falschen Twitter Handle (@kleiner_komet_)
Symbolbild mit BonnMemo (Sascha Meynert ist Sponsor des BCBN20) und meinem ersten Barcamp-Badge von 2016 mit falschen Twitter Handle (@kleiner_komet_)

Am 13. und 14. März 2020 hätte das Barcamp Bonn stattfinden sollen. Es war eine der letzten Veranstaltungen, die freiwillig abgesagt wurden. Auf den Herbst hatten wir damals gehofft … Am 7. August bei guten 30 Grad haben wir uns dann online getroffen und das Beste aus der ganzen Situation gemacht.

Das Online-Event lief übrigens über ein brandneues Tool Venueless und ich finde es sehr gut, bin gespannt, wie es weiter entwickelt wird und ob ich an weiteren BarCamps über Venueless teilnehmen werde.

Es war auch eine schöne Gelegenheit die “Neue” bei Bonn Digital endlich kennen zu lernen. Inga hat gemeinsam mit Johannes die Moderation übernommen, sehr sympathisch und ich hoffe auf eine persönliche Begegnung, spätestens im Februar 2021, wenn das nächste Barcamp Bonn geplant ist.

Johannes und Inga während der Eröffnung, Tweet von Peter Winniger

Mittagspause mit Karin aka Bonngehtessen

Es gab einen genialen Plan für das Catering auf dem Online-Barcamp. Wir kochen gemeinsam mit Karin und Joel von Bonnette. Das Rezept gab es vorab, damit wir einkaufen können. Hab ich nicht gemacht, was dumm war, denn diese Croques scheinen mir sehr lecker. Schaut euch das Rezept mal an.
Aus dem gemeinsamen Kochen wurde leider nichts, weil der Koch kurzfristig verhindert war. Stattdessen gab es einen Talk mit Johannes und Karin (Twitter, Instagram).

Niemand kennt die Bonner Gastroszene so gut wie Karin. Ihr ursprüngliches Ziel war es mal, alle Bonner Lokale mindestens einmal zu besuchen. Inzwischen weiß sie, dass das unmöglich ist. Es gibt zu viele Lokale in Bonn und zu viele schließen zu schnell wieder. Auch wenn sie jeden Tag essen geht.

Gatronomie ist mehr als nur ein Ort, wo es etwas zu Essen gibt. Gastronomie ist Leidenschaft und hat einen hohen sozialen Faktor. Während die Gastronome in der Krise steckten, machten sie sich Sorgen um ihre Gäste. Sie sahen die Menschen nicht mehr, die regelmäßig in ihre Lokale kamen. Wie ging es ihren Gästen?

Es gab bereits erste Schließungen, diese führt Karin aber auf bereits vorhandene Schwierigkeiten zurück. Corona habe manch einen Prozess beschleunigt. Foodtrucks und Gastronomie mit großer Außenfläche sind derzeit im Vorteil. Einige Gastronome haben besondere Kreativität gezeigt, so ein Gastronom aus Siegburg mit einem Burger-Notfallkoffer, eine tolle Idee, die sehr gut ankam.

Wie es im Herbst für die Bonner Gastronomie weiter geht? Das wird sich zeigen.

Warum Karin nicht Shakria ist und wie sie zu einer Bonner Influencerin wurde, hat sie bereits auf dem Barcamp Bonn 2018 erzählt.

Local SEO mit Michael Weckerlin

Von der lokalen Gastronomie zu einer lokalen Herausforderung, im Netz gefunden zu werden. Wichtig für alle Dienstleistenden und Geschäftsführende. Für mich auch? Michael (Twitter) gab ein paar interessante Impulse.

Wenn deine Dienstleistung eine lokale Relevanz hat, sollte bei der Google Suche das local Pack ausgespielt werden, die Karte. Ohne Google My Business wirst du nicht im Local Pack gefunden.

Was ist wichtig für dein Ranking?

  • Google MY Business
  • Google Bewertungen
  • On-Page Signale (Alles auf der Seite, Struktur, Text, Bilder)
  • Links – wie viele hochwertige Links führen auf deine Seite?

Tipps zum Google My Business Eintrag

  • Trage deinen exakten Unternehmensnamen ein?
  • Achte auf die richtige Schreibweise deiner Straße. Wird Str. abgekürzt?
  • Mache unbedingt einen vollständigen Eintrag.
  • Sammle ECHTE Bewertungen, auch wenn du mit Familiy & Friends anfangen kannst.
  • Auch als Freiberufler solltest du Öffnungszeiten angeben.
  • Gute Fotos sind wichtig, du präsentierst dein Unternehmen.
  • Such bei Google mal deine Fokus Keywords und schau dir die Top Einträge an, welche Kategorien nutzen deine Mitbewerbenden?

Wie generiere ich echte Bewertungen?

Frag und gib einen Bewertungslink raus, zum Beispiel nach einem Vortrag oder Webinar.

Weitere SEO-Tipps von Mister SEO Michael Weckerlin findest du auf seiner Webseite. Ich werde mir das mit dem Google My Business auf jeden Fall mal ansehen.

Mastermind mit Evelyne Janzen

Nach meinem ersten virtuellen BarCamp #Cowork2020 über das ich leider nicht geschrieben habe, war ich inspiriert mir einen Working Out Loud Circle zu suchen. Das war eine verdammt gute Idee gewesen. Was also ist eine Mastermind-Gruppe? Will ich das auch ausprobieren? Mein Bauchgefühl schreit noch nicht begeistert ja.

Der Vorteil einer Mastermind-Gruppe klingt für mich ähnlich, wie bei WOL: Du arbeitest an einem Thema und tauschst dich mit anderen aus. Dabei wirst du auch von den Themen der anderen inspiriert.

Nachdem Evelyne (Link zu ihrem LinkedIn Profil) selbst zwei Runden mitgemacht hatte, begann sie ihre eigene Gruppe zu hosten. Sie ist wirklich begeistert von dem Konzept und hat es uns in der Session ein wenig näher gebracht.

Napoleon Hill schrieb ein Buch über eine Erfolgsformel “Think and Grow rich”, auf dessen Basis das Mastermind Konzept aufbaut.

Es handelt sich um regelmäßige Gruppentreffen von 4 bis maximal 8 Personen. Die Rahmenbedingungen sind variabel gestaltbar, aber wenn ich es richtig verstanden habe, ist es wichtig sie fest zu vereinbaren. Es kann wöchentliche Treffen á 60 Minuten geben, oder seltenere und längere Treffen. Es gibt reine Online-Gruppen, so wie Treffen vor Ort. Beides funktioniert, denn Vertrauen lässt sich auch online aufbauen. Das glaube ich, denn auch mein WOL-Circle war rein online und geprägt von sehr offenen Gesprächen. Der Kontext kann Business, aber auch privat sein. Die Zusammensetzung der Gruppe kann heterogen sein mit einem gemeinsamen Thema, z.B. das eigene Business voran zu bringen. Es kann sich auch eine homogene Gruppe zu fachlichem Austausch zusammenfinden, kollegialer Erfahrungsaustausch. Wie lange die Gruppe zusammenbleibt, wird ebenfalls vorher festgelegt, oft auf ein Jahr.

Die Treffen finden unter klaren Regeln statt und sind eben kein Kaffeeklatsch, auch wenn wenn es bei Evelyne auch Kaffee zu trinken gibt. Eine der Regeln ist die Verbindlichkeit, auch teilzunehmen. Um die Absagequote zu senken, kosten einige Mastermind-Gruppen, die Kosten decken die Unkosten des Host. Es gibt verschiedene Modelle. Zwei Elemente bei Mastermind sind der Hot-Seat und Hausaufgaben. Jedes Mitglied teilt ein Aspekt des eigenen Themas beim Gruppentreffen und bekommt ehrliches Feedback von den anderen. Zum Abschluss wird überlegt, was man selbst den anderen Gutes tun könnte.

Offenheit und Teilen ist wichtig. Die Mitglieder einer Gruppe teilen ihr Wissen und ihre Netzwerke miteinander. Evelyne ist für ihre Gruppen Gastgeberin und Moderatorin, nimmt aber auch selbst teil.

DSGVO für Einsteiger mit Felix

Es ist inzwischen zwei Jahre her, dass wir panisch unsere Blogs und Webseiten überabeitet oder aus dem Netz genommen haben, weil die DSGVO in Kraft trat. Es geht um Datenschutz, eigentlich etwas Positives.

Da ich mich länger nicht mehr mit dem Thema befasst hatte, fand ich das Angebot von Felix ( Twitter), Datenschutz für Einsteiger zu erklären sehr einladend. Tatsächlich gelang es ihm, das Thema anschaulich und interessant zu gestalten.

Einem Missverständnis bin ich selbst auferlegen, denn ich glaubte auch, dass sich die DSGVO lediglich auf digitale Verarbeitung von Daten beziehe, dem ist nicht so. Immer, wenn sich Daten auf eine Person beziehen, dann greift Datenschutzrecht! Es gilt nur eine enge Ausnahme, der familiärer Kontext.

Felix hat einen guten Rat, dem ich selbst noch einmal in Ruhe folgen werde:

Lest wenigstens Artikel 5 der DSGVO, dann habt ihr eine gute Basis

Felix Neumann, frei zitiert aus der Session

Ein weiteres Bild ist das des Löwen. Mit der DSGVO ist es, wie vor einem Löwen wegzurennen. Du musst nur schneller sein als eine andere Person. Wenn du dich darum bemühst Daten verantwortungsvoll zu verarbeiten, hast du schon viel erreicht.

Die Sache mit dem Verbot mit Erlaubnisvorbehalt ist interessant. Im Grunde darfst du keine Daten verarbeiten, es sei denn es gibt eine Rechtsgrundlage dafür. Ihr erinnert euch, als wir plötzlich überall Einwilligungserklärungen unterschreiben mussten? Das ist nur eine Option und nicht einmal die beste, zumindest für denjenigen, der die Daten verarbeiten möchte, denn diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Rechtsgrundlage können sein:

  • Einwilligung
  • Erfüllung eines Vertrages
  • Rechtliche Verpflichtungen
  • Lebenswichtige Interessen
  • Wahrnehmung einer Aufgabe im öffentlichen Interesse
  • Berechtigte Interessen

Wenn du die rechtliche Grundlage hast, personenbezogene Daten zu verarbeiten, dann kommen die Pflichten und das ist der nervige Teil der DSGVO:

  • Dokumentationspflichten
  • Informationspflichten
  • Berichtigungspflichten
  • Lösch- und Widerrufsrechte

Mehr DSGVO in verständlich? Lest mal Felix Blogbeitrag zum “Verbot mit Erlaubnisvorbehalt”

Chips-Podcast mit Ricarda

Es war eine geniale Abschluss-Session zu der ich mir flink eine angefangene Tüte Chips holte. Ricarda (Twitter) erzählte uns, wie sie und ihr Bruder darauf kamen einen Podcast über Chips zu machen, erzählte welche Ideen sie noch so haben und wir kamen in einen richtig schönen Austausch über Podcasten, Chips und Folgenideen. Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht und es war für mich DIE Session mit dem stärksten Barcamp-Feeling. Irrelevant, dass es Ricardas erstes Barcamp und ihre erste gehaltene Session war, sie war super!

Was soll ich euch erzählen? Hört mal rein in den Podcast Crunchtime von Ricarda und Julian. (Instagram zum Podcast) Ihr werdet staunen, was man alles über Chips reden kann.

Fazit

Trotz Hitze und matschigem Hirn hatte ich einen schönen BarCamp-Tag. Es war schade, die Menschen nicht persönlich zu treffen, aber schön, ihnen überhaupt zu begegnen. Richtig schön, war die kleine Abschlussrunde “auf dem Flur”. Neben dem Input liebe ich an BarCamps die persönlichen Gespräche.

Danke

Herzlichen Dank an Bonn Digital, dass ihr das möglich gemacht habt! Danke an Sascha, der sich in das Tool eingearbeitet und es für das BarCamp Bonn aufgebaut hat. Danke an Johannes und Inga für die Moderation! Danke an Hannah und Ellen, die im Hintergrund gewerkelt haben.

Danke an die Sponsoren, die das Barcamp erst möglich gemacht haben:

  • Forum internationale Wissenschaft, die eigentliche Location, wo auch mein allererstes Barcamp 2016 stattfand.
  • Maynert Online Marketing, Sascha kann viel mehr als BonnMemo, aber ich liebe mein BonnMemo
  • WetterOnline
  • Deutsche Post DHL Group
  • Barmer
  • IHK Bonn Rhein-Sieg

Danke an den O´Reilly Verlag für den Buchgutschein, den ich gewonnen habe. Es gilt nun ein Buch aus dem tollen Verlagsprogramm auszuwählen.

Danke Aziza für deinen ganz persönlichen Triangel-Auftritt.

Danke allen, Teilgebenden für die tollen Sessions. Danke allen, die mit mir getwittert haben, danke für Likes, Retweets und Kommentare.

Wir sehen uns hoffentlich alle wieder, digital oder sogar persönlich!

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