Bild by Anna Koschinski, danke dir
Außergewöhnlich – Was für ein Wort
Etwas ist außer – gewöhnlich, also eben nicht gewöhnlich?
Nicht vertraut, anders. Vielleicht wunderbar? Etwas, das Neugier weckt.
Bleibt es außer gewöhnlich?
Wenn ich etwas zum ersten Mal wahrnehme und als außergewöhnlich einordne – ein wunderbarer Moment. Etwas zu entdecken, versuchen zu verstehen, zum ersten Mal interagieren.
Okay, manchmal auch überraschend, erschreckend, vielleicht auch beängstigend.
Was mag das sein, dieses Außergewöhnliche? Dieses Neue, diese Interessante?
Und dann?
Dann wird es vertrauter, bekannter, oder es verschwindet einfach wieder aus der Wahrnehmung.
Was wird dann aus dem außer gewöhnlich, wenn ich mich daran gewöhne? Gewöhnlich, außer es ist noch neu?
Und ist gewöhnlich in dem Falle etwas schlechtes? Verliert das Außergewöhnliche durch Gewöhnung an Glanz und Zauber?
Es wird anders und das ist ein gewöhnlicher Prozess, denke ich.
Was meinst du?
Blognacht – Impuls
Außergwöhnlich ist der Impuls der 58. Blognacht von Anna Koschinski. Ein einzelnes Wort, das Gedanken auslöst. Und manchmal braucht es nicht viele Zeilen, um einen solchen kleinen Impuls weiter zu geben.
Und diesmal saß ich echt da und dachte – nichts. Und wenn nichts kommt, dann gibt es nur einen Weg für mich: Fragen stellen.
Und möglicherweise stehen diese Zeilen stellvertretend für eine Geschichte, die ich an dieser Stelle nicht erzählen möchte. Eine Erkenntnis, dass etwas, was ich für außergewöhnlich, vielleicht sogar unmöglich gehalten habe, absolut gar nicht so außergewöhnlich ist, wie ich einmal angenommen habe.
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Darüber, wie schnell Außergewöhnliches sich in Gewöhnliches verwandelt, hab ich noch nie nachgedacht. Bis jetzt.
In Anbetracht dessen, dass ich nicht Gewöhnliches meist positiv auf mich wirkt, ist es doch eigentlich wieder schön, wenn sich diese Umstände in Gewöhnliches verändern. Dann muss man nur noch die Kurve kriegen und das, woran man sich gewöhnt hat, als nicht langweilig zu empfinden.
Oder ganz anders – ein kinderfreies Haus war zuerst verdammt ungewöhnlich, sogar spooky. Aber jetzt hab ich mich daran gewöhnt und empfinde es nicht mehr als fremd. Ich fange an, es zu mögen. Ein bisschen.
Wow, was für tiefe Gedanken!
Toller Text!
Sabine aus dem Mausloch